Guten Morgen,
konnte gestern nichts mehr schreiben.
Vorab nochmal einen Lieben Dank an alle Schreiber+Daumendrücker...! Jeder Beitrag hilft uns weiter, die Beste Behandlung für meinen Mietzi zu finden.
Ich will möglichst keinen Roman schreiben, denn das Thema ist wirklich sehr kompliziert und schwierig.
Wir haben uns gestern 2h vor Ort alles angehört, beratschlagt, dann viel telefoniert, Daten mit der Uni-Hannover ausgetauscht, Daten aus dem Forum besprochen (Danke), sind bei unserem Haus-
Tierarzt gestern abend gewesen...und sind jetzt erstmal um einiges schlauer und vor allem sicherer in unseren Entscheidungen.....Wir haben ja schliesslich Verantwortung für den Dicken zu tragen und ich bin ihm ggb. ja auch verpflichtet, vieles von dem zurück zu zahlen, was er mir in den letzten 10 Jahren geben hat. Ich meine damit, weiter um Ihn zu kämpfen....
ach...Ihr versteht ja, wie ich das meine....http://www./images/smilies/frown.gifhttp://www./images/smilies/redface.gif
Ich fasse am besten mal das wichtigste stichpunktartig zusammen:
positiv:
- Mietzi lebt
- Mietzi hat keine Schmerzen
- er trinkt, frißt, macht alles mit
- er frißt sogar bei der Wundbehandlung....für Ihn ist das fast schon normal
- und jetzt wichtig: die Größe der Wunden haben sich, trotz persönlich empfundener zu laschen, bzw. nicht intensiv genug geführter Behandlung und fraglicher Antibiose, um mind. 50% verkleinert. Fakt
- Der
Tierarzt hat uns 4 Fälle gezeigt, bei dem eine ähnliche Problematik bestand (waren jedoch Hunde)
negativ:
- Mietzi kann mit diesen Wunden und Keimen auf keinen Fall ein normales Leben führen
- Die Wunde muss!!! geschlossen werden und
diese Art von Keime müssen!!! mit verstärkten Mitteln bekämpft werden.
- Die Keime könnten auch für uns hier zuHause gefährlich sein
- Honig, antiseptische Salbe,
Silber etc. kann nur begleitend gegeben werden
Ich habe dann recht schnell auch meinen Unmut bezgl. der Kommunikation und der Nichtbeachtung meiner offenen Fragen geäußert. Auch die permanent wechselnden Ansprechpartner, tragen nicht unbedingt zu einem "guten Bauchgefühl" bei. Auch eine eventuelle Verlegung habe ich angesprochen.
Nach dem gestrigen Gespräch muß ich aber sagen, dass mein Dicker die Behandlung in der Klinik zum Abschluss bringen muss. Wir werden ihm den Stress einer neuen Umgebung und Verlegung
nicht zumuten.
Es wurde uns alles auf professionellste Art und Weise erklärt und während des Gespräches auch laufend Bildaufnahmen zum Wundverlauf gezeigt (Kenne die Wirkung von Bildern).
Ich habe hin und her überlegt, Euch die Bilder der Wunden von vor 3 Wochen zu zeigen und den Darstellungen von jetzt......ich habe mich nun
nur für die Bilder von gestern entschieden....
die anderen Bilder sind einfach nur krass und gehören wohl nicht ins Netz......wenn doch, dann bitte um Rücksprache. Das 1. Bild zeigt die offene Wunde1, dass 2. Bild dann die offene Wunde2.
Die bisherigen Antibiose wurde deswegen so vorgenommen, weil damit zumindest eine Stabilisierung erreicht werden wollte. Es wurden uns Fälle aufgezeigt, wo trotz Resistenz Erfolge erzielt wurden und die Tierhalter die Kosten für bestimmte Antibiotika nicht tragen "konnten".
Reserveantibiotika einzusetzen gilt als Mittel der letzten Wahl...und wir sind nach Absprache mit allen beteiligten nun entschlossen, das Antibiotika Amikacin (
http://de.wikipedia.org/wiki/Amikacin) lt. Antibiose einzusetzen.
Ab Montag bekommt er 5 Tage lang dieses Medikamanent von Fresenius intravenös, um diese verdammten Keimehttp://www./images/smilies/mad.gif zu eliminieren.
Unser Haus-
Tierarzt hat gestern in einem Telefonat mit der Klinik auch unser Ok weitergegeben.
Wir haben auch mögl. Nebenwirkungen und Dosierungen besprochen und er bekommt nur soviel davon, wie nötig. Gleich auf, bzw. bei Komplikationen werden begleitende Medis für seine Nieren gegeben.....der Klink-
Tierarzt sagt aber, daß er genug frißt und trinkt und er unter Intensivbeobachtung steht.
Die Klinik hat Erfahrung mit diesem Medikament und 4 dieser Fälle so behandelt. 3x ging es gut aus......der Arzt hat uns auch den Wundverlauf dieser Fälle gezeigt und das Muster war mehr als ähnlich.
Ich kann mir das zögern der Ärzte nun auch erklären.....mit meinen Worten: Niemand hat bei denen bisher so einen Behandlungsweg bei einer Katze mit der Diagnose und Antibiogramm gewählt. Im Prinzip hat bis jetzt dort noch jeder Besitzer einer Katze, die Kosten einer solchen Behandlung gescheut. Was ich auch verstehen kann....wenn ich alles hochrechne.....oh Gott......aber mein Dicker ist mir das nun mal Wert und er muss da jetzt einfach durch. Punkt.
Ich weiß nicht wie das von Euch gesehen wird, bzw. ob es Grenzen gibt....aber ist ja auch beim Dicken jetzt kein Thema.
Ob dieser Weg nun richtig oder falsch ist......ich weiß es nicht. Weinen muss ich nach wie vor. Er hat keine Schmerzen!! und er erwartet, dass wir weiter um ihn kämpfen. Das ist mir ganz wichtig.
Den 2. fiesen Keim (Klebsiella pneum. ssp. pneumoniae) muss er sich in der Klinik, bzw. hat er sich diesen wohl durch seinen eigenen Kot, eingefangen......das macht mir natürlich Angst, aber das Risiko habe ich wohl in jeder Klinik bei einer offenen Wundbehandlung....obwohl er auf der Isolierstation ist.
Mehr fällt mir i.M. nicht ein....ich könnte noch einiges über die weitere chirurgische Behandlung und mögliche Hautverpflanzungen schreiben, aber das wäre verfrüht. Lg Stefan