Diskussion über Tierschutzkatzen und Rassekatzen

Diskutiere Diskussion über Tierschutzkatzen und Rassekatzen im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Ich vermute, dass die Entscheidung auf meine Jungs fiel, weil diese bereits 1 Jahr im Tierheim saßen und Kuhkatzen zu dieser Zeit schwer...
  • Diskussion über Tierschutzkatzen und Rassekatzen Beitrag #161
Ja gut, da hast du die Wahl jemand anderes überlassen. Ist halt die Frage nach welchen Kriterien sie dann entschieden haben.

Ich vermute, dass die Entscheidung auf meine Jungs fiel, weil diese bereits 1 Jahr im Tierheim saßen und Kuhkatzen zu dieser Zeit schwer vermittelbar waren. Komischerweise war das schon zwei Jahre später völlig anders. Da gingen die Kuhkatzen weg wie warme Semmeln. Dafür saßen unzählige Tiger sehr lange im Heim fest.
 
  • Diskussion über Tierschutzkatzen und Rassekatzen

Anzeige

  • Diskussion über Tierschutzkatzen und Rassekatzen Beitrag #162
Es wird eine blonde, blauäugige Frau mit einem blonden, blauäugigen Mann zusammen in einen Raum gesperrt, in der Hoffnung, daß die Kinder noch hellblonder werden und die Augen so richtig meerblau.
Es wird eine Frau mit schwarzen Kraushaaren und dunklen Augen mit einem ebensolchen Mann zusammen in einen Raum gesperrt, in der Hoffnung, daß die Kinder noch krausigere Haare bekommen und richtig tiefschwarze Augen.
Genau DAS macht der Katzenzüchter.
Es geht in einer Zucht nicht nur um äußerliche Merkmale. Auch gesundheitliche und charakterlich rassetypische Aspekte und Eigenschaften spielen eine bedeutende Rolle und gehören zum Zuchtziel. Sonst würde einen Züchter nichts vom Vermehrer unterscheiden. Bei einem Zuchtziel geht es um mehr als "hübsch".
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Diskussion über Tierschutzkatzen und Rassekatzen Beitrag #163
Und genau das ist in meinen Augen der springende Punkt. In einer idealen Welt wären die Tierheime leer und Leute würden ihre Tiere nur noch über seriöse Züchter erwerben. Auch die Wald-und-Wiesen Katzen wie sie hier gerne genannt werden, die in den meisten Fällen dem Phänotyp der EKH entsprechen. In einer solchen Welt leben wir aber leider nicht, weshalb es immer Tiere geben wird, die durch willkürliche Verpaarungen, unkastrierte Streuner und unglückliche Lebensumstände im Tierheim landen. Und diesen Tieren tut man, ganz unbestreitbar, einen Gefallen mit der Adoption. Entsprechend greifen die oben genannten Punkten nur eingeschränkt. Man tut etwas Gutes, oft auch unabhängig der eigenen Vorlieben und Ansprüche die man vielleicht eigentlich an sein Haustier stellt. Gleichzeitig unterstützt man mit der Adoptionsprämie Einrichtungen die ebenfalls gutes tun.
Ja nur ich finde das muss jeder für sich selbst entscheiden. Und ich finde nicht, dass man jemanden verurteilen darf, nur weil er seine eigenen Ansprüche über die Moral stellt.
Und vor allem hat man bei Tierheimkatzen eben ein gewisses Gesundheitsrisiko, dass man bei Katzen vom seriösen Züchter weniger hat.
In einer idealen Welt handeln Menschen vielleicht nach dem Maßstab, dass sie das moralisch richtige tun, aber in unserer Welt handeln halt viele Menschen in erster Linie eben im Sinne ihrer eigenen Interessen. Und diese Interessen werden durch Zuchtkatzen teilweise eben besser bedient als durch Tierschutzkatzen.
 
  • Diskussion über Tierschutzkatzen und Rassekatzen Beitrag #164
Ja gut, da hast du die Wahl jemand anderes überlassen. Ist halt die Frage nach welchen Kriterien sie dann entschieden haben.
Dann hätten wir als Auswahlkriterien also bisher:
- Gesundheit
- Optik
- Charakter
- Fremdentscheidung
- Verfügbarkeit der Wunschkatze (nach Steffis Beispiel)

Abgesehen von dem Punkt Fremdentscheidung sind das auch alles Punkte, die für mich sogar eher Pro Katzenzucht sprechen als Contra Zucht. Denn bei einem Züchter kann ich noch am ehesten sicher sein, dass die Kriterien erfüllt werden als im Tierschutz, zumindest wenn ich konkrete Ansprüche habe, wie die Katze sein soll.

Ich finde, das kann man so pauschal nicht sagen. Bei uns wären die Anforderungen für eine Drittkatze z. B. "Sozial und verträglich mit Artgenossen" - das findet man wohl sowohl bei Züchtern als auch im Tierschutz - und "möglichst straßenerfahren / Freigangs-tauglich" - da würde ich dann aufgrund meiner Erfahrungen mit unseren beiden jetzt tatsächlich eher nach ehemaligen Straßenkatzen schauen. Meine Interessen werden also eher durch Tierschutz-Katzen bedient.

Die meisten der o. g. Punkte sprechen für mich also weder für noch gegen Zucht (außer der Punkt mit der Gesundheit. Da sehe ich ein, dass das Risiko bei Katzen aus seriöser Zucht tatsächlich geringer ist als bei Katzen aus dem Tierschutz)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Diskussion über Tierschutzkatzen und Rassekatzen Beitrag #165
Ja nur ich finde das muss jeder für sich selbst entscheiden. Und ich finde nicht, dass man jemanden verurteilen darf, nur weil er seine eigenen Ansprüche über die Moral stellt.
Und vor allem hat man bei Tierheimkatzen eben ein gewisses Gesundheitsrisiko, dass man bei Katzen vom seriösen Züchter weniger hat.
In einer idealen Welt handeln Menschen vielleicht nach dem Maßstab, dass sie das moralisch richtige tun, aber in unserer Welt handeln halt viele Menschen in erster Linie eben im Sinne ihrer eigenen Interessen. Und diese Interessen werden durch Zuchtkatzen teilweise eben besser bedient als durch Tierschutzkatzen.
Genau, dass kann ich auch absolut so unterschreiben. Meine ersten Katzen waren beide Rassetiere, weil ich keine Wundertüte kaufen und genaue Vorstellungen gegenüber meiner ersten beiden Katzen hatte. Mein neuer Kater jetzt kommt aus dem Tierschutz, sogar aus dem Ausland, weshalb ich ihn vor der Adoption nicht mal kennenlernen durfte. Es kommt auf Lebensumstände, persönliche Erwartungen und viele, viele andere Aspekte an. Wie beim Erwerb eines jeden Tieres. Und in die sollte einem auch niemand hineinquatschen, solange man seine Entscheidung verantwortungsbewusst trifft.
 
  • Diskussion über Tierschutzkatzen und Rassekatzen Beitrag #166
Es wird eine blonde, blauäugige Frau mit einem blonden, blauäugigen Mann zusammen in einen Raum gesperrt, in der Hoffnung, daß die Kinder noch hellblonder werden und die Augen so richtig meerblau.
Es wird eine Frau mit schwarzen Kraushaaren und dunklen Augen mit einem ebensolchen Mann zusammen in einen Raum gesperrt, in der Hoffnung, daß die Kinder noch krausigere Haare bekommen und richtig tiefschwarze Augen.
Genau DAS macht der Katzenzüchter.
Stimmt. Der Unterschied zu Menschen ist eben, dass hier Fortpflanzung bewusst herbeigeführt wird und die Katze kein Mitspracherecht hat. In der Menschenwelt wäre das unter Umständen Vergewaltigung aber einen solchen Strafbestand gibt es meines Wissens im Tierreich nicht, daher ist das Argument des Zwangs hier völlig unerheblich, da man hier Mensch und Tier nicht vergleichen kann.
 
  • Diskussion über Tierschutzkatzen und Rassekatzen Beitrag #167
Stimmt. Der Unterschied zu Menschen ist eben, dass hier Fortpflanzung bewusst herbeigeführt wird und die Katze kein Mitspracherecht hat. In der Menschenwelt wäre das unter Umständen Vergewaltigung aber einen solchen Strafbestand gibt es meines Wissens im Tierreich nicht, daher ist das Argument des Zwangs hier völlig unerheblich, da man hier Mensch und Tier nicht vergleichen kann.
Der Vergleich zum Menschen hinkt sowieso auf ganzer Ebene. Menschen treffen bewusst Entscheidungen was ihren Lebenspartner und mögliche Kinder angeht. Eine rollige Katze hingegen ist Opfer ihrer Biologie und würde sich von jedem potenten Kater decken lassen. Da kann man ihr durchaus einen Gefallen tun und das ganze in möglichst geregeltem Umfeld mit möglichst besten, gesundheitliche Voraussetzungen geschehen lassen.
 
  • Diskussion über Tierschutzkatzen und Rassekatzen Beitrag #168
Ich finde, das kann man so pauschal nicht sagen. Bei uns wären die Anforderungen für eine Drittkatze z. B. "Sozial und verträglich mit Artgenossen" - das findet man wohl sowohl bei Züchtern als auch im Tierschutz - und "möglichst straßenerfahren / Freigangs-tauglich" - da würde ich dann aufgrund meiner Erfahrungen mit unseren beiden jetzt tatsächlich eher nach ehemaligen Straßenkatzen schauen.

Die meisten der o. g. Punkte sprechen für mich also weder für noch gegen Zucht (außer der Punkt mit der Gesundheit. Da sehe ich ein, dass das Risiko bei Katzen aus seriöser Zucht tatsächlich geringer ist als bei Katzen aus dem Tierschutz)
@Vitellia darum ja auch die Aussage BISHER. Das waren die Gründe die zu dem Zeitpunkt aufgezählt wurden, nach welchen Kriterien man sich für oder gegen Katzen entscheiden kann. Das war auch keine Pauschalisierung das war eine Schlussfolgerung aus der bisherigen Diskussion.

Und ich finde schon, wenn ein Neukatzenbesitzer unbedingt einen bestimmten Charakterzug oder eine bestimmte Fellfarbe bevorzugt, wäre das ein Grund eher beim Züchter zu gucken als im Tierschutz. Wenn ich z.B. sage ich möchte eine Katze mit einer ganz bestimmten Fellzeichnung dann würde ich zuallererst nach Rassekatzen suchen, bei denen diese Fellfarbe häufiger auftritt. Und dann einen Züchter suchen, der Katzen mit genau dieser Fellfarbe verpaart.
 
  • Diskussion über Tierschutzkatzen und Rassekatzen Beitrag #169
In den Raum kommen nur Freiwillige...
Mir ging es darum, daß bei der Katzenzucht nicht in erster Linie gesundes auf gesundes Tier gesetzt wird.
@Julia01: Vielleicht verstehtst Du es nicht, vielleicht willst Du es nicht verstehen.
Die Rassekatzen, die heute auf dem Markt sind, wären so nie entstanden.
 
  • Diskussion über Tierschutzkatzen und Rassekatzen Beitrag #170
Der Vergleich zum Menschen hinkt sowieso auf ganzer Ebene. Menschen treffen bewusst Entscheidungen was ihren Lebenspartner und mögliche Kinder angeht. Eine rollige Katze hingegen ist Opfer ihrer Biologie und würde sich von jedem potenten Kater decken lassen. Da kann man ihr durchaus einen Gefallen tun und das ganze in möglichst geregeltem Umfeld mit möglichst besten, gesundheitliche Voraussetzungen geschehen lassen.
Darum sag ich ja, das der ursprüngliche Beitrag, wo Katzenzucht mit "Traumkind" bzw. ich verwende hier als Äquivalent lieber den Ausdruck "Designerbabies" weil der meiner Ansicht nach passender ist, oder Katzenzucht sogar mit der NS-Ideologie zu vergleichen völlig unhaltbar ist.

Der Unterschied ist halt, das hier der Züchter die Entscheidung für die Katze trifft, wer der beste Kater für die Katze ist.

Von daher finde ich sollte die Diskussion um die Sinnhaftigkeit von Zucht unabhängig von dem Vergleich zur menschlichen Fortpflanzung auf andere Fragen konzentrieren, als darauf, ob es nach menschlichen Maßstäben und im Vergleich zur menschlichen Fortpflanzung moralisch vertretbar ist Katzen zu züchten.
 
  • Diskussion über Tierschutzkatzen und Rassekatzen Beitrag #171
In den Raum kommen nur Freiwillige...
Mir ging es darum, daß bei der Katzenzucht nicht in erster Linie gesundes auf gesundes Tier gesetzt wird.
@Julia01: Vielleicht verstehtst Du es nicht, vielleicht willst Du es nicht verstehen.
Die Rassekatzen, die heute auf dem Markt sind, wären so nie entstanden.
Genauso wie wir keinen Arbeitshunde hätten, keine Sportpferde, keine Nutztiere. Die Zucht war schon immer eher im Sinne der Menschen und wenn man sie moralisch ablehnt, dann sollte man ganz am Anfang beginnen.
Woher nimmst du übrigens, dass nicht in erster Linie auf gesunde Tiere gesetzt wird? Gesundheit spielt in Zuchten eine unfassbar große Rolle, warum sonst würde man hunderte Euros in dringend notwendige Vorsorge investieren?
 
  • Diskussion über Tierschutzkatzen und Rassekatzen Beitrag #172
In den Raum kommen nur Freiwillige...
Mir ging es darum, daß bei der Katzenzucht nicht in erster Linie gesundes auf gesundes Tier gesetzt wird.
@Julia01: Vielleicht verstehtst Du es nicht, vielleicht willst Du es nicht verstehen.
Die Rassekatzen, die heute auf dem Markt sind, wären so nie entstanden.
@Tigerstern dann hast du aber überlesen, dass genau das aber mein Anspruch an eine gute und seriöse Zucht ist. Und es ging ja darum, dass hier Katzenzucht per se verurteilt wurde. Mein Argument war aber, dass ich Katzenzucht durchaus für vertretbar und annehmbar halte, sofern sie unter den von mir beschriebenen Kriterien durchgeführt wird. Und eins dieser Kriterien war unter anderem, dass gesundheitliche Vorsorge getroffen wird und ein klares, sinnvolles Zuchtziel definiert wird.
 
  • Diskussion über Tierschutzkatzen und Rassekatzen Beitrag #173
@Gast26303 dann hast du aber überlesen, dass genau das aber mein Anspruch an eine gute und seriöse Zucht ist. Und es ging ja darum, dass hier Katzenzucht per se verurteilt wurde. Mein Argument war aber, dass ich Katzenzucht durchaus für vertretbar und annehmbar halte, sofern sie unter den von mir beschriebenen Kriterien durchgeführt wird. Und eins dieser Kriterien war unter anderem, dass gesundheitliche Vorsorge getroffen wird und ein klares, sinnvolles Zuchtziel definiert wird.
Unterschreibe ich so auf ganzer Linie!
 
  • Diskussion über Tierschutzkatzen und Rassekatzen Beitrag #174
dann werfe ich jetzt nochmal was provokantes in den Raum:
Wir nahmen sie mit, und merkten schnell dass sie komplett anders war, als unsere liebe, aber bei Fremden sehr scheue Sternenkatze.
Sie war ruhig und gemütlich, und folgte mir wie ein Hündchen.
Ja, viele Rassekatzen sind so gezüchtet, dass sie menschlichen Ansprüchen gerecht werden: Angenehmes Wesen, zutraulich, sozial, verschmust, hübsch anzusehen und anderes. Die verständlichen Wünsche des Durchschnittkunden halt. Züchtung ist ja immer ein optimieren auf menschliche Ansprüche hin, egal ob in der Nutztier- oder Haustierzucht.

Das eigentliche Wesen einer Katze: freiheitsliebend, unabhängig, kratzbürstig, unberechenbar, eigenständig ist nicht immer verbrauchertauglich, schon gleich nicht, wenn sie auch noch gewöhnlich aussieht. Beim Züchter kauft der Kunde ein einigermaßen kalkulierbar ,,designtes" Tier. Im Tierheim bekommt er die Katze im Sack oder, wenn er sich darauf einläßt sogar einen Problemfall. Das ist zumindest die Vorstellung bei vielen Menschen die sich auch bewahrheiten kann (aber nicht muss).
Eine Katze, die sich nicht gern anfassen lässt, gerne herumstromert und dem Menschen zumeist die kalte Schulter zeigt, wollen viele eben nicht haben. Erstrecht nicht wenn sie richtig schwer zu händeln ist.
Ich mag alle Katzen aber die im Wesen unabhängigen ,,Freigeister", imponieren mir persönlich am meisten. Aber das ist nur meine Vorliebe.
Dass ich meine oben stehenden Gedanken nicht auf alle Menschen (und Katzen) zutreffend verstanden wissen will, möchte ich auch noch betonen. Es handelt sich lediglich um meine Gedanken, die können subjektiv oder objektiv betrachtet, auch völlig abwegig sein.

Aber das sind ja eben die Situationen, wo man nicht so die Wahl hat. Ich meine wirklich Situationen wo man quasi mehrere Katzen vor sich sitzen hat, sagen wir 10 Katzen, 5 Rassekatzen, 5 Tierschutzkatzen. Wonach entscheidet man denn dann wenn nicht nach Aussehen oder Charakter? Ene-Mene-Muh?
Man hat immer die Wahl, weil man sich immer auch für ein anderes Tier entscheiden könnte. Nebeneinander sitzen müssen sie dafür nicht. Ich glaube in den meisten Fällen entscheidet das Auge..manchmal auch das Verhalten beim ersten Kontakt..Es gibt aber auch immer Ausnahmen.
Und vor allem hat man bei Tierheimkatzen eben ein gewisses Gesundheitsrisiko, dass man bei Katzen vom seriösen Züchter weniger hat.
Ich hätte dazu wirklich gerne mal eine wirklich valide Quelle, die weder aus dem Umfeld von Züchtern noch aus dem von Adoptdontshop-Verfechtern stammt und zeitlich aktuell ist. Was ist eigentlich genau dieses Gesundheitsrisiko? Geht es da um Prädispositionen genetischer Natur? Jede Katze kann im Laufe ihres Lebens krank werden. Aufgrund der Gene, aufgrund von Haltungsfehlern, durch Unfälle u.s.w. Und wie ist das eigentlich mit den prozentualen Größenverhältnissen Zuchtkatze/Lastrami, den Arten der Erkrankungen? Nur mal interessehalber. Ich kann natürlich gern selbst recherchieren, wenn ich nachher dazu komme.
 
  • Diskussion über Tierschutzkatzen und Rassekatzen Beitrag #175
dann werfe ich jetzt nochmal was provokantes in den Raum:

Ja, viele Rassekatzen sind so gezüchtet, dass sie menschlichen Ansprüchen gerecht werden: Angenehmes Wesen, zutraulich, sozial, verschmust, hübsch anzusehen und anderes. Die verständlichen Wünsche des Durchschnittkunden halt. Züchtung ist ja immer ein optimieren auf menschliche Ansprüche hin, egal ob in der Nutztier- oder Haustierzucht.

Genau wie alle anderen Tiere auch, ja. Hunde auf ihren jeweiligen Zweck (Jagdhunde besonders aufmerksam, Hütehunde besonders Herdenbezogen, Schäferhunde mit großem Arbeitswillen und Schutzinstinkt), Katzen zumeist auf ihre Familieanpassung weil sie dafür vornehmlich in Deutschland gehalten werden.

Ich hätte dazu wirklich gerne mal eine wirklich valide Quelle, die weder aus dem Umfeld von Züchtern noch aus dem von Adoptdontshop-Verfechtern stammt und zeitlich aktuell ist. Was ist eigentlich genau dieses Gesundheitsrisiko? Geht es da um Prädispositionen genetischer Natur? Jede Katze kann im Laufe ihres Lebens krank werden. Aufgrund der Gene, aufgrund von Haltungsfehlern, durch Unfälle u.s.w. Und wie ist das eigentlich mit den prozentualen Größenverhältnissen Zuchtkatze/Lastrami, den Arten der Erkrankungen? Nur mal interessehalber. Ich kann natürlich gern selbst recherchieren, wenn ich nachher dazu komme.

Eine vollständig unabhängige Quelle dafür zu finden sollte schwer werden. Immerhin kosten Untersuchungen (und Forschung) Geld und das wird vor allem von Leuten in die Hand genommen die einen bestimmten Punkt beweisen wollen. Eben die Meinungsstarksten Lobbys, wenn man so mag - in diesem Fall vor allem die "Rasselobby". Gleichzeitig sollte einem ja aber schon logische Schlussfolgerung sagen, dass Zuchttiere die gesundheitlich nicht vorbelastet sind und darauf auch getestet werden im Schnitt gesündere Tiere hervorbringen als Streuner und Vermehrertiere, die Erbkrankheiten in häufigen Fällen schon über Generationen mitschleppen, oder? Selbst wenn diese gesund sind (und solche Tiere gibt es da sicherlich), so geben einem medizinische Tests immer größere Gewissheit als bloße Vermutungen.
 
  • Diskussion über Tierschutzkatzen und Rassekatzen Beitrag #176
dann werfe ich jetzt nochmal was provokantes in den Raum:

Ja, viele Rassekatzen sind so gezüchtet, dass sie menschlichen Ansprüchen gerecht werden: Angenehmes Wesen, zutraulich, sozial, verschmust, hübsch anzusehen und anderes. Die verständlichen Wünsche des Durchschnittkunden halt. Züchtung ist ja immer ein optimieren auf menschliche Ansprüche hin, egal ob in der Nutztier- oder Haustierzucht.

Das eigentliche Wesen einer Katze: freiheitsliebend, unabhängig, kratzbürstig, unberechenbar, eigenständig ist nicht immer verbrauchertauglich, schon gleich nicht, wenn sie auch noch gewöhnlich aussieht. Beim Züchter kauft der Kunde ein einigermaßen kalkulierbar ,,designtes" Tier. Im Tierheim bekommt er die Katze im Sack oder, wenn er sich darauf einläßt sogar einen Problemfall. Das ist zumindest die Vorstellung bei vielen Menschen die sich auch bewahrheiten kann (aber nicht muss).
Eine Katze, die sich nicht gern anfassen lässt, gerne herumstromert und dem Menschen zumeist die kalte Schulter zeigt, wollen viele eben nicht haben. Erstrecht nicht wenn sie richtig schwer zu händeln ist.
Ich mag alle Katzen aber die im Wesen unabhängigen ,,Freigeister", imponieren mir persönlich am meisten. Aber das ist nur meine Vorliebe.
Dass ich meine oben stehenden Gedanken nicht auf alle Menschen (und Katzen) zutreffend verstanden wissen will, möchte ich auch noch betonen. Es handelt sich lediglich um meine Gedanken, die können subjektiv oder objektiv betrachtet, auch völlig abwegig sein.

Die Frage ist, was ist die angemessene Reaktion darauf. Angenommen, man folgt den Gegnern der generellen Katzenzucht und züchtet keine "designten" Katzen mehr? Und dann? Ich persönlich bezweifle, dass diese Menschen dann alle aus dem Tierheim adoptieren, die wenden sich dann eher wieder an die Vermehrer oder holt sich die Katzen ausm Ausland oder oder oder...
Also das wäre auch mal interessant: Würde es wirklich was nützen, wenn es keine (seriöse) Katzenzucht mehr gäbe? Das unseriöse Katzensucht kein Mittel der Wahl ist, steht außer Frage.

Man hat immer die Wahl, weil man sich immer auch für ein anderes Tier entscheiden könnte. Nebeneinander sitzen müssen sie dafür nicht. Ich glaube in den meisten Fällen entscheidet das Auge..manchmal auch das Verhalten beim ersten Kontakt..Es gibt aber auch immer Ausnahmen.

Ich hätte dazu wirklich gerne mal eine wirklich valide Quelle, die weder aus dem Umfeld von Züchtern noch aus dem von Adoptdontshop-Verfechtern stammt und zeitlich aktuell ist. Was ist eigentlich genau dieses Gesundheitsrisiko? Geht es da um Prädispositionen genetischer Natur? Jede Katze kann im Laufe ihres Lebens krank werden. Aufgrund der Gene, aufgrund von Haltungsfehlern, durch Unfälle u.s.w. Und wie ist das eigentlich mit den prozentualen Größenverhältnissen Zuchtkatze/Lastrami, den Arten der Erkrankungen? Nur mal interessehalber. Ich kann natürlich gern selbst recherchieren, wenn ich nachher dazu komme.

Ich würde da einfach mal logisch vorgehen: Bei einem Zuchttier aus einer seriösen Zucht (seriös nach meiner Definition) sind die Tiere auf bekannte Erbkrankheiten untersucht, die Eltern/Großelterntiere sind bekannt und die Katzen haben eine regelmäßige Gesundheitsvorsorge und wurden von Geburt an regelmäßig untersucht. Ich kenne also die gesamte Kranken- und Abstammungsgeschichte der Katze und kann dadurch bestimmte Krankheiten ausschließen oder hab zumindest eine relative SIcherheit, dass die Katze eine Krankheit nicht haben kann.

Dem gegenüber eine Katze aus dem Tierheim. Ich kenne wenn überhaupt nur das Muttertier, das in der Regel selbst nicht auf bestimmte Krankheiten untersucht ist. Kann also bestimmte Erbkrankheiten nicht ausschließen wie beim Züchter. Wenn die Katze nicht im Tierheim geboren ist, kenne ich auch die (Kranken)geschichte nicht, das heißt, (wenn es solche Krnakheiten bei Katzen gibt auf die man nicht testen kann) vielleicht hat die Katze irgendeine Krankheit, die man äußerlich nicht sofort sieht (z.B. weil sie schubweise verläuft) und auf die man auch nicht testen kann. Und außerdem, was leider immer noch in einigen Tierheimen nicht der Fall ist, wird die vielleicht Katze auch auf Sachen wie FIV und FeLV nicht getestet.

Bei einer Tierheimkatze ist einfach oft das Risiko, dass sie unentdeckte Krankheiten in sich trägt, größer, als bei einem (seriösen!) Züchter, der einige dieser Krankheiten z.B. aufgrund von Untersuchungen oder der Ahnenlinie ausschließen, oder das Risiko zumindest minimieren kann.
 
  • Diskussion über Tierschutzkatzen und Rassekatzen Beitrag #177
Naja ob FIV und FeLV getestet wurde kann man ja herausfinden.;)
Bei einer Tierheimkatze ist einfach oft das Risiko, dass sie unentdeckte Krankheiten in sich trägt, größer, als bei einem (seriösen!) Züchter, der einige dieser Krankheiten z.B. aufgrund von Untersuchungen oder der Ahnenlinie ausschließen, oder das Risiko zumindest minimieren kann
ausschließen kann man aber nur die Krankheiten, auf die das Elterntier untersucht wurde. Also die üblichen Verdächtigen, wie du schon sagtest ,,bestimmte Krankheiten".

Gleichzeitig sollte einem ja aber schon logische Schlussfolgerung sagen, dass Zuchttiere die gesundheitlich nicht vorbelastet sind und darauf auch getestet werden im Schnitt gesündere Tiere hervorbringen als Streuner und Vermehrertiere, die Erbkrankheiten in häufigen Fällen schon über Generationen mitschleppen, oder? Selbst wenn diese gesund sind (und solche Tiere gibt es da sicherlich), so geben einem medizinische Tests immer größere Gewissheit als bloße Vermutungen.
ich möchte aber keine logische menschliche Schlussfolgerung sondern Ergebnisse auf empirischer Basis. Die menschliche Logik ist nicht immer beweißführend.
Aber wie du schon richtig bemerktest wird da wenig lobbyfreies zu finden sein.
 
  • Diskussion über Tierschutzkatzen und Rassekatzen Beitrag #178
Naja ob FIV und FeLV getestet wurde kann man ja herausfinden.;)

ausschließen kann man aber nur die Krankheiten, auf die das Elterntier untersucht wurde. Also die üblichen Verdächtigen, wie du schon sagtest ,,bestimmte Krankheiten".


ich möchte aber keine logische menschliche Schlussfolgerung sondern Ergebnisse auf empirischer Basis. Die menschliche Logik ist nicht immer beweißführend.
Aber wie du schon richtig bemerktest wird da wenig lobbyfreies zu finden sein.
Einigen reicht es eben z.B. schon, wenn zumindest bestimmte Krankheiten ausgeschlossen werden können, z.B. wenn man bereits eine Katze an eine solche verloren hat.

Aber ich denke, das ist eben ein Risiko, dass jeder (Neu-)Katzenbeseitzer für sich treffen muss. Und diese Entscheidung dafür oder dagegen sollte nicht normativ bewertet werden.

Bei meinen Katzen habe ich mich sogar bewusst für 2 nicht getestete Katzen entschieden anstatt für 2 getestete, weil ich mich einfach verliebt hatte. Und hab die beiden auch bis heute nicht nachtesten lassen.
 
  • Diskussion über Tierschutzkatzen und Rassekatzen Beitrag #179
Aber ich denke, das ist eben ein Risiko, dass jeder (Neu-)Katzenbeseitzer für sich treffen muss. Und diese Entscheidung dafür oder dagegen sollte nicht normativ bewertet werden.
da stimme ich dir absolut zu.
 
  • Diskussion über Tierschutzkatzen und Rassekatzen Beitrag #180
Ja hier, ich. Bei mir fiel die Entscheidung für Rassekatzen aufgrund von den ausschließbaren Krankheiten.

Als wir uns nach Katzen (zuerst im Tierschutz) umgesehen hatten, war es erst ca 3 Monate her das ich meinen Herzenskater mit 1,5 Jahren hab gehen lassen müssen. Und in meinem Hinterkopf waren auch immer die Gedanken: Was ist wenn die Katzen auch krank sind? Was ist wenn ich sie wieder viel zu früh gehen lassen muss?
Gerade die Familie von meinem Kater wurde sehr stark ausgedünnt. Er war ein 2018er Jahrgang und im Mai diesen Jahres ist der letzte aus diesem Jahr gestorben. Aus dem 2019er Jahrgang leben auch nur noch 4 (soweit ich weiß) und davon stand einer schon auf der Kippe.
Ja, ich wollte damals wissen was auf mich zukommt oder zukommen könnte. Und das wäre bei Tierschutz-Katzen auch heute noch ein großes Kriterium bei mir.

Rassekatzen sind sicherlich nicht immun gegen Dies und Das, aber ich kann zumindest einige Sachen ausschließen, was ich bei Tierheim-Katzen nicht in diesem Umfang so einfach kann.
Und das gibt mir zumindest ein bisschen Sicherheit, auch wenn’s nicht viel ist.
 
Thema:

Diskussion über Tierschutzkatzen und Rassekatzen

Diskussion über Tierschutzkatzen und Rassekatzen - Ähnliche Themen

Wichtige Informationen VOR einem (Rasse-)Katzenkauf: Ich stelle einen Beitrag des Users Ninniach ein, da dieser User momentan wenig Zeit hat, hier im Forum zu posten. Der Text ist es aber wert...
Auskopplung aus 'Rassekatze feat Hauskatze': Ich habe das mal aus dem Thread https://www.katzen-forum.de/katzen/39297-rassekatze-feat-hauskatze.html ausgekoppelt, weil es da ja eigentlich...
Henri und Luna: Hallo euch Allen, ich möchte heute einmal die Geschichte erzählen wie Henri und Luna in unsere Familie gekommen sind und ich werde versuchen mich...
Seriöse Vereinszucht vs. Schwarzzucht: Ein paar Gedanken zum Thema "RASSEkatzen" und deren Zucht (hauptsächlich bezogen auf Orientalen) Man mag meine meine -zugegeben- sehr krasse und...
Die verschiedenen 'Gewänder' der Orientalischen Katzen: Zur Familie der Orientalen zählen • Siamesen (mit der typischen und bekannten Färbung), • je nach Verband auch extra gelistet: Siamesen mit...
Oben Unten