Liebe Claxx,
Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie man so etwas von den vielen Steinen putzen soll! Da kann man ja jeden einzeln in den Spüler tragen
So ungefähr mache ich das ja. Ich habe Handschuhe und ein Babykatzenklo. Da drin sammle ich die Steine + Kot einzeln mit der Hand, bringe sie zum Gulli am Straßenrand. Dort habe ich einen langen Gartenschlauch, Bürste und Allzweckreiniger. (Umweltschutz ist mir grad egal, die anderen waschen auch ihre Autos dort.) Und dort spüle ich sie dann ab. Wenn sie einigermaßen sauber sind, trage ich sie zurück und nehme andere. Das hab ich inzwischen 6 Mal gemacht, muss aber pausieren wegen der Sonne.
So viel wie heute habe ich noch nie im Leben in Scheiße rumgewühlt. Und ich kann es nicht netter ausdrücken, denn genau SO ist es. :shock:
Und ja, du hast vollkommen Recht: insbesondere heute bin ich nervlich sehr sehr an der Grenze, weil ich wetten könnte, dass kein anderer hier sowas machen würde. :twisted:
Aber das hört sich gerade so an, als ob ich das, was du schreibst, ins Lächerliche ziehen und dich nicht ernst nehmen würde und das stimmt nicht! Es gibt mir sehr zu denken, was du schreibst und irgendwie fühle ich auch, dass du in vielen Aspekten Recht hast. Einerseits denke ich, dass wir nicht wegschauen dürfen und wenn etwas gemacht werden muss, dann muss es eben gemacht werden. Und hätte ich den Kleinen schon vor einer Weile ein Katzenklo hingestellt, dann müsste ich jetzt nicht wie verrückt putzen. Andererseits hast du natürlich Recht: es nicht nicht wirklich meine Pflicht.
Und ja, es stimmt irgendwie auch, dass ich durch die Katzensituation ganz tief im Innersten schon sehr an der Grenze bin. Ich wälze nur noch Sorgen hin und her und kann auch mental und emotional nicht mehr richtig abschalten und mich davon erholen. Mir ist bewusst, dass ich das ändern muss, dass ich mich mehr distanzieren muss. Je länger ich drüber nachdenke, desto mehr glaube ich, dass dieses Gefühl oder auch die Herangehensweise an solche Situationen sehr viel von der eigenen Erfahrung und Know-how abhängen. Jemand, der sehr viel Erfahrung mit Katzen, Kittenaufzucht und auch
Tierschutz hat und eben sehr viel Wissen mitbringt, würde sich von derselben Situation nicht so sehr aus der Ruhe bringen lassen wie ich, da ich ja noch ein ziemlicher Neuling bin. Sicher, bei mir ist immer wieder Panik angesagt, weil ich oftmals nicht weiß, was zu tun ist und wie ich am besten eine Situation - wie z.B. die Katzenfamilie draußen - regeln kann und soll. Vielleicht verstricke ich mich dadurch auch in Nebenzweige, die nicht so wichtig sind, siehe Streit mit dem
Tierarzt oder auch die Putzaktion von heute. Natürlich geht da sehr viel - auch emotionale - Energie drauf, weil ich nicht routiniert bin und weil mir Probleme immer so groß vorkommen, wenn ich nicht weiß, wie ich sie lösen kann und am Ende kommt nicht besonders viel Output raus.
Ich verstehe also durchaus, was du meinst. Ich fühle mich oft aufgerieben anstatt es auch mal gelassener zu betrachten. Daran müsste ich mal arbeiten. Insofern wirklich danke für dein Posting, weil es mich schon wieder etwas zurechtrückt, indem ich darüber nachdenke. Was ich aber fragen wollte: Ist meine - sagen wir mal - Verfassung denn so deutlich rauszulesen?
Livi