Das ist ja ein toller Thread!
Also, meine kürzlich verstorbene Luna wäre - ganz ihrem Namen gerecht - etwas wie Luna Lovegood: Herzlich, zart, intelligent aber manchmal etwas abgedreht und nicht ganz von dieser Welt. Sie war solidarisch und freundlich und schätzte seelische Verbundenheit über alles.
Was auch passt: Sie ist genauso fröhlich herumgehüpft wie ihre Namensgeberin aus Harry Potter, und ich glaube, sie konnte auch Thestrale sehen! Denn ihre Katzenmama ist vermutlich noch gestorben als Luna ein Baby war. Ihr Beruf wäre Künstlerin.
Meine Luna-Maus! So ein zartes, liebes, feinsinniges Wesen, ehrlich und direkt!
Nun zu unserer lieben Minnie, die zum Glück noch da ist:
Minnie wäre im Menschenleben wohl eine recht bodenständige, praktische Frau: Eine die schon weiß, wie man die Bohrmaschine ansetzt oder auch mal ein Haus abreißt. Sie wüsste auch gut zu kochen und hätte jedewede gute Idee, wo man reichlich nahrhaftes Essen herbekommt. Sie wäre eine sehr treue Partnerin und ihrer Familie, offenherzig, solidarisch und gradlinig zugetan, ohne ihre eigenen Bedürfnisse aus den Augen zu verlieren. Sie wäre niemals nachtragend, aber auch niemals unterwürfig. Sie wäre sportlich, auch bei Übergewicht und Fremden gegenüber hätte sie ganz eindeutige Zu- oder Abneigungen, wäre aber dennoch immer darauf aus, den Frieden zu wahren. Vermutlich wäre ihr Beruf Hausfrau und Mutter oder Köchin oder Herbergsmutter oder Bauunternehmerin. Ja, Bauunternehmerin passt, denke ich, am besten.
Jetzt zu meinem schon 2011 verstorbenen Kater Apollo, der fast 17 wurde: Er wäre ein intelligenter, aber aus früher Erfahrung heraus auch etwas misstrauischer Mann, der sich Kontakte wünscht, aber gleichzeitig sehr vorsichtig ist. Er hätte einen Beruf, der ihn unterwegs sein lässt, damit er wählen kann, wie nahe er jemandem kommt. Vielleicht wäre er ein im Namen seines Unternehmes reisender Ingenieur oder sogar auf Reisen um internationale Kontakte herzustellen, die er, weil er soziabel ist und intelligent, herstellen kann, ohne dass er selbst langfristig sich einlassen muss. Er wäre ein sehr freundlicher Zeitgenosse, aber immer vorsichtig. Es hätte lange gedauert, bis er Vertrauen fassen konnte, vor allem zu Frauen. Als Mensch wäre er sicherlich schon als Baby von seiner Mutter abgelehnt worden und gering geschätzt, hätte sich aber seine Zartheit und Emotionalität innen bewahrt. Deshalb wäre ihm die Männerwelt wiederum auch nicht so 100% gemäß, auch wenn er Männern besser vertrauen kann. Er hätte spät geheiratet, nachdem er lange mit seiner späteren Frau zusammen gelebt hat. Er wäre als alter Mann mit seinem Leben insgesamt sehr zufrieden gewesen, besonders mit seiner später selbst gewählten Familie. Einzig bedauert hätte er, seine emotionale Zurückhaltung auch dort niemals zu hundert Prozent abgelegt zu haben.
Das war jetzt lang.
Bald bekommen Minnie und wir einen neuen Mitbewohner ins Haus....wie er sich wohl entpuppt...er scheint uns sehr gut zu ihr zu passen, herzlich, bodenständig...mal sehen...
LG Seidenschnabel