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  • Post aus Bayern Beitrag #621
Der Anruf aus Frankreich (Martin Teil3)



Ich sitze in meinem Büro und mache mal wieder die Bestands- und Anforderungslisten. Diese Listen muss ich jeden Monat erstellen, obwohl es immer dasselbe ist, was wir für die Tiere benötigen.


Nur Medikamente und Verbrauchsmaterial für die Tiere bespreche ich mit dem Tierarzt. Es werden keine Rechnungen an die Stadt weiter geleitet. Die Rechnungen werden fast immer aus dem Spendentopf für die Tiere gezahlt, oder sollte es einmal nicht reichen aus dem Spendentopf, zahlt der Tierarzt aus eigener Tasche.


Auch hat er mit den Zulieferern einen speziellen Tarif für Medis und Verbrauchsmaterial ausgehandelt. Nur muss diese spezielle Nummer immer mit angegeben werden. Dann sind die Medis oder Bedarfsartikel erheblich billiger und werden direkt ans Tierheim geliefert. Auch werden die Rechnungen direkt auf das Tierheim ausgestellt und ich begleiche diese vom Spendenkonto.



An unseren Urlaub in Frankreich erinnere ich mich nur noch schwach, obwohl Herbert und ich noch vor zwei Wochen über Frankreich gesprochen haben. Aber bei dem Gespräch ging es um unser nächstes Urlaub Ziel. Wir wollen diesmal an die Atlantikküste in der Nähe von Brest und von dort aus in Richtung Norden fahren. Wo es uns gefällt, bleiben wir dann auch länger.


Nun sitze ich also bei den Bedarfslisten und schreibe diese gerade neu um sie dann ab zu speichern Schließlich weiß ich nicht, ob ich sie noch einmal brauche. Ich musste die Bedarfsliste diesen Monat neu schreiben, weil ein höherer Bedarf entstanden ist, da die Belegung des Tierheim sich um 23 Tiere verändert hat.. Sonst drucke ich die Liste nur aus, was mir sehr viel Arbeit erspart.


Nun sitze ich also vor meinem Computer und schreibe die letzten Worte in der Liste als mein Handy klingelt. Mein Handy liegt direkt neben mir auf dem Schreibtisch, aber ich bin doch erstaunt, das es sich meldet. Denn normalerweise klingelt es vielleicht einmal in der Woche. Jetzt ist es schon das dritte mal in dieser Woche.


Ich greife mir das Handy und sehe dann, das mich jemand aus Frankreich anruft. Ich nehme das Gespräch entgegen und melde mich sofort auf Französisch. Es stellt sich heraus das es der Dienststellen leiter der Polizei ist, bei der wir waren um Marin zu helfen. Jetzt ruft er mich an und sagt mir, das es sehr dringend ist. Neben ihm sitzt ein Tierarzt, der nicht weiter weiß mit seinem Problem.


Nach kurzer Zeit meldet er sich am Telefon und spricht mich auf deutsch an. „Hallo FrauXxxx! Ich bin piere Yyyyy! Der Chef hier sagte mir, das sie die beste TÄ sind, die er bisher erlebt hat.Aber er sagte mir auch das Sie nie Studiert haben, sondern sich alles selber bei gebracht haben. Das kann ich mir nicht vorstellen.“


Noch drei Minuten sprach er auf deutsch zu mir und stellte dabei viele Fragen, kam jedoch nie auf das kranke Tier zu sprechen, weswegen wir am Telefonieren sind. In der ganzen Zeit habe ich ihn nicht unterbrochen, sondern seiner Ansprache gelauscht.


Dann kann ich endlich antworten und ich bitte ihn darum den Lautsprecher am Telefon an zu machen und das ich nun auf französisch antworten werde. „ Mein Name ist Gerda Xxxxx! Ich lebe in Deutschland und bin hier die Leiterin eines Tierheim. Das mache ich nun seit fast 20 Jahren. Vor 26 Jahren habe ich meine Prüfung vor einer Tierarzt-Kommission bestanden und darf ab der Zeit Tieren in Not helfen. In dieser Zeit habe ich mehreren Hundert Tieren in Not geholfen. In dieser ganzen Zeit musste ich nur ein Tier von seinen Qualen erlösen. Alle anderen lebten noch Jahre lang, was nachweisbar ist.“



Ich sprach noch wohl 5 Minuten mit den Männern und dem Französischen Tierarzt. Erst dann stellte ich die Frage nach dem Tier. Nun habe ich erfahren das der Hund, ein Boxer ist. Auch habe ich mir genau beschreiben lassen, was der Hund hat. Der Tierarzt sagte: „Jedesmal wenn der Hund sein großes Geschäft gemacht hat, fällt er um, ist einige Sekunden nicht ansprechbar und wird danach wach. Er verhält sich etwa 2 Minuten nach dem Vorfall so, als wenn nichts geschehen ist.“


Nur kurz bin ich am Überlegen dann stelle ich einige spezifische Fragen. Nach diesen Infos lasse ich mir noch das große Blutbild zusenden und verabrede mich in 2 Stunden mit dem Tierarzt. Dort soll auch der Hund sein. Der Tierarzt sagt zu mir: „Es ist der Hund eines der Beamten hier und der fragte ob ich helfen kann. Ich kann es aber offenbar nicht und sein Chef brachte mich auf die Idee, Sie anzurufen. Na Ja, sprechen wir später darüber! Bis gleich!“



Damit legte er den Hörer auf und ich wartete auf das Blutbild des Hundes. Da der Tierarzt schon sehr gut vor gearbeitet hat, erschien das Blutbild nur Minuten später auf meinem Bildschirm. Ich wartete noch eine halbe Stunde, dann habe ich wieder bei dem Tierarzt in Frankreich angerufen. Da er sich sofort meldete, sagte ich ihm, das ich noch ein EKG und ein CT von dem Hund brauche. Sofort sagte er mir die geforderten Untersuchungsergebnisse zu. Dann legte ich wieder auf.



Nun ist warten angesagt und ich starte immer wieder auf meinen Computer. Nach einer Stunde hatte ich dann endlich eine Mail aus Frankreich. Es sind die angeforderten Werte aus Frankreich. Sofort schaue ich mir diese an, und stelle beim EKG Herzrhythmusstörungen, sowie beim CT das vergrößerte Herz fest.


Da weiß ich was der Hund hat. Sofort rufe ich den Tierarzt an und sage zu ihm: „Der Boxer hat DCM! Das heißt er hat eine Herzmuskelerkrankung bei der das Herz erweitert ist und schwach schlägt. Ich nehme an, das Du die Krankheit kennst?“ Als er mit einem „Wi“ antwortet, fahre ich fort:“ Als Medikamente schlage ich vor Entwässerungstabletten, ACE-Hemmer sowie die Herzkraft fordernde Medikamente zu geben. Was anderes ist leider nicht möglich um das Leben des Hundes zu erhalten.


Außerdem sollte des öfteren ein EKG bei dem Hund gemacht werden. Denn wie Du mit Sicherheit weißt, ist diese Krankheit Tötlich. Der Hund kann heute aber auch erst in 10 Jahren sterben.“ Er sagt zu mir, das er sich jeden Tag um den Hund kümmern wird und hofft das nichts sofort passiert mit dem Boxer.“


Wir reden noch etwa dreißig Minuten zusammen, dann trennen wir wieder die Verbindung. Der Boxer lebte noch etwa 3 Jahre, dann lag er in seinem Korb und war verstorben. Der französische Tierarzt und der Beamte kamen an einem Wochenende zu mir ins Tierheim. Dort holten die beiden, nachdem ich angerufen worden bin, einen neuen Hund ab. Diesmal war es ein Mischling von etwa der gleichen größe wie der Boxer.
 
  • Post aus Bayern Beitrag #622
Hallo Helmut,
vielen Dank für die Geschichte und weiterhin recht gute Besserung
 
  • Post aus Bayern Beitrag #623
Lieber Helmut,
von mir auch Alles Gute🍀🍀🍀

Wie geht’s dir denn grade? Die Hitze macht dir sicher zusätzlich zu schaffen!🌞
LG. Gabi🐈🐈
 
  • Post aus Bayern Beitrag #624
Hallo Gabi,
inzwischen habe ich Dauerschmerzen in den Handgelenken und muss auch hierfür Medikamente nehmen. Durch ein spezielles ausrichten der Tastatur kann ich nun auch ein paar Minuten am Computer schreiben. Dazu wird die Tastatur mit dem unteren Ende auf meinen Schoß abgelegt und das andere Ende auf den Tastatur Einschub. Dadurch steht die Tastatur steiler und ich kann trotz zunehmender Schmerzen länger schreiben. Aber mehr wie 20-30 Minuten ist nicht drin.

Die Hitze macht mir fast gar nichts aus. Im Auto hilft die Klimaanlage die auf vollen Touren läuft. Im Wohnzimmer wa ich mich fast den ganzen Tag aufhalte, sind es nicht mehr wie 23 Grad, Dank zwei Miefquirls. Wenn es zu warm wird, gehe ich ganz langsam, schneller geht es nicht, in den Keller. Dort herschen das ganze Jahr über 18 Grad.

Wenn es raus geht muss ich allerdings immer eine Kappe aufsetzen. Wie mir die Ärzte erklärten, dehnt sich das Gehirn bei sehr starker und langer Hitze, das Gehirn aus. Das kann ich mit einer Kappe oder einem Hut verlangsamen.

Außerdem gehe ich in den nächsten Tagen, dann soll es bei uns 38 Grad werden, nicht aus dem Haus.

Gruß Helmut
 
  • Post aus Bayern Beitrag #625
Hallo Helmut,
bei der Hitze gehe ich auch nicht raus, nur morgens und abends in den Garten mit den Miezen.
Helmut, es tut mir so leid, daß deine Schmerzen wohl nicht aufhören wollen. Was ist das denn für eine blöde Krankheit?
Rheuma?? Aber wenn du das nicht öffentlich machen magst, mußt du nichts drüber schreiben.
Wer hilft dir denn zuhause?
Und wer versorgt die Miezis?. Hach, es ist nicht schön, wenn man älter wird, ich weiß das auch.😫

Aber gut, daß du eine bessere Möglichkeit gefunden hast, am Computer zu schreiben. Und ich wünsche dir, daß du das noch lange kannst, aber du sollst dich natürlich nicht übernehmen.

Nochmal von ganzem Herzen❤️Alles Gute für dich und gute Besserung🍀🍀👍

LG. Gabi🐈🐈
 
  • Post aus Bayern Beitrag #626
Hallo Gabi,

natürlich mache ich aus dieser besch..eidenen Krankheit kein Geheimnis! Das sind noch "Nachwehen" von der Krankheit im Januar. Schon damals sagte mir der Behandelnde Arzt, das es mindestens 6 Monate dauert, bis die Schmerzen ganz nachlassen. Nur das die Schmerzen alle Gelenke befalle, sagte er nicht. Jetzt fehlen nur noch die Füße und Zehen, denn in den Fingern habe ich es auch. Aber an die Schmerzen in den Fingern habe ich mich schon gewöhnt. Ich brauche nur die Finger gekrümmt halten, dann habe ich diese Schmerzen nicht. Wobei die Schmerzen hauptsächlich in der linken Hand sich bemerkbar macht. Nach Ansicht der nun behandelnden Ärzte ist es kein Rheuma.

Gruß Helmut
 
  • Post aus Bayern Beitrag #627
Der Wilderer



Monika mit ihrem Freund Kai, Herbert und ich gehen ein wenig spazieren. Dazu sind wir zunächst mit dem Auto zu einem Parkplatz gefahren und gehen nun die letzten 2 Kilometer zu einem Restaurant um dort zu Mittag zu Essen.


Kurz darauf haben wir das Restaurant erreicht und lassen uns von der Bedienung zu einem Tisch bringen. Während sie schon die Getränke holt, die wir bei ihr bestellt haben, schauen wir in die Speisekarte. Aber Herbert und ich wissen schon was wir essen wollen. Schon vorher haben wir beide uns über das gute Essen hier ausgelassen. Nur Monika und Kai brauchen etwas länger um ihr Essen zu finden. Aber als die Getränke kommen, ist es auch bei ihnen soweit und zusammen bestellen wir unsere Gerichte.


Während wir nun warten, reden wir über unseren bevorstehenden Urlaub. Monika und Kai wollen mit einem Wohnmobil entlang der Nordseeküste drei Wochen nach Süden fahren. Herbert und ich wollen ebenfalls ans Meer. Jedoch wollen wir an die Ostsee. Aber erst in Dänemark wollen wir entlang der Küste fahren.


Als unser Essen gebracht wird, unterbrechen wir für einen Augenblick unser Gespräch und fangen an zu Essen. Während wir Essen, setzen wir unser Gespräch fort. Jeder erzählt von der Reise die er geplant hat und wir haben sehr viel Spaß dabei.


Gerade als wir die Nachspeise essen, hören alle im Raum, obwohl es sehr laut ist, den Knall von draußen. Die Bedienung die am Nebentisch ist um zu kassieren sagt nur: „Der Wilderer!“ Herbert und ich springen sofort auf, aber Monika und Kai erheben sich. Herbert sagt zur Bedienung: „Wir sind Ärzte, sowie ein Polizist. Machen Sie sofort unsere Rechnung fertig damit wir nachsehen können!“ Doch die Bedienung winkt ab und sagt: „Ich kenne den Zahnarzt! Laufen sie sofort los und fangen Sie dieses Schwein!“


Kaum hat sie das gesagt, stürmen wir vier nach draußen. Jedoch ist nichts zu sehen, darum trennen wir uns. Während Herbert und ich nach links laufen, begeben Monika und Kai sich nach rechts.Kurz darauf hören wir wieder einen Knall. Er scheint direkt vor uns zu sein, jedoch schon in einiger Entfernung.




Als wir endlich um eine Ecke kommen und das freie Feld erreichen, sehen wir in einiger Entfernung ein Silbernes oder weißes Fahrzeug schnell weg fahren. Da Herbert erheblich größer ist wie ich, erkennt er nach einem Rundblick über das Feld einen Tierkörper in einer Furche liegen. Ich, mit meinen 152cm, kann nicht den Körper sehen.


Schnell laufen wir zu dem Tier, jedoch als wir ankommen, sehe ich sofort das das Tier nicht mehr am Leben ist. Trotzdem bücke ich mich und fange an das Tier, ein Reh, zu untersuchen. Doch hier kann ich wirklich nichts mehr machen.


Als sich ein Polizeifahrzeug und ein Geländewagen auf dem Weg entlang kommen, hebt Herbert den rechten Arm und macht sich bemerkbar. Die beiden Fahrzeuge halten und die beiden Polizisten sowie der Förster, ich vermute dieses weil er einen grünen Jagdanzug trägt, kommen schnell zu uns. Der Förster fängt fürchterlich an zu fluchen und bückt sich zu dem Reh.


Einer der Polizisten sagt zu Herbert: „Das andere Tier hat ein Kollege der mit seiner Freundin unterwegs war, gefunden. Es ist ein Fuchs, ebenfalls nicht mehr am Leben.“ Während der Förster das Reh in seinen Wagen verlädt, erzählen wir der Polizei, was wir gesehen haben.Leider können wir nicht genau sagen um was für ein Fahrzeug es sich gehandelt hat.


Dann tritt der Förster wieder zu uns und sagt: „Seit drei Wochen schießt dieser Wahnsinnige auf die unschuldigen Tiere und lädt sie einfach liegen. Ob er nicht doch irgendwann ein Tier mit genommen hat, weiß ich natürlich nicht. Bisher waren es 17 Tiere die er erwischt hat. Wenn ich den nur einmal für 2 Minuten in die Hand bekäme, wird er anschließend vor jedem Tier auf die Erde fallen!“


Herbert und ich schauen uns lange an, dann meint Herbert: „Ist es nicht gut, wenn wir überall,in der Stadt, im Wald und bei den Feldern eine Warnung und gleichzeitig eine Fahndung nach dem Täter aufhängen? Die Idee findet die Polizei aber auch der Förster sehr gut. Ich verspreche die Plakate zu drucken und anschließend in jeden Laden der Stadt zu verteilen.




Schon am nächsten Tag habe ich die Plakate fertig. Ich fahre in die Stadt und stelle meinen Wagen auf einen Parkplatz. Die Plakate habe ich auf einen kleinen Handwagen geladen und ich beginne meine Tour. In jedem Laden darf ich ein Plakat aufhängen und auch mehrere da lassen.


Ich habe gerade den vierten Laden verlassen und will weiter gehen, als mich ein paar jugendliche ansprechen. Nach einigen Minuten bin ich alle Plakate los und verspreche in drei Stunden wieder hier zu sein um weitere 500 Plakate zu bringen.


Ich fahre schnell zur Druckerei und lasse noch einmal 500 Plakate drucken.Während ich auf die Plakate warte, unterhalte ich mich mit dem Chef der Druckerei. Als er erfährt worum es sich handelt sagt er zu mir: „Machen sie sich keine Sorgen um die Kosten. Eine Spendenquittung reicht mir vollkommen.“


Hoch erfreut fahre ich mit den frisch gedruckten Plakaten zu dem Treffpunkt mit den jugendlichen. Diese warten schon auf mich und ich übergebe ihnen die Plakate. Einen kleinen Rest habe ich noch und diese verteile ich in den etwas weiteren Läden. Nachdem alle Poster verteilt sind, diese hängen inzwischen in der ganzen Stadt, fahre ich wieder zum Tierheim.


Vier Tage gehe ich meiner Arbeit im Tierheim nach, dann klingelt mein Telefon. Nachdem ich abgenommen habe, meldet sich der Polizist der vor vier Tagen mit am Feld gestanden hat. Er sagt „Hallo Gerda, kannst Du schnell kommen. Wir haben den Wilderer und auch einen verletzten Fuchs.“ Sofort sagte ich mein kommen zu. Bevor ich aufgelegt habe sagte er noch: „Mache dich auf eine Überraschung gefasst. Wir waren es auch.“



Ich habe noch schnell im Katzenhaus gesagt wo ich bin, dann fahre ich auch schon los. Bis zum Treffpunkt brauche ich etwa 45 Minuten und als ich hinter einem weißen Wagen anhalte, davor steht die Polizei, bin ich doch einigermaßen erstaunt. Ich stelle den Motor aus und steige aus. In einiger Entfernung steht der Förster und neben ihm zwei Polizisten.


Aber ich habe wichtigeres zu tun, darum hole ich meine Tasche vom Rücksitz und laufe los, wo ich neben einigen Leuten einen Fuchs liegen sehe.Nach wenigen Augenblicken habe ich diese erreicht. Sofort kümmere ich mich um den Fuchs und stelle fest, das er nicht sehr schwer verletzt ist. Er hat nur einen Streifschuss am Kopf und dürfte schon bald aus seiner Besinnungslosigkeit erwachen. Darum bekommt er sofort von mir eine Lang wirkende Schmerzsitze. Denn in den nächsten Tagen wird der Fuchs derbe Kopfschmerzen haben.


Als ich mich erhebe scheint auch der Fuchs zu erwachen. Mit großen Augen schaut er mich an. Dann setzt er sich auf und schüttelt mehrmals mit dem Kopf, dann geht er langsam davon, dreht sich aber mehrfach um und bleibt sogar dabei stehen. Lange mustert er uns dabei, dann entschwindet er unseren Blicken.


Nun wende ich mich an den Polizisten und frage ihn, wo denn der Wilderer ist. Zur Antwort erhalte ich: „Das schlimmste dabei ist, das sie mit ihm schon gesprochen haben. Es ist der Förster. Nachdem er ein Reh erschossen hat,hat er auf den Fuchs geschossen. Dabei haben ihn die beiden Beamten dort vorn gesehen. Als der Förster bemerkte, das er entdeckt worden ist, hat er zweimal auf die Beamten geschossen. Zum Glück aber nicht getroffen. Naja, jetzt kommt er erst einmal in Haft und wird mit Sicherheit keine Tiere mehr schießen.“


Noch drei stunden haben wir uns unterhalten, dann bin ich wieder zurück zum Tierheim.
 
  • Post aus Bayern Beitrag #628
Das Musikinstrument



Ich reinige gerade die Katzenklos, als ich das kurze aufheulen eines Musikinstrumentes, oder so was ähnliches, höre. Natürlich schaue ich sofort aus dem Fenster, vor dem ich stehe und die Klos reinige, aber es ist nichts zu sehen. Darum gehe ich nach draußen, aber dort ist auch nichts zu sehen. Nur vor dem Bürogebäude steht die Leiterin. Als sie mich sieht, fragt sie mich, ob ich auch das Geräusch gehört habe. Was ich bejahe. Beide schauen wir noch in einige Ecken, dann gehe ich wieder an meine Arbeit.

Monatelang ist das Geräusch des Instrumentes ab und zu hören. Doch woher es kommt, finden wir nicht heraus. Bis die Tierheim-Leiterin eine Entdeckung macht. Sie findet ein altes Schifferklavier neben unserem Tierheim in einem Gebüsch. Vorsichtig ist sie zu dem Instrument und hat es hoch gehoben. Da es nun an sich zu bewegen hat die Leiterin sofort wieder los gelassen und ist einige Meter zurück gegangen.

Sie hat das Gerät weiter beobachtet und da ich gerade in der Nähe war, nach mir gerufen. Sofort bin ich zu ihr und nachdem sie mir erklärt hat, worum es geht, habe ich das Instrument näher betrachtet. Vor mir lag ein altes Schifferklavier das sich aber noch langsam bewegte.

Auch ich blieb von dem Gerät zunächst fern. Bis die Leiterin fragte: „Was sollen wir machen? Es könnte ein Tier sein oder aber ein Wespennest und das könnte sehr gefährlich werden. Ich glaube wir holen besser einer Imker damit er das Instrument genauer untersucht.“ Ich stimmte ihr zu und sie ging schnellen Schrittes in Richtung Tierheim.

Nach 10 Minuten war sie wieder da und sagte zu mir: „Der Imker braucht etwa 15 Minuten. Solange sollen wir das Gerät beobachten!“ Wir setzen uns einfach auf zwei Baumstämme und unterhielten uns über das Gerät. Was darin war, konnten wir uns nicht denken.Ich beobachte aber das Gerät genau und bemerkte das es sich ab und zu bewegte. Wespen schaffen so etwas nicht und ich machte mir Gedanken was es denn noch sein könnte, was in dem Instrument sein könnte.

Ich stand gerade auf, als wir den Ruf eines Mannes hörten. Es war der Imker der zu uns kam. Auch er beobachtete einen Moment das Gerät dann meinte er: „Ein Bienen oder Wespennest wird es nicht sein,. Sondern irgend was anderes! Aber ich bin gerne bereit nach zu sehen!“

Anschließend ging er zu dem Musikinstrument und schaute durch die gerissene Membran in das Instrument. Anschließend schaute er auf und fing an zu lachen. „Da ist eine Igelfamilie drin! Lassen wir sie zufrieden?“ Natürlich haben wir zugestimmt die Familie in Ruhe zu lassen. Noch ein paar Minuten haben wir uns Unterhalten, dann gingen wir wieder zum Tierheim zurück.

In den nächsten Wochen hörten wir immer wieder das Instrument,dann ertönte es auf ein,al mehrmals am Tag. Aber irgendwie war der Ton anders. Darum ging ich zur Leiterin und machte sie darauf aufmerksam. Zusammen gingen wir zu dem Platz an dem das Musikinstrument liegt. Doch wir fanden nur noch Reste des Instrumentes. Alle Teile außer Holz und Metall sind nicht mehr vorhanden. Doch woher stammen die Geräusche?

Beide lauschten wir, jedoch seit wir das Tierheim verlassen haben, war kein Ton mehr zu hören. Gerade als wir uns umdrehten um zum Tierheim zurück zu gehen, ertönte wieder das Geräusch eines Instrumentes. Jedoch kam es aus einer ganz anderen Richtung. Außerdem war es sehr leise zu hören.

Wir gingen langsam in die Richtung aus dem das Geräusch gekommen ist, jedoch haben wir nichts gefunden. Darum habe ich mich zu einem ungewöhnlichen Schritt entschieden. Ich will, wenn es sein muss, die ganze Nacht an diesem Ort warten und auf ein Geräusch des Instrumentes warten.

Kaum ist die Leiterin nach einer heftigen Diskussion zurück zum Tierheim, ertönte wieder das Geräusch. Diesmal ganz in der Nähe! Sofort wende ich mich in Richtung des Geräusches und gehe langsam vorwärts. Dabei schaue ich hinter jeden Strauch und in jedes Loch, was ich sehe. Doch ich kann nichts sehen.

Langsam gehe ich weiter, jedoch bleibe nach etwa 20 Metern stehen. Denn ich habe ein anderes Geräusch gehört. Es ist das klägliche Miauen einer Katze! Doch noch immer ist es sehr leise. Darum gehe ich weiter und lausche dabei immer wieder ob das Miauen oder das Geräusch des Musikinstrumenten ertönt.

Doch beides höre ich nicht. Darum fange ich an zu rufen und höre in meinen Gesprächspausen wieder die Katze jaulen. Diesmal ist es sehr dicht bei mir, darum fange ich an, die nähere Umgebung zu durchsuchen.

Schon kurz darauf finde ich die Ursache des Geräusches! Es ist eine Katze die sich in einer Harfe verfangen hat.Das dieses Geräusch so laut zu hören war, bleibt mir ein Geheimnis. Sofort bin ich bei der Katze und befreie sie aus ihrer Misslichen Lage. Dazu entwirre ich den Draht der sich um ihren Körper gewickelt hat.

Kaum ist die Katze wieder frei, macht sie einen mächtigen Satz und ist nun 5m von mir entfernt. Dort setzt sie sich hin und schaut mich an. Nun fange ich an mit der Katze zu reden und nach kurzer Zeit steht sie auf, schaut mich an und geht langsam davon. Nach nur wenigen Schritten kommt sie wieder zurück um mich noch einmal an zu sehen.

Dann geht sie wieder davon, doch ich folge ihr nun. Nach wenigen Metern bleibt die Katze stehen und schaut nach mir. Ich stehe jedoch direkt hinter ihr. Lange schaut mich die Katze an, dann Miaut sie einmal und geht weiter.

Fast 10 Minuten geht sie vor mir her, dann scheint sie ihr Ziel erreicht zu haben. Denn sie fängt laut an zu Miauen und geht Zielstrebig auf einen Busch zu. Nach sehr kurzem Zögern folge ich ihr nun und stehe vor dem Gebüsch. Knapp über dem Boden biege ich die Zweige des Busches aus einander und kann nun in den Busch sehen. Dort liegt ein Hund oder ähnliches und hat zwei Welpen geboren.

Neben dem Hund liegen die Zwei Welpen und als ich näher hin schaue, erkenne ich, das es sich hierbei um Füchse handeln muss.Die Mutter liegt auf der Seite und die zwei kleinen sind am nuckeln. Aber irgendetwas scheint nicht zu stimmen.

Ich sehe genauer nach und bemerke sofort, das die Mutter keine Milch gibt und die beiden kleinen somit nicht ernährt werden können. Hilflos schaut mich die Mutti an und fängt dann an meiner Hand an zu schnuppern. Dann schaut sie mir in die Augen und ich erkenne die Bitte darin, den kleinen zu helfen.

„Natürlich helfe ich dir und auch dir wird geholfen. Wenn Du laufen kannst, nehme ich die kleinen auf den Arm, dann geht es zum Tierheim wo ich noch viel besser helfen kann! Auch deinen kleinen kann ich dort besser helfen und vor allem bekommen sie dort etwas zu futtern!“

Nur kurz schaut mich die Füchsin an, dann erhebt sie sich und wartet das ich tätig werde. Sofort schnappe ich mir die beiden kleinen und dann geht es wieder aus dem Busch. Noch immer sitzt die Katze vor dem Busch und als die Füchsin hervor kommt, stimmt sie ein freudiges Miauen an. Dann geht sie vor uns her und als wir das Tor zum Tierheim erreichen, zaudert sie doch etwas, aber ein kurzes Knurren von der Füchsin lässt sie das Tierheim betreten

Da die Tiere nicht wissen wo sie hin sollen, gehe ich vor. Gleichzeitig geht die Tür vom Büro der EH-Leiterin auf und die Leiterin kommt hervor. Als sie uns sieht, läuft sie sofort zum Katzenhaus und öffnet die Tür. Sie betritt das Haus und entschwindet meinen Blicken. Aber ich weiß was sie macht. Sie öffnet nun alle Türen, damit ich in den Behandlungsraum kann und nimmt alle Mitarbeiter mit die in den Räumen davor sind.

Kurz darauf betrete ich den Behandlungsraum und ich rufe nach der Leiterin. Als sie den Raum betritt, geht die Füchsin sofort zu ihr und fängt an zu schnuppern. Als sich die Füchsin wieder abwendet, schaut mich die Leiterin an. Ich sage zu ihr, das wir eine Ersatzmutti für die kleinen brauchen und schildere auch warum.

Sofort springt die Leiterin auf und verlässt den Raum. Nach sehr kurzer Zeit kommt sie mit Leila zurück Leila ist ein Schäferhund hat hat vor drei Tagen 6 Welpen geboren. Leider sind vier der Welpen kurz nach der Geburt gestorben und nun trauert Leila um ihre Welpen.

Nur kurz sieht Leila die Welpen an, dann schnuppert sie kurz an ihnen und auch die Füchsin wird ausgiebig beschnuppert. Dann legt sie sich auf die linke Seite und schaut uns an. Sofort lege ich die kleinen an und am Schmatzen der kleinen, hört man das es ihnen schmeckt. Die Füchsin geht zum Hund und schleckt ihm über den Kopf, dann legt sie sich zu dem Hund.

10 Wochen ging Leila zu ihren Artgenossen alleine, dann schlüpften die kleinen mit hinaus ins Hundegehege. Als die ersten Hunde dieses bemerkten und eine feindliche Haltung einnahmen erschien Leila auf der Bildfläche. Nur kurz war sie am knurren und schleckte dabei die kleinen ab, dann waren die beiden in den Kreis der Hunde aufgenommen. Auch die Füchsin kam hinzu und wurde aufgenommen.

Als es um die Vermittlung der Tiere ging, wurden Hund, die zwei kleinen Füchse und die Mami zusammen vermittelt. Auch die Katze durfte mit zu der Familie die den Hund nahm. Immer blieben die Tiere zusammen und nie gab es Streit zwischen ihnen. Als es einmal Streit mit einer anderen Hündin und ihren Welpen gab, eilten sofort die anderen herbei und alles war vergessen.
 
  • Post aus Bayern Beitrag #629
Hallo Helmut,
vielen Dank für die wunderschöne Geschichte, ich hatte beim lesen Tränen in den Augen.
Wie geht es Dir denn so? Was machen Deine Beschwerden?
Liebe Grüße
Christine
 
  • Post aus Bayern Beitrag #630
"Das Musikinstrument" :D eine sehr schöne Geschichte!

LG
 
  • Post aus Bayern Beitrag #631
Ob am Samstag eine neue Geschichte von Gerda erfolgt weiß ich leider noch nicht, da ich morgen, am Diensttag, ins Krankenhaus muss. Ich hoffe das es nur zwei bis drei Tage sind, aber man weiß nie!

Gruß Helmut
 
  • Post aus Bayern Beitrag #632
Acht Geschwister, zwei Mütter



Heute ist Mittwoch und in zwei Tagen muss ich die monatliche Bedarfsmeldung für das Tierheim abgeben. Da alles auf dem Computer gespeichert ist und ich nur das Datum ändern muss, fällt mir die Arbeit sehr leicht.



Seit zwei Stunden sitze ich an der Arbeit, die auch für mich wichtige Informationen enthält, als ein älterer Herr mein Büro betritt. Er geht an einem Stock und möchte gerne seinen Hund und seine Katze abgeben, da er noch höchstens vier Wochen zu leben hat., Nachdem er mir das erklärt hat muss ich doch mehrmals Schlucken. So trifft mich seine Aussage!



Doch ich höre mir seine Geschichte an. Danach leidet er an Blutkrebs und hat nur noch vier Wochen. In dieser Zeit will er seine Tiere unterbringen. Neben dem Hund hat er auch noch eine Katze und beide sind beste Freunde.



Ich fragte ihn nach dem Hund und der Katze und er erzählte von den beiden. Geschlafen wird nur in einem Korb der für Katzen ist. Auch der Hund quetscht sich mir hinein und so kommt es, das die Katze öfters auf dem Hund liegt und schläft.



Bisher hat er noch nicht gesagt um welchen Hund es sich handelt, doch nun nannte er ihren Namen und was für eine Rasse er war. Es war ein Labradorhund und damit sehr groß und schwer. Nun war mir auch klar, warum die Katze auf dem Hund liegt und schläft. Bei der Katze handelt es sich um einen Landstraßenmix.



Die Tiere hat er nicht bei sich, weil er erst sehen will, wo seine Tiere willkommen sind. Er war schon in drei Tierheim und hat sich dort umgesehen und nun ist er bei uns gelandet. Seinem Wunsch das Tierheim zu besichtigen entspreche ich sofort und wir begeben uns zum Hundebereich des Tierheim.



Dort schaut er sich genau um ist sehr erstaunt als er bemerkt, das eine Katze mit im Bereich ist. Keiner der Hunde greift die Katze an, sondern es scheint so als wenn alle Hunde gut Freund mit der Katze sind. Denn die Katze liegt mit drei Hunden in einem großen Korb. Es sind ein Dackel, ein Spitz und ein Schäferhund bei denen die Katze liegt. Außerdem befinden sich im Moment 14 andere Hunde im Raum.



Auch im Katzenraum sind wir und dort staunt der Mann noch mehr. Auch dort befindet sich ein Dackel mit ihren 8 kleinen Welpen bei den Katzen. Mehrere der Katzen haben Nachwuchs und die kleinen werden auch von der Dackeldame gesäugt. Denn genau in dem Moment wo wir die Tiere besuchen, saugt eine Katze bei der Hundemutti.



Nun gehen wir nach draußen. Zuerst besichtigen wir den Hundebereich. Auch hier sind drei Katzen bei den Hunden. Alle sind am kuscheln und so gehen wir weiter zum Katzenbereich. Hier ist es nur ein Hund bei den Katzen. Aber was für ein Hund? Es ist ein Wolfshund der einen Schäferhund noch um Haupteslänge überragt.Auch dieser Hund kuschelt gerade mit den Katzen.



Ich kläre ihn auf, das Hunde und Katzen nicht streng getrennt werden, sondern wenn ein Tier will, darf es auch zu den anderen die nicht seiner Art entsprechen. Noch nie hat es Streit unter den Tieren gegeben, obwohl Hund Und Katze angeblich sich nicht vertragen.



Langsam gehen wir zu meinem Büro zurück, dabei meint der Mann: „Ich habe genug gesehen! Bisher waren Hunde und Katzen in den anderen Tierheim streng getrennt, aber hier habe ich ein wahres Paradies für Tiere entdeckt. Meine Tiere kommen auf jeden Fall in dieses Tierheim! Danke für den Rundgang!“



Dann betreten wir mein Büro und dort unterhalten wir uns noch sehr lange. Auch machen wir einen Zeitpunkt fest für die Übergabe der Tiere. Er will sie so lange behalten wie es ihm möglich ist die Tiere zu versorgen. Ich bin einverstanden und schon kurz darauf verlässt er das Tierheim.



Drei Wochen später höre ich wieder von dem Mann. Er ist schon vor 2 Wochen gestorben nur wusste keiner in welches Tierheim die Tiere kommen sollen. Bis sie durch Zufall erfuhren, das wir schon auf die Tiere warten.Sofort machten wir einen Termin an dem die Beiden angeliefert werden.



Doch dann sagte mein Gesprächspartner: „Wieso 2 Tiere? Es sind inzwischen 10 Ziere, denn die beiden haben je vier Welpen bekommen.“ Ich sage nur dazu; „OK! Dann bringen sie eben alle Tiere zu uns!“



Zwei Tage später hielt ein Bulli auf dem Parkplatz vor unserem Bürogebäude. Eine Frau von etwa 30 Jahren stieg aus dem Wagen und kam auf mein Büro zu. Auf mein „Herein“ betrat sie mein Büro und stellte sich vor. Sie hatte die 10 Tiere bei sich und ich ließ die Tiere erst einmal aus dem Bulli holen. Während ich mir die Tiere ansah, redeten wir zusammen und sie erzählte mir von dem alten Mann.



Etwa zwei Stunden blieb sie bei uns im Tierheim und erzählte mir viel von dem alten Mann der ihr Vater war. Schon immer hatte er Hunde gehabt und erst seit zwei Jahren hat er auch die Katze. Nur hat er wohl die Kastration vergessen, denn beide Tiere haben am selben Tag ihre jungen bekommen.



Als sie wegfuhr bin ich wieder zu den 10 Tieren gegangen. Was ich dort gesehen habe, hat mir doch ein Lächeln entlockt. Jedes der beiden hatte auch ein Artfremdes bei sich liegen und diese waren am Nuckeln.Wobei der Hund sich immer mit den Katzen abgewechselt hat. Denn für Hund und Katzen war einfach kein Platz vorhanden.



Noch 15 Wochen behielten wir die Tiere bei uns. Erst danach wurden sie immer paarweise vermittelt. Die Katzenmutter und der Hund wurden in der Zeit kastriert und wurden auch zusammen in gute Hände gegeben.
 
  • Post aus Bayern Beitrag #633
Vielen lieben Dank für die schönen Geschichten 😘
 
  • Post aus Bayern Beitrag #634
Der dunkle Schatten

Herbert und ich sind mit einen Wohnmobil innerhalb Deutschlands unterwegs. Im Moment sind wir am Möhnesee und machen dort zwei Tage Pause. Dafür haben wir keinen Campingplatz aufgesucht sondern sind auf einen Stellplatz für Wohnmobile gefahren. Das ist auch ehrheblich billiger, meint Herbert. Auch können wir weiterfahren wann wir Lust haben.

Im Moment gehen wir etwas spazieren in einem Wald beim Möhnesee. Dazu sind wir mit dem Mobil etwas am See entlang gefahren und haben zwei Parkplätze später das Wohnmobil abgestellt und sind zu Fuß weiter.

Wir folgen einem Wanderweg der laut Beschilderung etwa 5,5 km lang sein soll und uns zu einigen Sehenswürdigkeiten führen soll. Herbert meint zu der KM-Angabe auf dem Schild: „Wenn wir gemütlich gehen, sind wir in drei Stunden wieder am Mobil. Aber es soll ja auch noch etwas zu besichtigen geben. Schaun wer mal!“

Damit nahm er mich in den Arm, gab mir einen Kuß und wir gingen los. Er hat natürlich seine ganze Kameraausrüstung mitgenommen und ich meine. Schließlich fotografiert er was ganz anderes wie ich.

Herbert machte von allem möglichen ein Foto, wobei ich nur Tiere Fotografiert habe.Es waren viele Kaninchen dabei aber auch ein paar Rehe konnte ich fotografieren. Besonderes hat es mich gefreut als ich ein paar Wildschweine fotografieren konnte. Aber auch Herbert hat diese Tiee fotografiert, damit ich später ein größeres Foto von den Tieren habe, so sagte er.

Auf einmal stutzt er und schraubt das Opjektiv mit der größten Auflösung auf seine Kamera was er hat. Dann schaut er wieder durch die Kamera und sagt zu mir: „Da hinten liegt ein Tier. Es kann ein Wildschwein oder ein Reh sein. Laß uns nachsehen!“ Bei seinen letzten Worten setzt er sich schon in Bewegung und ich folgte ihm sofort.
Immer wieder bleit er stehen und schaut durch das Okular der Kamera.Das macht er um zu überprüfen ob das Tier immer noch am selben Platz liegt. Jedesmal wenn er das Tier gesehen hat, eilt er weiter.

Doch es dauert fast 10 Minuten bis wir am Ort sind wo das Tier liegt. Doch hier liegt nicht ein Tier sondern drei! Zwei Rehe und ein Wildschwein liegen vor uns und alle schauen uns an ohne sich zu regen.

Vorsichtig geht Herbert zum ersten Reh, während ich mich dem Wildschwein zu wende. Bei dem Tier angekommen fange ich an zu reden, wie ich es immer mache bei unbekannten Tieren.

Ich stelle meine Tasche ab und knie bei dem Wildschwein nieder. Das Schwein scheint meiner Stimme zu lauschen denn es bewegt sich nicht als ich es berühre. Immer bin ich bereit, jederzeit von dem Tier zu lassen wenn es eine feindliche Bewegung macht. Doch nichts passiert und ich öffne nun meine Tasche. Zuerst hole ich mein Stethoskop aus der Tasche und höre das Schwein ab. Beim Abhören der Lungen, stelle ich fest, das auf der rechten Seite kein Atmengeräusch zu hören ist.

Nun wende ich mich an Herbert und gebe ihm das Stethoskop. Sofort hört auch er die beiden Rehe ab und sagt dann zu mir: „Bei beiden fehlt das Atemgeräusch auf der rechten Seite! Wie ist es bei dem Schwein?“ Ich sage ihm das es bei mir genau so ist.

Als hinter uns ein Geräusch ertönt, drehen wir uns gemeinsam um. Nicht weit von uns entfernt stehen ein Rehbock und zwei Rehkitze und ein Keiler mit fünf kleinen Ferkeln.Keines der Tiere macht anstalten uns an zu greifen Als auch noch eine Stimme ertönt: „Bleiben sie ganz ruhig! Ich werde mich um die alten Kümmern!“ können wir beide nur noch „Nein“ rufen.

Nachdem wir ein leises klicken gehört haben, können wir auch den Mann sehen der uns angesprochen hat. Es scheint ein Jäger zu sein wie ich seiner Kleidung entnehme. Auch hat er ein Gewehr in der Hand, was aber auf den Boden gerichtet ist. Langsam kommt er näher, immer bereit sofort zu schießen. Aber alle Tiere rühren sich nicht sondern sehen nur Herbert und mich an.

Ich frage den Jäger ob er weiß wo hier in der Nähe eine TK ist, denn die drei verletzten Tiere müssen dort hin und operiert werden. Er dreht sich um sagt dabei: „Ich hole meinen Wagen! Er ist Geländegängig und kommt mit Sicherheit bis hier. Aber ihr müsst mir beim Verladen helfen!“

Dann geht er schnellen Schrittes davon. Ich hole aus meiner Tasche ein Stärkungsmittel heraus und gebe jedem der drei verletzten Tiere jeweils eine Spritze.Noch immer starren mich die Tiere an und ich fange darum an, das Schein noch genauer zu untersuchen.

Dabei Taste ich jeden Zentimeter des Tieres ab und stelle dabei fest, das die Tiere außer der nicht richtig funktionierenden Lunge nichts haben. Langsam gehe ich nun zu den anderen Tieren und höre eines nach dem anderen ab. Aber bei diesen Tieren ist alles normal.

Ich bin gerade mit der Untersuchung der Tiere fertig, als ein Motorengeräusch zu hören ist. Im gleichen Moment biegt ein Unimog um die letzte Biegung. Dann hält der Wagen neben uns and der Jäger springt aus der Fahrerkabine.

Er macht die hintere Klappe zur Ladefläche auf und klettert hinauf. Zwischen Boden und Ladefläche sind es über einen Meter und er schaut mich lächelnd an. Doch auf einmal verändert sich sein Gesichtsausdruck und er schaut an mir vorbei. Ich drehe mich um und erkenne das die Verletzten Tiere langsam zum Unimog kommen.

Die Rehe springen auf die Ladefläche, nur das Wildschwein braucht Hilfe, bei der auch Herbert und ich mit anpacken. Dann springt der Jäger wieder herunter und läuft sofort nach vorn. Kurz bevor er da ist stoppt er und sagt mehr zu mir als zu Herbert: „Ich kann nur noch eine Person vorne mitnehmen. Der dritte muss auf die Ladefläche oder nachkommen. Also Was willst Du?“

Nun stellen wir uns unter Lachen erst einmal vor und der Käger sagt das er Jens heißt. Dann klettert Herbert auf die Ladefläche und Jens gibt ihm ein kleines Funkgerät. Es ist zur Verständigung und er hat auch vorn im Wagen eines, das auf denselben Kanal eingestellt wird. Dann steigen ich und er ein und es geht langsam zur TK.

Dort angekommen sind mehr Leute da und schon nach kurzer Zeit, sind die Tiere in entsprechenden Behandlunsräumen wo ich schalten und walten darf, nachdem der TK-Leiter erfahren hat, wer denn heute bei ihm ist.

Zunächst kümmere ich mich um das Wildschwein und führe ein kleines Röhrchen in seinen Brustkorb. Dadurch kann die Luft zwischen den Lungen und dem Brustraum entweichen. Dann sind die Rehe dran und auch so verfahre ich bei denen.

Aus den Augenwinkeln bekomme ich mit, das der Leiter dringend gerufen wird. Ich bekomme mit wie zu ihm gesagt wird, das vor der TK, die sehr ländlich liegt, mehrere Schweine und Rehe sehr eng zusammen leigen. Nun mische ich mich ein und nach nur 10 Minuten bekommen die Tiere draußen Futter hingestellt. Was sie auch dankbar annehmen.

Zwei Tage später sind die Tiere die ich behandelt habe, wieder einigermaßen genesen und ich beschließe sie zu ihren Familien zu entlassen. Zunächst ist es das Schwein welches wieder zu ihrer Familie darf. Dann werden die Rehe geholt und entlassen.

Alle Tiere vor der TK begrüssen sich und gehen dann, nach einem kurzen Blick in unsere Richtung, über ein freises Feld auf den Wald zu, bis sie unseren Blicken entschwinden.

Vier Monate später gehen Herbert und ich wieder am Möhnesee spazieren. Mit dabei sind diesmal Kai und meine Tochter Monika. Gerade verlassen wir ein Waldstück als wir alle gleichzeitig in einuger Entfernung einen Dunklen Klumpen liegen sehen. Bevor Herbert durch sein neu gekauftes Fernglas sehen kann, ertönt hinter uns ein Geräusch.

Als wie uns umdrehen stehen hinter uns zwölf Tiere. Davon kommen drei auf uns zu und lassen sich streicheln. Es sind die drei, denen wir ein weiteres Leben mit ihren Familien ermöglicht haben.
 
  • Post aus Bayern Beitrag #635
Hallo Jennifer, mit dem Buch hast du recht. Ich habe schon mit der Bekannten darüber gesprochen dieses zu tun. Aber sie traut sich nicht.
Vielleicht mach ich das mal. Schließlich habe ich inzwischen 34 Geschichten hier vorliegen.
Nur leider ist das herausgeben eines Buches sehr teuer, weil man erst in Vorleistung treten muss.
Gruß Helmut
Mann muss in Vorleistung gehen??
Kann ich mir ehrlich gesagt, nicht vorstellen.
Meinst du bei einem richtigen Verleger oder wen man selber das Buch bindet?
 
  • Post aus Bayern Beitrag #636
In der DDR

Heute war viel Post im Briefkasten bei uns zu Hause. Zwei Briefe waren an mich gerichtet, aber neun an Herbert. Die beiden Briefe für mich waren von meinem Verlag bei dem ich ab und zu etwas veröffentliche und der zweite Brief war Werbung. Natürlich habe ich diesen Brief sofort entsorgt und nur der Brief vom Verlag war für mich wichtig.

Neben einer Anfrage,cx wann ich die nächsten Artikel veröffentliche, ich schreibe des öfteren über Berichte über Ereignisse während meiner Zeit an dem ich Tieren helfe,
kann ich nur daran denken, das es wohl noch einige Tage dauert bis ich an den Verlag schreibe und mein nächstes Manuskript einschicken werde.

Ich setze mich an die Schreibmaschine und verfasse sofort eine Antwort an den Verlag. Dann stecke ich ihn in einen Umschlag und lege ihn zur Seite. Als nächstes kümmere ich mich um das Abendbrotessen für Herbert und mich. Damit bin ich bis zum Eintreffen von Herbert beschäftigt und als Herbert nach Hause kommt, bin ich noch immer nicht fertig.

Darum geht Herbert, nach einer Begrüssung, ins Bad und macht sich frisch. Anschließend, nachdem das Essen fertig ist, essen wir zu Abend. Erst danach kümmert sich Herbert um seine Post. Drei Briefe schmeißt er sofort weg nur bei den anderen dauert es etwas länger bis zu einer Entscheidung.

Wieder werden zwei Briefe in den Papierkorb geworfen, dann nimmt Herbert einen sehr dicken Brief zur Hand, jedoch legt er ihn erst einmal zur Seite und er schaut sich die anderen Briefe an.

Dann greift er zu dem Brief der auch etwas dicker ist, wie die anderen. Er öffnet den Brief und nimmt einen Zettel heraus. Dann fängt er an zu lesen und nach wenigen Augenblicken greift er wieder zum Umschlag und holt noch einige Zettel aus diesem. Anschließend wendet er sich an mich und fragt was ich von einem Kurzurlaub in der DDR halte.

Gleizeitig zeigt er mir die Einladung für zwei Personen nach Dresden. Auch einige Unbedenklichkeitsbescheinigungen die wir für die Einreise benötigten, waren begefügt. Wir mussten nur zur Botschaft fahren und uns ein Visum für unseren Aufenthalt in Dresden holen.

Gleich am nächsten Tag machte Herbert einen Termin bei der ständigen Vertretung der DDR aus und schon zwei Tage später waren wir zur Botschaft unterwegs um unser Visum zu beantragen. Etwa 20 Minuten vor der Zeit die wir als Termin hatten, waren wir dort und schon 60 Minuten wieder auf dem Heimweg. Anstandslos haben wir unseren Eintrag im Reisepass erhalten und konnten nun die Einladung bestätigen.

Fünf Wochen später packten wir unsere Koffer und machten uns auf den Weg in die DDR. Sehr früh am Morgen machten wir uns auf den Weg. Wie uns während eines Telefongesprächs mitteilte, ist ein Hotelzimmer in der Nähe des Tagungsortes für uns Reserviert worden.

Um etwa 11.00 Uhr, nach 4 Stunden Fahrt, erreichten wir endlich den Grenzübergang Herleshausen. Dieses ist einer der wenigen Grenzübergänge in die DDR. Am Westdeutschen Übergang wurden wir nach dem Grund gefragt warum wir in die DDR wollten und zeigten die erforderlichen Papüere vor. Dann fuhren wir weiter, um am Grenzübergang zur DDR wieder angehalten zu werden.

Der junge Grenzschützer war überraschend freundlich zu uns. Das änderte sich erst, als er unsere Papiere kontrollierte. Bei einem der Dokumente stieß er wohl auf eine Unregelmäßigkeit und befahl uns an die Seite zu fahren. Dann sagte er zu uns: „Warten Sie hier! Bewegen sie sich nicht weg, dann wird sofort geschossen!“

Anschließend ging er davon. Herbert und ich schauten uns um und konnten auf einem Turm einen Soldaten erkennen der hinter einem schweren Gewehr stand. Dieses war in unsere Richtung gerichtet. Darum setzten Herbert und ich uns in den Wagen, nicht ohne vorher den Schlüssel des Wagens ab zu ziehen und auf die Motorhaube zu legen. Außerdem haben wir die Türen des Wagens auf gelassen.

Nach über einer Stunde kam der junge Grenzbeamte in Begleitung eines älteren Herrn zurück. Herbert und ich stiegen sofort aus dem Auto aus und stellten uns neben die Motorhaube. Dann waren beide bei uns.

Der ältere Mann reichte mir als erste die Hand, dann auch Herbert. Dabei sagte er: „In ihren Formularen fehlt eine wichtige Unterschrift. Darum ist der junge Mann zu mir gekommen. Ich habe etwas mit meinem Vorgesetzten gesprochen und dann erhielt ich die Genehmigung, nachdem dem Sie Frau Xxxxx unterschrieben haben, sie fahren zu lassen. Wenn Sie also hier und hier unterschreiben ist alles in Ordnung!“

Ich muss ihn angesehen haben wie ein Auto, denn auf einmal fing er an zu lachen und reichte mir seinen Kugelschreiber. Ich habe unterschrieben und dann sagte der Mann zu mir: „Im übrigen soll ich Sie grüssen von General YYYYYYY! Er freut sich das sie wieder in der DDR sind und hofft Sie bei der Ausreise zu sehen. Wie lange bleiben sie in unserem Land?“

Ich war erstaunt und Herbert antwortete: „Voraussichtlich fahren wir in vier Tagen wieder zurück, weil ich am Montag meine Praxis wieder eröffnen muss.“ Der Mann nickte mit dem Kopf, dann reichte er uns die Hand und ging davon. Herbert nahm den Schlüssel des Wagens von der Motorhaube und wir fuhren weiter nach Dresden.

Nach vier weiteren Stunden haben wir endlich Dresden erreicht und haben dank der guten Wegbeschreibung nach kurzem Suchen unser Hotel gefunden. Wir wurden sehr freundlich empfangen und waren kurz darauf auf unserem Zimmer. Wir packten unsere Koffer aus und gingen dann wieder nach unten.

Am Empfang fragten wir, was um diese Zeit noch zu besichtigen sei und man verwies uns in ein nahe gelegenes Musseum. Als wir dort hin gingen merkten wir bald das wir von einer Frau verfolgt wurden. Auch im Musseum war die Frau immer in unserer Nähe. Zwar tat sie so als wenn sie auch Besucherin des Musseum sei, doch die ausgestellten Gegenstände schien sie nicht zu interessieren.

Darum sprach Herbert sie an und fragte sie warum sie uns verfolgte. Die Frau streitete alles ab und wollte uns schnell verlassen. Doch Herbert stoppte sie indem er sagte: „Das Sie uns verfolgen wissen wir schon seit dem wir im Hotel angekommen sind.Bleiben Sie einfach bei uns, dann können Sie uns auch sehr viel sagen über die Geschichte der DDR.“

Wortlos schaute die Frau Herbert an, dann sagte sie das sie Gerdea mit Namen hieß. Daraufhin fing ich an zu lachen und auch Herbert verzog sein Gesicht zu einem Lächeln. Dann klärte ich sie auf, das ich auch Gerda heiße. Daraufhin fing sie auch an zu lachen und blieb in den nächsten Stunden bei uns. Selber als es ins Hotel ging, folgte sie uns nach und auch zu Abend war sie bei uns..

Nachdem wir unser Zimmer aufgesucht haben, redeten wir noch einige Zeit über Gerda, dann legten wir uns ins Bett. Nach einer Stunde stand ich auf und legte mich auf die Couch die im Zimmer stand. Das Bett war einfach zu weich für mich. Nur Herbert schien es nichts auszumachen, das die Matratze so weich war, denn er schlief den Schlaf des Gerechten.

Herbert stand am nächsten Morgen als erster auf und wunderte sich, das ioch auf der Couch am Schlafen war. Doch er sagte nichts und ging ins Bad. Nachdem er das Bad wieder verlassen hat, ging ich ins Bad und Duschte.Danach ging es zum Frühstück.

Während wir zum Frühstücksraum gingen flüsterte mir Herbert zu, das in unserem Zimmer eine Kamera installiert ist. Er hatte sie entdeckt, als er sich am Ankleiden war. Natürlich ließ ich mir nichts anmerken und Frühstückte weiter. Auich Herbert tat dieses ohne sich etwas Anmerken zu lassen.

Nach dem Frühstück gingen wir zu Fuß zum Tagungsort. Wie sich herausstellte war es eine Aula in einer Schule und es waren auch nur 30 Zahnärzte anwesend. Trotzdem wurden alle Ärzte vorhestellt. Herbert war der einzige aus dem Westen von Deutschland. Herbert wurde eingeladen weil er neue Op_Medoden für die Zahnbehandlung entwickelt hatte und diese sollte er nun genau vorstellen.

Auch ich wurde genannt als sehr gute Bekannte von General XXXxx. Mein damaliges Tun wurde auch genau vorgestellt, dann sagte der Leitende der Versammlung, das Herbert nun mit seinem Beitrag beginnen kann.

Jedoch bevor er beginnen konnte, wurde die Tür zur Aula aufgerissen und mehrere Soldaten stürmten in den Raum. Außer von ins verlangten sie von jedem Teilnehmer den Pass. Sehr genau wurden diese überprüft und anschließend zurück gegeben.Nur von einem Tierarzt nicht. Es war der Tierarzt der uns eingeladen hatte.Fünf der Stasimitarbeiter setzten sich auf Stühlen, die an der Quermauer des Raumes standen.

Nachdem Herbert begann seinem Beitrag vorzutragen, dauerte es etwa 5 Minuten, bis die Tür zur Aula aufgerissen wurde. Ohne auf die Männer an der Seite zu achten kam sie zu mir und sagte. „Sie sind doch die Frau die allen hilft, was ihrgendwie nach einem Tier aussieht. Bitte helfen Sie mir!“

Bei ihren letzten Worten konnte ich die bitte in ihren Augen sehen. Natürlich stand ich sofort auf und griff zu meiner Tasche. Diese habe ich immer bei mir, auch während ders Vortrages von Herbert in dieser seltsamen Runde. Denn allmählich dämmerte mir, warum wir gerufen worden sind.

Nicht wegen des Vortrages von Herbert. Diesen hätte man informiert das er einen Vpotrag über seine Methode halten soll. Sondern man hatte von vornherein mich im Visier. Meine Hilfe war nötig!

Ich schaute die Frau an und forderte sie auf mir zu berichten was sie bedrückt. Dann schilderte sie zunächst wie sie es geschaft hat, mich bis hier her zu bekommen. Alle lauschten ihren Worten, auch die fünf von der Seite. Es kam heraus das ein hochrangiger Offizier ihnen den Tipp mit mir gegeben hat. Doch wer diese Person war, sagte sie nicht. Doch ich wusste es und fragte sie nun warum ich kommen sollte.

Daraufhin schilderte sie mir das Krankheitsbild ihres Hundes. Dieser hatte ab und zu heftige Atem beschwerden. Ihr Tierarzt konnte nicht helfen. Ich fragte wie lange der Hund schon mit den Beschwerden lebte und sie sagte: „Seit ungefähr sieben Wochen hat meine Daiisy diese Probleme. Es scheint auch so, das es ihr immer besser geht, doch ich habe Angst sie zu verlieren.“

Ich fragte sie wo die Tiere sind und sie bat mich ihr zu folgen. Nachdem wir die Aula verlassen haben brauchten wir nur zwei Türen weiter gehen. Als ich den Raum betrat, habe ich sofort den schwer atmenden Hund gesehen.

Direkt neben ihm kniete ich mich nieder und fing an den Hund zu untersuchen, Beim Abhören stellte ich fest, das auf der rechten Seite kein Atemgeräusch zu hören war. Und auch auf der anderen Seite war das Geräusch sehr schwach.Irgend etwas hatte das Tier mit seinen Lungen!

„Eigentlich müssten wir nun Röntgen, aber ob das hier möglich ist?“ Stellte ich die Frage mehr an mich. Da trat ein Mann auf mich zu. Bisher habe ich ihn nur von der Stasi gesehen. Doch er sagte nur zu mir: „Auf Befehl des Generals XXXxxx erhalten sie jede Hilfe die sie brauchen! Auch das röntgen!“

Dann gab er einige Kommandos und der Hund wurde auf eine Trage gelegt. Ich war erstaunt, denn das ein Rettungsdienst da war, hatte ich nicht bemerkt. Schon bald lag der Hund im Rettungswagen und fuhr zur nächsten TK. Auch ich war dabei, während Herbert am Tragungsort zurück blieb. Ich machte mir heftige Sorgen um Herbert, jedoch hatte es einer der Stasi so angeordnet.

Beim röntgen, das sofort gemacht wurde ohne lange zu warten, stellte ich dann fest, das einer der Lungenflügel zusammen gefallen ist und der andere zur hälfte nur noch funktionierte. Sofort wurde der Hund opperiert, wobei ich eine Kugel in dem zweiten Lungenflügel gefunden habe.

Nachdem ich die Kugel entfernt und dafür gesorgt habe, das beide Lungenflügel wieder korrekt arbeiten, nahm ich die Kugel und legte sie den Stasi-Beamten vor. Ohne nicht einen vorwurfsvollen Blick zu zeigen. Die Beamten der Stasi schauten mich an und gingen dann aus der TK.

Ich redete noch sehr lange mit den Mitarbeitern der TK sehr lange, dann wurde ich zurück zu Herbert gebracht. Von den Stasimitarbeitern war nichts mehr zu sehen. Auch als ich endlich bei Herbert war, konnte keiner der Stasi von mir entdeckt werden.

Drei Tage später fuhren Herbert und ich zurück nach Hause. Am Grenzübergang traf ich noch auf den General der Grenztruppen. Auch mit ihm redete ich sehr lange, dann fuhren Herbert und ich nach Hause.

Drei Wochen später erhielt ich zwei Briefe aus der DDR. Der erste war von dem Besitzer der Tiere und er teilte mir mit, das der Hund wieder vollkommen genesen ist. Der zweite Brief war vom General. Er entschuldigte sich für das Verhalten seiner Grenztruppen und lud mich zu einem Essen irgendwo in der DDR ein.

Dieser Einladung bin ich leider nie gefolgt, sondern nachdem es die DDR nicht mehr gab, nach Herleshausen gefahren. Narürlich mit Herbert. Dort trafen wir noch einmal den General und wir redeten lange über alle Fälle in der DDR die ich behandelt habe.

Doch darüber später mehr!
 
  • Post aus Bayern Beitrag #637
Post aus der DDR



Ich komme gerade von der Hundestation zurück wo ich geholfen habe. Denn im Moment ist ein Helfer mangel bei uns im Tierheim. Es fehlen vier Personen die uns über tags helfen. Es sind auch fast 200 Tiere bei uns. Noch nie hatten wir so viele Tiere, aber was will man machen in der Urlaubszeit.

Also bin ich zum Hundebereich und habe dort mitgeholfen das Futter für die Tiere her zu richten. Auch das putzen der Näpfe gehörte dazu. Obwohl ich Leiterin des Tierheim bin und eigentlich diese Arbeit nicht machen muss, bin ich sehr oft bei den Tieren; sei es bei den Hunden oder auch bei den Katzen. Aber auch bei den anderen Tieren bin ich häufig. Ich helfe überall und vernachlässige auch gern die Büroarbeit.

Nun bin ich zurück von den Hunden und kümmere mich um die Post. Wie immer ist sehr viel Werbung dabei, aber auch einige wichtige Briefe. So auch diesmal! Neben Werbung, die ich sofort weg schmeiße, sind es noch sieben weitere Briefe. Einer davon scheint aus der DDR zu kommen, doch enthält dieser nur einen Satz auf vier DIN A4 Seiten. Nur folgender Satz ist zu lesen: „Du wirst den Brief schon lesen können!“

Auf jedem Fall steht dieser Satz auf den vorderen und hinteren Seiten der Zettel. Aber jeweils nur ein Wort vorn, dann wieder eines hinten. Nur der letzte Zettel scheint vollkommen leer zu sein. Ich entscheide mich dazu diesen seltsamen Brief zu Hause noch einmal genauer zu untersuchen. Darum kommen alle Blätter wieder in den Umschlag und ich lege ihn in meine Tasche.

Dann lese ich die anderen Briefe und bereite mich dann langsam auf den Feierabend vor. Besonders heute freue ich mich auf diesen Tag, denn es ist Mittwoch und da hat die Praxis von Herbert Nachmittags geschlossen. Dafür kocht Herbert dann immer das Essen für uns beide.

Gegen 18.00 Uhr bin ich endlich zu Hause. Auf der kurzen Fahrt vom Tierheim zu unserem Haus, stellte ich mal wieder fest, das auf der nahen Autobahn etwas geschehen sein muss. Denn wieder ist der Verkehr sehr dicht auf der Straße. Aber ich komme gut voran, weil der dichte Verkehr in der anderen Richtung ist.

Nachdem ich unser Haus betreten habe und Herbert, der die letzten Vorbereitungen trifft für unser Essen, dusche ich erst einmal. Wenn man den ganzen Tag mit Tieren gearbeitet hat, ist eine Dusche nicht verkehrt da, sollte eines der Tiere eine Krankheit haben, die Viren abspüle. Dann gehe ich zum Esszimmer.

Ich bin erstaunt, als ich den Raum betrete. Was Herbert wieder alles vorbereitet hat. Neben einigen Kerzen, die natürlich schon brennen, hat Herbert auch schon den Tisch eingedeckt. Nur die Teller fehlen noch, aber diese wird Herbert in der Küche haben. Da ich aber weiß, das Herbert nicht gern gestört wird wenn er kocht, schaue ich mir den Brief aus der DDR an. Noch immer kann ich nichts feststellen auf den beschriebenen Zetteln. Auch als ich diese gehen das Kerzenlicht hebe ist nichts zu sehen.

Bevor ich zum fünften Blatt greifen kann, betritt Herbert mit dem Essen den Raum. Heute gibt es Hackbraten und Herbert hat sich richtig Mühe gegeben, denn mir schmeckt es ausgezeichnet. Nach dem Essen räumen wir gemeinsam den Tisch ab und setzen uns anschließend ins Wohnzimmer.Herbert fragt mich wie es war und mir fällt wieder der Brief aus der DDR ein.


Schnell gehe ich zu dem Tisch auf dem der Brief liegt und zeige ihn anschließend Herbert. Dieser schaut sich alle Zettel an und kann bei den ersten vier Zetteln nichts feststellen, Erst als er den fünften Zettel gegen das Licht hält, scheint er etwas zu sehen, denn er sagt zu mir. :Hole das Bügeleisen und stelle es auf höchste Stufe ein!“


Ich schaue ihn nur kurz an, dann bin ich unterwegs in den Keller um mein Bügeleisen zu holen. Nachdem ich wieder zurück bin, schließe ich es an das Stromnetz an und stelle die höchste Stufe ein. Dann ist warten angesagt und ich frage Herbert, was er entdeckt hat. Er antwortet: „Der ganze fünfte Zettel scheint voll geschrieben zu sein. Ich vermute, das wenn wir den Zettel erhitzen, der Brief lesbar wird:“

Nach etwa fünf Minuten legt Herbert vorsichtig das Bügeleisen auf den Zettel. Wirklich erscheint nun die Schrift nach und nach und so macht es Herbert auch bei der zweiten Seite. Nun kann man den Zettel lesen, der von meinem Freund dem General aus der DDR geschrieben ist.

Ich lese: „Hallo Gerda! Du hast also das Geheimnis des Briefes entdeckt zu haben, denn sonst könntes Du diesen Brief nicht lesen.“ Ich schaue Herbert an, der mich die ganze Zeit ansieht. Dann reiche ich ihm den Zettel, damit er weiter liest. Was er auch macht, aber erst einmal für sich alleine.

Dann greift er wieder zum Bügeleisen und bearbeitet die anderen Zettel genau so, wie den ersten. Auf jeden Zettel ist eine Nummer zu erkennen, nur scheint es nicht die richtige Reihenfolge zu sein. Herbert fängt sofort an, die Zettel in die richtige Reihenfolge zu legen, jedoch scheitert er immer wieder. Nur die Vorwahl bringt er heraus, weil diese auf der Vorder- und Rückseite eines Zettels steht.. Doch bei den anderen Zahlen scheitert er.

Darum greifen wir wieder zum Zettel mit dem Brief an mich. Doch auf darauf finden wir keinen Hinweis auf die richtige Zahlenfolge. Nur bemerken wir, das es eine Rufnummer aus dem Westen von Deutschland ist. Denn die Vorwahl ist aus einem Ort der sehr in der Nähe von der DDR ist, aber auf Westdeutschem Gebiet.

Noch einmal schauen wir uns den Brief des Generals an und finden dann die Lösung zu dem Rätsel. In dem Brief sind des öfteren Zahlen versteckt, die nichts mit dem Text des Briefes zu tun haben. Schon auf der ersten Seite fallen uns zwei Zahlen auf, die nichts mit dem weiteren Text zu tun haben.

Darum schauen wir uns noch einmal die ersten Seiten an und haben bald eine komplette Telefonnummer zusammen. Nach einem kurzen Blick auf die Uhr, inzwischen ist es 1.00 Uhr am morgen, entschließen wir uns bis zum Morgen zu warten um dort an zu rufen. Noch einmal lesen wir den Brief, jedoch können wir nicht entnehmen warum dieser Brief geschrieben ist. Jedoch macht mich die Wortwahl aufmerksam.

Es scheint ein Brief von dem General aus der DDR zu sein. Denn die Handschrift kenne ich und ich meine das sie von dem General ist. Aber ich bin mir nicht sicher und so beschließen Herbert und ich, das ich am Morgen die Nummer anrufen werde. Zehn Minuten später liegen wir im Bett und reden noch kurz über den Brief. Dann löscht Herbert das Licht im Schlafzimmer und wir fallen in tiefen Schlaf,

Jedoch ist die Macht schon um 6.oo Uhr vorbei. Herbert lässt mir den Vortritt beim Duschen und so bin ich schon um 5.15 Uhr fertig und bereite unser Frühstück vor. Die Brötchen, diese werden immer von unserem Bäcker geliefert, werden kurz aufgewärmt, dann liegen sie auf unseren Tellern. Dann wird gefrühstückt.

Um 7.30 Uhr bin ich im Tierheim und kann es nicht erwarten, die Telefonnummer, die Herbert und ich entziffert haben, anzurufen. Jedoch beherrsche ich mich und mache erst meinen Rundgang durchs Tierheim. Erst gegen 9.00 Uhr bin ich zurück in meinem Büro und wähle nun die Nummer.

Als am anderen Ende abgenommen wird, meldet sich eine Frau. Aber sie sagt nur „Hallo“ am Apparat. Darum stelle ich mich vor: „Wunderschönen guten Morgen! Meine Name ist Gerda Xxxxx!. Ich rufe“ Jedoch bevor ich weitersprechen kann, sagt die Frau in einem gänzlich anderen Tonfall: „Bitte warten Sie! Ich verbinde Sie weiter!“

Dann entnehme ich dem Klicken was nun folgt, das ich weiter verbunden werde und nach etwa einer Minute meldet sich ein Mann am Apparat: „Guten Morgen! Ich bin Gefreiter Frxxx! Was kann ich für sie tun?“ Auf einmal bekomme ich mit, wie eine Stimme im Hintergrund ist und der Gefreite sagt nur noch: „Jawohl Herr General!“ Dann höre ich wieder das Rufzeichen und kurz darauf höre ich eine mir bekannte Stimme.

Es ist die Stimme von dem General aus der DDR. Ich stutze etwas, denn ich hatte ja eine Nummer gewählt, die mir gezeigt hat, das ich jemanden in der BRD anrufe. Ist der General nun über die Grenze? Doch schon bald erhalte ich Auskunft darüber, was es mit der Nummer auf sich hat.

„Hallo Gerda, wie geht es dir? Entschuldige bitte das ich diesen Weg nehme mit dir zu sprechen, aber es geht nicht anders.“ Nun begrüße ich auch den General und frage ihn zunächst warum er unter einer Westdeutschen Telefon Nummer erreichbar ist. Schnell klärt er mich auf das diese Rufnummer in keinem Verzeichnis hinterlegt ist, sondern nur für Gespräche mit einer Nummer aus der BRD gedacht ist. Es meldet sich immer eine Frau aus dem Ort, die einen weiterleitet. So wie mich. Diese Gespräche können nicht zurück verfolgt werden und auch ein Mithören ist nicht möglich. Selber der Gefreite im Nebenzimmer hört nur ein Rauschen.

„Jedoch hat es wohl einen kleinen Fehler beim Gesprächsaufbau gegeben. Denn mein Apparat und das Telefon im Nebenzimmer hat geklingelt. Aber ich werde gleich überprüfen lassen, woran es gelegen hat.“

Dann kommt er endlich dazu, warum er solch ein Geheimnis um meinen Anruf macht.Wieder einmal sind es zwei Hunde, die beide schon von der TÄ behandelt werden Auch hat sie schon die richtige Diagnose gemacht, aber sie braucht ein Medikament, welches es nur bei uns im Westen gibt. „Auf dem Postweg ist es nicht möglich diese Medizin zu erhalten. Du weißt mit Sicherheit das es ein Embargo für bestimmte Artikel gibt. Leider fällt die Medizin darunter.“

Er nennt mir den Namen des Medikamentes und ich verspreche ihm, die Medizin zu besorgen und sobald ich sie habe, diese persönlich zu bringen. Wir reden noch einige Zeit zusammen, dabei sagte er auch: „Ich wusste das Du die Telefonnummer heraus bringst, Darum die vielen Seiten mit den scheinbaren leeren Seiten.“ Kurz darauf beenden wir das Gespräch und ich sage noch zu ihm, das ich mich über diese Nummer melden werde.

Erst nachdem ich den Hörer aufgelegt habe, denke ich über unser Gespräch nach und komme zu der Ansicht, das ich mich strafbar mache. Jedoch sind mir die Tiere wichtiger wie Gesetze, die von irgend welchen Politiker erlassen wurden und ich schmeiße meine Bedenken über den Haufen.

Bevor ich jedoch beim Tierarzt anrufen kann, muss ich erst wieder zum Katzenhaus und in den Hundebereich. Hier scheint eine Epidemie zu herrschen und ich kümmere mich zunächst um die erkrankten Tiere. Dabei fällt mir auf, das diese Tiere genau die Medikamente benötigen wie die Tiere in der DDR.

Da der Tierarzt alle Anforderungen von Medikamenten für das Tierheim macht, rufe ich ihn wenig später an. Zunächst schildere ich ihm von meinem Gespräch mit dem General, dann sage ich ihm, wie viel an Medizin, auch die Tiere in der DDR sind einbezogen, ich benötige. Ohne einmal zu widersprechen sagt der Tierarzt zu, das die Medis am nächsten Tag da sind. Eine Uhrzeit kann er mir aber nicht nennen.

Am Abend spreche ich mit Herbert, der natürlich sehr neugierig ist, über den Fall. „Also Morgen im laufe des Tages! Es ist wirklich gut, das wir übermorgen Feiertag haben. Darum fahren wir am Freitag und können spätestens am Sonntag zurück fahren.“ Somit ist alles abgesprochen und ich warte auf das Medikament.

Am nächsten Tag ist das Medikament gegen Mittag beim Tierarzt und ich fahre sofort zu ihm um es Ab zu holen,Als ich entgegen nehme sagt der Tierarzt zu mir: „Für unsere Freunde habe ich 10 Einheiten mehr bestellt. Sei vorsichtig an der Grenze!“ Dankbar drücke ich ihm die Hand und weiß, das ich einen Mitstreiter habe, im Kampf gegen die Politik. Denn werde ich erwischt, kann auch er seine Praxis, aufgrund Mittäterschaft, schließen.

Nachdem ich wieder im Tierheim bin, rufe ich sofort die Geheimnummer an und als sich der General meldet, sage ich ihm nur: „Morgen“ Er fragt noch nach dem PKW, dann legen wir wieder auf.

Am nächsten Morgen fahren Herbert und ich sehr früh los. Es ist kurz nach sechs als Herbert auf die Autobahn einbiegt. Anschließend gibt er Gas und ich fange an mich zu wundern. Denn Herbert fährt heute fast Höchstgeschwindigkeit. Unser Wagen fährt fast 190 Kim/h

Es ist noch nicht einmal Mittag, als Herbert die Grenze erreicht. Beim Westdeutschen Zoll werden wir einfach durch gewunken, was schon sehr erstaunlich ist. Dann nähern wir uns dem Zoll der DDR. Es wird nach unseren Ausweisen gefragt und da wir keine Visa haben, fragt man nach unseren Namen. Als diese genannt werden, zuckt der Zöllner richtig zusammen. Er hebt anschließend seine rechte Hand und fordert uns auf weiter zu fahren.

Da ich den Weg zur TÄ schon kenne, fährt Herbert nun nach meinen Anweisungen zu der Praxis. Kurz darauf sind wir auch da und als ich klingele, wird die Tür sofort geöffnet. Die Ärztin fragt nur nach dem Medikament und als Herbert ihr dieses reicht, greift sie danach und rennt sofort zu den Praxisräumen. Dort gibt sie jedem Hund das benötigte Medikament und wendet sich erst jetzt an uns.

Sie begrüßt uns wie alte Freunde und sagt, das es Rettung in letzter Sekunde gewesen ist. Die Tiere hätten keine Stunde mehr auf das rettende Medikament warten dürfen. Sie schildert mir gerade den Gesundheitszustand der Tiere als ich einen PKW bemerke, der auf dem Parkplatz der Praxis hält. Heraus steigt der General mit einem anderen General. Das erkenne ich daran, weil er die selben Abzeichen trägt wie der andere General. Zusammen kommen die beiden in die Praxis und dann fällt mir der General um den Hals. „Ich wusste das Du kommst, bevor ich deine Nachricht bekommen habe. Darf ich dir meinen Nachfolger vorstellen? Er denkt genauso wie ich!“

Wir reichen uns die Hände, dann stelle ich Herbert vor. Der andere General scheint ganz in Ordnung zu sein denn schon nach kurzer Zeit den wir uns alle nur noch mit „Du“ an.

Wir bleiben bis zum Sonntag Mittag bei der TÄ, dann sind die Hunde gesund genug. Die restlichen Medikamente lasse ich alle in der Praxis. Dabei ist keiner der Generale im Zimmer. Erst draußen fragt mich der neue General: „Alles klar oder gab es Ärger?“

Am Abend sind wir wieder zu Hause und nur vier Wochen später erreicht mich ein neuer Hilferuf aus der DDR. Diesmal vom neuen General!
 
  • Post aus Bayern Beitrag #638
Hallo Helmut,
vielen lieben Dank für die schönen Geschichten um Gerda.
Es macht immer wieder Spaß sie alle zu lesen.
Wenn es mal ein Buch gibt, bin ich bestimmt unter den Ersten die es kauft.
Wie geht es Dir denn jetzt?
Hast Du noch immer so starke Schmerzen oder wird es langsam besser?
Ich wünsche Dir weiterhin ganz viel Kraft und gute Besserung
LG Christine
 
  • Post aus Bayern Beitrag #639
Hallo Christine

Danke für die lieben Worte.
Ein Buch wird es in nächster Zeit nicht geben. Man würde es zwar drucken, aber den Vertrieb müsste ich selber übernehmen. Was mir aber als Rentner einfach zu teuer ist.
Dank Schmerzmittel bin ich sehr gut eingestellt. Leider fällt eines dieser Medikamente unter das BTM-Gesetz und dadurch bin ich gezwungen immer eine Bescheinigung des Artes mit mir herum zu schleppen, die mir Bescheinigt, das ich BTM (Betäubungs-Mittel) zu mir nehmen darf. Twar habe ich ab und zu noch heftige Schmerzen in den Handgelenken, aber wenn ich dann die BTM nehme und anschlie0end sofort etwas Esse, bin ich nach etwa 3 Stunden wieder Schmerzfrei. Aber damit kann ich leben.

Liebe Grüße
Helmut
 
  • Post aus Bayern Beitrag #640
Ein letztes Mal DDR


Bis vor 10 Minuten habe ich im Hundebereich geholfen. Heute gab es einige Zugänge und da wurde die Zeit knapp um alle rechtzeitig zu versorgen. Es sind inzwischen alle Hunde versorgt und auch bekam jeder Hund ein Leckerli. Dann habe ich noch etwas mit der Mitarbeiterin gesprochen und sitze nun seit 10 Minuten in meinem Büro und bearbeite die Post.

Zwischenzeitlich rufe ich auch zu Hause an, weil Herbert Urlaub hat und seine Praxis für vier Wochen geschlossen ist. Er hat dieses auf Wunsch seiner Mitarbeiter gemacht, weil alle fünf diesmal in den Winterurlaub fahren wollen. Ich habe erst in fünf Tagen Urlaub bekommen und werde mit Herbert zusammen für drei Wochen in die Berge fahren.

Es ist inzwischen 10.55 Uhr als mein Telefon klingelt. Natürlich hebe ich ab und melde mich. Am anderen Ende sagt eine Frau. „Oh, Entschuldigung! Ich habe mich wohl verwählt!“ Dann legt die Frau wieder auf. In diesem Moment fällt es mir wie Schuppen von den Augen. Ich habe mich mit meinem eigenen Namen gemeldet. Ohne Nennung des Tierheim. Und das ist ein großer Fehler.

Ich hoffe das die Frau wieder anruft und schreibe in dieser Zeit auf einen Zettel in Großbuchstaben: „Mit Tierheim melden!!!!“ Eigentlich brauche ich diesen Zettel nicht, aber ich will nicht noch einmal den selben Fehler machen.

Kurz darauf klingelt mein Telefon wieder. Diesmal ist es korrekt wie ich mich melde. Am anderen Ende ist genau die Frau wieder dran, die schon einmal angerufen hat. Ich habe sie an der Aussprache erkannt, denn auch hier konnte man den leichten sächsischen Dialekt erkennen.

Zunächst habe ich mich bei der Frau entschuldigt für meine falsche Meldung am Telefon. Sie antwortete darauf: „Das kann jedem passieren. Also machen Sie sich keinen Kopp darum!“ Dann erzählte sie von dem Problem was sie hat. Sie wohnt in der DDR und alle Tiere in der DDR, seien es Hunde oder Katze, Pferd oder Schwein, Huhn oder Wildvogel.

Alle sind krank und wenn die Krankheit länger wie drei Wochen wütet, sterben die Tiere. Alles wurde schon versucht bis ein General auf die Idee kam, mich anzurufen. Was sie nun gemacht hat. Wenn ich also so schnell wie möglich helfen kann, macht sie alles damit mir die Daten zukommen.

Doch ich hatte schon was anderes im Kopf. Ich musste dort hin! Doch ich wusste nicht wo also sagte ich zu ihr: „Ich brauche etwa 2 Stunden um von hier weg zu fahren. Ungefähr vier bis fünf Stunden sind es bis zur Grenze. Zu welchem Grenzübergang muss ich?“

„Wie Du willst kommen? Du musst auf jeden Fall zum Grenzübergang Herleshausen fahren. Dort werde ich dich abholen. Ist das OK für dich?“ fragt sie noch zum Schluss und ich muss lachen, denn während des Gespräches ist sie zum DU gewechselt und das ist mir viel lieber. Wir reden noch einige Minuten zusammen, dann beenden wir das Gespräch und ich rufe zunächst Herbert an. Ihm schildere ich nur kurz die Situation, dann sind wir mit unserem Gespräch fertig.

Als nächstes rufe ich im Amt an und teile diesen mit, das ich meinen Urlaub sofort antreten werde. Auch hier schildere ich, was sich in der DDR ereignet hat, dann bekomme ich die Genehmigung meinen Urlaub sofort an zu treten.

Dann rufe ist erst einmal meine Vertretung an, denn die muss zu mir kommen. Dann rufe ich beim Tierarzt an und schildere alles, was ich aus der DDR erfahren habe. Sofort sagt er mir zu, das er eine Kiste mit Medikamenten fertig macht und diese in etwa einer Stunde abholen kann.

Dann ist meine Vertretung da und ich erkläre ihr worum es eigentlich geht. Stumm hört sie zunächst zu, dann kommen ihr einige Ideen was ich brauche und gemeinsam gehen wir zum Lager in dem die Medikamente gelagert werden.

Dort bestücken wir eine Transportbox mit Medikamenten und mit anderen Teilen, wie Verbandsmull, Kompressen und weiteren Material. Diese Kiste wird anschließend in meinen PKW geladen und ich fahre sofort los. Doch nur bis zum Tierarzt! Dort werden weitere Medikamente in die Kiste geladen, bis diese voll ist.

Anschließend fahre ich sofort nach Hause, dusche dort und dann fahren Herbert und ich in Richtung DDR. Die Fahrt Erfolgt fast ereignislos, doch kurz vor unserem Ziel hält und eine Zivilstreife an. Herbert schildert nur kurz die Situation dann kommt die Frage: „Sind sie Familie Xxxx?“ Als Herbert das Bestätigt. Bekam,mit Herbert sofort die Papiere zurück und wir dürfen weiter fahren.

Am Westdeutschen Grenzübergang werden wir sofort durchgewunken, nur am Ostdeutschen Grenzübergang müssen wir etwas warten. Der Grenzer hat unsere Pässe und schaut in diese. Dann gibt er uns die Pässe zurück und bittet darum, an einer bestimmten Stelle zu warten.

Wir bleiben im Auto sitzen und sehen von dort wie der Grenzer telefoniert. Nachdem er den Hörer wieder aufgelegt hat, bleibt er in seinem Kontrollhäuschen obwohl kein andrer den Grenzübergang betritt oder Befährt. Nur als Herbert in den Spiegel schaut, sagt er zu mir: „Im Westen staut es sich. Da haben sie die Grenze dicht gemacht!“ Ich schaue mich um und kann erkennen, das keines der wartenden Fahrzeuge fahren darf. Ich sehe aber auch wie einige Westdeutsche Grenzer von Auto zu Auto gehen und die Pässe kontrollieren.

Als wir fünf Minuten am warten sind, hält ein großer Mercedes neben unserem Auto. Eine Frau steigt hinten aus und öffnet unaufgefordert die hintere Tür auf der Beifahrerseite. Dann steigt sie ein und sagt: „Ich bin Frau Professor Doktor Norma Yyyyyyyy! Wenn sie nun meinem Wagen folgen wollen.“

Danach verstummt sie und Herbert fährt, nachdem der Motor läuft, hinter dem Mercedes her. Während wir mit etwa 100 Km/h über die Autobahn immer weiter nach Osten fahren, erzählt die Frau was genau los ist, und warum sie um Hilfe gerufen hat.Danach herrscht bei allen Tieren der DDR eine Seuche die nach 5 Wochen unweigerlich zum Tod führt.

Zwar haben sie immer versucht, die Ursache der Seuche zu finden, doch hatten sie bisher keinen Erfolg. Nun hoffen sie auf mich, als letzte Möglichkeit um den Tieren zu helfen. Gerade als ich sie nach den genauen Angaben zur Krankheit fragen will, gehen hinter uns mehrere Blaulichter an

Da wir fast in der gesamten Zeit links gefahren sind, lenkt Herbert den Wagen auf die rechte Spur. Auch der Wagen vor uns fährt rechts rüber und gleichzeitig geht ein Blaulicht auf dem Dach des Wagens an. Dann rauschen zwei Polizeifahrzeuge an uns vorbei und danach fährt der Mercedes wieder auf die linke Spur. Dabei beschleunigt der Wagen und schon bald fahren wir mit 150Km/h über die Autobahn.

Erst als wir die erste Abfahrt in Dresden erreichen, werden alle langsamer. Auch Herbert verringert das Tempo. Wir fahren von der Autobahn und nun geht gleichzeitig an allen Polizeifahrzeugen die Warnsirene an. Immer weiter fahren wir über eine vierspurige Straße und müssen nicht einmal anhalten, trotz Rotlicht bei den Ampeln.

Dann fährt der erste Polizeiwagen rechts ran und der Mercedes biegt auf ein umzäuntes Gelände ein. Herbert folgt dem schweren Wagen und als der Mercedes hält, bleibt auch Herbert stehen. Ich habe mich während der mehrstündigen Fahrt mit der Frau Professorin unterhalten und weiß nun alles über die Krankheit.

Wir verlassen den Wagen und die Frau sagt zu uns, das nur kurz eine Vorstellung des Teams erfolgt, dann können wir zu unserem Hotel. Also betreten wir das Gebäude und als wir einen Raum betreten, stehen alle Mitarbeiter dieser Station auf und klatschen Beifall. Fragend schaue ich die Frau an und sie flüstert mir zu. „Keiner hat damit gerechnet, das sie, ach bleiben wir beim Du, noch in dieser Nacht hierher kommen wirst. Genies diesen Applaus und ich hoffe das bald noch viele Applaus für dich gegeben werden.“

Dann wendet sie sich an das Personal, es sind wohl 40 Personen, und sagt ihnen wer ich bin. „Diese Frau ist ab sofort unser aller Chef. Auch meiner!Wenn Sie etwas will bekommt sie es. Wir haben alles zur Verfügung was unsere Heimat hergibt. Und wenn es ein Medikament ist, was wir nicht haben. Es wird innerhalb von 2 Stunden besorgt. Auf gute Zusammen Arbeit!“

Zwei Stunden hat sie versprochen doch ich glaube nicht daran. Doch während meines Aufenthaltes hier im Institut werde ich eines Besseren Belehrt. Mehrmals ist ein Medikament nicht da und es wird mit einem Hubschrauber gebracht. Auch ist der Hubschrauber von einem Autoclub dabei, was mich doch sehr erstaunt hat.

Nach der Vorstellung bringt uns der Fahrer des Mercedes ins Hotel. Es befindet sich innerhalb des Umzäunten Bereiches. Sofort werden wir zu unserem Zimmer gebracht und der Fahrer sagt uns, das er um 9.00 Uhr wieder da ist, um uns ab zu holen. Da es inzwischen 0.40Uhr ist, verstehen wir ihn und verabschieden uns von ihm. Kurz bevor er fährt frage ich ihn nach seinen Vornamen und er sagt mir, das er Peter heißt.

Pünktlich um 9.00 Uhr ist Peter da und er bringt uns zum Institut. Vorher haben wir noch unsere Medikamentenkiste in seinen Kofferraum gelegt. Dabei entdeckt Herbert das es sich wohl um einen 600er handelt, denn auf der hinteren Seite ist das Emblem für einen V12 angebracht. Doch das sagt er mir erst, als wir den Wagen wieder verlassen haben.

Neun Tage hab ich immer wieder die Blutproben untersucht, doch mir ist nichts aufgefallen. Bis Herbert sagt: „Hast Du dir schon einmal die genauen Blutwerte angesehen. Ein Wert ist immer derselbe!“ Sofort werde ich hellhörig und schaue mir die Werte an. Dann gebe ich Herbert recht, doch ich brauche Vergleichswerte die nicht älter sind´ wie drei Tage.

Doch diese habe ich nicht! Also frage ich die Professorin ob ich mal mit dem Westen telefonieren darf. Sofort greift die Frau zum Telefon, spricht kurz mit der anderen Seite, dann reicht sie mir den Hörer. Ich höre nur den Rufton und wähle die Nummer unseres Tierarzt. Nur kurz dauert es, bis der Tierarzt abnimmt.

Ich schildere ihm worin es sich um meinen Fall handelt und er verspricht mir, das innerhalb der nächsten 30 Minuten er die Blutwerte von mehreren Tieren mir zu schickt. Wir reden noch kurz zusammen, dann legen wir auf

Ich glaube nicht daran doch nach nur 23Minuten fängt das Fax an zu laufen. Es sind die Werte die ich brauche. Der Tierarzt hat mir die Werte von 10 Tieren zu gesandt. Dabei handelt es sich um sechs verschiedenen Tierarten. Woher er jedoch den einen Blutwert eines Affen hat, werde ich ihn nach meiner Rückkehr fragen.

Sofort vergleiche ich zunächst die Blutwerte der Tiere die mir unser Tierarzt zugesandt hat, anschließend vergleiche ich diese Werte mit den Werten die hier gesammelt wurden. Schon bald habe ich die Lösung, jedoch muss ich dieses erst bei einigen Tieren testen.

Sofort werden auf meinen Wunsch hin zwei Katze und Hunde geholt. Aber auch noch ein Huhn und ein Hahn werden mir zur Verfügung gestellt. Dann beginne ich mit dem Test. Jedes Tier bekommt von mir ein Gegenmittel der Krankheit und ich sage zur Professorin: „Sollte mein Verdacht zutreffen, werden wir schon morgen ein Ergebnis sehen. Ich empfehle die Tiere zusammen zu lassen und nur nach Art zu trennen.“

Die Professorin stimmt zu und die Tiere werden wieder weg gebracht. Dann fragt sie mich nach der Krankheit die ich vermute und ich antworte darauf, das sie bitte bis morgen warten soll, aber sie schon alle Stellen in der DDR warnen kann, das eine Lösung gefunden worden ist. Darauf sagt sie nur: „Nein! Wir warten!“ Anschließend haben wir noch etliche Zeit zusammen gesessen. Auch Herbert kam dazu und die Frau hat viel über die BRD gefragt. Nur wenn jemand den Raum betreten hat, wir waren in einem Raum der für alle zugänglich ist, hat sie schnell das Thema gewechselt.

Am nächsten Morgen lagen die Ergebnisse von den neuesten Blutwerten schon vor. Ich schaute nur kurz auf die Zettel die vor mir lagen. Dann wandte ich mich an die Professorin: „Ich benötige sofort für alle TÄ in der DDR und in angrenzenden Gebieten folgendes Medikament, denn die Spritze von gestern hat gewirkt.“

Dann schrieb ich den Namen auf einen Zettel und reichte ihn an die Professorin weiter. Diese schaute nur kurz auf den Zettel, dann ging sie schnell zu einem Telefon. Dieses war in einem anderen Raum, was auch gut war. Denn ein unbeschreiblicher Beifall brauste auf und alle Mitarbeiter kamen um mir die Hand zu drücken.

Alle von der Krankheit betroffenen Haustiere bekamen das Medikament. Zu jedem Tierarzt der das Medikament nicht hatte, fuhr die Polizei und brachte es ihm. Über Waldgebiete in denen ebenfalls diese Seuche ausgebrochen war, tauchten Flugzeuge auf, da das Medikament flüssig war, versprühten über das jeweilige Gebiet.

Noch drei Tage blieb ich in dem Institut, um zu kontrollieren ob ich richtig lag. Zwischenzeitig kam Besuch aus Berlin und überreichte Herbert und mir einen Orden für Verdienste für das Deutsche Volk.

Dann ging es wieder zurück nach Hause. Bis zum Grenzübergang blieb die Professorin bei uns im Wagen. Da wir diesmal ohne Polizei fuhren, dauerte die Fahrt natürlich länger und ich versprach zum Abschied, ihr jeden Monat ein Paket mit Medikamenten zu senden. Dazu brauchte sie mir nur einen Brief schicken in dem steht was sie braucht.

An beiden Grenzübergängen wurde Herbert nur durch gewunken. Bei keinem mussten wir anhalten und unsere Ausweise vorzeigen. Als wir wieder zu Hause waren, erfolgte mein erster Weg zum Tierarzt. Schließlich wollte ich wissen woher er die Blutwerte von dem Affen hat. Es war ganz einfach. Er hat einfach seinen Kollegen im Zoo gefragt und nachdem er erklärt hatte, worum es ging hat er innerhalb von zwei Minuten das Ergebnis gehabt.

Noch immer bin ich mit der Professorin in Brieflichen Kontakt und ich freue mich immer, wenn ein Brief von ihr im Briefkasten liegt. Auch bekommt sie regelmäßig ein Paket von mir. Doch braucht sie seit Öffnung der Mauer nicht mehr soviel Medikamente. Am meisten habe ich mich gefreut, als sie mir zu meinem Doktor gratuliert hat.
 
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