Warum Rassekatzen?

Diskutiere Warum Rassekatzen? im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Du sagst es. Könnte. Wie ich in anderen Beiträgen schon schrieb, ICH kann es mir nicht erlauben, mir auf gur Glück eine Hauskatze aus dem Tierheim...
  • Warum Rassekatzen? Beitrag #341
Dann werden hier sehr oft Rassekatzen vorgeschlagen obwohl eine ganz normale EHK auch so sein könnte.
.

Du sagst es. Könnte.
Wie ich in anderen Beiträgen schon schrieb, ICH kann es mir nicht erlauben, mir auf gur Glück eine Hauskatze aus dem Tierheim zu holen, in der Hoffnung, dass sie zu meiner Familie und mir und unseren Lebensumständen passt, denn ich habe zwei kleine Kinder!
Nein, deshalb entschied ich mich bzw wir uns für Rassekatzen aus einer tollen Cattery, bei denen wir nahezu sicher sein können, dass wir das bekommen was wir uns vorstellen.

Das müsste doch eigentlich ganz leicht zu verstehen sein:???:
 
  • Warum Rassekatzen? Beitrag #342
Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, dass kein Tierschutz mehr nötig wäre, wenn alle ihre Tiere nur von seriösen Züchter holen würden? Seid doch dankbar um jeden, der das tut, denn DIESE Tiere werdet ihr höchst selten im Tierschutz wiederfinde...

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Nicht wirklich. Um nur ein paar Beispiele zu nennen und davon gibt es jede Menge mehr:





 
Zuletzt bearbeitet:
  • Warum Rassekatzen? Beitrag #343
@saurier, leider ist das so, dass die Besitzer von Rassekatzen kritisch betrachtet werden. Es muss aber nicht so sein, wenn Mensch sich an die Worte des "Alten Fritz" hält: "Man soll jeden nach seiner Fasson (Sorry für die Schreibweise, mein Laptop macht nicht mit) selig werden lassen."
Ich habe nichts gegen Rassekatzen (vom Züchter). Sie sind toll.
Ich habe nichts gegen Tiere aus dem Tierschutz. Sie sind toll.

Die Halter von Rassekatzen sind nicht automatisch "Schlechtmenschen".
Die Halter von Tierschutzkatzen sind nicht automatisch "Gutmenschen".
Beide sind Menschen, die Katzen halten wollen. Nicht mehr und nicht weniger.

Sowohl Rassekatzen als auch Katzen aus dem Tierschutz haben ein Recht auf ein möglichst artgerechtes Leben und liebevolle Dosis.

Wer Rassekatzen bevorzugt, möge sie "adoptieren" ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden.
Wer Tierschutzkatzen bevorzugt, möge sie "adoptieren" ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden.
Ich stehe auf leben und leben lassen.

Niemand sollte/darf sich gezwungen fühlen, sich für die "Adoption" von Rassekatzen rechtfertigen zu müssen.

Es gibt etliche Katzenrassen und diese Vielfalt muss erhalten bleiben.

(Nein, ich habe noch immer nicht alle Beiträge gelesen. :oops: )
 
  • Warum Rassekatzen? Beitrag #344
[...] Es geht mir aber um die Personen die hierherkommen und sagen ich hätte gerne eine Katze mit einem bestimmten Charakter.
Dann werden hier sehr oft Rassekatzen vorgeschlagen obwohl eine ganz normale EHK auch so sein könnte. [...]
Und weil es ggf. irgendwo auch Katzen im Tierheim geben könnte, die passen, sollte man jetzt also keinerlei Vorschläge bezüglich Rassekatzen als eventuell mögliche Anschaffung machen? Warum kann ein solcher Vorschlag nicht parallel nebeneinander stehen? Wieso müssen wieder Tierheim-Katzen den Vorrang haben? Verstehe ich einfach nicht.

[...] Oder darum das es oft heisst das man Tierheim Katzen nicht drinnen halten kann. Das sind meiner Meinung nach sehr oft auch nur Vorurteile. [...]
Das mag sein, aber was mache ich, wenn ich mir die Katze hole und sie dann DOCH rauswill? Sicher, das kann mir bei Rassekatzen auch passieren, aber die Chance ist doch schon um einiges geringer UND ich habe den Züchter noch als Ansprechpartner und Helfer im Hintergrund - das Tierheim kann mir i.d.R. nicht wirklich weitergelfen.

[...] Ich könnte dich jetzt auch Fragen ob du mich für die vielen Katzen die im Tierheim sitzen verantwortlich machst, weil ich keine Katze von einem seriösen Züchter habe. [...]
Wenn du sie nicht selber produziert hast, macht diese Aussage doch keinen Sinn oder? Abgesehen davon ist das doch genau das, was ich im ERSTEN Beitrag schon schrieb :mrgreen:.

[...] Aber eigentlich ist das hier ziemlich sinnlos. Wir haben einfach zu unterschiedliche Meinungen dazu.
Und deshalb ist der Austausch von Argumenten sinnlos? Nun gut, so kann man einen Andersdenkenden auch abwürgen und abweisen...

Und wie viele der Katzen dort sind wirklich a) überhaupt Rassekatzen und b) aus seriöser Zucht? Wenn das man 5 Tiere sind, dann dürfte das viel sein...
 
  • Warum Rassekatzen? Beitrag #345
Dann werden hier sehr oft Rassekatzen vorgeschlagen obwohl eine ganz normale EHK auch so sein könnte.
Oder darum das es oft heisst das man Tierheim Katzen nicht drinnen halten kann. Das sind meiner Meinung nach sehr oft auch nur Vorurteile.

Das ist aber in der Realität häufig so. Schau dir mal die Vermittlungsseiten von Tierheimen an - bei einem Großteil wird angegeben, dass die Tiere nur mit Freigang vermittelt werden. Für reine Wohnungshaltung findet man oft nur Tiere, die gesundheitsbedingt nicht raus dürfen.
 
  • Warum Rassekatzen? Beitrag #346
@saurier, leider ist das so, dass die Besitzer von Rassekatzen kritisch betrachtet werden. Es muss aber nicht so sein, wenn Mensch sich an die Worte des "Alten Fritz" hält: "Man soll jeden nach seiner Fasson (Sorry für die Schreibweise, mein Laptop macht nicht mit) selig werden lassen."
Ich habe nichts gegen Rassekatzen (vom Züchter). Sie sind toll.
Ich habe nichts gegen Tiere aus dem Tierschutz. Sie sind toll.

Die Halter von Rassekatzen sind nicht automatisch "Schlechtmenschen".
Die Halter von Tierschutzkatzen sind nicht automatisch "Gutmenschen".
Beide sind Menschen, die Katzen halten wollen. Nicht mehr und nicht weniger.

Sowohl Rassekatzen als auch Katzen aus dem Tierschutz haben ein Recht auf ein möglichst artgerechtes Leben und liebevolle Dosis.

Wer Rassekatzen bevorzugt, möge sie "adoptieren" ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden.
Wer Tierschutzkatzen bevorzugt, möge sie "adoptieren" ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden.
Ich stehe auf leben und leben lassen.

Niemand sollte/darf sich gezwungen fühlen, sich für die "Adoption" von Rassekatzen rechtfertigen zu müssen.

Es gibt etliche Katzenrassen und diese Vielfalt muss erhalten bleiben.

(Nein, ich habe noch immer nicht alle Beiträge gelesen. :oops: )

*unterschreib* Genau das, aber das sehen eben leider nicht alle so :-(
 
  • Warum Rassekatzen? Beitrag #347
Das mag sein, aber was mache ich, wenn ich mir die Katze hole und sie dann DOCH rauswill? Sicher, das kann mir bei Rassekatzen auch passieren, aber die Chance ist doch schon um einiges geringer UND ich habe den Züchter noch als Ansprechpartner und Helfer im Hintergrund - das Tierheim kann mir i.d.R. nicht wirklich weitergelfen.

Also ich mit meinen größtenteils ehemaligen "Straßenkatzen" jetzt wieder. :mrgreen:

Hier verlangt keine einzige Miez nach Freigang.

Und wenn es so wäre und ich müsste mich deshalb schweren Herzens von einer trennen, weil sie in Wohnungshaltung absolut unglücklich wäre, steht ja dann in all meinen Schutzverträgen, dass diese Katze dann wieder an den Tierschutz-Verein zurückgegeben werden muss.
 
  • Warum Rassekatzen? Beitrag #348

Und wenn man jetzt - rein theoretisch - Rassekatzen mit Papieren von einer dieser Orgas übernähme, wäre man dann gut, weil man armen Tierschutzkatzen ein Zuhause gäbe, oder doch eher oberflächlich und eher schlecht, weil man Rassekatzen den Vorzug gäbe?
Oder wäre das das berühmte Grau in der immer mehr schwarz-weiß erscheinenden Welt?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Warum Rassekatzen? Beitrag #349
Und wenn man jetzt - rein theoretisch - Rassekatzen mit Papieren von einer dieser Orgas übernähme, wäre man dann gut, weil man armen Tierschutzkatzen ein Zuhause gäbe, oder doch eher oberflächlich und eher schlecht, weil man Rassekatzen den Vorzug gäbe?
Oder wäre das das berühmte Grau in der immer mehr schwarz-weiß erscheinenden Welt?

Ich finde, diese Frage nach "gut" oder "schlecht" stellt sich überhaupt nicht. Weiß auch gar nicht, was dieser Vergleich überhaupt soll.:-?

Jeder soll doch "seine" Katzen nehmen, mit denen er glücklich ist. Völlig wurscht, ob es eine Tierschutz-Katze oder eine Rassekatze ist. Jeder so, wie er es für richtig hält.

Nur bitte niemals eine Katze vom Vermehrer. Damit wäre schon viel gewonnen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Warum Rassekatzen? Beitrag #350
Ich kann einfach nicht ganz glauben, das beispielsweise alle BKH ruhig sind.

Sind sie auch nicht, meine drei sind der beste Beweis dafür, sie sind lang nicht so ruhig, wie die Rasse immer beschrieben wird, aber mit Sicherheit ruhiger als Orientalen z.B., aber was auf sie zutrifft und dass ist auch eines der Hauptmerkmale im Wesen der BKHs sie sind wirklich sehr ausgeglichen und gut sozial verträglich und sind wirklich sehr gut für die reine Wohnungshaltung geeignet.
 
  • Warum Rassekatzen? Beitrag #351
  • Warum Rassekatzen? Beitrag #352
Also ich mit meinen größtenteils ehemaligen "Straßenkatzen" jetzt wieder. :mrgreen:

Hier verlangt keine einzige Miez nach Freigang.

Und wenn es so wäre und ich müsste mich deshalb schweren Herzens von einer trennen, weil sie in Wohnungshaltung absolut unglücklich wäre, steht ja dann in all meinen Schutzverträgen, dass diese Katze dann wieder an den Tierschutz-Verein zurückgegeben werden muss.


Ich denke auch, dass da wieder die Ideologie, dass (Nichtrasse-)Katzen die "Freiheit" brauchen eine Rolle spielt.
Meiner Erfahrung nach sind EHK nicht Freilauf-bedürftiger als Rassekatzen.

Die Erfahrung spielt halt eine Rolle. Wenn eine Katze schon jahrelang Freilauf genießen durfte (also eher nicht die gestresste Straßenkatze), wird sie in vielleicht einfordern. Aber warum muss eine junge Katze oder gar ein EHK-Kitten unbedingt in Freilauf vermittelt werden?
 
  • Warum Rassekatzen? Beitrag #353
Ich denke auch, dass da wieder die Ideologie, dass (Nichtrasse-)Katzen die "Freiheit" brauchen eine Rolle spielt.
Meiner Erfahrung nach sind EHK nicht Freilauf-bedürftiger als Rassekatzen.

Die Erfahrung spielt halt eine Rolle. Wenn eine Katze schon jahrelang Freilauf genießen durfte (also eher nicht die gestresste Straßenkatze), wird sie in vielleicht einfordern. Aber warum muss eine junge Katze oder gar ein EHK-Kitten unbedingt in Freilauf vermittelt werden?

*zustimmend nickt*

Meine beiden wurden ja bereits im Tierheim geboren (Tierheim gehört hier zum Tierschutz dazu) und kannten nie den Freigang.
Als ich sie mit 16 Wochen vom Tierheim übernahm, war von Anfang an klar, dass sie reine Wohungskatzen bleiben würden (meine armen Nerven würden alles andere nicht mitmachen ;-)).
Wir haben eine fast 100qm Wohnung und zusätzlich einen großen (gesicherten!!) Balkon.
Keiner der beiden hat jemals Anstalten unternommen "unbedingt raus zu wollen".
Bella geht nichtmal auf den Balkon ohne dass ich mitgehe und Edward geht zwar ganz gerne raus (also auf den Balkon), aber auch er springt da nicht großartig hoch und versucht am Netz zu knabbern oder sonst was in der Art.

Ganz unbeaufsichtigt, laß ich sie aber trotzdem nicht - habe sie immer im Blick (müssen sie ja aber nicht wissen) :)
 
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  • Warum Rassekatzen? Beitrag #354
Wer sich eine Rassekatze kaufen möchte, kann das gerne tun. Wer eine aus dem Tierschutz holen möchte, kann das ebenso gerne tun.
Jedem steht es völlig frei, solange es kein Vermehrer ist dem man ein Tier abkauft.

Das einzige was mich hier ein bisschen stört ist, dass Tierheimkatzen bzw. EHK immer so dargestellt werden, als seien sie besonders "schwierig" oder totale Überraschungseier was den Charakter angeht.
Bei Kitten mag das ja zutreffen, aber bei Katzen ab ein paar Monaten kann auch eine Pflegestelle z. Bsp. wunderbar sagen wie der Charakter der Katze ist, ob sie Freigang braucht, ob sie sozial, wild, ruhig oder sonst was ist. Ich möchte hier als Beispiel mal Taskali anbringen.
Ich glaube sie kennt ihre Schützlinge mindestens genauso gut wie ein seriöser Züchter seine Katzen kennt.

Das soll jetzt NICHT heißen, dass man Tierheim/Tierschutz Katzen bevorzugen soll. Ich möchte nur sagen, dass es nicht stimmt, das man nur bei Rassekatzen weiß was einen erwartet.
 
  • Warum Rassekatzen? Beitrag #355
Das einzige was mich hier ein bisschen stört ist, dass Tierheimkatzen bzw. EHK immer so dargestellt werden, als seien sie besonders "schwierig" oder totale Überraschungseier was den Charakter angeht.
Bei Kitten mag das ja zutreffen, aber bei Katzen ab ein paar Monaten kann auch eine Pflegestelle z. Bsp. wunderbar sagen wie der Charakter der Katze ist, ob sie Freigang braucht, ob sie sozial, wild, ruhig oder sonst was ist. Ich möchte hier als Beispiel mal Taskali anbringen.
Ich glaube sie kennt ihre Schützlinge mindestens genauso gut wie ein seriöser Züchter seine Katzen kennt.

Aber da fängt es ja schon an: Wer gerne Kitten haben möchte, weil er seine Katzen von klein auf durchs Leben begleiten möchte, hat das Problem, dass es bei EHK wirklich teilweise schwierig ist, den Charackter einzuschätzen. D.h. man müsste sich eher für eine erwachsene Katze entscheiden. Fakt ist aber leider, dass der Großteil der Tierheim-Katzen nur als Freigänger vermittelt werden.

Für Pflegestellen mag es ja zutreffen, dass diese den Charakter des Tieres gut kennen und einschätzen können. Ich lese hier auch immer wieder in den entsprechenden Threads mit und finde die Arbeit, die Leute wie Sunshinekath oder Taskali leisten, wirklich bewundernswert und ich glaube wirklich, dass sie ihre Pflegetiere gut kennen. Bei Tierheimen und Tierschutzverbänden sieht dies aber häufig anders aus. Dort sind eine Vielzahl von Tieren auf engem Raum. Die Bedingungen sind ganz anders, als später in einem Haushalt mit 2,3 oder 4 Katzen. Das ist häufig für die Tiere eine stressige Situation, so dass sie in ihrem neuen Heim mitunter ein ganz anderes Verhalten an den Tag legen wie bisher. Auch ist es bei der Masse an Tieren für die Mitarbeiter meist auch gar nicht möglich jedes Tier mit all seinen liebenswürdigen Macken zu kennen.

Bitte nicht falsch verstehen. Ich liebe jede Katze, egal woher sie kommt. Ich bin selbst mit Tieren aus dem Tierheim aufgewachsen (einer meiner Katzen ist ebenfalls ein Lastrami). Und dort sind viele liebe, anhängliche und auch unproblematische Schätzchen zu finden. Der Kater meines Vaters ist z.B. eine sehr anhängliche und pflegeleichte Persönlichkeit, die eigentlich jeder sofort ins Herz schließt. Meine Schwester hat vor Jahren ein Katzenpäarchen übernommen, dass dem Vorbesitzer wegen Vernachlässigung abgenommen wurde. Die Kätzin ist zwar etwas eigen und dominant (ich würde sie als liebenswürdige Zicke bezeichnen^^), aber der Kater ist das verschmusteste und anhänglichste Tier, was mir je begegnet ist. Wenn ich zu Besuch bin, springt mir der Kater auf die Schulter und legt sich wie ein Schal um den Hals und lässt sich kraulen, bis man ihn irgendwann runtersetzt - er würde das den ganzen Tag so machen - er bekommt nie genug. Er ist einfach über jede kleinste Streicheleinheit glücklich. Auch mein erster Kater aus Kinderzeiten war etwas ganz besonderes und er hat für immer einen Platz in meinem Herzen. Aber: Jeder von Ihnen wäre ohne Freigang nicht denkbar gewesen. Schau dich wirklich mal auf Vermittlungsseiten um. Wenn man eine erwachsene Katze aus dem Tierschutz für reine Wohnungshaltung sucht, die gegebenenfalls noch bestimmte Kriterien bezüglich Sozialverträglichkeit, Spielverhalten o.ä. erfüllen soll, wird die Auswahl schnell recht dünn.

Was ich unschön finde, dass man teilweise vorgeworfen bekommt, man würde eine maßgeschneiderte Katze wollen, wenn man sich für eine Rassekatze entscheidet: was ist denn bitte falsch daran, wenn man nach einem Tier sucht, dass zu den Lebensumständen passt und man sicher stellen möchte, dass man die Bedürfnisse der Katze erfüllen kann? Es wird immer so dargestellt, als wäre dies eine rein egoistische Wahl - aber es ist doch auch im Sinne des Tieres, wenn die Gegebenheiten für Es maßgeschneidert sind.
 
  • Warum Rassekatzen? Beitrag #356
Aber da fängt es ja schon an: Wer gerne Kitten haben möchte, weil er seine Katzen von klein auf durchs Leben begleiten möchte, hat das Problem, dass es bei EHK wirklich teilweise schwierig ist, den Charackter einzuschätzen. D.h. man müsste sich eher für eine erwachsene Katze entscheiden. Fakt ist aber leider, dass der Großteil der Tierheim-Katzen nur als Freigänger vermittelt werden.

Für Pflegestellen mag es ja zutreffen, dass diese den Charakter des Tieres gut kennen und einschätzen können. Ich lese hier auch immer wieder in den entsprechenden Threads mit und finde die Arbeit, die Leute wie Sunshinekath oder Taskali leisten, wirklich bewundernswert und ich glaube wirklich, dass sie ihre Pflegetiere gut kennen. Bei Tierheimen und Tierschutzverbänden sieht dies aber häufig anders aus. Dort sind eine Vielzahl von Tieren auf engem Raum. Die Bedingungen sind ganz anders, als später in einem Haushalt mit 2,3 oder 4 Katzen. Das ist häufig für die Tiere eine stressige Situation, so dass sie in ihrem neuen Heim mitunter ein ganz anderes Verhalten an den Tag legen wie bisher. Auch ist es bei der Masse an Tieren für die Mitarbeiter meist auch gar nicht möglich jedes Tier mit all seinen liebenswürdigen Macken zu kennen.

Bitte nicht falsch verstehen. Ich liebe jede Katze, egal woher sie kommt. Ich bin selbst mit Tieren aus dem Tierheim aufgewachsen (einer meiner Katzen ist ebenfalls ein Lastrami). Und dort sind viele liebe, anhängliche und auch unproblematische Schätzchen zu finden. Der Kater meines Vaters ist z.B. eine sehr anhängliche und pflegeleichte Persönlichkeit, die eigentlich jeder sofort ins Herz schließt. Meine Schwester hat vor Jahren ein Katzenpäarchen übernommen, dass dem Vorbesitzer wegen Vernachlässigung abgenommen wurde. Die Kätzin ist zwar etwas eigen und dominant (ich würde sie als liebenswürdige Zicke bezeichnen^^), aber der Kater ist das verschmusteste und anhänglichste Tier, was mir je begegnet ist. Wenn ich zu Besuch bin, springt mir der Kater auf die Schulter und legt sich wie ein Schal um den Hals und lässt sich kraulen, bis man ihn irgendwann runtersetzt - er würde das den ganzen Tag so machen - er bekommt nie genug. Er ist einfach über jede kleinste Streicheleinheit glücklich. Auch mein erster Kater aus Kinderzeiten war etwas ganz besonderes und er hat für immer einen Platz in meinem Herzen. Aber: Jeder von Ihnen wäre ohne Freigang nicht denkbar gewesen. Schau dich wirklich mal auf Vermittlungsseiten um. Wenn man eine erwachsene Katze aus dem Tierschutz für reine Wohnungshaltung sucht, die gegebenenfalls noch bestimmte Kriterien bezüglich Sozialverträglichkeit, Spielverhalten o.ä. erfüllen soll, wird die Auswahl schnell recht dünn.

Was ich unschön finde, dass man teilweise vorgeworfen bekommt, man würde eine maßgeschneiderte Katze wollen, wenn man sich für eine Rassekatze entscheidet: was ist denn bitte falsch daran, wenn man nach einem Tier sucht, dass zu den Lebensumständen passt und man sicher stellen möchte, dass man die Bedürfnisse der Katze erfüllen kann? Es wird immer so dargestellt, als wäre dies eine rein egoistische Wahl - aber es ist doch auch im Sinne des Tieres, wenn die Gegebenheiten für Es maßgeschneidert sind.

Es kommt immer auf das jeweilige Tierheim oder Tierschutzverein an. Ich finde diese Pauschalaussage, dass diese Katzen fast immer Freigang brauchen nicht richtig.
In dem Verein wo ich mithelfe, haben wir nur immer ca 15 Katzen in Unserer Obhut im Katzenhaus. Wir kennen jede Katze sehr gut, was wohl an der kleineren Anzahl der Tiere liegt und die meisten Katzen die wir haben kommen aus reiner Wohnungshaltung und sind im Katzenhaus, weil die/der Dosi leider verstorben ist, die Tiere Beschlagnahmt wurden, ausgesetzt wurden etc. Es sind kaum wilde/Straßenkatzen dabei.
Die meisten unserer Katzen werden nur in Wohnungshaltung vermittelt, denn da kommen sie auch her.
Ein paar benötigen Freigang, das ist richtig, aber die meisten nicht.
So ist es bei uns zumindest und ich denke es gibt noch mehr Vereine etc. die auch einige Katzen für Wohnunghaltung haben und die Tiere gut kennen.

Ich mag einfach nur diese Pauschalaussage nicht, dass Katzen aus dem Tierheim etc. immer/fast immer Freigang brauchen, charakterliche Ü-Eier sind usw. Denn das stimmt nicht ;-)

Und Katzen die ein paar Monate alt sind, sind für mich auch noch Kitten. Bei ner z. Bsp. 6-8 Monate alten Katze kann man sehr gut einschätzen wie sie so "tickt".

Mehr will ich gar nicht sagen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Warum Rassekatzen? Beitrag #357
Fakt ist aber leider, dass der Großteil der Tierheim-Katzen nur als Freigänger vermittelt werden.

Für Pflegestellen mag es ja zutreffen, dass diese den Charakter des Tieres gut kennen und einschätzen können. Ich lese hier auch immer wieder in den entsprechenden Threads mit und finde die Arbeit, die Leute wie Sunshinekath oder Taskali leisten, wirklich bewundernswert und ich glaube wirklich, dass sie ihre Pflegetiere gut kennen.

Schau dich wirklich mal auf Vermittlungsseiten um. Wenn man eine erwachsene Katze aus dem Tierschutz für reine Wohnungshaltung sucht, die gegebenenfalls noch bestimmte Kriterien bezüglich Sozialverträglichkeit, Spielverhalten o.ä. erfüllen soll, wird die Auswahl schnell recht dünn.

Was ich unschön finde, dass man teilweise vorgeworfen bekommt, man würde eine maßgeschneiderte Katze wollen, wenn man sich für eine Rassekatze entscheidet: was ist denn bitte falsch daran, wenn man nach einem Tier sucht, dass zu den Lebensumständen passt und man sicher stellen möchte, dass man die Bedürfnisse der Katze erfüllen kann? Es wird immer so dargestellt, als wäre dies eine rein egoistische Wahl - aber es ist doch auch im Sinne des Tieres, wenn die Gegebenheiten für Es maßgeschneidert sind.

Hallo Nefer

Ich kann zu deinen o.g. Ausführungen nur zustimmen:

Du bist wenn du eine Katze aus dem Tierheim/Tierschutz nimmst einfach auf unsicheren Füssen

a) Charakter
ist auch wenn das Tier länger auf einer PS war nicht genau einzuschätzen,gerade weil nicht sicher ist wie sich das Tier dann in der neuen Umgebung und in der neuen Gruppe einfügt. Bei mir ist eine Zusammenführung kläglich gescheitert weil die erwachsene Katze sich mit meiner erwachsenen Kätzin einfach nicht vertragen hat und ich habe wirklich ein halbes Jahr versucht die Zusammenführung doch noch positiv abzuschließen es war nicht möglich. Das kann natürlich bei einer Zuchtkatze auch passieren. Wunsch war es jedoch einem erwachsenen Tier ein ZuHause zu geben, Kitten finden ja schnell ein neues Heim.

B) Freigang

auch da ist es bei einem Tierheim/Tierschutz Tier ganz wichtig alle Informationen die da sind (oftmals ganz wenig) zu erhalten um die Richtige Wahl zu treffen.
Im Tierheim sind nunmal in der Überzahl die Nichtrassekatzen und die kommen häufig aus Freigangshaltung...Die Wahrscheinlichkeit, hier eine Fehlentscheidung zu treffen ist höher

c) Krankheiten
Auch hier wieder: beim Tierschutz / Tierheim Tier ist die Gefahr eine Krankheit im Schlepptau zu haben einfach größer.

Darum habe ich mich nach diesen (für alle Beteiligten ) unschönen Erfahrungen für eine Rassekatze entschieden und daran ist GAR NICHTS auszusetzen.

Ich liebe Tiere über alles und bin in der Verantwortung meinen Tieren die beste artgerechte Haltung zu bieten:razz:

@ Juliafjiente

auch deine Ausführungen sind richtig.Es hängt sehr von den Tierheim ab, was und wie vermittelt wird.
Das dollste was mir passiert ist war eine Katze aus dem Tierheim die schwanger war und niemand hat es gewusst plötzlich bewegt sich da was im Bäuchlein und ich denke :???:
 
  • Warum Rassekatzen? Beitrag #358
Es gibt immer auch Negativbeispiele, sowohl beim Tierheimtier als auch beim Tier aus einer Zucht.
Deswegen ist aber nicht generell das eine oder das andere zu pauschalisieren ;-)
Und nur das habe ich kritisiert, dass hier eben auf den letzen 20 Seiten oft pauschalisiert wurde in Bezug auf Tierschutztiere.

Ich kann zwar auch nur von ein paar Vereinen sprechen die ich selber gut kenne, aber dort kennt man seine Tiere/den Charakter sehr gut und auch deren Krankheiten sofern vorhanden und man weiß eben auch ob nun Freigang nötig ist oder nicht. Bei unseren Tieren ehrer nicht, da sie oft aus Wohnungshaltung kommen.

Auch bei einem Kitten aus der Zucht kann es sein, das es sich anders entwickelt als "geplant". Auch kann die Zusammenführung zweier erwachsener Rassekatzen scheitern. Es sind und bleiben eben alles Tiere, egal ob Rasse oder Lastrami.

Für was man sich entscheidet ist mir persönlich egal, ich mag halt nur nicht diese generelle Aussage beim Zuchttier weiß man was man bekommt und beim Lastrami weiß man es nicht. Das ist so einfach nicht richtig.

Amen :mrgreen:
 
  • Warum Rassekatzen? Beitrag #359
Meine Meinung: Man sollte sich vor der Anschaffung einfach genau überlegen, welche Katzen zu seinem Leben, seiner Person und seinem Lebensumfeld passt/passen, damit man die größtmögliche Sicherheit bieten kann, dass man die Katzen bis an ihr Lebensende begleiten kann. Da ist es völlig egal, ob Rassekatze vom seriösen Vereinszüchter oder Lastrami. Wenns passt, dann passt es (Warum auch immer).
Den 'Wert' meiner Katzen kann nur ich messen und niemand sonst ;-).
 
  • Warum Rassekatzen? Beitrag #360
Man kann es vielleicht nicht pauschalisieren, aber es gibt durchaus eine Tendenz. Eine Katze von einem seriösen! Züchter hat idR ideale Ausgangsbedinungen:

- Die Elterntiere sind bekannt, an Menschen gewöhnt, wesensfest, weisen idR den rassetypischen Charakter auf und sind auf die gängigen Erbkrankheiten getestet
- Die Kitten erhalten die bestmögliche gesundheitliche Vorsorge
- Sie dürfen min. 12-16 Wochen bei der Mutter und den Geschwistern bleiben und sind so bestmöglich sozialisiert
- Sie sind von kleinauf gewöhnt von Menschen angefasst, untersucht und gestreichelt zu werden
- Sie haben idR bei Abgabe null schlechte Erfahrung mit Menschen gemacht

Diese Grundvorraussetzungen haben die meisten Katzen aus dem Tierheim leider nicht gehabt, auch wenn ich es jeder Katze wünsche. Natürlich gibt es auch Pflegestellen, die schwangere Katzen aufnehmen und viel Zeit und Geld investieren um Punkt 2-5 zu erfüllen, aber das macht ja nicht den Großteil der Tierheim-katzen aus. Natürlich ist dies keine Garantie, dass ein Kitten vom Züchter nachher 100% Charakter X enspricht, keine gesundheitlichen Probleme hat und sich mit jeder Katze versteht, aber die Wahrscheinlichkeit ist einfach höher.
 
Thema:

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