Post aus Bayern

Diskutiere Post aus Bayern im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Helmut schon dich bitte. Deine Gesundheit geht vor. Gute Besserung
  • Post aus Bayern Beitrag #601
Helmut schon dich bitte. Deine Gesundheit geht vor. Gute Besserung
 
  • Post aus Bayern Beitrag #602
Lieber Helmut,
ich habe mich gefreut wieder ewas von Gerda zu lesen und es tut mir sehr leid, dass es dir noch nicht besser geht.
Ich wünsche Dir von Herzen gute Besserung. Vielen Dank für Deine Mühe.
 
  • Post aus Bayern Beitrag #603
Die Nachtwache beim Truckrennen

Ich brauche noch ungefähr 10 Minuten bis zur Einfahrt der Rennstrecke und des Trucker Treffens. Ich bin ganz allein mit unserem Wohnmobil unterwegs, da Herbert an diesem langen Wochenende zu einer Zahnärztetagung ist. Auch der Tierarzt hatte keine Zeit so das ich mich entschlossen habe, allein zu fahren. Inzwischen habe ich sehr viel Erfahrung mit unserem Wohnmobil gemacht und fahre nun sehr sicher damit durch die Landschaft. Auf der Autobahn hänge ich mich immer hinter LKW und schalte dann den Tempomat an.

Einen kleinen Stau vor der Einfahrt gibt es, aber ich sehe nach kurzer Zeit ein Hinweisschild für geladene Gäste. Dort biege ich ein und muss noch etwa 2 Kilometer fahren um an eine weitere Einfahrt zu kommen. Dort zeige ich meine Einladung vor und darf sofort das Gelände befahren.

Nur kurz dauert die Fahrt, dann werde ich wieder angehalten und nachdem ich nochmals meine Einladung vorgezeigt habe, weißt der freundliche Mann der mich angehalten hat, einen Stellplatz zu. Von dort hat man einen sehr guten Blick auf die Rennstrecke, so das man sogar bei Regen diese sehen kann, ohne das Wohnmobil zu verlassen. Aber laut Wetterbericht soll es an diesem Wochenende nicht Regnen.

Ich steige aus dem Wohnmobil aus um sofort wieder ein zu steigen. Denn ich hatte das wichtigste vergessen. Meine Notfalltasche! Nachdem ich den Wagen wieder verlassen habe, schließe ich die Tür ab und begebe mich zu einer Anhöhe ganz in der Nähe. Dort sitzen schon einige Pärchen, aber auch Männer ohne Begleitung. Ich hoffe das ich dort richtig bin.

Oben angekommen sage ich kurz die Tageszeit dann setzte ich mich auf einen Stein. Meine Tasche stelle ich neben mir ab. Es dauert nicht lange und eine Frau mittleren Alters setzt sich neben mir hin. Sie kommt von einem Mann, der immer wieder verstohlen zu uns hin blickt.

Nach einigen Minuten fängt sie an zu reden. Aber Hauptsächlich über das Rennen. Dabei erfahre ich, das sie mit ihrem Mann immer auf Tour ist. Auch fährt sie oft den LKW, da sie auch den passenden Führerschein hat. Auch ich rede nun über das Rennen, sage aber das ich eine Einladung vom Verband der Trucker habe. Da schaut mich die Frau erstaunt an und wirft gleichzeitig einen Blick zu ihrem Mann.

Alle anderen Trucker um mich herum sind am Tuscheln und langsam macht es mir Spaß immer um den heißen Brei herum zu reden. Als sie sich mit Namen Jennifer vorstellt, sage ich auch nur meinen Vornamen.

Da schaut sie mich an und fragt sehr leise: „Der Engel der Tiere?“ Auch das bestätige ich und da steht die Frau auf. Laut klatscht sie Beifall und alle um mich herum sind ebenfalls am Klatschen. Dann kommt jeder und reicht mir seine Hand. Ich frage Jennifer woher sie mich kennt und sie sagt mir. „Die Tasche! Ich habe noch nie gehört das jemand anderes wie Du diese Tasche dabei hat. Aber mein Mann, Jörg, hatte bedenken. Nun sind sie wahr geworden und ich freue mich, genau wie die anderen, dich kennen zu lernen.“

Immer mehr Trucker kommen auf den kleinen Hügel und sobald sie mich erkennen oder ihnen gesagt wird, wer ich bin, werde ich per Handschlag begrüßt. Keiner fragt mich nach meiner Arbeit doch immer wieder sehe ich die Blicke die auf mich geworfen werden. Doch das stört mich nicht, denn ich unterhalte mich mit Jennifer.

Erst als Peter, der Vorsitzende des Vereines der Trucker kommt, ändert sich dieses. Denn immer wieder erzählt er von meinem Wirken, aber er sagt auch: „Solltet ihr jemals in die Nähe von Gerdas Tierheim kommen und ein Krankes Tier bei euch haben, ruft sie an. Sie hilft immer! Und sei der Fall noch so schlecht! Ich habe gehört, das sie 3, in Worten, drei, Tagen um das Leben einer Katze gekämpft hat. Diese Katze ist vergiftet worden und hatte Null Chancen zu überleben. Aber Gerda hat gewonnen und die Katze lebte noch viele Jahre bei dem Mann der sie adoptiert hat.“

Dann rauscht der erste Renn LKW an uns vorbei und wir sehen nur noch nach den LKW. Aber es handelt sich zunächst um eine Warmlauffase für die LKW. Dann endlich fällt die Entscheidung für den ersten Platz. Der Favorit landet hierbei nur auf den zweiten Platz. Aber warten wir das Rennen am nächsten Tag ab.

Am Abend findet noch ein gemeinsames Treffen der Trucker statt, wobei einer der Trucker besonders genannt wird. Er hat bei einem schweren Verkehrsunfall erste Hilfe geleistet und drei Menschen das Leben gerettet.

Dann begeben sich nach und nach, alle Fahrer und Fahreinen zu ihrem Schlafplatz. Viele sind mit einem LKW gekommen, aber auch einige mit Wohnmobilen oder Wohnwagen.

Es ist erst 22.30 Uhr als ich in mein Wohnmobil komme. Das ich etwas Schlagseite habe, bedauere ich sehr, aber es ist neben Truckern eben nicht zu vermeiden. 15 Minuten später liege ich schon im tiefen Schlaf.

Ich werde wieder wach als jemand an die Tür meines Wohnmobils hämmert. Gleichzeitig ruft ein Mann immer wieder „Gerda, wach auf!“ Ich rufe zurück das ich gleich soweit bin. Gleichzeitig höre ich mehrere Männerstimmen, aber auch Frauen vor meinem Mobil reden. Ein schneller Blick auf die Uhr im Mobil, sagt mir das es 3.37 Uhr ist.

Dann habe ich meine Jeans an. Am Oberkörper habe ich nur eine dünne Bluse, aber sobald ich die Tür öffne, nehme ich doch noch eine Jacke von Haken. Dieser Haken befindet sich an der Innentür des Mobiles.

Als ich nun fertig bin, meine Tasche habe ich umgehängt, sagt Jennifer zu mir: „Du hörst es sicherlich. Irgendwo ist ein Tier vor Schmerzen am Jaulen. Ich hoffe Du kannst helfen?“ Ich frage nur nach dem genauen Platz, denn das jaulende Tier kann man bis zu meinem Mobil hören.

Als ich das gesagt habe, dreht sich Jasmin um und läuft auf einen kleinen Wald zu. Mitten durch den Wald verläuft die Rennstrecke. Dann hält sie keine 5 Meter neben der Rennstrecke. Da alle Leute mitgelaufen sind, haben auch viele eine Taschenlampe dabei. Diese leuchten jetzt alle auf eine Stelle am Boden. Als ich näher trete erkenne ich ein Loch im Boden aus dem das jaulen des Tieres kommt.

Sofort versuche ich in das Loch zu sehen. Aber ich kann nur sehr wenig an dem Loch erkennen, denn es ist ein Fuchsbau und dieser teilt sich nach wenigen Zentimetern ab. Sofort schaue ich wieder auf und sage zu den Umstehenden: „Ich brauche sofort ein paar Schaufeln. Wir müssen den Eingang vergrößern. Allerdings ist der Bau sehr groß! Bereitet euch darauf vor den Rest der Nacht zu Buddeln. Vielleicht auch noch am Morgen!“

Da ruft ein Fahrer: „Ich habe zwei Trecker mit Baggerschaufel geladen. Brauchst Du diese?“ Sofort bejahe ich das. Da ruft der Fahrer: „Leute! Auf den Treckern ist nur wenig Sprit. Holt mir bitte so viel Diesel wie ihr habt!“ Dann rennt er los, aber auch noch andere Fahrer laufen los.

Kurz darauf höre ich den Motor eines Baggers anspringen. Gleichzeitig taucht der erste Trucker neben mir auf der einen großen Kanister in der Hand hat. Immer mehr Fahrer kommen mit Kanistern angelaufen und stellen diese in der Nähe des Loches ab.

Dann taucht der Trecker mit der Baggerschaufel endlich auf. Zunächst wird er mit dem Inhalt aus 5 Kanistern befüllt, dann fängt der Fahrer an zu graben. An jeder Abzweigung des Baues hält er an und ich sehe nach ob schon das Tier im Bau zu sehen ist. Noch immer hören wir es alle jaulen. Doch mir fällt auf, das das jaulen leiser wird.

Sofort mache ich den Fahrer des Baggers darauf aufmerksam. Als dieser das hört hebt er die Baggerschaufel an und fängt an den Boden rund um das Loch ab zu schieben. Fast einen Meter Boden schiebt er nach und nach ab. Dann springt er von seinem Bagger und ruft: „Los Leute! Buddeln!“

Inzwischen ist es hell geworden und ein Mann mit Kamera taucht neben mir auf. Da das Tier noch immer leise am jaulen ist, fragt er: „Was ist denn hier los?“ Ein weiterer Fahrer klärt ihn darüber auf, das es um eine Tierrettung geht. Als ich einen kurzen Blick auf meine Uhr werfe, sehe ich das es schon nach 5.30 Uhr ist.

Nun taucht auch ein Fahrzeug der Rennleitung auf, denn der Baggerfahrer hat auch viel Sand auf die Rennstrecke geschoben. Ein älterer Herr spricht mich an und sagt zu mir:“ Guten Morgen Frau Yyyyy! Ich hoffe bis zum Beginn des Rennens ist die Fahrbahn wieder sauber? Aber nun sagen sie mir, was los ist!“ Schnell schildere ich ihm, das wir seit über drei Stunden nach einem Tier buddeln, das nur noch sehr leise zu hören ist.

In der Tat ist nur noch sehr wenig von dem Tier zu hören. Nur wenn es sehr leise ist, kann man das Tier noch hören. Da ruft einer der buddelnden Männer: „Wir sind durch! Reicht mir eine Lampe ob es hier schon richtig ist!“ Als ich zu ihm hinsehe, liegt er lang auf dem Boden und er schaut durch ein weiteres Loch im Boden.

Dann ruft er: „Es ist ein Hund der sich ganz klein macht. Ich glaube er hat Angst.“ Sofort bin ich bei ihm und schaue in das Loch. Dann fange ich mit dem Hund zu reden. Ich weiß das meine Stimme Tiere beruhigt und so ist es auch diesmal. Der Hund antwortet mir nach etwa zwei Minuten, rührt sich aber nicht. Auch nach gutem Zureden kläfft der Hund nur leise auf mein Locken.

Dann sage ich zu dem Hund: „Ich glaube Du kannst dich nicht bewegen. Ist das richtig?“ Als daraufhin der Hund mehrmals bellt steht mein Entschluss fest. Da der Hund noch aus meiner Reichweite ist, lasse ich den Bagger kommen. Genau erkläre ich dem Fahrer was er machen muss.

Dann fängt der Fahrer an vorsichtig an zu Baggern. Dicht vor mir senkt er die Baggerschaufel und nimmt einen großen Erdbereich weg. Sofort springe ich in das Loch, doch noch immer komme ich nicht an den Hund, der leise am Bellen ist. Jedes Mal wenn er bellt, antworte ich ihm. Wieder nimmt der Bagger eine große Schaufel voll Sand weg.

In diesem Moment bricht die ganze Höhle zusammen. Sofort springen einige der Männer auf den Sandhaufen und fangen an zu buddeln. Auch der Bagger nimmt etliche Schaufeln Boden aus dem Loch, jedoch soweit von dem Hund entfernt wie ich ihm zeige. So können die Männer in dem Loch den Sand direkt hinter sich schaufeln.

In einiger Entfernung höre ich nun einen Renntruck näher kommen. Kurz bevor dieser Truck die Stelle erreicht an der wir sind, hören wir alle Bremsen quietschen. Dann fährt ein Renntruck an der Stelle vorbei wo wir sind. Gleich danach gibt er wieder Gas und beschleunigt auf Renntempo. So macht es jeder LKW und unser Baggerfahrer fährt zur Rennstrecke um den Sand darauf zu entfernen. Auch holen einige Trucker Besen herbei um die Rennstrecke zu fegen.

Nach 15 Minuten ist die Bahn wieder sauber, aber noch immer fahren die Trucks langsam an unserer Stelle vorbei. Da in diesem Moment auch zwei Herren der Rennleitung auftauchen, frage ich diese warum die LKW noch immer so langsam fahren. Als Antwort bekomme ich: „Ein jeder Fahrer hat mitbekommen was hier gerade abläuft. Alle fahren freiwillig so langsam. Es gibt keinen Hinweis mehr auf diese Stelle. Aber sie wollen es so lange tun, bis sie Nachricht erhalten, das der Hund gerettet ist.“

Ich bin richtig erstaunt als ich das höre, dann ruft mich einer der Fahrer die am buddeln sind zu sich. Er ist nur wenige Zentimeter von dem Hund entfernt und kann das Jaulen des Hundes hören. Jedoch ist das Loch zugeschüttet und muss somit erst frei gemacht werden.

Vorsichtig buddeln die Männer weiter und nach ein paar Augenblicken kann man zu dem Hund. Sofort bin ich da und lege mich auf den Boden. Dann rede ich auf den Hund ein, denn er zeigt mir seine Zähne und ist am knurren. Doch nach ein paar Minuten ist er ruhig und ich robbe weiter zu dem Hund.

Dann habe ich ihn erreicht und streichele ihm zunächst über seinen Kopf. Dabei bleibt der Hund ganz ruhig. Dann fange ich ihn an zu untersuchen und stelle dabei fest, das der Hund gebären will, aber dieses geht nicht. Ich muss einen Kaiserschnitt machen, wenn der Hund noch lange leben soll.

Sofort rufe ich nach zwei Männern die auch sofort neben mir sind. Ich erkläre ihnen genau, wie sie den Hund vorsichtig aus dem Loch bekommen. Dann fangen die Männer, nachdem sie zunächst den Hund der schon wieder am knurren war, vorsichtig aus dem Loch. Ich stehe schon wieder und warte auf den Hund. Arzneimittel habe ich schon heran geholt und diese an meinen Nebenmann abgegeben. Gleichzeitig sage ich zu ihm, ds er die Arzneimittel genau nach der Reihenfolge mir geben soll.

Dann liegt der Hund neben mir auf dem Boden. Von einer Fahrerin nehme ich eine Decke und bereite diese auf dem Boden aus. Vorsichtig wird nun der Hund auf die Decke gelegt. Ich sage schon zu meinem Nebenmann das ich die Nummer eins brauche. Sofort wird mir eine Spritze gegeben. Es ist das Medikament welches ich brauche. Jedes Mal wenn ich wieder ein Medikament brauche, sage ich nur die Zahl und ich bekomme das richtige.

Nach der OP, lege ich vier Welpen bei der Mutti an. Zwei weitere haben die OP leider nicht überlebt. Sofort werden die Mama und ihre Hündin in eine nahe Tierklinik gebracht. Dazu wird einfach der Krankenwagen benutzt, der eigentlich während des Rennens bereit steht. Auch ich fahre mit, bin aber pünktlich zum Start des Rennens wieder auf dem kleinen Hügel neben der Rennstrecke.

Bei der Einführungsrunde werden alle Renn LKW an unserem Hügel sehr langsam. Da ich weiß, das keiner der LKW eine Hupe an Bord hat, wegen der Gewichtsersparnis, bin ich doch sehr erstaunt, das bei jedem LKW das vorbei fährt, eine Hupe ertönt.

Dann begint das Rennen und der Favorit gewinnt natürlich. Während seiner Ehrenrunde hält dieser LKW genau bei unserem Hügel. Heraus springt der Fahrer und er kommt auf uns zu. Anschließend bittet er mich zu sich in den LKW und dann geht die Fahrt weiter. Jeder LKW ist hinter dem Gewinner stehen geblieben und so geht es noch zweimal um den Ring. Bei der Siegerehrung werde ich auf das Siegerpodest gerufen und nun erklärt der Sprecher der Rennstrecke was eigentlich gewesen ist.

Auch bei der Siegerfeier bin ich und alle anderen Trucker eingeladen und wir feiern heftig mit. Erst gegen 2.00 Uhr bin ich zu meinem Wohnmobil gegangen. Da ich den ganzen Abend, außer einem Glas Sekt auf den Sie g des Favoriten, nur Alkoholfreies getrunken habe, bin ich nicht betrunken, sondern könnte sofort losfahren. Denn der Sekt liegt schon etliche Stunden zurück.

Am Morgen verabschiede ich mich von den Truckern und fahre zunächst zur TK in der die Hündin mit ihren kleinen ist. Allen geht es sehr gut und die Mama kommt sogar um sich bei mir zu bedanken. Nach dem Aufenthalt in der TK bin ich wieder auf die Autobahn und fahre nach Hause.

Dort angekommen werde ich von Herbert begrüßt und er gratuliert mir zur Geburt der Hunde. Ich bin total erstaunt, dann zeigte mir Herbert eine Kassette mit der Aufnahme aus dem Fernsehen. Dabei wird genau über das Rennen berichtet, aber auch einige Minuten lang über Geschehnisse entlang der Rennstrecke. Dabei wird auch die Geburt der Hunde erwähnt. Auch der Moment, wo ich auf dem Siegerpodest stehe, wird im Fernsehen gezeigt. Dabei wird alles erzählt was passiert ist.

Die Hündin und ihre Welpen wurden nach Ablauf der Vermittlungsfrist auf einen Hof vermittelt wo sie es sehr gut hatten.

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Wieder sind einige Wochen vergangen um diese Geschichte zu Schreiben. Bitte lasst mir Zeit für die nächste.

Gruß Helmut
 
  • Post aus Bayern Beitrag #604
Hallo Helmut,
ich habe die Geschichte zwar noch nicht gelesen, aber ich freue mich schon darauf und darüber dass du sie veröffentlicht hast.
Pass auf dich auf.
LG
Tina
 
  • Post aus Bayern Beitrag #605
Lieber Helmut!
Möchte mich Tina anschließen, mach dir bitte keinen Druck!
Gute Besserung und Alles Gute!🍀🌺🍀🌺🍀

LG. Gabi🐈🐈
 
  • Post aus Bayern Beitrag #606
Lieber Helmut auch ich schließe mich den anderen an. Lass dir die Zeit die du brauchst. Deine Gesundheit geht vor.
Die Geschichte ist herzergreifend wie alle anderen auch.
Ich wünsche dir weiter gute Besserung .
Liebe grüße
Marina
 
  • Post aus Bayern Beitrag #607
Gute Besserung, lieber Helmut!
 
  • Post aus Bayern Beitrag #608
Lieber Helmut,
vielen lieben Dank für die unter Schmerzen und Mühen geschriebenen Geschichten.😘
Ich bin jedesmal sehr gerührt und lese immer mit viel Freude .
Lass dich nicht unterkriegen und ich wünsche dir, das du bald Schmerzfrei sein wirst🍀
 
  • Post aus Bayern Beitrag #609
An einem ganz normaler Tag

Es ist 7.30 Uhr als ich meinen Dienst im Tierheim antrete. Ein kurzer Blick auf den Dienstplan sagt mir alles was ich in den nächsten Stunden machen muss. Dieser Dienstplan wird jede Woche geschrieben und schon am Donnerstag veröffentlicht. Das wird gemacht um noch Änderungen durch zu führen. Was aber sehr selten geschieht. Vielmehr sind Krankheitsfälle an Änderungen des Dienstplanes nötig. Aber bisher hat die Leiterin des Tierheim immer richtig reagiert.

Ich mache mich also an die Arbeit und reinige zunächst die 25 Katzenklos im Katzenbereich. Die anderen 25 Klos werden von einer Andrea gereinigt. Das verschmutzte Katzenstreu wird in eine große Tonne getan, die anschließend nach draußen gebracht wird. Dort kommt sie in einen besonderen Bereich und wir nehmen eine leere Tonne mit. Die vollen Tonnen werden einmal in der Woche von unserem Nachbarn abgeholt. Das ist ein Bauer die Katzenhinterlassenschaften als Dünger für seine sehr großen Felder abholt.

Nach 2 Stunden bin ich mit der Arbeit fertig und ich bereite nun das Katzenfutter vor. Bei uns bekommen die Katzen dreimal am Tag frisches Nassfutter. Sollte ein Futterbehälter nicht leer sein, wird er markiert und wieder aufgefüllt. Diese Markierung wird gemacht um en Behälter am Abend neu gefüllt zu werden. Dann wird auch die Markierung gelöscht.

So vergeht die Zeit und erst das Telefon im Nebenraum unterbricht meine Arbeit. Sofort gehe ich zu dem Apparat und nehme den Hörer ab. Am Telefon ist aber nur die Leiterin des Tierheim und teilt mir mit, das heute die Mittagspause 15 Minuten eher begangen werden muss, da sich ein Mitarbeiter des städtischen Amtes angemeldet hat. Ich soll alle Mitarbeiter informieren. Dann legt die Leiterin wieder auf.

Um viertel vor zwölf sind alle Mitarbeiter im Pausenraum versammelt. Es sind 12 Personen die hier sind. Davon sind neben mir, noch zwei Festangestellte. Der Rest ist ehrenamtlich im Tierheim tätig. Dann betritt die Leiterin in Begleitung eines jungen Mannes den Pausenraum. Kurz teilt uns die Leiterin mit, wer der Mann ist. Er ist im Kartellamt beschäftigt und ihm untersteht somit das Tierheim.

„Meine Damen und Herren! Zunächst möchte ich Ihnen allen recht herzlich danken, für ihre Arbeit hier im Tierheim. Nur sind mir einige Unregelmäßigkeiten aufgefallen und habe sie deshalb zusammen gerufen um diese Auf zu decken, bzw. zu erfahren warum so gehandelt wird.“

Dann listet er seine Beanstandungen auf. Alle bis auf zwei können innerhalb kürzester Zeit geklärt werden. Diese zwei betreffen mich. Zu einem werden meine Fehlzeiten, obwohl abgerechnet, beanstandet und die Tatsache das einige Tiere einen Aufenthalt im Tierheim haben, aber bei deren Entlassung nur die Verpflegung in Rechnung gestellt wird. Dazu sagt Martin, der Mann vom Amt: „Gerade diese beiden Punkte sind mir aufgefallen. Denn es besteht eine große Diskrepanz gegenüber geleisteter Arbeit und tatsächlicher Arbeit. Außerdem ist mir nicht klar, warum diese komische Abrechnung erfolgt. Ich vermute hier einen Betrug zuungunsten der Stadtkasse!“

Zunächst bin ich sprachlos und ein kurzer Blick zur Tierheim-Leiterin zeigt mir, das auch sie nach Luft schnappt. Aber auch alle anderen im Raum schauen sprachlos. Das hatte keiner erwartet. Denn in der ganzen Stadtverwaltung ist bekannt, warum von uns so gehandelt wird. Nur dieser Mann wusste nicht Bescheid.

Bevor die Tierheim-Leiterin antworten kann, klingelt das Telefon im Nebenraum. Die Tierheim-Leiterin hat ihr Telefon in den Nebenraum geschaltet, wo auch ein Telefon steht, welches mit dem Außennetz verbunden werden kann. Sofort läuft die Leiterin zum Telefon. Nach nur kurzem Gespräch ruft sie nach mir. Ich laufe zum Telefon und nachdem ich den Hörer in der Hand habe, höre ich die Stimme des Tierarzt:

„Du musst sofort kommen. Bring noch einige Leute mit. Hier sind 2 Katzen, drei Hunde und vier Wildschweine durch einen Unfall verletzt worden. Beeile dich!“ Dann sagt er mir noch wo ich hin muss.

Schnell schaue ich mich um und sage zu zwei Mitarbeitern das sie mit kommen sollen. Aber auch zum Mitarbeiter des Amtes sage ich dieses. Zunächst schaut er mich an, dann fragt er was er machen soll. Ich sage ihm das er sich an Andrea wenden soll und verlasse den Raum. Die Mitarbeiter wissen was sie machen sollen und nach nur fünf Minuten ist unser Bulli fertig. Alle die ich genannt habe sitzen im Wagen, wobei Andrea auf dem Beifahrersitz ist.

Hinten im Bulli sitzen Herbert und Martin. Sofort fahre ich los. Als ich das Tor verlassen habe, kommt uns ein Polizeiwagen entgegen. Dieser hält sofort an und ich erkenne im vorbei fahren, wie der Beifahrer in ein Mikrophon spricht.

An der Kreuzung angekommen, wo ich nach rechts abbiegen muss, stehen mehrere Polizeiwagen und halten den ganzen Verkehr auf. Als ich, ohne an zu halten, nach links abbiege, setzt sich ein Streifenwagen in Bewegung und gleichzeitig geht die Schrift: „Bitte Folgen“ auf dem Dach des Wagens an. Hinter uns fahren noch drei andere Streifenwagen und alle haben ihr Blaulicht an. Auch ist das Martinshorn zu hören.

So geht es mit Tempo 80km/h durch die Stadt. Alle Kreuzungen sind in unserer Fahrtrichtung gesperrt. So dauert es natürlich nicht lange bis wir an der Unfallstelle angekommen sind.

Schon von weitem erkenne ich den Tierarzt wie er einen Hund behandelt. Mit quietschenden Bremsen halte ich in der Nähe des Tierarzt. Sofort springe ich aus dem Wagen und laufe zum Tierarzt. „Die ganze rechte Seite ist betroffen! Der PKW muss mindestens Tempo 100km/h gefahren sein.“ Ich lasse mir von Tierarzt sein Stethoskop geben und höre sofort den Hund ab. Das Herz schlägt sehr ungleichmäßig und die rechte Lunge hört man gar nicht mehr.

Ich sage zu Martin das ich sofort meine Tasche brauche und er reicht mir diese sofort. Dann kniet er neben mir und während ich die Lebensrettende OP durchführe, gibt er mir jedes Mal das richtige Instrument, welches ich brauche. Erstaunt sehe ich während der OP ihn an und er sagt: „Ich habe Tiermedizin studiert. Bin aber leider durchgefallen. Darum habe ich anschließend BWL studiert und bestanden.“

Beruhig mache ich mich an die OP und bekomme jedes Mal das Instrument welches ich brauche. So geht die OP sehr schnell vonstatten. Öffnen des Brustraumes, richten der Rippen und legen eines Zugangs um die Luft neben den Lungen heraus zu bekommen. Immer reicht mir Marin das richtige Gerät und schon bald kann der Hund in unseren Bulli gelegt werden.

Dann bin ich bei den Katzen. Doch hier sind nur einige Knochenbrüche zu versorgen. Dann machen der Tierarzt und die Mitarbeiter des Tierheim. Wobei mir Martin wie ein Schatten folgt. Bei den Wildschweinen angekommen ist Vorsicht angesagt.

Wildschweine werden nicht umsonst so genannt. Sie sind auch wirklich wild. Darum setze ich mich in einigen Abstand zu den Tieren und fange an zu reden. Auch Martin sitzt neben mir, was mich doch etwas erstaunt. Mache ich eine Pause redet Martin weiter.

Nach wenigen Augenblicken legt sich das erste Wildschwein auf die Seite. Da Martin in diesem Moment am Reden ist, schauen alle Wildschweine nur ihn an. Sofort weiß ich, das Martin die Schweine untersuchen muss. Das sage ich auch zu ihm und er bittet mich um Hilfe.

Während er die Tiere untersucht, bin ich nur der Helfer. Jedoch bei einem Schwein muss ich eingreifen. Denn es hat beide Vorderbeine sowie einige Rippen gebrochen. Während ich nun das Tier verbinde, halte ich Blickkontakt mit dem Schwein und Martin redet auf das Schwein ein.

In diesem Moment kommen zwei Sanitäter bei uns an und fragen sofort, ob sie helfen können. „Ich brauche sofort eine Trage, damit das Tier zu uns ins Tierheim kommt.“ Sofort laufen die beiden zu ihrem Wagen und schon wenig später sind sie mit ihrem Rettungswagen wieder da. Das Schwein kommt auf die Trage und wird in den Rettungswagen gebracht. Auch noch zwei Hunde und eine Katze werden in den Wagen gebracht, dann fährt dieser mit dem Tierarzt zum Tierheim.

Ich schaue nach den anderen Tieren und bin zufrieden. Alle Tiere haben nur kleine Blessuren erlitten und können sofort wieder in die Freiheit. Doch sie wollen anscheinend nicht. Darum öffne ich die Hecktüren unseres Bulli und die Tiere springen alle in den Wagen zu dem operierten Tier. Bevor wir losfahren sehe ich noch einmal nach dem Hund. Dem scheint es inzwischen wieder sehr gut zu gehen, darum setze ich mich hinters Lenkrad und fahre diesmal ohne Polizeibegleitung zum Tierheim.

Dort kommt der operierte Hund sofort auf die Krankenstation und der Rest der Tiere in einen besonderen Bereich. Hier sind auch schon die nicht verletzten Wildschweine und diese begrüßen die Neuankömmlinge sehr herzlich.

Dann wende ich mich wieder Martin zu. „Können wir uns noch einmal treffen?“ fragt er mich. Ich stimme zu und wir machen einen Termin für die nächste Woche aus. Anschließend geht er zur Tierheim-Leiterin um mit der zu reden.

Eine Woche später sind wir wieder alle im Aufenthaltsraum versammelt. Auch Martin ist wieder dabei. Doch diesmal hat er einen dicken Aktenordner dabei. Dann fängt er an zu reden: „Meine Damen und Herren! Hier in diesem Ordner sind alle Zeiten aufgelistet, an denen einer der Mitarbeiter gefehlt hat um Gerda bei zu stehen. Es sind hunderte von Stunden die Abgerechnet wurden, ohne das sie am Arbeitsplatz hier im Tierheim waren!

Ich habe mit dem Dienststellenleiter darüber gesprochen und bin zu der Erkenntnis gekommen, das für alle Mitarbeiter des Tierheim, auch für Gerda, ab sofort den doppelten Lohn gezahlt wird wenn sie im Einsatz sind. Das gilt ab Anfang des Jahres. Damit nicht allzu viel Steuern anfallen, werden wir uns noch etwas einfallen lassen. Denn einige sind dabei, die nur einen Minijob haben und darum einen bestimmten Lohnsatz nicht übersteigen dürfen. Jedenfalls sind alle Vorwürfe von mir aus der Welt geschafft und ich bitte dich, Gerda, mich an zu rufen, wenn wieder solch ein großer Einsatz anliegt. Ich werde dann sofort helfen.“

Noch lange wurde über Martins Vorschlag geredet, dann löste sich die Versammlung auf. Da jeder bisher mir helfen durfte, kommen alle in den Genuss der Nachzahlung. Nur zwei Mann nicht. Es sind die beiden, die immer die Nachtschicht im Tierheim haben. Aber auch für die beiden hat Martin eine Lösung. Da beide Rentner sind, bekommen sie ab sofort 100 Mark mehr im Monat und auch die Nachzahlung erhalten sie.

Noch lange habe ich mich nach der Sitzung mit Martin unterhalten. Er erklärte mir genau seine Gründe für das was er gemacht hat. Es war einfach, das ich während der Dienstzeit und darüber hinaus, für Tiere da war. Noch einmal musste Martin mir helfen, aber das ist eine andere Geschichte da sie International wird.
 
  • Post aus Bayern Beitrag #610
Danke für die sehr anrührende und auch spannende Geschichte dem Tierschutz.
Liebe Grüße
Christa
 
  • Post aus Bayern Beitrag #611
Vielen Dank für die schöne Geschichte, sie hat mir den Tag gerettet.
Ich hoffe es geht dir wieder besser.
LG Christine
 
  • Post aus Bayern Beitrag #612
Vielen Dank für die schöne Geschichte, sie hat mir den Tag gerettet.
Ich hoffe es geht dir wieder besser.
LG Christine

Hallo Christine,

Nein, mir geht es noch nicht besser! Morgens um 8 schalte ich den Compi ein und wenn es 22-23.00 Uhr wird habe ich im Durchschnitt nur 30-45 Minuten geschrieben. Mehr ist nicht drin wegen der Schmerzen.
Diese Antwort habe ich in nur einer Minute geschrieben und merke schon wieder meine Handgelenke. Aber an der Fortsetzung der Geschichte bin ich schon dran.

Gruß Helmut
 
  • Post aus Bayern Beitrag #613
Das klingt nicht so toll.
Um so mehr freut mich die Geschichte und danke dir dafür.
Ich wünsche Dir recht gute Besserung.

LG Christine
 
  • Post aus Bayern Beitrag #614
Martin Teil 2

Seit etwa einigen Jahren bin ich nun Leiterin des Tierheim. Mit Martin hat es nie wieder Schwierigkeiten gegeben. Selbst als Kürzungen für die Arbeit im Tierheim durchgeführt wurden, hat er meine Anforderungen immer durchgehen lassen.

Den Tipp immer 10% mehr aufzuschreiben gab er mir bei einem Treffen im Tierheim. Er wird dann die 10% wieder streichen und ich bekomme immer noch das was ich brauche. Aber so wird mein guter Wille gezeigt, das ich sparen will, wo ich es nicht kann.

Nun bin ich mit meinem Mann Herbert in Südfrankreich unterwegs. Ich habe drei Wochen Urlaub zusammen mit Herbert genommen. Unsere Tochter Monika ist mit ihrem Kai irgendwo in Europa unterwegs. Sie wollen entlang der alten Grenze von Deutschland fahren. Dazu haben die beiden sich ein Wohnmobil gemietet.

Herbert und ich sind gerade auf der Autobahn um Paris unterwegs, als mein Handy klingelt. Ich bin doch erstaunt und denke an meine Tochter Monika. Als ich jedoch aufs Display schaue, erkenne ich eine fremde Rufnummer.

Normalerweise nehme ich ein Gespräch von einem unbekannten Teilnehmer nicht an, auch wenn die Rufnummer angezeigt wird. Doch hier mache ich eine Ausnahme.

Als ich mich melde bin ich doch darüber erstaunt wer sich am anderen Ende meldet. Es ist Martin den ich am Telefon habe. Martin befindet sich aber mit seiner Frau in Dänemark oder Schweden. Dort sind sie mit einem Wohnwagen hin, der an der Nordsee auf einem Festplatz steht.

Nun hat er den Campingwagen geholt, über den TÜV gebracht und nun in Dänemark oder Schweden unterwegs. Das er sich von dort meldet habe ich nie gedacht, obwohl er einer der wenigen ist, der meine Handynummer hat. Martin befindet sich zur Zeit in der Nähe von Uppsala in Schweden, also fast 2000KM von mir entfernt.

Er erzählt mir am Telefon, das er und seine Frau sich im Moment in einem Tierheim befindet. Auch der Tierarzt sitzt neben ihm. In dem Tierheim gibt es eine Epidemie bei dem an jedem Tag ein Tier stirbt. Bisher sind über 20 Tiere an der Epidemie gestorben und der Tierarzt konnte nicht feststellen woran es liegt.

Da der Tierarzt kein Deutsch oder Englisch spricht, Martin jedoch Schwedisch,übersetzt er jedes meiner Worte als ich ihn über den Krankheitsverlauf der Tiere ausfrage. Auch die Daten des Großen Blutbildes gibt er mir durch. Ein Wert scheint nicht genau zu sein und ich sage ihm, welches Medikament benötigt wird.

Alles sagt er dem Tierarzt und dieser verspricht, das Medikament zu besorgen. Dann legt Martin wieder auf. Jetzt habe ich wieder Zeit für Herbert und ich bemerke das wir schon wieder an einem Ort vorbei fahren an dem wir schon einmal waren. Nur diesmal in der anderen Richtung.

Dann fragt er, wo Martin ist und als ich ihm sage wo wir hin müssen, sagt er nur „Oh!“ Dann sagt er aber auch: „Ich suche sofort einen Ort an dem wir per Computer mit Martin sprechen können!“ Dann fährt er zur nächsten Polizeistation. Dort springt Herbert aus dem Wagen und rennt zu dem Gebäude der Polizei.

Kurz darauf taucht er wieder auf und ist heftig am winken. Sofort verlasse ich unser Mobil und laufe zum Eingang der Station. Dort sagt mir Herbert: „Sofort hinter die dritte Tür! Du wirst erwartet!“ Dann rennt er zu unserem Mobil, während ich schon zur dritten Tür laufe.


Kaum habe ich diese Tür durchschritten sehe ich, das Sk... gestartet ist. Ich brauchte mich nur einloggen und meinen Gesprächspartner rufen. Doch ich weiß nicht, ob Martin dort angemeldet ist.

Das sage ich sofort auf französisch und greife sofort zu meinem Handy. Da Martin mich angerufen hat, drücke ich sofort die Taste für die Anrufer liste und sehe sofort Martins Nummer. Ich drücke sofort auf die Anrufen Taste und warte das Martin sich meldet.

Schon nach kurzer Zeit meldet er sich am Telefon und ich nenne ihm meinen Sk... Namen und das er sich dort melden soll. Denn Sk... ist kostenlos und ein Handygespräch ist doch sehr teuer, denn immerhin befinde ich mich in Frankreich und er in Schweden.

Schon wenige Augenblicke sehe ich auf dem Bildschirm des Computer das mich jemand ruft. Sofort melde ich mich und habe Martin am anderen Ende.

Ich lasse sofort mir die Blutwerte der Tiere schicken und auch die letzten Untersuchungsergebnisse. Auch verlange ich nach den Werten für ein Tier, das schon gestorben ist. Letzteres hat Martin nicht, aber er verspricht mir dieses so schnell wie möglich zu besorgen. Dann trennen wir die Verbindung.


In der Zeit, wo ich auf Martins Rückruf warte, beantworte ich alle fragen der Polizeibeamten. Denn bisher hatten sie es noch nicht erlebt, das eine Privatperson ihre Computer benutzt darf. Aber ein Befehl des Dienststellenleiters hat alle Schwierigkeiten beseitigt. Das ich ihnen im perfekten Französisch antworte, finden die Beamten besonders gut. Denn mit Martin habe ich natürlich deutsch gesprochen.


Als Martin sich wieder meldet, sagt er zu mir, das er das Blutbild eines Hundes und einer Katze vorliegen hat.Diese sind ca. 30 Minuten nach Entnahme des Blutes verstorben. Er sucht nur noch nach der Möglichkeit mir diese direkt zu zu senden.


Ich sage ihm daraufhin, das er die Werte einfach an meine Internet- Adresse schicken soll und er schaltet wieder ab.Ich warte einige Minuten und schaue dann in mein Postfach. Wirklich sind die Blutbilder der Tiere in meinem Postfach. Sofort drucke ich diese aus und fange danach an, diese Blutbilder mit den Blutbildern der noch lebenden Tiere zu vergleichen.


Dann habe ich die Lösung. Es ist das Futter der Tiere. Denn alle Tiere zeigen die selben Werte nach der Futter zu nahem. Immer wenn die Tiere etwas gefuttert haben, sind die Werte schlechter geworden, um dann nach kurzer Zeit wieder ganz normal zu sein. Darum bitte ich Martin darum, das Futter der Tiere zu untersuchen.


Wieder vergehen 30 Minuten und als sich Martin dann meldet, teilt er mir mit, das es genau das Futter ist, welches zur Erkrankung der Tiere führte. In dem Futter haben sich gefährliche Keime gebildet und diese führten dann zur Erkrankung der Tiere.


Ich habe Martin dann geraten ein entsprechendes Medikament für die nächsten drei Tage zu geben und vor allem neues Futter für die Tiere zu besorgen. Heute sollten sie aber nur die Medikamente bekommen und erst morgen Früh wieder normales Futter. Wir verabredeten uns für die nächsten Tage und dann beendete ich das Gespräch.

Ungläubig schauten mich nun die Polizisten der Station an, denn Herbert hatte immer wieder meine Worte ins französische übersetzt. So war jedem der Polizisten klar, das hier gerade ein kleines Wunder statt gefunden hat. Eine Diagnose über mehrere tausend Kilometer und die Diagnose war richtig. Das hatte noch keiner hier miterlebt.


Ich musste viele Fragen beantworten und zu jeder Frage wusste ich eine Antwort. Als mich der Dienststellenleiter um meine Telefon Nummer bat, gab ich ihm meine Visitenkarte. Darauf steht auch meine Internationale Telefon Nummer. Dann fuhren Herbert und ich weiter. Nach drei Tagen telefonierte ich mit Martin und er teilte mir mit, das alle Tiere in dem Tierheim sich auf dem Weg der Besserung befindet. Fünf Tage später war die Krankheit in dem Tierheim Geschichte.


Ein Jahr später erhielt ich einen Telefonanruf aus dieser Polizeistation.
 
  • Post aus Bayern Beitrag #615
Hallo Helmut,
vielen Dank für die schönde Geschichte.
Ich hab mich darüber sehr gefreut.
Wie geht es Dir denn so? Ist schon eine Besserung in Sicht?
Liebe Grüße
Mondhexe
 
  • Post aus Bayern Beitrag #616
Lieber Helmut
Vielen Dank, dass du trotz deiner Schmerzen immer noch an den Geschichten weiter arbeitest.
 
  • Post aus Bayern Beitrag #617
Danke für die schöne Geschichte 😘
♥️
 
  • Post aus Bayern Beitrag #618
Hallo Helmut,
vielen Dank für die schönde Geschichte.
Ich hab mich darüber sehr gefreut.
Wie geht es Dir denn so? Ist schon eine Besserung in Sicht?
Liebe Grüße
Mondhexe

Hallo!
Mit den Schmerzen ist das so eine Sache! Die sind nämlich noch da,die Handgelenke sind geschwollen und ich habe seit Januar 24KG abgenommen. Warum letzteres weiß weder ich, noch meine Ärzte. Aber ich vermute irgendwie einen Zusammenhang. Vielleicht liegt es auch an Nebenwirkungen von den Medikamenten. Aber in den Begleitschreiben steht nichts.

Gruß Helmut
 
  • Post aus Bayern Beitrag #619
Pass auf dich auf.
Vor allem bei der Hitze.
 
  • Post aus Bayern Beitrag #620
Von mir auch mal wieder:

Danke Helmut!💖
🍀🍀Alles Liebe und Gute für dich🍀🍀

LG. Gabi🐈🐈
 
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