Pflegi Update:
Ole, Jonte und Pippin sind die entzückendsten Jungspunde, die man sich vorstellen kann
Jonte ist mein kleiner Clown, klettert immer auf mir rum, wenn ich im Raum bin und bringt mich mit seinem verschmierten Lippenstift-Schnütchen zum Schmunzeln.
Jonte, was hast du vor??
Ich turn bloß ein bißchen
Fängst du mich auf?
Guckuck
Und jetzt bitte kuscheln!
Ole wiederum ist vor allem eins: süß
süß
süß
und süß
und supersüß
Ole und Jonte sind liebenswürdige, verkuschelte, unaufgedrehte Jungspunde, auch für (etwas geduldigere) Katzenanfänger geeignet oder auch für Familien, sofern die Kinder schon etwas größer sind. Warum sich da bisher noch so gar niemand interessiert hat, ist mir schleierhaft
Pippin dagegen ist eher was fürs Auge...
er läßt sich leicht zum Spielen animieren
und tobt dann vergnügt der Federangel hinterher
aber er möchte einfach nicht gern angefaßt werden. Ich merke, wie er sich über Ansprache freut, dann geht sein Schwänzchen, zack, nach oben und er kommt neugierig gucken. Auch das am Finger schnüffeln passiert voller Neugier und selbstverständlich. Von daher denke ich, der wird schon irgendwann noch kommen und auch das Streicheln für sich entdecken.
Allen dreien geht es also insgesamt sehr gut, aber alle drei hätten sooo gern endlich ein richtiges Zuhause :fahne:
Miss Elli hat sich zu einer ganz tollen Mietz entwickelt, die sich sehr gern bekuscheln läßt.
Ihr Gezeter und ihre Schreierei hat sie völlig aufgegeben, dafür gurrt sie mittlerweile total niedlich, wenn ich den Raum betrete und kommt sofort angeflitzt.
Sie sitzt viel am Fenster und hat da dann einen sehr sehr sehnsüchtigen Blick in den Augen... die Maus möchte wieder raus
Da scheint für sie sogar wichtiger zu sein, als die Anwesenheit anderer Katzen - sie könnte also auch als Einzelprinzessin mit Freigang vermittelt werden. Ich sitze an ihrer Vermittlungsanzeige...
Und
Nuja...?
Über Nuja hab ich irgendwie gar nicht mehr berichtet.
Mir liegen natürlich mittlerweile längst alle Ergebnisse der Vet-Orthopäden bezüglich ihres Beinchens vor:
In einem Punkt sind sich alle einig: das Bein operieren um es wiederherzustellen, ist leider gar nicht möglich.
In der Frage "was dann?" gehen die Meinungen auseinander. Zwei raten zur Amputation, zwei würden das Bein so lassen wie es ist.
Diejenigen, die eine Amputation befürworten, begründen dies mit dem "unnötigen Ballast", den Nuja mit sich herumtragen muss und einem unnötigen Risiko für Gefahren wie Hängenbleiben, sich anderweitig verletzen oder spätere Haltungsschäden durch ihren "Entengang".
Das letzte Argument, die Haltungsschäden, spricht jedoch auch genau gegen eine Amputation. Denn auch mit drei Beinen wäre die Haltung ja sehr "unnatürlich" in der Belastung der Wirbelsäule und auch da würde es im Alter höchstwahrscheinlich Probleme geben. Weiterhin spricht gegen eine Amputation, daß Nuja das kaputte Bein trotzdem belastet/ benutzt. Es hat also zur Unterstützung ihres Laufens noch durchaus Funktion...
Eine Idee war, mit Nuja eine Schmerztherapie durchzuführen um zu gucken ob sich unter hochdosiertem Schmerzmitteln etwas an der Belastung des Beins oder ihrem Laufstil oder überhaupt ihrem Verhalten ändert. Klingt in der Theorie super, hatte jedoch in der Praxis überhaupt keinen Wert. Diese arme, arme Socke ist derart traumatisiert, daß sie sich über eine wirklich lange Zeit überhaupt nicht bewegt hat.
Dazu muss ich sagen, daß ich sie nach Ablauf ihrer Quarantäne im Gästebad ja in den hinteren, abgetrennten Teil des Pflegeraumes gesetzt hatte, mit Kontaktmöglichkeit zu den 3 Jungspunden via Gittertür. Doch anstatt durch die Anwesenheit anderer Katzen Sicherheit zu bekommen, hat Nuja sich komplett in ihrer Kratztonnenhöhle eingeigelt. Das ging soweit, daß sie nicht mehr aufs Katzenklo ging, sondern die unterste Höhle ihrer Kratztonne als Klo benutzt hat. Selbst nachdem ich ihren Teil des Raumes mit Decken als Sichtschutz ausgestattet hatte, ist sie nicht aufgetaut. Kratztonne, Futternapf und Katzenklo und keinen Schritt weiter...
Irgendwann hab ich beschlossen, das das so nicht weitergeht und hab sie zurück nach unten ins Gästebad gesetzt. Dort war sie komplett isoliert und ich ließ sie auch, bis auf die Vorlese-Runden, komplett in Ruhe. Und nachdem ich von Sabine Schroll lernen durfte, daß sie grundsätzlich und IMMER Feliway einsetzt, arbeite ich das erste Mal ebenfalls mit Feliway.
Die allnächtlich eingesetzte Kamera hat mir dann gezeigt, daß Nuja tatsächlich langsam, seeeehr langsam auftaute und sich den Raum zu Eigen gemacht hat. Sie sitz offen auf dem Fensterbrett und guckt raus, liegt mitten im Raum und putzt sich
Sie hat sich auch eine zweite Höhle gesucht, in der sie als Alternative zur Kratztonne schläft. Ich hab sogar zweimal leichte Spielansätze auf der Kamera sehen dürfen.
Nur in meinem Beisein ist nach wie vor absolute Starre angesagt. Einzig, daß sie die angebotenen Leckerchen frißt, während ich lese... manchmal!
Als bei mir Anfang Dezember die Besuchszeit anbrach, musste Nuja aus dem Bad raus und zog wieder nach oben ins hintere Separee des Pflegiraums. Diesmal ist ALLES gegen die anderen Pflegis abgeschottet, so daß sich beide Parteien nur noch riechen bzw hören können. Nach anfänglicher Verunsicherung hat sich Nuja aber weitestgehenst stabilisiert und benutzt ihren Teil des Raums umfänglich und angstfrei, jedenfalls in meiner Abwesenheit.
Meine Vorleserunden musste ich einstellen, denn da sind die anderen Pflegis hinter der verhängten Gittertür komplett verrückt geworden und haben versucht, über die Gittertür zu klettern. Das hat das Gitter dann so durchlöchert, daß ich die Tür komplett neu bespannen musste.
Im Moment weiß ich nicht, wie ich mit Nuja weitermachen kann. Die Jungspunde sind definitiv nicht hilfreich mit ihrer jugendlichen Neugier und ich hab die Befürchtung, daß es erst eine Entwicklung geben kann, wenn die anderen Pflegs allesamt ausgezogen sind.