Mußt Du denn manchmal gar nicht heulen? Ich muß mir bei meinen beiden immer vorstellen, was ich denen gebe, sind Vitamine oder Leckerlis oder sowas. Wenn mir bewußt wird, daß ich sie mit dem Zeug am Leben erhalte, dann wird mir echt anders...
Die ersten Wochen und Monate habe ich oft geweint, die ersten Tage war es so schlimm, das ich weinen musste wenn ich ihn gesehen hab - ich hatte Angst nach Hause zukommen, weil ich nicht wusste was mich wieder erwartet.
Aber Charly selbst hat mir die Kraft gegeben weiter zu machen, positiv zu denken.
Bei mir ist das aber auch nicht mehr soo frisch wie bei Jordy - wir haben die Diagnose ja schon im April 2011 bekommen, seitdem geht es ihm aber sichtlich gut, ich finde zur Zeit keinen Grund zur Sorge.
Weißt du, als ich Charly damals platt liegend hinterm Sofa gefunden hab, er nicht mehr stehen konnte, nicht mal mehr den Kopf heben konnte - das war das schlimmste, als er dann das erste mal sein Herzmedikament bekam konnte er bereits nach 30min wieder auf die Spüle in der Küche springen, ab da musste es einfach bergauf gehen.
Ich denke nur noch selten dran, das er krank ist - einzig wo es mir bewusst wird, wenn der Wecker 6Uhr klingelt und er sein Medikament bekommt, aber ansonsten denke ich kaum dran - wie gesagt, er gibt mir auch kein Grund, er zeigt mir das es ihm gut geht.