Post aus Bayern

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Tschikitta

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Mimi



Wieder sitze ich in meinem Büro und arbeite an der Monatsabrechnung. Draußen scheint die Sonne und es ist etwa 25 Grad warm. Die Tiere liegen fast alle in der Sonne oder im Schatten. Für die Nacht ist Regen angesagt. Aber das hat man auch schon vor vier Tagen im Wetterbericht für den folgenden Tag angesagt und nichts war geschehen. Darum glaubten wir alle im TH nicht an Regen.

Nichts war an diesem Tag bisher geschehen und so saß ich in meinem Büro und machte meine Arbeit. Um kurz vor 12.00 Uhr bin ich dann zum Katzenhaus gegangen, in dem sich auch unser Raum befand in dem wir immer Mittag machen.

Da noch keiner da ist, stelle ich die Kaffeemaschine an. Dann ging ich zu den Schränken und holte Besteck und Geschirr hervor. Dann deckte ich den Tisch ein. In diesem Moment kam auch Michaela in den Raum und half mir sofort. Essen, außer unserem, stellten wir nicht auf den Tisch, da jeder Mitarbeiter sein eigenes Essen mitbringt und wir nicht wissen, wer was mitgebracht hat.

Der Raum füllte sich nach und nach und schon bald waren wir alle im Raum versammelt und redeten während des Essens über alles mögliche. Auch über den nächsten Tag der offenen Tür. Dieser sollte am übernächsten Wochenende stattfinden.

Eine Mitarbeiterin schaute während der Pause aus dem Fenster und sagt auf ein mal, das jemand draußen auf dem Vorplatz ist und sich umschaut. Ein Tier scheinen sie nicht bei zu haben.

Natürlich bin ich sofort raus und habe das Paar direkt auf dem Vorplatz gesehen. Ich habe sie angesprochen und sie stellten sich zunächst vor. Auch ich nannte meinen Namen und welche Stellung ich um TH habe.

Da sagte die Frau: „Dort in unserem Wagen liegt Kaspar und er ist sehr traurig, ich im übrigen auch, das seine Miss Piggy vor einer Woche von uns gegangen ist. Jetzt wollen wir eine neue Freundin für Kaspar, aber wir wollen ihn selber aussuchen lassen.“

Ich ließ´mir zuerst von Kaspar erzählen und so erfuhr ich, das Kaspar ein 8järiger Kater ist, Kastriert und gesund und das er bisher mit seiner Freundin, die 20 Jahre alt geworden ist, zusammen lebte.
Er lernte sie kennen sie als er 15 Wochen alt war. Vom ersten Tag waren die beiden ein Herz und eine Seele. Auch mit Hunden hat er schon Bekanntschaft gehabt, denn die Schwester hatte 4 Hunde die er nach und nach kennen gelernt hat, wenn sie bei uns war. Und das war mindestens ein mal die Woche. Im Urlaub der Schwester hatten sie die Hunde sogar über einen längeren Zeitraum.

Ich klärte das Paar auf, das bei uns im TH Hunde und Katzen zusammen leben können. Wenn die Tiere es wollen.Auf nachfrage sage ich ihr, das ich nicht weiß, wie viele Hunde sich im Moment im Katzenhaus aufhalten. Auch weiß ich nicht wie viel Katzen sich im Moment im Haus befinden.

Aber das ist ihr und auch ihm egal. Hauptsache ihr Kaspar wird wieder glücklich. Kurz schaue ich mir das Paar an, dann will ich einmal Kaspar sehen. Der Mann ging zu seinem Wagen und öffnete die Hintere Tür auf der Beifahrerseite.

Nach mehrmaliger Aufforderung springt ein vollkommen schwarzer Kater aus dem Auto. Erst reckt er sich dann kommt er zu uns. Dabei sieht er nur die Frau an. Bei uns setzte er sich hin und die Frau fing an zu reden. Doch ihr Tonfall war anders wie meiner, darum bat ich darum mit Kaspar zu reden. Die Frau schaute mich an, dann sagte sie: „Meinen sie wirklich, das Sie besser mit Kaspar umgehen können. Versuchen Sie es doch!“

Sofort bückte ich mich zum dem Kater, ohne ihn zu berühren, was doch ein ungläubiges Stöhnen von der Frau erzeugte. Dann fing ich an mit meiner sanften Stimme auf Kaspar ein zu reden. „Hallo Kaspar! Ich bin Gerda und wir wollen für dich eine passende Freundin finden. Nur gibt es auch dort Hunde bei den Katzen. Lass dich also beschnuppern und sei Friedlich.Ich weiß zwar das du schon Hunde kennen gelernt hast, aber hier sind es mehrere. Vielleicht findest du nicht nur eine neue Freundin, sondern auch einen Freund. Nun lass uns hinein gehen.“

Als ich wieder aufblickte sahen mich der Mann und die Frau ganz groß´an. Sie brachten kein Wort hervor und ich ging schweigend an ihnen vorbei. Neben mir lief Kaspar. Hinter mir hörte ich wie eine Mitarbeiterin zu dem Paar sagte: „Das ist unsere Leiterin. Die beste Tierflüsterin die ich jemals kennen gelernt habe!“

Als ich die Tür zum Katzenhaus aufmachte, kamen uns sofort drei Hunde entgegen. Es war drei Mixe. Einer war ein Collie gemischt mit einem Dackel, dann eine Dogge gemischt mit Schäferhund und ein kleiner Pekinese bei dem noch irgend ein Tier bei war. Aber wir wissen nicht welcher Hund es war.

Diese setzten sich vor mir hin und schauten erst mich dann Kaspar an. Ein leichtes Grollen war von der Dogge zu hören. Bevor ich etwas sagen konnte ging Kaspar zu der Dogge und begann ihn ab zu schnuppern. Dann schleckte er der Dogge über die Augen und der Hund verstummte sofort. Er schaute seine beiden Kameraden an und fing leise an zu knurren. Da legten die beiden sich hin und schauten zwischen Hund und Katze hin und her. Erst jetzt bewegte sich Kaspar wieder und er ging zu den Katzen.

Es waren wohl zwanzig Katzen in dem Raum und es kamen immer mehr in den Raum. Jedoch schauten sie alle erst einmal zu der Dogge und da diese vollkommen ruhig auf dem Boden lag, ließen sie Kaspar in Ruhe suchen.

Nachdem Kaspar bei allen Katzen war, ging er zurück zu mir, schaute mich an und Miaute leise. Da ging ich in die Knie und sagte zu dem Kater: „ Hole dir deine neuen Freunde! Lauf mein Kleiner! Hole sie dir!“

Da ging der Kater zu der Frau und als diese nickte, auch ihr Mann war am nicken, ging der Kater zuerst zu der Dogge, anschließend zu dem Collie und als nächstes zu dem Pekinesen. Alle drei schleckte er über die Augen und es war um jeden geschehen. Alle Hunde gingen nun mit zu den Katzen und dort suchte sich Kaspar seine Freunde aus.

Es waren vier Katzen im alter von 6 Monaten bis zu 14 Jahren. Dann kamen alle zu mir und der Kater schaute mich an. Ich nickte nur, zeigte aber auch auf die Frau und ihrem Mann. Darum ging der Kater zu den beiden, während die ausgesuchten Tiere bei mir blieben.

Die Frau schaute Kaspar an, dann sagte sie zu ihm, nachdem sie ihren Mann angesehen hatte: „Kaspar, du hast dir schöne Freunde ausgesucht. Natürlich kannst Du alle mitnehmen. Aber fehlt da nicht jemand?“

Lange schaute der Kater zu der Frau, dann ging er auf Mimi zu. Mimi war eine Katze die schon seit sieben Jahren bei uns im TH lebte. Ob es an ihrer Farbe lag, weiß ich leider nicht. Denn Mimi war eine rote Katze!

Als Kaspar und Mimi zurück kamen, war es um die Frau geschehen. Sie fing hemmungslos an zu weinen, wobei sie immer wieder die Katze auf den Arm genommen hat. Der Mann klärte uns auf.

Die Freundin von Kaspar war eine rote Katze. Jedoch hatte sie ein weißes Bein und diese Katze ist vollkommen rot. Das wird wohl ihre Erinnerung an die Katze, die jeden Tag kam um zu schmusen, geweckt haben.

Kaspar durfte natürlich all seine Freunde sofort mitnehmen und nach zwei Jahren war das Paar mit Kaspar wieder da. Einer der Hunde war gestorben und Kasper suchte sich einen neuen Hund aus. Auch diesmal durfte die Katze mitgehen, die sich mit dem Hund angefreundet hatte.

So war es immer in den letzten 10 Jahren. Verstarb eines der Tiere weiches bei Kaspar lebte, wurde von seinem Frauchen unter zu Hilfe nahme von Kaspar, ein neues Tier aus dem TH geholt. Selbst als es Kaspar nicht mehr gab, kam die Frau mit ihrem Mann und holte das nächste Tier.

Selbst nachdem ich nicht mehr im TH arbeiten konnte, kamen das Ehepaar und holten, immer in Begleitung eines ihrer Tiere, einen oder mehr Neuzugänge in ihr Haus. Natürlich war ich immer dabei und redete zuerst mit dem Tier, welches sich einen neuen Kumpel holen wollte.

Ich sprach zuerst mit ihnen, nachdem sie im TH waren. Alles Tiere hörten mir zu und holten sich dann ihren neuen Freund. In letzter Zeit, schmusen die Tiere auch mit mir, wenn sie das TH verlassen.

Als letztes, so kann ich mich erinnern, kam Mimi zu uns ins TH. Mimi war schon 22 Jahre alt und sie konnte sich kaum noch bewegen. Aber an diesem Tag lebte sie auf. Langsam kam sie zu mir und ich nahm sie auf meinen Arm

Fast zwei Stunden war nur Mimi am reden. Dann wurde ihre Stimme immer leiser und ich sagte zu ihr: „Nun geh mein Mädchen! Ich werde dir bald folgen und dann treffen wir uns wieder. Auch dein Freund Kaspar wird dabei sein und wir werden unser Dasein genießen! Nun lauf mein Mädchen!“

Als ich diesen Satz sagte, starb Mimi in meinen Armen. Sie wurde im Garten des Ehepaares beerdigt.
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Das sind die letzten Niederschriften meiner Mutter, Aber aus ihren Schriften habe ich entnommen, das es noch viel mehr Geschichten gibt. Die letzten Sätze hierzu schreibe ich. Ich bin die Tochter von Gerda und mein Name ist Monika. Ich habe alle Geschichten von Gerda, meiner Mutter, bisher still gelesen. Einige Geschichten wurden von mir hin zu gefügt, die Helmut schon nieder geschrieben hat, da ich sie selber erlebt habe. Ich hoffe, das Helmut noch lange für uns schreibt und die Geschichten meiner Mutter hier nieder schreibt.

Aber diese Geschichte, von der habe ich erst bei der Eröffnung ihres Testament.gelesen, wurde auch die Geschichten übertragen. Darum habe ich Helmut gebeten, diese Geschichte so kurz vor Weihnacht zu schreiben. Denn es hat seinen Grund, doch darüber, ich habe eine Geschichte entdeck, und über weitere Geschichten gibt es später mehr.

Ich habe sehr viel von ihr gelernt. Auch kenne ich fast alle Geschichten von meiner Mutter, doch die oben geschriebene kenne ich nicht

Ich wünsche euch alles Gute

Monika und Kai
 
claudiskatzis

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Danke das ihr diese wunderbaren Geschichten mit uns Teilt 😘
 
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mondhexe

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Auch von mir ein ganz herzliches Dankeschön, für diese wunderschönen Geschichten, die ich schon mehrfach gelesen habe und die mich immer wieder zu Tränen rühren und mir sehr ans Herz gehen.
Einfach wunderschön, Gerda war eine ganz besondere Frau.
Viele Grüße
Christine
 
rina2102

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Schließe mich meinen Vorschreibern zu 100% an. Danke das wir die Geschichten lesen dürfen❤😻👍
 
Tschikitta

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Der Zirkus



Wir sitzen im Käfer von meinem Vater. Wir das sind meine Mama, mein Vati und ich. Wir wollen zu einem Zirkus der in der nächsten Stadt ist und dort seine Vorstellungen macht. Zwar bin ich erst 14 Jahre alt, aber ich habe mitbekommen wie mein Vater gesagt hat, das 10qm für die Löwen viel zu klein ist. Schließlich haben sie in freier Wildbahn erheblich mehr an Fläche zur Verfügung.

Ob auch alle anderen Tiere im Zirkus mehr Fläche haben weiß ich noch nicht. Aber heute werde ich es erfahren. Denn die Vorstellung interessiert mich nicht. Ich weiß, das alle Tricks die die Tiere zeigen, unter großen Qualen von den Tieren gelernt wurden.

Ich kann es kaum erwarten, bis mein Vater seinen Käfer auf dem Parkplatz vor dem Zirkus abgestellt hat. Da eine Vorstellung ausfällt, wird die nächste Vorstellung erst im drei Stunden stattfinden. Aber wir können vorher schon in den Zirkus und uns die Tiere ansehen.

Kaum ist meine Mutter aus dem Auto, steige ich auch aus und laufe sofort zum Eingang des Zirkus. Doch man lässt mich nicht hinein sondern ich muss auf meine Eltern warten, da sie die Eintrittskarten schon vor einigen Tagen gekauft haben und diese nun vorzeigen müssen.Natürlich dürfen wir nun in den Zirkus, aber man sagt uns auch, das es bis zur Vorstellung eben drei Stunden dauert.

Ich wende mich sofort nach links und laufe los. Doch ein ruf meiner Mutter stoppt mich. Kurz darauf sind sie bei mir und zusammen gehen wir weiter. So geht es etwas langsamer durch den Zirkus und an jedem Auslauf der Tiere wird halt gemacht. Papa sagt mir um welches Tier es sich handelt und so lerne ich nicht nur Elefanten kennen.

Bei diesen mächtigen Tieren bleibe ich länger und ein Elefant streckt mir sogar seinen Rüssel entgegen. Doch ich habe kein Futter für das Tier und streichel es daher nur über den Rüssel. Erschrocken zieht das Tier seinen Rüssel zurück um ihn mir wenige Augenblicke wieder entgegen zu strecken. Auch weitere Elefanten kommen zu uns und strecken mir ihren Rüssel entgegen. Alle streichel ich und die Elefanten fangen freudig an zu Trompeten.

Schon bald erfüllt ein mächtiges Konzert der Tiere, so das sich sogar der Direktor zu uns gesellt, den Zirkus. Vier Elefanten hat der Zirkus und der Direktor sagt zu mir: „Bisher hatten die Elefanten nur etwa 45qm Fläche zum Auslauf. Du hast mir nun gezeigt, das es auch anders geht. Jedes Tier werde ich nun versuchen in einen Zoo zu geben. Denn in die Freiheit können sie nicht mehr, da sie auch in Gefangenschaft geboren wurden und nie die Freiheit kennen gelernt haben.“

Dann gehen wir weiter, zusammen mit dem Zirkusdirektor. Schon nach wenigen Schritten sind wir bei den Zebras und Rindern. Auch diese scheinen in einem viel zu kleinen Auslauf zu leben. Als der Direktor mich anschaut sagt er nach einem kurzen Augenblick: „Ich weiß! Alle Tiere haben einen zu kleinen Auslauf. Da ich aber sowieso zum Ende der Saison den Zirkus zu mache, werde ich entgegen meiner bisherigen Meinung, alle Tiere an Zoos verkaufen. Die Tiere haben soviel Leid erlitten und damit soll bald Schluss sein.“

Dann geht der Direktor davon. Ich kann sehen, das er beim weg gehen, mehrmals mit einem Arm über seine Augen wischt. Anscheinend ist er am weinen. Dann kann ich ihn nicht mehr sehen und ich wende mich wieder meinen Eltern zu. Dieses kümmern sich um die Zebras und sind diese am füttern. Auch die Rinder kommen langsam näher und nun fangen meine Eltern auch an, diese Tiere zu füttern.

Ich gehe langsam weiter und komme bald zu den Raubtieren. Hier sind ein Löwe und eine Löwin zu sehen. Ebenso kann ich einen Tiger entdecken. Alle drei scheinen schon etwas älter zu sein, denn bei der Löwin kann ich sehen, während sie langsam zum Gitter ihres Verschlages kommt, das sie stark am humpeln ist. Aber nicht weil sie verletzt ist, sondern weil ihre Gelenke geschwollen sind.

Ohne auf die Gefahr zu achten, klettere ich über die Absperrung die vor dem Gatter des Käfig ist und bin auch nach wenigen Schritten bei dem Gatter. Direkt vor mir liegt nun die Löwin und ich kann in ihre Augen blicken. Tiefe Traurigkeit ist im Blick des Tieres zu sehen.

Ich konzentriere mich nun auf den Löwen und versuche in seine Augen zu schauen. Dabei presse ich mein Gesicht an die Gitterstäbe und umfasse mit meinen Händen die Stäbe des Gatters. Natürlich bemerke ich, das irgendwas an meinen Händen schnuppert, aber ich kümmere mich nicht drum, sondern versuche immer wieder in die Augen des Löwen zu blicken. Doch es gelingt mir nicht.

Als ich eine Hand vom Gatter nehme um sie woanders wieder zufassen zu lassen, umschließt meine Hand weiches Fell. Erschrocken schaue ich nach, was ich denn angepackt habe und sehe sofort, das ich gerade in das Fell des Tigers gegriffen habe. Erschrocken lasse ich das Fell wieder los und erst jetzt merke ich, in welcher Gefahr ich schwebe.

Zwei Löwen und ein Tiger brauchen nur einmal heftig zuschlagen mit ihren Tatzen und mich hat es gegeben. Doch die Tiere machen nichts, sondern schauen mich nur mit ihren traurigen Augen an. In den Augen des Tigers kann ich erkennen, das er fast Blind ist. So milchig sind die Augen. Auch bei dem Löwen erkenne ich das, als es mir nun gelingt in seine Augen zu schauen.

Hinter mir höre ich immer wieder Warnrufe, doch ich achte nicht drauf. Nun erkenne ich aber das alle drei Tiere sehr dicht bei mir sind. Darum fange ich an zunächst den Tiger zu streicheln und da der Löwe direkt neben meiner Hand liegt, streichel ich nun auch ihn. Nach kurzer Zeit höre ich auf und streichel nun die Löwin. Dabei habe ich aufgehört eines der anderen Tiere zu streicheln.

Da kommt der Direktor herbei und sagt: „Ich habe einen Zoo gefunden für die drei Tiere. Aber ich muss selber für den Transport sorgen. Außer den Zirkuswagen habe ich leider nichts und ob ich damit zum Zoo komme weiß ich nicht.“

Dabei zeigt er auf einen Anhänger der nicht weit von uns entfernt steht. Mit dem kommen wir wirklich nicht zu dem Zoo in unserer Stadt, denn um den handelt es sich, wie mir der Direktor zu flüstert. Doch ich habe schon eine Idee und teile diese sofort dem Direktor mit. Schon als der Direktor anfing mit mir zu Reden, habe ich den Gefahrenbereich der Tiere wieder verlassen.

Die drei Tiere sollen auf den Anhänger und es soll so weit gefahren werden, wie es geht. Die restlichen Meter werde ich die Tiere an Leinen nehmen und sie zum Zoo bringen. Wortlos schaut mich der Direktor an dann sagt er: „Meinst Du das klappt? Versuchen wir es!“ Darum gibt er einige Kommandos und der Anhänger wird zu dem Auslauf der Tiere rangiert. Doch noch immer fehlen etliche Meter zu dem Tiergehege.

Trotzdem wird alles vorbereitet. Zwischenzeitlich ist auch ein Mann vom Zoo unserer Stadt gekommen. Er fragt mich, wie die Tiere in den Anhänger kommen sollen. Doch ich sage ihm nur, das er es erleben wird. Ich lasse mir drei Seile bringen und lege vor der Eingangstür des Gatters die Seile hin.

Doch ich bin noch nicht so weit mit den Tieren um diese zu verladen. Ich frage inzwischen den Mann vom Zoo ob er auch die anderen Tiere nehmen kann. Langsam verzieht sich sein Gesicht zu einem breiten Grinsen. Der Zirkusdirektor und ich hängen förmlich an den Lippen des Zoomannes. Dann sagt dieser: „Natürlich dürfen alle Tiere zu uns in den Zoo kommen. Wann immer es hier gefällt, können die Tiere zu uns.“

Lachend fallen sich die beiden Männer in den Arm, dann wendet sich der Zirkusdirektor an mich: „Ich weiß nicht wie ich dir danken soll. Nun kann ich endlich mit meinen Kollegen hier im Zirkus über das Ende sprechen. Danke Gerda!“ Damit nahm er mich ganz fest in den Arm und drückte mich.

Auch der Mann vom Zoo gab mir die Hand und er sagte zu meinen Eltern: „Sie haben eine wunderbare Tochter. Ich weiß das sie Tierlieb ist und bald zu uns in den Zoo für ein Praktikum kommt. Sie ist herzlich will kommen!“ Dann reicht er meiner Mutter und meinem Vater die Hand und will davon gehen. Doch er bleibt sofort stehen als er sieht was ich mache.

Ich bin zu den Seilen gegangen und habe ein Seil in die Hand genommen. Dann bin ich zur Tür, habe diese geöffnet und bin ohne die Tür zu schließen zu dem Tiger gegangen. Dort habe ich ihm das Seil um den Hals gelegt und nur einen leichten Knoten ins Seil gemacht. Auch bei dem Löwen und der Löwin habe ich das gemacht. In der ganzen zeit war die Gattertor weit auf.

Nun setze ich mich zu den Tieren und fange an mit ihnen zu reden. Dabei zeige ich mehrmals auf den Anhänger und jedes mal schauen die drei Tiere ebenfalls dorthin. „Gleich kommt ihr alle in den Zoo. Dazu müsst ihr aber in den Anhänger dort. Ich bin die ganze Zeit bei euch und werde vorne in dem LKW der den Anhänger zieht mitfahren. Seit also bitte nett zu den Leuten und sollte euch einer zufällig streicheln, schaut ihn nur an. Wenn euch der Mensch nicht gefällt, knurrt ihn nur an. Bei Kindern lasst es bitte zu, das sie euch Streicheln.“

Dann nahm ich ganz locker die Enden der Seile in die rechte Hand und ging auf das Tor zu. Sofort folgten mir die drei Tiere und ich konnte diese anstandslos zum Anhänger bringen. Auch dort sprangen sie anstandslos in den Anhänger. Während die Türen geschlossen wurden, ging ich nach vorn und setzte mich auf den Beifahrersitz, Bald kam der Fahrer und wir fuhren los.

Bis zum Zoo sind es mehrere Kilometer und da der LKW nicht sehr schnell fuhr, waren wir bald in Begleitung von zwei Polizeifahrzeugen. Beide fuhren hinter uns bis bei dem ersten das Blaulicht anging. Er überholte uns und fuhr in gleicher Geschwindigkeit mit eingeschaltetem Blaulicht vor uns her. Der zweite Polizeiwagen hatte auch sein Blaulicht an und blieb hinter uns.

Als wir endlich beim Zoo ankamen, fuhren beide Polizeiwagen an den rechten Fahrbahnrand und blieben stehen. Der LKW mit den Tieren fuhr weiter und ein Wagen des Zoos begleitete uns. Etwa hundert Meter vor dem Großkatzenhaus blieb er stehen. Weiter konnte er nicht, dafür war die Zufahrt zu eng.

Ich stieg aus dem LKW und der Fahrer öffnete die Türen des Anhängers. Als ich mich einmal umsehe, erkenne ich das wohl hundert Leute im sicheren Abstand zu uns stehen. Aber es kommen noch immer mehr. Auch scheinen mehrere Reporter da zu sein, wie ich an den Kameras erkenne. Denn solch große Objektive hat ein Privatmann sehr selten.

Dann gehe ich zum Anhänger und hole nach und nach die Tiere aus dem Wagen. Alle drei legen sich nach und nach neben den Anhänger. Dann nehme ich wieder die Leinen ganz locker in die rechte Hand und gehe los. Da die Tiere aber keine Anstalt machen ab zu hauen, bleibe ich stehen und entferne bei allen dreien die Leinen die um ihren Hals liegen.

Erst dann gehe ich weiter auf ein Tor zu, das geöffnet ist und von dem ein Mann am winken ist. Darauf gehe ich mit den Tieren zu und bin doch erstaunt, das der Mann keine Anstalt macht, fort zu gehen. So ist es auch! Als ich bei ihm bin streichelt er jedem der Tiere über den Kopf. Nur als er mir seine Hand geben will, fangen alle drei an zu knurren.

Lachend bringen wir die drei zu einem Käfig, der wohl fünf Mal so groß ist, wie der Käfig in dem sie bisher leben mussten. Als die drei Tiere in dem Käfig sind setzt sich der Mann, inzwischen weiß ich das er der Chef des Zoos ist, einfach in den Sand. Auch ich setze mich hin und der Mann sagt zu den Tieren: „Hier müsst ihr nun einige Tage bleiben und der TA wird kommen um euch zu untersuchen. Das dort ist der Mann und wenn er sein OK gibt, dürft ihr zu euren Kollegen. Seid also genau so lieb zu dem TA, wie zu Gerda und mir.“

Bei den letzten Worten tritt der TA des Zoos zu uns und setzt sich ebenfalls auf den Boden. Nun kommen alle drei Tiere zu dem TA, schnuppern an ihm und legen sich wieder auf ihre Plätze.

Nach zwei Wochen durften die drei zu ihren Kollegen. Als sie zum ersten mal ihre Kollegen trafen, zeigten sie doch sehr große Angst. Darum entschied der Direktor des Zoos, das die drei in ein separates Gehege kamen, das genau so groß ist, wie alle anderen Gehege zusammen.

Auch alle anderen Tiere kamen nach zwei Wochen in den Zoo. Diese hatten keine Schwierigkeiten mit ihren Tierkameraden. Der Zirkus machte ohne Tiere weiter und hat nun mehr Erfolg, wie zu der Zeit, als sie noch Tiere hatten.
 
Tschikitta

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An der Ostsee



Herbert und ich sind unterwegs zur Ostsee. Dafür haben wir uns den Wohnwagen meines Vaters geliehen. Wir sind am Freitag Nachmittag losgefahren und wollen nun an die Ostsee fahren und dort unseren Urlaub verbringen. Zwar ist es erst April, als wir diese Fahrt antreten, aber für uns war es die einzige Möglichkeit meinen Resturlaub an zu treten.

Denn ich bin immer noch angestellt, nur Herbert ist selbstständig und muss sich nach mir richten. Aber die Tierheimleiterin hat mir frei gegeben, nachdem sie erfahren hat, das Herbert seine Praxis während seines Urlaubes an einen Kollegen abgetreten hat. Dieser Kollege ist schon mehrmals eingesprungen wenn Herbert krank, auf Weiterbildungen oder Urlaub hatte. Auch jetzt hat er sofort zu gesagt als er hörte das ich meinen Resturlaub nehmen möchte.

Wir sind durch den Elbtunnel ohne Schwierigkeiten durchgekommen und nähern uns jetzt unserem Ziel. Das ist ein Campingplatz auf der Insel Fehmarn und nur hier gibt es einen kleinen Stau. Aber wir werden nur etwa 30 Minuten aufgehalten. Um kurz nach 20.00 Uhr erreichen wir unser Ziel.

Der Betreiber des Platzes hat auf uns gewartet und zeigt uns unseren Platz, dann macht er Feierabend. Morgen werden wir den Papierkram erledigen, hat er uns gesagt und ist dann gefahren.

Zwei Familien sind noch in unserer Nähe und sie kommen zu unserem Wohnwagen. Sie und wir stellen uns vor und sind sehr schnell beim „Du“. Die Frau eines Paares sagt: „Das Vorzelt bauen wir morgen erst auf. Jetzt werden erst einmal Stühle geholt und dann feiern wir den Neuzugang auf diesem Campingplatz! Es sind noch zehn Wagen hier die besetzt sind. Ich schätze die kommen nach und nach.“

So ist es auch. Als die Männer Stühle und einen Tisch geholt haben, trudeln nach und nach die anderen Wohnwagen Besitzer auf. Zwei bringen jeweils eine Kiste Bier mir und schon bald unterhalten wir uns über unsere Berufe.

Zwei Paare haben auch ihre Kinder dabei, aber diese verlassen uns nach einiger Zeit. Es sind Kinder von 6 bis 10 Jahren die bei uns gewesen sind. Doch nach etwa einer Stunde wurden sie von den Müttern zu ihrem Campingwagen gebracht, oder sie gingen von alleine dahin. Jedoch hatte jedes der Elternpaare ein Babyfon dabei und konnte somit die Kinder hören.

Etwa drei Stunden saßen wir beisammen,dann ging jedes Paar zu seinem Wagen zurück. Sie Familien hatten ihr kommen für den nächsten Tag zu gesagt um uns beim Aufbau des Vorzeltes zu helfen. Auch Herbert und ich gingen bald ins Bett, nachdem wir aufgeräumt hatten.

Am nächsten Morgen, wir waren gerade mit dem Frühstück fertig, kamen unsere neuen Bekannten. Sehr schnell haben wir das Vorzelt aufgebaut und eingerichtet. Dann sitzen wir alle zusammen und man gibt uns Tipps über Sehenswürdigkeiten in der Umgebung. Herbert macht sich Notizen, um alles was uns gesagt wird, später einmal zu besuchen.

Einer der neuen Bekannten hat auch ein Babyphon dabei. Aus diesem hören wir auf einmal komische Geräusche. Es hört sich an wie das knurren eines Hundes. Sofort springe der Mann auf und rennt zu seinem Campingwagen. Seine Frau sagt uns in der Zeit: „Wir haben darin ein Babyphon aufgestellt, falls unser Nachwuchs zwischenzeitlich wach wird. Aber ein knurren habe ich auch noch nicht gehört.“

Mit den letzten Worten steht sie auf und folgt ihrem Mann. Wir sehen uns an und dann folgen wir mit schnellen Schritten. Als wir die deren Wohnwagen ankommen, steht der Mann vor der offenen Tür des Wohnwagens. Er sagt: „Mein kleiner schläft noch immer. Ich weiß nicht woher das knurren oder was es war, gekommen ist.“

Wir suchen die ganze Umgebung des Wohnwagens ab, können jedoch nichts finden. Dafür hören wir wieder das komische Geräusch aus dem Babyphon. Diesmal scheint es lauter zu sein. Alle laufen wir nun zum Wohnwagen und der Mann sieht nach seinem Sohn. Doch der schläft!

Als wiederum das Geräusch aus dem Babyphon ertönt, der Mann steht neben dem Gerät, sieht er sofort auf die Anzeige. Jedoch ist hier kein Licht zu sehen, das erkennen lässt, das jemand über das Gerät sendet. Nun fragen wir uns woher das Geräusch kommt.

Auch der Campingplatzbetreiber ist inzwischen auf uns aufmerksam geworden. Er steht bei uns und sagt, das er vermutlich weiß, woher das Geräusch kommt. Dann geht er uns allen voran zu einem weiteren Wohnwagen, der aber im Moment nicht von den Besitzern benutzt wird. Er sagt dazu: „Schon mehrmals, als ich hier vorbei bin, habe ich ein knurren gehört. Konnte es aber niemals zuordnen. Vielleicht ist es hier.“

Gemeinsam suchen wir die ganze Gegend ab und obwohl einmal ein kurzes knurren aus dem Babyphon erklingt, finden wir nichts. Darum gehen wir langsam wieder zum Wohnwagen zurück und treffen dort alle anderen Bekannten. Doch noch immer haben wir nicht die Ursache gefunden aus dem das Geräusch kommt.

Nachdem wir alle wieder zusammen sind kommt Herbert auf die Idee, doch einmal an dem Wohnwagen zu klopfen, vor dem wir uns befinden. Einige sind dagegen, weil es ihrer Meinung nach nichts bringt. Doch Herbert lässt sich nicht beirren. Er klopft an dem Aufbau des Wohnwagens und erhält sofort eine Rückmeldung.

Wieder ist ein leises knurren aus dem Babyphon zu hören. Darum klopft Herbert nochmals an dem Wagen. Auch jetzt kommt eine Antwort. Zwei der Bekannten haben ihre Ohren an den Wagen gepresst und lauschen genau was zu hören ist. Da die anderen aber zu laut sind, können sie nichts hören. Darum bitten sie um absolute Ruhe.

Auch ich habe inzwischen mein Ohr an eines der hinteren Fenster gedrückt und horche sehr genau auf Geräusche aus dem Wohnwagen. Auf mein Zeichen klopft Herbert noch einmal an dem Wohnwagen und jetzt ist genau zu hören, das das Geräusch aus dem Wagen kommt.

Ich rufe nach einem Schlüssel, doch ist dieser natürlich nicht vorhanden. Bis der Campingplatz Betreiber auf eine Idee kommt. Sofort rennt er los ohne uns mitzuteilen was er denn für eine Idee hat.

Nach kurzer Zeit taucht der Mann wieder auf und hat einen Schlüsselbund mit etwa 100 Schlüsseln bei sich. Dabei sagt er: „Der Besitzer dieses Wagens hat mir zwar keinen Schlüssel gegeben, aber vielleicht passt einer.“

Dann versucht er nach und nach ob ein Schlüssel passt. Der 27 Schlüssel scheint zu passen und wirklich geht das Schloss auf. Da ich direkt neben dem Betreiber stehe sage ich, das keiner den Wagen betreten darf. Erst muss ich mich genau umsehen.

Bevor die Tür geöffnet wird, sagt Herbert das ich so etwas ähnliches bin wie eine TÄ. Keiner fragt was die Aussage bedeutet, das ich so etwas ähnliches bin, sondern lassen mich einfach gewähren.

Langsam betrete ich den Wohnwagen. Da es doch sehr dunkel in dem Wagen ist, die Jalousien sind zu, lasse ich mir von Herbert die Taschenlampe geben. Ich schalte sie ein und schaue sofort in die Augen von einem Fuchs. Dieser versucht erst gar nicht zu entkommen, sondern liegt direkt vor meinen Füßen.

Auch macht er keine Anstalten mich zu beißen und so knie ich mich zu dem Tier hin. Von draußen höre ich wie einige rufen, was ich gefunden habe. Ich antworte aber nicht darauf und sage zu Herbert, der direkt hinter mir an der Tür des Wagens steht: „Eine Schale mit Wasser, aber ganz langsam zu mir bringen!“

Ich bekomme mit, wie Herbert sofort nach dem gewünschten fragt und dann höre ich wie jemand weg läuft. Kurz darauf höre ich Herbert wieder. Er fragt mich was es ist und ich antworte das es ein Fuchs ist.

Währenddessen untersuchte ich den Fuchs. Nirgends kann ich eine Verletzung feststellen. Nur scheint der Fuchs einen wahnsinnigen Durst und auch Hunger zu haben.

In diesem Moment kommt derjenige zurück, der eine Schale und Wasser geholt hat. Ich lasse mir beides geben und dann darf der Fuchs endlich wieder etwas trinken. Wie lange er nichts hatte weiß ich nicht, aber es muss sehr lange gewesen sein. Denn innerhalb kürzester Zeit ist die Wasserschale leer.

Da ich aber den Kanister mit dem Wasser schon wieder raus gestellt habe, nehme ich die Schale und stelle sie ebenfalls raus. Dann wende ich mich wieder dem Fuchs zu und sage zu ihm: „Komm mein kleiner! Draußen bekommst du so viel zu trinken wie du willst. Auch Futter lasse ich gleich holen. Habe keine Angst vor den Leuten draußen. Die haben alle mitgeholfen dich zu finden.“

Nur kurz sieht mich der Fuchs an, dann kommt er zu mir und sieht nach draußen. Zum ersten Male können nun auch alle draußen sehen, wer hier im Wohnwagen war. Dann kommen wir raus und der Fuchs legt sich neben meine Beine. Ich sage zu den Bekannten das ich nun etwas Hundefutter benötige, weil ich nicht weiß, wie lange der Fuchs schon im Wagen gefangen war.

Ich habe kaum ausgesprochen da ist der Platz vor mir fast leer. Nur noch sechs Frauen und Männer stehen vor mir. Darunter der Campingplatzbetreiber. Er sagt nun, das die Familie denen der Wagen gehört, am Sonntag Nachmittag gefahren ist und erst am nächsten Wochenende wiederkommen wollte.

Also muss der Fuchs mindestens 6 Tage in dem Wagen eingeschlossen worden sein. Warum er das Überlebt hat, wird wohl für immer sein Geheimnis bleiben. Doch der Betreiber sagt, das die Familie auch einen Hund hat und von daher zumindest genug zu trinken da war.

Dann jammen die Leute zurück und bringen alle eine Dose mit Hunde- oder Katzenfutter mit. Nachdem in einen weiteren Napf zwei Dosen mit Hundefutter gemacht wurden, fängt der Fuchs an zu Futtern. Es scheint ihn auch nicht zu stören, das einige Hunde auftauchen. Es sind Hunde ihrer Besitzer, die in der Eile in der sie waren, die Türen zu ihren Wohnwagen nicht geschlossen haben.

Alle legen sich in ehrfurchtsvoller Entfernung zu dem Fuchs hin und schauen zu, wie dieser am futtern ist. Erst als der Fuchs mit dem futtern fertig ist, nähern sie sich dem Tier. Schnuppern kurz am dem Fuchs und machen sich dann über das Futter her.

Anschließend legen sich alle zu dem Fuchs, schlecken ihm durch das Gesicht und legen dann ihre Köpfe auf ihre Pfoten. Dabei beobachten alle 5 Hunde den Fuchs. Doch dieser ist ganz ruhig und auch er fängt bald an die Hunde ab zu schlecken.

Der Fuchs blieb in dem Campinglager und begrüßte jeden der kam um hier ihren Urlaub zu verbringen. Kein Hund hat ihm jemals etwas getan, sondern alle schnupperten nur und waren anschließend die besten Freunde des Fuchses.
 
Tschikitta

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Als ich Besitzerin von 1,2 Milliarden Mark werde



Ich bin vor wenigen Tagen 16 Jahre alt geworden und seit etwa 1,5 Jahren

mache ich meine Ausbildung zur Tierpflegerin. Leider war es nicht möglich im TH meine Lehre zu machen, aber hier im Zoo habe ich auch schon viele Freunde unter Menschen und Tieren.



Jedoch immer wenn ich frei habe, gehe ich in das TH um mich dort um die Tiere zu kümmern. Denn wenn ich meine Lehre bestanden habe, will ich in unserem TH anfangen zu arbeiten. Eine Stelle hierfür hat mir die TH-Leiterin schon am ersten Tag zugesagt.



Auch als ich meine 18 Tage Urlaub habe, bin ich jeden Tag im TH. Auch Samstag ist ein kompletter Arbeitstag, somit habe ich drei Wochen Urlaub, die ich komplett im TH verbringe. Ich bin dann jedes Mal als Aushilfe angestellt, wegen der Versicherung.



Es ist kurz vor 12.00Uhr als ich einen Mann auf das Katzenhaus zugehen sehe. Da ich aber weis, das die Leiterin jeden Moment zu uns ins Katzenhaus kommt, bleibe ich an meiner Stelle und verrichte meine Arbeit weiter. Gerade als ich mich wieder meiner Arbeit zuwenden will, sehe ich auch schon die Leiterin aus dem Bürohaus kommen.



Zielstrebig kommt sie zum Katzenhaus in der der Mann schon verschwunden ist. Dann kann ich sie nicht mehr sehen, höre jedoch ihre Stimme auf dem Flur ertönen. Sie scheint mit dem Mann zu sprechen, denn da die Tür zu unserem Arbeitsraum etwas auf steht, kann man die beiden Reden hören. Doch worüber ist nicht zu verstehen.



Da inzwischen Zeit zur Pause ist, stelle ich meine Arbeit ein und wasche mir die Hände. Dann gehe ich zu meinem Platz und hole meine Brotbox aus meiner Tasche. Zum TH nehme ich immer ein paar Butterbrote mit. Trinken gibt es hier genug. Für unser Getränk müssen wir alle nur den Betrag bezahlen, was die Kiste im Laden kostet.



Kurz darauf betreten auch unsere Leiterin und der Mann, er ist etwa 60-65 Jahre alt, den Raum und setzen sich etwas abseits an einen Tisch. Auch die Leiterin holt ihr Essen und reicht dem Mann eine Tasse Kaffee. Dann reden sie weiter, aber so leise, das keiner etwas versteht.



Kurz vor dem Ende der Pause gehen beide wieder aus dem Raum und der Mann verabschiedet sich von der Leiterin des TH. Was die beiden zu bereden hatten, habe ich lange Zeit nicht erfahren.



27 Jahre später!


Ich bin selber schon Leiterin des TH, sitze ich im Aufenthaltsraum mit den anderen Mitarbeitern des TH bei der Mittagspause zusammen und sehe einen großen Wagen auf unser Gelände fahren. Der Wagen hält vor dem Bürohaus und vorn steigt ein Mann aus dem Fahrzeug. Er läuft um den Wagen herum und öffnet hinten eine Tür. Heraus steigt ein Mann von etwa 50 Jahren und direkt hinter ihm, springt ein Hund aus dem Wagen.

Der Hund setzt sich ganz dicht zu dem Mann und lässt sich von ihm streicheln. Dann gehen beide Männer auf das Bürogebäude zu und es sieht so aus, als wenn der Hund den Mann führt. Sofort kommt mir der Verdacht das der Mann Blind ist.

Darum entschließe ich mich ihm entgegen zu gehen. Sofort mache ich mich auf den Weg und erreiche schon bald die Tür. Als ich diese öffne, ist der Mann und der Hund nach etwa 5 Meter entfernt. Bleibe bleiben stehen und schauen in meine Richtung.

Dann kommt eine Handbewegung von dem Mann und der Hund kommt zu mir. Lange schnuppert er an mir, dann setzt er sich hin und lässt ein kurzes Bellen von sich hören. Erst da setzt sich der Mann in Bewegung. Aber bis zu mir sind es noch eine Stufe höher und der Hund springt sofort nach vorn. Kurz bevor der Mann den letzten Schritt machen kann, ist der Hund bei ihm und hält ihn auf.

Erst jetzt hebt der Mann einen Fuß und auf ein leises Geräusch des Hundes setzt er seinen Fuß ab und macht den letzten Schritt auf mich zu. Als er bei mir ist, reicht er seine Hand in meine Richtung und ich ergreife diese freudig. Dann geht es in mein Büro.

Dort reiche ich ihm zunächst Kaffee und der Hund bekommt eine Portion Futter von mir. Während wir uns unterhalten schlingt der Hund seine Ration herunter und legt sich dann zu meinen Füßen. Der Mann sagt daraufhin zu mir: „Das hat Berta noch nie gemacht, obwohl sie schon sehr oft so begrüßt worden ist. Ich vermute, sie lieben jedes Tier hier im TH und freuen sich mit jedem Tier welches das TH verlässt.“

Ich gebe ihm recht und wir setzen unser Gespräch fort. Er erzählt mir, das vor 27 Jahren sein Vater hier im TH war und mit der damaligen Leiterin ein abkommen getroffen hat. Dann erzählt er von dem Ankommen: „Wenn ich sterbe und ich habe noch Tiere, möchte ich das Sie sich um alle Tiere kümmern. Ganz egal welches Tier es ist.“ „ Das ist nun lange her. Vor drei Wochen ist mein Vater gestorben und er hat mir dieses Vermächtnis hinterlassen.“sagt er im Anschluss zu mir.

Wie viele Tiere sind es denn nun sind, will ich von ihm wissen. Er antwortet nur: „In Europa sind es 7 Katzen, 12 Hunde, 16 Kühe, 9 männliche Rinder, 6 Esel und gleich viele Mulis. Außerhalb von Europa sind es etwa 2 Millionen Schafe, 900tausend Rinder und gleichviel Esel und Mulis. Reicht ihnen das?“

Ich bin zunächst sprachlos und schaue auf den Hund, der sich nach Nennung der Zahlen vor mir hin gesetzt hat. Nur kurz bin ich am überlegen, dann frage ich mein Gegenüber: „Das sieht mit fast wie ein Vermächtnis aus. Was ist nun der Hacken an der Sache?“ Er schaut mich an und sagt dazu das es auch noch weitere Hinterlassenschaften gibt. Dazu zählen. „Sechs Mehrfamilienhäuser in Berlin, Mehrere Hochhäuser mit 100 Etagen in Deutschland und mehrere Hochhäuser in den USA. Insgesamt vermacht ihnen mein Vater ein Vermögen von 1,5 Milliarden DM!“

Nun bin ich platt und kann zunächst nichts sagen. Fast 5 Minuten rasen meine Gedanken, dann frage ich den Mann, ob ich eben beim TA und bei meinem Mann anrufen kann. Denn beide sollen bei dem Gespräch dabei sein. Natürlich versteht das der Mann und ich erledige schnell die Anrufe.

Während wir also auf die beiden warten spreche ich mit dem Mann und frage ihn, ob es ihm nichts ausmacht, soviel Geld an wildfremde Leute weiter zu geben. Er aber sagt zu mir das es ihm egal ist, wer das Vermögen seines Vaters bekommt. „Ich habe mehr als genug für mich.“

Dann treffen der TA und mein Mann Herbert endlich ein. Kurz unterweise ich die beiden warum ich ihren Rat brauche, denn schließlich geht es um eine Menge Geld. Erst jetzt frag Herbert den Mann nach dem Namen und dieser antwortet: „Meinen Namen möchte ich Ihnen nicht nennen. Nur soviel habe ich zu sagen: Das gesamte Vermögen ist schon vor 27 Jahren dem TH überschrieben worden. Das keiner hier darüber Bescheid wusste, hat mein Vater veranlasst.

Er wollte es einfach nicht und nun hat sich im laufe der Zeit eben solch großer Besitz angehäuft. Jetzt nach dem Tod meines Vaters können sie über den Besitz verfügen. Sie können alles annehmen oder ablehnen oder aber auch nur einen Teil des Vermögens nehmen.. Im letzteren Fall fällt alles an mich zurück. Sie brauchen sich auch keine Gedanken darüber machen, das ich Anspruch auf das Erbe erhebe. Ich selber gehöre zu den reichsten Menschen der Welt und benötige das Kleingeld nicht!“

Nun schauen Herbert, der TA und ich doch sehr erstaunt über seine Aussage. Ich frage ihn, ob ich das sofort entscheiden muss und er antwortet mir, das ich ruhig ein oder zwei Tage überlegen kann oder einen Anwalt dazu holen will. „Mann oder in diesem Fall Frau, wird nicht von heute auf Morgen zum Milliardär. Überlegen sie ruhig und ich würde sagen, das wir uns alle am nächsten Mittwoch um 15.00 Uhr wieder treffen.“

Alle finden wir das Prima und wir stimmen ihm zu, das wir uns Mittwoch wieder treffen. Dann überreicht er mir noch einen Scheck und sagt dazu: „Diese 10000 Mark sind von mir, nicht von dem Vermögen. Denn an dieses kann ich nicht heran, sondern nur die Leiterin des TH.“ Wir reden noch einige Minuten zusammen, dann geht der Mann, von dem wir noch immer nicht den Namen wissen.

Meine Endscheidung über das Riesen Vermögen erfahrt ihr erst im zweiten Teil der Geschichte.
 
Tschikitta

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Nun sind es 6,5 Milliarden


Am nächsten Tag, es war ein Freitag, haben wir uns nur kurz getroffen. Wir machten auch nur einen Termin für unser erneutes Treffen am Samstag aus. Treffen wollten wir uns dann bei uns zu Hause. Ansonsten sprachen wir nur allgemein über mein „Erbe“. Noch konnte es keiner fassen, das soviel Geld für das TH zur Verfügung steht.

Am Samstag haben wir uns dann um 13.00 Uhr getroffen. Wir das sind Herbert, mein Mann, der TA, ein Anwalt und ich. Kurz wurde der Rechtsanwalt darüber informiert, welche Mittel ich auf einmal zur Verfügung habe, wenn ich alles Verkaufe.

Wir einigten uns darauf das ganz zum Schluss der Anwalt spricht und zu Anfang erst einmal ich, da ich genau wusste um was es sich genau handelt. Denn eine Aufstellung, um welche werte es sich handelt,, habe ich von dem Mann erhalten, bevor er gefahren ist. Jedoch treffen wir uns ja am Mittwoch wieder und dann will er meinen Entscheidung wissen.

Zunächst sage ich, das alle Hund die in einem Zwinger leben ins TH kommen. Ebenso Hunde die nicht in einer Familie gern gesehen sind. Bei den Katzen die immer draußen leben müssen, sollen auch ins TH, sowie Katzen die nicht gern gesehen werden in den Familien. Damit meine ich alle Tiere die in Europa sind.

Alle anderen Tier, sofern sie integriert sind können gegen einen kleinen Obolus bei ihren Plätzen bleiben. Ich dachte dabei an 50 Mark pro Tier. Sollten sie nicht bei den Familien bleiben können, holen wir die Tiere zu uns ins TH. Wobei bei Tieren aus dem Ausland nach deutschem Recht verfahren wird und wir die Kosten übernehmen.

Der Anwalt hat gegen diese Regelung nichts entgegen zu setzen und wir fahren fort mit unserer Besprechung. Denn nun kommt der erste große Brocken. Es sind die 2 Millionen Schafe in Australien und Süd-Amerika. Wobei der Großteil in Australien ist. Lange sind wir am debattieren, wobei uns der Anwalt immer wieder die vor und Nachteile des Verbleibes im Besitz des TH aufzählt.

Es wäre nicht sehr gut wenn die Tiere bleiben, denn für die Erlöse von der Verwertung des Felles müssten wir in Deutschland Steuern zahlen. Und die sind nicht sehr gering. Ebenso ist es bei den Rindern und den Eseln und Mulis. Von dem Erlös blieb uns nur etwa 10% übrig. Der Rest ist für Steuern und ähnliches.

„Also meinen Sie, das ein Verkauf an die jeweiligen Farmern besser ist, als von dem Erlös den jedes Tier im Jahr erbringt, unser TH zu unterstützen. Was meinst Du, wie viel wir für jedes Tier bekommen?“ Anschließend fällt mir auf, das ich „Du“ zu ihm gesagt habe und ich entschuldige sofort dafür.

Doch er sagt nur: „Ist schon in Ordnung mit dem „Du“. Lassen wir es dabei. Ich heiße im übrigen Lars. Zu den Tieren: Ich kenne natürlich nicht die Preise in den entsprechenden Ländern. Aber hier in Deutschland zahlt man zwischen 300 und 500 Mark!“

„Was wäre denn, wenn ein jeder der Rancher eine Mark pro Tier einmal im Jahr überweist und die Tiere ihnen gehören. Natürlich unter Beobachtung einer Tierschutz Organisation.“ sage ich zu ihm.

Darauf schaut er mich an und sagt zu ,mir: „Das werde ich genau überprüfen, denn immerhin steht hier auch noch der Staat ihm Wege. Aber bei deinen letztem Vorschlag sehe ich keine großen Schwierigkeiten auf uns zu kommen.“ Noch lange redeten wir von meinem Vorschlag. Denn das heißt, das in jedem Jahr mindestens 4000 Mark auf unser Konto fließen werden.

Der Anwalt hat sich Notizen zu den Tieren gemacht und fragt mich nun, was denn mit den Häusern geschehen soll. Ich schaue in meinen Unterlagen nach und zähle erst einmal die Gebäude auf. Es sind 6 Mehrfamilienhäuser mit zusammen 180 Wohnungen. Alle sind in Berlin. Diese Angabe wird zur Wertfindung gebraucht. Dann sind es noch 10 Hochhäuser in verschiedenen Städten. Auch hier nenne ich die Standorte. Dazu kommen noch 6 Hochhäuser in den USA. Was wir damit machen, besprechen wir anschließend.

Dann löst sich die kleine Versammlung auf. Der Anwalt verspricht sich gleich nach den Preisen der Häuser zu erkundigen und auch bei den Tieren fragt er im jeweiligen Land nach.Wir wollen uns alle am Dienstag Abend wieder bei uns Treffen. Als Uhrzeit ist allen 20.00 Uhr recht.

Am Dienstag sind wir vier wieder in unserem Wohnzimmer versammelt. Kaffee habe ich angesetzt und ist schon in einer Thermoskanne umgefüllt. Heißes Wasser ist ebenfalls in einer Kanne vorhanden für die Teetrinker. Aber Herbert hat auch vorgesorgt. Er hat eine Kiste Bier kalt gestellt, dazu einige Flaschen Wein.

Natürlich trinken alle zu Beginn unserer Sitzung Kaffee oder Tee. Doch im laufe der Sitzung wird daraus die alkoholischen Getränke. Zwar nur soviel das ein jeder der Sitzung folgen kann und anschließend mit einem Taxi nach Hause gefahren werden kann.

Zunächst hat der Anwalt, Lars, das Wort: „Ich habe in den verschiedenen Ländern angerufen und nach den Handelspreisen für die Tiere gefragt. Dabei habe ich dann erfahren das alleine der Wert aller Tiere über 1,5 Milliarden Mark beträgt. Ich habe mit einigen Farmern gesprochen und alle sind deinem Vorschlag ein verstanden. Nur meinten sie, das die jährliche Pacht viel zu gering ist. Einige waren dabei, die das doppelte im Monat bezahlen wollen. Zu den Häusern: Auch hier ist der Preis viel höher. Der Wert beträgt etwa Fünf Milliarden DM. Das heißt, wir reden über einen Betrag von etwa 6,5 Milliarden DM.“

Alle sind wir nun sprachlos. Das gibt es nicht. Ich brauche nur „Ja“ sagen und dem TH gehören Werte im mehrere Milliardenbereich. Damit währen wir das TH mit dem grüßten Vermögen auf dieser Welt. Doch soweit denke ich erst gar nicht! Ich will dieses riesige Vermögen einer vernünftigen Verwendung zu führen.

Darum sage ich: „Wäre es nicht sehr gut, wenn alle Immobilien in eine Stiftung fließen würde und wir daraus z.B. 10000 Mark im Jahr bekommen werden. Ich vermute, das dann auch die Steuer nicht so hoch ist.“ Lars gibt mir vollkommen recht. Wir reden noch etwas zusammen und beschließen das wir uns morgen alle wieder in meinem Büro treffen. Wir werden dann zusammen mit dem Unbekannten Mann reden.

Am nächsten Tag, Mittwoch, sind wir wieder etwas früher im Büro. Nachdem wir uns alle Begrüßt haben, sagt der Anwalt: „Ich habe herausgekriegt wer der Unbekannte ist. Da er aber seinen Namen nicht nennen wollte, nur soviel. Er ist einer der 10 reichsten Männer der Welt und sein Name ist Wolfhard. Das nur dazu, nun lasst uns über das Gespräch von gestern reden.“

Da der Anwalt meinen Vorschlag geprüft hatte, fand er die Angelegenheit nicht schlecht. Nur musste er dafür einige Anwälte in den jeweiligen Staaten einschalten. Besonders die Immobilien aus dem Ausland machten ihm noch Schwierigkeiten, denn gerade dort hatte er nicht viel erfahren um die Häuser in eine deutsche Stiftung einzubringen.

In diesem Moment klopfte es an der Bürotür und auf mein „Herein“ betrat Wolfhard mit einem fremden Mann mein Büro. Auch seinen Hund hatte er wieder dabei, der sich sofort zu mir legte. Nachdem wir uns begrüßt hatten, kam er sofort zum Thema und fragte wie ich mich entschieden habe. Aber Lars ergriff sofort das Wort und erklärte Wolfhard genau, was ich vorhabe. Besonders betonte er, das für alles was in Deutschland ist, keine Schwierigkeiten auftreten werden. Nur bei dem Immobilien im Ausland ist er nicht auf dem Aktuellen Stand.

Bevor Wolfhard antworten konnte jaulte der Hund zwei mal sehr laut, Gleich beim ersten Mal habe ich zu ihm gesehen und beim zweiten Jaulen hat sich der Hund richtig zusammen gekrümmt. Sofort springe ich auf und hole meine Tasche, die auf einem weiteren Stuhl, steht. Dann fing ich an den Hund zu untersuchen.

Wolfhard sagte in der Zeit zum TA. „Sie sind doch TA? Wollen Sie nicht Helfen?“ Der Anwalt und der fremde Mann schauten den TA an als der sagte: „Wissen Sie was meine Herren. Dort ist die in meinen Augen beste TÄ der Welt am Werk. Glauben Sie wirklich das ich dort ohne ihre Bitte, helfen werde. Nein, das mache ich unter keinen Umständen!“

Nun schauten alle wieder zu mir, aber keiner störte mich bei den Untersuchungen. Ich wandte mich nun an den TA und sagte nur:“ Trage und Röntgen!“ Sofort ging der TA und rief im Krankenlager an. Kurz darauf klopfte es an der Tür und zwei Mitarbeiter kamen mit einer Trage. Vorsichtig legten sie den Hund auf die Trage und brachten ihn zur Krankenstation.

Ich Sagte zu den Männer im Zimmer: „Ich bin gleich wieder da. Kümmerst Du dich solange um die Herren?“ Diese Frage war an Herbert gerichtet und er nickte nur mit dem Kopf. Darum verließ ich den Raum und lief zur Krankenstation, Dort war schon alles vorbereitet und ich begann den Hund zu röntgen.

Ich machte vier Aufnahmen von ihm und schon bei der zweiten Aufnahme die ich entwickelt habe, konnte ich sehen was der Hund hatte. Er hatte einen Magendurchbruch der sofort operiert werden musste. Ich holte noch den TA dazu, dann machten wir uns ans Werk. Nach 1,5 Stunden waren wir fertig und der Hund lag auf der Intensivstation.

Ich redete noch etwas mit dem TA, dann gingen wir zu meinem Büro zurück. Dort erklärte ich Wolfhard, das die Krankheit zum Glück hier im TH eingetreten ist und nicht irgendwo in der Stadt. Denn dann hätte der Hund keine Chance mehr. Hier im TH besteht aber die 50% Chance, das er weiterleben wird. Der TA bestätigte meine Worte und danach wollte ich eigentlich zum Thema zurück, weswegen wir uns getroffen haben.

Doch Wolfhard kam erst einmal zu Wort um sich für die schnelle und unkomplizierte Hilfe bei seinem Hund zu bedanken. Dann sagte er: „Ich habe inzwischen auch erfahren welche Werte Du tatsächlich bekommen sollst. Ich habe nichts dagegen denn Du als Leiterin des TH entscheidest ganz allein über das Vermächtnis meines Vaters, was schon vor 27 Fahren festgelegt wurde.

Ich bin voll und Ganz mit deinem Vorschlag, Gerda; einverstanden. Das an meiner Seite ist mein Anwalt und er wird die Verträge aufsetzen. Alles wird so geschehen wie du es wolltest.

Die Tiere werden den Farmern überschrieben, du bekommst die Tiere ins TH und die Häuser werden wir alle einer Stiftung zuführen. Ob Du dann nur solch einer kleinen Summe an Spenden bekommen wirst, kann ich allerdings noch nicht sagen. Aber du wirst persönlich von mir unterrichtet.“

Alles geschah so, wie es abgemacht war. Nur eine kleine Änderung gab es: 11 Mal im Jahr bekommen wir 5000 Mark an Spende. Nur einmal im Jahr sind es dann 10000 Mark. Der Hund wurde wieder vollkommen gesund, obwohl er vier Wochen bei uns bleiben musste. Wolfhard wurde ein sehr guter Freund von uns allen und machte auch Werbung für unser TH, wobei er jedem erzählte der es wissen wollte, das sein Hund bei uns im TH gerettet wurde. Und das nur, weil jemand ohne Doktortitel mehr Ahnung hat, wie mancher Professor.
 
Tschikitta

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Mit dem Wohnmobil in der Tschechoslowakei


Herbert und ich haben uns wieder ein Wohnmobil geliehen. Das haben wir zu einem Sonderpreis erhalten, da Herbert zu dem Verleiher gesagt hat, das wir dieses Mobil kaufen werden. Aber zunächst müssen wir einen Test mit dem Mobil machen.

Der Test beläuft sich auf die Automatik die der Wagen hat, auch der Tempomat wird geprüft. Bisher ist Herbert mit dem Wagen zufrieden und auch ich bin zufrieden. Denn ich habe den Wagen auch schon über hunderte von Kilometern getestet. Aber das letzte soll Herbert sagen über den Wagen.

Im Moment stehen wir in einem Stau an der Grenze zur DDR. Zwar bin ich schon mehrmals in der DDR als Arzt, obwohl ich keiner bin, gewesen, aber ich glaube nicht das wir an der Grenze ohne Kontrolle durch kommen. Darum habe ich schon alle Papiere heran geholt und diese auf eine Ablage vor mir gelegt. Darunter ist auch die Genehmigung, das ich meine Medikamente durch die DDR führen darf.

Um diese zu bekommen, habe ich nur beim Konsulat telefonisch nach gefragt und eine Woche später hatte ich die Genehmigung in meinem Briefkasten liegen. Und das ohne groß zu fragen. Ich habe nur meinen Namen gesagt, dann lief alles wie von selbst.

Wir sind noch fünf Wagen von dem Grenzposten entfernt, als ich auf einen weiteren Grenzer aufmerksam werde. Bisher habe ich ihn nur aus den Augenwinkeln gesehen, jetzt schaue ich ihn genau an. Aber nur für einen kurzen Moment, denn ich weiß wie gefährlich es ist, einen Grenzer genauer an zu sehen.

Aber das scheint schon gereicht zu haben, denn er kommt auf unser Wohnmobil zu und nachdem er da ist, stellt er nur eine Frage: „Frau Gerda Xxxxx?“ Ich bejahe das und der Grenzer leitet uns aus dem Stau heraus. Dann wünscht er eine gute Fahrt und ist auch schon wieder zu seinem Standort zurück.

Ich schaue verdutzt aber Herbert reagiert sofort. Er gibt Gas und ist schon bald wieder auf der Autobahn. Kurz darauf sagt er, das wir vermutlich von einem Wagen der Stasi verfolgt werden. Ich schaue in den Spiegel und entdecke einen Fiat, direkt hinter uns. Aber der fährt genau so schnell wie wir und macht auch keine Anstalten uns zu überholen. Etwas hinter ihm fährt der Wagen der eigentlich als nächstes durch die Grenzkontrolle fahren sollte.

Dieser ist sehr schnell bei uns und als er zum Überholen ansetzt, ist er mehrfach mit der Lichthupe am blinken. Dann ist er neben uns und die Seitenscheibe des Wagens wird herunter gelassen. Irgendetwas ruft der Mann auf dem Beifahrersitz und daraufhin kurbelt Herbert seine Seitenscheibe herunter.

Endlich kann man den Mann verstehen, der zu uns Hinüber ruft: „Bitte halten sie an. Unserem Hund geht es sehr schlecht!“ Sofort verringert Herbert die Geschwindigkeit des Wohnmobils Und auch der Wagen neben uns bremst ab. Dann schert er hinter uns ein. Unser Wohnmobil wird immer langsamer und als eine etwas breitere Stelle auf der Autobahn ist bleiben wir endlich stehen.

Da ich mir schon meine Tasche nach den ersten Worten des Fremden geschnappt habe, springe ich sofort aus unserem Mobil und renne zu dem Mann der uns angehalten hat.- Neben uns rauscht der Verkehr vorbei, aber der Fiat steht keine 10 Meter hinter uns. Der Beifahrer scheint zu telefonieren, aber das bekomme ich nur aus den Augenwinkeln mit.

Als ich beim PKW des Mannes ankomme geht hinter uns ein Blaulicht an. Aber keiner verlässt den Fiat. Dann bin ich bei dem Wagen und sehe einen einen Hund der gar nicht krank aussieht. Sprachlos sehe ich den Mann an, der schon neben seinem Auto steht.

Dann sagt er zu mir: „ Das war nur ein Test um festzustellen ob sie wirklich anhalten, wenn Hilfe benötigt wird. Dieser Test ist vorzüglich von Ihnen bestanden worden.“ Aber ich achte schon gar nicht mehr auf ihn, sondern ich beobachte den Hund. Denn der verhält sich gar nicht mehr, wie ein gesunder Hund. Sondern von einer Minute zur anderen verändert sich sein Verhalten.

Er fing auf einmal an zu Hecheln, kippte um und rührte sich nicht mehr. Ich drängel einfach den Mann zur Seite und bin schon bei dem Hund. Nur kurz höre ich den Herzschlag des Hundes ab, jedoch ist dieser nicht mehr hörbar. Schnell hole ich den Hund aus dem Wagen und sage zu dem Mann, das er sofort mit der Herzmassage anfangen soll.

Er schaut mich ganz verdutzt an und ich muss ihm erst zeigen was er machen muss. Dann drückt er vorsichtig auf die Brust des Hundes und ich sage nur: „Fester!“ zu ihm. Sofort drückt er fester auf die Brust des Hundes.

Während dessen hole ich eine Herzspritze hervor und gebe diesem den Hund. Dann ist zunächst warten angesagt, wobei noch immer die Herzmassage des Hundes gemacht wird. Da nichts passiert fange ich an den Hund zu beatmen. Dabei hört der Mann immer auf die Herzmassage durchzuführen und ich beatme den Hund.

Es dauert wohl 5 Minuten als sich endlich ein Rasseln des Hundes bemerkbar macht. Sofort gebe ich ihm eine Herz Stärkungsspritze und der Hund atmet alleine weiter. Auch hört der Mann auf mein Kommando auf, die Herzmassage durch zu führen.

Dann sitzen wir einige Minuten bei dem Hund. Er kommt immer besser zu sich und schaut uns auch schon wieder an. Dabei bewegt er auch ab und an seinen Schweif. Erst als er uns dankbar anschaut und an meiner Hand schleckt, bin ich erleichtert. Denn ich habe es wieder einmal geschafft einen Hund auf einer stark befahrenden Autobahn zu helfen.

Endlich schaue ich richtig auf und bin doch erstaunt. Man hat eine Spur für uns gesperrt und der Verkehr läuft nur noch einspurig an uns vorbei. Auch hält ein Kombi neben mir und heraus springt ein Mann mit weißem Kittel. „Sind Sie di8e Ärztin?“ fragt er mich. Ich kann nur mit dem Kopf nicken, dann dreht sich der Weißkittel zu dem Mann im PKW.

Er fragt ihn genau was los war, doch der Mann zeigt auf mich. Dabei sagt er, das der Weißkittel doch bitte mich fragen soll. Darauf wendet sich der Mann an mich und ich erzähle ihm nun, was los gewesen ist und wie ich auf die Krankheit des Hundes Aufmerksam geworden bin. Auch meine Maßnahmen zur Rettung des Hundes nenne ich.

Der Weißkittel gibt ein paar Kommandos und nachdem der Hund im Kombi liegt, steigt er ein und fährt ohne ein weiteres Wort davon. Nun wendet sich der Mann wieder an mich und sagt: „Das war General Prof. Dr. Martin Hxxxxx. Er ist der höchste Arzt für Tiermedizin in der DDR. Er muss wohl von irgend jemanden Informiert worden sein über den Vorfall hier. Ich entschuldige mich noch einmal min aller Form bei Ihnen, aber es scheint doch richtig gewesen sein. Ich wünsche Ihnen beiden eine gute Fahrt zu ihrem Zielort.“

Wir redeten noch etwas zusammen und ich erfuhr, das der Hund sofort in eine Spezialklinik gebracht worden ist und von dort aus, sobald er genesen ist, in den Ruhezustand versetzt wird. Für sein restliches Leben wird er mit allem Versorgt, was er zum Leben braucht.

Dann fuhren Herbert und ich weiter, doch schon bald musste ich wieder helfen. Aber darüber demnächst mehr!
 
Tschikitta

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Mit dem Wohnmobil Teil II



Wir fuhren noch etwa 2 Stunden , dann sah Herbert den Hinweis zu einem Campingplatz. Dort bekamen wir einen Stellplatz für die Nacht und schon bald halfen uns ein paar Wohnwagen Besatzungen. Diese kamen zwar fast alle aus der DDR oder anderen Östlichen Staaten, aber trotzdem haben wir uns gut verstanden.

Da es erst 17.00 Uhr war, beschlossen wir zu einem nahen Restaurant zu gehen. Dieses Restaurant gehörte zum Campingplatz und hatte von morgens 7.00 Uhr bis abends um 22.00 Uhr geöffnet. In der ganzen Zeit gab es das zur Tageszeit passende Essen. Ab 7.00 Uhr gab es Frühstück und ab etwa 11.00 Uhr bis etwa 14.00 Uhr gab es das Mittagessen. Kuchen gab es kurz darauf und ab etwa 18.00 Uhr bis 21.00 Uhr gab es das Abendbrot.

Kaffee gab es ab 7.00 Uhr den ganzen Tag über. Abends wurde auf Tee oder Kakao umgestellt. Natürlich haben wir uns gefragt, warum dieser Campingplatz immer Essen zur Verfügung hatte und vom Betreiber erfuhren wir, das Restaurant und Campingplatz vom Staat betrieben wurde.

Nachdem wir etwas gegessen haben meinte einer der Wohnwagenfahrer, das er jetzt besser nach seiner Katze sieht. Diese ist Krank und darum haben sie ihren Urlaub abgebrochen um nach Hause zu fahren. Dort wollen sie mit der Katze sofort zum TA, aber bis dort sind es noch 500 km und ob die Katze das durch hält ist fraglich.

Darum fragte ich sofort wo denn die Katze ist und als ich erfahren habe, das die Katze im Wohnwagen in ihrem Korb liegt, stand Herbert sofort auf um zu unserem Mobil zu gehen und um meine Tasche zu holen. Im Weggehen sagte er noch. „Du bist jetzt bei der besten TÄ in Deutschland. Sie ist schon mehrmals von der Regierung der DDR zu Hilfe geholt worden. Lass deine Frau hier, damit ich sie fragen kann wo euer Wagen ist!“

Dann drehte er sich um und ging schnellen Schrittes zu unserem Mobil. Der Betreiber des Platzes, der auch bei uns war, fragte: „Bist Du etwa Gerda Xxxxx?“ Woraufhin ich nur mit dem Kopf nickte. Daraufhin folgte ich dem Mann mit der Katze und ich bekam noch mit wie der Betreiber sagte: „Jetzt wird alles gut! Sie ist wirklich die beste und schon unser höchster Professor hat sie geholt, weil er nicht mehr weiter wusste. Sie hat die Lösung gefunden!“

Am Wohnwagen angekommen habe ich sofort die Katze gesehen. Sie lag in einem Korb und war schwer am Atmen. Mir kam sofort ein Verdacht und ich fragte erst einmal Theo, so hatte er sich heute morgen vorgestellt, wie und wann er die Erkrankung der Katze festgestellt hat. Er antwortete darauf: „Gestern Mittag. Da lag die Katze auf einmal vor dem Vorzelt des Wagens. Ich habe sie angesprochen jedoch kam keine Reaktion von ihr. Daraufhin habe ich sie gestreichelt und dabei habe ich bemerkt, das sie sehr schwer atmet. Was hat denn die Katze?“

„Ich vermute das sie entweder einen Ausfall einer Lungenhälfte hat oder aber es ist eine Lungenembolie, die es auch leider bei Katzen gibt. Aber das werde ich feststellen wenn endlich meine Tasche da ist. Ah, da kommt Herbert schon mit meiner Tasche!“ antwortete ich ihm und nahm die Tasche in Empfang.

Theo trat einige Schritte zurück als ich mein Stethoskop aus der Tasche nahm . Dann hörte ich die Katze ab und nun bestätigte sich mein Verdacht, das es eine Lungenembolie bei der Katze war. Diese schwebte in Lebensgefahr und wird mit Sicherheit nicht mehr den von Theo angesteuerten TA erreichen.

Darum gebe ich der Katze sofort ein Medikament das das Blut erheblich verdünnt. Nur so ist ein Überleben möglich. Als nächstes holte ich ein kleines Beatmungsgerät aus meiner Tasche. Hiermit wird ein ständiger Druck von 5 Litern Sauerstoff in der Stunde erzeugt. Leider reicht es nur für 3 Stunden und in dieser Zeit muss ich jemand finden, der eine Beatmungsstation hat.

Darum wende ich mich an den Betreiber des Platzes und frage zunächst nach seinem Namen, weil dann die Verständigung unter den Beteiligten viel besser ist. Sein Name ist Klaus und ich frage ihn, wo es einen TA oder eine TK mit Beatmungsstation gibt. Zu meinem Entsetzen erfahre ich, das es bis dahin über 4 Stunden dauert.

Zwar haben alle TK oder TA ein Beatmungsgerät, aber solch ein großes wie ich benötige gibt es eben nur dort. Trotzdem entschließe ich mich das Risiko einzugehen. Schnell wird die Katze in einen Transportkorb gelegt, wobei auch das Beatmungsgerät dazu gelegt wird.

Vertrauensvoll sieht mich die Katze an und ich sage zu ihr: „Mein kleines Mädchen! Ich werde alles unternehmen was ich meiner Macht steht um dich zu retten. Vielleicht helfen auch die Mitbürger in diesem Land, der DDR!“

Dann laufe ich zum Auto von Klaus und schon kurz darauf sind wir unterwegs. Den Wagen fährt Brigitte die Frau von Klaus. Sie gibt unglaublich viel Gas und mit weit über 100 Km/h fährt sie durch die Außenbereiche der nahen Stadt. Kurz vor dem erreichen der Stadtgrenze gehen mehrere Baulichter vor uns an und auch hinter uns erscheinen Blaulichter

Dann haben wir die Stadtgrenze erreicht und Brigitte will den Wagen verlangsamen. Jedoch geht vor uns auf einem der Polizeifahrzeuge der Schriftzug „Bitte Folgen“ an. Gleichzeitig beschleunigt der Wagen wieder und Brigitte passt sich der Geschwindigkeit des vor ihr fahrenden Wagens an.

So fahren wir mit fast 100 km/h durch die Stadt. An jeder Kreuzung steht ein Polizeifahrzeug und wir können ungebremst bis zur Autobahn fahren. Erst hier verringern wir unser Tempo, weil man sonst nicht auf die Autobahn kommt. Als wir auf die Autobahn einbiegen, sehe ich, das die Bahn gesperrt ist und wir so ohne Schwierigkeiten einbiegen können.

Brigitte fährt mit dem Wagen Höchstgeschwindigkeit aber wir kommen immer noch zu langsam voran. So dauert die Fahrt einfach zu lange. Aber wir fahren Stunde um Stunde weiter. Bis Brigitte zum Tanken muss. Sie setzt an einer Tankstelle den Blinker und fährt mit hohem Tempo an eine Tankstelle. Hier gibt es mehre Tankarten Für DXDR- Bewohner, und eine für Gäste aus der BRD. Auf diese steuert Brigitte zu und als sie anhält steht schon ein Polizeibeamter an der Zapfsäule.

Während der Wagen betankt wird, schaue ich wieder einmal nach der Katze. Dieses habe ich während der Fahrt des Öfteren gemacht. Doch nun sind die Werte der Katze bedrohlich. Sie braucht sofort mehr Sauerstoff.

In diesem Moment hält ein Wagen neben uns, der dafür sorgt, das die Bevölkerung mit Sauerstoff, wenn sie es benötigt, beliefert wird. Der Fahrer springt aus dem Wagen und fragt mich was ich brauche. Ich sage ihm sofort das ich ein Gerät brauche, was wenigstens 8 Liter Sauerstoff pro Stunde liefert.

Daraufhin öffnet er eine Seitentür, entnimmt ein Sauerstoffgerät und reicht es mir. Sofort schließe ich das Gerät an und stelle es auf 8 Liter pro Stunde. Dabei stelle ich fest, das es auch 10 Liter liefern kann..

Zwei Stunden habe ich nun, um ein neues Gerät zu bekommen. Aber wir sind nur noch 30 Minuten von der rettenden TK entfernt. Kaum ist der Wagen vollgetankt setzen wir uns wieder in Bewegung. Diesmal sind es noch viel mehr Polizeifahrzeuge die uns Begleiten.

Wohl 50 Fahrzeuge sind es, die auf die Autobahn einbiegen. Kein anderes Auto kann uns mehr Überholen. Auch vor uns ist die Bahn frei. Als wir endlich von der Bahn fahren, brauchen wir an keiner Ampel mehr unsere Geschwindigkeit verringern. Bis zur TK sind alle Kreuzungen abgesichert durch die Polizei.

Als wir endlich bei der TK ankommen, wird die Katze sofort in Empfang genommen und untersucht. Mehr als eine Stunde dauert die Untersuchung, dann kommt der behandelnde TA auf mich zu: „Herzlichen Glückwunsch, Gerda, du hast es wieder einmal geschafft. Die Katze wird leben! Hier habe ich im übrigen noch ein Telefonat mit einem Mann, den du sehr gut kennst.“

Damit reicht er mir den Apparat und schon wenige Augenblicke habe ich den Staatsrats Vorsitzenden am Apparat. Er beglückwünscht mir zu meiner Leistung und lud mich zu einem Gespräch in Berlin ein. Natürlich habe ich zugestimmt, jedoch endete die DDR vor diesem Gespräch.

Einen weiteren Einsatz hatte ich auf der Rückfahrt aus der Tschechoslowakei. Doch darüber später mehr.
 
Tschikitta

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Mit dem Wohnmobil Teil III

Einige Tage waren wir nun in der Tschechoslowakei, haben uns in Prag umgesehen und wir waren auch in Pilsen um die Brauerei dort zu besichtigen. Natürlich haben wir auch an einer Verkostung dort teilgenommen. Nachher ist Herbert nicht mehr weitergefahren sondern wir haben uns ein wenig in der Stadt umgesehen. Erst am nächsten Tag sind wir weiter.

Auf der Rückfahrt durch die Tschechoslowakei haben wir noch viele Besichtigungen gemacht. Wir haben Burgen und Schlösser besichtigt, Doch immer weiter ging es in Richtung unseres Heimatortes.

Dann sind wir wieder an der Grenze zur DDR. Dort werden wir, nach Kontrolle unserer Papiere, sofort durchgewunken. Doch Herbert fährt nur bis zum nächsten Campingplatz und dort übernachten wir. Der Platz wird auch durch den Staat der DDR verwaltet, wie wir an einem Schild am Eingang des Platzes lesen können.

Trotzdem fährt Herbert auf den Platz. Sein Kommentar lautet nur: „Hier haben wir beim letzten Mal gut gestanden. Wir werden auch jetzt gut stehen. Vielleicht bleiben wir auch einen Tag länger!“ Das machen wir auch und besichtigen am nächsten Tag einige Burgen und auch ein Kloster steht auf unserem Programm. Das es ausgerechnet dort zu einem weiteren Einsatz von mir kommt, konnte keiner ahnen.

Wir sind mitten in einer geführten Besichtigung des Klosters, als auf einmal das jaulen eines Hundes zu hören ist. Sofort schaue ich mich um und sehe ganz in der Nähe einen Dackel der heftig am jaulen ist. Dabei versucht er nur noch mit seiner Vorderen Pfoten vorwärts zu kommen, denn sein Herrchen und Frauchen sind einige Meter vor ihm.

Doch sie reagieren sofort als der Hund anfängt zu jaulen. Sie sind sofort bei ihrem Hund und streicheln ihn zunächst über den Kopf. Auch ich bin schon in Richtung des Hundes unterwegs. Bevor ich den Hund erreiche, sehe ich wie der Mann nach dem Hund greift um ihn hoch zu heben. Sofort schreie ich „Stopp“ und der Mann hält in seinen Bewegungen inne. Dann sieht er meine Tasche, die wie immer Herbert trägt und hinter mir her läuft.

Sofort hält er in seinen Bewegungen ein und sieht mich mit großen Augen an. Ich bin auch sofort bei ihm und rede ihn an, doch er zuckt nur mit den Schultern. Ich versuche es auf französisch und englisch, doch hebt der Mann jedes mal seine Schultern, weil er mich nicht versteht. Dann zeigt er mir einen Prospekt des Klosters und zeigt auf eine bestimmte Stelle. Sofort schaue ich nach und stelle fest, das es wohl Russisch oder einer ähnlichen Sprache ist.

Doch ein älterer Herr hilft mir. Er bietet sich als Übersetzer an und so kann ich endlich mit dem Mann und seiner Frau sprechen. Wenn es auch etwas umständlich ist, zuerst meine Frage auf deutsch zu stellen und nachdem meine Worte übersetzt worden sind eine Antwort auf deutsch zu erhalten. Aber es geht nicht anders!

So stelle ich also meine Fragen, warte etwas bis ich dann eine Antwort erhalte. So erfahre ich bald, während ich den Hund abtaste, ob der Hund schon einmal so etwas hatte. Auch erfahre ich das der Dackel 12 Jahre alt ist. Aufmerksam taste ich den Hund weiter ab und als ich an seinen Lendenwirbel ankomme, es müsste der vierte oder fünfte Wirbel sein, fängt der Dackel wieder an zu Jaulen Auch versucht er nach meiner Hand zu schnappen, was aber nur noch heftigeres Jaulen von ihm ertönen lässt.

Also lasse ich den Hund erst einmal in Ruhe und erkläre dem Besitzern was ich fest gestellt habe. Sofort werden meine Worte von dem Dolmetscher übersetzt und ich erkläre ihnen nun, was alles gemacht werden muss.

Zunächst bekommt der Hund aber eine Antischmerzspritze von mir und der Hund steht auch bald wieder auf seinen Pfoten. Doch hat er eine Schonhaltung eingenommen damit er keine Schmerzen mehr hat. Denn bei unvorsichtigen Bewegungen hat der Hund noch immer starke Schmerzen.

Ich erkläre dem entsetzten Paar das ihr Hund sofort in eine TK muss um geröntgt zu werden und anschließend operiert zu werden. Wobei die OP nicht unbedingt nötig ist. Man muss schließlich erst nachsehen ob eines der Bandscheiben gerissen ist und Flüssigkeit ausgetreten ist Erst dann muss operiert werden. Sollte es aber der Fall sein, das der Bandscheibenvorfall ohne Riss der Bandscheibe eingetreten ist, dann hilft sehr viel Ruhe für das Tier

In den ersten sechs Wochen sollte der Hund im übrigen immer an der Leine geführt werden und nicht frei herum laufen. Egal ob mit oder ohne OP. Auch eine Bewegungstherapie ist sehr wichtig. Am besten hierbei ist es wenn der Hund in einem Becken schwimmt, damit er seine Angst verliert wenn er sich Bewegt. Aber das muss ein TA ihnen genau sagen, wie viel der Hund an Bewegungstherapie benötigt.

Sie fragen mich wo eine TK ist, denn sie wollen sofort dort hin, doch mein Dolmetscher sagt: „Ich leite selber eine TK! Aber leider nicht hier. Aber ich weiß genau wo eine TK ist. Lassen Sie mich nur noch eben einen Rettungswagen rufen, dann fahre ich mit zur TK.“ Schon läuft er davon um zu telefonieren.

Nach etwa 5 Minuten kommt er zurück und sage erst etwas zu dem Paar, dann zu mir: „Ein Rettungswagen ist unterwegs und trifft in wenigen Minuten ein. Dann fahre ich mit und in der TK, die ich auch schon angerufen habe, wartet man auf den Hund.“

Dann ist der Rettungswagen endlich da und der Hund wird vorsichtig in den Wagen gelegt. Anschließend tritt das russische Paar zu mir. Neben ihnen steht der Dolmetscher. Die Frau ergreift meine Hand und sagt etwas zu mir. Der Dolmetscher sagt: „Die Frau bedankt sich mehre Tausend Mal bei dir und hofft, das Du mal nach Russland kommst. Du brauchst nur deinen Namen nennen, egal wo Du bist in Russland. Ein jeder kennt mich und weiß wo ich wohne. Das hat sie zu mir gesagt.“

Dann tritt auch der Mann zu mir und drückt meine Hand. Jedoch kann er kein Wort sagen, dafür treten ihm die Tränen in die Augen. Dann nimmt er mich ganz fest in den Arm. Anschließend steigen alle in den Rettungswagen und dieser fährt sofort zur TK.

Ich wende mich wieder meiner Tasche zu, aber Herbert hat schon alles in die Tasche verstaut. Als ich bei der Tasche bin brandet Beifall auf und eine Frau sagt zu mir: „So was wie Sie hätten wir auch in der Tschechoslowakei. Leider machen die TÄ dort einen großen Bogen um verletzte Tiere. Wenn ich das meinem TA erzähle, das eine Frau aus dem Westen hier in der DDR sofort geholfen hat, hoffe ich das er bald anders denkt.“

Dann reicht sie mir ihre Hand, macht noch ein Foto von mir (natürlich habe ich einen Abzug des Fotos von ihr verlangt und meine Adresse habe ich ihr auch gegeben) und geht davon.

Wochen später kam ein Brief aus der Tschechoslowakei und neben einem Foto bekam ich auch noch einen netten Brief von ihr. Auch das Paar aus Russland meldete sich per Brief bei mir und teilte mir mit, das es ihrem Dackel inzwischen wieder sehr gut geht. Gleichzeitig luden mich beide ein, zu ihnen nach Leningrad zu kommen. Ich setze mich an die Schreibmaschine und antworte ihnen, das wir im nächsten Sommer kommen werden.

In der nächsten Folge mehr über die Reise nach Leningrad und meine dort umfangreichen Erfahrungen.
 
Tschikitta

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Der Sommer in Leningrad

Im nächsten Jahr waren wir, Herbert, Monika und ich in Leningrad. Monika hatte gebeten mitzukommen, denn wir wollten nur eine Woche in Leningrad bleiben. Ihr Mann Kai war in dieser Zeit auf einem Lehrgang der Polizei und kam für drei Wochen nicht nach Hause. Somit konnte Monika mitfahren.

Da Monika in einer Gemeinschaftspraxis für TÄ, sie war der Chef dort, arbeitete, konnte sie ohne weiteres Urlaub machen. Ihre Kollegen haben dann einfach ihren Part dort übernommen. Da Monika den Nachnamen von ihrem Mann Kai hat, war es zunächst sehr schwer für sie ein Visum zu bekommen. Erst nach Öffnung der Grenzen nach Osten ging es sehr schnell.

Bei Herbert und mir ging es sehr schnell. Wir brauchten nur unseren Namen nennen und wo wir hin wollen, dann dauerte es nur noch eine Woche bis wir unser Visum bekommen haben. Da waren aber die Grenzen zur DDR und zur Sowjetunion noch geschlossen. Gleichzeitig haben wir das Visum für Monika gestellt, doch es dauerte fast 6 Monate bis sie das Visum bekam.

Nun sind wir unterwegs zum Flughafen um nach Leningrad zu kommen. Auch diesmal habe ich meine Tasche dabei, denn im Begleitschreiben zu unseren Visa wurde ausdrücklich die Genehmigung erteilt, auch diese mit zu führen. Nun hoffe ich, das es keine Schwierigkeiten am Zoll in der UdSSR gibt.

In Leningrad hat Herbert auch schon angerufen. Da die Bekannten inzwischen auch etwas Englisch können, hat Herbert ihnen gesagt das wir in drei Wochen fliegen. Es wurde dann abgemacht, das wir uns vom Flugplatz melden, damit sie uns abholen können.

Nachdem wir in Leningrad gelandet waren, standen wir am Gepäckband und warteten auf unsere 3 Koffer. Herbert, Monika und ich haben jeweils einen Koffer. Meine Tasche mit den ganzen Medikamenten für Tiere habe ich ebenfalls mit auf gegeben. Also warteten wir auf 4 Koffer, doch es kamen nur drei! Ausgerechnet meine Tasche fehlt. Darin befinden sich aber auch die BTMG-Mittel, die ich ja mitnehmen darf.

Kurz darauf kamen 4 Beamte in Uniform auf uns zu. Sie umstellten uns und fragten Herbert auf Russisch etwas. Doch Herbert antwortete auf Englisch das wir eine Tasche vermissen. Da fragte einer der Beamten uns nach unserem Namen. Herbert nannte zunächst seinen, dann antwortete Monika und zuletzt nannte auch ich meinen Namen.

Der Beamte fragte nur mich nach meinem Pass und ich gab ihm diesen. Er schaute nur auf meinen Namen dann gab er einige Kommandos und drei Beamte gingen davon um wenig später mit meiner Tasche wieder auf zu tauchen. Wortlos gaben sie mir die Tasche und gingen wieder davon. Auch der Beamte der bisher bei uns geblieben war, entschuldigte sich auf einmal auf Deutsch, dann führte er uns durch den Zoll, zu Telefonzellen.

Dort telefonierte Herbert mit unseren Bekannten und man sagt ihm, das sofort jemand kommt um uns ab zu holen. Jedoch wird es wohl eine Stunde dauern bis jemand da ist.

Während Herbert mit unseren Bekannten telefoniert, sehe ich mich in der großen Halle um. In einer Ecke erkenne ich einen großen Hund über den sich gerade ein Beamter beugt. Aber auch Monika sieht den Hund und sofort rennt sie los zu dem Hund. Dabei ruft sie immer wieder Stopp auf russisch. Der Beamte reagiert und sieht meiner Tochter entgegen. Aber auch ich habe mich schon, nachdem ich Herbert durch klopfen an der Telefonzelle Bescheid gegeben habe, in Bewegung gesetzt.

Fast gleichzeitig kommen Monika und ich bei dem Hund an. Der Mann fragt etwas auf russisch, jedoch antwortet Monika nur: „Doktor, Veterianarian!“ Der Mann hebt sofort seine Hände als wenn wir ihm eine Pistole auf die Brust setzen. Doch das ist nicht der Fall! Dann sind wir bei dem Hund. Zunächst Monika dann ich.

Sofort schaut sich Monika nach mir um und streckt mit eine Hand entgegen. Ich weiß sofort was sie will. Darum gebe ich ihr sofort mein Stethoskop und Monika hört den Hund ab. Dann reicht sie mir ohne Worte das Stethoskop und ich höre nun den Hund ab.

Zunächst ist nichts zu hören, doch dann meine ich etwas zu hören. Ein ganz leiser Herzschlag scheint es zu sein, wenn es nicht die Durchsage war, die in diesem Moment mit einem Gong eingeleitet wird. Ich sage zu Monika: „Ich meine noch etwas zu hören! Aber die Durchsage stört mich!“

Dabei fällt mein Blick auf den Beamten und ich sehe, das er durch ein Mikrophon mit seiner Zentrale spricht. Gleichzeitig hört die Durchsage aus den Lautsprechern mitten im Satz, der auf englisch angesagt wurde, auf und nur noch eine Ansage ist zu hören. Als die russische Ansage beendet ist, wird die selbe Ansage auf englisch durchgesagt: „Meine Damen und Herren! Es handelt sich um einen medizinischen Notfall in Halle Drei. Seien sie dort besonders ruhig! Am besten ist es. wenn sie bis zu meinen Anweisungen die Halle drei nicht mehr betreten!“

Nun kann ich den Hund noch einmal abhören und wirklich, der Hund hat noch einen sehr leisen Herzschlag. Ich rufe nach dem Beamten und frage ihn auf Englisch was der Hund in den letzten Minuten gemacht hat. Doch er schaut mich nur verständnislos an. Doch ein Mann kann mir helfen. Er übersetzt meine Frage und schon bald erfahre ich, das es sich um einen Drogenhund handelt und dieser zuvor an einem Koffer geschnuppert hat. Dann ist er einfach umgefallen.

Ich bedanke mich bei dem Mann und gebe dem Hund eine Spritze die ihm hilft. Schon nach wenigen Minuten ist der Hund wieder bei Bewusstsein und wedelt freudig mit seinem Schwanz. Doch aufstehen kann er noch nicht. Darum ordne ich an, das der Hund sofort in eine TK kommt und nach wenigen Minuten wird der Hund durch einen Rettungsdienst abgeholt.

Doch noch fehlt der Hinweis auf den Koffer und der Beamte zeigt auf einen Koffer, der in der Halle steht. Alle Beamten die inzwischen bei uns sind, verteilen sich in der Halle und die Halle wird wieder frei gegeben. Wir sehen eine junge Frau zu dem Koffer gehen und nachdem sie diesen an sich genommen hat, folgen wir ihr. Draußen steigt sie in ein Auto und wir können nicht mehr folgen. Doch sehe ich, das einige Wagen dem Auto der Frau folgen.

Ich will mich bei dem Mann bedanken und dieser sagt in fließendem Deutsch zu mir: „Ich soll Sie und Ihre Familie hier abholen. Wenn Sie mir also bitte folgen wollen. Ihre Koffer werden in diesem Moment schon in meinem Wagen geladen. Sobald wir da sind, können wir fahren.“

Kurz darauf sind wir bei seinem Auto. Dabei handelt es sich um einen Straßenkreuzer aus den USA. Und das in der UdSSR! Während der Fahrt unterhalten wir uns mit dem Mann und erfahren nun, das unsere Bekannten, hiervon der Mann, ein sehr hohes Amt bekleidet. Darum die ganzen Erleichterungen für uns.



Wie es uns erging in Leningrad, dafür bald mehr.
 
Tschikitta

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Leningrad Teil3

Kaum sind wir bei den Bekannten angekommen, müssen wir doch Staunen . Das Haus ist riesig und Monika meint dazu: „Fast so wie bei der Queen!“ Es ist aber auch ein sehr großes Haus, mir mindestens 5000qm Wohnfläche. Das hätte ich in Russland nicht vermutet. Aber es ist so mal nun und wir staunen alle drei über die Größe des Anwesend.

Doch schon sehen wir unsere Bekannten und die Begrüßung mit ihnen ist sehr freundlich. Nun stellen sich unsere Bekannten das erste Mal vor und wir erfahren das es Svenja und Iwan sind, die vor uns stehen. Wir fünf kommen sehr schnell ins Gespräch und unterhalten uns auch über ihren Hund. Erst jetzt erfahren wir, das der Hund vor 6 Wochen verendet ist und sie bisher keinen Ersatz gefunden haben.

Englisch haben sie erst gelernt, nachdem sie uns kennen gelernt und verabredet haben. Zwar ist ihr Englisch nicht 100 Prozentig, aber wenn Worte fehlen, nehmen wir Hände und Füße zur Hilfe. So klappt die Verständigung auch ohne Dolmetscher ausgezeichnet.

Sehr gern hätten sie wieder einen oder zwei Hunde, doch dem Ortsansässigem TH trauen sie nicht so richtig. Zu viel ist über das TH bekannt. Aber diese Geschichten sind mehr als 3 Jahre alt, wie auf meine Frage geantwortet wird.

Darum sage ich zu den beiden, das Herbert, Monika und ich gerne ins TH fahren um dort die Umstände zu erfahren. Vielleicht sind die Gerüchte auch inzwischen veraltet. Svenja und Iwan sind hellauf begeistert von dem Vorschlag und sagen uns, das aber erst eine Besichtigung der Tiere am Samstag möglich ist. Doch ich glaube das nicht und so wollen wir alle am nächsten Tag ins TH fahren.

Noch lange sitzen wir zusammen, dann geht es auf unser Zimmer. Dieses ist genau so groß wie eine Wohnung bei uns. Es besteht aus einem Schlafzimmer, einem Ankleidezimmer, einem Wohnzimmer, einem getrennten WC und Badezimmer. Somit stehen uns fast 80qm zur Verfügung. Anders kann man unsere Suite auch nicht nennen.

Am nächsten Morgen geht es nach dem Frühstück, welches um 8.30 Uhr war, zu dem TH. Dort wurden wir zunächst abgewiesen und auf die Termine am Samstag hingewiesen. Ich nannte meinen Namen. Erst schaute die Frau am Tor sehr erstaunt, dann fragte sie Svenja nach dem Namen und als sie den hörte, durften wir das TH betreten.

Kurz darauf kam auch die Leiterin des TH zu uns. Sie stellte eine frage auf russisch die ich natürlich nicht verstand.. Svenja wollte übersetzen, doch ich stoppte sie in ihrer Ansage. Daraufhin wendete ich mich wieder an die Leiterin und redete nun auf englisch mit ihr. Doch das verstand sie nicht. Also versuchte ich es auf französisch. Nun reagierte sie, denn Französisch schien sie zu können.

Also setzten wir die Sprache in französisch weiter fort. Ich fragte sie zunächst wer sie ist und Herbert, der auch französisch kann, übersetzte ins englische, was unsere Bekannten konnten. Die Frau sagte uns, das sie die Leiterin des TH ist und nur Samstags sich die Tiere angesehen werden konnten. Wir waren an einem Montag da!

Ich erklärte ihr, das es wichtig war, an jedem Tag für die Besucher da zu sein und erzählte ihr auch von Deutschland. Aufmerksam hörte sie zu und nickte auch des öfteren zu meinen Ausführungen. Nur zu meinen Ausführungen zum täglichen öffnen des TH hatte sie eine eigene Meinung. Sie meinte das es nichts bringt, das an jedem Tag geöffnet ist. Dafür hatte sie auch kein Personal. Daraufhin fragte ich sie, wie viele Personen denn im TH und speziell am Samstag hier arbeiten, An jedem Tag der Woche arbeiteten dort 8 Personen. Auch am Samstag. Nur sind dann alle mit der Vermittlung der Tiere beschäftigt.

Ich erzählte daraufhin von unserem TH und das dort immer Tiere gebracht und abgeholt werden dürfen. Aber im Gegensatz zu dem TH in Russland, sind bei uns 12 Personen beschäftigt und wer gerade Zeit hat, kümmert sich um die Besucher. Mehr wie vier Personen werden aber nicht benötigt um die Fragen die anfallen zu beantworten. Der Rest arbeitet ganz normal weiter.“So haben wir auch den großen Andrang am Wochenende abgeschafft.“ beendete ich meine Ausführungen.

Dann besichtigten wir das TH und immer wieder gab ich Tipps, wie das TH umgebaut werden kann, damit die Tiere nicht mehr in Käfigen gehalten werden müssen. Bei den Katzen zeigte ich ihr was ich meine. Ich öffnete, mit ihrer Erlaubnis, vier Käfige und wir beobachteten nur noch wie sich die Tiere verhalten.

Ich wurde nicht enttäuscht. Schon bald kuschelten die Tiere zusammen. Auch bei den Hunden war es so. Auch sie beschnupperten sich erst einmal, zwei knurrten sich auch an, aber schon bald war allen klar, das Hunde und Katzen nicht mehr in Käfigen gehalten werden müssen. Da im TH noch sehr viel Platz war, sagte mir die Leiterin des TH zu, das sofort die Planungen zur Umgestaltung des TH starten werden.

Ganz Aufgeregt kam eine andere Frau an und sprach mit der Leiterin. Svenja übersetzte, das ein Neuzugang plötzlich umgefallen ist und kaum noch atmet. Die Leiterin gab sofort Anweisung den TA zu holen und die andere Frau ging schnell zum Bürogebäude um an zu rufen. Aus einem offenen Fenster rief sie nach kurzer Zeit etwas und Svenja sagte, das es wohl 3 Stunden dauern wird, bis der TA kommt.

Aber so lange kann ein Hund mit Atemnot nicht warten. Sofort machte ich mich auf den Weg zu dem Gebäude aus dem die Frau gekommen ist. Herbert, der meine Tasche hatte, folgte mir sofort. Er wusste das ich zu dem Hund wollte.

Im Gebäude abgekommen wusste ich nicht wo ich hin sollte, doch in diesem Moment kam aus einem Raum ein älterer Mann heraus. Er sah mich und die Tasche bei Herbert. Sofort winke er mir zu und sagte in perfektem Deutsch zu mir: „Komm Gerda! Der Hund ist hier!“ Obwohl ich mich heftig wunderte, das mich hier jemand kannte und auch noch auf Deutsch ansprach, folgte ich dem Mann der einen Raum ansteuerte und die Tür öffnete.

Es war ein Behandlungsraum und auf einem Tisch lag der Hund. Auch jetzt war er heftig am atmen. Sofort hörte ich den Hund ab und bemerkte sofort, das auf einer Seite seine Lungen nicht mehr arbeiteten. Ich fing an den Hund auf der Seite wo seine Lunge nicht mehr arbeitete, ab zu tasten. Gleichzeitig fragte ich den Mann, er hieß Georg, seit wann der Hund im TH ist. Auf meine frage erhielt ich zur Antwort, das der Hund seit zwei Stunden da ist und keine Anzeichen einer Atemnot vorgelegen hat, als er ins TH gebracht wurde.

Von der Polizei ist er gebracht worden, weil er schon da mitten auf einer Straße gelegen hat. Nun wusste ich mehr und ich schaute dem Hund zum ersten Male in die Augen. Ich sah in sehr gequälten Augen und sagte zu ihm. !Das schaffen wir mein kleiner. Schon bald wirst Du wieder herum toben in einer neuen Familie und Du wirst ein vernünftiges Leben führen. Doch jetzt muss ich dir erst einmal Helfen, damit Du wieder vernünftig Luft bekommst. Also schlaf schön und träume von deiner neuen Familie.“

Dann gab ich dem Hund eine Narkose spritze und schon bald war der Hund am schlafen. Obwohl ich kein OP-Team hatte, machte ich die OP. Dazu setzte ich ihm ein Röhrchen in den Verletzten Lungenflügel ein und hoffte, das sich die Lunge wieder erholt. Denn Röntgen war nicht möglich, wie mir die Leiterin des TH versicherte.

Meine Bekannten fanden nur einen Hund in dem TH. Es war der Hund den ich operiert habe. Nachdem er genesen war, holten sie ihn sofort zu sich nach Hause. Auch einen zweiten Hund holten sie nur zwei Wochen später.

In einer nahen TK fand ich auch einen TA der sich um das TH kümmerte. Da sie ein Röntgengerät und einige andere Apparate, die für die ärztliche Versorgung nötig waren, hatten, war die medizinische Versorgung des TH gesichert. Trotzdem habe ich des öfteren in der dortigen TK angerufen ob alles klar war bei ihnen.

Es dauerte nicht lange, und ich musste, obwohl ich wieder in Deutschland war und schon zwei Monate gearbeitet hatte, wieder nach Leningrad. Diesmal ging es um Hunde und Katzen im TH.
 
Tschikitta

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Noch mal Leningrad


Nun ist es schon einige Zeit vorbei, das Herbert, Monika und ich Urlaub in Leningrad gemacht haben. Nicht nur das wir im TH geholfen haben, nein wir waren auch viel auf Besichtigungstour. Fast vier Tage haben wir in der Eremitage verbracht. Soviel Zeit braucht man auch, um alles in diesem Museum zu sehen. Denn es zählt zu den drei größten Museen der Welt.

Aber ich glaube wir haben noch nicht alles gesehen. Obwohl wir viel mehr uns ansehen konnten als die normalen Besucher. Aber Beziehungen sind in Russland alles und schon bekommt man alles was man haben muss. Bei uns waren es vier Tage in der Eremitage.

Dieses Museum ist einmalig auf der Welt. Man kann hier durch alle Jahrhunderte der Weltgeschichte gehen, und sehen was es damals gab. Heute ist das alles sehr altmodisch, aber zum damaligen Zeitpunkt, war es neu!

Nun sitze ich hier in meinem TH und schaue gerade die Post durch, Dabei fällt mir ein Brief auf, der aus Russland zu kommen scheint. Doch ich lege ihn erst einmal zur Seite um die deutschsprachigen Briefe zu lesen. Aber schon während ich den ersten Brief lese, werde ich sehr unruhig und ich lege den deutschen Brief zur Seite. Ich nehme den aus Russland stammenden Brief und schaue mir nun den Absender an, Er stammt vom TH aus Leningrad!

Sofort öffne ich den Brief und vor mir liegt ein Brief auf Russisch. Doch ich kann ihn nicht lesen. Da fällt mir eine Mitarbeiterin ein, die aus Russland stammt. Ob sie aber heute Dienst hat, weiß ich nicht. Darum greife ich zum Telefon und wähle die Hausinterne Nummer. Kurz darauf meldet sich Karin und ich frage sie nach Ludmilla.

Doch ich bekomme nur die Antwort, das sie heute keinen Dienst hat und erst am nächsten Montag ins TH zurück kommt. Sie ist in den Urlaub gefahren und soviel wie Karin weiß, war es Russland wo sie hingefahren ist.

Als es an der Tür klopft, rufe ich nur „Herein“, obwohl ich mein Gespräch noch nicht beendet habe. Herein tritt eine Frau, die sofort sieht, das ich am telefonieren bin. Während ich am telefonieren bin, sage ich des öfteren den Namen Ludmilla. Doch ich erfahre weder die Telefonnummer, noch den Aufenthaltsort von ihr. Aber ich bekomme von ganz anderer Seite Hilfe bei meinen Problem.

Ich beende das Gespräch und wende mich nun der Besucherin des TH zu. Sofort sagt sie zu mir: „Du suchst doch mit Sicherheit jemand der russisch kann. Ich glaube dafür bin ich die geeignete Person, denn ich habe über 10 Jahre dort gelebt.“

Nur kurz bin ich am überlegen wegen des Datenschutzes, dann sage ich der Frau was mein Problem ist. Dazu zeige ich ihr den Brief den ich bekommen habe.Sie liest ihn und auch die sieben Seiten die außer der Vorderseite, noch da sind.. Dann sagt sie zu mir: „Hier steht nur, „Ruf mich an“ und ansonsten nichts was von belang ist. Denn ich Gaube das du nichts wissen willst über Tiere die vor 150 Millionen Jahren gelebt haben dort angegeben sind.“

Ich frage sie, woher sie weiß das ich anrufen soll, wo doch soviel russischer Text dort steht. Sie sagt zu mir, das wirklich sehr viel über das Museum in dem Schreiben steht. Meistens ist es Geschichte der Erde und nur an drei verschiedenen Stellen steht eben dieser Satz. Auf dem Briefumschlag ist die Telefonnummer angegeben die ich anrufen soll. Sonst ist nirgends etwas von einer Telefonnummer zu finden.

Nun frage ich sie endlich, weswegen sie eigentlich gekommen ist. Sie antwortet mir: „An deiner Stelle würde ich zunächst den Anruf in Leningrad machen. Es scheint sehr wichtig zu sein. Im Notfall stehe ich als Dolmetscher zur Verfügung.“

Sofort wähle ich die Nummer die auf dem Briefumschlag angegeben ist, doch ich erhalte nur zur Antwort, das diese Nummer nicht vergeben ist. Nun bin ich ratlos und schaue die Frau an. Sie sagt zu mir, das ich doch die Vorwahl von Leningrad nehmen soll, dann könnte es klappen. „Im übrigen heiße ich Rebecca, aber alle nennen mich nur Re!“ Wir reichen uns die Hände und ich sage ihr, das ich Gerda heiße und auch so genannt werde.

Dann rufe ich bei der Ausland Auskunft an und frage nach der Vorwahl von Leningrad. Diese bekomme ich sofort mitgeteilt und die Frau am Telefon sagte zu mir, das es noch 17 ähnliche Vorwahlen für die Stadt gibt. Ob ich denn weiß, in welchem Stadtteil ich anrufen soll. Darum nenne ich den Namen des Museums und bekomme sofort eine andere Vorwahl. Zur Sicherheit lasse ich mir alle Vorwahlen geben, dann bedanke ich mich und lege auf.

Dann wähle ich die erste Nummer und bin mit einer Russin verbunden. Natürlich verstehe ich nichts und Re greift zum Hörer Kurz spricht sie in den Apparat, dann reicht sie mir den Hörer zurück und meint, der ist falsch. Noch sieben Mal rufe ich eine Nummer in Russland an, dann haben wir die richtige Nummer gewählt,

Weil der Hörer sich bei Re befindet, fragt sie zunächst ob die Gegenstation mich kennt. Dabei nannte sie meinen Namen. Die Frau am anderen Ende war Hocherfreut, endlich einen Anruf aus Deutschland zu erhalten und ich fragte über Re, die Dolmetschte, was denn los ist, das ich so dringend anrufen soll

Darauf hin erzählte die Frau, das drei Hunde und zwei Katzen an einer Krankheit leiden, die sie in Russland nicht kennen. Nur ich kann helfen, derweil sie auch schon andere TK in der ganzen Welt angerufen haben. Nur noch keine in Deutschland und Europa.

Ich ließ mir die Krankheit beschreiben, doch auch ich kam zu keinem Ergebnis was die Krankheit an dem die Tiere leiden, sein könnte. Genau beschrieb sie die Symptome und was vielleicht die Krankheit ausgelöst gaben könnte. Doch noch immer kam ich zu keinem Ergebnis.

Darum sagte ich: „Ich nehme den nächsten Flieger. Ich hoffe das ich morgen da bin. Versprechen kann ich es nicht!“ Mein Gesprächspartner ist hocherfreut als sie das hört und sagt, noch immer übersetzt von Re, das sie sich riesig darüber freut, das ich um die halbe Welt reise um ihr zu helfen. Ich muss schmunzeln, denn nach Leningrad ist es mit Sicherheit nicht um die halbe Welt!

Anschließend rufe ich Herbert an und sage zu ihm, das ich so schnell es geht nach Leningrad fliegen werde. Kurz schildere ich ihm den Grund und er wünscht mir einen guten Flug.

Dann rufe ich bei der Fluggesellschaft an und erfahre das in vier Stunden der nächste Flug nach Leningrad erfolgt. Da meldet sich Re und meint, das ich vielleicht einen Dolmetscher brauche und sie besser mit fliegt. Ich schaue sie an und bestelle einen Platz für die Maschine.

Als das erledigt ist sagt Re zu mir: „Wir können sofort los, wenn ihr meinen Hund zu euch nehmt. Denn darum bin ich eigentlich da. Morgen will ich meinen Urlaub in Russland antreten. Ich habe auch schon eine Karte für den Flug. Es kostet dich also nicht mehr mich mit zu nehmen.“

Ohne lange nach zu fragen sitzen wir vier Stunden später im Flieger nach Leningrad.Ich habe mich während des ganzen Fluges mit Re unterhalten, denn wir hatten Plätze die zufällig neben einander waren. Es erfolgte nach ein paar Stunden die Landung in Leningrad und wir gingen, nachdem wir unser Gepäck hatten zum Ausgang.

Dann versperrte ein Hüne von einem Mann uns den Weg. Er fragte etwas auf Russisch und sofort antwortete Re. Daraufhin übersetzte sie die Antwort und wir folgten dem Mann. Er war unser Fahrer und bei jedem Flug aus Deutschland war er am Ausgang des Terminals um uns nicht zu verpassen. Meine auffällige Tasche hatte ihn aufmerksam gemacht und er beschloss uns an zu sprechen.

Während der Fahrt die zwei Stunden dauerte, Telefonierte er mit einem Autotelefon. Was er sagte habe ich nicht verstanden, aber Re übersetzte sofort. Sie sagte das er uns in der TK angemeldet hatte und wir erwartet werden.

Als wir die TK erreichen, werden wir, das sind Re und ich, sofort zur Leiterin geführt. Trotz der späten Stunde, es ist inzwischen 23.00Uhr nach der Zeitumstellung. Trotzdem frage ich nach den Untersuchung Ergebnissen der Tiere nach. Wobei Re,wie immer, übersetzt.

Als ich die Ergebnisse habe, schaue ich mir diese sofort an. Doch ich kann nichts feststellen. Darum frage ich nach den Tieren und erfahre das alle in Quarantäne sind. Doch erst am nächsten Morgen werde ich diese Tiere sehen, denn zunächst ist Schlafen angesagt.

Am nächsten Morgen sind wir zur TK. Wir das sind Re und ich. Nach der Ankunft in der TK erfolgt sofort die Untersuchung des ersten Tieres. Nacheinander werden alle Tiere von mir untersucht und ich habe schon bald einen Verdacht was die Tiere haben. Nur neuere Blutuntersuchungen können mir genaues sagen, denn die vorige Untersuchung ist schon einige Tage alt.

Sofort werden jedem der Tiere Blutproben ab genommen. Erst jetzt erfahre ich, das die Proben im eigenen Labor untersucht werden. Daraufhin lasse ich noch einmal Blutproben entnehmen und lasse diese von einem anderen Labor untersuchen. Erst mein Hinweis, das vielleicht ein Tier Sterben muss, weil das Labor zu langsam ist, lässt das Labor sofort dazu verleiten, das das Blut sofort untersucht wird.-

Schon nach 30 Minuten habe ich das Ergebnis der zweiten Untersuchu7ng. Es unterscheidet sich von dem ersten Labor um alle Werte. Daraufhin untersuche ich noch einmal die Tiere und stelle nun fest, das alle Tiere nur erkältet sind.

Sofort werden Medikamente gegen die Krankheit gegeben. Nach nur drei Tagen sind die Tiere vollkommen Gesund und ich begebe mich allein auf den Rückweg nach Deutschland.

Dort besucht mich drei Wochen später Re. Sie hat einen wundervollen Urlaub verbracht und nun endlich innerhalb von 4(!!!) Tagen, das ganze Museum Heritage kennen gelernt. Obwohl sie nicht weiß, wer ihr die Besichtigungen ermöglicht hat. Nur kurz sage ich ihr, das es wohl meine Zusammenarbeit mit dem Museum sein kann. Überschwänglich bedankt sie sich bei mir und wir reden noch etwa eine Stunde am Telefon zusammen. Zwischen zeitlich stelle ich das Telefon um. So das eingehende Gespräche durch geschaltet werden und sich am anderen Ende jemand von TH meldet.
 
Tschikitta

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Kleines Wunder



Ich bin spät dran! Denn zum ersten mal habe ich verschlafen. Ich sollte einfach nicht so lange mit Herbert, meinem Verlobten, so lange durch die Musikwirtschaften ziehen. Diesmal war es bis ein Uhr und das scheint mir doch etwas lange zu sein, weil ich um 6.00 Uhr wieder aufstehen muss. Mein Dienst beginnt schließlich um 8.00 Uhr

Während ich unterwegs zum TH bin, überlege ich mir schon eine Ausrede wegen meines zu Spät Kommens. Doch ich finde einfach keine Ausrede, darum werde ich wohl nur die Wahrheit sagen.

Doch zur Wahrheit, nach meiner Ankunft im TH, komme ich nicht. Denn bevor ich etwas sagen kann, sagt die Leiterin des TH zu mir: „Herbert hat schon angerufen. Es ist alles klar! Beginn sofort mit der Arbeit, Claudia weiß schon was Du machen musst!“

Dankbar gehe ich zu Claudia und lasse mir von ihr sagen, was ich machen soll. Ich mache mich sofort an die Arbeit. Etwa drei Stunden arbeite ich, bis die Leiterin des TH bei uns auftaucht. In der Hand hat sie einen Brief den sie mir reicht. Auf einer Seite steht in Deutsch: „Du wirst es verstehen!“ Mehr nicht. Aber es sind noch viele Zettel dabei, die in einer fremden Sprache und mit Kyrillischer Schrift, geschrieben sind.

Natürlich kann ich diese nicht lesen und ich schaue hilflos erst zu Claudia und dann zur Leiterin. Doch auch die beiden können mir nicht helfen. Ich frage die Leiterin ob ich mal Herbert anrufen darf und sie gibt sofort ihre Zustimmung. Zusammen gehen wir zum Ausgang des Gebäudes und als ich die Tür öffne. Fallen mir einige Zettel des Briefes aus der Hand. Da es etwas windig ist, fliegen die Zettel sofort weg und werden von einer mir unbekannten Frau wieder eingesammelt.

Als sie mir die Zettel wieder zurück gibt sagt sie etwas auf Russisch. Ich verstehe nicht was sie sagt, aber weil ich vor zwei Monaten in Leningrad war, weiß ich das es Russisch ist. Auf deutsch sage ich der Frau das ich nichts verstanden habe und nun redet sie auf deutsch mit uns.

Sie sagt das sie vor etlichen Jahren aus Russland gekommen ist und als sie die Zettel auf sich zukommen sah hat sie einfach zu gegriffen. Dabei warf sie einen Blick auf die Zettel und sah sofort die Russische Schrift. Sie vermutete aber, das ich russisch kann, da ich die Zettel kurz zuvor in der Hand hatte.

Die Leiterin fragte ob die Frau wohl uns den Brief vorlesen kann und sie stimmte zu. Wir drei gingen zum Büro der Leiterin und zunächst wurde Kaffee angesetzt. In dieser Zeit las die Frau den Brief durch und schüttelte mehrmals mit dem Kopf. Dann griff sie zu einem Zettel und einem Schreibtisch und fing noch einmal an den Brief zu lesen. Dabei schrieb sie immer wieder einige Buchstaben auf den Zettel.

Als sie fertig war, schaute sie wieder auf und meinte dann: „Sie wollen doch mit Sicherheit nicht über das Leben des letzten Zaren reden. Denn daraus bestehen die Zeilen. Aber mir ist aufgefallen das sehr viele Fehler in der Abschrift ist Diese Buchstaben habe ich aufgeschrieben und sie ergeben eine komplette Bitte an eine von euch beiden. Wer ist den Gerda?“ fragte sie noch zum Schluss und ich sagte ihr, das ich das bin..

Darauf gab sie mir ihren Zettel auf dem sie die ganze Zeit geschrieben hat. Ich fing an zu lesen: „Hallo Gerda! Ich hatte keine andere Möglichkeit um einen Hilferuf an dich zu senden. In unserem TH, du kennst es ja, sind viele Tiere erkrankt. Verschiedene Rassen, aber alle zeigen die selben Symptome. Ich hoffe du kannst uns helfen. Ruf mich an, die findest die Nummer auf dem Umschlag.“

Da ich schon nach den ersten Worten in dem Brief angefangen bin, laut zu lesen holte unsere Leiterin sofort den Umschlag heran. Im Absender, eine mir unbekannte Adresse, stand auch eine Telefonnummer. Sofort wählte ich die Nummer, jedoch hörte ich nach einiger Zeit nur eine Stimme die etwas sagte. Darum gab ich der Frau den Hörer und sie lauschte nur kurz in den Hörer. Dann legte sie auf und sagte dabei: „Die Nummer gibt es nicht in Leningrad! Sie muss anders lauten.“

Nur kurz bin ich am Überlegen, dann greife ich wieder zum Hörer und rufe die Auslandsauskunft an. Dort lasse ich mir alle Vorwahlen von Leningrad geben. Jeder Stadtteil Leningrads hat eine eigene Vorwahl. Nun schaue ich mir noch einmal die Telefonnummer auf dem Brief an und stelle fest, das bei einer einzigen Telefon Nummer die letzte Zahl der Vorwahl überein stimmt mit der ersten Zahl einer Vorwahl.

Nun wähle ich die Nummer wieder und stelle die Ländervorwahl von Russland voran. Dann gebe ich den Hörer weiter an Anouschka, so heißt die Frau die uns beim Übersetzen hilft. Sie kennt schließlich die Angewohnheiten bei den Russen. Sie hört gespannt in den Hörer, dann sagt sie leise zu mir: „Wir werden abgehört!“ Mehr nicht, denn in diesem Moment meldet sich die Gegenstation.

Anouschka fängt an zu reden, sagt aber zwischen ihren Worten auch, das wir abgehört werden. Die Gegenstation scheint zu verstehen, denn es folgt ein Gespräch welches über die Familie erfolgt. Das scheint wohl keinen zu interessieren denn nach nur fünf Minuten hebt sie ihren Daumen und gibt mir den Hörer. Dabei sagt sie: „Die Leitung ist nun sauber. Achte aber auf ein Knacken, dann sind sie wieder am zu hören.“

Sofort nehme ich den Hörer und fange an meine Fragen zu stellen. Besonders interessiert mich der Zustand der erkrankten Tiere. Doch auf einmal höre ich ein verdächtiges Geräusch und gebe sofort den Hörer an Anouschka zurück. Über 5 Minuten führt sie ein zwangloses Gespräch. Dann zeige ich ihr einen Zettel. Auf dem habe ich geschrieben: „Ich komme sofort!“

In ihrem russischen Redefluss streut Anouschka immer wieder meine Nachricht ein und nach weiteren zwei Minuten legt sie auf. Sie sagt zu mir: „Ihre Botschaft ist angekommen. Nur seien sie sehr vorsichtig, weil die Familie unter Beobachtung steht.“ Nur kurz nicke ich, dann wähle ich schon die Nummer von Herbert und bitte ihn, sofort einen Flug nach Leningrad zu buchen. Aber Anouschka ist heftig mit den Händen am wedeln und sie sagt mir das sie mitkommt.

Also sage ich zu Herbert, das er zwei Tickets für den Flug buchen soll. Ohne ein Wort zu fragen, sagt Herbert zu mir, das er zwei Tickets buchen wird. Dann legt er auf und ich fahre sofort nach Hause. Dort packe ich einen Koffer und warte auf Herberts Antwort. Diese erfolgt schon 5 Minuten später und so setzte ich mich in ein Taxi das mich zum Flughafen bringt. Diesmal habe ich meine Tasche, auf Anraten von Anouschka, nicht dabei. Unterwegs rufe ich Anouschka an und teile ihr den Abflugtermin mit.

Sie meint, das sie das nicht schafft und ich sage nur zur ihr, das es gleich klingeln wird. Dann hat sie Abfahrt bereit zu sein. Dann lege ich auf und rufe einen Beamten der Polizei an. Dem schildere ich nur kurz den Notfall und schon höre ich, wie er über Funk mehrere Wagen ruft. Dann legt er auf.ohne mir eine Bestätigung meines Anrufes zu geben. Aber ich weiß, das alles gemacht wird, um Anouschka pünktlich zum Flughafen zu bringen.

Kurz vor dem Abflug treffe ich sie und wir unterhalten uns während des Fluges. Sie erfährt viel über mich und sie gibt mir den Rat, in Leningrad während der Zollbearbeitung, nur eine stumme Person zu spielen. Ich rage sie warum und erhalte zur Antwort, das ich auf Anraten meines Arztes nicht sprechen soll. Aber sie macht das schon.

Kurz nach der Landung geht es zur Zollabfertigung. Hier spricht nur Anouschka. Ich halte mich an ihre Vorgabe und sage kein Wort, zudem verstehe ich auch nicht was ich gefragt werde. Nur eine Frage verstehe ich. Es ist die Frage wo wir hinwollen. Anouschka schaut mich an und ich zeige den Zöllner die Adresse, die auf dem Briefumschlag gestanden hat. Diese habe ich Sicherheitshalber auf einem neutralen Zettel aufgeschrieben. Anouschka hat den dann ins Russische übersetzt.

Der Zöllner ist zufrieden und wir dürfen Den Zoll verlassen. Schnell suchen wir ein Taxi und Anouschka gibt dem Fahrer eine Adresse in der Innenstadt von Leningrad. Sofort fährt der Fahrer los und ich bemerke wie Anouschka sich umdreht. Dann gibt sie mir per Handzeichen zu verstehen das uns ein Wagen folgt. Dem Fahrer erklärt sie anschließend, warum wir beide uns nicht unterhalten während der Fahrt. Der Fahrer nickt nur mit dem Kopf und lässt uns anschließend in Ruhe.

Als wir bei der angegebenen Adresse ankommen, steigen wir aus und nehmen unser Gepäck aus dem Kofferraum. Wir bezahlen die Fahrt und der Wagen fährt davon. Nun wendet sich Anouschja an mich und sagt zu mir: „Du sagst auch weiterhin kein Wort. Wir gehen jetzt zu einem Freund von mir und dort werden wir übernachten. Er bringt uns auch anschlie0end zu der richtigen Adresse.

Ich frage sie, ob unsere Verfolger schon vergessen sind und sie verneint die Frage. Aber morgen wird uns keiner Erkennen wenn wir das Haus verlassen. Auch brauchen wir keine Angst zu haben vor einer Durchsuchung. Denn in dem Haus, was wir gleich Betreten, wohnen 500 Parteien. „Viel Spaß beim Suchen.“ sagt sie noch unter lachen.

Nur kurz gehen wir in eine bestimmte Richtung, dann biegt sie rechts ab, klingelt in dem Haus und geht sofort wieder zur Einfahrt zurück. Dort stellt sie sich mitten auf den Gehweg, so ist sie von allen zu sehen. Im gleichen Moment ertönt der Summer der die Tür öffnet und ich drücke dagegen. Anouschka fordert mich auf das Haus zu betreten und alle Koffer mitzunehmen. Als alles im Haus ist, läuft Anouschka schnell auf die offene Tür zu und sobald sie im Flur des Hauses steht, schließt sie die Tür.Dann sagt sie das ich mich sofort verstecken soll und ich laufe schnell zur Kellertreppe. Dort gehe ich einige Stufen hinab und erkenne gerade noch, das jemand durch das Fenster in der Tür schaut. Da in dem Häusern aber fünf Eingänge sind. Verstehe ich Anouschkas Aussage.

Kaum sind die suchenden Augen wieder aus dem Fenster in der Tür verschwunden, sagt Anouschka zu mir:!Lasse alles hier stehen. Es wird gleich abgeholt. Folge mir bitte bis in den dritten Stock, erst von da ab nehmen wir den Lift.“ Ich folge ihr wie ein Schatten und im dritten Stock ruft wir sie einen Lift und wir fahren anschließend in den 13 Stock des Hauses.

Dort öffnet Anouschka eine Tür u7nd ich bin doch erstaunt, das unsere Koffer schon im Flur stehen. Anouschka sagt dazu nur.“ Mache dir darüber keine Gedanken. Aber während wir in den dritten Stock sind, wurden die Koffer schon nach oben gebracht.

In der Wohnung ist niemand, doch nachdem wir die Wohnung betreten haben, schaut Anouschka in eine bestimmte Richtung und nur 5 Minuten später klopft es an der Tür. Es sind drei Männer die das Wohnzimmer betreten. Einer spricht mich direkt auf Deutsch an und ich schaue erst zu Anouschka, ob ich antworten darf,

Dann Antworte ich dem Frager und werde in den nächste Minuten genau geprüft, ob ich auch wirklich aus Deutschland komme. Dann stellt der Frager die letzte Frage: „Wie viele Titel hat Frau Gerda Xxxxx?“ Ich antworte ihm nur, das es keiner ist. Denn bisher habe ich keinen Titel!

Dann sagt der selbe Mann zu uns: „Morgen werdet ihr zu eurer Zieladresse gefahren. Es wird euch keiner wieder Erkennen! Doch nun lasst uns in eine andere Wohnung ziehen!“

Nur zwei Stockwerke tiefer ist die Wohnung die wir betreten. Nach einem Gespräch, wegen der Geheimnistuerei, verlassen uns die Männer wieder. Versprechen aber, das sie um 5.30 Uhr wieder da sind.

Noch lange frage ich Anouschka, warum diese Geheimniskrämerei Überhaupt sein muss. Sie erklärt es mir sehr genau. Auch sprechen wir über weiteres Vorgehen. Doch eine Farge brennt mir auf der Seele. Natürlich stelle ich diese und zur Antwort bekomme ich: „Schon einige Tage vorher bekam ich diesen Hilferuf aus der UdSSR. Ich habe mich sofort auf den Weg gemacht. Die Nachricht stand natürlich nicht in dem Brief, aber so ähnlich war er geschrieben,,´“

Nun war mir alles klar und ich fragte sie nach dem weiteren Verlauf. Sie klärte mich auf und nach 2 Stunden gehen wir schlafen. Da mein Bett schon benutzt aussieht und Anouschkas nicht, wechseln wir die Betten und schlafen bald ein.

Pünktlich um 5.30 Uhr erscheint ein Mann und sagt zu uns, das er der Maskenbildner ist. Über eine Stunde ist er zugange, um uns ein neues Aussehen zu geben. Als ich in den Spiegel schaue, erkenne ich mich selber nicht wieder. Der Mann hat ganze Arbeit geleistet

Wir frühstücken und eine Stunde später verlassen wir das Haus. In dem von uns beobachteten Wagen erfolgt keine Reaktion. Auch zwei Stunden später, wie uns am Telefon bestätigt wird, stehen die Beobachter noch an der selben Stelle. Nur da sind wir schon etwa 60 Kilometer von ihnen entfernt.

Nun geht es zur richtigen Adresse und als wir dort ankommen, sorgen wir erst einmal für Verwirrung.

Seid ihr Neugierig?

Weiter geht es im nächsten Teil!

Freut euch also drauf!
 

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