Hallo....
Ich hoffe, dass Weihnachtsfest war für viele von Euch schön und Ihr genießt die Tage bis zum Jahresanfang.
Gerne möchte ich mal wieder von unserem Mietzi berichten und seiner bald ersten Woche zuHause. Wir hatten ein schönes, ruhiges Weihnachten hier bei uns, jedoch war das natürlich geprägt von der Sorge mit unserem Kater Mietzi.
Versuche mal keinen "Roman" zu starten:
- tränenreiche Abholung letzten Samstag, Mietzi wurde uns im Korb mit einer Riesentüte Medikamenten und Kompressen übergeben. Mietzi hatte da noch einen Riesengroßen Trichter um den Hals. Nach der langen Autofahrt hier angekommen und Ihn dann aus der Box geholt.
- den Anblick werde ich dann wohl nie vergessen....total schwach auf den Beinen.....torkelnd gegen jede Wand + Hindernis (wegen dem Trichter) gelaufen.....und optisch rundweg 1/3 weniger Gewicht.....ein Bild des Grauens.
Ich weiß gar nicht wie ich das beschreiben soll...schrecklich......Es fehlen natürlich die 2 Hühnereigroßen Knoten hinten und durch das z.T. fehlende Fell, verstärkte sich der schwierige Gesamteindruck noch.
Mehr will ich auch gar nicht dazu schreiben, aber spätestens ab da an wußten wir: Er musste nach Hause......keine 3 Wochen hätte ich ihm noch gegeben.
Er war ja 7 Wochen alleine in einem Minikäfig in einer dunklen Isolierstation und es wurde ja berichtet, dass er gut frißt.....jedoch glaube ich das kaum....er ist so dünn und schwach hier aufgelaufen......aber nungut.......http://www./images/smilies/smile.gif
- Wir haben uns dann erstmal entschlossen Ihn wieder richtig Katze sein zu lassen und Ihn von da an keine 10 Minuten mehr aus den Augen gelassen.
Er hat jetzt ein 40qm Deluxe-Wohnzimmer, mit 2 Toiletten, mehreren Fensterplätzen, diversen Kuschelecken, Dauer-Sheba-Buffett, HD-TV, Playstation3, Kratzbaum, Herrchen und Frauchen im Dauer Schmuseeinsatz. Wenn möglich schläft Nachts jemand bei Ihm und er kann sich ankuscheln......Er kann sich endlich wieder putzen und lässt sich auch prima bürsten, bzw. genießt das förmlich.
Wir spülen jetzt die Wunden 2x täglich und einmal am Tag ist große Medikamentenausgabe......wie er das findet, dafür steht obligatorisch Bild3.....er lässt sich wieder mal mit keinem noch so raffinierten Trick die Tabs ins Essen verstecken......keine Chance......wir haben ALLES wieder ausprobiert.....leider gehts dann nur manuell, mit Druck.
Sehr schwieriges Thema ist auch der blöde Trichter.........Lt. Ärzte soll der Trichter möglichst anbleiben, bzw. sollen wir eingreifen falls er die Wunden beleckt......ich hatte schon heftigste Dikussionen mit meiner Madame.....und wir haben Ihm dann in Nacht 1+2 den Trichter angebunden und Ihn in seine Box gesperrt.......wir er jedesmal sich vom Trichter befreien konnte, ist uns ein absolutes Rätsel......da die Wunden soweit hinten sitzen und er da doch nicht rankommt, haben wir Ihn erstmal davor befreit und wollen den kleinen nicht zusätzlich stressen.
2x täglich tragen wir Salben auf seine Wunden (lässt er sich gut gefallen) und zwar abwechselnd Fucidine und Mielosan. Das Mielosan ersetzen wir ab morgen aber durch das orig. Medihoney.
Was gibt es sonst zu sagen...........wir genießen jede freie Minute mit dem kleinen Mietzi und wir merken regelrecht, wir die Lebensgeister in ihm erwachen. Er ist natürlich sehr Schmusig und sehr Anhänglich...eigentlich entspricht das so sehr gar nicht seinem Charakter.....Er würde am liebsten den ganzen Tag auf meinem Bauch liegen und schnurren.
Er frisst und trinkt sehr viel und er ist schon viiiiel besser auf den Beinen.....kein Vergleich mehr zu Samstag. Er schläft sehr viel, schont sich...hat sehr viel Ruhe.....und hat keine Schmerzen.
Die Wunden sind leider nicht kleiner geworden in der Woche, aber auch nicht größer. Die Ärzte sagen auch, dass das noch viele Wochen andauern kann.
Als Freigänger versteht er natürlich nicht, dass er nicht aus dem Zimmer darf, aber wir bauen Ihn erstmal Step-By-Step wieder auf. Ins Freie kann er mit offenen Wunden ja eh nicht und hier im Haus spazieren, mit vielen Stufen und Treppen, unterbinden wir noch.
Hat eigentlich jemand eine Idee, wie wir das "Klinkenspringen" verhindern können?
Wenn jemand im Raum ist, macht er das nicht.....wir schließen die Tür auch ab....wenn er aber in ca. 1 Woche den halben Tag alleine im Raum ist, weiß ich nicht wie ich das unterbinden kann.
Für die Wunden ist springen eher kontraproduktiv......Lg Stefan