toTo, meine tolle Tochter war für ein paar Tage hier und als sie wieder gen Heimat gefahren ist, hat sie Elaia mitgenommen und in ihr neues Zuhause gebracht.
Auf gehts...
Der Umzug war ziemlich aufregend und hat uns jede Menge Spontanität abverlangt. Denn die eigentliche Idee war, daß wir Elaia gemeinsam ins neue Zuhause bringen. toTo fährt das Auto und ich passe auf die vermutlich sehr aufgeregte und dadurch kurzatmige Elaia auf, dass sie in keine Unterversorgung gerät. Am Ziel der Reise würde toTo in ihr Zuhause weiterfahren und ich in den Zug gen Ostseeküste steigen.
Prima Plan, nur hat die GDL nicht mitgespielt und alle meine Züge gestrichen...
Also bringt toTo sie allein ins neue Heim...mit Gabapentin zur Unterstützung, mit Trinkschale und Catdrink ausgestattet und mit geplanten Pausen für Elaias Zustandscheck...
Während ich noch ne Stunde abfahrbereit zuhause sitze und warte ob toTo sich meldet und ich losdüsen soll, falls es Elaia schlecht geht.
Glücklicherweise waren alle Sorgen und Vorsichtsmaßnahmen umsonst. Elaia hat den Transport gut überstanden und freundet sich gerade mit ihrem neuen Zuhause an. Die neuen Besitzer sind schwer verliebt in die Maus und ich bin sicher, sie wird sehr gut bekümmert und ausführlich bekuschelt werden.
toTo meint, sie wird uralt werden... ich hoffe, das Schicksal hat zugehört
Jetzt ist die Zahl meiner Pflegis auf 6 geschrumpft und ich dachte, ich könne so langsam mal durchatmen.
Leider nein...:
Letzte Woche war Kastrationstermin für Thea und Juni, doch da gab es die erste böse Überraschung. Thea war in der letzten Zeit ruhiger und zurückgezogen, hat aber gefressen und ihr Output war auch völlig ok. Ich hab es einem gewissen Trennungsschmerz von Ida und Tarik zugeschoben, denn die 4 Kitten waren ja das siamesische Quartett schlechthin.
Hier noch 2 typische Fotos von vor Ida und Tariks Auszug:
Bei der Voruntersuchung zur Kastra stellte meine TÄ allerdings hohes Fieber und dick geschwollene Lymphknoten an den Hinterbeinen fest. Also keine Kastra für Thea, sondern Entzündungshemmung und Immununterstützung. Zwei Tage später war es nicht wirklich besser, dafür fiel mir ein staksiger Gang bei ihr auf und hockend zitterten ihr die Hinterbeine. Ich bekam Angst: "neurologische Ausfälle" im Kittenalter... das schreit doch nach
FIP? Wieder in die Praxis, Blutabnehmen lassen und Zylexis ins Kitten und nun heißt es auf die ERgebnisse warten...
Interessanterweise geht es Thea zur Zeit wieder richtig gut, sie frißt, nein, sie spachtelt zur Zeit mit großer Begeisterung und ist auch wieder munterer und kommt zur Begrüßung angeflitzt. Also doch "nur" ein Calici-Schub und ein limping-Kitten-Syndrom...? Ich weiß es nicht, ich muss die Ergebnisse abwarten
Juni hat die Kastra gut überstanden, der gehts super
Den anderen Pflegis gehts auch gut, sie sind jetzt alle zusammen oben im Pflegi-Raum.
Nia und Lissy sind im Prinzip vermittlungsfertig. Da muss ich dringend die Anzeigen schreiben
Kuller-Bernstein-Äuglein Nia braucht einen wirklich zugewandten und liebevollen Platz in einer nicht zu großen Gruppe, da sie sehr auf den Menschen fixiert ist und viel und eng mit ihm schmusen möchte.
Lissy wird Freigang brauchen und Menschen, die sie lesen können (was nicht ganz leicht ist). Die macht ihr eigenes Ding und ist auch einer Rauferei nicht abgeneigt. Würde also gut zu einem jungen Kater und erfahrenen Katzenhaltern passen.
Java taut langsam mehr auf (hier noch im Gästezimmer)
Sie scheint eine wirklich schüchterne Mietz zu sein. Oben im PflegiZimmer läßt sie sich sogar von Lissy, immerhin selbst noch ein Kitten, einschüchtern und überläßt ihr den Futterplatz/ das Spielzeug etc. Für sie hoffe ich, daß ich die Kitten schnell vermittelt bekomme, damit noch mehr Ruhe ins Zimmer kommt und sie noch mehr auftauen kann
Nuja war unten im Gästezimmer allein mit Java deutlich entspannter. Bei ihr überlege ich, sie wieder runter zu setzen und mal mit ihr allein zu arbeiten
Ebenfalls am Tag nach toTos Abreise gefiel mir auch mein Milo gar nicht mehr. Auch er war in den letzten Tagen auffällig ruhig und hat deutlich mehr geschlafen als sonst. Auch hier haben zunächst keine Alarmglocken bei mir geschrillt: Milo ist ein alternder Kämpfer, der draußen keiner Prügelei aus dem Weg geht und nach dem Tod des Nachbarkaters ein richtig großes Revier verteidigen muss.
Außerdem hatte ich Besuch, Ida & Tarik waren noch in der telefonischen Nachbetreuung, die Organisation für Elaias Umzug lief und oben drauf hatte ich noch arge gesundheitliche Probleme, die meinen Aktionsradius einschränkten und meine Energie auf Null setzten. Alles etwas viel auf einmal, aber ich war ja eh im Beppo-Straßenkehrer-Modus
Diesen Tag aber guckte ich mir Milo aber endlich genauer an und entdeckte, daß seine oberen Canini abgebrochen waren. Auch war seine linke Körperseite deutlich schmerzhaft, seine Beine durfte ich nicht genauer untersuchen ohne dafür ordentliche Tatzenhiebe und Faucher zu kassieren. Glücklicherweise hat meine TÄ dieses Wochenende Notdienst und ich konnte gestern mit ihm in die Praxis.
Milo scheint einen Sturz aus größerer Höhe gehabt zu haben, denn zusätzlich zu den abgebrochenen Canini ist auch sein Brustbein gebrochen und sein rechtes Knie stark geprellt. Das Röntgenbild zeigt, daß die Verletzungen noch "frisch" sind, das ganze muss also vor einigen Tagen passiert sein.
Er bekommt AB und Schmerzmittel und ich brauche mindestens Schokolade zur Beruhigung
Ich mache mir massivste Vorwürfe und hadere sehr mit mir, meine eigenen Katzen soo aus dem Blickwinkel verloren zu haben. Meine zwar bewußt eingegangene, aber dennoch zu (mental)-kostenintensive Überforderung hat sich nun also doch gerächt.
Und ich schreibe das jetzt nicht um zu hören, daß so etwas passieren kann und ich mir keine Vorwürfe machen soll.
Doch! Ich mache mir Vorwürfe und ich finde das Geschehen sehr sehr schlimm! Ich weiß noch nicht wie ich weitermache, aber so wie bisher gehts offensichtlich nicht mehr...