Dass rohes Fleisch gefährlich ist, ist schlicht und einfach falsch. Wenn man hygenisch damit umgeht und es nicht gammeln lässt, gibt es nicht mehr oder weniger Probleme wie mit anderem Futter auch. Man sollte sich auch mal über die Verdauung und die Magensäure einer Katze informieren, befor man die Gefahren die für Menschen bei dem Verzehr von rohem Fleisch bestehen auf eine Katze überträgt. Desweiteren ist das Dosenfleisch genauso von Medikamenten betroffen wie rohes.
Da Trockenfutter ja penetrant sterilisiert, erhitzt und zu Staub getrocknet wird, besteht dort (im meist kleinen Fleischanteil) natürlich theoretisch keine Gefahr von Viren oder Bakterien. Dafür werden aber auch jegliche Nährstoffe vernichtet und dann chemisch wieder ersetzt.
Und diese ewig gestrigen "Feldforschungen" von irgendwelchen Bauern die Jahrzehntelang Essensreste und Trockenfutter verfüttert haben, hinken auch gewaltig.
1. entwickelt sich der Wissensstand und die Forschung rasend schnell weiter
2. Sind Hofkatzen in der Regel Freigänger, die ihre schlechte Fütterung durch ihre Jagd ausgleichen können
und 3. Hat ein Bauernhof in der Regel generell nichts mit artgerechter Tierhaltung zu tun.
Nur mal zu dem Thema "Bauernhof": Es kommt immer auf den Bauern an. Es gibt auch vernünftige Bauern, die ihre Katzen sehr gut halten, so eben mein Nachbar. Dort dürfen die Katzen sogar mit ins Haus, zwar nur in den Vorraum, aber immerhin müssen sie ihr Leben nicht in der Scheune, dazu unkastriert etc. "fristen". Natürlich gibt es genug andere Bauern, die leider viel dazu beitragen, dass wir hier so ein Katzenelend haben. Aber was ist schon artgerecht? Meine Katzen ausschließlich von Trockenfutter ernähren, würde ich auf keinen Fall, auch wenn das ja viele Rassezüchter ja propagieren (zumindestens die ich hier im Norden kennengelernt habe), aber da muß ja auch nicht immer, auch wenn sie seriös sind, Fachwissen dahinterstecken, sehe ich bei den Hunden auch.
Das Sanabell werde ich auf Dauer sowieso nicht weiterfüttern, ich war schon die ganze Zeit auf der Suche nach einem besseren, da ich aber kurzfristig eine Lösung brauchte und wir hier nur das Futterhaus haben (und die haben ja auch nicht das beste Angebot), erschien mir es von allen Sorten, die dort angeboten wurden, das kleinere "Übel". Es war schon heftig, meine jüngere Katze überhaupt an normales Fresssen zu gewöhnen, sie war nur "normale" Essensreste gewöhnt und wenn wir etwas gegessen haben, wollte sie uns die z.B. Kartoffeln mit Soße etc. regelrecht vom TEller klauen. Rohes Fleisch etc. lässt sie links liegen, sie bekam dann höchstens vom Vorbesitzer gegrilltes Fleisch:shock: (schön gewürzt). Nun muss ich auch sagen, dass der Vorbesitzer keinerlei Ahnung von Katzen hat, dass man Katzenbabies niemals mit 8 Wochen abgibt (er war der Meinung mit 6 Wochen ist es auch ok), da habe ich ihn erstmal aufgeklärt und sein Argument, warum seine Katze nicht kastriert ist, war, dass Kastration die Katzen aggressiv macht:shock::shock:. Da habe ich dann längere Zeit verbracht um ihn mal über einige Sachen "aufzuklären". Ich bezweifele allerdings, dass es geholfen hat.:roll: Seine Katze ist zwar geimpft und entwurmt und sehr gepflegt und darf auch rein und raus wie sie möchte, aber das war es dann schon. Verstehe gar nicht, dass dort der Tierarzt nicht mehr Aufklärung leistet was die Kastration angeht.
Gibt es denn bei -z.B. zooplus- ein Trockenfutter, dass man gut füttern kann? NATÜRLICH nicht ausschliesslich!
Allerdings muss ich auch sagen, dass ich zeitlich sehr sehr eingespannt bin, neben Job, Haushalt, meine Tieren, habe ich auch noch Kinder die zu versorgen sind. In den letzten Jahren hatte ich deswegen auch keine Zeit mich darüber zu informieren, wie die Magensäure einer Katze "funktioniert" etc. . Ich habe einige massive private Probleme hinter mir (dagegen war meine Scheidung noch ein kleines) und bin stolz darauf, dass ich zusammen mit meinen damals 4 Katzen, 3 HUnden und 3 Kindern einen tollen Vermieter gefunden habe. Vorher hatten wir nämlich ein Haus, mussten dann aber ganz schnell (die Gründe möchte ich hier nicht nennen) aus unserem Haus ausziehen. Ein Zusammenleben mit dem Vater war nicht mehr möglich.
Ich hätte niemals meine Tiere weggegeben. Wenn ich so sehe, was in den div. Kleinanzeigen steht, dreht es mir den Magen um. Tiere wg. Scheidung abzugeben, da hört es bei mir auf!
Tut ja nichts zum Thema, musste ich aber mal loswerden. Jetzt tritt in meine Leben langsam- nach 5 Jahren- etwas mehr Ruhe ein, die Kinder sind älter und ich habe auch mal für mich Zeit, mich über manche Sachen eingehender zu informieren. Vorher hatte ich nämlich keine 10Min. Zeit für mich am Tag.