Post aus Bayern

Diskutiere Post aus Bayern im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Achso, dass wusste ich nicht! Eine Freundin von mir hat eine Mittelalterromanreihe geschrieben aber die Verlage nahmen es damals nicht, sagten es...
  • Post aus Bayern Beitrag #21
Achso, dass wusste ich nicht! Eine Freundin von mir hat eine Mittelalterromanreihe geschrieben aber die Verlage nahmen es damals nicht, sagten es wäre nicht aktuell gefragt.
Nun schaut und liest jeder Game of Thrones, was ja auch mittelalterbehaftet ist. Soviel dazu :mrgreen:

Gehört auch eine gute Portion Glück dazu.
Aber mich als Käuferin hat deine Freundin schonmal! :)
 
  • Post aus Bayern Beitrag #22
Hab Deinen Thread eigentlich nur wegen dem Titel mal angeklickt, weil wir in Bayern wohnen ;-)

Jetzt bin ich aber immer dabei :)
Sooooo schöne Geschichten und gut erzählt ! Toll !

Für alle Tierfreunde wäre das ein schönes Buch.

Mach bitte weiter !!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Liebe Grüße
Gabi
 
  • Post aus Bayern Beitrag #23
Kater 6 (!!!!!!) Mal vermittelt!

Hallo liebe Leser,
hier wieder mal was neues von Gerda:
Heute schreibe ich mal über Graf Karlo! (den Namen bekam er von meiner Enkelin)

Graf Karlo ist ein pechschwarzer Kater. Er hat nur 3 weiße Haare auf der Brust und der hintere rechte Lauf ist weiß. Der „Graf“ kam im Alter von ca. 6 Monaten zu uns. Er war eine Fundkatze.
Sein Fell war mit Flöhen durchsetzt und Kastriert war er auch nicht.
Die Flöhe wurden natürlich erfolgreich bekämpft. Auch wurde er Kastriert.
Der „Graf“ ist eine richtige Schmusebacke.
Bei der ersten Vermittlung, da war der „Graf“ etwa 10 Monate alt, nahm ihn ein junges Ehepaar, welches ein Kind im Alter von 3 Jahren, hatte mit. Dieses Paar hatte schon Erfahrung mit Katzen, wie sie versicherten.
2 Wochen später brachten sie Graf Karlo wieder zurück! Er hatte dem kleinen Kind eine gescheuert.
Ich fragte natürlich warum dieses geschehen war. Bei uns ist schließlich so was nie vorgefallen. Sie sagten dann, dass der kleine Junge wohl den Graf öfters am Schwanz hochgezogen habe, ab und an habe er den Grafen auch getreten und Spielzeug nach dem Kater geworfen.
Dass Graf Karlo sich irgendwann gewehrt hat konnte ich verstehen. Das habe ich dem Paar aber nicht gesagt.

Bei der zweiten Vermittlung kam der „Graf“ zu einer Familie die zwei ältere Katzen hatten. Außerdem einen Hund. Da der „Graf“ sich auch mit Hunden verstand, hatten wir keine Bedenken den Kater dorthin zu geben. Leider war der Hund wohl etwas brutal zu unserem Grafen (der hatte Bisswunden an der Seite und im Nacken) weil Graf Karlo sich gewehrt hatte und der Hund zum Tierarzt musste. Für Graf Karlo musste dieses wohl nicht sein. So kam der „Graf“ nach 3 Tagen wieder zu uns zurück und von uns wurde er erst mal zum Tierarzt gegeben.

Bei der dritten Vermittlung kam Graf Karlo zu einer älteren Familie die schon drei Katzen hatte. Zwei Damen und einen Herren, so sagten sie es uns.
Diesmal dauerte es drei Wochen bis unser „Graf“ wieder zu uns zurückkam. Die Katzendamen haben unseren „Grafen“ wohl gemobbt und der Kater unseren „Grafen“ wohl öfters verprügelt. Dabei ist auch Blut geflossen! Jedenfalls mussten wir mit dem „Grafen“ wieder zum Tierarzt.

Bei der vierten Vermittlung kam der „Graf“ wiederum zu einem jungen Paar. Die Frau war angeblich den ganzen Tag zu Hause, während er arbeiten ging. Dem war nicht so, wie uns das Paar erzählte als unser Kater zurückkam. Nachdem der Mann das Haus verlassen hatte, legte die Frau sich wieder ins Bett. Die Schlafzimmertür war natürlich zu! Woraufhin der „Graf“ an der Tür kratzte und laut sein Missfallen zum Ausdruck brachte. Nachdem die Frau aufgestanden war, bekam der „Graf“ sein Futter und die Frau verließ die Wohnung um zu ihrer Freundin zu gehen. Dort blieb sie Stundenlang. In der ganzen Zeit konnte man Graf Karlos lautes mauzen im Haus hören. Irgendwann war es den Nachbarn zu viel und sie bestanden darauf, dass der Kater wieder ins Tierheim kam.

Bei der fünften Vermittlung kam unser Graf zu einer älteren Dame. Auch hier kam er nach ein paar Wochen zurück. Die Dame hatte leider eine Katzenhaar Allergie.

So langsam dachten wir alle, dass ein so süßer Kater doch nicht so viel Pech haben kann

Und dann kam eine Schulklasse um das Tierheim zu besichtigen. Es waren Kinder im Alter von 10 Jahren, sowie 5 Begleitpersonen. Darunter auch die Eltern der Lehrerin.
Während fast die ganze Schulklasse zum Hundegehege ging, kam dieses Paar zum Katzenhaus. Da ich dort gerade zu tun hatte, liefen sie mir über den Weg. Sie fragten mich ob wir auch Katzen haben die sich von den Kindern streicheln und auf den Arm nehmen lassen würden. Klar haben wir solche Katzen, antwortete ich ihnen. Das Paar wollte jedoch, Sicherheitshalber wie sie sagten, zunächst die Katzen sehen. Also zusammen in den Showroom (so nannten wir den Raum in dem die Katzen besichtigt und gestreichelt werden konnten) gegangen. Neben ein paar Katzen wuselte dort auch unser „Graf“ herum. Als der „Graf“ das Paar sah, stockte er in seinen Bewegungen, schaute die Frau mit großen Augen an. Ganz langsam ging er auf diese zu. Bisher hatte die Frau unseren „Grafen“ noch gar nicht gesehen. Als der „Graf“ ganz dicht vor der Frau war blieb er stehen und betrachtete sie genauer. Ich konnte mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Denn anscheinend hatte der „Graf“ gerade seine Leute ausgesucht.

Mit einem Mal sprang der „Graf“ in die Arme der überraschten Frau. Sofort fing der „Graf“ an zu köpfeln. Dabei schnurrte er wie ein Weltmeister. Die Frau konnte nicht anders als den Kater zu streicheln und zu kraulen. Dann meinte sie: „Ich wusste es doch! Hier kommen wir nicht ohne Tier wieder weg. O.K. mein kleiner Panther! Wir nehmen dich mit, wenn es geht.“ Dabei schaute sie mich fragend an. Klar ging das!

Und so geschah es auch. Wir liehen dem Paar zu Ende der Klassen Besichtigung einen Transportkorb und ein Überglücklicher Kater verließ uns. Alle hofften wir, dass Graf Karlo nie wieder zu uns zurückkommt. Nach zwei Wochen war das Paar wieder da. Alle dachten wir:“ Oh nein! Nicht schon wieder!“

Nein, der „Graf“ kam nicht zurück! Ganz im Gegenteil. Er fühlte sich Pudelwohl bei dem Paar, jedoch ab und zu schien er doch einen Spielkameraden zu vermissen. Darum war das Paar wieder da. Natürlich konnten wir helfen. Der Kater mit dem der „Graf“ am häufigsten getobt hatte, wurde dem Paar vorgestellt. Es war Liebe auf dem ersten Blick. Auch dieser Kater war schwarz, hatte jedoch einen großen weißen Fleck auf der Brust, sowie war der linke Hinterlauf ganz weiß. Auch dieser Kater wurde sofort mitgenommen.
Ein paar Tage später erhielt ich eine Einladung zu dem Paar, die ich natürlich annahm.

Als ich eine Woche später dort ankam, konnte ich nur Staunen. Dort tobten zwei vollkommen Glückliche Kater durch die Wohnung. Es standen mehrere Kratzbäume in den Räumen. Auch waren Ablagen entlang der Wände angebracht worden, worauf die Katzen herum turnten. Ein wahres Katzen Paradies.
Es war einfach schön zu sehen wie glücklich die beiden waren. Auch das Paar war sehr glücklich das sie die beiden geholt haben. Er meinte noch:“ Naja! In Urlaub fahren ist jetzt nicht mehr drin. Schließlich können wir die beiden nicht allein lassen. Aber wir bleiben gern bei den beiden verrückten Katzen.“
 
  • Post aus Bayern Beitrag #24
Sehr schön! Habe noch nicht alles komplett gelesen, aber das was ich gelesen habe ist herzerwärmend!
 
  • Post aus Bayern Beitrag #25
ich hab jetzt alles von der ersten Seite an gelesen. Super schöne Geschichten.
 
  • Post aus Bayern Beitrag #26
AW: Post aus Bayern!

Filou und die Gräfin

Hallo eine weitere Geschichte von „Gerda“. Diese habe ich in zwei Teile geschrieben. Jeder Teil ist für sich abgeschlossen. Der zweite Teil ist also nur eine Fortsetzung des ersten. Doch lassen wir Gerda selbst berichten:

Heute möchte ich euch von Filou erzählen. Filou war ein Kater der in unserem Tierheim geboren wurde.
Hier die Geschichte.
Tanja, die Mutter von Filou, war eine Fundkatze. Tanja, so nannten wir sie, war ca. 5Jahre alt. Als sie gefunden wurde, war sie stark abgemagert und Hoch trächtig. Wir versuchten sie mit allem möglichem Aufzupäppeln. Doch bevor sie wieder bei Kräften war begann sie ihre Kitten zu gebären. Unser Tierarzt wurde gerufen und er war auch sehr schnell da. Als erstes wurde Filou geboren, danach kamen zwei Totgeburten. Dieses geschah innerhalb von 5 Minuten. Auf einmal miaute Tanja sehr laut und schaute mir direkt in die Augen, so als wenn sie sagen wollte, „Kümmere dich um meine Kitten“. Mit meinen Augen versprach ich ihr das. Dann starb Tanja! Der Tierarzt machte sofort einen Kaiserschnitt doch es war zu spät. 4 weitere Kitten die noch nicht geboren waren, lagen Tod im Leib der Mutter.

Der Tierarzt Konnte vorher keinen Kaiserschnitt machen, weil Tanja dann auf jeden Fall gestorben wäre. Bei einer natürlichen Geburt hatte sie jedoch eine sehr kleine Chance zu überleben.

Nun lag Filou da, ohne Mutter. Was tun? Schnell schnappte ich mir den kleinen und lief in den nächsten Raum. Dort war Berta. Eine Katzenmutti die vorgestern erst drei gesunden Kitten das Leben geschenkt hatte. Ich hoffte das Berta den kleinen Filou annehmen würde. Langsam bewegte ich mich auf Berta zu. Diese knurrte nur leise, so als wollte sie sagen „Komm nicht näher! Meine Kitten bekommst du nicht!“
Sehr vorsichtig strecke ich meine Hände, in denen Filou lag, nach vorn. Berta sah den kleinen, schnupperte an ihm und fing dann an Filou ab zu schlecken. Da wusste ich, das Berta den kleinen Filou adoptiert hatte. Langsam legte ich Filou bei Berta an, und sofort fing Filou an zu saugen.
Ich war hoch erfreut und streichelte Berta über den Kopf. Das gefiel Berta und sie lies dieses geschehen. Es war das erste Mal, das Berta sich streicheln ließ.
Nachdem Filou genug Milch getrunken hatte, wollte der Tierarzt diesen untersuchen. Jedoch als er sich Berta näherte um Filou hochzunehmen fing Berta an laut zu Knurren und schlug nach der Hand des Tierarzt. Der schaute mich an und auch Berta schaute mich an. Da wusste ich, das ich Filou nehmen kann ohne das Berta knurrt oder schlägt. Und genau so war es! Ich nahm den kleinen und der Doc konnte Filou untersuchen. Doch sobald der Tierarzt, mit Filou auf dem Arm, den Raum verlassen wollte, fing Berta an zu knurren. Also fand die Untersuchung in Bertas Raum statt. Ich hörte wie der Tierarzt mehrmals „OH, OH“ sagte. Doch noch stellte ich keine Fragen.
Nachdem die Untersuchung abgeschlossen war, legte ich Filou wieder zu Berta und natürlich streichelte ich diese wieder. Wiederum lies Berta das geschehen.

Dann sprach ich mit dem Tierarzt! Er sagte, das Filou soweit in Ordnung ist. Nur stimmte etwas mit seinem Herz nicht, dieses müsse er noch genauer untersuchen.
Das wäre aber das kleinste Problem, denn Filou habe keine Füße! Erschrocken fragte ich ihn was er meine. Er erklärte das Filou unterhalb der Fußgelenke nichts habe. Also keine Pfoten und schon lange keine Krallen. Wenn Filou überlebt kann er nie Mäuse jagen. Er würde nie schnell rennen können und auch nicht richtig springen können. An den Stellen wo sich die Missbildung befindet, würde sich zwar mit der Zeit eine Hornhaut bilden so das Filou wohl laufen könne, aber wie schon gesagt niemals rennen oder springen.
Ich war zunächst geschockt! Aber Filou musste Leben!! Ich hatte es der Mutter versprochen!!!
Filou wuchs zu einem schönen Kater heran. Er war immer in der Nähe seiner Ziehmutter zu finden.
Sein Herzfehler war nicht so schlimm, musste nur unter Beobachtung bleiben. Das heißt regelmäßig zum Tierarzt.
Nachdem er Kastriert worden war, trennten sich die Wege von Berta und Filou. Denn Berta wurde vermittelt. Sie und Filou verabschiedeten sich voneinander was man daran sah, das Filou seinen Kopf an Bertas Kopf rieb. (Berta ist im Übrigen eine richtige Schmusekatze geworden)
Filou trauerte 3 Tage seiner „Mutter“ hinterher, dann spielte er wieder mit seinen Kameraden.
Ungefähr 4 Monate später saß ich wie so oft in meinem Büro als es an der Tür Klopfte. Auf mein herein betrat eine Sehr vornehm aussehende Dame von etwa 60 Jahren mein Büro. Ein Mann in einer Art uniform (Chauffeur) begleitete sie. Sie sagte nach der Begrüßung, und nachdem wir uns gesetzt hatten (der Mann blieb hinter ihr stehen) sie sei die Gräfin von ….XXXXX… und der Mann ihr Fahrer.
Dann erzählte sie, das sie bisher zwei Katzen gehabt habe. Nur sei einer dieser Katzen vor ein paar Monaten verstorben und sie suche nun für ihre Gloria einen neuen Kumpel. Dieser könnte ruhig eine Behinderung haben, da Gloria auch Behindert ist. Bisher habe sie immer Katzen aus einem Tierheim in ihrer Wohnort nähe geholt. Doch habe sie sich mit der Tierheim-Leitung überworfen und von unserem Tierheim nur sehr gutes gehört. Darum sei sie nun hier.
Sie bat noch darum nur Katzen die höchstens zwei Jahre alt sind und eine Behinderung haben sollten ihr gezeigt werden. Ich rief kurz im Katzenhaus an, damit alles vorbereitet werde, dann gingen wir hinüber.
Dort angekommen waren 13 Katzen und Kater im Showroom versammelt. So gut diese konnten zeigten sie sich von der besten Seite. Nur Filou saß auf der Fensterbank. (Wir hatten dort eine Art Leiter für die Behinderten Katzen angebracht) Als er die Gräfin sah, stand er auf und ging langsam bis zum Rand der Fensterbank. Dort setzte er sich wieder hin und miaute leise. Die Gräfin hörte dieses leise miauen und schaute zu Filou hin. Dann sagte sie leise: „Komm her kleines Kätzchen!“ Filou ging über die Treppe hinunter und ging dann auf die Gräfin zu. Als er vor ihr war, setzte er sich wieder hin und miaute wiederum leise. Die Gräfin bückte sich und hob Filou auf. Filou fing sofort an zu schnurren und zu köpfeln. Die Gräfin sagte: „Den nehmen wir!“ sprach sie und ging mit Filou auf dem Arm aus dem Raum.
Im Büro angekommen klärte ich die Gräfin über das Herzproblem von Filou auf und machte natürlich auf die nicht vorhandenen Pfoten aufmerksam. Aber das hatte die Gräfin schon gesehen. Genau aus diesem Grund würde sie Filou nehmen, weil er sonst keine Chance hätte vermittelt zu werden.
Ich gab ihr Recht, machte die Papiere fertig und sie verließ zusammen mit Filou und ihrem Fahrer das Tierheim.
Fast 9 Monate später sah ich die Gräfin wieder. Diesmal saß sie in einem Rollstuhl der von ihrem Fahrer geschoben wurde. Als sie mich sah, kam sie sofort zu mir.
Ich war im ersten Moment geschockt. Als sie mich erreichte, sah ich, das Filou auf ihrem Schoß lag. Ich befürchtete schon, das sie Filou nun, da sie im Rollstuhl saß, diesen zurück bringen wolle. Das sagte ich ihr auch. Daraufhin streichelte sie Filou und sagte zu mir:
„ Meinen Lebensretter gebe ich nie wieder her! Um kein Geld der Welt!“
Dann erzählte sie mir was vorgefallen war. Ihr Mann, dabei tätschelte sie die Hand des Fahrers die auf ihrer Schulter lag, war wegen einer Kleinigkeit im Krankenhaus gewesen. Sie saß vor dem Fernseher, Filou lag neben ihr, als sie einen Schlaganfall erlitt. Filou habe sofort bemerkt das etwas nicht stimme. Er war vom Sofa gesprungen (in der Küche ist eine Katzenklappe wodurch die Katzen jederzeit raus können) und so schnell er konnte zum Haus des Gärtners gelaufen. Dort sei er durch die Katzenklappe in das Haus gelaufen und hat durch sein Verhalten den Gärtner und seine Frau alarmiert. Diese sind sofort zum Haus der Gräfin gelaufen und fanden sie auf dem Wohnzimmer Fußboden liegend vor. Sie alarmierten sofort den Rettungsdienst der auch schnell da war und die Gräfin ins Krankenhaus brachten. Sie könne seit dem Vorfall zwar noch einige Meter gehen, aber für längere Wege braucht sie den Rollstuhl.
Dann klärte sie mich auf, da sie meinen Blick bemerkte mit dem ich die Hand auf ihrer Schulter musterte, das sie und der Fahrer schon seit 36 Jahren verheiratet sind und auch einen Sohn haben. Ihr Mann habe bei der Hochzeit gesagt, das nie jemand fremdes seine Königin fahren dürfe. Darum spiele er immer ihren Fahrer.
Dann sagte sie noch, das wir ein solch wunderbares Tierheim wären und so wunderbare Tiere hier hätten.
Aus diesem Grunde habe ihr Mann und sie beschlossen unser Tierheim mit Tausend Mark im Monat zu unterstützen. Sprachs und drückte mir einen Scheck über Tausend Mark in die Hand.
Dann drehte sie ihren Rollstuhl und ging zusammen mit ihrem Mann hinaus.
Seit dieser Zeit bekommen wir jeden Monat auf das Konto des Tierheim 1000 DM überwiesen.

NACHTRAG:

Etwa 1 Jahr nach unserem letzten Treffen klingelte mein Telefon. Als ich mich gemeldet hatte hörte ich die Tränenerstickte Stimme der Gräfin. Sie sagte nur: „Filou ist Tod!“

Dann hatte ich ihren Mann am Telefon. Er erzählte das sie an diesem Morgen, wie jeden Monat, mit Filou zum Tierarzt wollten. Filou lief wie immer voraus. Auf einmal blieb Filou stehen, schüttelte mit dem Kopf und Miaute laut. Dann ging er zwei Schritte weiter und blieb wieder stehen. Er Miaute so laut wie die beiden Grafen es noch nie gehört hatten. Dann schüttelte er noch mal mit dem Kopf und setzte sich hin. Wiederum schüttelte er den Kopf, miaute nochmal laut und legte sich hin.
Dann schaute Filou nochmals die Gräfin und ihren Mann an und miaute leise, so wie sie immer miaut hatte. Danach schloss sie ihre Augen und der Kopf sank langsam auf den Boden. Filou war gestorben.
Er beerdigte zusammen mit dem Gärtner den kleinen Filou hinter dem Haus, dort wo Filou sich oft gesonnt hatte.
 
  • Post aus Bayern Beitrag #27
oooooh, wie traurig! :-(

Aber insgesamt eine wunderschöne Geschichte!!
 
  • Post aus Bayern Beitrag #28
Oh, da muß man die Tränen zurückhalten !
 
  • Post aus Bayern Beitrag #29
AW: Post aus Bayern Die fünfte Geschichte

Filou und die Gräfin Teil 2
Hier nun der versprochene zweite Teil von Filou und der Gräfin.
Da Filou leider schon im Regenbogenland ist, natürlich ohne ihn. Nur der Titel bleibt und natürlich die Personen die bisher daran teilgenommen haben und einige mehr. Auch verändern sich die Namen der Tiere die mitwirken.

Es war etwa ein halbes Jahr später als in meinem Büro das Telefon klingelte. Ich nahm ab und meldete mich. Sofort erkannte ich die Gräfin wieder an ihrer Stimme. Sie sagte das sie und ihr Mann gerne vorbeikommen würde um wieder ein oder 2 Katzen zu sich zu holen. Ich solle schon mal alles vorbereiten. In ca. 2 Stunden wäre sie da. Ich sagte ihr, das bei ihrem Eintreffen alles vorbereitet ist, wir aber momentan nur 7 behinderte Katzen haben. Sie meinte nur das ist OK. Dann legte sie auf.
Da noch etwas Zeit war bis die Gräfin kommen würde, ging ich zum Katzenhaus um unsere Sorgenkinder vorzubereiten. Bei den Katzen waren Herzkrankheiten, fehlende Gliedmaßen, halb Blindheit aber auch eine ganz blinde Katze bei. Außerdem waren da noch Caesar und Cleopatra. Diese Katzenpaar hatte Asthma, und zwar so stark, das sie nicht an den Spielen, die allgemein durch die anderen Katzen vorgenommen wurden, teilnehmen konnten. Daher lagen sie lieber beide in einer Hängematte. Die zwei waren keine Geschwister, hatten sich aber hier im Tierheim gefunden und waren seitdem unzertrennlich. Caesar war 2,5 Jahre alt, Cleopatra ca. 3,5 Jahre. Alle anderen Katzen waren zwischen 2 und 6 Jahre alt.
Nach 2 Stunden fuhren die Gräfin und ihr Mann mit ihrem Auto vor. Ich begrüßte sie und ging mit dem Paar zusammen zum Katzenhaus.
Dort angelangt stellte ich ihnen alle Katzen vor und nannte auch ihre Gebrechen. Ganz zum Schluss stellte ich ihnen Caesar und Cleopatra vor. Ich sagte ihnen gleich das die beiden nur zusammen abgegeben werden. Die Gräfin rief nach Caesar und Cleopatra die sich auch beide langsam näherten.
Dann nahm die Gräfin beide auf den Schoß. Ich konnte sehen, das sich ihre Augen mit Tränen gefüllt hatten. Sie schaute ihren Mann an. Nach einem kurzen Augenblick sagte dieser: „Wir nehmen sie alle“ Damit ging er, indem er den Rollstuhl seiner Frau schob, aus dem Raum.
In meinem Büro angekommen festigte er nochmals seine Aussage die er im Katzenhaus gemacht hatte. Gleichzeitig sagte er, das sie nur die beiden Katzen, die noch immer bei seiner Frau auf dem Schoß lagen und die Streicheleinheiten sichtbar genossen, heute mitnehmen könnten. Dann fragte er ob wir nicht die anderen 5 Katzen bringen könnten. Er erwähnte gleichzeitig, das sie 100 KM entfernt wohnen würden.
Ich sagte das ist kein Problem. Natürlich würde ich die Katzen zu ihnen bringen. Wir einigten uns auf den kommenden Samstag um 15.00 Uhr. Bis dahin waren es noch zwei Tage. Wir erledigten noch den Papierkram dann fuhren die, nunmehr, vier wieder davon.

Am Samstag holte ich die fünf Katzen aus ihrem Zimmer und brachte sie mit Hilfe eines Mitarbeiters zum Transporter. Als die Transportboxen mit den darin befindlichen Katzen im Wagen verstaut und die Boxen gesichert waren, redete ich noch einen kurzen Moment mit den Katzen. Ich erzählte ihnen, das es für sie nun in ein neues Zuhause ging.
Dann rief ich nochmals bei der Gräfin an und sagte ihr, das ich nun los Fahren würde. Sie sagte das sie sich freuen würde und schon alles vorbereitet sei für ihre neuen Mitbewohner. Danach fuhr ich los.
Kurz vor 15.00 Uhr kam ich an meinem Ziel an. Das Tor zum Grundstück öffnete sich Automatisch und ich fuhr bis zum Haus. Dort standen die Gräfin mit den beiden Katzen auf dem Schoß, ihr Mann, ein jüngerer Mann den ich nicht Kannte und noch ein weiteres Paar. Darin vermutete ich den Gärtner mit seiner Frau. In dem jungen Mann (geschätzt 40) vermutete ich den Sohn der Gräfin. Und so war es auch, als wir uns alle vorstellten. Zusammen holten wir dann die fünf Trageboxen aus dem Auto und brachten sie ins Haus. Dort stellten wir diese im Wohnzimmer auf den Fußboden und öffneten die Klappen der Boxen. Caesar und Cleopatra gingen zu den Boxen. Dabei waren die beiden die ganze Zeit am Miauen. Langsam kamen die anderen 5 aus den Boxen. Auch die blinde Katze (Karlo) kam heraus. Sofort ging eine der anderen Katzen (Mausi) zu ihm und stupste ihn mit der Nase an. Da traute sich Karlo ganz aus der Box zukommen und zusammen mit Mausi erkundigte er dann das Wohnzimmer. Auch die anderen taten es ihnen nach. Zusammen gingen die sieben dann zum Grafenpaar und ließen sich streicheln. Ich blieb noch ca., 2 Stunden hier im Haus. Dabei stellte ich fest, das das Grafenpaar sowie ihr Sohn das Gärtnerpaar duzte. Auch das Gärtnerpaar duzte die Grafen. Ich erfuhr, das der Gärtner schon seit über 25 Jahren hier den Garten in Ordnung hielt, und seine Frau den Haushalt der Grafen schmiss. Dafür wohnten sie in dem Haus nebenan. (Natürlich kostenlos)
In den nächsten zwölf Jahren war ich öfters bei dem Grafenpaar eingeladen. Jedes Mal nahm ich freudig die Einladung an. Wir wurden im Laufe der Jahre richtige Freunde. Dabei stellte ich fest, das Grafen auch nur Menschen sind. Zu mindestens dieses Paar. Den Katzen ging es in dieser Zeit sehr gut. Sie wurden von allen verwöhnt nach Strich und Faden. Im Laufe der Zeit verstarb eine Katze nach der anderen. Alle wurden hinter dem Haus in einem eigens für diesen Zweck eingerichteten Tierfriedhof begraben.
Bei meinem letzten Besuch lebten nur noch Caesar und Cleopatra. Sie lagen meistens bei der Gräfin mit auf dem Sofa. Stand die Gräfin auf, um trotz ihrer Behinderung etwas zu tun, hoben die beide ihre Köpfe und wollten jedes Mal mitgehen. Die Gräfin sagte dann immer zu ihnen, das sie sofort wieder da ist und sie (die beiden Katzen) ruhig liegenbleiben könnten. Dann blieben die Katzen auf dem Sofa.
Eines Tages fand ich in der Post einen Brief des jungen Grafen und des Gärtners, wie ich an dem Absender erkannte. Freudig öffnete ich den Brief des Grafen. Ich dachte das es wieder eine Einladung zu dem Grafenpaar war. Doch schon nach der ersten Zeile die ich las, wusste ich das das keine Einladung war.
Der junge Graf teilte mir mit, das seine Mutter schon vor zwei Wochen gestorben sei. Die Beerdigung fand im aller engsten Familienkreis statt. So wollte es seine Mutter. Keine Bekannten und auch keine Freunde. Daran hielt sich der junge Graf. Außerdem teilte er mir mit, das sein Vater nach einem schweren Herzinfarkt im Koma lag und keine Heilungs Aussichten bestehen würden. Ich war sehr traurig als ich das las. Solch eine wunderbare Frau und diese musste so früh gehen. (sie ist XX Jahre alt geworden) Auch ihr Mann war im gleichen Alter.
Weiterhin teilte mir der junge Graf mit, das er bei der Durchsicht von Papieren festgestellt hatte, das schon seit Jahren 1000 DM an unser Tierheim überwiesen wurde. Da wir aber inzwischen den Euro hatten, würde er den Betrag auf 1000€ erhöhen. Leider könne er momentan keine Haustiere halten, darum habe er Caesar und Cleopatra zu den Gärtnern gegeben. Die beiden würden sich dort sehr wohl fühlen. Dann schrieb er noch, das unser nächstes Treffen aber stattfinden würde und er sich darauf freuen würde.
Auch den Brief des Gärtners las ich. Auch er teilte mir das Schicksal des Grafenpaares mit.
Sie dürften weiterhin in dem Haus wohnen. Solange sie wollten. Obwohl er nichts mehr im Garten machen konnte. Nur seine Frau half ab und an im Haushalt des jungen Grafen. Dann teilten sie noch mit, das beide Katzen bei ihnen wohnten. Diese waren zwar sehr traurig über den Verlust der Gräfin und ihres Mannes, aber sie waren schon öfters bei ihnen im Haus gewesen so das es keine große Umstellung war, jetzt dort zu leben.
Auch sie freuten sich auf ein Wiedersehen mit mir.
 
  • Post aus Bayern Beitrag #30
AW: Post aus Bayern Die sechste

Dackel rettet Katzenbaby

Hallo liebe Leser
so, so ihr mögt Happy Ends.
Bitte schön, damit kann ich, bzw Gerda dienen.
Hier eine weitere Geschichte von „Gerda“
Es ist ca. 15.45 Uhr als es an meiner Bürotür klopft und diese sofort aufgerissen wird.
Herein kommt ein Augenscheinlicher Motoradfahrer. Er trägt seinen Helm mit beiden Händen und legt diesen vorsichtig auf meinem Schreibtisch ab.
"Sie müssen mir sofort helfen! Ich habe diese Katze gefunden:“
Damit zeigt er mir den Inhalt des Helmes. Darin liegt ein ganz kleines Katzen Kitten. So wie es aussieht erst wenige Stunden alt.
Er erzählt mir, dass er mit seinem Motorrad unterwegs ist. Er fuhr gerade durch ein Waldstück als er ein Menschliches Bedürfnis verspürt, Er hielt seine Maschine an um an den nächsten Baum zu kommen. Er nahm seinen Helm ab und da hörte er das wütende Gebelle eines Hundes. Ein paar Augenblicke später rannte eine Katze an ihm vorbei, dicht gefolgt von dem bellenden Hund. Als sie weg waren wollte er nun zu einem Baum gehen. Da hörte er noch das Bellen eines weiteren Hundes. Neugierig schaute er wo das Bellen herkam. Er sah einen großen Hund wie der versuchte in ein altes Abwasserrohr zu kommen. Das gelang ihm aber nicht, da er zu groß war. Immer wieder versuchte er auch mit seinen Vorderpfoten in das Rohr zu gelangen, was aber auch nicht klappte. Daraufhin habe er irgendwas gerufen, woraufhin der Hund davon lief. Er ist dann zu dem Rohr gegangen. Was er da gesehen hat wäre entsetzlich für ihn gewesen. Da lagen 5, durch den Hund getötete Katzenjunges. Er habe sich gebückt um in das Rohr zu schauen. Darin sah er noch ein Katzenjunges liegen. Es lebte noch! Vorsichtig nahm er das kleine in die Hand und lief wieder zu seinem Motorrad. Er legte ein Tuch in den Helm und darauf das Kitten. Vorsichtig nahm er den Helm in die Hand und stieg wieder auf sein Krad. Da er vor einigen Hundert Meter ein Hinweisschild gesehen habe auf dem der Hinweis zu einem Tierheim stand, sei er wieder zurück gefahren und nun da. Jetzt habe er zwei Probleme! Zum ersten das Kitten und zum zweiten würde es nun wirklich Zeit, das er an einen Baum kommt.
Lachend zeigte ich ihm den Weg zur Toilette, wohin er auch sehr schnell verschwand.
Inzwischen rief ich eine Mitarbeiterin herbei. Ich wusste zwar, das wir zwei Katzen haben die hier im Tierheim ihre Kitten bekommen haben, aber nicht genau in welchem Raum sie sind.
Kurz darauf kam auch der Motorradfahrer zurück und wir gingen zum Katzenhaus. Ich wollte versuchen, das kleine Kitten bei einer der beiden Katzenmamas unterzubringen.

Die erste Katzenmama schaute neugierig aber als sie das Kitten erkannte fing sie an zu fauchen. Das war also nichts. Auf zur zweiten Mama. Aber auch hier dasselbe Ergebnis.

Wir waren ratlos. Was sollten wir bloß machen? Da fragte der Motorradfahrer ob wir denn keine anderen Tiere hier hätten, die gerade Kitten bekommen haben. Er habe mal irgendwo gelesen, dass eine Katze einen Hund in den ersten Tagen ernährt habe.
Hm! Ich überlegte laut: „Wir haben da doch die Dackeldame! Hat die nicht erst gestern 6 Junge bekommen?“ Genau das hatte sie, bestätigte die Mitarbeiterin. Also auf ging es zum Dackel. Als wir an kamen waren ihre kleinen bis auf drei am Schlafen. Ich zeigte dem Hund das kleine Kitten, woraufhin diese das kleine Kitten neugierig beschnupperte und anschließend ableckte. Das Kitten war also angenommen. Jetzt musste nur noch das Anlegen klappen. Der Hund bewegte sich nicht als ich das Kitten anlegte. Sofort fing das kleine Kitten die Zitze zu suchen und als sie diese gefunden hatte fing es an zu saugen. Am Schmatzen der kleinen Katze konnten wir hören das es klappte.
Wir schauten uns alle glücklich an. Daraufhin sagte der Motorradfahrer: „ Dann kann ich ja beruhigt fahren. Bei euch ist die Katze in guten Händen!“ Er machte noch ein Foto mit seinem Handy und ich gab ihm unsere Visitenkarte. Er sagte er würde von Zeit zu Zeit mal anrufen.
Das ist nun 6 Monate her doch er hat sich nie mehr gemeldet.
Aus den kleinen Katzen Kitten ist inzwischen eine wunderschöne Katzendame geworden. Katze und Hunde sind ein Herz und eine Seele. Die kleinen Hunde sind zum Teil schon vermittelt. Nur die Katze und ihre Hundemama sind noch hier nebst zwei Hundewelpen. Katze und Dackel, die nicht zu trennen sind, wollen wir zusammen vermitteln. Es gibt auch schon einen Interessenten dafür. Wer das ist weiß ich noch nicht. Die Person hat Katze und Dackel telefonisch reservieren lassen. Warten wir mal ab wer das ist.

Nachtrag: 3 Wochen später wurden Hund und Katze abgeholt. Von dem Motorradfahrer. Diesmal ist er aber mit dem Auto gekommen.
 
  • Post aus Bayern Beitrag #31
Wieder so schöne Geschichten ! Freue mich schon auf die Nächste !:grin:
 
  • Post aus Bayern Beitrag #32
Ich mich auch!!!!! :p Mir kamen zwar an manchen Stellen fast die Tränen, aber trotzdem sind sie schön! Ich bin schon neugierig auf die nächste!
 
  • Post aus Bayern Beitrag #33
Einfach nur schön.................:g030:

Ich freue mich schon auf die nächste Geschichte. Bitte wieder mit Happy-End.;-)

LG
 
  • Post aus Bayern Beitrag #34
*abonniert* ..
 
  • Post aus Bayern Beitrag #35
Auch abonniert :)
 
  • Post aus Bayern Beitrag #37
Hallo Jennifer, mit dem Buch hast du recht. Ich habe schon mit der Bekannten darüber gesprochen dieses zu tun. Aber sie traut sich nicht.
Vielleicht mach ich das mal. Schließlich habe ich inzwischen 34 Geschichten hier vorliegen.
Nur leider ist das herausgeben eines Buches sehr teuer, weil man erst in Vorleistung treten muss.
Gruß Helmut

Wie wäre es mit einem eBook? Die können doch nicht so teuer sein, oder?
 
  • Post aus Bayern Beitrag #38
Hallo Tina (Tinaho) und alle anderen,
och mei, das ihr mich so in Verlegenheit bringen müsst.:lol: Ihr wollt noch eine Geschichte mit Happy End, wo ich doch gerade eine andere einstellen wollte.
Na gut. Bekommt ihr, dauert dann aber noch bis morgen.
Ach, ich liebe Katzengeschichten! :mrgreen:
Gruß Helmut

Schweden-Tiger, an ein E-Book hab ich noch gar nicht gedacht. Werde mich mal schlau machen. Grüsse
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Post aus Bayern Beitrag #39
Huhu Helmut,

wir lieben auch Deine Katzengeschichten (und die von Gerda).:mrgreen::mrgreen::mrgreen:

Tut mir leid, dass Du jetzt umdisponieren musst. Bei traurig/schönen Geschichten kommen mir immer die Tränen *Schnüff*. Die Nächste darf dann auch wieder traurig sein, da bin ich mal ganz großzügig.

Schreib schön weiter und falls das mit dem E-Book klappt muss ich mir doch noch eins kaufen.:wink:

LG
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Post aus Bayern Beitrag #40
AW: Post aus Bayern Die siebte

Isch habe fetich!
Jetzt mal die nächste Geschichte.
Heute ein klein wenig früher, weil ihr ja so neugierig seit :mrgreen:.

Der Papagei und die Katze

Vor ein paar Wochen lieferte ein Autofahrer eine Katzendame bei uns ab. Er hatte sie ein paar Kilometer von unserem Tierheim gefunden. Sie sei ganz verängstigt am Straßenrand gesessen. Sofort habe er sein Auto angehalten, sei zu der Katze gegangen und habe sie angesprochen. Sie sei sofort zu ihm gekommen und er konnte sie auf den Arm nehmen. Daraufhin ist er wieder ins Auto eingestiegen, habe die Katze auf den Beifahrersitz abgelegt und weiter gefahren. Dann habe er unser Hinweisschild gesehen und sei nach hier gekommen.
Natürlich nahmen wir die Kleine bei uns auf. Sie wurde vom Doc untersucht. Anschließend sagte er, dass die kleine Kastriert ist, einen sehr guten gesamt Eindruck macht und sonst o.k. ist. Wahrscheinlich ist sie irgendwo entlaufen. Nur hat sie einen sehr großen Hunger, Sofort gaben wir der Kleinen etwas zu Futtern, welches sie auch sofort auffraß.

Natürlich wurde eine Fundanzeige in der Örtlichen Presse geschaltet, doch es meldete sich niemand. Wir nannten die kleine Miss Do.
Etwa drei Wochen später sah ich eine offenbar blinde Frau, sie hatte einen Blindenhund dabei und auf dessen Geschirr saß ein Papagei(!!!), unser Tierheim betreten. Begleitet wurde sie von einem jungen Mann.
Ich ging sofort zu dieser Frau und stellte mich vor. Auch sie sagte mir ihren Namen, sowie den Namen des jungen Mannes. Dieser war der Sohn der Nachbarin der sie heute, da er frei hatte, herumfuhr. Sie waren heute schon in drei Tierheim gewesen.

Dann erzählte sie, dass vor etwas über drei Wochen ihre kleine Katze sich fürchterlich erschreckt habe und seitdem verschwunden ist. Sie sei inzwischen schon in allen Tierheim`s gewesen die in ihrer Umgebung waren. Aber in keinem der Heime sei ihre kleine Katze gewesen. Nun versuche sie es als letztes bei uns. Obwohl unser Tierheim über 20 km von ihrem Wohnort entfernt sei.
In den letzten drei Wochen haben wir mehrere Fundkatzen bekommen. Das sage ich ihr auch. Vielleicht ist ja mein Schätzchen dabei, meinte sie.
Ich fragte wie sieht denn die Katze aus. Da sagte sie: Leider habe ich meine Katze noch nie gesehen. Ich bin von Geburt an blind. Aber meine Laura erkennt sie sofort. Die beiden hängen immer zusammen. Wo Laura ist, ist Petra auch nicht weit. Sie essen sogar zusammen. Ich muss die Näpfe immer nebeneinander stellen, wenn es was zu futtern gibt.“

Sobald die Frau den Namen der Katze sagte, fing der Papagei an zu Miauen und rief den Namen der Katze.
Ich sah den jungen Mann an, doch er meinte er habe die Katze noch nie richtig gesehen. Daher weiß er nicht genau wie die Katze aussieht. Er wüsste nur dass die Katze Grau sei, mit schwarzen Streifen sowie einem roten Fleck auf dem Rücken.
Nach der Beschreibung konnten dieses 3 der Fundkatzen sein, die hier waren.
Ich sagte: Gehen wir zum Katzenhaus. Vielleicht ist die Petra ja dabei.“
Daraufhin gingen wir zum Katzenhaus.
Als wir dort ankamen und der Papagei die Katzen sah, fing er an zu miauen und rief den Namen von Petra. Da die Tür zum Raum, in dem sich die Katzen befanden, aber noch geschlossen war, konnten die sich darin befindlichen Katzen den Papagei noch nicht hören. Jedoch sah ich wie Miss Do, die auf der Fensterbank lag, ihren Kopf hob und durch dem Fenster nach draußen schaute.
Ich öffnete die Tür und der Papagei miaute nochmals und rief den Namen der Katze.

Sofort kam Miss Do angestürmt. Als sie die blinde Frau sah, lief sie sofort zu dieser. Die Frau bückte sich und nahm die Katze auf den Arm. Die Frau wurde geköpfelt und an geschnurrt. Was war die Frau glücklich! Sie hatte ihre Petra wieder! Auch der Hund und der Papagei freuten sich. Als die Katze wieder auf dem Boden stand, ging der Papagei sofort zu der Katze und sprang auf ihren Rücken. So ging es auch zum Büro, wo ich schnell den Papierkram erledigte. Dann bedankte sich die Frau bei uns und zusammen verliesen alle wieder das Tierheim. Wobei Petra neben der Frau herlief und der Papagei immer noch auf ihrem Rücken saß.
 
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