Züchter

Diskutiere Züchter im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; bezüglich des Lebensraums der Wildkatzen habe ich das auch verstanden, das halte ich für ebenso wichtig wie Du. Aber ich sehe da auch die sehr...
  • Züchter Beitrag #161
Ich verstehe das schon, im Link von Vero
ging es ja um den Lebensraum von Wildkatzen,
den wieder auszubauen halte ich für sehr wichtig,
genau so wie den Lebensraum jedes Wildtieres.
Ich fürchte nur, das ist eine ziemliche schwere Aufgabe
für uns Menschen.

bezüglich des Lebensraums der Wildkatzen habe ich das auch verstanden, das halte ich für ebenso wichtig wie Du.

Aber ich sehe da auch die sehr schwere Aufgabe, wann immer sich der Mensch bescheiden soll der Tiere wegen, habe wir ein Problem....leider :-(

Und die Haltung von Wildkatze oder Luchs in Naturparks betrachte ich immer recht traurig, diese Tiere gehören in die Freiheit, und dorthin nur um das vorzubereiten
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Züchter Beitrag #162
Na, ich hoffe ja immer noch, dass
der Mensch irgendwann kapiert, dass es nicht nur
um den Lebensraum der Tiere geht,
sondern um das Leben von uns allen.
Manchmal seh`ich da Ansätze, wenn unsere Kinder
und Enkel dran bleiben könnte das vielleicht noch was werden..
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Züchter Beitrag #163
Vero, das Problem der Ansiedlung von echten Wildkatzen ist aber primär das des ausreichenden Lebensraums.
Die Tiere haben ein sehr grosses Revier, und wenn das nicht mehr aus zusammenhängenden Waldgebieten besteht finden sich die Paarungspartner nicht.

Das zu ändern sollte man wirklich unterstützen, denn unseren Wäldern fehlen die heimischen Raubtiere, man sollte endlich erkennen wie wichtig sie sind.

Ich weiss aber nicht ob Dir die Antwort reicht, so ganz verstehe ich nicht wohin Deine Frage zielt :)


sorry, da habe ich den falschen Link erwischt - aber Spenden ist natürlich toll ;-)

Wohin meine Frage zielte ist, ob Ihr der Meinung seid, dass Wildkatzen im Vergleich zu den unter Zuchtbedingungen "vermehrten" Katzen, schlechtere Chancen haben Verpaarung, Schwangerschaft und Geburt zu "überstehen", weil das Argument der "Gesundheit" immer als eines der ersten angeführt wird, wenn nachgefragt wird, wozu Rassekatzenzucht gut ist.
 
  • Züchter Beitrag #164
Manchmal seh`ich da Ansätze, wenn unsere Kinder
und Enkel dran bleiben könnte das vielleicht noch was werden..

die werden dran bleiben müssen, denn was wir ihnen vererben ist noch viel problematischer, das betrifft nicht nur die Tiere, das betrifft alles Leben auf unserem Planeten.
Die Einstellung 'ist ja alles schlimm und in 10 Jahren fangen wir an es zu ändern' können unsere Kinder und Enkel sich nicht mehr erlauben
 
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  • Züchter Beitrag #165
Und das Problem ist nicht, dass die Rassekatzen irgendwann im Tierheim landen und Plätze wegnehmen könnten, denn das passiert zumindest hier, sehr selten.
Das Problem ist, dass jeder der eine Katze haben will ins Tierheim müsste, wenn es keine Rassekatzen von Züchter gäbe und somit würden erst mal die Tiere, die es nun mal schon gibt ein zu Hause bekommen.

WENN, was natürlich utopisch ist, dann mal alle Katzen ein zu Hause haben, DANN kann man meinetwegen züchten, sofern dann noch Nachfrage besteht. Zum Arterhalt sozusagen.
Für mich persönlich bräuchte es überhaupt keine reinrassigen Katzen zu geben. Denn je größer der Genpool, desto weniger Erbkrankheiten... Die robustesten Katzen die ich bisher kenne, sind FeldWaldundWiesenmixe.

Schöner, wahrer Text! Ich sehe das ganz genauso.

wen Du so willst Vero, niemand braucht Zuchtkatzen wirklich, das wird Dir auch mancher Züchter sagen.

Okay, das ist natürlich schön von einem Zucht-Befürworter selbst zu hören. Hier wird dann auch deutlich, dass Zucht in nicht geringem Maße unnötig ist und der Bespaßung des Menschen dient, oder ? Weil prinzipiell braucht ein Mensch kein Tier im Haus, schon gar nicht ein Tier, das er sich nach seinen Vorstellungen zurechtgebastelt hat. Bin ich die Einzige, die das irgendwie morbide findet - so mit Lebewesen umzugehen?

und ich bin immer noch nicht davon überzeugt, dass Zucht dem Wohl der Zuchtkatze dient

Ich im Übrigen auch nicht - bei mir verliert dieses Tun niemals den Beigeschmack von Speziesismus und starker moralischer Infragestellung. Ich bin prinzipiell der Meinung, dass der Mensch sich nicht an Tieren und Lebewesen vergreifen darf, wenn es nicht notwendigist oder er in Eigengefahr ist. Heimtierhaltung allgemein und Zucht ist daher ein kritisches Thema.

Und mir war auch wichtig, dass die Katze kein Freigängerblut in den Adern hat, da ich sie nicht rauslassen kann.

Bin auch ich hier die Einzige, die solche Zeilen verblüffen / sprachlos machen ? Kein Freigängerblut - kein Tier, das jemals Sonne, frische Luft, oder gar mal eine Maus gesehen hat ? Wenn das nicht artgerecht ist...
Wenn man mit bewusster Zucht, Tiere noch weiter und vor allem bewusst in die Abhängigkeit des Menschen treibt, finde ich das sehr bedenklich und alles andere als tierfreundlich. Tiere gehören ganz prinzipiell nicht in die Hand des Menschen. Man muss sehr behutsam mit Zucht, Heimtierhaltung, usw. umgehen und es ist anmaßend, eine solche Entwicklung als "normal" zu betrachten und die Abhängigkeit noch weiter zu fördern.
 
  • Züchter Beitrag #166
Bin auch ich hier die Einzige, die solche Zeilen verblüffen / sprachlos machen ? Kein Freigängerblut - kein Tier, das jemals Sonne, frische Luft, oder gar mal eine Maus gesehen hat ? Wenn das nicht artgerecht ist...

Ja, das mag ja deine Meinung sein. Hast du mal darüber nachgedacht, dass die Frigida sich Gedanken gemacht hat, eben DAMIT sie nicht nach Freigang fordert und in der Wohnung nicht unglücklich ist? Wie gesagt - ich finde auch, dass eine Katze das alles Mal gesehen und gespürt haben sollte. Aber das ist auch an der Leine und im gesicherten Garten möglich.

Tiere sind nunmal abhängig vom Menschen. Genau wie wir kaum mehr imstande wären, uns unsere Nahrung komplett selbst zu beschaffen. Wenn ich drüber nachdenke, dass manche Stadtkinder nicht wissen dass die Milch von der Kuh kommt...
Wenn jemand damit ein Problem hat, dann soll er keine Tiere halten. Ich glaube, es ist müßig weiter darüber zu diskutieren, wir könnten da ewig so weiter machen.
 
  • Züchter Beitrag #167
Tiere sind nunmal abhängig vom Menschen.

Ääähh...nein.
Tiere sind ihre eigenen Herrchen. Es ist ein Verbrechen, Tiere für rein menschliche Interessen zu nutzen (z.B. Zoos, Zirkusse, Fleisch-, Milchproduktion, ...). Bei Kultufolgern, wie der Katze, ist es durchaus etwas anderes, aber auch hier erkennt man den Trend, das Tier anscheinend noch weiter und vor allem bewusst, in die Abhängigkeit zu treiben. Es ist so, dass eine Hauskatze vielleicht Schwierigkeiten hat, alleine gut klarzukommen, dies gibt jedoch keine Legitimation, dieses Verhalten weiter zu fördern. Ein Tier, das nicht selbstständig an seine eigene vorgesehene natürliche Beute kommt, ist nicht in seiner natürlichen Umgebung.

Genau wie wir kaum mehr imstande wären, uns unsere Nahrung komplett selbst zu beschaffen. Wenn ich drüber nachdenke, dass manche Stadtkinder nicht wissen dass die Milch von der Kuh kommt...
Wenn jemand damit ein Problem hat, dann soll er keine Tiere halten. Ich glaube, es ist müßig weiter darüber zu diskutieren, wir könnten da ewig so weiter machen.

Genau das ist doch das Problem. Menschen wissen immer weniger über Tiere - Ottonormalverbraucher denkt doch noch, dass Kühe gemolken werden müssen. Und wie ist eine Kuh eigentlich so ? Wie ist ein Huhn? Was braucht ein Schwein? Was sind das für Tiere ? Man sieht letzenendes nur das Endprodukt im Supermarkt, das auch noch den Menschen - vor allem in diesen Massen - krank macht (herzlichen Glückwunsch). Man muss Tieren mehr Rechte zugestehen, den Menschen die natürlichen Bedürfnisse des Tieres wieder näher bringen und endlich aufhören, sie als Gegenstände, Eigentum und Profitmaschinerien zu betrachten. Dazu gehört auch, aufzuhören, sich Tiere nach menschlichen Vorstellungen zurechtzuzüchten oder ein Tier im Haushalt zu beherbergen, wenn man ihm keinen artgerechten Lebensraum bieten kann.

Ich finde das ist ein superwichtiges Thema, aber wenn du darüber nicht diskutieren willst oder kannst, dann ist das deine Entscheidung. Schade aber.
 
  • Züchter Beitrag #168
@Maryjane: Hat deine Katze inzwischen einen kätzischen Partner? Wenn nein, finde ich es immer noch müßig, dass du anderen nicht artgerechte und verantwortungslose Haltung vorwirfst... Und nein, das ist kein Angriff, es ist einfach eine Einordnung dessen, was du schreibst und von anderen forderst und was du selber bereit bist, zu tun.
 
  • Züchter Beitrag #169
Ääähh...nein.
[...] Es ist so, dass eine Hauskatze vielleicht Schwierigkeiten hat, alleine gut klarzukommen [...]

Ja - genau die meinte ich. Dass Tiere nicht in Zoos gehören (zumindest viele nicht) und dort die Haltung auch alles andere als artgerecht ist, unterschreibe ich sofort.
Ich hatte mich mehr auf Haustiere bezogen, tut mir leid wenn da ein Missverständnis entstanden ist.

Genau das ist doch das Problem. Menschen wissen immer weniger über Tiere - Ottonormalverbraucher denkt doch noch, dass Kühe gemolken werden müssen. Und wie ist eine Kuh eigentlich so ? Wie ist ein Huhn? Was braucht ein Schwein? Was sind das für Tiere ? Man sieht letzenendes nur das Endprodukt im Supermarkt, das auch noch den Menschen - vor allem in diesen Massen - krank macht (herzlichen Glückwunsch). Man muss Tieren mehr Rechte zugestehen, den Menschen die natürlichen Bedürfnisse des Tieres wieder näher bringen und endlich aufhören, sie als Gegenstände, Eigentum und Profitmaschinerien zu betrachten.

Ja genau, und das finde ich auch. Nur glaube ich, dass dabei domestizierte Haustiere nicht das Problem sind. Vor allem, weil Wohnungskatzen, gerade die mit Balkon oder gesichertem Garten, ein glückliches und langes Katzenleben führen können, was für mich auch keinen moralisch- oder ethischen Konflikt darstellt, tut mir leid. Und die Katze ist - gebe ich mal zu bedenken - auch das einzige Haus- oder Nutztier, was noch frei streunern kann wie es will. Oder würdest du bei einem Hund auch für "Freigang" plädieren? Oder bei Pferden und Kühen?
Das ist ja heutzutage gar nicht mehr möglich. Es gibt soo viele Menschen, dass für freilebende Tiere kaum mehr Platz ist. Ich fnde es auch traurig, aber es nutzt nichts sich darüber aufzuregen und beinahe ausnahmslos Freigang zu fordern, sondern wenn es dir wirklich ernst ist, dann solltest du zu den Wurzeln gehen, nämlich zur Überbevölkerung.
 
  • Züchter Beitrag #170
Schöner, wahrer Text! Ich sehe das ganz genauso.

Okay, das ist natürlich schön von einem Zucht-Befürworter selbst zu hören. Hier wird dann auch deutlich, dass Zucht in nicht geringem Maße unnötig ist und der Bespaßung des Menschen dient, oder ? Weil prinzipiell braucht ein Mensch kein Tier im Haus, schon gar nicht ein Tier, das er sich nach seinen Vorstellungen zurechtgebastelt hat. Bin ich die Einzige, die das irgendwie morbide findet - so mit Lebewesen umzugehen?


Ich im Übrigen auch nicht - bei mir verliert dieses Tun niemals den Beigeschmack von Speziesismus und starker moralischer Infragestellung. Ich bin prinzipiell der Meinung, dass der Mensch sich nicht an Tieren und Lebewesen vergreifen darf, wenn es nicht notwendigist oder er in Eigengefahr ist. Heimtierhaltung allgemein und Zucht ist daher ein kritisches Thema.



Bin auch ich hier die Einzige, die solche Zeilen verblüffen / sprachlos machen ? Kein Freigängerblut - kein Tier, das jemals Sonne, frische Luft, oder gar mal eine Maus gesehen hat ? Wenn das nicht artgerecht ist...
Wenn man mit bewusster Zucht, Tiere noch weiter und vor allem bewusst in die Abhängigkeit des Menschen treibt, finde ich das sehr bedenklich und alles andere als tierfreundlich. Tiere gehören ganz prinzipiell nicht in die Hand des Menschen. Man muss sehr behutsam mit Zucht, Heimtierhaltung, usw. umgehen und es ist anmaßend, eine solche Entwicklung als "normal" zu betrachten und die Abhängigkeit noch weiter zu fördern.

Ich sehe das genauso wie Frigida. Ich lebe hier mitten in der Stadt, meine Beiden hier raus zu lassen wäre nicht zu verantworten. Und von dem Argument dann eben in der Stadt keine Katzen zu halten, halte ich nichts. Denn ich weiß das ich für meine Tiere alles tue das in meiner Situation im Moment möglich ist um ihnen ein möglichst artgerechtes Leben bieten zu können und ich brauche mir kein schlechtes Gewissen einreden zu lassen. Ich denke wir haben einfach grundverschiedene Auffassungen davon was Tierhaltung und Tierliebe betrifft.

Was ich mich frage, wenn du so gegen die Haltung von Haustieren bist, warum hast du dir dann erst vor kurzem eine Katze angeschafft?? Das widerspricht doch deiner Einstellung total, wie kannst du das mit deinem Gewissen und deiner Einstellung vereinbaren?
 
  • Züchter Beitrag #171
Wohin meine Frage zielte ist, ob Ihr der Meinung seid, dass Wildkatzen im Vergleich zu den unter Zuchtbedingungen "vermehrten" Katzen, schlechtere Chancen haben Verpaarung, Schwangerschaft und Geburt zu "überstehen", weil das Argument der "Gesundheit" immer als eines der ersten angeführt wird, wenn nachgefragt wird, wozu Rassekatzenzucht gut ist.

primär einmal ja, denn sie haben in der Natur gar keine Hilfe, wenn es mal Komplikationen gibt, Wehenschwächen oder quer liegende Babys z.B. dürften auch dort vorkommen
Und da auch Wildkatzen in der Natur über Jahre Nachwuchs haben, ist ihr Körper irgendwann erschöpft.
Dann kommt noch hinzu das sie sich mangels Partner auch mit verwilderten Hauskatzen paaren, und damit können deren Krankheiten in die Wildkatzenpopulationen einschleichen.

Zudem sind Wildkatzen immer seltener geworden, eine Partnerwahl unter dem Aspekt der Stärke, dürfte für sie schwer sein, nicht von Vorteil für die Vererbung gesunder Gene
 
  • Züchter Beitrag #172
kopfkratz.gif
ohje, das würde ja heißen, dass wir die Anzahl der Wildkatzen nur vermehren könnten, indem wir das ganze in die Hände von erfahrenen Züchtern geben ...
aber dann kommen da doch keine Wildkatzen mehr heraus, sondern Katzen, die dem Geschmack des Menschen entsprechen und "wild" werden die dann auch nichtmehr, weil der -verantwortungsvolle Züchter- seine Tiere ja gar nicht in den Freigang abgibt *ironieoff*


ich klink mich hier jetzt aus den Diskussionen zum Züchten aus (derweil ;-))
weil ich nichts "Neues" gelesen habe, das meine Meinung ändern könnte
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Züchter Beitrag #173
Ääähh...nein.
Tiere sind ihre eigenen Herrchen. Es ist ein Verbrechen, Tiere für rein menschliche Interessen zu nutzen (z.B. Zoos, Zirkusse, Fleisch-, Milchproduktion, ...). .

Ähm, isst du Milchprodukte? Fleisch? Dann sag mir mal bitte, woraus das gewonnen wird. Es fliegt ja nicht vom Himmel ins Supermarktregal ;-) Wäre mir neu, das der Mensch ein reiner Pflanzenfresser ist.

Meine Frage wäre auch dieselbe wie Saurier, hast du inzwischen einen Kumpel für deine?

lg Juli
 
  • Züchter Beitrag #174
Ähm, isst du Milchprodukte? Fleisch? Dann sag mir mal bitte, woraus das gewonnen wird. Es fliegt ja nicht vom Himmel ins Supermarktregal ;-) Wäre mir neu, das der Mensch ein reiner Pflanzenfresser ist.

Meine Frage wäre auch dieselbe wie Saurier, hast du inzwischen einen Kumpel für deine?

lg Juli

Was soll das denn jetzt? Nicht jeder Mensch auf diesem Planetet ißt Fleisch oder Milchprodukte.
Erst mal kundig machen, bevor so eine unsinnige Frage in den Raum geworfen wird.

Und was die 2. Frage betrifft....das ist hier ja gar nicht Thema.

Und nun bitte zurück zum eigentlich eröffneten Fred.
 
  • Züchter Beitrag #175
Irgendwie lief der letzte Zweig der Diskussion im Endeffekt darauf hinaus, ob es überhaupt moralisch zu verantworten sei, sich Haustiere zu halten.
Dann frage ich mich aber, warum sind wir hier? Warum haben wir Katzen als Haustiere? Wenn das moralisch verwerflich ist? Reiner Egoismus! Oder?

Ich wohne mitten in Hamburg an einer viel befahrenen Straße und auch wenn meine Katzen über den Balkon hinaus ins Freie kommen könnten, finde ich unverantwortlich diese rauszulassen.
Damit sie aber nichts vermissen, habe mich bewusst für zwei (!) Kätzchen vom Züchter entschieden, die die Welt draußen in freier Wildbahn oder auch nur im eingezäunten Garten nicht kennengelernt haben. Und auch ihre Eltern nicht. Ist das schon genetische Selektion? Gibt es tatsächlich ein "Freigängergen"? Oder ist es nur das, was die Mutter vermittelt?
In einigen Freds kann man lesen, dass Katzen sonst darauf drängen rauszukommen und unglücklich sind.
Also ja, ich sperre meine Katzen ein.
Ich habe mich doch auch bewusst für die Haltung einer Katze entschieden und damit auch, dass ich für sie sorge. Damit ist sie dann natürlich auch abhängig von mir.

Was den Nutztieren in der Massentierhaltung angetan wird, ist aber noch eine ganz andere Nummer. Ich habe mich ausgiebig damit beschäftigt. Und da man daran nur mit einer Abstimmung über die Füße etwas ändern kann, in dem man nämlich solche Produkte einfach nicht mehr kauft, bin ich schon seit einigen Jahren Vegetarier.
Auch wenn es zum Veganer einfach nicht reicht, lebe ich also durchaus reflektiert.

Mit dem Katzenfutter habe ich Probleme.
Das Fleisch für das Nassfutter kommt sicher auch nicht von glücklichen Kühen oder Hühnern oder Lämmern oder anderen Tieren. Selbst Bio ist für mich schon grenzwertig. Ich versuche gerade herauszufinden, welches Katzenfutter sich da anbietet.
Die Eintagsküken, die viele hier so gern an ihre Fellmonster verfüttern, sind Abfälle aus der Legehennenproduktion. Es handelt sich um die männlichen Tiere oder die Tiere die nach dem Schlüpfen zu schwach erscheinen. Sie werden nach dem Schlüpfen entweder vergast oder landen in einem Bottich und werden von dem Gewicht der über ihnen liegenden Artgenossen erdrückt. Toll oder?

So... einmal wollte ich auch noch etwas OffTopic sein.
 
  • Züchter Beitrag #176
Ja genau, und das finde ich auch. Nur glaube ich, dass dabei domestizierte Haustiere nicht das Problem sind.

Bei Tieren, die bewusst domestiziert werden,obwohl sie es von sich aus nicht sind, finde ich das, ehrlich gesagt nicht ok. Bei Kulturfolgern, wie der Katze, ist es, wie gesagt, natürlich etwas anderes, da sie freiwillig ins Menschenleben gefunden hat. Aber man findet die Tendenz, ihre Möglichkeiten, usw. immer weiter einzuschränken und auch sie wird quasi als "Objekt" behandelt, über das man frei verfügen kann anscheinend. Hier wurde ja schon selbst zugegeben, dass Zuchtkatzen per se nicht nötig sind (warum dann also? Was ist die Begründung nur im Sinne des Tieres - fernab von "Ich finde sie schön" oder "Es gefällt mir so gut"?) Ist es in Ordnung, weil es toll aussieht, Dinge in die Katze hinein- oder herauszuzüchten, die optisch was hermachen, aber u.A. Krankheiten verursachen? Ist es überhaupt in Ordnung, zu versuchen, das Tier nach seinen Vorstellungen zu verändern? Ein Tier zu züchten, dass im Draußen nicht überleben kann? Ich denke, ganz klar, nein. Ich unterstelle hier niemandem, dass er durch die Zucht bewusst Katzen derart verändern möchte, dass dadurch gesundheitliche Risiken entstehen, aber in der Vergangenheit wurde das leider schon praktiziert und wer weiß, wer das noch so betreibt. Meiner Meinung nach muss mit Zucht und Tieren allgemein sehr vorsichtig umgegangen werden, man sollte das nur in Ausnahmefällen machen können und nicht aus rein menschlichem Interesse, sondern ausschließlich des Tieres wegen - wenn es Gründe gibt, die dafür sprechen.

Was ich mich frage, wenn du so gegen die Haltung von Haustieren bist, warum hast du dir dann erst vor kurzem eine Katze angeschafft?? Das widerspricht doch deiner Einstellung total, wie kannst du das mit deinem Gewissen und deiner Einstellung vereinbaren?

Ich bin nicht gegen die Haltung von Heimtieren an sich, ich sage nur, dass das ein kritisches Thema ist und es allgemein fragwürdig ist, sich ein Tier zu halten, wenn man es nicht unbedingt braucht. Tiere sind keine Gegenstände.
Ich kam zu dem Schluss, dass Heimtierhaltung bei Tieren, die freiwillig zurückkehren und auch eine gewisse Eigenständigkeit aufweisen, an sich moralisch ok ist. Hier muss aber gewährleistet werden, dass die entsprechende Umgebung sicher genug ist, selbstverständlich.

Ähm, isst du Milchprodukte? Fleisch? Dann sag mir mal bitte, woraus das gewonnen wird. Es fliegt ja nicht vom Himmel ins Supermarktregal ;-) Wäre mir neu, das der Mensch ein reiner Pflanzenfresser ist.

Meine Frage wäre auch dieselbe wie Saurier, hast du inzwischen einen Kumpel für deine?

lg Juli

Nein, ich esse kein Fleisch und reduziere meine Milchprodukte bewusst. Ich weiß sehr wohl, aus was das gewonnen wird und vor allem wie (in der Regel) und habe mich genau deshalb bewusst entschieden, mich in diesem Bereich einzuschränken und/oder bewusst zu verzichten.

Und ja, ich finde es belustigend, dass ihr euch an Privatem aufhaltet - zumal ich dazu schonmal ein umfangreiches Statement abgegeben habe und Fehler eingestanden habe. Darf ich nun nicht mehr meine Meinung sagen oder Dinge in den Raum werfen, die wichtig für mich sind, über die ich nachdenke? Achso, na dann ;-)

Ich glaube, mein Post klingt jetzt ziemlich kratzbürstig und aufgewühlt, aber das soll es gar nicht. Ich möchte ausdrücklich klarstellen, dass ich hier niemanden angreifen, anprangern, oder Ähnliches möchte ! (Ich bin grad nur bissl gehetzt). Sollte das so rüberkommen, entschuldige ich mich dafür.
 
  • Züchter Beitrag #177
kopfkratz.gif
ohje, das würde ja heißen, dass wir die Anzahl der Wildkatzen nur vermehren könnten, indem wir das ganze in die Hände von erfahrenen Züchtern geben ...
aber dann kommen da doch keine Wildkatzen mehr heraus, sondern Katzen, die dem Geschmack des Menschen entsprechen und "wild" werden die dann auch nichtmehr, weil der -verantwortungsvolle Züchter- seine Tiere ja gar nicht in den Freigang abgibt *ironieoff*

Vero, die Reaktion ist aber jetzt enttäuschend, denkst Du wirklich das ein so wichtiges Objekt wie die erneute und vermehrte Ansiedlung von Wildkatzen in unkundigen Händen liegt.

Da ist mehr zu tun als nur Lebensraum zu schaffen, allein die Bedürfnisse der Wildkatzen zu erforschen bedarf einiger Fachleute, fast ausgestorben und sehr scheu ist nämlich viel zu wenig über sie bekannt
 
  • Züchter Beitrag #178
Was soll das denn jetzt? Nicht jeder Mensch auf diesem Planetet ißt Fleisch oder Milchprodukte.
Erst mal kundig machen, bevor so eine unsinnige Frage in den Raum geworfen wird.

Und was die 2. Frage betrifft....das ist hier ja gar nicht Thema.

Und nun bitte zurück zum eigentlich eröffneten Fred.

Guten Morgen auch :lol:

ich hatte mich auf diesen Satz bezogen:
Es ist ein Verbrechen, Tiere für rein menschliche Interessen zu nutzen (z.B. Zoos, Zirkusse, Fleisch-, Milchproduktion, ...)

und das Recht nehme ich mir dann einfach heraus, dazu etwas zu schreiben. Ob dir das passt, ist mir ziemlich egal. Denn ich esse Fleisch, Käse u.s.w. und eben wie man den Menschen die Meinung lassen muss, kein Fleisch zu essen, so muss man anderen Menschen zugestehen, das sie Fleisch essen dürfen, wenn sie wollen. Dazu braucht man nun einmal Tiere.

lg Juli
 
  • Züchter Beitrag #179
Damit sie aber nichts vermissen, habe mich bewusst für zwei (!) Kätzchen vom Züchter entschieden, die die Welt draußen in freier Wildbahn oder auch nur im eingezäunten Garten nicht kennengelernt haben. Und auch ihre Eltern nicht. Ist das schon genetische Selektion? Gibt es tatsächlich ein "Freigängergen"? Oder ist es nur das, was die Mutter vermittelt?

Nein es gibt kein Feiergänger-Gen und ja eine gewisse Selektion ist es doch, denn wenn bei einer Zuchtkatze alle Vorfahren in der Wohnung lebten, ist der Drang nach draussen deutlich geringer.
Dabei spielt natürlich auch die Anpassungsfähigkeit einer Katze eine Rolle, denn sie würde sich ganz bestimmt auch im Freien wieder wohlfühlen und viele Züchter haben ja gesicherte Freigehege.
Für mich ist es sogar die Voraussetzung an eine gesunde Rasse, das sie jederzeit auch draussen überleben könnte, eine Perser z.B. kann das nicht mehr
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Züchter Beitrag #180
[...] Und ja, ich finde es belustigend, dass ihr euch an Privatem aufhaltet - zumal ich dazu schonmal ein umfangreiches Statement abgegeben habe und Fehler eingestanden habe. [...]
Ich finde es ganz und gar nicht belustigend, dass sich jemand als Moralapostel aufspielt, der selber nicht in der Lage ist, Dinge besser zu gestalten, die er selber als verwerflich darstellt und verurteilt.

Ja, du hast an anderer Stelle eingestanden, Fehler gemacht zu habe, schön und gut, aber hast du dir auch die Mühe gemacht, diese wieder gut zu machen/daran zu arbeiten?
Fehler einzugestehen und Statements abzugeben, ist das eine, daraus zu lernen und es besser zu machen, das andere. Solange du da nicht einmal mit gutem Beispiel vorangehst, sind all deine Worte leere Hülsen ohne Hintergrund, denn sie sind nichts wert - gemessen an deinem Handeln.

Und natürlich darfst du deine Worthülsen gerne schreiben, aber solange du andere verurteilst, ohne selber etwas besser zu machen, wird es auch immer wieder Kritik dazu geben :wink:.
 
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