Na, bei deinem Filou ist der Name ja wohl Programm. Ein echter Filou, dein Filou.
Danke auch für deine Beileidsbekundung. Ich bin wirklich immer noch traurig, wenn ich an Sternchen Gimli denke. Aber life sucks, shit happens. Life must go on.
Nun, wenn ich nach Hause komme, geht es erst einmal mit Hundi eine Runde. An 5 von 7 Tagen nehme ich die Katzen mit. Heute nicht, da es heftig regnete. Dann bleiben meine drinnen. Regen lieben sie nicht wirklich.
Sieht schon lustig aus. Ich komme rein, lege dem Hund das Geschirr an, die Katzen setzen sich vor die Terrassentür. Dann werden sie rausgelassen. Komme ich mit Hundi zur Haustüre heraus, warten die Katzis schon.
Ja, dann geht es nach hinten in den Garten und zwischen Nachbargärten und Feld entlang in Richtung Wald.
Unsere Runden dauern - je nach Witterung, Jahreszeit und Katzenlaune - so zwischen ein und zwei Stunden. Lange Runden sind locker 5 km.
Natürlich stehen Hundi und ich hin und wieder da und warten, weil Kaija-Katze meint, eine Maus belagern oder fangen zu müssen. Rhino-Kater geht in 99 von 100 Fällen streng "bei Fuß". Hundi übt derweil "Sitz", "Bleib" usw.
Zurückgekommen, folgen beide Katzentiere brav ins Haus (zugegeben, im Sommer weniger oft), sind zufrieden und schlafen eine Runde. Akzeptieren auch, wenn die Türe nicht mehr auf geht. War aber ein längerer Lernprozess.
Spätestens bei der Abendrunde mit Hundi finden sich die Katzentiere unterwegs ein und folgen heim. Unterwegs heißt in unserem Fall: an/auf dem sicheren Gelände des Freizeitheims (eine Art Jugendherberge, Gelände so groß wie ein Fußballfeld, dazu ein kleiner Wald).
Wenn ich im Sommer im Garten beschäftigt bin (geschätzt stolze 80 qm), sind meine zwei in der Nähe, meist auf dem Feld. Nach vorne, auf die Straße, gehen sie sehr selten, seit Monaten gar nicht mehr.
Langer Rede kurzer Sinn: Wenn dein Filou möchte, dass du dich mit ihm draußen beschäftigst, schau, ob er mit dir spazieren geht. Dabei kannst du ihm ungefährliche Wege zeigen. Also immer hübsch mit ihm nach hinten aufs Feld marschieren. Mit etwas Glück kapiert er das und ist so etwas sicherer vor den Autos auf der Straße. Meine haben es zwar nicht 100 prozentig begriffen, doch wir liegen bei ca. 90 %.
Das macht es mir etwas stressfreier, sie draußen herumlaufen zu lassen.
Genau wie gemeinsame Spiele, fördern auch die Spaziergänge die Bindung zwischen Mensch und Tier, egal ob Hund oder Katze.
Und ja, auch ich bin nervös, immer, wenn ich meine Teilzeitfreigänger nicht regelmäßig sehe oder sie nicht pünktlich zurück sind. Ich weiß aber, wo ich sie finden kann und dass sie dann mit nach Hause kommen. Seit 2,5 Jahren klappt der Freigang hier zu ca. 95%. Mit Angstanfällen meinerseits hin und wieder, aber ohne Verletzungen bei den Katzen. (Wenn das einmal nicht klappt, also 5% der Freigänge, gerate ich allerdings in Panik.)
LG