Zum Thema Verein beitreten: Nach welchen Kriterien sucht man sihc ein Verein denn aus? Woran erkennt man einen guten Verein. Sollte ich hier mit meiner Frage falsch sein, kann mich gern jemand schieben.1
Nach verschiedenen Kriterien würde ich sagen. Zum einen sollte auch oder vor allem ein Zuchtverein sich die Tierschutzrichtlinien auf die Fahne schreiben, d.h. z.B. keine Rassen aufnehmen, die auf dem Gutachten zum Qualzuchtparagraphen stehen.
Er sollte strenge Zuchtrichtlinien haben, die möglichst wenig 'sollte' und 'könnte' enthalten, sondern ganz klar festlegen was sein muss und was nicht sein darf.
Ein typisches Beispiel: in den meisten Vereinen heisst es 'eine Katze sollte nicht mehr als drei Würfe in zwei Jahren haben', konsequenterweise müsste es lauten 'einen Katze darf nicht mehr als drei Würfe in zwei Jahren haben'
Der Verein sollte wert auf bestimmte Untersuchungen legen und sie auch zwingend fordern, z.B. Herz- und Nierenschall, Blutgruppenbestimmungen etc. und er sollte verbieten mit Tieren zu züchten, die
heterozygot positiv für bestimmte erbliche Krankheiten sind.
Er sollte vernünftige Richtlinien für das Ausstellungswesen haben, keine Katze muss es in zwei Jahren zum Worldchampion schaffen, nur weil sie jede Woche auf Ausstellungen mit Doppelbewertungen erscheint.
Und er sollte seine Züchter auch kontrollieren, sonst sie alle Richtlinien nicht das Papier wert, auf dem sie stehen.
Andererseits sollte ein Züchter auch wissen, dass er seinen Verein nicht nur dafür hat Beiträge zu kassieren und Stammbäume auszustellen, eine Mitwirkung im Verein kann dessen Qualität nur steigern.
Du wirst es gewiss nicht leicht haben Vereine zu finden, die auch nur einen Teil dessen in den Richtlinien haben, nimm es aber trotzdem als Anhaltpunkt.
Ach ja und einen Zuchtführerschein mache ich auch gerne, saurier

In zwei Jahren komme ich darauf zurück...
den gibt es leider nicht, aber einen Sachekundenachweis kann man ablegen und das sollte ein Züchter auch tun.
Geduld, Engagement, starke Nerven und Respekt/Liebe zum Tier, (auch wenn man nicht züchtet ) sollte immer die Grundvoraussetzung sein. Darauf baut automatisch der Rest auf.
Eines würde ich noch ergänzen wollen: Ethik, sich hält Dich in den meist unsichtbaren Grenzen, auf die Du aber als Züchter stossen wirst und die Du nicht überschreiten solltest.
Und habe Konsequenz, bei dem zu bleiben und nicht davon abzuweichen, was Du bereits jetzt als möglichst ideal siehst.
Niemand muss züchten, niemand braucht Rassekatzen wirklich, es muss deshalb mehr sein als nur ein Hobby.