Deine “Freundin“ meint, dass sie der Mutterkatze etwas Gutes getan hat, indem sie sie ein paar Mal gefüttert hat und indem sie diese Katze, die völlig unnötig Junge bekommen hat, irgendwann, wenn ihr Garten fertig ist dort draußen leben lassen will… um die Jungtiere hat sie sich von Anfang an überhaupt nicht gekümmert und keine Gedanken gemacht..
Eigentlich hätten nach meiner Meinung alle Katzen, also alle Kitten und die Mutterkatze, bei dir bleiben sollen und dann von dir aus nach Deutschland vermittelt werden sollen. Das wäre die Chance gewesen, die kranken Tiere (Augen/Gleichgewicht) medizinisch und mit gutem Futter zu versorgen, sie zu kastrieren und in ein sicheres, gutes Zuhause zu vermitteln.
Das schreibe ich nicht, weil ich dir ein schlechtes Gewissen machen will, denn du bist überhaupt die Einzige, die sich um diese Katzen kümmert, sondern weil ich nicht glaube, dass deine „Freundin“ irgendetwas für die Katzen tun wird, und weil ich befürchte, dass die Kitten schnell verwildern, sich dann nicht mehr anfassen / einfangen lassen, nicht kastriert werden können und dass weiteres Katzenelend damit vorprogrammiert ist.
Ich denke, dass du hier von einigen Usern finanzielle Unterstützung bekommen kannst, sowohl für die tierärztlichen Behandlungen/Kastrationen, also auch für die Flüge und für eine Vermittlung in Deutschland. Mancher könnte vielleicht nur wenig Geld dazu geben, mancher würde einen Flug oder eine Kastration stemmen können und es gab ja auch schon Interesse an einzelnen Katzen. Traust du dir das zu, dass du das angehen könntest? Hättest du dafür Hilfe/Helfer vor Ort wie z.B. die junge Frau, die April auch zum Tierarzt bringen wollte oder die Dame vom Tierschutzverein oder den Tierarzt, der die Mutterkatze kastriert hat?
Manchmal entsteht aus so einer Situation, wo jemand wie du zufällig mitbekommt, dass da ein Wurf Kitten geboren wurde, der dringend Hilfe braucht, eine Aktion, bei der dann wirklich einige Kitten/Katzen gerettet werden können.
Bei Verena @Gast13634 ist das wohl so gewesen, dass sie angefangen hat mit einer Katze, der sie helfen wollte und dass sie mittlerweile schon sehr vielen Katzen geholfen hat. Bei ihr finde ich immer gut, dass sie nicht nur mit dem Herzen, sondern auch mit viel Vernunft agiert und sich nicht übernimmt.
Sehr ähnlich empfinde ich das bei @Taskali, die schon so vielen Streuner-Katzen geholfen und sie vermittelt hat aber die auch darauf achtet, dass sie nicht zu viele Katzen aufnimmt und sich nicht übernimmt (wobei das sicherlich nicht immer einfach ist).
Marie (Anjuli) hatte auf Andros auch angefangen, einzelne Katzen zu retten. Leider konnte sie ihr Werk nicht selber dauerhaft weiterführen, weil sie ganz plötzlich und viel zu früh gestorben ist. Entwickelt hat sich aus ihrer Idee und dem was sie anfangs auf die Beine gestellt hat, @Cats at Andros, ein toller, von vielen Menschen mitorganisierter und unterstützter Tierschutzverein, der Katzen auf Andros versorgt, kastrieren lässt und teilweise vermittelt.
Es gäbe sicherlich noch viele Beispiele, aber diese drei sind mir sehr präsent und sind hier im Forum vertreten. Sie, wie auch viele andere Tierschützer und Tierschutzvereine bewirken viel, retten viele Tiere, verhindern unnötiges Tierleid (z.B. durch Kastrationen).
Wenn du dir die Aufnahme der Katzen und ihre Vermittlung nicht zutraust, kann ich das verstehen, denn du hast ja auch noch deine Familie, deine eigenen Tiere und euer Haus, du hast viel um die Ohren - aber ich spüre aus allem, was du hier schreibst und was du schon für die Kitten, ihre Mutter, für April, für das rote Kitten und für die bisher unkastrierten Streuner gemacht hast, dass das für dich eine Herzensangelegenheit ist und dass du nicht wegschauen kannst, sondern dass du helfen willst.