AW: Post aus Bayern Die neunte
Schneewittchen!
Hallo Leute, hier die Geschichte von Schneewittchen. Dieses ist die einzige Geschichte bei der Gerda ein Vorwort geschrieben hat.
"Gerda“ schreibt:
Vorwort zu Schneewittchen:
Schneewittchen war eine ganz weiße Katze.
Nur das rechte Ohr war schwarz.
Sie kam auf seltsamen weg in das Tierheim. (unter darüber mehr)
Schneewittchen war die einzige Katze die frei im Tierheim herum lief. (unten darüber mehr)
Schneewittchen wurde Zeit ihres Lebens nie vermittelt! (Unten darüber mehr)
Ich machte mein Praktikum hier bei uns im Tierheim, denn ich will Tierpflegerin werden.
Es war am neunten Tag meines Praktikums als ein Sack über den Zaun des Tierheim geworfen wurde. Einer der Tierheim- Mitarbeiter lief sofort hin und öffnete den Sack. Vor Schmerz schrie er auf, denn das Tier in dem Sack hatte ihn gebissen. Und dann sah ich wie eine Schneeweiße Katze aus dem Sack kroch. Nur ein Ohr war schwarz. Die Katze fauchte und knurrte so laut, das sich keiner an sie herantraute. Da die Katze keine Anstalten machte weg zu rennen dachte ich mir gleich, dass sie nicht laufen kann.
Ich griff mir ein paar Stücke vom Katzen Trockenfutter und ging langsam auf die Katze zu.
Als sie mich sah fing sie sofort an zu Knurren und zu Fauchen. Etwa 5 Meter vor der Katze kniete ich mich auf den Boden und warf der Katze ein Stückchen Futter zu. Sie schnupperte nur kurz daran, dann beachtete sie das Stück nicht mehr.
Im Hintergrund sah ich den Tierarzt wie er sein Blasrohr anhob um einen Betäubungspfeil ab zu schießen.
Ich winkte ihm zu damit er das nicht macht. Sofort fauchte die Katze lauter.
Der Tierarzt senkte sein Blasrohr wieder. Er hatte mich verstanden. Ich sah wie er hinter sich griff und eine Tiertrage heran holte. Dann kam er auf mich zu. Wieder winkte ich ab und der Tierarzt blieb stehen. Dann konzentrierte ich mich wieder auf die Katze. Obwohl das erste Futterstück noch immer vor der Katze lag, warf ich noch ein Stück zu der Katze. Wieder schnupperte sie an dem Stück und dann fraß sie es.
Ich fing an auf die Katze einzureden. Was ich sagte weiß ich nicht mehr. Ist auch egal! Langsam näherte ich mich auf den Knien rutschend der Katze. Dabei warf ich immer wieder ein Stück Futter vor sie hin. Ich konnte sehen dass sie auf dem Bauch lag und sich nur auf ihre Vorderpfoten stützte. Sie musste was an den Hinterläufen haben. Das sagte ich auch in Richtung des Tierarzt`s der daraufhin fortging und mit einer stabilen Trage wiederkam. Diese Trage hat den Vorteil, das sie sich nicht durch biegt wenn ein Tier darauf liegt.
Jetzt war ich nur noch ein paar cm von der Katze entfernt und ich hielt ihr das letzte Stück Futter hin, welches ich noch hatte. Die Katze fraß es aus meiner Hand. Langsam hob ich meine Hand, ließ die Katze daran schnuppern und dann streichelte ich die Katze über den Kopf. Das gefiel ihr, denn sie fing an zu schnurren. Ich winkte den Tierarzt heran und dieser bewegte sich langsam auf die Katze zu. Jedoch fauchte die Katze wieder als sie das mit bekam. Beruhigend redete ich auf die Katze ein. Auch der Tierarzt redete auf die Katze ein. Als der Tierarzt da war, sah ich das er eine Spritze aus der Tasche zog. Erschrocken schaute ich ihn an, doch er meinte, das ist nur was gegen die Schmerzen. Er gab der Katze die Spritze und nach kurzer Zeit entspannte sich die Katze, so das der Tierarzt die Katze auf die Trage legen konnte. Dann ging er in Richtung seines Wagens und meinte zu mir: „Komm mit!“
Zusammen fuhren wir in seine Praxis, die nicht weit vom Tierheim entfernt liegt. Dort angekommen untersuchte er die Katze. Auch wurde sie geröntgt.
Die Diagnose lautete: Beide Hinterläufe mehrfach gebrochen, Die rechte Hüfte gebrochen.
Außerdem hatte sie einen dicken Bluterguss auf dem Rücken der sie lähmte.
Entweder wurde die Katze verprügelt oder aber sie wurde getreten. Der Tierarzt meinte die Katze müsse mindestens vier Wochen bei ihm bleiben bis sie wieder gesund ist. Er versorgte die Katze wobei ich ihm half. Nachdem das geschehen war, brachte er mich zum Tierheim zurück.
Dort angekommen wurde ich zur Heimleiterin zitiert die mich erst mal fragte was ich mir dabei gedacht habe? Ich konnte nur stotternd antworten, doch sie winkte ab. Sie sagte nur noch zu mir: „Wenn die Schule beendet ist, melden sie sich hier auf Ihren Ausbildungsplatz!“
Alle Mitarbeiter beglückwünschten mich zu dem Ergebnis.
Ein halbes Jahr später fing ich meine Ausbildung im Tierheim an! Die weiße Katze war inzwischen genesen, jedoch war sie am Humpeln und zog einen ihrer Hinterläufe nach. Der Tierarzt meinte, dass das leider nicht zu ändern sei. Die Katze befand sich bei den anderen Katzen in der Katzenstation. Sie sollte vermittelt werden. Sie hatte inzwischen auch schon den Namen Schneewittchen bekommen.
Als der Besuchstag (an dem man sich die Katzen ansehen konnte) da war, war von Schneewittchen nichts zusehen. Sie war verschwunden! Erst als die Besucher alle wieder gegangen waren, sahen wir Schneewittchen wieder. Wo sie gewesen ist, haben wir nicht herausgefunden. So geschah es auch bei den anderen Besuchstagen. Immer war Schneewittchen verschwunden. Es war als wenn sie nicht vermittelt werden wolle.
Nach einem Jahr entschied die Tierheim-Leiterin wärend einer Versammlung aller Mitarbeiter, das Schneewittchen nicht vermittelt wird, sondern im Tierheim bleiben darf. So blieb Schneewittchen bei uns. Aber noch immer verschwand sie, wenn ein Besuchstag angesetzt war.
Etwa 6 Monate nach er Entscheidung entfleuchte uns Schneewittchen aus dem Katzendomizil. Keiner hat etwas bemerkt. Erst als die Heimleiterin bei uns anrief fiel ihr Fehlen auf. Die Leiterin entschied dann, das Schneewittchen frei im Tierheim herum laufen könne (Schneewittchen war und ist die erste Katze die das durfte)!
Schneewittchen besuchte alle Mitarbeiter im Tierheim. Sie war im Katzenhaus genauso in der Krankenstation oder bei den Neugeborenen. Sogar zum Tierarzt, der nicht weit entfernt seine Praxis hatte, ging sie hin. Schneewittchen war bei allen beliebt.
Nach einiger Zeit blieb sie auch bei den Besuchstagen da und versteckte sich nicht mehr. Viele Leute waren erstaunt, dass bei uns im Tierheim eine Katze frei herum lief. Auch wollten viele Leute sie mit nach Hause nehmen. Wir holten dann Schneewittchen dazu und stellten ihr die Frage ob sie denn mit den Leuten mitwolle. Schneewittchen starrte dann die Leute einen Augenblick an, dann drehte sie sich um und ging. Nein, Schneewittchen wollte nicht vermittelt werden! Sie wollte bei uns bleiben!
Eines Tages ging sie auch zum Hundegehege. Dort setzte sie sich vor die Hundeboxen und wartete bis die Hunde sich beruhigt hatten. Dann ging sie zur nächsten Box und wiederholte ihr Verhalten. Viele der Hunde die anschließend vermittelt wurden, hatten dann keine Schwierigkeiten mit Katzen mehr.
Von jedem Tier, das vermittelt worden war verabschiedete sie sich am Tor. Sie drückte dann immer ihren Kopf an den Kopf des Tieres welches uns verlies. Anschließend ging sie wieder ins Katzenhaus. Nie war zu sehen das Schneewittchen traurig war, wenn uns Katze oder Hund verließen. Sie schien sich sogar zu freuen wenn uns Tiere verließen. Denn ihre zweibeinigen Freunde blieben ja hier.
Ein jeder der Mitarbeiter hat Schneewittchen mal mit nach Hause genommen. Doch nach spätestens drei Tagen wollte Schneewittchen wieder zurück zu ihren Freunden. Hier im Tierheim war sie glücklich!
Schneewittchen lebte schon seit 15 Jahren glücklich und zufrieden bei uns im Tierheim, als Boris zu uns kam. Boris war ein Dobermann. Ein richtiger Katzenhasser. Wie uns die Besitzer erzählten jagte er hinter jeder Katze hinterher. Zum Glück für die Katzen hat er nie eine erwischt. Boris sollte für zwei Wochen bei uns bleiben. Die Besitzer wollten umziehen und da störte der Hund nur, wie sie uns erklärten. Wir konnten es verstehen und Boris blieb die nächsten zwei Wochen bei uns.
Am nächsten Tag sah ich wie Schneewittchen mal wieder in Richtung Hundeboxen ging. Sobald Boris unsere Katze sah, fing er wie verrückt an zu bellen. Er sprang gegen die Tür der Box und gebärdete wie sich wie eine Furie.
Schneewittchen setzte sich einen Meter vor der Tür hin und starrte Boris an. Nach ca. 15 Minuten wurde Boris ruhiger. Er sprang nicht mehr gegen die Tür, auch wurde sein Bellen immer weniger. Während der ganzen Zeit saß Schneewittchen vor der Tür und starrte Boris an.
Endlich hörte Boris ganz auf zu bellen und er legte sich ebenfalls hin. Leise war er am jaulen.
Schneewittchen stand auf und ging bis an das Gitter der Tür. Alle die das sahen, inzwischen waren fast alle Mitarbeiter da, hielten den Atem an.
Boris stand auf und ging ebenfalls zur Tür. Dann steckte er seine Nase durch das Gitter und schnupperte an Schneewittchen. Diese köpfelte mit Boris und dann leckte sie über Boris verweinte Augen (Boris weinte seit seine Besitzer nicht mehr da waren).
Boris ging einige Schritte zurück und legte sich in seinen Korb. Leise jaulte er. Schneewittchen zwängte sich durch das Türgitter und ging zu Boris. Dort legte sie sich zu dem Hund und leckte wieder über die verweinten Augen von Boris. Nach einiger Zeit hob Boris seinen Kopf und begann Schneewittchen ab zu schlecken. Da wussten wir, Boris würde ab diesem Tag keine Katzen mehr jagen. Jeden Tag war Schneewittchen bei Boris und die beiden kuschelten zusammen.
Dann kam der Tag an dem Boris wieder abgeholt werden sollte. Keiner erzählte den Besitzern, wie Boris sich verändert hatte. Sie sollten es selbst merken. Denn wir wussten ja was kommt. Mit Sicherheit würde Schneewittchen ihren neuen Freund verabschieden.
Die Besitzer von Boris waren noch im Büro der Leiterin als ich diesen Boris brachte. Als ich den Hund abgeliefert hatte, ging ich wieder zu den anderen. Hier stand die ganze Tierheim Belegschaft und wartete darauf was passieren musste.
Und dann kamen sie aus dem Bürogebäude: In dem Moment kam auch Schneewittchen dazu und setzte sich vor das Bürogebäude. Als die Besitzer von Boris die Katze sahen, riss die Frau die Boris an der Leine führte, heftig an der Leine und der Mann griff sofort zu dem Halsband. Sie riefen dass wir die Katze schnell wegbringen sollten. Einige der Mitarbeiter fingen an zu lachen und die Leiterin sagte nur: „Lassen sie ihren Boris ruhig los, es passiert nichts!“ Ungläubig schauten die Besitzer die Leiterin an, aber sie ließen Boris los. Boris ging langsam zu Schneewittchen und schleckte diese ab. Schneewittchen leckte wieder an den Augen des Hundes. Beide gingen Richtung Ausgang. Dort rieben sie nochmals ihre Köpfe aneinander dann verließ Boris unser Tierheim. Schneewittchen ging wieder zu uns zurück. Mehrmals blieb sie stehen und schaute hinter Boris her. Auch dieser drehte sich mehrmals um und jaulte. Dann war er unseren Blicken entschwunden und Schneewittchen ging an uns vorbei ins Katzenhaus. Dort legte sie sich in ihren Korb und weinte leise vor sich hin.
Das war das einzige Mal, das wir Schneewittchen trauern sahen, wenn ein Tier das Heim verlies.
Am nächsten Tag war sie wieder ganz die alte. Nur ab und an schaute sie in Richtung Tor.
Drei Jahre später, ich hatte inzwischen mein eigenes Büro, kam Schneewittchen, wie so oft, in mein Büro. Ich hob sie hoch und sie legte sich auf meinen Schoß. Ich streichelte und kraulte sie einige Minuten lang. Dann stand Schneewittchen auf, köpfelte mich, sprang von meinem Schoß und legte sich in ihren Korb. Nach einer Stunde, es war Mittagszeit, rief ich nach Schneewittchen, doch sie rührte sich nicht. Ich ging zu ihr und streichelte sie. Doch ich stellte fest, das Schneewittchen gestorben war. Als sie zu uns kam, war Schneewittchen etwa 2 Jahre alt. Sie lebte glücklich und zufrieden fast 18 Jahre bei uns. Bevor Schneewittchen zu mir kam um zu sterben, war sie bei jedem Mitarbeiter gewesen. Sie hatte alle Tiere im Heim besucht und sich verabschiedet.
Am nächsten Tag, auch zur Mittagszeit, beerdigten wir Schneewittchen hinter dem Bürogebäude bei ihrem Lieblingsplatz. Hier hatte sie oft Stundenlang gelegen und geschlafen. Alle die da bei waren hatten Tränen in den Augen. Auch eine Gedenktafel brachten wir dort an. Später wurde hier ein kleiner Tierfriedhof eingerichtet.
Hiermit wäre die Geschichte von Schneewittchen eigentlich zu Ende.
Eigentlich!
Aber es gab ja immer noch Boris!
Zu Schneewittchen gehört auch die Geschichte von Boris nachdem er unser Heim verlies.
Es war etwa 18Monate später als in meinem neuen Büro das Telefon klingelte. Am anderen Ende der Leitung war ein Mann und er fragte ob wir einen Dobermann hätten. Hatten wir! Einen Dobermann etwas über 6 Monate alt. Da er erst am Wochenende kommen könne bat er darum den Hund für ihn zurück zu halten. Er würde ihn auf jeden Fall nehmen. Das sagte ich ihm zu.
Am Samstag gegen 14.00 Uhr betraten eine Frau und ein Mann mein Büro. Sie stellten sich vor und erzählten dann, dass ihr Hund mal für kurze Zeit hier im Heim gewesen sei. Ich überlegte, doch mir viel nichts ein. Da fragte er: „Kennen sie noch Boris? Sicherlich kennen sie noch Schneewittchen!“
Da viel mir alles ein. Ich freute mich riesig die beiden wieder zu sehen. Natürlich fragte ich wie es denn Boris gehe und wie es mit ihm weiterging.
Die beiden erzählten mir dann, dass nachdem Boris das Heim verlassen hatte, ein ganz anderer Hund geworden ist. Schon auf der Fahrt zu seinem neuen zuhause, 400 km entfernt, lag Boris auf seiner Decke. Von Zeit zu Zeit hörte man ein leises Jaulen von dem Hund. Sie dachten, das kommt davon dass er seine alte Umgebung nicht mehr wieder sah. Auch an ihrem neuen Wohnort änderte sich das Verhalten von Boris nicht. Er lag stundenlang in seinem Korb und schaute aus dem Fenster. Wenn eine Katze draußen vorbeilief hob er kurz den Kopf, dann legte er ihn leise Jaulend wieder zurück.
Sie wussten nicht was sie machen sollten. Bis sie dann zu einem Besuch der Schwägerin fuhren. Natürlich fuhr Boris mit. Dass die Schwägerin Katzen hatte wussten sie nicht.
Als sie im Wohnzimmer am Kaffeetisch saßen kam durch die offene Terrassentür eine Katze in den Raum. Boris der neben dem Mann lag, hob nur kurz den Kopf und fing leise an zu jaulen. Als die Katze den Hund sah, fing diese sofort an zu fauchen und zu knurren. Doch Boris regte sich nicht. Sein Kopf lag schon wieder auf seinen Vorderpfoten. Immer noch jaulte er leise. Die Katze stellte verdutzt ihr Fauchen und Knurren ein und schaute auf Boris. Dann setzte sie sich hin und schaute Boris direkt in die Augen. Nach ein paar Minuten stand die Katze auf und ging zu Boris. Dort fing sie an Boris die verweinten Augen ab zu lecken. Boris schnupperte an der Katze und schleckte diese ab. Dann stand Boris auf und zusammen mit der Katze ging er nach draußen. Dort tobten die beiden und auch noch andere Katzen bis sie wieder nach Hause fuhren. Boris war glücklich! Da hätten sie gewusst was Boris fehlte! Es waren Katzenfreunde! So schnell wie möglich holten sie aus einem Ortsansässigen Tierheim zwei Katzen und hatten wieder einen glücklichen Boris zu Hause.
Nur einmal war Boris noch traurig. Vor etwa 18 Monaten, während er mit seinen Freunden am Kuscheln war, heulte er plötzlich auf. Dieses Jaulen hielt ungefähr 10 Minuten an. Dann legte sich Boris in seinen Korb und weinte fürchterlich. Erst am nächsten Tag, gegen Mittag, beruhigte sich Boris wieder und er spielte wieder mit seinen Freunden.
Ich fragte ob das am um den 25 Mai war. Erstaunt sahen mich beide an. Ich sagte ihnen am 25.Mai ist Schneewittchen gegen Mittag verstorben und am nächsten Tag beerdigt worden. Den beiden war alles klar.
Nun wollte ich wissen, warum sie denn wieder einen Dobermann suchten. Sie erzählten dass Boris vor etwa einem halben Jahr gestorben war und nun die beiden Katzen traurig immer wieder ihren Kumpel suchen würden. Sie haben zunächst in der Nähe ihres jetzigen Wohnortes gesucht, aber nichts gefunden. Da ist er auf die Idee gekommen einfach hier mal anzurufen. Anscheinend hätten sie ja Glück.
Zwischenzeitlich hatte ich schon die Karteikarte von unserem Dobermann herangeholt. Erstaunt sah ich auf diese, doch ich sagte nichts. Nur erwähnte ich, dass unser Dobermann etwas an der Hüfte habe und dieser daher etwas humpeln würde. Das mache nichts, das hat Boris in den letzten drei Monaten auch gemacht.
Gemeinsam gingen wir zum Hundegehege wo unser Dobermann schon in einer Box wartete.
Als er die beiden sah, wackelte der Schweif mit dem Hund (anders kann man es nicht sagen, so heftig bewegte er seinen Schweif) und er stimmte ein Freudengebell an. Die beiden waren begeistert von dem Tier. Ich fragte sie wann Boris gestorben ist. Sie sagten es mir. Daraufhin gab ich der Frau die Karteikarte. Sie sah darauf und fing an zu weinen. Der Mann schaute sie erstaunt an, dann nahm er die Karte. Nachdem er sie gelesen hatte, lies er langsam seinen Arm sinken und meinte: „Das gibt es doch gar nicht!“ Aber auf der Karte stand es schwarz auf weiß. Unser Dobermann hieß Boris! Er war genau an dem Tag geboren worden an dem Boris starb. Sogar in derselben Stunde und auch die Minute passte. Auch humpelte er genauso wie ihr alter Boris.
Sie nahmen natürlich ihren neuen Boris mit, jedoch bevor sie gingen besuchten sie zusammen mit dem Hund das Grab von Schneewittchen. Dort fing Boris, nachdem er den Gedenkstein beschnuppert hatte, an leise zu jaulen.