Das Maskottchen
Es sind nun vier Wochen vergangen seit unserem Weihnachtsmarkt und Flohmarkt bei uns im Tierheim. Nun sitzen bei mir im Büro an einem Montagmorgen, ein Vertreter der Stadt, ein Vertreter der Geschäftsleute aus unserem Ort, der Getränkestand Betreiber und der Imbissstandbetreiber. Außerdem ist auch noch der Tierarzt und Bernd anwesend. Wir beraten ob noch einmal ein weiterer Markt veranstaltet werden soll.
Zunächst wird über den Termin für den Markt verhandelt. Die Händler aus der Stadt und auch der Vertreter der Stadt einigen sich schnell auf den Termin am zweiten Advent. Gleichzeitig sollen die Geschäfte in der Innenstadt, wo der Markt stattfinden soll, geöffnet sein. Nachdem der Termin feststeht, schlage ich für unseren Markt das dritte Adventwochenende vor. Ich beabsichtige wieder einen Markt über zwei Tage zu veranstalten. Dann macht der Imbissbetreiber den Vorschlag einen zweiten Stand aufzustellen. Auch der Getränkestandbetreiber schließt sich der Meinung an. Nach kurzem Gerede über den Vorschlag, wird dieser angenommen.
Jetzt sagt der Vertreter der Stadt: „Da es sich hier um ein stätisches Gelände handelt, schlage ich vor, das jeder Standbetreiber eine Standgebühr von 15 Mark leistet und jeder der einen Stand auf dem Flohmarkt hat, 5 Mark Standgebühr zahlt.“ Damit bin ich nicht einverstanden und ich antworte: „Davon halte ich gar nichts! Beim letzten Markt wären dann etwa 500 Mark zusammen gekommen. Spenden fürs Tierheim hätte es dann von den Betreibern nicht gegeben weil sie ja schon die Gebühr bezahlt hätten. Nein, an Spenden sind nach dem letzten Markt fast 1300 Mark eingegangen. Jeder hat etwas gegeben. Mal war es mehr, mal weniger. Aber das ist egal. Nein! Auf keinen Fall eine Standgebühr, sondern weiterhin auf Spenden setzen.“ Nur kurz überlegt der Vertreter der Stadt, dann gibt er mir Recht und die Gebühr ist vom Tisch.
Dann wird noch die Einladung an die Standbetreiber besprochen und der Vertreter erklärt sich bereit, diese durch einen Mitarbeiter im Amt entwerfen zu lassen. Natürlich soll die Einladung durch mich im Entwurf abgesegnet werden. Anschließend vervielfältigt werden und mir zur Unterschrift vorgelegt werden. Alle Einladungen muss ich Unterschreiben. Dann trennen wir uns. Der Tierarzt bleibt noch einige Minuten dann geht auch er. Ein Blick auf die Uhr zeigt mir, das es 11.45 Uhr ist.
Gleich danach gehe ich zum Katzenhaus, dort liegen in der Krankenstation 4 Katzen die vor zwei Tagen Kastriert wurden. Ich untersuche die vier und bin mit dem Heilungsprozess sehr zufrieden. Anschließend betrete ich den Aufenthaltsraum und verbringe die Mittagspause zusammen mit den Mitarbeitern.
Es ist 15.00 Uhr und ich sitze wieder in meinem Büro als das Telefon klingelt. Nachdem ich mich gemeldet habe, ertönt die Stimme des Tierarzt: „Gerda, Du musst sofort kommen. Ein sehr schwerer Fall! Ich bin im Moment in der Kaserne. Du wirst am Tor abgeholt. Beeile dich und bringe das Ultraschallgerät mit.“ Sofort sage ich ihm zu und lege den Hörer auf. Dann greife ich zu meiner Notfalltasche und verlasse das Büro. Schnell bin ich im Untersuchungsraum. Unterwegs nehme ich noch Bernd mit, damit er helfen kann. Zusammen bringen wir anschließend das Ultraschallgerät zu unserem Bulli und befestigen das Gerät auf der Ladefläche. Bernd steigt ungefragt auf der Beifahrerseite ein und schon gebe ich Gas.
Als wir an der Kaserne eintreffen, geht sofort die Schranke hoch und ein Soldat tritt an unseren Bulli. „Sind Sie Frau Doktor Xxxxxxx?“ fragt er mich. Ich bestätige, doch sage ich ihm auch das ich nicht Doktor bin. Doch er geht nicht darauf ein sondern sagt: „Folgen Sie meinem Fahrzeug!“ Dann geht er zu seinem Auto und fährt los. Überall stehen Tempo 30 Schilder auf unserem Weg, doch der Soldat vor uns fährt mit Tempo 80 durch die Kaserne. Dann geht sein Blinker an und er biegt auf einen großen Platz ein. Dort stehen etliche LKW. Vor einem offenen Tor bleibt er stehen und ich halte mein Auto neben seinem an. Sobald mein Motor aus ist, steige ich aus dem Wagen, nehme meine Tisch und warte auf den Soldaten. Doch da kommt der Tierarzt aus der Halle und greift mich am Arm. Dann zieht er mich in die Halle. Bernd will folgen, doch der Tierarzt sagt zu ihm, das er das Ultraschallgerät ausladen und fertig machen soll.
Als ich die Halle betrete, es ist eine Werkstatt, sehe ich sofort einige Soldaten bei einer Grube stehen. Die Grube ist ein längliches Loch im Boden über den die zu reparierenden Fahrzeuge fahren und von unten gearbeitet werden kann. Die Soldaten schauen alle in die Grube und sind am Reden. Als sie mich sehen verstummen sie und starren mich neugierig an. Der Tierarzt zieht mich zu einer Treppe und von dort gelangen wir in die Grube. Am Ende stehen noch einmal mehrere Soldaten, aber als sie uns bemerken wird sofort Platz gemacht.
Dann erkenne ich einen Schäferhund der dort am Boden liegt. Fragend schaue ich den Tierarzt an und er erklärt: „Was genau passiert ist, weiß keiner! Aber am Freitag muss der Hund in die Grube gefallen sein, die zum Feierabend im sichtbaren Bereich abgedeckt wurde. Da hat keiner den Hund bemerkt. Erst heute Mittag, vormittags hatten die Soldaten einen anderen Dienst, ist der Hund gefunden worden. Ich habe ihn untersucht und ich meine, das er an der Wirbelsäule verletzt worden ist. Genau kann ich es aber nicht feststellen darum mein Anruf.“
Nun gehe ich in die Hocke und höre zunächst den Hund ab. Er ist ganz schwach am Atmen und auch sein Herzschlag ist kaum zu hören. Zunächst mache ich aber nichts weiter, denn ich bin schon am Überlegen wie der Hund aus der Grube zu bekommen ist. Dabei fällt mein Blick auf ein Brett unter dem mehrere Rollen zu erkennen sind. Ich zeige dem Tierarzt das Brett und er meint, das ist eine gute Idee. Dann bittet er einige Soldaten ihm zu helfen. Ich begebe mich wieder aus der Grube und warte auf den Tierarzt und den Hund. Ich weiß, das das Tier schonend auf das Brett gelegt wird. Das wird natürlich einige Zeit in Anspruch nehmen.
Gespannt warte ich auf die Männer als ich hinter mir ein klackern höre. Es hört sich an, als wenn dort Schuhe zusammen geschlagen werden. Dann ertönt auch schon eine Stimme die fragt: „Wie geht es dem Hund? Ist die TÄ schon geholt worden?“ Dann tritt ein Soldat neben mich und er schaut, nachdem er mich gegrüßt hat, in die Grube. Es dauert noch einen Moment, dann erscheint zunächst der Tierarzt. Hinter ihm kann man vier Soldaten erkennen, die das Brett mit dem darauf liegendem Hund tragen.
„Guten Tag, Herr Major! Der Hund wird gerade geborgen und dann wird sich Gerda um ihn kümmern!“ Dabei zeigt er auf mich und der Major schaut mich doch erstaunt an. „Entschuldigen Sie bitte! Aber ich hatte mir eine TÄ etwas älter vorgestellt:“ Dabei reicht er mir seine Hand die ich ergreife. Da meldet sich der Tierarzt wieder zu Wort: „Darf ich vorstellen? Frau Gerda Xxxxx! Die Leiterin des Tierheim in unserer Stadt und die beste TÄ die ich jemals kennen gelernt habe.“
Da die Soldaten mit dem Hund inzwischen aus der Grube heraus sind, sagt ein anderer Mann: „Sofort mit dem Hund in mein Büro! Dort ist schon das Gerät aufgebaut worden!“ Sofort begeben sich die Soldaten in die angegebene Richtung und ich folge mit dem Tierarzt. Auch der Major kommt hinterher.
Als wir in dem Raum sind, dieser ist etwa 10m2 groß, schließt der Major die Tür. Nun ist es noch dunkler in dem Raum denn nur durch ein kleines Fenster fällt etwas Licht. Bevor der Major das Licht anschalten kann, sage ich: „Bitte lassen Sie das Licht aus. Es müsste sowieso gleich wieder gelöscht werden. Das Licht hier im Raum reicht mir vollkommen.“ Während ich das sage, beginne ich schon mit der Untersuchung des Hundes. Zunächst taste ich ihn vorsichtig ab und bemerke auf seiner linken Seite in Höhe der Rippen eine Beule. Da ich noch mein Stethoskop umgehängt habe, nehme ich dieses zur Hand und höre die Lunge ab. Doch auf der Seite ist kein Atemgeräusch zu hören. Darum kontrolliere ich die rechte Seit. Hier ist schwach ein Atemgeräusch zu vernehmen.
Nun setze ich das Ultraschallgerät ein! Mein Verdacht bestätigt sich hierbei. Der linke Lungenflügel ist zusammengefallen. Warum kann ich noch nicht sagen, dazu muss ich das Tier röntgen. Das sage ich laut und erzähle auch, was ich bisher festgestellt habe. Da sagt der Major: „Moment, ich muss mal eben telefonieren.“ Damit greift er zum Telefon, schaut kurz auf ein Telefonverzeichnis welches an der Wand hängt, dann wählt er die Nummer. „Hier ist Major Gxxxxx! Geben Sie mir mal den Stabsarzt! Hallo Herr Doktor Kyyyyy. Sie haben doch ein Röntgengerät bei sich? Genau, das muss sofort einsatzbereit gemacht werden. Schicken Sie sofort einen Sanka zur Werkstatt, aber mit vollem Konzert! Bis gleich!“ Damit legt er wieder auf und erklärt: „Ein Sanka kommt sofort. Dann wird der Hund in den San-Bereich gebracht und dort kann er dann geröntgt werden. Ah! Da ist der Wagen ja schon! Nehmen sie den Hund und bringen sie ihn raus!“ sagt er noch zu vier Soldaten, die er anspricht nachdem er die Tür wieder geöffnet hat. Dann stürmt er zum offenen Tor der Werkstatt. Er gibt einige Befehle und schon wird der Hund vorsichtig in den Wagen geschoben.
Der Tierarzt, der Major und ich steigen ebenfalls ein. Schon geht die Fahrt wieder los.
Nur kurz ist die Fahrt, dann hält der Sanka vor dem Sanitätsbereich. Sofort kommen mehrere Soldaten und auch ein Mann im weißen Kittel aus dem Haus. Der im weißen Kittel ist der Arzt! Kurz kommt von ihm Protest auf, als er erkennt das der neue Patient ein Hund ist. Als ich aber auch aus dem Wagen steige und neben den Hund trete, meine Tasche hängt wie immer über meiner Schulter, verstummt er und geht in das Haus. Wir alle folgen und ich betrete den Röntgenraum. Dort lege ich den Hund so hin, wie ich ihn liegen haben muss. Insgesamt mache ich sechs Aufnahmen, die anschließend von einem Soldaten entwickelt werden.
Der Hund liegt inzwischen schon auf einem Behandlungstisch und ich bereite ihn zur OP vor. Dabei hilft mir der Tierarzt. Nachdem die Röntgenfotos an einem Röntgenbildbetrachter befestigt sind, werte ich die Bilder aus. Da ich schon durch abtasten festgestellt habe, das die Pfoten und der Kopf ohne Verletzungen sind, habe ich nur den Bereich der Rippen geröntgt. Nun erkenne ich, das der Hund 6 Rippen gebrochen hat und sich zwei davon in die Lunge gebohrt haben. An der Wirbelsäule hat er nichts!
Zunächst frage ich den Stabsarzt ob er bestimmte Materialien da hat und als er bestätigt, das er bis auf eines alles hat, steht mein Entschluss fest. Ich werde sofort operieren trotz der fehlenden Herz-Lungen-Maschine und des fehlenden selbstauflösenden Nahtmaterial. Der Stabsarzt verspricht dieses sofort zu besorgen und eilt schon zum Telefon. Während er in den Apparat spricht, bekommt der Hund von mir eine Narkose. Seine Werte werden von einem Sanitäter überwacht, der mir laufend diese Werte ansagt. Bevor ich den ersten Schnitt mit dem Skalpell machen kann, kommt der Arzt wieder zum Tisch und sagt, das das gewünschte Nahtmaterial in etwa einer Stunde da sein wird.
Ich schicke noch alle Soldaten die nicht gebraucht werden aus dem Raum. Auch den Major. Bevor er den Raum verlässt, sagt er noch, das er noch einmal telefonieren wird, dann schließt er die Tür von außen. Nun sind noch in dem Raum der Tierarzt, der Stabsarzt und drei Soldaten die zur Hand gehen. Dann beginne ich mit der OP!
Zunächst öffne ich den Brustraum und sehe nach den Rippen die sich durch die Lunge gebohrt haben. Da der Lungenflügel schon zusammengefallen ist, taste ich trotzdem zunächst den Flügel ab um festzustellen ob sich die Rippen durch diesen gebohrt haben. Das ist jedoch nicht der Fall. Trotzdem kann ich die Rippen noch nicht herausziehen, da mir noch immer das Nahtmaterial fehlt. Also kümmere ich mich zunächst um die anderen Rippen und richte diese. Da reicht mir der Arzt das Nahtmaterial mit den Worten: „Der Major hat noch einmal telefoniert. Es ist doch besser das er angerufen hat, wie solch ein kleiner Stabsarzt wie ich. Nach seinem Anruf sind die sofort mit vollem Konzert nach hier. Auch ein Chirurg ist mitgekommen. Wenn er helfen kann, macht er das gerne. Obwohl er sehr erstaunt war, als er den Patienten gesehen hat.“
Ich stimme zu, das der Chirurg hilft und kurz darauf betritt ein weiterer Mann den Raum. Kurz stellt er sich vor, dann tritt er neben mich und hilft mir nun die Rippen aus dem Lungenflügel zu ziehen. Anschließend vernäht er sehr schnell die Wunden an dem Lungenflügel. Anschließend wird die letzten Rippen gerichtet und ein Röhrchen eingesetzt, damit die Luft wieder aus dem Raum zwischen Rippen und Lunge entweichen Kann. Mit jedem Atemzug die der Hund nun macht, wird der Lungenflügel wieder neu aufgebaut und die Luft durch das Röhrchen entweichen. Dann vernähe ich die OP-Stelle und lege einen festen Verband an. Anschließend lege ich noch einen Zugang für Medikamente durch den auch gleich ein Herzstärkungsmittel und ein Schmerzmittel eingegeben werden. Außerdem bekommt der Hund einen Tropf mit Kochsalzlösung, dann bin ich zunächst fertig. Die ganze OP hat etwa 90 Minuten gedauert.
Der Hund bleibt noch in dem Behandlungsraum und die drei Soldaten kümmern sich um ihn. Wenn der Tropf durchgelaufen ist, wird der Hund ins Tierheim gebracht, wo ich ihn weiter behandeln kann. Dann verlasen wir alle den Raum und setzen uns ins Büro des Stabsarztes. Auch der Major ist dabei und ich sage ihm, das die OP gut gelaufen ist, jedoch der Hund weiter behandelt werden muss. Er sagt zu mir: „Danke Frau Doktor! Es ist mir klar, das der Hund weiter behandelt werden muss und ich stimme auch zu, das er zu Ihnen ins Tierheim für eine gewisse Zeit kommt. Ich werde ihn dann öfters besuchen. Ich hoffe nur, das er in sechs Wochen wieder soweit gesund ist, das er an der Geburtstagsfeier des Bataillons teilnehmen kann. Sergeant ist unser Maskottchen“
Ich muss lachen als ich nun zum ersten Mal den Namen des Hundes höre und alle stimmen in das Lachen ein. Dann tritt der Chirurg auf mich zu und stellt sich vor: „Hallo ich bin Oberstarzt Prof. Dr. Hemxxxx! Ich gratuliere zur gelungenen OP. Das ich mit bin, beruft sich darauf, das der Major es so dringend gemacht hat. Er sagte am Telefon das es um Leben und Tod gehen würde und wir verantwortlich sind, wenn der Patient nicht überlebt. Nachdem mir das der zuständige Leutnant gesagt hat, habe ich mich kurz entschlossen mit zu fahren. Vielleicht hätte meine Erfahrung ja helfen können, nachdem ich auch noch erfahren habe, das es sich um einen Lungenriss handelte. Erstaunt war ich schon, das solch eine OP in einem San-Bereich stattfinden sollte, aber in einem Notfall muss so gehandelt werden. Sehr groß war mein Erstaunen als ich hier nagekommen bin und feststellte das der Patient ein Hund ist. Aber egal! Ich beglückwünsche Sie ebenfalls zur gelungenen OP.“
Noch größer war sein Erstaunen als unser Tierarzt das Wort ergriff: „Ich bin Dr. YYYYY! Da ich mir diese OP nicht zugetraut habe, ich aber sofort den Notfall festgestellt habe, habe ich die beste Tierärztin angerufen damit diese nicht nur helfen, sondern auch operieren kann. Darf ich vorstellen? Das ist die Leiterin unseres Tierheim hier im Ort und obwohl sie keinen Doktortitel hat, da sie nie eine Uni besucht hat, ist sie die beste TÄ die ich bisher kennengelernt habe. Sie hat alles im Selbststudium gelernt und ich habe sie dabei unterstützt. Ich selber kann immer nur staunen was aus ihr geworden ist.“
Noch zwei Stunden saßen wir zusammen. Inzwischen wurde der Hund von einem Sanka ins Tierheim gebracht, wo er von Bernd in Empfang genommen wurde. Ich weiß, das Bernd sich sofort um den Hund gekümmert hat und sich auch weiter kümmern wird. Nach dem Gespräch mit den Soldaten verlassen der Tierarzt und ich wieder die Kaserne und fahren zum Tierheim. Dort ist der Hund sehr gut untergebracht und Bernd erklärt sich sofort bereit, des Nachts bei dem Hund zu bleiben. So geschieht es auch. Bernd ist ab sofort Nachts im Tierheim und kümmert sich um den Hund und die andere Patienten. Erst als der Hund über dem Berg ist, nach vier Wochen, nimmt er wieder seinen normalen Dienst auf.
Inzwischen ist der Tag an dem das Bataillon der Soldaten seinen Geburtstag feiert. Auf einen großen Platz sind die Soldaten angetreten. Alle Soldaten der Kaserne befinden sich auf dem Platz. Ich befinde mich mit dem Hund in einem Zelt und warte darauf gerufen zu werden. Doch zunächst werden Reden gehalten, vom Bürgermeister, von dem Kommandeur der gesamten Soldaten in der Kaserne und auch vom Verteidigungsminister, der anwesend ist.
Dann ertönt das Kommando: „Soldaten still gestanden! Die Augen rechts! Begrüßen Sie zusammen mit mir unseren Bataillonshund Sergeant und seine Lebensretterin Frau Gerda Xxxxx!“ Nun verlasse ich das Zelt und betrete den Platz. Alle Soldaten rühren sich nicht und verfolgen mich nur mit ihren Blicken. Immer wenn ich an Soldaten vorbeikomme die an der Spitze der Angetretenen Soldaten stehen, wird die Hand zum Gruß an den Kopf gehoben und mich so gegrüßt. Dann stehe ich vor dem ehemaligen Major, inzwischen ist er befördert worden und hat nun einen Stern mehr auf der Schulter, und gebe ihm die Leine des Hundes in die Hand. Auch er Salutiert vor mir, dann tritt er wieder vor das Mikrofon, welches aufgebaut ist. Nun erzählt er was vor ein paar Wochen geschehen ist und nachdem er geendet hat, fangen alle Soldaten, ganz unmilitärisch zu klatschen. Auch der Verteidigungsminister reicht mir seine Hand.
Anschließend, nachdem alle Soldaten den Platz wieder verlassen haben, treffen wir uns, nur die Offiziere und der Minister, in einem Raum und reden noch einmal über den Fall. Nach etwa 4 Stunden verlasse ich die Kaserne wieder. Nachdem Sergeant ein paar Jahre später verstorben ist, wurde ein neues Maskottchen aus unserem Tierheim geholt. Auch diesen Hund brachte ich in die Kaserne.