Danke

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Donnerstag hatten wir ja nun die Probeentnahme. Die Gewebeprobe wird nun in München untersucht und das endgültige Ergebnis bekommen wir erst am Mittwoch. Die gleiche Tierärztin, die die erste OP durchgeführt und die damalige Probe entnommen hat, hat es auch diesmal getan und mir beim Abholen gleich gesagt, dass es vom Aussehen und Verhalten her (es hat recht stark nachgeblutet) sehr nach dem Originaltumor aussieht.
Die leichte Inhalationsnarkose hat der kleine Patient prima vertragen und war schon direkt nach dem Abholen wieder völlig fit. Kein Vergleich zu Ketamin, das er überhaupt nicht verträgt. An den Augentropfen, die er nun noch bis morgen bekommt, leidet unser Vertrauensverhältnis leider schon wieder sehr, er ist wieder ständig in Hab-Acht-Stellung und unterm Bett, sobald ich nur aufstehe :/. Das hatten wir so schön hinter uns gelassen nach dem letzten Ausflug nach Hofheim zum Fäden ziehen.
Für die TK Göttingen ist er austherapiert, das war er schon vor unserem Besuch in Hofheim und das akzeptiere ich, ja ich schätze die Offenheit sehr. Ich habe mir seit Donnerstag Abend viele Gedanken gemacht und denke, dass ich keine weitere OP in Hofheim machen lassen werde. Frajo leidet schon jetzt unter seiner Minimal-Augentherapie und ich möchte nicht, dass er seine letzten Wochen, vielleicht Monate in ständiger Angst und Schrecken verbringen muss. Er ist so sensibel.
Ich möchte auf jeden Fall noch einmal mt Dr. Kessler aus Hofheim darüber sprechen, der die zweite OP durchgeführt hat, aber im Grunde ist mir ja klar, was zu Frajos Fall zu sagen ist - schlechte Prognose, jetzt schlechter als beim letzten Mal, ohne neues CT kann man gar nichts darüber aussagen. OP-Aussichten mäßig bis schlecht und das auch nur, wenn er wie durch ein Wunder immer noch nicht metastasiert haben oder in Nachbargewebe eingewandert sein sollte.
Auch dann wären es mindestens drei Besuche in Hofheim- CT, OP, Fäden ziehen. Jeweils die enorm lange Fahrt, von den Nachwirkungen der OP ganz zu schweigen.
Ich hoffe irgendwie darauf, dass man mir dort sagt, dass das alles doch gar kein Problem sei und wenn man die Radikal-OP wage, danach mit guter Wahrscheinlichkeit alles für immer weg sein wird. Aber ich weiß, dass es einfach nicht stimmt

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Ich werde es mit Artemisinin versuchen. Ich weiß, dass das kein Wundermittel ist, aber vielleicht gestaltet es seine verbleibende Zeit länger und weniger unangenehm. Ich hoffe es

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