Als weitere Beispiele werden dann Freilandkatzen und Streuner herrangezogen. Ich wage mal die These, dass Streuner und gezielt gezüchtete Hauskatzen kaum vergleichbar sind.
Mit dem weiteren Argumenten und der Übertragung auf uns Menschen z.B., wäre als Schlußfolgerung ja, dass jedes Einzelkind ein seelischer Krüppel ist. Es gibt auch bei uns Menschen Leute die sich ungern in Gruppen aufhalten und welche die es gerne machen - Thema Anthropophobie. Pauschal einem Tier ein Verhaltensmuster zuzuweisen halte ich für falsch.
Es gibt auch auf Grund von oben, keinen nachvollziehbaren Grund ein Kitten in Gruppen zu halten. Was soll eine unverträgliche Einzelkatze sein? Eine Katze die nicht mit anderen Katzen zusammen leben kann? Oh halt das haben wir Menschen auch, nennt sich Anthropophobie und wurde oben schon angesprochen.
Hat Dein Kitten denn die Wahl es sich auszusuchen? Ob es in der Gruppe oder einzeln leben will?
Nein, hat es nicht. Diese Entscheidung triffst DU für sie.
Ich habe in 15 Jahren Tierschutz genau eine Katze kennen gelernt die als Kitten in eine soziale Katzengruppe kam und als erwachsene Katze als Einzelkatze vermittelt wurde weil sie andere Katzen schlicht doof fand. Die geschätzten anderen 200 Kitten die ich in der Zeit kennen gelernt habe waren und bleiben alle sehr sozial und brauchten andere Latzen zum glücklich sein.
Im Gegenzug habe ich aber leider auch viele erwachsene Katzen kennen gelernt die erwachsen in den Tierschutz kamen weil sie durch die Einzelhaltung massive Störungen entwickelt haben. Von Wildpinkeln über Aggressivität Menschen gegenüber bis alle Tapeten von den Wänden holen war alles dabei.
Und nein, das ist keine Studie sondern schlicht die Erfahrung aus den letzten 15 Jahren wo von Tierheim bis Pflegestelle mit vielen Katzen die ganze Bandbreite dabei war.
Katzen sind nun mal keine Einzelgänger. Das kann sich nur der Mensch schön reden und ihnen diese Entscheidung abnehmen.
Zum Thema Trockenfutter: Ja, ich habe früher auch fast nur Trockenfutter gefüttert, da wusste ich es leider auch nicht besser. War dann ziemlich teuer beim Tierarzt als die Probleme kamen wie
Struvitsteine (incl OP ), Nierenprobleme etc.
Alleine die Erklärung das Katzen aus Wüstengegenden stammen (ursprünglich) und ihren Flüssigkeitsbedarf größtenteils aus der Nahrung ziehen reicht jemandem mit gesundem Menschenverstand aus um zu begreifen das Trockenfutter , welches durch das aufquellen dem Körper ja noch Wasser entzieht, nicht der richtige, sondern nur der bequeme Weg ist.