Hi Jahira,
danke für die aufmunternden Worte!
Also muss ich mir wegen der Kuhmilch gar nicht so viele Sorgen machen! Dachte immer, Kuhmilch sei schlecht für Katzen ganz allgemein und irgendein Nachbar - oder mehrere - geben denen immerzu eine Schale mit Milch. Na gut. Ob sie DF haben oder nicht, weiß ich nicht... Bin ja nicht rund um die Uhr dort. Aber ich muss dort bald mal sauber machen, hab das bloß täglich vor mich hingeschoben, weil es einfach so eklig ist. Und ich muss ja vorher eh mit dem Besitzer dieses Hauses sprechen. Die sind ja nicht im Freien sondern verstecken sich dort im Nachbarhaus.
Hi Conny,
mit den Nachbarn sprechen, also den Besitzern der vermutlich trächtigen Katze, ist ne komplizierte Sache mit verschiedenen Aspekten und ich glaube, ich erreiche damit mehr Schlechtes als Gutes.
Ich will das gleich mal erklären. Erstens kenne ich die nicht. So seltsam das klingt, aber ich wohne hier seit mehreren Jahren und habe die Leute dort noch nie gesehen. Bloß ihre Katzen. Wenn ich nun plötzlich an der Tür klingele und sage: "Sorry, ihre Katze ist vermutlich trächtig, wollen Sie sie bitte kastrieren lassen?", auf englisch, denn die Landessprache beherrsche ich noch nicht so gut, dann gefährde ich sehr wahrscheinlich meinen größeren Plan, den ich hier vorhabe.
Ich habe bereits mit mehreren Leuten gesprochen und will so etwas wie eine "Nachbarschaftsinitiative" ins Leben rufen, damit wir gemeinsam einige Katzen aus unserer Straße kastrieren. Das steckt alles noch in den Kinderschuhen, aber der wichtigste Baustein an meinem Plan ist die Art und Weise, wie ich mich präsentiere. Wenn die mich wahrnehmen als "fanatische Katzenliebhaberin" - was ich eh nicht bin, sorry - oder als "seltsame Ausländerin, die alles besser weiß und uns belehren will", dann habe ich verloren, denn dann werde ich nicht ernst genommen und kann niemanden überzeugen. Ich kann da auch nicht ankommen und für eine Abtreibung plädieren und das wäre es, wenn eine trächtige Katze kastriert werden soll. Im Freundeskreis hat man mir angeraten, die Finger von dem Tabuthema Abtreibung zu lassen und das sehe ich ein. Ich muss die Leute ja auf meine Seite ziehen. In Deutschland würde das ja auch nicht gut ankommen, wenn da ein Ausländer kommt und den Leuten sagt, dass sie alles falsch machen und er alles besser weiß usw. Also, mein erster Schritt in die Richtung ist sowieso die Kastration von Little Boy, damit ich ein Argument habe, dass ich nicht nur von anderen Hilfe möchte, sondern eben auch selbst was getan hab. Der zweite Schritt ist die Kastration der Mutterkatze, wofür ich bereits zwei Zusagen habe, dass die sich beteiligen. Der dritte Schritt ist, dass ich den Nachbarn mit dem Haus überzeuge, wo die Kitten jetzt sind. Spätestens wenn die Mutterkatze + Kitten in der Klinik sind, will ich dort ordentlich putzen, wofür ich eh seine Einverständnis brauche und in dem Gespräch will ich versuchen, ihn zu überzeugen, dass wir alle als Nachbarn ein bisschen mehr tun müssen. Der Typ ist hier ziemlich angesehen. Wenn ich es bei dem schaffen sollte, dann kann ich auch zu anderen gehen. So ungefähr sieht's aus.
Bei Little Boy hab ich Hoffnung, dass ich ihn gleich morgen früh einfangen kann. Ich habe mir ein pick-up organisiert (habe die Zusage, hoffentlich klappt das wirklich morgen ganz früh), weil mir - sorry, wenn ich hart klinge - keine Streunerkatze mehr ins eigene Auto kommt. Ich habe genug von Flöhen und anderen Sachen. Muss immer auch an meine eigenen Katzen denken. Es kann nicht sein, dass sie sich mit irgendwas anstecken und wieder mit Chemie behandelt werden müssen, nur weil ich hier die Retterin spielen will.
Das ist so ungefähr mein Plan. Alles noch am Anfang, aber zumindest Schritt und 1 und 2 stehen fest.
Ich glaube aber, die trächtige Nachbarskatze - falls sie denn trächtig ist und nicht nur fett von von meinem Futter :roll: - ist "verloren".
Also, wenn jemand noch Ideen hat oder Kritik oder so, ist alles willkommen.
Und danke immer fürs Mitlesen!