Züchter

Diskutiere Züchter im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; ich möchte das hier mal aufgreifen. für mich ist katze nicht gleich katze. ich bin bekennende rassekatzen-liebhaberin. ich möchte auch keine...
  • Züchter Beitrag #81
Hm... Also das kann ich wirklich nicht nachvollziehen... Katze ist für mich Katze - ob kurzhaarig, langhaarig, jung, alt, behindert oder einäugig... Oder dreibeinig... Gescheckt oder gestreift - das ist mir alles "wurst" (also nicht, dass ich mir die Katzen aufs Brot schmiere^^)

Vielleicht geht mir deshalb auch so das verständnis fürs Züchten ab... Mir gehts primär darum, dass ich ein armes Würmchen aufnehme, das das dringend braucht, und nicht darum, was ich dann für eine Katz zuhause hab..,

Einig bin ich mit Euch darin, dass das Vermehren verboten gehört. Wenn es null Vermehrer gibt, ist das Hauptproblem gelöst. Also dazu noch Kastrationspflicht.

ich möchte das hier mal aufgreifen.

für mich ist katze nicht gleich katze.
ich bin bekennende rassekatzen-liebhaberin.

ich möchte auch keine behinderte katze und keine hauskatze.
dazu stehe ich.
auch, möchte ich kein "armes würmchen" aufnehmen.

(sollten meine kater mal behindert werden, werde ich sie natürlich NICHT abgeben!)

ich möchte eine selbstbewußte, gut sozialisierte, gesunde katze. am liebsten einen orientalen oder ragdoll. denn ich liebe deren wesen UND deren aussehen.

man kann hier wirklich das gefühl bekommen, ein schlechter mensch zu sein, weil man eben keinen "armen wurm" aufnehmen möchte.

natürlich finde ich toll, wie aufopferungsvoll viele user, solche notFELLE aufnehmen, sie päppeln und ihnen ein wunderschönes leben bieten. keine frage.
aber DAS ist eben nicht jedermanns "sache".
ich habe andere stärken.;-)

liebe grüße
melanie
 
  • Züchter Beitrag #82
Bei unserem Tierheim z. B. werden prinzipiell nur Freigänger vermittelt. Deren Meinung nach, ist reine Wohnungshaltung Tierquälerei. Im Gegenzug dazu haben sie meiner Mutter 5 Wochen alte Babys mitgegeben (sie waren ohne Mutter ausgesetzt).

Ich wollte einmal eine Kuschelhöhle spenden und bin auch noch angepampt worden.

Es sind mit Sicherheit nicht alle Tierheime so, aber es gibt offensichtlich genügend davon.
 
  • Züchter Beitrag #83
Von vornherein muß ich zugeben, dass ich nicht alles hier gelesen habe... aber ich denke ich habe durchaus verstanden, um was es geht.... ;-)

Also, wir hatten früher eine EKH Freigänger Katze, die habe ich über alles geliebt.....

Und nun war unser Traum eben eine BKH zu haben (Bella) und wir haben länger gesucht bis wir den passenden Züchter und alles und generell gefunden haben, wobei ich sagen muß, dass ich wenn wir nicht Bellas Züchterin gefunden hätten wohl doch mal ins Tierheim gegangen wären.... allerdings hatten wir dann dass große Glück und haben dann doch noch eine Züchterin gefunden, die uns zusagt. Als wir uns für die zweite Katze entschieden haben, da waren wir auch im Tierheim, allerdings gabs da nur Freigänger und ich wollte nicht noch warten, bis denn mal eine Wohnungskatze ins Tierheim kommt und dann fanden wir durch Zufall Luna, die ja auch eine BKH ist, da ich ja auch ein wenig danach schaute, dass sie ein wenig vom Charakter gleich sind die Beiden....

Nun, was ich damit sagen möchte ist, dass ich froh bin, meine Zwei zu haben. Weil deshalb gibts ja unterschiedliche Rassen, damit eben für wirklich jeden Geschmack was dabei ist. Ich jedenfalls glaube dass wenn wir uns irgendwann nochmal für Katzen entscheiden sollten, es wieder Zuchttiere werden. Und auch ich schäme mich nicht dafür oder habe ein schlechtes Gewissen, dass ich mich für unsere zwei wundervollen Mädels entschieden habe, denn auch die Zwei hatten ein Recht auf ein schönes zu Hause, wie es mit Sicherheit auch jede Tierheim Katze hat.

Was ich auch echt hart finde, ist die Behauptung, dass Züchter eine emotionale Beziehung zu ihren Tieren aufbauen. Ich kann nur sagen, oh doch das tun sie.... habe ich selber bei meinen Zwei miterlebt. Weil ich finde, dann kann man dass auch von den Tierheim mitarbeitern behaupten, also dass sie keine emotionale Beziehung zu den Tieren aufbauen... und genau dass tun sie, wie jeder seriöse Züchter dass auch tut, dem einen fällt es nur etwas leichter eines seiner Tiere abzugeben dem anderen nicht.
 
  • Züchter Beitrag #84
Also...ich wollte, bevor ich meine Katzen bekommen habe immer total gern eine Kathäuser haben. Ich fand die Fellfarbe, die Augen und die Kopfform wunderschön.
Nun hatte ich aber eben kein Geld für eine richtige Rassekatze.
Damals war ich auch noch sehr unwissend bezüglich Züchter vs. Vermehrer usw, aber selbst 350€ für eine Vermehrer-Kathäuser waren mir zu viel.
Ich bin dann durch Zufall zu den beiden Kater-Waisenkitten gekommen. Und charakterlich finde ich sie wirklich reizend. Manchmal auch :evil:reizend. :smile:
Und zu Molly bin ich auch durch Zufall gekommen.

Fakt ist, ich habe 3 Katzen vor dem Tierheim bewahrt und ich fühle mich gut damit.

Ob man nun züchten SOLLTE oder nicht, dass ist sicher eine moralische und ethische Frage, die man nicht klar mit JA oder NEIN beantworten kann.

Ich denke aber, es würde nicht weniger Katzenleid geben, wenn es keine Züchter gäbe. Im Gesamtbild meine ich. Klar ist der Geschlechtsakt für die einzelne Katze nicht wirklich angenehm.
Was ich weiß: Wenn ich nach diesen Katzen wieder Katzen haben möchte (ich hoffe, dass meine 3 noch seeehr alt werden), dann möchte ich wieder Kitten haben. Denn es ist wundervoll, sie aufwachsen zu sehen.

Jeder muss selbst entscheiden, wo er seine Tiere holt. Und ich finde, jeder sollte offen für alles sein, ob nun Rassekatze, Tierheim-Katze oder Streuner. Alle können Zuckersüß sein und haben ein schönes artgerechtes Leben verdient.

Letztendlich finde ich aber, dass Zucht nicht sein MUSS. Vor allem, wenn man sieht, wie viele Rassekatzen prädestiniert sind für gewisse Erkrankungen. Auch bei Hunden. Die Mischlingshunde sind meist die gesündesten. Aber das ist nur eine Meinung von vielen. :)
 
  • Züchter Beitrag #85
dann hattest Du bisher Glück, denn gutes soziales Verhalten vererbt sich in der Regel nicht, wie bei Menschen müssen es Katzen auch lernen-



Nein russian, das war niemals nur Glück!!!
Ich habe "vererben" bewusst in Anführungsstriche gesetzt, weil meine Katzen immer voneinander gelernt haben, wie sie miteinander umzugehen haben. Selbst Stresskatzen, wie meine BKH Mona werden in die Gruppe integriert.
 
  • Züchter Beitrag #86
Nein russian, das war niemals nur Glück!!!
Ich habe "vererben" bewusst in Anführungsstriche gesetzt, weil meine Katzen immer voneinander gelernt haben, wie sie miteinander umzugehen haben. Selbst Stresskatzen, wie meine BKH Mona werden in die Gruppe integriert.

und ich liebe deshalb meine Russen, ihr Wesen ist so sanft und freundlich, dass es mir überhaupt möglich war hier immer auch eine alte Tierschutzkatze zu halten, mit der gehen sie sehr lieb um.

Sind aber auch sehr liebevoll aufgezogene Rassekatzen, und das ist schon charakterprägend
 
  • Züchter Beitrag #87
Letztendlich finde ich aber, dass Zucht nicht sein MUSS. Vor allem, wenn man sieht, wie viele Rassekatzen prädestiniert sind für gewisse Erkrankungen. Auch bei Hunden. Die Mischlingshunde sind meist die gesündesten. Aber das ist nur eine Meinung von vielen. :)

Hallo,

das ist jetzt zwar offtopic, aber dieses Gerücht hält sich wirklich wacker, das Rassekatzen empfindlicher für Krankheiten sind. Dem ist nicht so, ich glaube nur, das man bei Rassekatzen eher etwas hört, eben weil die Züchter testen, wieviele Besitzer mit Hauskatzen lassen ihre komplett durchchecken, auf PKD, HCM usw. ? ;-)

Hand aufs Herz, auf was sind deine alles getestet?

lg Juli
 
  • Züchter Beitrag #88
Hallo,

das ist jetzt zwar offtopic, aber dieses Gerücht hält sich wirklich wacker, das Rassekatzen empfindlicher für Krankheiten sind. Dem ist nicht so, ich glaube nur, das man bei Rassekatzen eher etwas hört, eben weil die Züchter testen, wieviele Besitzer mit Hauskatzen lassen ihre komplett durchchecken, auf PKD, HCM usw. ? ;-)

Hand aufs Herz, auf was sind deine alles getestet?

lg Juli

*zustimmend nick*, erst seit Züchter ihre Tiere auf erbliche Erkrankungen untersuchen lassen, sind diese bekannter geworden, vorhanden sind die meisten Krankheiten aber bei allen Katzen, auch bei den Hauskatzen
 
  • Züchter Beitrag #89
[...] Letztendlich finde ich aber, dass Zucht nicht sein MUSS. Vor allem, wenn man sieht, wie viele Rassekatzen prädestiniert sind für gewisse Erkrankungen. Auch bei Hunden. Die Mischlingshunde sind meist die gesündesten. Aber das ist nur eine Meinung von vielen. :)

Nun, das ist so aber nicht ganz richtig, denn ohne seriöse Zucht wären viele Krankheiten gar nicht bekannt geworden.

Ich zitiere dazu mal etwas:

Zitat [...] ein vorredner schrieb,das die erkrankung bei hauskatzen häufiger ist-jedoch weniger erkannt...(die katze,die vom baum fällt...)
[...] Richtig, denn die meisten Hauskatzenbesitzer trauern zwar um ihre Tiere, forschen aber nicht nach, woran die Katzen tatsächlich gestorben sind. Oder kennst du jemanden, der seine Katze hat obduzieren lassen? Wozu auch, sie ist tot und das Wissen um den Grund bringt eigentlich niemandem etwas. Bei Rassekatzen, zumal Zuchtkatzen oder solchen, mit deren Linien viel gezüchtet wird, ist das anders und es ist sehr häufig der Fall und auch wichtig für die Zucht, dass man genau weiß, woran und weshalb die Katze gestorben ist. Ich gehe die Wette ein, dass die Tiere, die für eine Obduktion in der Patho landen, zu 90 % Rassetiere sind. Macht ja auch Sinn, denn bei denen weiß man, wo Verwandtschaft lebt, zur Zucht eingesetzt wird und kann - bei erkannter erbbedingter Krankheit, handeln. Bei wie vielen Bauernhofkatzen weißt du denn noch, wo nach - sagen wir mal 10 Jahren - die Eltern, weitere Geschwister und Halbgeschwister etc. leben?! Bei Rassekatzen kannst du das im Normalfall nachvollziehen und evtl. Linien stilllegen oder überprüfen. [...]

[...] Zuchtkatzen haben die gleichen Krankheiten wie Haus- oder wild lebende Katzen, denn sie stammen von ihnen ab, bzw. wurden in die Zucht Hauskatzen eingekreuzt.
Das diese Krankheiten vermehrt bekannt wurden liegt an der Zucht, weil nämlich die Züchter die Krankheiten und oft unbekannten Todesursachen ihrer Tiere nachgegangen sind, und erreicht haben, dass die Medizin sich damit beschäftigt.
Die Natur merzt leider nicht jede Krankheit aus, im Gegenteil in enger Populationen und mit rezessiver Vererbung kann sie die Krankheiten sogar streuen oder im Erbgut verfestigen.
Ich gebe Dir mal ein klassisches Beispiel: Manxkatzen (schwanzlos) behaftet mit einem Lethalfaktor, d.h. verpaaren sie sich reinerbig sterben die Föten im Mutterleib, nur mit Katzen verpaart die einen normalen Schwanz haben überleben die Kitten.
Jeder würde nun annehmen, das der Manxfaktor logisch aussterben müßte, würde vielleicht auch sein, wenn diese Katzen auf großer Fläche gelebt hätten, aber die Ile of Man ist eine Insel, und somit wurde ein böser Gendefekt quasi über Inzucht weiter gegeben, und niemand weiß mehr wieviele der Katzen mit Schwanz ihn tragen.
Die Natur braucht viel Fläche und noch mehr Zeit um auszumerzen was für Art gefährlich sein kann [...]
 
  • Züchter Beitrag #90
Wer sind die „Bösen“? - das frage ich mich...


Für mich sind das die, die beim Vermehrer kaufen. Die, die vermehren. Die, die ihre Katzen nicht kastrieren lassen. Die, die ihre Katzen aussetzen. Die, die ihre Katzen – egal in welcher Hinsicht – schlecht behandeln und keine Verantwortung übernehmen. Die, die ihre ehemals für süß und herzig befundenen Mutzliputzlis dann doch lieber „abgeben“ (= loswerden) wollen, weil sie mit der Zeit nicht mehr ins eigene Leben passen oder ganz einfach lästig werden. Oder alt. Oder krank. Nach dem Motto: Der Lack ist ab, genug der Katze, jetzt mal was anderes! Was Neues!

Gäbe es all diejenigen nicht, dann wären die Tierheime relativ leer. Dann säßen dort nur die Tiere, die aus einem triftigen Grund abgegeben worden wären. Diese Tiere hätten einen Namen und eine Geschichte, die bei der Vermittlung erzählt werden könnte. Von dem älteren Herrn abgegeben, weil der Freigänger-Kater nicht mit ins Pflegeheim darf. Aus einer Scheidungsfamilie stammend, in der es in den neuen Konstellationen keinen adäquaten Lebensraum mehr für die drei Katzen gibt. Oder aus sonstigen nicht trivialen Gründen, die es eben manchmal gibt. Gut, die "Verlorenen" wären auch noch als Fundkatzen anwesend, könnten aber – wenn gechipt – schnellstmöglich wieder nach Hause vermittelt werden, da es ja ein Zuhause gibt.

Die "Bösen" sind für mich auch die unseriösen Käufer von Katzen aus einer seriösen Zucht. Viel Geld zahlen, vorgeblich viel Status erwerben durch „Rassekatzen“. Wenn man nach einiger Zeit keinen Bock mehr drauf hat, dann einfach bei eBAY für viel Kohle verscherbeln – und das Rückkaufsrecht des Züchters damit unterlaufen. Gibt es auch.

Und die "Guten"?
Für mich sind das diejenigen, die Tierheim-Tiere oder im weiteren Sinne Tierschutz-Tiere adoptieren. Oder die, die – selbst seriös – bei einem seriösen Züchter kaufen. Seriöse Züchter sind für mich auch „die Guten“.

Womit ich selbst schlecht klarkomme? Das sind selbsternannte Gutmenschen. Die mit einem gewissen moralischen Stolz mir vorwerfen, ich hätte auch statt zweier schon ziemlich „erwachsener“ BKH/BLH Rassekatzen, die ich über das (in meinem Fall funktionierende) Rückkaufsrecht der Züchterin adoptieren durfte, auch Tierheim-Katzen aufnehmen können. Nee, nicht können, sondern: sollen! Denn sie selbst – also die Gutmenschen – haben ja auch einem blinden Dreibein-Mupfelchen die Tötungsstation erspart. OK. Jetzt pointiere/karikiere ich – vielleicht zu stark.

Wenn jemand einem blinden Dreibein-Mupfelchen die Tötungsstation erspart, dann finde ich das ohne wenn und aber großartig. Und viele machen so etwas, tun Gutes und sprechen nicht groß darüber. Schlimm finde ich aber das moralische Schwert: Seht her, so habe ich das gemacht, ich bin toll, macht es mir mal nach!

Fazit für mich: Ich habe Rassekatzen und setze mich für den Tierschutz gegen die „Bösen“ ein. Weil ich die wirklich „böse“ finde. Und ich würde mich freuen, wenn seriöse Käufer, seriöse Züchter und Tierschützer gemeinsam einen unemotionalen und nicht so gar moralisierenden Konsens fänden: für Kastration, gegen Vermehrung, gegen Verantwortungslosigkeit!


Liebe Grüße
von den zwei Zwucks und mir
 
  • Züchter Beitrag #91
♥♥♥ :a066: ♥♥♥
 
  • Züchter Beitrag #92
Darf ich mich dann bitte auch zu den "selbsternannten Gutmenschen" zählen???

Danke, jetzt weiss ich endlich, wie sch*** ich bin. Wäre mir vorher nicht aufgefallen.

Es nervt echt, wenn hier von "moralischer Keule" gesprochen wird, obwohl eigentlich nur Tatsachen aufgezählt worden sind.

Danke!

:evil:
 
  • Züchter Beitrag #93
Hast du denn wirklich etwas anderes erwartet?
He, du kennst doch den Ablauf inzwischen!
 
  • Züchter Beitrag #94
Darf ich mich dann bitte auch zu den "selbsternannten Gutmenschen" zählen???

Danke, jetzt weiss ich endlich, wie sch*** ich bin. Wäre mir vorher nicht aufgefallen.

Es nervt echt, wenn hier von "moralischer Keule" gesprochen wird, obwohl eigentlich nur Tatsachen aufgezählt worden sind.

Danke!

:evil:

susanne,
nix für ungut,
aber die moralische keule hast du, meiner meinung nach, zuerst geschwungen.;-)

ich finde eben nicht, dass du tatsachen aufgezählt hast, sondern rassekatzenliebhabern "eine geknallt" hast.

Hast du denn wirklich etwas anderes erwartet?
He, du kennst doch den Ablauf inzwischen!

was ist das für ein sinnvoller beitrag?
 
  • Züchter Beitrag #95
Darf ich mich dann bitte auch zu den "selbsternannten Gutmenschen" zählen???

Danke, jetzt weiss ich endlich, wie sch*** ich bin. Wäre mir vorher nicht aufgefallen.

Es nervt echt, wenn hier von "moralischer Keule" gesprochen wird, obwohl eigentlich nur Tatsachen aufgezählt worden sind.

Danke!

:evil:

Also, ich zumindest habe das nicht so auf dich gezogen gelesen :a066: - du hast, wie du schon sagtest, argumentiert und von einem gewissen Standpunkt (der aber nicht der meine ist :wink:), kann ich das durchaus nachvollziehen, auch wenn du da shcon ein bisschen mit dem Moralischen argumentiert hast.

Aber du musst schon zugeben, dass da von anderer Seite schon versucht wurde, ziemlich viel 'emotionalen Druck' aufzubauen ;-).
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Züchter Beitrag #96
Wenn jemand einem blinden Dreibein-Mupfelchen die Tötungsstation erspart, dann finde ich das ohne wenn und aber großartig. Und viele machen so etwas, tun Gutes und sprechen nicht groß darüber. Schlimm finde ich aber das moralische Schwert: Seht her, so habe ich das gemacht, ich bin toll, macht es mir mal nach!

Also, wenn ich das hier lese, sagt es mir nur eins: kümmere Dich um deine Notfelle, schön und gut, aber BITTE behalt es für Dich, und nerv uns nicht damit - man könnte ja ein schlechtes Gewissen kriegen!

DAS find ich wirklich ÜBERHAUPT nicht ok.

Wenn man mal meine Beiträge in diesem Thread liest, sollte man feststellen - wenn man lesen kann - dass ich hier (und zwar ausdrücklich!) niemandem ein "schlechtes Gewissen" mache, sondern mal zum Nachdenken anregen will!

Ist aber offenbar leider schon zu viel.

Leute, ich reg mich über nix auf.

Aber JETZT und HIER das, das regt mich auf!!!!!

PS: danke Sauri, Du hast das so begriffen, wie ich´s gemeint hab.
 
  • Züchter Beitrag #97
Wer sind die „Bösen“? - das frage ich mich...


Für mich sind das die, die beim Vermehrer kaufen. Die, die vermehren. Die, die ihre Katzen nicht kastrieren lassen. Die, die ihre Katzen aussetzen. Die, die ihre Katzen – egal in welcher Hinsicht – schlecht behandeln und keine Verantwortung übernehmen. Die, die ihre ehemals für süß und herzig befundenen Mutzliputzlis dann doch lieber „abgeben“ (= loswerden) wollen, weil sie mit der Zeit nicht mehr ins eigene Leben passen oder ganz einfach lästig werden. Oder alt. Oder krank. Nach dem Motto: Der Lack ist ab, genug der Katze, jetzt mal was anderes! Was Neues!

Gäbe es all diejenigen nicht, dann wären die Tierheime relativ leer. Dann säßen dort nur die Tiere, die aus einem triftigen Grund abgegeben worden wären. Diese Tiere hätten einen Namen und eine Geschichte, die bei der Vermittlung erzählt werden könnte. Von dem älteren Herrn abgegeben, weil der Freigänger-Kater nicht mit ins Pflegeheim darf. Aus einer Scheidungsfamilie stammend, in der es in den neuen Konstellationen keinen adäquaten Lebensraum mehr für die drei Katzen gibt. Oder aus sonstigen nicht trivialen Gründen, die es eben manchmal gibt. Gut, die "Verlorenen" wären auch noch als Fundkatzen anwesend, könnten aber – wenn gechipt – schnellstmöglich wieder nach Hause vermittelt werden, da es ja ein Zuhause gibt.

Die "Bösen" sind für mich auch die unseriösen Käufer von Katzen aus einer seriösen Zucht. Viel Geld zahlen, vorgeblich viel Status erwerben durch „Rassekatzen“. Wenn man nach einiger Zeit keinen Bock mehr drauf hat, dann einfach bei eBAY für viel Kohle verscherbeln – und das Rückkaufsrecht des Züchters damit unterlaufen. Gibt es auch.

Und die "Guten"?
Für mich sind das diejenigen, die Tierheim-Tiere oder im weiteren Sinne Tierschutz-Tiere adoptieren. Oder die, die – selbst seriös – bei einem seriösen Züchter kaufen. Seriöse Züchter sind für mich auch „die Guten“.

Womit ich selbst schlecht klarkomme? Das sind selbsternannte Gutmenschen. Die mit einem gewissen moralischen Stolz mir vorwerfen, ich hätte auch statt zweier schon ziemlich „erwachsener“ BKH/BLH Rassekatzen, die ich über das (in meinem Fall funktionierende) Rückkaufsrecht der Züchterin adoptieren durfte, auch Tierheim-Katzen aufnehmen können. Nee, nicht können, sondern: sollen! Denn sie selbst – also die Gutmenschen – haben ja auch einem blinden Dreibein-Mupfelchen die Tötungsstation erspart. OK. Jetzt pointiere/karikiere ich – vielleicht zu stark.

Wenn jemand einem blinden Dreibein-Mupfelchen die Tötungsstation erspart, dann finde ich das ohne wenn und aber großartig. Und viele machen so etwas, tun Gutes und sprechen nicht groß darüber. Schlimm finde ich aber das moralische Schwert: Seht her, so habe ich das gemacht, ich bin toll, macht es mir mal nach!

Fazit für mich: Ich habe Rassekatzen und setze mich für den Tierschutz gegen die „Bösen“ ein. Weil ich die wirklich „böse“ finde. Und ich würde mich freuen, wenn seriöse Käufer, seriöse Züchter und Tierschützer gemeinsam einen unemotionalen und nicht so gar moralisierenden Konsens fänden: für Kastration, gegen Vermehrung, gegen Verantwortungslosigkeit!


Liebe Grüße
von den zwei Zwucks und mir

Danke für diesen Beitrag!!
 
  • Züchter Beitrag #98
[...] PS: danke Sauri, Du hast das so begriffen, wie ich´s gemeint hab.

Ich denke schon und ich denke (das schrieb ich ja schon), dass das eher auf solche Aussagen bezogen war, die anderen vorwerfen, alles, was nicht Rassekatze sei, sei in deren Augen minderwertig, wer Rassekatzen und keine Tierheim-Katzen aufnimmt, habe kein Herz und Züchter hätten eh kein emotionales Verhältnis zu ihren Tieren...

Es ist halt so, dass da tatsächlich zwei Lebenseinstellungen aufeinandertreffen. Ich finde eben, dass man am falschen Ende ansetzt, wenn man ausgerechnet seriöse Zucht abschaffen will - aber da waren wir ja shcon bei den Rassebezeichnungen unterschiedlicher Ansicht, was die Frage angeht, wo man am besten ansetzen sollte, um ein sinnvolles Ergebnis zu erlangen.

Ich denke halt, dass man lieber diejenigen unterstützen sollte, die sich wirklich Gedanken machen und zum Züchter gehen, als ihnen einzureden, dass sie und die Züchter Schuld an der Katzenüberpopulation seien.

Wenn jemand 'Schuld' trägt, sind das diejenigen, die sich verantwortungslos verhalten und bei denen sollte man ansetzen - aber die sind ja schwer greifbar. Im Umkehrschluss das jetzt auf die Rassekatzen umzumünzen und denen, die sich für seriöse Zucht einsetzen, vorzuwerfen, dass sie das nur tun, weil sie Hauskatzen für 'minderwertig' halten - naja...

EDIT: Ich plädiere ja immer wieder für einen qualitativ anspruchsvollen Züchterführerschein, das würde zum einen die Spreu vom Weizen trennen und zum anderen auch die Masse insgesamt eindämmen. Aber leider mahlen die Mühlen da seeeehr langsam.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Züchter Beitrag #99
Neryz, häng dich nicht dran auf ... mach du deinen Tierschutz wie du ihn am besten kannst und ziehe dir nicht so komische Stiefelchen an, die jemand dir vor die Füße knallt du Gutmensch( knuff).

Ich finde aus diesen Geschichten kann sich jeder sein Teil herausnehmen und als Denkanstoß nutzen und überlegen wo bringe ich mich ein. Aber daraus so verwerflich selbsternannte Gutmenschen zu machen und das sogar noch verurteilen wenn sie Herzblut und vielleicht zu viel davon einsetzen, finde ich nun ziemlich daneben.

lg
Verena
 
  • Züchter Beitrag #100
WOW!!!! WOW!!!!

Bitte erst bis zu ende lesen und dann über mich herfallen!

In nicht mal 48 Stunden 1725 Zugriffe und 98 Antworten.

Eigentlich hatte ich ja vor mit diesem Thread zu provozieren!
Denn in meinen Augen sind auch Züchter Vermehrer!
Und dann lese ich die ganzen Antworten und Meinungen.
Ganz langsam dämmerte mir was. Sollten die Verantwortungsbewussten Züchter doch keine Vermehrer sein?
Mal eben so zwischendurch die Links die Saurier (bist du eigentlich ein Wandelnes Foren Archiv:lol:?) eingestellt hat durchgelesen.
Ja, und jetzt bleibt mir nichts anderes übrig als mich bei allen Verantwortungsbewussten Katzenzüchtern zu entschuldigen
Entschuldigung!!!!
Denn oben genannte Züchter sind keine Vermehrer!!
Jedoch sollte man bedenken, das es nicht nur noch Rassekatzen geben darf. Denn die würden dann so teuer wie Gold! Also doch noch ein paar Lastramis züchten. :mrgreen: Denn nicht jeder kann sich eine Rassekatze leisten.
Gruß Helmut
 
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