Katze liegt im Sterben

Diskutiere Katze liegt im Sterben im Regenbogenbrücke Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo Gitti! Super, Du bist auf dem richtigen Weg! Ich drück Dich mal. Sicher werden noch einige Tage und Stunden kommen, in denen Du verzweifelt...
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #81
Hallo Gitti!
Super, Du bist auf dem richtigen Weg! Ich drück Dich mal.
Sicher werden noch einige Tage und Stunden kommen, in denen Du verzweifelt bist. Und dass es morgens nach dem Wachwerden am schlimmsten ist, ist leicht erklärbar. Im Schlaf "vergisst" man. Man ist in einer anderen Welt. Wenn man dann aus dem Schlaf in die Wirklichkeit zurückkommt, kommt auch die Erinnerung wieder. Und dann trifft es einen mit voller Wucht, da man die Sorgen und Nöte zurückgelassen hat. Plötzlich mit einem Schlag ist alles wieder da. Und dann braucht man wieder ein paar Stunden, um sich wieder an das Leid zu "gewöhnen".
Aber es ist ein grosser Fortschritt, dass Du nun so weit bist, Kelly loszulassen.
Deinem Mann sei nicht böse. Ich kenne ihn nicht aber wahrscheinlich möchte er auch nicht mit Dir über Kelly sprechen, weil er Angst hat, dass er Dich dann wieder daran erinnert. Und dann sagt er vllt lieber nichts, um nicht Gefahr zu laufen, dass wieder alles von vorne beginnt.
Mach weiter so und Du wirst sehen, mit der Zeit bleibt die glückliche Erinnerung an eine sehr alte Katzendame, der Du den letzten Weg geschenkt hast, indem Du sie hast gehen lassen.
 
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #82
Ich weiß, dass ich wieder in die Zukunft schauen muss, aber das ist halt nicht so einfach.
Heute war eher ein schlechterer Tag. Irgendwie war ich heute einfach nur traurig und ich vermisse sie wieder so sehr. Diese Stille und die leere Wohnung sind so schlimm. Ich spüre, dass ich zur Zeit nicht so gern zu hause bin, außer es kommt jemand und lenkt mich ab.
Aber wenigstens habe ich heute nicht weinen müssen. Irgendwie kann ich es immer noch nicht glauben, dass Kelly morgen schon eine Woche tot sein soll. Es kommt mir vor, als wäre es gestern gewesen, als ich sie noch streichelte und ihr warmes Fell spüren konnte. Es ist wie in einem Film. Alles ist so unrealistisch. Manchmal meine ich, ich wache auf und alles ist wieder wie früher.
 
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #83
Servus Gitti,

auch meine liebe Mona ist am Donnerstag Abend von uns gegangen, mit gerade mal 1 Jahr. Das ganze ging einfach viel zu schnell und es ist einfach schlimm. Obwohl ich noch die zwei Kater zuhause habe ist es einfach nicht mehr das selbe, ob beim Futter machen, Katzenklo misten oder beim Schlafen gehen, es kommen mir immer wieder die Tränen wenn ich daran denke dass sie nie mehr zurück kommen wird. Ich weiß nicht ob die anderen Katzen das genauso wahrnehmen können wie wir menschen aber ich glaube dass Leeroy sie vermisst, denn seitdem sie weg ist, rennt er öfter von raum zu raum und stößt herzzerreissende Maunzer aus.

Ich schick dir eine dicke umarmung und kann deine Trauer sehr gut verstehen. Ich hoffe für uns beide dass wir diese schwere Zeit, so gut es geht, überstehen und lernen mit diesem Verlust und dem Schmerz umzugehen.
 
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #84
Heute ist Kelly genau 1 Woche nicht mehr bei mir. Als ich heute von der ARbeit nach hause kam, begann ich sofort zu weinen. Es war das erste Mal seit ihrem Tod, dass ich wieder in die Arbeit ging. Um halb zwei - ihre Sterbezeit- lag ich mich aufs Bett an die Stelle als sie von mir ging. Es war so schlimm. Ich weinte wieder so arg. Ich konnte mich an alles ganz genau erinnern. Danach bin ich an ihr Grab gefahren. Es ist immer noch wie ein Traum. Ich weiß, dass ich mich daran gewöhnen muss, aber es ist einfach so schwer. Es kommt mir vor, als wäre es gestern gewesen, als sie noch bei mir war. Was ich seltsam finde ist, dass ich Angst habe sie zu vergessen. Manchmal denke ich, der Schmerz kann erst aufhören, wenn ich nicht immer an Kelly denken muss. Aber dann habe ich sie ja auch auf eine gewisse Art vergessen. DAs finde ich ihr gegenüber nicht fair, wo ich sie doch so sehr geliebt habe. Irgendwie habe ich Angst davor nicht mehr an sie zu denken. Wo sie doch 18 Jahre mein Lebensinhalt war. Meine GEfühle wechseln sich ständig ab. Ein eigenartiges GEfühl. Sie fehlt mir so sehr. Aber ich weiß, dass ich sie loslassen muss. Ich weiß aber auch, dass ich das immer noch nicht wirklich getan habe.
 
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #85
Du wirst sie niemals vergessen. Glaube mir.
Loslassen bedeutet niemals vergessen.

Ich denke noch heute an meine Lieblingskatze die ich als Kind verloren habe.
Und von meiner geliebten Sonic habe ich ein Video zusammengebastelt. Also aus leiter kleinen Aufnahmen, mit Musik im Hintergrund, Text, usw.
Vielleicht hilft dir sowas, wenn du Angst hast sie zu vergessen.

Mir hat übrigens diese Bearbeitung der Videos zu einem Komplettstück sehr geholfen bei der Trauerbewältigung.
Wäre das eine Möglichkeit für dich?

Oder du machst aus Fotos irgendwas wo dich an sie erinnert.
 
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #86
Servus Gitti,

auch meine liebe Mona ist am Donnerstag Abend von uns gegangen, mit gerade mal 1 Jahr. Das ganze ging einfach viel zu schnell und es ist einfach schlimm. Obwohl ich noch die zwei Kater zuhause habe ist es einfach nicht mehr das selbe, ob beim Futter machen, Katzenklo misten oder beim Schlafen gehen, es kommen mir immer wieder die Tränen wenn ich daran denke dass sie nie mehr zurück kommen wird. Ich weiß nicht ob die anderen Katzen das genauso wahrnehmen können wie wir menschen aber ich glaube dass Leeroy sie vermisst, denn seitdem sie weg ist, rennt er öfter von raum zu raum und stößt herzzerreissende Maunzer aus.

Ich schick dir eine dicke umarmung und kann deine Trauer sehr gut verstehen. Ich hoffe für uns beide dass wir diese schwere Zeit, so gut es geht, überstehen und lernen mit diesem Verlust und dem Schmerz umzugehen.
Es tut mir sehr leid für deine Mona,sie war gerade mal ein Jahr,hatte sie eine Krankheit wenn ich fragen darf,weil das ging ja sehr schnell......:roll::oops:Ja die anderen Katzen nehmen das sehr sogar wahr das Mona nicht mehr da ist,Katzen sind sehr feinfühlige Lebewesen,das merkt man auch wie du schreibst das Leeroy herzzerreißende Maunzer macht und von Raum zu Raum rennt,er vermisst ist sehr deutlich.....:-(Ich schicke dir auch eine dicke Umarmung von mir,kann es nachvollziehen wie es dir geht,meine Minkimaxi starb vor 13 Wochen in meinen Armen.....Es wird dauern bis du damit umgehen kannst,lasse deine Trauer zu und schreibe es dir von der Seele das hilft,ganz liebe Grüße und Gute Nacht....
 
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #87
Huhu,

es tut mir leid, dass Du so leidest.:cry:

Wir haben jetzt den vierten Kater. Den Ersten, Tinka habe ich zu meinem 10. Geburtstag bekommen. Er ist nach 11,5 Jahren von einem Freigang nicht zurückgekehrt.................
Noch im gleichem Jahr haben wir Mikesch aus des Tierheim zu uns genommen. Er hatte Katzenaids und musste eingeschläfert werden. Ich war bis zu seinem letztem Atemzug bei ihm. Es war entsetzlich. Mein Bruder war bei mir, ich habe ihn noch nie (und danach nie wieder) so weinen gesehen. Danach wollten wir nie wieder eine Katze haben. Doch manchmal kommt es anders als man denkt. Fast 10 Jahre nach Mikesch Tod ist meinem Bruder auf der Arbeit ein Kater zugelaufen.

Da mein Bruder bereits zwei BKH besitzt kam der Kater zu uns (16. Januar 2009). Mein Sohn gab ihm den Namen Shanks. Wir merkten schon nach kurzer Zeit, dass er krank war. Mitte Februar wurde seine schwere Herzerkrankung festgestellt und lt. Aussage der Tierärzte wurde eine weitere Lebenserwartung von max. 6 Monaten prophezeit. Wir hatten noch 3,5 schöne, gemeinsame Jahre und haben jeden Tag genossen, obwohl wir wussten, dass diese Zeit sehr begrenzt ist.

Tinka, Mikesch und Shanks sind jetzt Sternenkatzen, die ihren Platz immer in unseren Herzen haben. Die Erinnerungen an Tinka und Mikesch sind mit der Zeit etwas verblasst. Wir schauen uns aber gerne ihre Fotos an und dann fällt jedem ein Erlebnis ein. Von Shanks konnte ich mir lange keine Bilder anschauen, dazu war der Schmerz noch zu frisch.

Kurz vor Ostern hat uns ein Nachbar, der oft von Shanks besucht wurde, eine Collage mit Bildern von Shanks geschenkt. Auf einem Bild ist Shanks gemeinsam mit seiner Katze zu sehen, die ihn auch sehr vermisst hat. Wir haben uns angeschaut und mussten alle lächeln. Die Fotos hängen hier über dem PC. Immer wenn ich es anschaue zaubern mir die Erinnerung an diesen wundervollen Kater ein Lächeln auf das Gesicht.

Es gibt verschiedene Phasen der Trauer. Ganz egal ob ein geliebter Mensch, oder ein geliebtes Tier stirbt. Jeder geht anders damit um und braucht seine Zeit. Manchmal gibt es auch Rückschläge, z.B. an bestimmten Uhrzeiten. Mir graut es auch schon etwas vor dem 12.06. (18:52 Uhr).

Auch Du wirst an den Punkt gelangen, an dem Dir die Erinnerungen an Kelly ein Lächeln auf das Gesicht zaubern.

Du bist nicht allein. Lass Dich drücken.

LG
 
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #88
Hallo Gitti,

sehr lange lese ich nun bereits still mit. Ich habe nichts geschrieben, weil mich deine Erlebnisse und vorallem deine Gefühle so sehr an meine eigene Geschichte erinnert haben, die auch erst 4 Monate her ist und ich ein wenig Angst hatte, alle Wunden würden wieder zu sehr aufgerissen. Nun möchte ich dir aber doch ein paar Zeilen schreiben - vielleicht um dir Mut zu machen.

Zuerst natürlich tut es mir so unendlich leid, dass du deine Süße verloren hast und was du gerade durchmachst. Wie gesagt - ich verstehe dich so gut, da ich exakt die gleichen Gedanken und Gefühle hatte wie du nachdem mein Gassi nach fast 19 gemeinsamen Jahren ins Regenbogenland ging. Ich konnte ewig nicht essen, habe nur von Milch gelebt, bis seine Asche endlich wieder daheim war, ich konnte nicht atmen, habe fast 24 Stunden nur geheult, ich wollte immer schnell nach Hause und habe es hier dann doch kaum ausgehalten ... Ich habe auch einen eigenen Thread hier, der nach wie vor von mir genutzt wird - auch nach 4 Monaten noch, täglich - "Es tut so weh", Barbi ...

Dieser Thread ist extrem lang, das weiß ich ... Aber vielleicht möchtest du dort doch ein wenig lesen, einfach um zu sehen, dass der Tag kommen wird, an dem alles tatsächlich leichter werden wird, an dem die Ängste kleiner werden, dass man vergisst, an dem man wieder atmen kann, an dem man wieder lächeln kann beim Ansehen der Bilder, an dem man wieder anfängt neue Pläne zu machen - auch, wenn es immer wieder Momente gibt, wo man sich schlechter fühlt ...

Auch geholfen hat mir, dass ich besondere Erinnerungen angefangen habe aufzuschreiben - einige sind hier sogar in meinem Tagebuch.

Es gibt kaum etwas, was dich trösten kann, es gibt nichts, was dir den Schmerz nehmen kann, aber ich möchte dir ein wenig Mut machen ... Gibt nicht auf, es wird besser, auch wenn es dauert ...

Liebe Grüße,
Bärbel
 
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #89
Ich danke euch alle für eure tröstenden Worte.
Ja jeder Tag ist anders. Gestern war es natürlich ganz schlimm, weil es genau 1 Woche her war. Ich glaube ich werde die nächsten Montage immer um halb zwei an sie denken und weinen. Meine ARbeit lenkt mich etwas ab, weil wir auch so viel zu tun haben. Aber wenn ich mittags heim komme, wird mir schon auf dem Nachhauseweg bewusst, dass ich wieder in eine leere Wohnung kommen werde. Ich stelle fest, dass ich nun etwas länger in der Arbeit bleibe und danach langsamer laufe als sonst. Auch denke ich immer darüber nach, wohin ich gehen könnte oder wen ich besuchen könnte, nur damit ich nicht nachhause muss. WEnn ich dann da bin, überkommt mich wieder dieser Schmerz. Nicht mehr so stark, aber diese traurige Einsamkeit und die vielen Erinnerungsplätze machen es einfach so schwer. Mir wird jeden Tag klarer, dass Kelly`s Zeit abgelaufen war und sie eine alte Katze war. Aber das hilft nicht wirklich. Irgendwie bin ich immer noch nicht in der Lage viel in meiner Wohnung zu machen. Ich bin hier wie gelehmt. Meine Bügelwäsche türmt sich und einiges müsste ich aufräumen, aber irgendwie bringe ich es einfach nicht fertig. Am liebsten sitze ich dann in der Ecke im Wohnzimmer auf meiner Couch und geh ins Internet oder versuche etwas zu lesen oder schaue Fernsehen. Nur damit ich nicht viel in der Wohnung umherlaufen muss, wo mich soviel an sie erinnert. Ich wünschte ich wäre schon zwei oder drei Monate weiter.

Liebe Bärbel,

vielen Dank das du mir geschrieben hast. Es tut gut, wenn man jemanden hat, der genauso empfunden hat, auch wenn das den Schmerz nicht lindert kann. Ich glaube manchmal, dass jeder Mensch meint, sein Schmerz ist aus diesem oder jenem Grund besonders schlimm und mit nichts zu vergleichen. Ich habe bereits des öfteren einige Seiten im Forum gelesen, aber weil sie manchmal zu schmerzhaft waren, habe ich wieder aufgehört. Sie haben mich erst Recht fertig gemacht. Und am Anfang hat man mit sich selbst so viel zu tun, dass einem das Leid der anderen nicht wirklich interessiert. Ich habe auch in der Arbeit festgestellt, dass Menschen nach dir fragen wie es dir geht, um kurz danach eigentlich nur von ihrem eigenen Leid zu erzählen oder von noch größerem Schmerz und Leid, das irgend jemanden wiederfahren ist. Als würde das einem trösten. Da weiß ich sofort, dass sie es nicht ehrlich meinen. Ich bin zur Zeit sehr gerne draußen in der Natur, irgendwie nehme ich sie zur Zeit bewusster war. Was mir wirklich mittlerweilen am schwersten fällt, ist eben zu hause zu sein. Hier ist der Schmerz am größten. Das tut mir noch mehr weh, weil es ja eigentlich immer mein Rückzugsgebiet war. Ich komme mir zur Zeit so heimatlos vor. Ich werde auch durch keine andere Katze oder Kinder abgelenkt. Ich bin mit der Stille den Erinnerungen und dem Schmerz bis Abends allein und das finde ich so furchtbar. Wie bist du damit umgegangen und wann ungefähr hat es bei dir aufgehört, daheim so weh zu tun?
 
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #90
Es tut mir sehr leid für deine Mona,sie war gerade mal ein Jahr,hatte sie eine Krankheit wenn ich fragen darf,weil das ging ja sehr schnell......:roll::oops:Ja die anderen Katzen nehmen das sehr sogar wahr das Mona nicht mehr da ist,Katzen sind sehr feinfühlige Lebewesen,das merkt man auch wie du schreibst das Leeroy herzzerreißende Maunzer macht und von Raum zu Raum rennt,er vermisst ist sehr deutlich.....:-(Ich schicke dir auch eine dicke Umarmung von mir,kann es nachvollziehen wie es dir geht,meine Minkimaxi starb vor 13 Wochen in meinen Armen.....Es wird dauern bis du damit umgehen kannst,lasse deine Trauer zu und schreibe es dir von der Seele das hilft,ganz liebe Grüße und Gute Nacht....


Danke! Ja FIP ist bei ihr ausgebrochen und ihre Lunge war so voller Wasser dass ich sie nur mehr erlösen konnte. Zusätzlich hatte sie auch nur mehr 20% von 40% der guten Blutkörperchen. welche sich auch nicht nachgebildet haben. Also alles in allem einfach nur Schei*e :-(
 
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #91
Liebe Bärbel,

vielen Dank das du mir geschrieben hast. Es tut gut, wenn man jemanden hat, der genauso empfunden hat, auch wenn das den Schmerz nicht lindert kann. Ich glaube manchmal, dass jeder Mensch meint, sein Schmerz ist aus diesem oder jenem Grund besonders schlimm und mit nichts zu vergleichen. Ich habe bereits des öfteren einige Seiten im Forum gelesen, aber weil sie manchmal zu schmerzhaft waren, habe ich wieder aufgehört. Sie haben mich erst Recht fertig gemacht. Und am Anfang hat man mit sich selbst so viel zu tun, dass einem das Leid der anderen nicht wirklich interessiert. Ich habe auch in der Arbeit festgestellt, dass Menschen nach dir fragen wie es dir geht, um kurz danach eigentlich nur von ihrem eigenen Leid zu erzählen oder von noch größerem Schmerz und Leid, das irgend jemanden wiederfahren ist. Als würde das einem trösten. Da weiß ich sofort, dass sie es nicht ehrlich meinen. Ich bin zur Zeit sehr gerne draußen in der Natur, irgendwie nehme ich sie zur Zeit bewusster war. Was mir wirklich mittlerweilen am schwersten fällt, ist eben zu hause zu sein. Hier ist der Schmerz am größten. Das tut mir noch mehr weh, weil es ja eigentlich immer mein Rückzugsgebiet war. Ich komme mir zur Zeit so heimatlos vor. Ich werde auch durch keine andere Katze oder Kinder abgelenkt. Ich bin mit der Stille den Erinnerungen und dem Schmerz bis Abends allein und das finde ich so furchtbar. Wie bist du damit umgegangen und wann ungefähr hat es bei dir aufgehört, daheim so weh zu tun?

Liebe Gitti,

ich kann dich da wirklich mit allem gut verstehen ... Ich wollte dich auch nicht dazu bringen, dich mit meinem Leid auch noch zu belasten - nur in den letzten Seiten kannst du halt deutlich merken, dass es tatsächlich besser wird, ich wollte dir nur Mut machen ... Anfangs war es die Hölle für mich und ich dachte, dieses Gefühl wird niemals vergehen, diesen Schmerz werde ich nie wieder los ... Er ist auch noch da, auch ich weine noch, auch ich bin noch traurig - aber es ist ein anderes Gefühl, nicht mehr so erschlagend, nicht mehr so atemraubend und kräftezehrend. Nun ist es manchmal sogar ein wenig wie Erleichterung, dass ich weinen kann - weil es mir zeigt, ich habe Gassi wirklich geliebt und eben nichts vergessen ...
Ich kann dir gar nicht sagen, wann genau sich dieses Gefühl geändert hat, denn auch jetzt kommt mir die Wohnung noch leer und still vor, aber ich kann wieder daheim sein, es ist wieder mein Zuhause. Eines weiß ich - es hat bestimmt mehr als 8 Wochen gedauert - Gassi war ja bereits fast 4 Wochen tot, als ich mich hier so verzweifelt nach Hilfe suchend im Forum angemeldet habe. Es geht mir tatsächlich noch nicht soooooo viele Wochen von den 16 besser ... Wie bin ich damit umgegangen? Das ist ganz einfach zu erklären - ich habe hier jeden Tag meine Gedanken in meinem Thread aufgeschrieben und jeden Tag tolle Unterstützung bekommen, ich hatte sonst niemanden zum Reden so wie du ... Und ich habe all diese Gefühle einfach zugelassen - es war mir egal, ob ich schon wieder heulend durch die Wohnung lief oder mich jemand so sah ... Ich war durch meinen schwerstbehinderten Sohn gezwungen, mich trotzdem Zuhause aufzuhalten und mich dem einfach zu stellen. Und irgend wie ging es ganz schleichend, es fiel mir anfangs nicht mal so bewusst auf, dass es tatsächlich besser wurde ... Meine Botschaft an dich sollte nur sein - gib nicht auf, all deine Gefühle sind mehr als normal, aber glaube daran, dass es wirklich leichter werden wird - langsam mit viel Zeit und Geduld und vielleicht sogar recht unbemerkt.

Liebe Grüße,
Bärbel
 
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #92
Liebe Bärbel,
ich danke dir für deine Teilnahme und du hast mir mit Sicherheit nicht geschadet. Ich freue mich, wenn ich Antworten bekomme. Wahrscheinlich bin ich viel zu ungeduldig. Natürlich habe ich auch festgestellt, dass ich z.B. nicht mehr soviel weinen muss. Auch dieser drückende Schmerz in der Brust ist nicht mehr so schlimm. Ich kann wenigstens wieder einigermaßen normal essen. Doch jetzt kommt diese Flucht aus der eigenen Wohnung, was mich selbst erschreckt. Am Anfang wollte ich unbedingt zu hause bleiben, weil ich dachte sie sei noch da und ich würde sie irgendwo finden und weil ich sie noch so stark spürte. Ich wollte sie nicht allein lassen.
Ich spüre und sehe sie immer noch, aber jetzt ist eher genau dass das Problem. Am schlimmsten sind die leeren Plätze die sie hinterlassen hat. Langsam fällt es mir aber auch schwer Bilder von ihr anzusehen, was ich bis vor ein, zwei Tagen noch unbedingt wollte.
Heute Abend bin ich auch wieder allein. Mein Mann geht zum Sport. Aber nachdem wir beide völlig verschiedene Trauerarten haben, bin ich manchmal lieber allein. DAnn kann ich wenigstens weinen wenn mir danach ist. Ansonsten habe ich das GEfühl, es passt ihm nicht das ich weine, weil er es einfach nur vergessen will und nicht mehr daran erinnert werden möchte. Dann verkrampfe ich mich und reiß mich eben zusammen. Er spricht kein Wort mehr über sie, was mir einfach nur weh tut. Es ist gerade unheimlich schwer für mich daheim zu sein.
 
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #93
Danke! Ja FIP ist bei ihr ausgebrochen und ihre Lunge war so voller Wasser dass ich sie nur mehr erlösen konnte. Zusätzlich hatte sie auch nur mehr 20% von 40% der guten Blutkörperchen. welche sich auch nicht nachgebildet haben. Also alles in allem einfach nur Schei*e :-(
Oh das ist ja bescheiden,FIP ist eine sehr gefährliche Krankheit,so wie du schreibst war es dann wohl das Bessere bitte nicht falsch verstehen:!:für deine Mona,wenn die Blutkörperchen nur noch 20% betrugen und die Lunge so stark von Wasser voll war,ist für dich nur ein sehr schwacher Trost,aber sie hätte sich nur noch gequält.....Ja das ist natürlich einfach nur Scheiße.....:oops:Meine Maxi ist nun heute auf den Tag 13 Wochen nicht mehr da,war heute beim arbeiten sehr unkonzentriert,obs wohl an diesem bestimmten Tag lag kann schon sein....:-(
Fühl dich gedrückt,Lg.
 
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #94
Liebe Gitti,

zu deinem Mann ... Ich kenne euch beide nicht ... Aber wenn ich allein bedenke, wie schwer es mir hier als Außenstehende mit sogar den selben Erfahrungen fällt, dir den Trost mit den richtigen Worten zu geben, nach dem deine so sehr verletzte Seele gerade dürstet, dann möchte ich nicht wissen, wie es für jemanden ist, der seinen geliebten Partner so am Ende sieht ... Wie schwer muss es sein, darüber nachzudenken, dem geliebten Partner mit Worten zu trösten und Angst zu haben, dass man alles nur schlimmer macht ... Wie schwer muss es sein, genug Stärke zu haben, um dem geliebten Partner einen sicheren stabilen Alltag zu bieten und zu zeigen, dass das Leben weiter geht, selbst wenn man den gleichen Verlust erlitten hat ... Vielleicht ist dein Mann genau von diesen Gedanken geplagt, will dich nicht noch mehr verletzten, dich nicht noch mehr leiden sehen, dich nicht noch mehr zum Weinen bringen ... vielleicht fühlt er sich "verpflichtet", den "Starken" zu machen, um dir Sicherheit und Halt zu geben ... Vielleicht ist er sich dessen nicht mal bewusst, dass es dir anders lieber wäre ... Vielleicht hat er auch nur Angst vor seiner eigenen Schwäche, da auch er diesen Verlust das erste Mal erlebt ...

Ich weiß auch, was du mit der Flucht aus der eigenen Wohnung meinst - ich wäre selbst auch gerne oft geflüchtet ... Und doch zog es mich immer wieder sofort nach Hause, dann jedoch erschlagen von der Stille und Leere ... Ich bin anfangs rastlos durch alle Räume gelaufen, so als wäre ich auf der Suche nach Gassi. Ich habe an jedem Lieblingsplatz Halt gemacht, meine Hände dort hingelegt, ich habe oft ewig heulend vor der Flachstrecke gehockt, wo seine Urne steht, sein Körbchen davor - eine Hand auf der Urne, die andere in dem Körbchen, in dem er auch starb - ich habe Rotz und Wasser geheult und ihn immer wieder um Vergebung gebeten ... Erst habe ich überall Bilder aufgehangen und dann nur heulend vor ihnen gestanden, sie kaum ansehen könnend ... Bitte Gitti - glaube mir, ich kenne dein Gefühlschaos nur allzu gut und auch jetzt fällt es mir noch schwer, dir alle diese Dinge hier aufzuschreiben - nach 4 Monaten ... Ich habe auch kein "Rezept" für dich, wie diese Dinge für dich jetzt und sofort leichter werden könnten ... Aber eines weiß ich mit Sicherheit - sie WERDEN leichter ... Und am Anfang konnte ich das selbst nicht glauben, ich konnte mir nicht vorstellen, dass all das Leid und der Kummer je ein Ende haben würde oder gar nur irgend wie erträglicher werden würde ... Bitte nimm dir all die Zeit und tue einfach genau das, wo du denkst, es tut dir gut - wenn du lieber aus der Wohnung willst, dann geh ... Wenn du daheim sein willst, dann bleib ... Wenn du wütend bist, dann steck deinen Kopf in den Schrank und schreie ganz laut deine Wut heraus ... Wenn du weinen willst, dann weine ... Es ist tatsächlich nur die Zeit, die dir helfen wird - auch wenn sich das soooooooo blöd und banal anhört.

Eines ist auch sicher - hier wirst du niemals allein sein ... Also komm und schreib dir hier die Seele aus dem Leib - es wird immer jemand da sein mit einem offenen Ohr.

Liebe Grüße,
Bärbel
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #95
Liebe Bärbel,
ich weiß, dass man als Außenstehender manchmal die Dinge völlig anders betrachtet. Was auch gut ist. Natürlich ist mir klar, dass mein Mann auch leidet, eben auf seine Weise.
Aber nach 30 Jahren Ehe sollte er eigentlich wissen was mir gut tut oder nicht. Als meine Tochter ausgezogen ist und plötzlich kein Kind mehr daheim war, weinte ich auch fast drei Tage. Damals hat er eben auch so reagiert und ich habe ihm danach gesagt, dass ich es nicht gut fand, dass er mich so kalt und abweisend behandelt hat. Er machte mir sogar Vorwürfe. Nun ist der Schmerz noch unerträglicher, denn Kelly ist ja im Vergleich zu meiner Tochter ja wirklich nicht mehr da. Und nun ist er wieder kalt und abweisend zu mir. Es ist eben seine Art so zu trauern. Wahrscheinlich kann er nicht anders sein in dieser Zeit. GEnauso wie ich. Ich verstehe und respektiere das ja, aber es macht die Sache für uns Beide glaube ich nicht gerade leichter. Und, ich lass es ihm nicht spüren, dass seine Art des Trauerns für mich schwer ist, sondern reiß mich in seiner Gegenwart zusammen. Manchmal frag ich mich eben, warum nur ich mich dem anderen anpassen muss, und er überhaupt nicht auf mich eingeht.
Zur Zeit weine ich eher wieder viel. Besonders wenn ich von der Arbeit nachhause komme.
Der Schmerz kommt dann auch wieder etwas zurück. Nicht mehr so schlimm wie vor ein paar Tagen, aber es tut eben noch weh. Gestern musste ich aus der Wohnung flüchten, heute sitze ich da und weine und bin wie erstarrt. Es ist eine Berg und Talfahrt die man täglich erlebt. Man weiß nie, wie man am nächsten Tag drauf ist. DAnn meint man plötzlich, langsam habe ich es geschafft, dann kommt plotzlich alles wieder hoch. Es wird noch lange dauern und ich bin froh, dass ich dann euch davon erzählen kann. Es tut einfach nur gut. Danke an alle!
 
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #96
Hallo Gitti!

Bei mir ist morgen 1 Woche um, seit meine Mona weg ist. Ich will es irgendwie nicht wahrhaben und vergrabe somit meine Emotion. Das ist aber definitiv ein Fehler von mir, da ich dann solche Anfälle wie gestern erst bekomme, in denen ich urplötzlich, von einer Sekunde auf die andere anfange zu heulen, zu schluchzen und mich überhaupt nicht mehr einkriege und das ist mir in der Arbeit passiert... Zum Glück war meine Kollegin grad in einem Meeting aber trotzdem...

Ich weiß zurzeit auch nicht wie ich damit umgehen soll, aber alle erwarten von mir dass ich es "vergesse" und dann bekomme ich so kommentare zu hören wie "Ja und das Leben geht weiter" und das finde ich auch überhaupt nicht schön und nur deswegen vergrabe ich diese Emotion... um nach außen hin keine abschätzigen Blicke oder Kritik zu bekommen, da anscheinend sehr wenig Mitgefühl zu erwarten ist...


Vor morgen fürchte ich mich schon sehr, morgen von 16 Uhr bis 19 Uhr, ich weiß nicht ob ich das heile übersteh... Wie ich wohl überhaupt den ganzen Tag überstehen werde...

Ich kann deine Trauer voll und ganz nachempfinden. *drück dich mal ganz doll*
 
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #97
Hallo ich habe deinen Beitrag gelesen von anfang bis ende zuerst einaml tut es mir leid für dich ich habe letztes jahr im juni meine katze einschläfern lassen die ich eineinhalb jahre hatte ich muss sagen habe sie im schlecker gedfunden und die besitzer wollten sie nicht mehr was sie mir nicht gesagt haben das die katze eigentlich krank waar ich hatte dann einen haufen kosten weil ich einfach wolte das es ihr gut geht hatt am ende nur noch 1,5 kg und hat immer nur das beste bekommen sie war auch mein ein und alles sie war wie ein hund hat mich nie aus den augen gelassen und immer unter meiner betdecke oder unter der von meinen. ich habe sie dann erlöst nachdem ich gemerkt habe das sie sich eigentlich von mir und meinem partner verabschiedet hat habe sie auch mit genommen und sie im Grten beerdigt aber was für mich das schlimmste war ist das wenn ich nach hause kam keiner da war der mich maiuend begrüßt hat und das bett immer so leer und kalt war. ich konnte ihre sachen auch icht sofort weg räumen bis ich nach hause kam und da waren die sachen weg weil mein freund mich hat nicht mehr leiden sehen hat können und dann habe ich mit der trauer und ihr abgeschlossen aber wenn ich das hier schreibe laufen mir immer noch die tränen da ich sie nie vergessen werde sie war meine erste katze und es kommt keiner an sie ran und ich habe mich nacheiniger zeit dazu entschlossen mir wieder katzen zu holen die habe ich lieb und möchte sie nicht missen aber ich kann sie nicht so lieb haben wie mein nienchen und die immer bei mir ist ob im herzen oder auf einem foto in der arbeit ich glaube mit sowas kann man nie ganz abschließen und mein freund hat auch ganz anders getrauert wie ich wünsche dir alles gute und vieleicht hast du ja doch irgendwann wieder platz in deinem herzen für eine neu der du deine liebe schenken kannst. LG jenny:f050:

was ich noch sagen wollte sie ist in meinen armen gestorben weil ich wollte das jemand bei ihr ist den sie liebgehabt hat genau wie ich sie
 
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #98
An MyCats& myLove,
ich danke dir für deine Nachricht. Du wirst vor morgen Angst haben, da bin ich mir sicher.
Als am Montag Kelly eine Woche von mir gegangen war, konnte ich an nichts anderes denken. In der ARbeit schaute ich ständig auf die Uhr. Als ich dann zu hause war, habe ich sofort angefangen zu weinen. Ich legte mich auf das Bett auf dem Kelly gestorben war und
habe um sie geweint. Als ihre Sterbeminute da war, lag ich wie erstarrt auf dem Bett.
Aber irgendwie war ich froh, dass ich allein zu hause war und so mit ihr allein war. Wenn ich mir vorstelle, ich hätte diese Zeit in der Arbeit oder wo anders verbringen müssen, dann wäre es noch viel schlimmer geworden. Es wird ein schwerer Tag und keiner kann einen da helfen. Aber schau, heute ist Donnerstag und ich habe es überstanden. Auch du wirst es überstehen. Ich werde auch die nächsten Montage weinen und leiden. Und ich glaube sogar, dass ich die Montage nie mehr leiden werden kann. (hab ich aber vorher eh schon nicht besonders gemocht) Es sind jetzt 10 Tage, da Kelly nicht mehr da ist. Es kommt mir aber so vor, als wäre sie gestern noch da gewesen. Ich habe Gott sei Dank liebe Kollegen und auch meine Kinder sind immer für mich da. Natürlich haben sie nicht immer Zeit. Es gibt mehr Menschen auf der Welt die einen verstehen, als man denkt. Aber manchmal sind genau die Menschen von denen man am meisten Verständnis erwartet hat, die, die einen am meistens enttäuschen. Heute habe ich wieder viel geweint. Ich habe mir vorgenommen, so zu sein wie ich bin. Es ist mir egal, ob mich die Menschen schwach oder verrückt finden. Ich leide, habe ein geliebtes Familienmitglied verloren und nehme mir das Recht traurig zu sein. WEr das nicht versteht, hat kein Herz oder noch nie wirklich geliebt. Irgendwann werden wir es schaffen. Die Liebe zu unseren Katzen hat uns den Schmerz zugeführt. Aber auch ihre Liebe wird es sein, die uns den Schmerz langsam wieder nehmen wird. Davon bin ich überzeugt.
Auch wenn ich mir heute immer noch nicht vorstellen kann, ohne sie jemals wieder Freude oder Glück empfinden zu können.

Hallo,
da sieht man doch mal gleich, wie geistig verwirrt ich doch noch bin. Natürlich ist heute erst Mittwoch und morgen Donnerstag. Aber daran erkennt man, dass man gedanklich echt ganz wo anders ist. Als ich am Samstag in der Apotheke war, legte ich der Verkäuferin ständig meine Bonuskarte hin. Bis sie mich darauf aufmerksam machte, dass es nicht die von der Apotheke war. Und ich war schon wütend, weil er mir die 5% nicht geben wollte. Irgendwie lebe ich wirklich gerade wie in Trance.
 
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #99
Liebe Gitti,

Du bist nicht schwach, sondern stark, weil Du über Deine Trauer schreiben kannst. Das ist nicht selbstverständlich, in einer Welt, wo alle Menschen perfekt zu funktionieren haben. In vielen Dingen habe ich mich wiedererkannt. Und auch ich musste erfahren, das gerade die Menschen, von denen ich Verständnis erwartet hätte, mich enttäuscht haben. Da kamen dann solche Sprüche:" Du hast doch noch drei Katzen!" Als wenn es nicht weiter ins Gewicht fallen würde, wenn einer fehlt! Klar, hat mein Umfeld gemerkt, wenn ich mit verweinten Augen zur Arbeit erschienen bin. Aber mehr, als das mein Kater gestorben ist, konnte ich nicht dazu sagen. Nach 9 Monaten denkst Du nicht mehr ständig daran und viele werden Dir sagen, das Du Dich an die schönen Zeiten erinnern sollst. Manchmal hilft das auch. Nur wenn Du daran denkst, das es nie mehr so seinen wird, macht es Dich traurig. Auch wenn ich Dir keine guten Ratschläge geben kann, ist es mir wichtig, das Du weißt, das Du nicht alleine bist!!!
 
  • Katze liegt im Sterben Beitrag #100
Hallo ihr Lieben,
heute ist ja Vatertag, so waren heute meine Kinder am Nachmittag da. Und danach war ich noch kurz bei meinem Vater. Es tut gut, wenn man etwas angelenkt wird. Und trotzdem muss ich heute wieder über ein neues Gefühl sprechen. Irgendwie war ich heute so anders.
Am Vormittag wollte ich mich unbdingt etwas beschäftigen. Ich backte und kochte um abgelenkt zu werden. In den letzten Tagen war ich wie gelehmt in der Wohnung gesessen.
Dafür habe ich aber heute ständig wieder die Erinnerungen an Kelly, die schmerzten. Ich konnte sie gedanklich nicht ausschalten, egal was ich tat. Jetzt höre ich mich auch immer selbst zu mir sagen :"du musst". Du musste es schaffen, du musst damit klar kommen, du musst es aushalten, du musst es verstehen. Wir unterhielten uns heute über einen Urlaub evtl. im August. Da wurde mir plötzlich klar, dass ich mein Leben verplanen kann wie ich will und auf Kelly nicht mehr schauen muss, weil sie nicht mehr da ist. Da hat es plötzlich wieder so weh getan. Da merkte ich plötzlich, dass ich es immer noch nicht realisiert habe. Irgendwie kommt es mir vor, als wäre Kelly irgendwo in Urlaub und kommt wieder zurück.
Ihr Tod, dass alleinsein in der Wohnung, die Stille, ich habe immer noch nicht verstanden das es für immer so bleiben wird. Als ich darüber nachdachte, kamen mir wieder die Tränen.
Ich vermisse sie einfach so sehr. Jetzt ist es genau umgekehrt wie heute morgen, ich fühle mich völlig erschlagen und müde. Es kommt mir vor, als wäre dieser Vormittag mit der alltäglichen Arbeit zu viel gewesen.
 
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Paddy mein Herzenskater -1 Jahr ohne dich: Mein lieber Paddy, heute vor einem Jahr mussten wir dich über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Das war der schlimmste Tag in meinem Leben. Warum...
Probleme beim Abschied: Hallo ihr Lieben, ich habe mich hier angemeldet, weil ich irgendwie Trost/Hilfe suche. Ich habe am 31.12 meine geliebte Nala gehen lassen...
Meine Luna / Abschied: Hallo, Ich bin ganz fürchterlich einen schönen Beitrag zu schreiben, aber ich suche Trost in meinen Worten und den Drang diese euch mitzuteilen...
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