Bei Tieren (bei denen es offenbar doch auch einen echten Placebo-Effekt gibt, zumindest laut folgendem Quarks-Artikel ):
Darum gibt es den Placebo-Effekt bei Tieren
kommt nun aber der Caregiver-Placebo- oder Placbo-
by-proxy-Effekt hinzu. Wie geht ihr mit dieser Erkenntnis um? Wie könnt ihr euch, etwa bei Dingen wie Gelenkerkrankungen sicher sein (laut Artikel wurde ibei Untersuchungen zu dem Thema bei 70 Prozent der Katzen bei degenerativen Gelenkerkrankungen ein Caregiver-Placebo-Effekt beobachtet), dass es dem Tier wirklich besser geht und das nicht nur eure subjektive Wahrnehmung ist?
Ich kann dir einige konkrete Beispiele nennen, bei denen die Tiere meines Mannes und auch meine Tiere (nach vorheriger Behandlung bzw nach einer Empfehlung der behandelnden Tierärzte) homöopathische Medikamente bekommen haben:
Der Schäferhund meines Mannes hat schwere HD gehabt. Vom Tierarzt wurde im Alter von 1 Jahr per Röntgenaufnahme der Befund erstellt, dass die HD so schwer sei, dass er vermutlich in einem Jahr eingeschläfert werden müsste. Aro ist aber 14 Jahre alt geworden, er hat sein ganzes Leben lang ein homöopathisches Medikament bekommen. Als wir dieses Medikament eine kurze Zeit lang nicht zur Verfügung hatten, zeigte der Hund nach kurzer Zeit Schmerzen beim Laufen und Springen.
Mein Dackel Piefke hatte mit 9 Jahren schlimme Rückenprobleme. Die erste akute Behandlung erfolgte durch die Tierärztin, die Cortison und Schmerzmedikamente spritzte. Der Erfolg hielt nur kurze Zeit an. Danach war ich mit ihm bei einem Tierheilpraktiker (die waren damals, also vor etwa 30 Jahren noch selten, ich musste dafür über 100 km fahren). Das Medikament was er mir für meinen Hund gab, wirkte so gut, dass er keine akuten Schmerzanfälle mehr hatte.
Mein Mittelschnauzer hatte Prostata-Probleme, er wurde kastriert, bekam Medikamente, hatte aber trotzdem immer wieder Bluttröpfchen im Urin. Auch er bekam homöopatische Medikamente, danach traten diese Probleme nicht mehr auf.
Bei Finnley wurde per Röntgenbild eine leichte Fehlstellung der Hüfte festgestellt, mein Tierarzt (ein anderer als früher bei dem Schäferhund) empfahl mit, ihm Grünlippmuschel-Extrakt zu geben und das gleiche Medikament, das schon der Schäferhund bekommen hatte. Finnley hatte vor der Verabreichung des Medikaments öfter am Fell über der betroffenen Hüfte „geknibbelt“ (dadurch ist mir aufgefallen, dass da vielleicht etwas nicht in Ordnung ist), das macht er nicht mehr, seit er die Globuli und das Grünlippmuschel-Extrakt bekommt.
Vielleicht liegt die positive Auswirkung also nach eurer Ansicht der Placebo-Effekt daran, dass ich mir eine positive Wirkung erhoffe. Mein Mann war dagegen ein sehr großer Skeptiker was Homöopathie und andere alternative Heilmethoden betrifft. Der Schäferhund wurde schon bevor ich meinen Mann kennengelernt habe mit dem homöopathischen Medikament behandelt und zeigte eine deutliche Verbesserung / keine Schmerzen, obwohl mein Mann nicht daran geglaubt hatte.
Bei all unseren Tieren und auch bei mir selber steht immer an erster Stelle ein Besuch beim Arzt, eine gründliche Untersuchung, eine vernünftige Diagnose und wenn möglich auch eine herkömmliche Behandlung mit Medikamenten oder notfalls auch eine OP - erst wenn das nicht erfolgreich ist, erfolgt eine Therapie mit homöopathischen Medikamenten oder bei mir selber auch mit Akupunktur oder beim Heiler.