Hast du dich schon einmal damit beschäftigt wie freilebende Hunde ihre Ernährung gestalten? Da wird gemeinsam ein Beutetier gejagt, verschlungen, ausgekotzt, wieder gefressen (also die Kotze ^^) und dabei nimmt das Rudel unter Umständen über mehrere Tage (beim Schaf weniger, beim Hirsch mehr) nur Fleisch und Innereien auf. Protein pur. Da sie durch das fressen von Großwild aber im Gegensatz zu Katzen keine geregelte Futterversorgung haben, kann es u. U. zu mehrwöchigen Futterengpässen kommen, in denen nichts anderes als ein paar Pflänzchen, Wurzeln und vll. mal eine Maus (im Verhältnis zur Wolfsgröße ein Appetitanreger) zur Verfügung steht.
Man geht heute davon aus das eine geregelte, tägliche Versorgung mit der optimalen Menge an Nährstoffen dem Hund im Endeffekt mehr schaden. Weil es absolut unnatürlich ist.
Meine Barfhunde (und wir züchten! Das gilt auch für die Welpen!) bekommen ab einem gewissen Alter nur noch 5-6x die Woche (Junghunde ab 5 Monaten 6x, adulte Tiere 5x) überhaupt Futter, aber nicht jeden Tag Fleisch und Gemüse. Mal gibts nur Fleisch, mal nur Gemüse, mal beides. Mal Knochen, mal Calciumsuppi. Wenn Paps ein überfahrenes Reh anschleppt kann es vorkommen das es grob zerlegt wird und dann gibts tagelang nur unterschiedliche Teile von dem Reh. Dazu eine Schüssel püriertes Gemüse, wer mag nimmt sich was davon. Da werden weder Stücke abgewogen und zugeteilt noch Gemüse darunter gemischt.
Sicher gibts diese ungeregelte Fütterung nicht immer oder regelmäßig, aber du willst mir doch jetzt nicht erzählen das 7x die Woche Fertigfutter natürlicher und gesünder ist?