dann werfe ich jetzt nochmal was provokantes in den Raum:
Wir nahmen sie mit, und merkten schnell dass sie komplett anders war, als unsere liebe, aber bei Fremden sehr scheue Sternenkatze.
Sie war ruhig und gemütlich, und folgte mir wie ein Hündchen.
Ja, viele Rassekatzen sind so gezüchtet, dass sie menschlichen Ansprüchen gerecht werden: Angenehmes Wesen, zutraulich, sozial, verschmust, hübsch anzusehen und anderes. Die verständlichen Wünsche des Durchschnittkunden halt. Züchtung ist ja immer ein optimieren auf menschliche Ansprüche hin, egal ob in der Nutztier- oder Haustierzucht.
Das eigentliche Wesen einer Katze: freiheitsliebend, unabhängig, kratzbürstig, unberechenbar, eigenständig ist nicht immer verbrauchertauglich, schon gleich nicht, wenn sie auch noch gewöhnlich aussieht. Beim Züchter kauft der Kunde ein einigermaßen kalkulierbar ,,designtes" Tier. Im Tierheim bekommt er die Katze im Sack oder, wenn er sich darauf einläßt sogar einen Problemfall. Das ist zumindest die Vorstellung bei vielen Menschen die sich auch bewahrheiten kann (aber nicht muss).
Eine Katze, die sich nicht gern anfassen lässt, gerne herumstromert und dem Menschen zumeist die kalte Schulter zeigt, wollen viele eben nicht haben. Erstrecht nicht wenn sie richtig schwer zu händeln ist.
Ich mag alle Katzen aber die im Wesen unabhängigen ,,Freigeister", imponieren mir persönlich am meisten. Aber das ist nur meine Vorliebe.
Dass ich meine oben stehenden Gedanken nicht auf alle Menschen (und Katzen) zutreffend verstanden wissen will, möchte ich auch noch betonen. Es handelt sich lediglich um meine Gedanken, die können subjektiv oder objektiv betrachtet, auch völlig abwegig sein.
Aber das sind ja eben die Situationen, wo man nicht so die Wahl hat. Ich meine wirklich Situationen wo man quasi mehrere Katzen vor sich sitzen hat, sagen wir 10 Katzen, 5 Rassekatzen, 5 Tierschutzkatzen. Wonach entscheidet man denn dann wenn nicht nach Aussehen oder Charakter? Ene-Mene-Muh?
Man hat immer die Wahl, weil man sich immer auch für ein anderes Tier entscheiden könnte. Nebeneinander sitzen müssen sie dafür nicht. Ich glaube in den meisten Fällen entscheidet das Auge..manchmal auch das Verhalten beim ersten Kontakt..Es gibt aber auch immer Ausnahmen.
Und vor allem hat man bei Tierheimkatzen eben ein gewisses Gesundheitsrisiko, dass man bei Katzen vom seriösen Züchter weniger hat.
Ich hätte dazu wirklich gerne mal eine wirklich valide Quelle, die weder aus dem Umfeld von Züchtern noch aus dem von Adoptdontshop-Verfechtern stammt und zeitlich aktuell ist. Was ist eigentlich genau dieses Gesundheitsrisiko? Geht es da um Prädispositionen genetischer Natur? Jede Katze kann im Laufe ihres Lebens krank werden. Aufgrund der Gene, aufgrund von Haltungsfehlern, durch Unfälle u.s.w. Und wie ist das eigentlich mit den prozentualen Größenverhältnissen Zuchtkatze/Lastrami, den Arten der Erkrankungen? Nur mal interessehalber. Ich kann natürlich gern selbst recherchieren, wenn ich nachher dazu komme.