Letztes Jahr im Herbst sah Gunda den Kater das erste Mal. Er hatte sehr viel Angst und sie hatte keine Möglichkeit an ihn ran zu kommen. Er war leider genauso schnell wieder ver- schwunden wie er aufgetaucht war.
Vor einigen Wochen dann war er plötzlich wieder da. Nun konnte Gunda ihn gezielt anfüttern. Er wurde schnell zutraulicher und fraß die letzten Tage schon, wenn sie noch dabei war den Napf zu füllen. Er hatte riesen Hunger. 600 gr. waren jedes Mal in Null komma Nix vertilgt.
Dienstag abend war er wieder da. Gunda sah das etwas nicht stimmte. Er humpelte. Was tun? Mittwochs ist nur ein halber Arbeitstag bei unserem Tierarzt. Zu allem Überfluss musste sie auch noch um 6 Uhr arbeiten... Egal.
Sie holte die große Hundetransportbox, Futter rein, vor der Box eine Spur gelegt und hockte sich neben die Box... Es dauerte keine 2 Min. da war er drin.
Mittwoch brachte Gunda ihn dann zum Tierarzt. Sie ging von einer Bissverletzung aus. Um 11 Uhr rief dann die Tierärztin an... Es ging ihm nicht so gut. Diagnose: PPD (plasmazelluläre
Pododermatitis) Die Fussballen der Katze quellen auf und sie kann nicht mehr gut laufen. Oft platzen sie auch auf, dann ist es noch schlimmer. Manchmal hilft ein Antibiotikum über einen ganz langen Zeitraum.... oft aber auch nicht.
Das Kerlchen ohne Namen sitzt nun bei Gunda in Quarantäne. Seine Blutwerte sind inzwischen da. Er ist
Leukose negativ getestet. Der Western Blot für den
FIV Test fehlt noch. Seine Blutwerte sind grundsätzlich ok, außer das er zu wenig rote Blutkörperchen hat und sein A/G-Quotient bei 0,46 liegt. Gunda hat jetzt den Tierarzt gebeten bei Idexx nachzufragen, ob noch genug Blut da ist, um es an Laboklin zu schicken, um dann den PCR auf die mutierten Coronaviren zu machen. Ihr ist aufgefallen, dass er sehr stark röchelt beim Fressen
Er darf lt. Tierarzt mit der PPD nie wieder in ungesicherten Freigang, da die Ballen plötzlich aufplatzen können und er sich dann nicht mehr bewegen kann. Wir überlegen nun wie wir ihm helfen und wo wir ihn unterbringen können.
