Hallo Petra,
das ist jetzt kein Spiel mehr und das kannst du auch so nicht laufen lassen. Um so mehr sich die Angst bei Samson verfestigt, umso mehr wird sich dieses Verhalten der beiden wahrscheinlich einspielen.
Wenn Samson faucht und knurrt, dann sagt er Einstein damit, dass er Abstand halten soll. Wenn sich Einstein daran nicht hält, dann kannst du schon in diesem Moment eingreifen, nicht erst, wenn die beiden schon am kämpfen sind. Wenn du Einstein lauern siehst, oder sonst ein Anzeichen für einen bevorstehenden Angriff wahrnimmst, dann lenke ihn ab, oder geh in diesem Moment dazwischen.
Ich weiß, dass wiederspricht dem normalen Vorgehen die Katzen ihre Streitigkeiten selbst regeln zu lassen, aber wenn einer permanent unterlegen ist (und sich in die Defensive drängen lässt), dann gelten diese Regeln so einfach nicht mehr.
Du kannst auch Samson aktiv unterstützen, indem du klar machst, dass du das nicht möchtest und auch nicht dulden wirst. Nur Einstein bestrafen bringt nichts. Lass positive Energien fließen und keine negativen.
Überhaupt liegt jetzt die Hauptaufgabe darin Samsons Selbstbewußtsein zu stärken.
Ich an deiner Stelle würde die beiden wirklich noch einmal trennen (mindestens zwei Wochen) und sie dann wieder langsam zusammenführen. Die Zeit der Trennung würde ich nutzen, um Samsons Selbstbewußtsein zu stärken. Das Clickertraining ist dazu bestens geeignet, aber auch sonstige Fangspiele mit Erfolgserlebnis und alles was ihm Spaß macht wirkt entspannend und stärkend.
Bitte denk darüber mal nach. Aufgeben würde ich jetzt wirklich noch nicht, denn dann muss dein Kater wahrscheinlich den Rest seines Lebens alleine verbringen :?:, und das wäre sehr schade. Bevor man eine Zusammenführung als gescheitert ansiehst, sollte man doch zumindest alle Möglichkeiten ausgeschöpft haben.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft.
LG