Diskussion über Tierschutzkatzen und Rassekatzen

  • Autor des Themas yodetta
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mennemaus

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Ich möchte mal meine Gedanken zur "Moral" formulieren.
Es wurde ja gesagt, es ist moralischer Tierschutzkatzen zu haben.

Ich stelle mal zwei Fälle dar.

Jemand adoptiert eine Tierheimkatze, leider ist sie im Wesen nicht nach seinen Vorstellungen.
Als die Sommerferien kommen, setzt er die Katze aus.

Jemand kauft Rassekatzen beim seriösen Züchter, regelmäßig unterstützt er das Tierheim mit Geldspenden und setzt sich für Katzenschutz ein.

Das sind jetzt nur Beispiele, die aber real existieren.

Wer hat mehr Moral gezeigt?
Ich finde es prima, dass es verschiedene Meinungen und Möglichkeiten gibt.

ich finde es gut, Katzen aus dem Tierheim zu adoptieren.
Allerdings wäre es noch viel besser, wenn es gar nicht viele Tierheimkatzen gäbe.
Dies wäre durch Kastrationspflicht und Kastration von Streunern zu verbessern.

Ich finde es gut, Katzen von seriösen Züchtern zu kaufen.
Es wäre doch jammerschade, wenn es keine Ragdolls, BkH, Oris, Bengalen und viele mehr gäbe.
Die Diskussion hier ist jetzt schon sehr lang und teilweise auch sehr emotional.

Ich habe mir einfach mal zwei Beiträge von Dorit herausgesucht, die mit gut gefallen und auf die ich antworten möchte:

ich finde es sehr wichtig, dass viel mehr dafür getan wird, dass es nicht so viele Katzen gibt, die im Tierheim landen. Durch eine Kastrationspflicht und Kastrationsaktionen bei wild lebenden Tieren oder bei (uneinsichtigen) Bauernhöfen und durch gezielte Aufklärung zum Thema Kastration (frühzeitig kastrieren, kastrierte Kater können in den ersten Wochen noch potent sein, weibliche Katzen müssen nicht für ihre körperliche Entwicklung einmal Junge gehabt haben, bevor sie kastriert werden...) könnte man da viel erreichen.

Die Zahl der freilebenden Katzen in Deutschland ist immens hoch
(siehe z.B. hier: Abgemagert und krank: Millionen Katzen leben auf der Straße) - die Tierheime kämpfen immer wieder darum, die vielen Kitten zu vermitteln, kranke Katzen zu versorgen und zu vermitteln und die Kosten für all das zu stemmen.

Jeder, der so eine Katze adoptiert, aber auch jeder, der die Tierheime, Pflegestellen oder Kastrationsaktionen unterstützt, tut damit sicherlich Gutes. Wichtig ist bei der Adoption einer Katze immer, dass man sich der Verantwortung bewusst ist, dass man für ihre Gesundheit und ihr Wohlergehen sorgt.

Ich selber habe zwei Rassekatzen, genauer gesagt, zwei Thai-Katzen (und auch einen nicht haarenden Rassehund, einen Soft Coated Wheaten Terrier). Dafür gibt es viele Gründe: ich reagiere auf diese Katzenrasse nicht allergisch, ich liebe den Charakter meiner Katzen und ich finde ihre blauen Augen wunderschön und mag ihre äußere Erscheinung.

Ich habe hier im Forum gelernt, dass es wichtig ist, auf eine gute Zucht zu achten und habe daher bei Peewee und Momo Thai-Katzen mit Papieren gekauft - habe zusätzlich aber großen Wert darauf gelegt, das ihr Wesen zu den schon vorhandenen Katzen/Hunden passte.

Weil mir aber auch die vielen Katzen wichtig sind, die als wildlebende Katzen oder als Tierheim-Katzen Hilfe brauchen, unterstütze ich so weit ich es kann, immer wieder mal den örtlichen Katzenschutz, das örtliche Tierheim (mit Geld-, Sach-, oder Futterspenden), aber auch den Tierschutz in anderen Ländern (z.B. Rumänien), ich habe Kastrationen für Wildkatzen bezahlt oder Geld an verschiedene Tierschutzvereine gespendet. Und ich habe mich schon seit ich ein Teenager war um Tiere in der Nachbarschaft gekümmert, die Hilfe brauchten.

Ich hatte übrigens sowohl bei Katzen als auch bei Hunden im Tierheim gesucht. Die passende Katze habe ich leider nicht gefunden, bezüglich der Anschaffung eines Hundes wurde mir vor vielen Jahren, als unsere Kinder noch klein waren, gesagt, man hätte für Leute mit kleinen Kindern keine Hunde (bei einem überfüllten Tierheim) und ein Hund, den ich aus dem Ausland über einen Tierschutzverein adoptiert hatte, kam hochgradig krank hier an und musste leider nach zwei Tierarztbesuchen eingeschläfert werden, weil sein Hüftknochen sich nach einem Unfall, den er noch im Ausland gehabt hatte, so entzündet war, dass er sich teilweise schon zersetzt hatte.
 
Zarina

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Ich hab hier mal kurz das Thema überflogen und möchte auch meinen Senf dazu geben. :p

Ich wollte ja nicht den gleichen Vermehrer Fehler 2 mal machen und hab deshalb von Anfang an nach Katzen in Not geschaut.
Bis irgendwann Zara "gepostet" wurde und ich Schockverliebt war. :love:

Dann kam dazu das ich auch den gleichen Fehler der Alleinhaltung (besonders bei einem Vollzeitjob) nicht nochmal machen wollte.
Da ich mich in Zara eh schon verliebt hatte, war die Optik etc. bei der Zweitkatze gar nicht mehr so wichtig...
Ich hätte fast gesagt schickt mir einfach ne passende Freundin dazu. Hauptsache sie schlagen sich net die Köppe ein.
Dann hatte ich 2 zur Auswahl. Naja Nerina war dann halt auch schwarz...Gar nicht mehr so genau alles gelesen und einfach gesagt. Jo gib mir die, die is halt auch schwarz....:ROFLMAO:

Im Nachhinein hatte ich dann erfahren, dass gerade schwarze Katzen wohl unheimlich lange bleiben...weil nicht fotogen genug usw....So ein Quatsch....

Interessanterweise hat Nerinas Menschenliebe sie von der Straße geholt...eigentlich waren alle Plätze restlos überfüllt und sie sollte nach der Kastration wieder zurück...aber sie war so anhänglich...Das ist sie immernoch. Auch in DE. :)
 
C

Conny 81

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Die Diskussion hier ist jetzt schon sehr lang und teilweise auch sehr emotional.

Ich habe mir einfach mal zwei Beiträge von Dorit herausgesucht, die mit gut gefallen und auf die ich antworten möchte:

ich finde es sehr wichtig, dass viel mehr dafür getan wird, dass es nicht so viele Katzen gibt, die im Tierheim landen. Durch eine Kastrationspflicht und Kastrationsaktionen bei wild lebenden Tieren oder bei (uneinsichtigen) Bauernhöfen und durch gezielte Aufklärung zum Thema Kastration (frühzeitig kastrieren, kastrierte Kater können in den ersten Wochen noch potent sein, weibliche Katzen müssen nicht für ihre körperliche Entwicklung einmal Junge gehabt haben, bevor sie kastriert werden...) könnte man da viel erreichen.

Die Zahl der freilebenden Katzen in Deutschland ist immens hoch (siehe z.B. hier: Abgemagert und krank: Millionen Katzen leben auf der Straße) - die Tierheime kämpfen immer wieder darum, die vielen Kitten zu vermitteln, kranke Katzen zu versorgen und zu vermitteln und die Kosten für all das zu stemmen.

Jeder, der so eine Katze adoptiert, aber auch jeder, der die Tierheime, Pflegestellen oder Kastrationsaktionen unterstützt, tut damit sicherlich Gutes. Wichtig ist bei der Adoption einer Katze immer, dass man sich der Verantwortung bewusst ist, dass man für ihre Gesundheit und ihr Wohlergehen sorgt.

Ich selber habe zwei Rassekatzen, genauer gesagt, zwei Thai-Katzen (und auch einen nicht haarenden Rassehund, einen Soft Coated Wheaten Terrier). Dafür gibt es viele Gründe: ich reagiere auf diese Katzenrasse nicht allergisch, ich liebe den Charakter meiner Katzen und ich finde ihre blauen Augen wunderschön und mag ihre äußere Erscheinung.

Ich habe hier im Forum gelernt, dass es wichtig ist, auf eine gute Zucht zu achten und habe daher bei Peewee und Momo Thai-Katzen mit Papieren gekauft - habe zusätzlich aber großen Wert darauf gelegt, das ihr Wesen zu den schon vorhandenen Katzen/Hunden passte.

Weil mir aber auch die vielen Katzen wichtig sind, die als wildlebende Katzen oder als Tierheim-Katzen Hilfe brauchen, unterstütze ich so weit ich es kann, immer wieder mal den örtlichen Katzenschutz, das örtliche Tierheim (mit Geld-, Sach-, oder Futterspenden), aber auch den Tierschutz in anderen Ländern (z.B. Rumänien), ich habe Kastrationen für Wildkatzen bezahlt oder Geld an verschiedene Tierschutzvereine gespendet. Und ich habe mich schon seit ich ein Teenager war um Tiere in der Nachbarschaft gekümmert, die Hilfe brauchten.

Ich hatte übrigens sowohl bei Katzen als auch bei Hunden im Tierheim gesucht. Die passende Katze habe ich leider nicht gefunden, bezüglich der Anschaffung eines Hundes wurde mir vor vielen Jahren, als unsere Kinder noch klein waren, gesagt, man hätte für Leute mit kleinen Kindern keine Hunde (bei einem überfüllten Tierheim) und ein Hund, den ich aus dem Ausland über einen Tierschutzverein adoptiert hatte, kam hochgradig krank hier an und musste leider nach zwei Tierarztbesuchen eingeschläfert werden, weil sein Hüftknochen sich nach einem Unfall, den er noch im Ausland gehabt hatte, so entzündet war, das er sich teilweise schon zersetzt hatte.
Ich finde das ist wirklich der beste Ansatz und damit hilfst du viel mehr als viele andere
 
Strexe

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Hallo saurier, ich möchte nur auf diese zwei Punkte eingehen, entschuldige die Kürzung des Zitates.
Das Zitat ist in der Tat etwas unglücklich gekürzt, denn es liest sich so, als handele es sich dabei um sauriers Meinung.


Ich habe zu meinen Auslandstierschutzkatzen Katzen aus einer seriösen Vereinszucht vergesellschaftet. Zum einen, weil ich die Orientalen schon immer faszinierend fand und zum anderen, weil die Katzen u.a. aufgrund ihrer Herkunft sehr gut sozialisiert und gesellig sind. Ich versprach mir eine leichtere Zusammenführung. Wäre diese schief gelaufen, hätte die Züchterin die Katzen wieder zurück genommen. Gute heimische Tierschutzvereine und Tierheime können ebenfalls die Katzen wieder zurücknehmen, da sich Tierschutzkatzen schon mal zu kleinen charakterlichen Wundertüten entwickeln können. Adoptiert man Tiere aus dem Ausland direkt, wird es schwierig, wenn die Zusammenführung überhaupt nicht funktioniert. Ich habe also mit den Orientalen den einfachen Weg gewählt und mir zusätzlich einen Wunsch erfüllt.

Ob die Orientalen nun Tierschutzkatzen den Platz hier weggenommen haben? Mmhm? Vielleicht hätte ich es mit einem vermeintlich sehr sozialen Kater aus dem TS mit Rückgabeversicherung versucht, weil ich hier ein leichtes Kater-Katze-Problem hatte. Sicher ist das aber nicht.
 
Linvita

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Ob die Orientalen nun Tierschutzkatzen den Platz hier weggenommen haben? Mmhm? Vielleicht hätte ich es mit einem vermeintlich sehr sozialen Kater aus dem TS mit Rückgabeversicherung versucht, weil ich hier ein leichtes Kater-Katze-Problem hatte. Sicher ist das aber nicht.
Ich finde von diesem Gedanken sollte man sich sowieso verabschieden. Verdient hat jede Katze ein Heim, auch die die das Glück hatten wohl behütet und in den Händen eines guten Züchters aufzuwachsen. Und es gibt genügend Leute die nur von Katzen einer Rasse begeistert sind, entsprechend bei Abwesenheit einer solchen Rasse nicht einmal Katzen halten würden. Ist doch bei Hunden auch nicht anders. Jemand der ausschließlich auf Dackel abfährt wird sich auch keinen Rottweiler zulegen nur weil es erstere Rasse nicht mehr gibt.
 
WinstonvonWensin

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Dennoch wirkt auf mich jeder Beitrag von Rassekatzenbesitzer als Rechtfertigung, dass man sich für Rasse entschieden hat. Man erklärt sich warum wieso und weshalb mich eingeschlossen! Das kann nicht sein!

lg
Verena
 
bertiundsine

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yodetta

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Niemand muss sich hier rechtfertigen, weil er sich für eine Rassekatze entschieden hat.
Doch, für mich fühlt es sich eben wegen der Ausdrucksweise so an.

"Ich persönlich ziehe es vor die armen Seelen aus dem Tierheim zu retten. "

"Rassekatzen haben eh ein schönes Zuhause "

Wie komme ich jetzt also auf die Idee mich rechtfertigen zu müssen?
Liegt das wirklich nicht auf der Hand?
 
Strexe

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Eigentlich war es von mir als Erklärung, warum ich Zuchtkatzen habe, gedacht und nicht als Rechtfertigung. Vielleicht habe ich mich zu vorsichtig ausgedrückt?

Ich lasse mir weder meine Zuchtkatzen noch meine Katzen aus dem Ausland madig machen. Solche Beiträge überlese ich einfach. Früher hatten wir Katzen von der Straße, vom Hinterhof, vom Tierheim und dafür haben wir auch keinen Blumentopf gewonnen. Für mich ist wichtig, dass wir keine Vermehrer unterstützt und uns vor der Anschaffung informiert haben - egal ob Rasse- oder Tierschutzkatze.
 
Noira

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Bei mir war es all die Jahre gemischt, ich hatte sowohl bei Katze als auch bei Hund Rassetiere und Mixe und beides nie bereut.
Ich gebe auch ganz offen zu, daß der Anziehungsfaktor immer eine wesentliche Rolle gespielt hat, also irgendeinen "Draht" zum Tier. Helfen würde ich je nach Möglichkeiten jedem Tier, dennoch hätte ich mir zb nie vorstellen können, einer Nacktkatze ein dauerhaftes Heim zu geben, da es vom Faible her einfach nicht geht bzw paßt.
Manchmal habe ich ganz unkonventionell gewählt... damals suchte ich nach einer Partnerin für meinen Kater (dachte damals auch, Kater und Katze sei optimal 😉) und hörte von einer Züchterin (wußte es damals nicht besser), die als Ziel rote Tiger hatte (Liebhaberei).
Ich rief an und sagte, sie solle mir die mit am meisten Weiß reservieren, da mir Harlekins sehr gefielen und ich bekam eine weiß rote Tigerin mit einem wundervollen Wesen, die ich zuvor nie gesehen bzw besucht hatte.
Meine Entscheidungen für ein Rassetier sind ebenso oft aus dem Bauch heraus gefallen... so nach dem Motto "kam, sah und siegte".
Mich in irgendeiner Weise dafür rechtfertigen zu müssen, habe ich nie eingesehen, auch nicht gegenüber den Verfechtern der ausschließlichen Tierheim oder Tierschutz Auswahlen. Im Normalfall lebe ich mit Hund oder Katze mindestens 10 und mehr Jahre, da behalte ich mir auch eine "tierische Partnerwahl" vor.
 
bertiundsine

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Doch, für mich fühlt es sich eben wegen der Ausdrucksweise so an.

"Ich persönlich ziehe es vor die armen Seelen aus dem Tierheim zu retten. "

"Rassekatzen haben eh ein schönes Zuhause "
Du willst es so lesen also sei es so. Wer sich auf den Schlips getreten fühlen will, der fühle sich auf den Schlips getreten. Ich hätte ja auch Grund dazu, weil man mir unterstellt, bewußt etwas böswilliges in Richtung Rassekatzenhalter gepostet zu haben. Das macht mich ziemlich betroffen um ehrlich zu sein.
Eines zumindest ist sicher, das Thema polarisiert extrem. Schade finde ich auch, das @Lady of Camster nichts mehr zum Thema beiträgt.
Wie gesagt ich ziehe mir diesen Schuh hier nicht an und weiß nun auch, was ich mir selbst nicht mehr zumuten werde. No offence made aber wie hier schon bemerkt wurde wir drehen uns im Kreise.
In diesem Sinne wünsche ich denen die dranbleiben eine schöne und hoffentlich entpanntere Weiterdiskusion.
 
yodetta

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Ich verstehe gerade die Welt nicht mehr.
Diese Sätze habe ich mir nicht ausgedacht, sie wurden doch so geschrieben.
Also das ist nichts, was ich so lesen möchte.

Lady of Camster war seit Sonntag nicht mehr online.
 
claudiskatzis

claudiskatzis

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Och Leute....
der/die eine mag weiße, rote oder mehrfarbige..., langbeinige, kompakte, laute oder leise, aktive oder gemütliche, wuschelige oder kurzhaarige.... usw.
Es gibt mehrere Lager hier und es sei doch jedem selbst überlassen welche Katze es sein soll. Ob nun TS oder von einem guten Züchter.
Deswegen ist keiner von uns besser oder schlechter... Einig sind wir uns auf jeden Fall doch das kastration ein Weg ist um das Elend vieler Katzen ( damit meine ich auch die , die von vermeintlichen Züchtern, Vermehren und auch die TS Katzen) zu verringern.
UND jeder gibt sein Bestes den Tierchen ein gutes Zuhause zu bieten.
 
Vitellia

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Ich denke, das ist hier oft mal wieder ein Sender- und Empfänger-Problem. Dinge werden so aufgefasst wie sie vielleicht gar nicht gemeint sind.

Vor einiger Zeit meinte jemand z. B. dass er/sie unbeschränkten Freigang für verantwortungslos hält und Katzen allerhöchstens in den gesicherten Freigang lassen würde. Jetzt kann ich mich dadurch als jemand, der unbeschränkten Freigang bietet, auf den Schlips getreten und mich bemüßigt fühlen, mich zu rechtfertigen und mich an dieser einen Aussage aufhängen, obwohl zig andere z. B. sagen, dass sie Wohnungshaltung zwar vorziehen (weil Freigang sie zu viel Nerven kostet, sie schlimme Erfahrungen gemacht haben usw.), sie Freigang aber per se nicht schlecht finden.

Ich kann es aber auch bleiben lassen. (Gilt natürlich umgekehrt auch, wenn Wohnungshaltung kritisiert wird).

Vielleicht noch meine Beweggründe erklären, warum ich Freigang (in der passenden Lage!) für optimaler halte und Argumente pro und contra austauschen, aber dann ist auch gut. Ich muss eine anderslautende Meinung nicht immer gleich persönlich nehmen.

Hier sagt die Mehrheit (der TS-Verfechter) doch auch: Ich würde am ehesten TS-Katzen nehmen (was erst einmal nur eine persönliche Präferenz ist und nicht die Handlungen anderer wertet), aber wenn man das, warum auch immer, nicht möchte, dann doch bitte Katzen von einem seriösen Züchter (und eben nicht vom Vermehrer).
Was ist an dieser Aussage jetzt so schlimm oder angreifend?

Aber derartige Beiträge werden irgendwie schneller ignoriert hab ich das Gefühl ...
 
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yodetta

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Jau Claudi, in den von Dir aufgeführten Punkten sind wir uns sicher einig.

In den von mir angesprochen Punkten nicht und ich würde das gern ausdiskutieren.
Wenn das nicht möglich ist, habe ich Pech gehabt, aber in dem Fall wäre es mir wichtig gewesen.

@Vitellia
Okay, Du gehst mit verschiedenen Themen so um, wie Du es jetzt beschrieben hast.
Prima.
Kannst Du so machen.
Ich handhabe es anders.
Ich diskutiere auch (emotional) gern, bis man es nebeneinander stehen lassen kann, so dass niemand verletzt zurück bleibt.
 
Emil

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Wenn das, was da steht, für euch nicht unethisch klingt... für mich tut es das. Züchter züchten kranke Tiere, Züchter prellen Käufen mit Wucherzahlungen, Züchter haben keine Ahnung von Genetik, Züchter setzen nicht gesunde Tiere aufeinander.

Ich würde die entsprechenden Beiträge im Gegensatz zu Dir so interpretieren, dass damit NUR die eben nicht seriösen Züchter gemeint sind. Ein seriöser Züchter züchtet weder kranke Tiere noch nimmt er in meinen Augen Wucherzahlungen. Und ich gehe auch davon aus, dass bei einem guten Züchter umfassendes Wissen über Genetik etc. vorliegt.
 
Stefanie-

Stefanie-

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Ich gebe @saurier und @yodetta absolut recht.
Interpretieren hin oder her, es gab zumindest zwei Beiträge, die Züchter allgemein angegriffen haben.
Und darauf sollte man dann auch antworten dürfen.

Ich finde die Diskussion gut, denn durch die vielen kontroversen Beiträge wurde doch auch klar, dass es eben wichtig ist zu differenzieren.
Eben in Vermehrer bzw. schlechte Züchter, denen die Gesundheit der Tiere egal ist.
Und in gute, seriöse Züchter, denen das Wohl und die Gesundheit der Tiere am Herzen liegt.

Und ich denke doch, wir alle sind uns einig, dass es für verantwortungsvolle Katzenhalter zwei Möglichkeiten gibt.
Entweder man kauft beim seriösen Züchter, oder man nimmt Tierschutztiere auf.

Es gibt ja unter uns sogar sehr viele, die da auch gar nicht festgelegt sind, sondern für die beides in Frage kommt.
 
Pinoi_mum

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Doch, für mich fühlt es sich eben wegen der Ausdrucksweise so an.

"Ich persönlich ziehe es vor die armen Seelen aus dem Tierheim zu retten. "

"Rassekatzen haben eh ein schönes Zuhause "

Wie komme ich jetzt also auf die Idee mich rechtfertigen zu müssen?
Liegt das wirklich nicht auf der Hand?
Nein.
Ich weiß nicht, warum du dich hier rechtfertigen zu müsstest.
Rassekatzen vom Züchter haben sicher den besseren Start ins Leben als irgend ein Mülldeponie- oder Straßenkitten. Und dann???
Danach haben sie genauso ein Anrecht auf ein gutes Zuhause.
M.E. kein Rechtfertigungsbedarf.

Über die seltsamen Vorwürfe an seriöse Züchter habe ich damit nichts gesagt. Das wäre eine andere Diskussion wert
 
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Ich verstehe gerade die Welt nicht mehr.
Diese Sätze habe ich mir nicht ausgedacht, sie wurden doch so geschrieben.
Also das ist nichts, was ich so lesen möchte.
Aber in gewisser Hinsicht werden hier einige Beiträge sehr gezielt und gewollt negativ verstanden. So wirkt es zumindest. Die stellen die du eben raus zitiert hast kommen aus Posts die gleichzeitig sehr eindeutig betont haben, dass der Poster kein Problem mit Rassekatzen und deren Besitz hat.
Warum man an der Aussage "Rassekatzen kommen aus einem schönen Heim, wo sie im Falle einer nicht-adoption auch bleiben dürfen (wir sprechen ja von seriösen Züchtern) und sind demnach nicht so bedürftig wie Tierheimkatzen" etwas negativ interpretieren muss kann und will sich mir nicht erschließen. Genauso wie ich nicht begreife was an "Ich persönlich ziehe es vor die armen Seelen aus dem Tierheim zu retten. " ein Problem sein soll. Tiere in Tierheimen sind nun einmal in der Regel ärmer dran als Rassekatzen, oder willst du das jetzt bestreiten? Wir nennen sie doch nicht umsonst Notfellchen. Es geht dabei um Katzen in Not.
 
Vitellia

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Ich diskutiere auch (emotional) gern, bis man es nebeneinander stehen lassen kann, so dass niemand verletzt zurück bleibt.
Das wird halt nur dann schwierig, wenn sich das Gegenüber auf Deibel komm raus verletzt fühlen möchte, obwohl das nie die Intention der "Gegenseite" war. Denn dann hat man im Extremfall das Gefühl, dass es ohnehin egal ist, was man schreibt, weil es sowieso ungünstig ausgelegt wird.

Ansonsten schließe ich mich @Linvita s Beitrag an.
 

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