Auf der Suche nach einem guten Bio-Futter bin ich vor Kurzem auf "Terra-Pura" gestoßen. Laut deren Aussagen sind alle Inhaltsstoffe in reiner Bio-Qualität und ein hoher Anteil an Muskelfleisch, d.h. keine Schlachtabfälle, wie es auch in anderen Bio-Futtersorten bisweilen vorkommt. Keine synthetischen Vitaminzugaben, wenig Getreide, gute Futteranalyse. Dafür wäre ich dann auch gerne bereit, einen angemessenen Preis zu zahlen, der bei "Terra-Pura" mit 2,49€ pro 200g Dose ganz schön stolz ist. Na ja. Trotzdem bestellt, da ich von allen Aussagen auf der Website total begeistert war.
Leider entsprach keine der Dosen aus dem gemischten Sortiment dem, was die Firma verspricht. Beim Öffnen schlägt einem erstmal ein intensiver Geruch nach Möhren ins Gesicht. So sieht das Futter dann auch aus. Dazu noch ein auf den ersten Blick sehr hoher Reisanteil.
Meine Fellnasen saßen vor den Näpfen und starrten mich fassungslos an. Dann schlichen sie mit hängendem Schwanz aus der Küche. Das war´s.
Auenland-Konzept lief ähnlich, nur daß diese Firma noch mit Biofleisch wirbt, aber tatsächlich das Fleisch inzwischen aus konventioneller Haltung stammt, was ich persönlich noch dreister finde. Auf meine Nachfrage hin, meinten sie, daß es für die große Nachfrage nicht genug Biofleisch gäbe. Interessant.
So bleibe ich bei Vet-Concept, was sie anfangs zwar auch nicht mochten, aber nach und nach irgendwann akzeptierten. Jetzt fressen sie zumindest die Sorten Lamm, Herz und Leber und vor allem das Nierendiätfutter. (Haben beide eine CNI im Anfangsstadium).
Da meine beiden Jungs von der Züchterin nur an Trockenfutter gewöhnt waren, war es anfangs wirklich ein Kampf, die beiden umzustellen. Da Wilhelm außerdem trotz Trinkbrunnen und mehreren Wasserschalen nichts trank, habe ich anfangs das Trockenfutter erst mit ganz wenig Wasser vermischt und dann die Wassermenge langsam gesteigert. Doch es half nichts. Er bekam ständig Blasenentzündungen und Blasensteine. Schließlich kam es dann zur Penisamputation, was glücklicherweise gut verlaufen ist und ihm sehr viel mehr Lebensqualität geschenkt hat.
Dann bekam ich vom Tierarzt das RC Urinary als Nassfutter. Das akzeptierten sie dann, weil es auch so kleine Stückchen waren, wie im Trockenfutter. Das war erstmal ein kleiner Erfolg. Dann versuchte ich, auf ein hochwertigeres Naßfutter umzustellen und fand dann Kattovit sensitiv Protein, Sorte Lamm. Das mochte sie sehr gerne. Und damit war dann der Grundstein gelegt, endlich auf Grau, Mac`s und schließlich auf Vet-Concept umzustellen.
Dieser Prozeß hat insgesamt bestimmt zwei Jahre gedauert und mich unzählige Dosen Futter gekostet, die dann leider im Müll anstatt im Katzenmagen gelandet sind. Aber meine Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt.
Traurig ist einfach, daß viele Züchter oder Tierhalter allgemein, aus Bequemlichkeit und Kostengründen, oder einfach aus Unwissenheit, die Tiere im Kittenalter auf dieses Mistfutter prägen. (Wie hier auch schon erwähnt wurde). Das hat Wilhelm eine Penisamputation eingehandelt, weil er in den ersten Jahren patout kein Naßfutter angerührt hat und auch nichts trinken wollte.
Auf jeden Fall würde ich Dir raten, am Ball zu bleiben und das Trockenfutter langsam auszuschleichen. Möglicherweise kannst Du auch erstmal eine Naßfuttersorte füttern, die nicht unbedingt Premiumqulität hat. Das fressen Katzen oft lieber und die Akzeptanz für Naßfutter wird so erhöht. Danach ganz langsam auf Premiumfutter umsteigen. Oder halt auch barfen.
LG Malena