Die Mutter einer bekannten Züchterin hat einen Kater, der auch einer der vielen Freigänger ist. Bei ihm wurde ein Abszess an der Schwanzwurzel festgestellt. Soweit ist das ja nichts weiter tragisches, denn ein Tierarzt hat den Abszess dann gespalten und dabei stellte sich raus, dass es doch ein Katzenbiss war, der sich bereits entzündet hatte und weshalb der Kater sogar bis zu 40° Fieber bekam. Nach der OP war der Kater ziemlich schlapp, was aber normal ist. Im weiteren Verlauf heilte der Schwanz sehr gut, allerdings fiel auf, dass der Kater immer weniger Futter zu sich nahm und total abbaute. Dies ging soweit, dass der Kater die Nahrungsaufnahme sogar komplett einstellte. Ein erneuter Besuch beim Tierarzt ergab einen erhöhten Leukozytenwert, weshalb die Ärztin auf eine Blasenentzündung schloss. Das ganze wurde dann mit Antibiotika und harntreibenden Mitteln behandelt, woraufhin es sich eigentlich hätte bessern sollen. Dies trat aber leider nicht ein. Es folgte also der nächste Tierarztbesuch. Dieser wurde dann zum absoluten Schockerlebnis. Man glaubt nicht, zu was Menschen in der Lage sind. Die Tierärztin erstellte ein großes Blutbild und auch ein Röntgenbild, das einem den Atem stillstehen lässt. Auf dem Röntgenbild war ein Projektil im Bauch zu erkennen – er wurde also angeschossen. Die Operation wurde auf den nächsten Tag festgelegt. Dazu kam es aufgrund der schlechten Blutwerte aus dem Blutbild aber nicht und die Tierärztin meinte, dass das Geschoss an der Stelle zunächst einmal nicht lebensbedrohlich wäre und keinen Schaden anrichten würde. Außerdem kamen dann noch schlechte Nierenwerte hinzu und die Meinung der Tierärztin zu alle dem war: „Ein Wunder, dass dieser Kater überhaupt noch am Leben ist!“ Und das alles nicht, weil er alt ist, sondern weil er ein Trauma in den Nieren hat – also nicht nur angeschossen, sondern auch noch geschlagen, eingeklemmt oder etwas der artiges passiert sein muss.
Und ich breche jetzt mal mit einem scheinbarem Tabu, denn sowas traut sich scheinbar keiner zu sagen, aber viele denken sicher auch so:
Ich kaufe doch keine Rassekatze für Betra> 500 Euro aufwärts < um sie dann rauszulassen und sie vielleicht nie wieder zu sehen, weil ein Autofahrer das Bremspedal nicht schnell genug gefunden hat...
Und wer jetzt meint, meine Aussage wäre zu krass und sie sei rein materiell gesehen, der darf gerne mal 500 Euro bei mir vor die Tür legen

Ich sehe sehr wohl mehr als nur das Geld und ich würde keine unserer Katzen ohne Sicherung rauslassen, allein schon weil der Nachbar 2 Kernterrier hat, die Ihrem Namen alle Ehre machen und Eindringlinge einfach nicht dulden!
Ich hänge an meinen Tieren und ich will auch in 10 Jahren noch mit ihnen knuddeln können

Zusätzlich gehen wir mit unseren Katzen auf Ausstellungen und dafür können wir es nicht gebrauchen, wenn die sich draußen Flöhe oder sonst was einfangen!!!
Und auch weiterhin werden wir es so handhaben, dass wir unsere Kitten nicht in ungesicherten Freigang abgeben werden. Die Käufer sollen ein Leben lang Spaß an Ihrer Katze haben und wenn man die kleinen die ersten 3-4 Monate aufzieht, dann will man einfach nicht hören, dass sie vom Freigang irgendwann nicht mehr zurückgekehrt sind!