Zwei Hunde in der Falle
Herbert und ich sind an diesem Wochenende mit dem PKW unterwegs. Es geht mal wieder zu seinen Eltern. Dort wollen sie den Berufsaustieg feiern, da sie sich endlich zur Ruhe gesetzt haben. Das wurde aber auch langsam Zweit, denn beide sind schon über 70 Jahre alt. Auch der Zahnarzt der nun die Praxis übernommen hat soll anwesend sein. Herbert ist schon ganz gespannt auf den Kollegen.
Wir haben die Autobahn schon verlassen und fahren nun über eine Bundesstraße. Es sind noch etwa 20 Km die wir fahren müssen. Zwar lese ich im Moment mal wieder eine Tierwissenschaftliche Abhandlung die auch sehr interessant ist, trotzdem schaue ich in den letzten 10 Minuten des Öfteren hoch.
Als ich wieder einmal hochsehe erkenne neben der Straße einen Hund auf einer eingezäunten Weide. Dieser scheint den Straßenverkehr zu beobachten. Als er unser Auto sieht steht er auf. Ich habe das Gefühl das er mir direkt in die Augen schaut. Sein Blick ist irgendwie ganz traurig.
Während wir an der Weide vorbei fahren drehe ich mich immer weiter um, bis ich den Hund nicht mehr sehen kann. „War da was?“ will Herbert wissen, jedoch sage ich nur: „Da war nur ein Hund auf der Weide.“ Herbert nickt mit dem Kopf, dann schweigt er. Ich fange wieder an zu lesen, jedoch merke ich mir den nächsten Kilometerstein, außerdem schweifen meine Gedanken immer wieder zu dem Hund.
30 Minuten später sind wir bei Herberts Eltern und ich vergesse den Hund. Auch Herberts Schwester mit ihrem Mann ist da. Später soll auch noch der neue Zahnarzt zu uns stoßen. Auf den sind sowohl Herbert als auch ich neugierig. Auch Claudia, Herberts Schwester, ist neugierig.
Als es um etwa 20.30 Uhr klingelt schauen wir alle zur Wohnzimmertür. Gerda, Herberts Mutter, ist sofort aufgestanden und zur Tür gegangen. Wir hören einige Stimmen, dann betritt der neue Zahnarzt mit seiner Frau das Zimmer. Er stellt sich allen vor, denn bisher ist er nur Gerda und Walter bekannt.
Der neue Zahnarzt heißt Günter und die Frau von ihm Ivone. Er hat sehr viel Humor denn in den nächsten Stunden müssen wir doch oft lachen, wenn er über sich erzählt. Er hat als bester seines Jahrganges das Studium abgeschlossen und dann erst 5 Jahre in einer Zahnklinik gearbeitet. Erst im letzten Jahr hat er angefangen sich Gedanken darüber zu machen eine eigene Praxis zu gründen. Darum hat er sich auf die Suche begeben und ist hier fündig geworden.
Ausgerechnet als er hier in der Stadt war, hat er sich einen Zahn abgebrochen und ist natürlich sofort zum ZA. Das war dann die Praxis von Walter. Bei einem Gespräch während der Behandlung erfuhr er dann, das die Praxis einen Nachfolger sucht und so hat er sich unter dem Bohrer entschieden genau diese Praxis zu übernehmen. Bei seinem letzten Satz mussten doch alle herzhaft lachen.
Gegen 23.30 Uhr verabschiedet sich Günter wieder und auch Herbert und ich gehen bald auf Herberts altes Zimmer. Viel hat sich seit der Jugendzeit von Herbert nicht verändert. Noch immer stehen dieselben Möbel in dem Zimmer und auch das Bett ist noch dasselbe. Aber bei uns ist es genau dasselbe. Seit Monika zu ihrem Kai nach Bayern gezogen ist, haben wir ihr Zimmer auch nicht mehr verändert.
Als Herbert und ich im Bett sind, schläft er sehr schnell ein. Ich jedoch kann einfach nicht einschlafen. Denn nun kommt mir der Hund auf der Weide wieder in den Sinn. Immer wieder sehe ich seinen traurigen Blick vor meinem geistigen Auge. Etwa 30 Minuten liege ich so, dann steht mein Entschluss fest. Muss sofort zu der Weide und schauen ob der Hund noch da ist!
Leise stehe ich auf und kleide mich an. Doch als ich gegen einen Stuhl stoße ist Herbert sofort wach. Verschlafen fragt er mich: „Wo willst Du denn hin, Gerda?“ Ich sage ihm daraufhin, das ich zu dem Hund will, der auf der Weide war. „Hat das nicht bis nach dem Aufstehen Zeit?“ fragt er nun, ist aber schon hellwach. Denn er kennt mich. Wenn ich etwas vorhabe, mache ich es auch, egal was es ist und wer gerade vor mir steht.
„Ich muss es jetzt machen!“ antworte ich. „Warte! Ich ziehe mich schnell an, dann fahren wir!“ sagt er nun und steht sofort auf. Schnell kleidet er sich auch an, sucht nur kurz den Autoschlüssel, dann gehen wir leise aus dem Zimmer. Walter muss jedoch einen sehr leichten Schlaf haben, denn auf einmal geht die Schlafzimmertür auf und er schaut durch die geöffnete Tür. „Wo wollt ihr denn jetzt hin, mitten in der Nacht?“ Schnell erkläre ich es ihm und er schließt wieder die Tür um sie aber sofort wieder zu öffnen. „Wartet, wir kommen mit! Acht Augen sehen mehr wie vier.“
Herbert und ich gehen schon zu unserem Auto und warten nun auf Gerda und Walter. Schon nach kurzer Zeit kommen sie aus dem Haus und steigen bei uns ein. Herbert fragt mich noch wo das etwa war und als ich ihm den Kilometerstein nenne ist er doch etwas erstaunt. Aber er kennt mich und mein Gedächtnis.
Nun wollen auch Gerda und Walter wissen was denn genau los ist. Ich erzähle ihnen warum Herbert und ich nachts um 1.00 Uhr unbedingt irgendwo hinfahren wollen. Beide meinen, das wir den Hund wohl nicht finden werden in dieser Nacht, denn da Neumond ist, ist es natürlich sehr dunkel.
Wir brauchen, da in der Nacht kaum Verkehr herrscht, nur 20 Minuten bis zu dem Kilometerstein. Im Scheinwerferlicht des Autos erkennt Herbert eine Einfahrt zu der Wiese die nur einige Meter weiter ist. Langsam fährt Herbert zu der Einfahrt und biegt in diese ein. Da er jetzt die Fernscheinwerfer an hat und das Licht daraus über die Wiese streicht, erkennen wir alle sofort den Hund. Er sitzt noch immer an derselben Stelle und steht wieder auf.
Sofort, als der Wagen steht, steige ich aus dem Wagen. ich mache die Taschenlampe, die ich aus meiner Tasche genommen habe, an und gehe zu dem Zaun. Auch Herbert und Walter die zu mir kommen, haben jeweils eine Taschenlampe an. Nur Gerda ist ohne Lampe. Herbert öffnet das Weide Tor und da keine weiteren Tiere auf der Weide sind, lässt er dieses einfach auf. Ich laufe schon zu dem Hund, den ich im Licht der Taschenlampe erkenne.
Als ich bei ihm ankomme erschrecke ich doch, denn neben ihm liegt noch eine Hündin. Beide hängen mit ihren Hinterpfoten in Tellereisen fest. Das sind Fallen die aus zwei gezahnten Bügeln bestehen und nur mit großer Mühe von Hand gespannt werden können. Wenn nun ein Tier in diese Fallen tritt, schnappen zwei Bügel die von starken Federn bedient werden, zu. Dadurch werden die Tiere nicht nur sehr schwer verletzt, sondern sie können sich auch nicht mehr aus eigener Kraft befreien.
Sofort reiche ich meine Lampe an Gerda weiter, die inzwischen auch da ist. Natürlich auch die beiden Männer. Alle drei sind Entsetzt was sie da sehen, denn diese Art Falle ist in Deutschland nicht zulässig und seit 1934 verboten. Auf einmal bemerke ich, ein rotierendes Blaulicht. Als ich hochsehe erkenne ich ein Polizeifahrzeug welches bei unserem Auto steht. Auch Herbert hat das gesehen und er gibt seine Lampe an Walter ab, dann läuft er schnell zu dem Polizeifahrzeug.
Ich kümmere mich nun um die Hunde. Zunächst streichele ich dem stehenden Hund über den Kopf, mit der anderen Hand drücke ich leicht auf seinen Rücken. Das ich dabei Rede ist klar. Der Hund begreift auch sofort und legt sich hin. Dabei ist er leicht am jaulen. Dann kümmere ich mich erst einmal um die Hündin. Als ich zu ihrer Pfote sehe erkenne ich sofort, das sie viel Blut verloren hat und bewusstlos ist. Doch zunächst höre ich sie ab. Ich höre einen leichten Herzschlag, der aber schon sehr schwach ist. Da die Hündin aber sehr dick ist, höre ich zur Sicherheit auch ihren Bauch ab. Und richtig! Ich kann mindestens 5 verschiedene Herzschläge hören. Also ist die Hündin trächtig, was natürlich die Behandlung stark einschränkt, denn Schmerzmittel oder gar eine Narkose sind jetzt erst einmal nicht möglich. Trotzdem bekommt sie zunächst eine Herzspritze, mehr aber erst einmal nicht.
Als ich einmal hochsehe, da es auf einmal sehr viel heller wird, erkenne ich die beiden Polizisten die starke Handscheinwerfer halten. Auch höre ich schon mehrere Martinshörner näher kommen. Einer der Beamten reicht nun seinen Handscheinwerfer an Herbert weiter und er bückt sich zu mir. Dann greift er zu der Falle die den Hund festhält. Langsam, mit großer Kraftanstrengung, öffnet er die Falle soweit das ich den Fuß des Hundes aus der Falle befreien kann. Dasselbe macht er bei der Hündin.
Nun steht der Hund wieder auf, kommt zu uns und bevor der Beamte es verhindern kann, leckt er ihm durch das Gesicht. Dasselbe macht er bei mir. Alle die dabei sind müssen lachen als der Hund sich beim Beamten bedankt, denn inzwischen stehen drei Feuerwehrautos, ein Rettungswagen und ein Notarztwagen auf der Straße und die Männer und eine Frau stehen um uns herum, haben uns aber nicht gestört.
Nun fragt mich die Frau, nachdem sie gesagt hat das sie die Notärztin ist, was denn eigentlich los ist, während einer der Beamten Herbert fragt wie er den Hund denn von der Straße aus sehen konnte. Herbert erklärt, das wir den Hund schon vor ein paar Stunden gesehen haben und ich nicht schlafen konnte. Darum ist dann die ganze Familie wieder hier hin gefahren. Ich beantworte die Fragen der Notärztin. Als sie fragt was nun geschehen soll sage ich ihr: „Jetzt müssen die Hunde sofort behandelt werden, denn mit Sicherheit sind sie durch die Fallen sehr stark verletzt. Auch wenn der Hund stehen kann, aber sehen Sie selbst. Er steht nur auf drei Beinen:“
Nun schaut die Ärztin zu dem Hund der neben uns auf drei Beinen steht. Auch jetzt ist er leicht am jaulen. Sofort gibt die Ärztin einige Kommandos und die beiden Rettungssanitäter laufen zu ihrem Fahrzeug. Dort holen sie zwei Tragen heraus und kommen sofort wieder zu uns. Dann legen sie sehr vorsichtig die Hündin auf die eine Trage und der Hund geht selber zur anderen Trage wo er sich hinlegt. Sofort heben sie eine Trage hoch und die andere Trage wird von zwei Feuerwehrmännern hochgehoben. Damit gehen die vier zu dem Rettungswagen und schieben diese in das Fahrzeug.
Auch ich steige die zwei Stufen hoch und betrete den Rettungswagen. Herbert und die Rettungsärztin kommen ebenfalls in den Wagen. Dann wird die Tür von außen geschlossen. Ich kümmere mich inzwischen um die Hündin. Durch den hohen Blutverlust ist ihr Herzschlag noch immer stark erhöht. Die Hündin braucht sofort eine Bluttransfusion oder erst einmal, als erste Maßnahme, Blutersatzstoff, also Kochsalzlösung damit der Bluthaushalt wieder etwas ausgeglichen wird.
Ich frage die Ärztin ob sie mir die Kochsalzlösung geben kann, da ich weiß, das diese Lösung im Rettungswagen vorhanden ist. Sehr erstaunt bin ich als sie sagt: „Sie können alles benutzen was in diesem Wagen vorhanden ist. Ich werde das verantworten, aber da mein Mann der Einsatzleiter in dieser Nacht ist, dürfte es keine Schwierigkeiten geben. Wissen Sie, ich habe selber zwei Hunde und wenn ich das hier sehe, bekomme ich einen sehr dicken Hals. Machen Sie Frau Doktor! Ich heiße im übrigen Caroline!“
Mit diesen Worten reicht sie mir ihre Hand die ich sofort nicht nur aus Dankbarkeit ergreife. Dabei nenne auch ich meinen Vornamen. Als ich diesen genannt hatte, sagte sie zu mir: „Die beiden alten Herrschaften habe ich schon erkannt. Das sind meine Zahnärzte. Sie erzählten mir einmal von ihrer Schwiegertochter die zwar keine TÄ im eigentlichen Sinne ist, aber genau so handeln darf. Ich nehme an das Du diese Schwiegertochter bist und der Mann daneben ist dein Ehemann Herbert.“ „Genau die bin ich, aber jetzt wollen wir erst die Hunde versorgen. Willst Du helfen?“ frage ich sie. „Natürlich! Ich freue mich schon!“ gibt sie zur Antwort.
Dann kümmern wir uns zunächst um die Hündin. Da bei dem Hinterlauf der Knochen gebrochen ist, richtete ich sehr vorsichtig, damit ich der Hündin nicht zu große Schmerzen hat, die Pfote und verbinde ihn anschließend. Da die Hündin trächtig ist, passe ich die Medikamente, die sie bekommt an ihren Zustand an. Der Hund bekommt eine leichte Narkose und ich richte schnell die Pfote. Anschließend bekommt auch er einen Verband. Immer geht mir die Ärztin zur Hand. Herbert braucht diesmal nicht helfen, obwohl er es wollte.
Nachdem die beiden Tiere versorgt sind fragt mich Caroline: „Wo soll ich die Tiere nun hinbringen? Ich nehme an zur nächsten TK. Diese befindet sich aber 40 Kilometer von hier entfernt. Aber wie wäre es mit unserem Tierarzt. Das ist mein Bruder der dich auch vom Hörensagen kennt.“
Ich frage noch wie er ausgestattet ist, denn wir brauchen ein Röntgengerät, und als sie mir sagt das alles da ist, machen wir uns auf den weg. Vorne im Wagen sitzen die beiden Rettungssanitäter, der Wagen fährt mit vollen Konzert wenn es nötig ist, und hinten bei den Hunden sind Caroline und ich. Herbert und dessen Eltern folgen mit unserem Pkw. Erst dahinter fährt der Notarztwagen, ebenfalls mit vollem Konzert. Die Feuerwehr die dahinter fährt fällt immer weiter zurück, so schnell wird gefahren. Nach kurzer Zeit geht auch bei denen das Blaulicht aus.
Etwa 10 Minuten später fährt der Wagen auf einen Parkplatz. Als der Wagen hält wird sofort von außen die Tür aufgemacht und ein Mann sagt: „Hallo ihr schönen! Ich meine nicht die Hunde! Sofort mit den Tieren in den Behandlungsraum!“ Während er mir seine Hand reicht sagt er auch noch: „Hallo Gerda! Schön dich kennen zu lernen! Ich bin Michael! Grüß dich Herbert!“ Auch mein Mann ergreift die Hand, dann packen beide bei einer Trage an und bringen diese in den Behandlungsraum.
Die beiden Rettungssanitäter die ebenfalls eine Trage ins Haus bringen stellen sich an die Seite und warten was nun passiert. Der erste Hund wird unter Röntgengerät gelegt und Michael macht mehrere Aufnahmen von ihm. Als er fertig ist, kommt der zweite Hund dran. Anschließend entwickele ich die Aufnahmen.
Nachdem das erledigt ist, betrachten wir die Aufnahmen. Beide Hunde haben die Pfote, mit der sie in die Falle geraten waren, gebrochen. Bei dem Hund der gestanden hat, ist der Bruch schon korrekt gerichtet. Über den Verband wird ein dünner Gipsverband gelegt, dann kommt die Hündin dran.
Noch einmal höre ich sie ab, dann bekommt auch sie einen Gipsverband. Erst am Nachmittag will der Tierarzt entscheiden ob eine Transfusion gemacht wird. Ich bin einverstanden, dann kommen die Hunde in einen Raum. Anschließend sitzen wir uns ins Büro des Tierarzt und reden etwa 45 Minuten zusammen. Auch Herbert und seine Eltern nehmen an dem Gespräch teil. Natürlich werden bei diesem Gespräch auch der Tierarzt und die Ärztin zur Feier durch Walter eingeladen. Anschließend fahren wir wieder nach Hause. Da die Nacht schon vorbei ist, inzwischen ist es 6.00 Uhr, fährt Walter zum Bäcker um Brötchen zu holen. Herbert und ich fahren schon zum Haus der Eltern.
Am Abend findet die Feier in einem nahen Lokal statt. Es sind etwa 100 Personen gekommen. Auch Caroline und Michael sind mit ihren Angehörigen dabei. Lange unterhalte ich mich mit Michael und er sagt mir auch woher er meinen Namen kennt: „Vor kurzem habe ich in einer alten Tierarzt-Zeitung geblättert und da ist mir ein Artikel aufgefallen über Tierarzt-Helferinnen die handeln dürfen wie ein Tierarzt. Auch dein Name wurde dabei genannt und das Du immer eine prall gefüllte Tasche mit dir herum schleppst. Als meine Schwester dann anrief, da war sie gerade bei den Hunden eingetroffen, und mir sagte das am Ort eine TÄ ist, die eben jene Tasche hat, da wusste ich das kannst nur Du sein und ich habe sofort gesagt das die Hunde zu mir können. Im Übrigen habe ich der Hündin keine Transfusion gegeben da schon die Lösung gereicht hat.“
Noch lange reden wir an diesem Abend, beteiligen uns aber auch bei den anderen Gesprächen. Es wird sehr spät in der Nacht und als Herbert und ich ins Bett fallen ist es schon fast 5.00 Uhr. Erst am Spätnachmittag fahren wir wieder nach Hause, machen aber den kleinen Umweg zu Michael. Den Hunden geht es den Umständen entsprechend. Beide Hunde freuen sich als sie Herbert und mich sehen. Nach etwa 30 Minuten fahren wir endgültig wieder los.
Immer gegen Mittag hat Michael mich dann angerufen und mir den Gesundheitszustand der beiden Hunde mitgeteilt. Zwei Wochen später bekam die Hündin 5 Welpen. Alle 7 Hunde durften zunächst beim Tierarzt bleiben und kamen erst nach 6 Wochen in ein Tierheim von wo sie auch nach weiteren drei Monaten vermittelt wurden. Caroline nahm die Hündin und den Hund zu sich, der Tierarzt behielt selber einen der Welpen. Alle anderen wurden unter den Feuerwehrleuten vermittelt.
Im Übrigen bedankte sich Michael noch einmal bei mir. Als ich ihn fragte warum, sagte er: „Seit deinem Auftritt bei den Hunden habe ich doppelt so viele Patienten. Erst recht als die Leute erfuhren, das mitten in der Nacht den beiden Hunden geholfen wurde. Den Fallensteller hat man auch ermittelt, es war der Bauer. Er wollte damit Wildschweine von seinen Feldern abhalten. Der Bauer hatte noch 6 andere Fallen aufgebaut, diese aber sofort entfernt als er von den Hunden erfahren hat. Selbst die Behandlungskosten hat er komplett übernommen. Demnächst wirst Du deinen Anteil davon bekommen.“ Dieses wollte ich nicht, aber Michael bestand darauf und schon zwei Tage später ging auf das Konto des Tierheim dieser Betrag ein. Auch der Bauer spendete einen hohen Betrag für unser Tierheim.