Das letzte Bild von
Hauke
Es ist inzwischen schon zwei Wochen her, dass er umgezogen ist und den Fotos nach, die ich bekomme, geht es ihm hervorragend
Zurückgeblieben ist ein tieftrauriger
Jonte.
Ich hab ihn dann ins Pflegizimmer umgesetzt, doch mit den Mädels konnte oder wollte er nichts anfangen. Er hockte nur als Häufchen Elend hinter einer Kratztonne und die Mädels alle neugierig davor, ohne daß sie ihn irgendwie rauslocken konnten. Er hatte sogar zwischenzeitlich eine Anfrage und Besuch, aber er war so ängstlich und verstört, daß die Interessentin ihn überhaupt nicht zu Gesicht bekommen hat und sich stattdessen in Bella verliebt hat.
Mir hat es fast das Herz gebrochen Jonte so zu sehen und deshalb hab ich ihm nach ein paar Tagen die Tür geöffnet und lasse ihn nun bei mir und meinen Katzen mitlaufen. Auch das ist keine besonders tolle Lösung für ihn, denn meine leben ihr Freigängerleben, sind kaum zuhause und wenn, dann interessieren sie sich auch nicht für Jonte, sondern wollen nur schlafen. (Immerhin lassen sie seine Nähe zu, hier Lienne... natürlich

)
Jonte hat also keinen direkten Kumpel mehr zum Spielen, aber immerhin hat er mal neuen input und Platz zum rennen und kann weiterhin nachts bei mir sein, was er sehr genießt.
Aber im Moment sieht es so aus als ob sich doch endlich was tut: Jonte hat eine vielversprechend klingende Anfrage bekommen. Nun steht erstmal die Vorbesichtigung an und dann sehen wir weiter.
Bella hatte vor einiger Zeit bereits ihre kardiologische Ultraschall Untersuchung, die ein junges, starkes, rundum gesundes Herzchen zeigte, das ganz bestimmt nicht Schuld an ihrer allgemeinen
Lethargie und Fressunlust ist.
hmmm, schau mal Bella, sooo leckeres Hühnchen
Nö, fress ich nicht
Als nächstes stand ein umfassendes Blutbild mit einem Gallen-Stimmulations-Test an (das Langzeitcortison ist mittlerweile raus aus ihrem Körper). Aber auch das Blutbild gibt keinen echten Befund, nix deutlich oder gar eindeutig.
Allerdings ist Bella in den letzten ca zwei Wochen insgesamt aufgetaut: sie liegt nicht mehr permanent in ihrem Lieblingsbettchen, sondern ich treffe sie öfter auch mal am Fenster sitzend oder auf dem Boden unterwegs an. Sie ist immer noch keine agile Katze, aber auch nicht mehr nur mit angezogener Handbremse durchs Leben schlafend... Ob das was mit dem (ausgehenden) Cortison zu tun haben kann, muss ich beobachten, also ob sich das weiter verbessert.
Ihre Schwester
Bina hat sich den Spaß eines PflegiZimmers lange genug angetan und ist nun inseriert:
Bina (ca 2 Jahre) - Sonne im Herzen, Sonne im Fell
Ich habe nicht den Eindruck, daß die beiden Schwestern sehr aneinander hängen, Bina orientiert sich eher an Elaia bzw spielt mit ihren Mäuschen und kickt ihre Bällchen nach wie vor mit großer Begeisterung. Auch fühlt sich Bina in einer Gruppe pudelwohl, während ihre Schwester Bella eher weniger Katzen um sich haben möchte und sich ja eben viel zurückzieht.
Elaia geht es gut, sie ist die unangefochtene Nr. 1 unter den Madels hier und ihr größtes Hobby ist das Fressen. Auch wenn der Napf noch halbvoll ist, erinnert sie mich daran, dass sich das in nächster Zukunft ändern könnte und ich mit neuen vollen Näpfen bitte schonmal vorbeugen soll.
Da mir ihr rechtes Auge immer noch nicht so richtig gefällt hab ich sie nochmal der TÄ vorgestellt. Mein Gefühl hat mich nicht getäuscht: die
Chlamydien sind zwar weg, aber die dauerhafte Reizung hat ihr Auge so vernarbt, daß sie doch mit einem Rolllid zu kämpfen hat. Sie hat nun also einen OP-Termin Anfang September, bei dem zum einen ihr Lid entlastet wird und dann auch die Zähne gleich mit saniert werden - wenn schon, denn schon.
Sie hat auch bei dieser halbstündigen Fahrt zur Praxis so sehr im Auto gehechelt, daß ich sie eigentlich als nicht transportfähig einschätzen muss. Eine Vermittlung für sie wäre bisher maximal im nordöstlichen deutschen Raum mit kurzer Fahrstrecke möglich. Auch dafür erhoffe ich mir durch die OP eine Verbesserung.
Bei
Nuja muss ich mir langsam eingestehen, dass ich mit ihr nicht wirklich weiterkomme. Sie hat sich seit Elaia mit im Raum ist, wieder sehr in sich zurückgezogen und nimmt nicht mehr am Gruppenleben teil, sondern wohnt nur noch auf ihrem Schrank.
Ob ihr Elaia zu dominant ist oder einfach die Gruppe zu groß (und damit zu unübersichtlich) ist, kann ich nicht sagen. Ich bin ziemlich ratlos, wie es mit ihr weitergehen soll.
Und nu kann ich es nicht lassen und beende dieses update mit einem kleinen
cliffhänger Zuckerschock