Corona überstanden, Weihnachten ist auch vorbei, wird Zeit, das ich wieder auftauche bevor sich noch jemand Sorgen macht, dass ich untergegangen bin
Tonja hat sich gut im Katzenzimmer eingelebt. Sie ist eine behutsame Kätzin, hat sich erst viel im vorderen Teil des Raums aufgehalten und sich ihren safe place unterm Schreibtisch gesucht. Nach und nach ist aber umgezogen in den hinteren Teil, dahin wo die Pflegis sich meistens aufhalten, und möchte am Gruppenleben teilhaben. Safe place war dann im Filzteppich oder unter der Ottomane, aber auch dort hat sie schon angefangen zu kullern und "am Platz" zu spielen.
Mittlerweile finde ich sie auch weit oben auf einem Kratzbaum
oder albern mit einem Spielzeug über den Boden kugeln
Nuja hat zur Zeit auch eine gute Phase und nimmt vermehrt am gemeinschaftlichen Leben teil. Komm ich zu nahe, muss sie weiterhin weglaufen, aber das "nah" ist weniger geworden und beim Fressen mit den anderen zusammen läßt sie sich zur Zeit gar nicht stören.
Und sie hat sich ein neues Körbchen zueigen gemacht und liegt darin oft sehr entspannt, sogar manchmal fast auf dem Rücken
Thea und Juni sind irgendwie die Verlierer des Jahres.
Seit einem 3/4 Jahr sind sie inseriert und hatten in dieser Zeit insgesamt 4 Anfragen. Soweit die jeweiligen Telefonate etc gediehen waren, hätte ich sie auf jedem dieser Interessenten gegeben, doch alle haben abgesagt, die letzten gerade vor einer Woche. Ich weiß nicht "was das Schicksal mir damit sagen will", ich bin zutiefst frustriert und die beiden lieben Seelen tun mir unsagbar leid.
Ich hatte mir eine deadline bis zum Ende des Jahres gesetzt, die ist nun erreicht und ich sehe mich gezwungen die beiden getrennt voneinander jeweils einzeln zu inserieren. Es bricht mir das Herz, aber ich kann es wirklich nicht mehr länger vertreten, 2 junge gesunde und lebenslustige Katzen zu zwingen, in einem einzigen Raum zu leben.
Juni
Thea
Zusätzlich ist jetzt noch etwas passiert, was mich völlig erstaunt und ratlos macht: Thea ist rollig.
Meine TÄ hat sie im Februar kastriert und bei ihr bin ich sicher, das hat keine Helferin übernommen, sondern das macht sie selbst UND sie ist eine gewissenhafte und gründliche TÄ. Ich weiß nicht ob etwas schief gelaufen sein MUSS oder ob es eine andere Erklärung geben kann.
Merkwürdig ist ja auch der Zeitpunkt... Die Hormone, die die Rolligkeit auslösen sind in ihrer Konzentration eigentlich abhängig von der Länge des Tageslichts und Thea ist am kürzesten Tag des Jahres rollig geworden!?! Vielleicht werd ich paranoid, aber gibt es eine Möglichkeit, dass sich Hospitalismus in Rolligkeit äußert??
Für Thea ist das nicht schön, die ist gar nicht mehr sie selbst, geht allen mit ihrem Gegurre und ihrer aufdringlichen Anbiederung auf die Nerven. Am meisten natürlich Carlo als einzigem Kater im Raum...
Prinzipiell hat
Carlo sich aber inzwischen gut eingefunden in die Katzengruppe und ist auch recht entspannt
Aber im Moment wird er durch Theas Verhalten wirklich hart getestet. Er ist genervt und geht weg und faucht auch und wenn Thea gar nicht aufhört ihm ihren Popo über seine Nase zu stülpen, dann haut er auch mal zu, aber ich sehe regelrecht, wie er das nicht möchte. Er kommt dann immer sofort zu mir gelaufen und schmust mich um, damit ich ihn vor Thea "beschütze"
(Und Thea kommt gurrend hinterher gerannt. Und auch wenn er ihr ne Backpfeife gibt, läßt sie sich das gefallen und biedert sich weiter an. Es sind sehr plastische Lehrstunden darüber, welche Macht Hormone im Körper entfalten und wie wenig das Hormongesteuerte Geschöpf sich dagegen wehren kann...)
Überhaupt ist er grad der verschmusteste Kater weit und breit, ich hab fast nur noch Fotos von ihm, auf denen er sein Gesichtchen an meines drückt...
Und last but not least gibt es noch einen Neuzugang, noch einen bildhübschen Tiger, den
Maxi
er tauchte vor ca 2 Jahren bei den Fütterfrauen an der Futterstelle auf. Sie haben ihn eingefangen und kastrieren lassen und ihn dann wieder zu ihrer Gruppe dazugesetzt und ihn mitversorgt. Er war von Anfang an zahm und Menschenbezogen, so dass die Frauen vermuten, dass er mal ein Zuhause hatte und verloren gegangen ist/ ausgesetzt wurde. Im Lauf der Zeit stellte sich heraus, dass Maxi draußen nicht gut klarkommt und von der Katzengruppe weggemobbt wird. Er geht aber wohl jedem Streit aus dem Weg, so dass er am Ende mutterseelenallein nur noch in einem Garten saß. Die Fütterfrauen baten mich, ihn aufzunehmen und so haben wir ihn jetzt reingeholt, damit er dieses Silvester nicht noch draußen verbringen muss und womöglich noch verloren geht...
Er ist wirklich ein ganz lieber, der sich bereits streicheln läßt