Wenn ich zu dem ganzen Drama auch einen Gedanken äußere, werde ich mich ins Wespennest setzen. Warum nicht? Ich denke ja nur, daß es sein KÖNNTE, es gab vllt. von Anbeginn eine falsche Weichenstellung. Das weiß ich ja nicht, deshalb nur eine Mutmaßung:
Wenn ich nach einem Grundstück oder Haus suche, schaue ich mir ja lange alles an, also auch die Nachbarschaft und rede mit jedem, um sie kennenzulernen. Dann wird schnell klar, daß mein Zuzug für einige eine Belästigung darstellen wird, auch wenn das irrationale Bewertung ist, aber jede Beziehung ist ja immer auch irrational. Vor dem Kauf halte ich für wichtig, das gute Verhältnis aufzubauen, damit später solche Schwierigkeiten nicht entgleisen. Auch vorher darüber sprechen, welche Tiere man mitbringt und sich vergewissern, daß die anderen damit leben können. Die vielen möglichen Hindernisse könnte man frühzeitig bedenken und schon mal besprechen, denn im ersten Kennenlernen steckt ja noch die Chance für friedliches Miteinander.
Warum ich überhaupt davon rede, wo eh alles zu spät ist? FALLS es so sein sollte, daß da einiges hätte geschickter laufen können und z.B. der Ärger des Nachbarn über den Zuzug hätte erkannt und ernst genommen werden sollen, WÜRDE die Einsicht: "Ich habe mich nicht optimal auf die anderen eingestellt" die Emotionen heute etwas positiver beeinflussen. Der eigene sichere Standpunkt, NUR die anderen sind an allem schuld und selber hat man nie etwas getan, das zu forcieren, tut natürlich gut, ist aber meist nicht hilfreich. Klar gibt es psychisch Gestörte in dieser Welt, weit mehr als "Normale", und das Umfeld muß damit irgendwie klarkommen, aber reines Schwarzweiß gibt es seltener als man gern meint. Wenn ich meinen eigenen Anteil (an ungeschicktem Anfangsverhalten) erkennen könnte, falls das überhaupt zutrifft, würde das mein Denken und Verhalten JETZT verändern. Das hülfe, Magengeschwüren vorzubauen.