AW: Was an anderer Stelle dann doch zuuuu offtopic wäre...
Also ich finde dass man das was Züchter tun und Tierschützer nur bedingt miteinander vergleichen kann.
Ein Tierschützer ist mit Tierelend konfrontiert, vor allem in ländlichen Gegend. Da steht das Elend und die Not im Vordergrund, die der Tierschutz beseitigen möchte. Eine Massnahme, die ihm dabei helfen könnte, ist die gesetzliche Kastrationspflicht damit die unkontrollierte Vermehrung von Hauskatzen endlich aufhört oder zumindestens so eingegrenzt wird, dass es in einem überschaubaren Rahmen bleibt. Tierschützer sind von morgens bis abends damit beschäftigt Feuerwehrmann zu spielen und rennen ständig irgendwohin um das Feuer zu löschen. Sie müssen also tagtäglich Entscheidungen über Leben und Tod treffen.
Ein Züchter (wenn ich das richtig verstanden habe) züchtet weil es ihm Spass macht und er ein Interesse daran hat zur Aufrechterhaltung der Rasse beizutragen. Ob gewisse Rassekatzen schon vom Aussterben bedroht sind, weiss ich nicht. So dass ein Züchter in eine ähnliche (vergleichbare) Lage wie ein Tierschützer kommt. Prinzipiell finde ich aber diese beiden Arten nicht mit einander vergleichbar. Züchten ist ein Hobby. Tierschutz ist ein Ehrenamt, das der Gemeinnützigkeit dient.
Beim Tierschutz geht es darum Leben zu retten, das Elend der Strassenkatzen aufzulösen, Krankheiten zu behandeln, die Misere der Strassenkatzen zu reduzieren. Ich glaube nicht, dass es beim (seriösen) Züchten um dasselbe geht. :!::?:
Sicherlich gibt es auch bestimmt in der einen oder anderen Hinsicht Überschneidungen und Gemeinsamkeiten, die sind für mich aber auf den ersten Blick nicht sichtbar und daher nicht relevant. Ich bin mir auch sicher, dass Tierschützer und Züchter sich gegenseitig bereichern können. Warum auch nicht? Aber das ein Tierschützer, dieselben Wissensvorraussetzungen braucht wie ein Züchter halte ich für absolut nicht notwendig, weil beide völlig unterschiedliche Dinge tun und auch auf einer ganz anderen Grundlage ihre Arbeit machen.
Was mit dem besagten Idealismus konkret gemeint ist, ist mir nicht klar! Sicherlich wird jeder Tierschützer auch einen gewissen Idealismus in sich tragen, aber ich würde mal behaupten, der geht eher in die Richtung "Leben retten, Not reduzieren", daher ja auch der Wunsch der Einführung der gesetzlichen Kastrationspflicht. Das ist ein ganz wichtiger Punkt, der unheimlich viel Elend verhindern könnte. Und solange diese Kastrationspflicht nicht deutschlandweit eingeführt wird, sind regionale Tierschutzvereine weiter genötigt, Feuerwehr zu spielen, mit den wenigen Mitteln, die ihnen zur Verfügung stehen, d.h. wenig Personal, da Ehrenamt, ganz wenig Geld, da nur durch Spenden und Mitgliedsbeiträge finanziert und wenig Zeit, da man ja auch noch arbeiten gehen und seinen Unterhalt verdienen muss.
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Ja, denn ohne eine gewisse Qualität wird man niemals der Quantität Herr.
Wenn man auf Qualität in der Zucht drängt, wird das Schwarzzüchter mindern, die den Tierschutz belasten können, hat der Tierschutz mehr Qualität und dazu zähle ich auch kundiges Personal, kann man mehr versuchen auf diejenigen einzuwirken, die ihre Tiere immer noch nicht kastrieren lassen.
Ein
Tierschutz Verein sollte von allem etwas haben, Mitglieder, die die Tiere aufnehmen und pflegen, vielleicht auch vermitteln, Mitglieder, die ihnen helfen und sie beraten, und Mitglieder die den alltäglichen Bürokram erledigen und sich um Sponsoren, Öffentlichkeit und Beratung kümmern.
Ich weiss, das kaum ein Verein das erfüllen kann, aber er sollte es anstreben, der Tierschutz erstickt sonst in einem sich nie ändernden Kreis.
Im Grunde läuft es auf meinen alten Spruch hinaus, lebe Tierschutz mit dem Herzen, betreibe ihn mit dem Verstand.
ich bleibe bei meinem bisherigen Standpunkt: es ist in der Realität nicht umsetzbar, auch wenn sehr vernünftig. Ich habe das während meiner Arbeit in den Vereinen auch angemerkt, weil ich ja dort die Abläufe kennengelernt habe.
Es ist nur leider so, dass du mit vernünftigen Vorschlägen nicht weiterkommst. Die Masse an Tieren, mit der
Tierschutz-Vereine täglich/jährlich konfrontiert werden, sind so dermassen überfordernd für die Leute, die das ehrenamtlich machen, dass Qualität im Prinzip hinten an gestellt werden muss, weil man erstmal mit der Masse an Anfragen, Notfällen usw. bewältigen muss. Das allein ist schon so anstrengend, nervenaufreibend und zeitintensiv, das da einfach kein Platz mehr ist für die Frage: Wie können wir unsere Tierschutzarbeit noch qualitativ hochwertiger gestalten? In erster Linie spielen sie Feuerwehr, sind ständig bemüht ein Feuer zu löschen und ist das eine grad gelöscht bricht schon das nächste aus. Hier ein Bauernhof mit Kittenwürfe, da eine kranke Fundkatze hier nochmal Flaschenbabies. Und nein es ist keine Selbstverständlichkeit, dass man gute Pflegestellen hat, weil auch die machen das freiwillig und völlig umsonst. Es muss ja keiner, sondern jeder darf wenn er möchte und auf dieser Grundlage, kann man keine Forderungen stellen, weil ja niemand eine Verpflichtung eingegangen ist. Fordert man zuviel, brechen die Pflegestellen weg und man steht alleine da.
ich will die
Tierschutz-Vereine hier nicht mit allen Mitteln verteidigen, sondern nur erklären, wie das abläuft und warum. ich hab ja selber meine Schwierigkeiten mit der Art und Weise wie Tierschutz teilweise in solchen Strukturen betrieben wird und habe mcih deshalb auch ausgeklingt, weil ich es einfach nciht mehr vertreten kann. Und da geht es auch um Qualität bzw. Vernunft. Ich kann jetzt meine Arbeit als Pflegestelle einigermassen vernünftig machen, eben mit den wenigen Mitteln die mir zur Verfügung stehen. Ein Verein kann das nicht leisten. Völlig unmöglich. ich muss mcih aber auch wenn, wirklcih nur auf ein paar Katzen konzentrieren, im Regelfall auf eine Katzenmutter und ihren Nachwuchs. Das ist überschaubar und händelbar. Eine Vereinsleitung hat aber 200-300 auf 20 verschiedenen Pflegestellen sitzen, davon noch welche in Aussengehege, kranke, wilde und was weiss ich nicht. Ist doch klar, dass die überfordert sind. Es ist einfach zu viel! Für mich würde es auch mehr Sinn machen, sie nehmen weniger Katzenn auf, aber kümmern sich dafür dann besser um die. Das wird aber kein Verein machen, denn alle bei denen ich war, wollen so viele Tiere wie möglich retten. Das ist ihre Philosophie und das hat logischerweise Konsequenzen!