Jetzt lies bitte nochmal
genau durch, was du da geschrieben hast, und was du von mir und aus dem dubarfst-Grundrezept zitierst. Nicht bloß so drüberhuschen, sondern wirklich jedes einzelne Wort lesen und verstehen.

Dann wirst du erstens merken, dass zwischen dem von mir Geschriebenen und dem von dubarfst kein Widerspruch besteht.
Zweitens wirst du merken, dass du Knochenmehl und/oder Dicalciumphosphat deswegen brauchst, weil man damit nicht genau dieselben Nährstoffe ins Futter bringt wie mit Eierschalenmehl. (Im dubarfst-Grundrezept kommt kein Calcium-Phosphor-Supplement vor, weil man da ja die Fleischsorte nicht kennt und sich deshalb in Bezug auf mögliche Phosphor-Überdosierung lieber auf der sicheren Seite bewegt, denn zuviel Phosphor schlägt auf Dauer auf die Nieren.)
Und drittens, was das Abwechseln zwischen Calciumcarbonat/Eierschale und Calciumcitrat angeht:
Abwechslung ist beim Barfen sehr wichtig. Bei den synthetisch hergestellten und eher "naturfernen" Supplementpülverchen besonders, weil die Bioverfügbarkeit der Nährstoffe in den einzelnen chemischen Verbindungen nicht immer genau bekannt ist. Auf deutsch, es weiß keiner so ganz genau, wie gut das Calcium aus Calciumcarbonat, Calciumcitrat und Dicalciumphosphat überhaupt vom Körper aufgenommen werden kann, und wieviel Prozent davon ungenutzt durchrauschen.
Wenn du jetzt immer nur Calciumcarbonat (z.B. in Form von Eierschalenmehl) nimmst und es stellt sich irgendwann raus, dass das viel schlechter vom Körper aufgenommen wird als Calciumcitrat, dann wär das suboptimal. Deshalb Abwechslung, dann sind die Chancen höher, dass was gut Verwertbares dabei ist.
Dicalciumphosphat finde ich deshalb nicht so dringend nötig, weil man mit Knochenmehl schon ein "naturnahes" Calcium-Phosphor-Supplement hat, also eins, in dem das Calcium in seiner natürlichen Form vorliegt, sprich in der Form, die es auch in einem Beutetier hat, nur halt pulverisiert. (Die entsprechende chemische Verbindung heißt Hydroxylapatit - in den Knochen ist also nicht, wie man landläufig meint, "Kalk" eingelagert, das wär Calciumcarbonat.) Da ist die Bioverfügbarkeit nicht so das Problem, denn man weiß ja, dass Katzen das Calcium aus Mäuseknochen verwerten können, also muss das mit Knochenmehl ja auch gehen.
Dicalciumphosphat ist bloß nierenschonender als Knochenmehl, weil kein biologisch-mineralischer "Dreck" mit drin ist, aber bei gesunden Katzen ist das kein Thema.