Huhu zusammen! Nach langer Zeit mal wieder zwuckige und glückliche Grüße!
Insgesamt geht es hier bergauf. Seit zwei Wochen bin ich das Gerüst auf der Terrasse los, die Balkon-Sanierungsarbeiten „über mir“ – und das sind schon einige Stockwerke – haben fünf Monate gedauert. Und waren die Hölle!! Alles verhängt, abgesperrt, dreckig, mega-laut, immer Menschen auf der Terrasse...
Folglich in der ganzen Zeit: kein Terrassenknast. Besonders Lucky war darüber not amused. Gestern kamen die Leute von Katzennetze NRW und installierten hier die neue Netzschiebekonstruktion. Auf kleinem Raum, damit sich die Eigentümergemeinschaft nicht gestört fühlt... Ich bin SO froh!!! Auch wenn der Knast mini ist, so bietet er doch ungeheuer viel Lebensqualität, kleine Fluchten und Entspannung für die Katerchen und mich. Die Terrassentür steht auf, und die Buben lieben es: Sonne, Wind, Blätterrascheln, Vögel beobachten, Fliegen jagen
Aus Reddi ist ein waschechter Brite geworden. Er ist und bleibt allerdings der kleinste Kater hier – also von seiner Größe her. Ansonsten ist er... dreist. Charmant dreist. Aber trotzdem nervt er häufiger die anderen. Nervzwerg. Wenn Reddi einen Schlaf- oder Sitzplatz will, der gerade besetzt ist (mit einem seelenruhig schlummernden Kater), dann springt er ganz einfach z.B. in die Hängemulde mit rein und legt sich daneben, guckt aber betont in die andere Richtung. Tut so, als sei gar nichts passiert. Quincel und Lucky sind feine Herren. Die busseln sich und mögen sich, aber engen Körperkontakt mit einem Artgenossen lehnen sie ab. Und dann kommt immer wieder das Rotzwucklein daher. Der mag, glaube ich, auch keinen Körperkontakt, hat aber klare Platzpräferenzen. Quincel und vor allem Lucky sind schon stattliche Kater, aber eben auch höflich. Wenn einer aus dem Tiefschlaf kommend realisiert, dass Herr Reddi es sich neben ihm gemütlich gemacht hat, guckt er völlig entrüstet. Lucky miaut dann mit hohem Ton. Reddi bleibt, wo er ist. Lucky miaut weiter. Nix tut sich. Dann zieht Lucky ab, Reddi streckt sich genüsslich aus und schläft. Seit der OP hat Quincy in einer solchen Situation gefaucht oder geknurrt (ist aber schon VIEL besser geworden!). Nix tut sich. Und dann zieht Quincel ab. Manchmal denke ich, der Kurze bräuchte mal eine klarere Ansage von den beiden anderen, aber die sind... eben höflich. Ansonsten verstehen sich die drei Kater sehr gut und haben gemeinsam mit mir die harte Zeit (Außensanierung, Quincels Bruch und auch den Wasserschaden in der Wohnung) tapfer überstanden.
Und sonst? Quincel’s OP (Femurkopfresektion) liegt ja schon länger zurück, aber das normale Laufverhalten ließ auf sich warten. Er wurde noch einmal geröntgt, mit dem Röntgenbild hat meine TÄ (und auch nach Laufprobe) dann eine zweite Meinung eingeholt. Beeinträchtigungen könnten bis zu 6 Monaten nach der OP auftreten, das Bild sei sehr OK. Eine Aufbauspritze (für das Gewebe) bekam er auch. Heute ist er wieder fast ganz fit. Zugenommen hat er auch – er hatte ja durch Metacam einiges an Gewicht verloren.
Luckylein hat morgen Geburtstag: Er wird sechs Jahre alt und lebt nun schon gut dreieinhalb Jahre bei mir. Alle drei sind höchst unterschiedlich, alle drei liebe ich von Herzen.