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Diskutiere Post aus Bayern im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Da bekommt man ja Gänsehaut beim Lesen! So eine spannende Geschichte!
  • Post aus Bayern Beitrag #661
Da bekommt man ja Gänsehaut beim Lesen!
So eine spannende Geschichte!
 
  • Post aus Bayern Beitrag #662
Der kleine Puck



Ich bin unterwegs mit unserem Tierarzt. Wir wollen zur einer Tagung für TÄ in einer nahe gelegenen Großstadt. Darum haben wir auch den Leihwagen vom Tierarzt genommen, da wir nicht am Tagungsort Übernachten wollen. Obwohl die Tagung über 2 Tage geht. Mich hat der Tierarzt mitgenommen, weil auch Gäste, die die jeweiligen TÄ mitbringen, willkommen sind.

Wir haben nach 45 Minuten Zeit, den Stadtrand des Tagungsortes erreicht und der Tierarzt verringert die Geschwindigkeit. Diesmal haben wir einen Wagen mit dem Stern, weil der Wagen des Tierarzt in einer Werkstatt steht. Sein alter Wagen war einfach stehen geblieben und nun sucht die Werkstatt nach dem Fehler.

Den Wagen den der Tierarzt nun fährt, ist ein Leihwagen und wurde von der Werkstatt zur Verfügung gestellt. Somit braucht der Tierarzt nur die Spritkosten übernehmen. Aber er denkt schon darüber nach, genau solch einen Wagen als nächstes zu holen. Nur sollte es ein Kombi sein, denn dieser ist es nicht.

Der Verkehr in der Stadt ist Höllisch aber nach nur dreißig Minuten sind wir am Tagungsort. Der Tierarzt stellt den Wagen auf einem Parkplatz ab und wir gehen gemeinsam in die Halle in der die Tagung stattfinden soll.

Über dreihundert TÄ sind gemeldet worden und als wir den Saal betreten, sind wir doch überrascht von der Anzahl der Teilnehmer. Aber es muss wohl stimmen mit den 300 TÄ. Denn der Saal ist gerammelt voll und wir haben Mühe unseren Platz zu finden. Aber wir sitzen an einem Tisch auf dem auch schon vier Flaschen Wasser stehen. Vier Flaschen deshalb, weil nicht mehr Personen an dem Tisch Platz haben. Jedoch sind wir alleine an dem Tisch.

Dann begingt die Tagung und der Tierarzt und ich lauschen Aufmerksam zu. Auch unsere Tischnachbarn sind inzwischen eingetroffen und haben ihre Plätze eingenommen. Sie kamen erst nach Eröffnung der Tagung und der Tierarzt sagt ihnen im leisen Ton, was bisher geschehen ist. Doch es war nichts wichtiges und so hören wir nur zu.

Bei der Ausführung eines Tierarzt höre ich genau zu und notiere mir seine Angaben. Denn hier scheint etwas falsch zu laufen. Trotzdem stimmen ihm alle TÄ zu. Aber das kann nicht sein und ich wende mich an den Tierarzt. Auch er hält diese Methode für falsch und sagt es mir auch. Doch bis ich fragen stellen kann, vergehen noch einige Minuten.

Dann ist es soweit und ich stelle meine Fragen. Bis einer der Teilnehmer fragt, wer ich eigentlich bin. Ich antworte ihm Wahrheit getreu. Dann meldetet sich der Tierarzt zu Wort und er sagt: „Meine Damen und Herren! Ich weiß nicht warum sie Frau Gerda Xxxx so heftig angreifen. Sie ist die einzige Frau in Deutschland die ihr Tierarzt Studium ohne Abi abgelegt hat. Sie ist die einzige Frau die operieren darf, ohne das ein Tierarzt dabei ist. Sie hat schon etlichen Tieren das Leben gerettet und war der Fall noch so verzwickt. Ich erinnere nur gerne an einen Artikel in der Tierarzt - Zeitschrift. Dort ist ein Hund in eine Tierarzt - Praxis gekommen. Es war meine! Dieser Hund hatte ein gebrochenes Genick und dank ihrer Ideen lebt der Hund noch heute. Sie ist die einzige die eine Prüfung vor der Tierarzt - Kommission abgelegt hat, ohne jemals eine Uni von innen gesehen zu haben. Im übrigen hat sie die Prüfung mit Auszeichnung bestanden. Alles ist in einer Tierarzt-Zeitung nach zu lesen. Machen sie sich auf die Suche nach diesem Artikel. Er steht irgendwo in einer Ausgabe die ungefähr zwei Jahre alt ist“

Minutenlang ist es Ruhig im Saal und alle starren mich an, dann sagt der Vorsitzende: „Reden Sie weiter Frau Xxxxx! Ich glaube sie sind der einzige Experte hier in dem Saal!“ Nun rede ich und ich kann die TÄ überzeugen, das mein Vorredner nicht richtig lag, sondern das eine andere Methode zur Lösung des Problems führen kann. Nur kurz überlegt er, dann ist er meiner Meinung und bittet mich ihm zu helfen. Natürlich gebe ich ihm sofort meine Telefon Nummer und sage ihm das er mich jederzeit anrufen kann.

Dann gibt es eine unerwartete Pause denn die Tür zum Raum öffnet sich und eine aufgeregte Frau steht vor uns: „Können sie mir helfen? Meine kleiner Puck liegt in meinem Wagen und Atmet kaum noch. Bitte helfen Sie!“

Sofort mache ich mich zum Sprecher der TÄ-Kommission und frage zunächst wo der Kleine ist,. Erst dann frage ich nach dem Tier. Ich bekomme zur Antwort, das es sich um einen kleinen Hund handelt und dieser sehr schwer am Atmen ist. Ich bin sofort alarmiert und frage wo der Hund nun ist. Zur Antwort erhalte ich, das der Hund vor der Tür liegt.

Sofort springe ich auf, greife zu meiner Tasche, die ich auch diesmal dabei habe, und laufe zum Ausgang. Auch mehre TÄ laufen zur Tür und als ich diese erreiche, höre ich einige Meinungen von den TÄ „Das Tier muss sofort eingeschläfert werden, hier kann keiner mehr helfen, das wäre viel zu Teuer, hier noch zu helfen.“

Doch nun bin ich da! Sofort höre ich den kleinen ab und bemerke, das der kleine einen Herzanfall bekommen hat. Sofort gebe ich im Medikamente dagegen und nach nur 39 Minuten habe ich es geschafft. Der Hund ist wieder vollkommen normal. Er verhält sich wie ein Hund der Gesund ist..

Doch das reicht mir nicht, darum fange ich an den Kleinen, einen Chihuahua , genau zu untersuchen. Doch ich kann nur einen Herzfehler feststellen.

Ich erkläre was der Hund hat und die Frau verspricht mir, das ihr Hund abnimmt, denn er hat mindestens vier Kilo zu viel, und das von jetzt an jeden Tag mindestens eine Stunde mit dem Hund raus gegangen wird. „Egal wie das Wetter ist, den schlechtes Wetter gibt es nicht, sondern nur falsche Bekleidung!“ sage ich ihr zum Schluss.

Nicht nur sie schaut mich entgeistert an, sondern auch die TÄ. Darum sage ich zu ihr: „Wer sich ein Tier anschafft, hat die volle Verantwortung über das Tier. Wenn es raus muss, hat sich der Mensch so an zu ziehen das dem Hund nichts passieren kann. Auch eine Regenkleidung gehört zum Anzug dazu, wie auch eine Kombi bei starker Kälte. Egal wie das Wetter ist, man muss immer die passende Kleidung zur Verfügung haben!“

Nachdenklich schaut sie mich an, dann sagt sie: „Ich glaube Sie haben recht. Ich habe mir den Hund gekauft und mir keine Gedanken darüber gemacht, wie ein Hund gehalten werden muss. Ich verspreche Ihnen das ich noch heute losgehe um mich angepasst zu Bekleiden.“ Dann gibt sie mir die Hand und ihr Druck ist so stark, das ich ihrer Aussage glaube.

Monate später ruft sie mich an und fragt, ob ich am Wochenende im Tierheim bin. Natürlich bin ich da, wenn ich auch keinen Dienst habe. Aber für solch einen Vorgang habe ich immer Zeit. Also bin ich am Wochenende zusammen mit Herbert meinem Mann, im Tierheim. Pünktlich erscheint die Frau und hat ihren Hund dabei. Aber auch ein Mann steigt aus dem Wagen und zusammen kommen sie zum Büro.

Nach der Begrüßung sagt sie mir, warum sie da ist. Neben einem zweiten Hund möchte sie die Adresse von einem ausgezeichneten Hundetrainer, der nicht nur den Hund erzieht, sondern auch sie und ihre Begleitung. Natürlich weiß ich jemanden und sie bekommt von mir die Adresse mit der Telefon Nummer.

Etwa 6 Wochen später ruft der Hundetrainer an und bedankt sich bei mir, weil ich ihm jemand geschickt habe, der wirklich nur für seine Hunde da sein will!
 
  • Post aus Bayern Beitrag #663
Danke schön 😘
 
  • Post aus Bayern Beitrag #664
Grippe

Seit zwei Tagen bin ich Krank zu Hause. Ich habe eine Grippe mir eingefangen wie auch noch vier Mitarbeiter im Tierheim. Nun müssen die dort mit vier Mitarbeitern auskommen. Diese vier teilen sich nicht die Nachtschicht, denn dafür haben wir zwei Mitarbeiter. Es sind zwei ältere Mitarbeiter die schon etliche Jahre bei ins sind. Einer von den beiden ist 65 Jahre alt, der andere 70!

Beide sind schon seit Jahren Witwer und haben fast gleichzeitig bei uns im Tierheim nachgefragt wegen einer Stellung. Nachdem ich beide angehört habe, bin ich zu dem Entschluss gekommen, das beide für unser Tierheim eine Bereicherung sind und ich habe beide eingestellt. Nun teilen sie sich die Nachtschicht. Mal ist es der eine der Dienst schiebt, mal ist es der andere. Das machen sie wechselweise von Woche zu Woche. Wenn einer Krank ist, übernimmt der andere den Dienst.

Mitten in der Nacht werde ich durch das klingeln unseres Telefon wach. Ich bekomme aber mit wie Herbert, er schläft seit meiner Krankheit im Wohnzimmer um sich nicht an zu stecken, an den Apparat geht. Trotzdem überfällt mich eine innere Unruhe und ich lausche was gesprochen wird. Doch ich höre nur Herberts stimme der mehrmals darauf hinweist, das ich krank bin.

Nach kurzer Zeit höre ich Schritte auf das Schlafzimmer zukommen. Sofort schalte ich die Nachttischlampe neben meinem Bett an und in diesem Moment öffnet auch Herbert die Tür zum Schlafzimmer. Nachdem er die Tür geöffnet hat und er sieht das ich schon im Bett sitze, sagt er zu mir: „Am an deren Ende ist das Tierheim. Ein Herr Gxxx verlangt dich sofort zu sprechen. Es scheint um Leben und Tod zu gehen!“

Damit reicht er mir den Hörer und sagt gleichzeitig: „Nun ist es mir egal! Aber meine Frau fährt nirgendwo hin, wo ich auch nicht bin. Ich werde dich auf jeden Fall begleiten!“ Damit dreht er sich um und rennt aus dem Schlafzimmer. Ich weiß, das er sich nun anzieht.

Derweil habe ich den Hörer in der Hand und frage nun, wer am anderen Ende ist. Es ist einer der beiden von der Nachtwache. Er sagt zu mir:“ Urplötzlich sind drei Hunde und zwei Katzen umgefallen. Auch ein Vogel und der Esel hinter unserem Gebäude sind anscheinend umgefallen Ich weiß nicht was sie haben. Darum habe ich beim Tierarzt angerufen, aber dieser ist nicht erreichbar. Ich weiß das Du Krank bist, aber ich wusste einfach keine andere Möglichkeit!“

Ich beruhige ihn und frage dann ob er schon etwas heraus gefunden hat. Denn ich weiß, das er früher mal Sanitäter war. Doch trotz seiner Vergangenheit im Sanitätsdienst hat er nichts gefunden, warum all die Tiere fast Zeitgleich erkrankt sind. Ich sage zu ihm, das er sich um die Tiere kümmern soll und verspreche ihm, das ich so schnell wie möglich kommen werde.

Schnell ziehe ich mich an und da Herbert schon zum Wagen ist, hänge ich mir meine Tasche um und gehe schnell zu seinem Wagen. Als ich sitze gibt Herbert sofort Gas. Er fährt so schnell es geht zum Tierheim. Etwa 10 Minuten nach dem Anruf sind wir da.

Als ich ausgestiegen bin, sehe ich sofort Egon, die Nachtwache, an einem Fenster stehen. Er ist heftig am winken und ich begebe mich sofort zum Behandlungsraum. Auch Herbert, der jetzt meine Tasche trägt, folgt mir. An der Tür zum Behandlungsraum steht Egon und er erzählt mir, das alle kranken Tiere hier sind. Nur den Esel konnte er nicht bringen.

Auf einmal taucht auch Edgar, die zweite Nachtwache auf. Er hat eine Katze auf dem Arm und legt sie ohne ein Wort, weil mir Egon gerade alles erzählt, auf einen Tisch. Dort liegen auch schon die zwei Katzen und die drei Hunde, sowie der Vogel in einem Käfig.

Erst dann sagt er zu mir: „Egon hat mich angerufen. Er hat Schwierigkeiten angenommen und darum bin ich sofort hier hin. Dabei habe ich eine weitere Katze die umgefallen war, gefunden. Natürlich habe ich sie sofort mit gebracht.“

Nun fange ich also an, das erste Tier zu untersuchen. Es ist die letzte Katze die Edgar gebracht hat. Beide suchen inzwischen nach weiteren Tieren, die irgendiwe in Schwierigkeit sind. Nach und nach brachten sie mir noch 2 Hunde und 4 Katzen.

Alle Tiere untersuche ich, und komme zu dem Ergebnis, das alle einen Darmverschluss haben. Warum ist mir erst einmal egal. Doch ich mache mir große Sorgen um den Esel. Darum untersuche ich auch ihn und gebe ihm erst einmal ein Medikament, das den Darmfluss erhöht. Ich hoffe dadurch, das der Darm wieder seine Arbeit aufnimmt.

Auch Katzen und Hunde bekommen von mir das gleiche Medikament, das eigentlich für Menschen gedacht ist, verabreicht. Dann ist warten angesagt und nach einer Stunde fängt einer der Hunde an zu jaulen. Sofort wird er nach draußen gebracht und er erledigt sein Geschäft. Alle Tiere müssen nach und nach draußen ihr Geschäft machen. Keines der Tiere das an einer Verstopfung gelitten hat, musste operiert werden.

Bei allen wird eine Kotprobe genommen und so bekommt mein kleines Labor viel zu tun. Aber ich finde den Erreger. Alle Tiere, egal ob infiziert oder gesund, haben diesen Erreger und bekommen von mir eine Spritze, obwohl wir drei Stunden auf ein bestimmtes Medikament gewartet haben. Als es endlich gebracht wurde, habe ich 160 Tiere nach spritzen müssen.

Erst am Mittag waren wir fertig und ich rief erst einmal eine Vertretung für die Nachtschicht an. Denn beide, Edgar und Egon, waren die ganze Zeit bei mir. Natürlich sagte die Vertretung zu, und wir konnten endlich wieder nach Hause fahren.

Noch zwei Tage blieb ich zu Hause, dann hat es mich wieder in unser Tierheim gezogen. Zunächst untersuchte ich die Erkrankten Tiere. Alle waren wieder gesund. Auch die Nachtschicht fing wieder mit der Nachtschicht an, als ich meinen Dienst normal begonnen habe.
 
  • Post aus Bayern Beitrag #665
Der Löwe

Seit etwa einem Jahr mache ich meine Ausbildung zur Tierpflegerin. Ich habe schon viele Tiere kennen gelernt. Auch ihre Besonderheiten habe ich erfahren. So sind Affen eigentlich sehr Menschen bezogen aber auch sehr Angriffs Lustig.

Raubtiere sind auch sehr für die Menschen, aber meistens nur als Futter, wenn es nichts besseres gibt. Die Tiger sind Einzelgänger die sich nur zur Paarungszeit treffen, ansonsten aber alleine Leben. Natürlich gibt es ausnahmen von der Regel.

Ganz anders Leben Löwen. Diese Tiere leben in Sozialen Verbänden die fast nur aus verwandten besteht. Meist sind es drei bis vier Männchen und etwa 20 Weibchen. Wobei die Größe des Rudels durchaus schwanken kann.

Auch sind entgegen der Meinung vieler Leute, die Männchen sehr wohl auf der Jagd. Meistens sind sie bessere Jäger als die Weibchen. Würden sie sich nur auf das Jagdglück der Weibchen verlassen, würden sie verhAungern.

Leider gibt es solch ein großes Rudel nicht bei uns im Zoo. Unser Rudel besteht nur aus einem Männchen und vier Weibchen. Das sind viel zu wenig, habe ich auch schon dem Zoodirektor gesagt. Er meinte dazu, das wir mindestens das doppelte an Löwen brauchen um eine Funktionierende Herde zu bekommen.

Bei einem anschließendem Gespräch, was wir führten, fragte er mich dann ob der Platz für die Löwen ausreicht. Anscheinend hatte er nicht viel Ahnung von Löwen und so sagte ich ihm, das diese Tiere etwa 100 Quadratkilometer, in freier Wildbahn, an Revier zur Verfügung haben.

Nun fragte er mich, ob ich auch die genauen Lebensweise der anderen Tiere im Zoo wüsste. Ich antwortete nur, das wir dann einige hundert Quadratkilometer an Zoofläche brauchten Er weite mich in ein Geheimnis ein: „Zusammen mit der Stadt plane ich einen neuen Zoo, weil mir der Platz hierfür sehr klein vorkommt. Wie ist es, kommst Du zur nächsten Sitzung des Planungsausschusses mit? Der ist im übrigen Morgen!“

Natürlich willigte ich ein und war gespannt auf den nächsten Tag. Zunächst war alles wie normal, jedoch gegen Halb Zehn Uhr rief mich der Direktor und wir fuhren mit seinem Auto zur Stadt. Es war das erste mal, das ich mit Stadtvertretern gesprochen haben.

Es dauerte noch einige Minuten, es war eine öffentliche Sitzung, bis der Vorsitzende zum Thema Zoo kam. Mein Direktor bekam das Wort und er sagte: „Meine Damen und Herren!Liebe Zuhörer im Sitzungssaal. Ich möchte Ihnen allen Frau Gerda Sssssss (ich war noch nicht mit Herbert verheiratet und kannte ihn auch noch nicht,l Sie wird ihnen einiges Erzählen über Tiere die in Freiheit leben.“

Dann gab er mir das Wort und ich erzählte ihnen über eine Stunde lang vom Leben der Tiere in Freiheit. Anschließend sagt ich ihnen: „Sie haben nun genug gehört! Ein Gebiet in der Größe von ganz Deutschland wird, normalerweise, reichen um alle Tiere unter zu bringen. Aber ich habe sehr viele Vorschläge um den Zoo Artgerecht zu bauen!“

Dann setzte ich mich wieder und Minutenlang war es still im Konferenzraum. Dann kam zunächst Beifall auf von den Zuschauern und auch die Politiker der Stadt fielen ein. Der Baudezernent für die Stadt fragte dann: „Sind sie bereit bei der Planung des Zoos mit zu arbeiten Das Gelände wo der Zoo gebaut werden soll ist mehrere Hektar groß Sie können Planen wie sie wollen. Ob aber alles in ihrer Planung durchzusetzen, steht auf einem anderen Blatt.“

Schon ein paar Tage später wurde ich von der Stadt eingeladen, an den Planungen für den neuen Zoo mit zu arbeiten. Meine Mutter war ganz erstaunt als der Brief von der Stadt kam. Doch sie war neugierig, konnte sich aber beherrschen den Brief vorher zu öffnen, und wartete nervös darauf, das ich den Brief aufmachte.

Ich wusste aber schon vorher was dieser Brief enthält. Darum habe ich erst einmal ganz gemütlich zu Abend gegessen und merkt dabei, das sie ganz genau meinen Teller beobachtete. Doch ich lies sie zappeln. Erst nachdem auch mein Vater, der nichts von dem Brief wusste, mit dem Essen fertig war, holte ich den Brief heran.

Ganz langsam öffnete ich diesen und las dann meinen Eltern den Brief vor: „Hiermit wird Frau Gerda Sssssss zu unserer nächsten Planung für den neuen Zoo, eingeladen. Die Nächste Sitzung findet am XXXXXXX statt. Ich bitte um pünktliches Erscheinen! Hochachtungsvoll XXXXXXXXXX!“

Damit schaute ich meine Mutter an und sie sagte: „Und ich dachte schon, Du hast etwas angestellt!“ Daraufhin musste ich Lachen und sagte ihr, das ich schon seit gestern weiß, das dieser Brief kommen wird. „Darum habe ich dich auf die Folter gespannt.“

Meine Mutter fing herzlich an zu lachen und nahm mich in den Arm Dann sagte sie: „Das eine siebzehn Jährige jemals bei der Stadt mitarbeitet hätte ich niemals geglaubt .Noch dazu das sie Beraterin bei einem solch großen Bauprojekt ist.“

Ich brachte sehr viel in das Bauprojekt ein und war doch öfters Erstaunt, das man auf mich hörte. Zunächst hörte man auf mich, indem die Stadt ein 5-mal so großes Grundstück zur Verfügung stellte. Danach wurden alle Freigehege um das dreifache Vergrößert und die Raubtiere bekamen sogar ein vier Mal so großes Gehege als geplant.

Über 2 Jahre dauerte der Neubau des Zoos. Das man für mich eine Überraschung parat hatte, wusste ich zu dem Zeitpunkt nicht. Erst als ein Brief der Stadt kam und ich und meinen ganze Familie eingeladen wurden zur Eröffnung des neuen Zoo

Pünktlich waren wir am Tag der Eröffnung im Zoo. Man hatte die Stelle mit den ganzen Ansprachen vor das Löwengehege gelegt. Auch waren die fünf Löwen zu sehen, die ich schon vom alten Zoo kannte. Doch zunächst machten meine Eltern und ich einen Rundgang durch den Zoo. Heute war für alle der Zugang zum Zoo kostenlos.

Dann gingen die Eröffnungsfeierlichkeiten los. Es wurden sehr viele Reden gehalten. Unter anderem vom Landes Minister, einem Bischof und auch vom Direktor. Alle sagten das sie auf ein kleines Mädchen gehört hatten um das alles möglich zu machen. Doch den Namen des Mädchen, sagten sie nicht.

Zwischenzeitlich wurde ich von einem Mitarbeiter des Zoos geholt um auch etwas zu sagen. Man hatte mich gewählt unter Tausenden von Zuschauern um den Leuten zu sagen, wie mir der neue Zoo gefällt. Natürlich war ich erstaunt darüber um was mich der Mann bat, aber ich stimmte zu und ging mit ihm mit.

Wohl eine halbe Stunde wartete ich nun an einem Ort, von dem ich zwar einen guten Blick auf die Bühne mit den Festrednern hatte, aber sonst auch nichts. Gerade redete unser Zoodirektor zum Wiederholten Male und dann sagte er zu meiner Überraschung: „Meine Damen und Herren! Werte Besucher dieser Eröffnungsfeierlichkeiten! Ich möchte ihnen das kleine Mädchen vorstellen, welches uns mit Rat und Tat während des ganzen Baues des neuen Zoo beigestanden hat und auch erst diesen Bau möglich gemacht hat. Fräulein Gerda Sssssss!“

Applaus brandete auf als ich die Bühne betrat. Einen Blick auf das Löwengehege konnte ich nicht machen, da der Blick auf das Gehege mit einem Vorhang nicht möglich war. Dieser Vorhang war genau am Gitter des Geheges angebracht und bedeckte die ganze frei einsehbare Fläche des Geheges.

Ich musste zunächst eine Rede halten, nachdem der Applaus abgeflacht war und stand anschließend den Fragen der Politiker zur Verfügung. Es wurden sehr viele Fragen gestellt. Zwischendurch hörte man immer wieder, wie ein Löwe am brüllen war. Doch ich merkte sehr bald, das es mehr als 5 Löwen waren die da brüllten.

Dann sagte der Direktor des Zoos etwas was ich nicht erwartet hätte: „Gerda sagte uns das ein Revier von Löwen etwa 100 Quadratkilometer groß ist und meistens eine Herde aus dreißig Tieren besteht. Beides haben wir nicht geschafft in unserem Zoo, aber die größte Fläche sollen nun unsere 10 Löwen haben.“

Damit viel der Vorhang und nun erst konnte man sehen das es 10 Löwen waren die in dem Gehege waren. Außerdem hatte das Gehege fast 2000Qm an größe, also viel mehr als ich gefordert hatte für die Löwen.

Man sagte mir auch, das es eine Namensvergabe für eines der neuen Tiere gab und ich durfte den Namen aussuchen. Da es ein Männliches Tier war dachte ich kurz nach und nannte dann den Löwen „Herbert“ obwohl ich den wahren Träger des Namens erst im nächsten Urlaub kennen lernen sollte.

Ein Tierhüter holte den Löwen aus dem Gehege und brachte ihn zu mir. Etwas Angst hatte ich schon, denn immerhin war dieser Löwe schon ein Jahr alt und fast ausgewachsen. Doch er legte sich neben mir hin und ich konnte ihn sogar streicheln. Was ich natürlich machte.

Dann bekam der Löwe in einer feierlichen Zeremonie seinen Namen und wurde anschließend wieder ins Gehege gebracht. Damit waren es nun zwei Tiere die ich in meiner Zeit den Namen gegeben habe. Doch es sollten noch viele folgen.

Ein Krokodil war darunter aber auch mehrere Tiger und Löwen, mehrere Wölfe und Füchse und auch Affen.

Doch darüber in einer weiteren Geschichte mehr.
 
  • Post aus Bayern Beitrag #666
Das Krokodil

Drei Jahre sind es nun her, das ich meine Ausbildung im Zoo beendet habe. In dieser Zeit war ich zwei Mal im Zoo um die Tiere zu besuchen. Das waren der Wolf, von denen sich aber nur das Muttertier wieder an mich erinnerte, denn Sie kam sofort zur Absperrung und ließ ein Freudengeheul hören.

Dann waren es die Elefanten und auch von denen war ein freudiges Trompeten zu hören. Auch die Affen freuten sich ungemein mich Wieder zu sehen. Doch zu allen bin ich nicht hin gegangen, obwohl die Affen wild am schnattern waren als sie mich erblickten. Auch bei allen anderen Tieren blieb ich standhaft und habe nur durch die Absperrungen geschaut.

Es waren aber auch nur diese drei Tierarten die mich erkannt haben. Alle anderen habe ich zwar gesehen und auch viele wieder erkannt, aber von ihnen kam keine Reaktionen ob sie mich erkannt haben. Aber nach etlichen Jahren war es wohl unmöglich mich wieder zu erkennen. Obwohl ich mich zwei ein Halb Jahre um sie gekümmert habe.

Ich bin gerade im Katzenbereich tätig als die Tierheim - Leiterin zu mit kommt. Sie überreicht mir einen Brief, den ich sofort auf mache. Ich lese darin, das ich zu einer Taufe eines Tieres eingeladen werde. Erst nun schaue ich auf den Absender und erkenne das es der Zoo ist. Um was für ein Tier es sich handelt, wird nicht erwähnt, auch nicht wann das Tier geboren ist.

Erfreut schaue ich hoch und gebe der Leiterin das Schreiben. Zunächst will sie nicht, doch nach kurzer Zeit liest sie doch den Brief. Nachdem sie den Brief gelesen hat, freut sie sich auch für mich. Jedoch fällt das Datum der Taufe genau auf einen Tag, an dem ich Dienst habe. Sofort sagt sie mir zu, das an diesem Tag jemand anderes Dienst machen wird.

Noch am selben Tag um Feierabend, lese ich . Das mein Dienst getauscht wurde. Es wurde mit einer Mitarbeiterin des Tierheim des Tierheim gewechselt. Als diese Mitarbeiterin hörte warum ein Wechsel stattfinden sollte, hat sie sofort „Ja“ gesagt.

Am besagten Tag sind wir, Herbert, meine Eltern und ich sehr Früh in den Zoo. Wir sind alle mit Herberts Wagen gefahren und mussten doch sehr lange nach einem freien Parkplatz suchen. Ach diesmal war der Eintritt frei und darum gab es einen sehr großen Andrang an den Eingängen zum Zoo. Nach 10 Minuten waren wir im Zoo und gingen sofort zu dem Ort, wo bald die Festrede und die Taufe eines Tieres, ich wusste noch immer nicht um welches Tier es sich handelt, stattfinden sollten.

Als wir dort angekommen sind, waren schon einige Personen da und unterhielten sich über Tiere die sie behandelt haben. Also waren es TÄ die dort versammelt waren. Einer dieser Männer kam zu uns und stellte sich als Mitarbeiter des Zoos vor. Er kannte mich schon und führte uns zu den TÄ. Dort stellte er mich und meine Familie sowie Herbert vor.

„Wenn ich Ihnen die Herrschaften vorstellen. Das sind Herr und Frau Sssssss! An der Seite ist Herr Doktor Herbert Xxxxx! Und zu guter Letzt Frau Gerda Sssssss! Sie wird nachher die Ehre haben eines der Tiere hier einen Namen zu geben.“ Auch er sagte nicht um welches Tier es sich handelt. Jedoch war ich in diesem Moment in den Kreis der TÄ aufgenommen.

Dann begann die Feierlichkeit und bevor der erste Redner anfangen konnte, ertönte das Geschrei eines Kindes. Aber es war klar zu verstehen, das es um Hilfe rief. Alle liefen nun in die Richtung aus dem die Rufe kamen. Schon von weitem sah man das Kind bei einem Tier sitzen. Es handelt sich bei dem Tier um einen Fuchs.

Alle stellten sich um den Fuchs. Nur ich nicht. Herbert der meine Tasche am tragen war, gab sie sofort mir und kniete sich zu mir hin. Dann gab er mir mein Stethoskop und ich hörte den Fuchs ab. Sofort stellte ich den unregelmäßigen Herzschlag fest und ich fing an den Fuchs im Brustbereich ab zu tasten. Dabei stellte ich fest, das der Fuchs im Bereich wo das Herz sitzt, einen Bruch der Rippen hatte.

Sofort stieg bei mir ein schlimmer Verdacht auf. Der Fuchs hatte entweder nur einen Rippenbruch oder aber eine Herzprellung. Sollte es der zweite Fall sein, schwebte der Fuchs in Lebensgefahr! Darum sagte ich zu dem Mitarbeiter des Zoos , der auch bei uns war: „Der Fuchs muss sofort in eine TK! Es besteht Lebensgefahr!“ Sofort rannte der Mitarbeiter los und nach nur fünf Minuten war er wieder da mit dem Kombi des Zoo. Der Fuchs wurde verladen und nachdem ich ihm eine Spritze gegeben habe, hatte er fast einen normalen Herzschlag. Dann brauste der Wagen davon und wir gingen alle wieder zum Festplatz.

Dort gingen die Ansprachen weiter und nachdem etwa 30 Minuten vergangen waren, las der Direktor des Zoos einen Brief vor: „Dem Fuchs geht es wieder sehr gut, nachdem im Zoo die richtige Diagnose gestellt wurde. Der Fuchs hat durch einen Unfall eine Herzprellung erlitten und wird in unserer TK weiter behandelt. Nur soll sich die Person melden, die diese Diagnose ohne Geräte gestellt hat. Denn das ist einmalig!“

Es wurden noch zwei Reden gehalten, dann kam man endlich zur Taufe des Tieres. Ich habe mir den Namen „Petra“ ausgesucht, denn ich wusste nur, das das Tier weiblich ist. Als ich jedoch erfuhr das es sich um ein Krokodil handelt, wurde ich jedoch etwas ängstlich. Doch man gab mir auf der Bühne nur ein Krokodil, das etwa 3 Wochen alt war. Also war meine Angst sofort wieder verschwunden und ich gab dem Tier eben diesen Namen.

Im Anschluss wurde noch einmal darüber berichtet, das es dem Fuchs inzwischen Ausgezeichnet geht und er in zwei Wochen wohl wieder in die Freiheit gehen kann. Da auch viele nicht wussten, warum hier so viel über den Fuchs berichtet wurde, klärte der Direktor die anwesenden Menschen auf, das ich dem Fuchs wohl das Leben gerettet habe.

Zwei Wochen später wurde der Fuchs in meinem Beisein in die Freiheit entlassen. Nachdem der Käfig entfernt war und der Fuchs nun eigentlich in die Freiheit konnte, kam er jedoch zu mir. Er schaute mich an und ich ließ ihn an meiner Hand schnuppern. Erst dann verließ der Fuchs den Ort des Geschehens und kam auch nie mehr wieder.
 
  • Post aus Bayern Beitrag #667
Mein Vater, der Rentner

Ich sitze zusammen mit meiner Mutter in meinem Büro. Beide machen wir uns Gedanken über meinen Vater, denn in drei Monaten wird er in den Ruhezustand versetzt. Ich habe meine Mutter darum gebeten das sie mich im Tierheim aufsucht. Denn nur hier können wir ungestört darüber reden, was wir machen um ihn zu überraschen.

Auch mein Mann Herbert hat sein kommen zugesagt und auf den warten wir gerade. Ein paar Gedanken hat er sich schon gemacht und nun will er uns davon erzählen. Was es ist hat er mir bisher nicht gesagt, sondern immer wieder davon gesprochen das meine Mutter auch dabei sein soll, wenn er seine Gedanken vorbringt.

Darum will auch Herbert in der Mittagspause ins Tierheim kommen, nur eine genaue Uhrzeit konnte er nicht sagen. Das liegt aber daran, das er nie genau sagen kann, wann er Pause hat. Dazu läuft seine Zahnarztpraxis zu gut.

Etwa 35 Minuten später kommt er im mein Büro, entschuldigt sich kurz weil er so spät ist, dann bringt er uns seine Gedanken näher. Wir alle wissen das mein Vater wen er in Rente geht, meine Mutter zum Essen einladen wird. Dann sagt Herbert. "Das Essen was mein Vater bestellt, wird aber nicht gebracht. Auch ist die Lokalität die sich mein Vater ausgesucht hat eine ganz andere sein. Den Taxifahrer werde ich informieren, wenn ihr zustimmt."

Dann erklärt er seinen Plan bei dem meine Mutter die Hauptrolle spielen wird. Erst zum Schluss sagter welche besondere Überraschung er noch für meinen Vater hat. Er persönlich wird ihn und meine Mutter mit einem neuwertigen Wagen vom Restaurant abholen. Wenn er mit meinen Eltern bei uns zu Hause ist wird er ihm den Schlüssel des Autos übergeben. Das ganze Amt wird bei der Übergabe dabei sein.

Erstaunt sehen ihn meine Mutter und ich ihn an. Einen neuen Wagen? Das hat sich mein Vater schon lange gewünscht, denn ohne große Investitionen wird sein alter Käfer wohl nicht mehr durch den TÜV kommen. Denn immerhin ist sein derzeitiger Wagen über 40 Jahre alt.

Am besagten Tag, es ist ein Freitag, kommt mein Vater erst gegen 15.00 Uhr nach Hause. Eigentlich hat er drei Stunden früher Feierabend, aber heute wurde er noch von der Stadt verabschiedet und bekam ein kleies Geschenk, dafür das er über 45 Jahre im Dienst war. Nun ist er endlich Rentner!

Mein Vater geht noch schnell unter die Dusche und zieht anschließend seinen besten Anzug an. Im schwarzen Anzug kommt er dann ins Wohnzimmer und bittet mich ihm die Krawatte zu binden. Das mache ich immer, denn das ist eines der wenigen Dinge, die mein Vater nicht kann. Schnell erfülle ich seinen Wunsch und mein Vater holt nur noch sein Jackett. Dann geht es schon los.

Ein Taxi wartet auf uns, welches Herbert gerufen hat. <Der Fahrer fährt los, ohne das mein Vater eine Adresse genannt hat. Wenige Minuten später hält der Fahrer vor einem Restaurant, welches mein Vater gar nicht kennt. Kaum haben wir, unter Protest meines Vaters, das Restaurant betreten, kommt einer der Mitarbeiter auf uns zu und fragt nach mir. Sofort sage ich, das ich die Person bin die er sucht und der Mann sagt zu mir: " Der Tierarzt ist seit 5 Minuten am Apparat! Nehmen Sie das Gespräch nun entgegen oder soll ich dem Tierarzt sagen das Sie später anrufen?"

Natürlich folge ich dem Mann sofort, nachdem ich Herbert über den Notfall informiert habe, und nehme kurz darauf das Gespräch entgegen. Am anderen Ende ist der Tierarzt und er sagt mir das es im Tierheim Schwierigkeiten gibt. Ein Hund leidet unter Akuten Atembeschwerden und der Tierarzt hat ihn unter ein Sauerstoff Zelt gelegt. Ich frage nach den Blutwerten des Hundesng und der Tierarzt sagt mir auch die Werte des Hundes. Als ich dieses hörestet mein Entschluss fest das ich sofort zum Tierarzt fahren werde. Der Mitarbeiter ruft ein Taxi und während ich warte, sage ich Herbert das es einen Notfall beim Tierarzt gibt.

Er hat Verständnis und kurz darauf bin ich zum Tierarzt unterwegs. Als ich endlich beim Tierarzt bin und den Hund untersucht habe, frage ich zunächst nach dem Besitzer des Hundes. Denn ich habe eigentümliche Geräusche der Lunge gehört. Als Antwort bekomme ich, das der Besitzer ein Raucher ist und er mindestens 100 Zigaretten am Tag Raucht.

Nun ist mir alles klar! Der Hund leidet unter Entzugs Erscheinungen. Darum ordne ich an, das dem Hund täglich eine bestimmt Menge an Tabakrauch bekommt. Aber alle zwei Tage wird die Dosis reduziert. Nur so kann der Hund überleben. Anschließend bespreche ich mit dem Tierarzt die Behandlung des Hundes und fahre dann mit einem weiteren Taxi zur Lokalität. Nur den Nachtisch habe ich mit bekommen, jedoch bekam ich auch vom Chef des Restaurant das Tages Menü.

Erst nach dem ich mein Essen bekommen habe und es gegessen habe, wurde wieder ein Taxi gerufen. Noch während der Fahrt sagt Herbert zu meinen Eltern: "Seit bitte um 9.00Uhr morgen bereit um den zweiten Teil der Überraschungen zu erleben!"

Der Hund wurde nach langer Zeit wieder gesund.

Mein Vater hat den zweiten Tag seiner Überraschungen überlebt!

Doch dazu beim nächsten mal mehr!
 
  • Post aus Bayern Beitrag #668
Mein Vater, der Rentner Teil II



Nachdem wir meinen Vater und meine Mama zu Hause abgeliefert haben, sind Herbert und ich weiter um zu unserem Haus zu kommen. Unterwegs habe ich dann Herbert gefragt, warum er denn nicht den Wagen an meine Eltern übergeben hat. Zur Antwort bekomme ich: „Während der Fahrt habe ich es mir anders Überlegt. Morgen ist Samstag, dann haben alle Mitarbeiter des Amtes frei. Dann werde ich die Übergabe, nach zwei kleinen Prüfungen für deinen Vater, vollziehen.“

Was Herbert noch für zwei Prüfungen für meinen Vater sich ausgedacht hat, sagte er mir nicht. Sondern nur, das ich mich überraschen lassen sollte, denn ich bin jedes mal mit dabei. Auch nach mehrmaligem Fragen, welche Aufgaben er denn noch für meinen Vater hat, sagte er nichts. Nur soviel: „Wenn dein Vater alles Erledigt hat, bekommt er den Wagen! Schafft er eine Aufgabe nicht, behalte ich ihn.“ So musste ich die Nacht nur mit meinen Gedanken und Herbert verbringen.

Am nächsten Morgen sind Herbert und ich vor dem Haus meiner Eltern. Noch immer weiß ich nicht, was Herbert vor hat. Als wir das Haus meiner Eltern betreten haben, stand mein Vater vor mir und hatte seine ungebundene Krawatte in der Hand. Jedoch sagte Herbert zu ihm: „Den Anzug brauchst Du nicht. Zieh dich bitte um!“

Zunächst schaut mein Vater etwas erstaunt, dann geht er um sich um zu ziehen. Es dauert nur wenige Minuten dann hat mein Vater sich umgezogen. Nun erscheint er mit seinem Outfit wie er normalerweise angezogen ist. Das sind Jeans und ein Holzfällerhemd was er nun trägt.Zur Sicherheit soll mein Vater noch eine Regen sichere Jacke mitnehmen, obwohl es nicht nach Regen aussieht.

Dann fährt Herbert, mein Vater, meine Mutter und ich in dem neuen Wagen los zum nächsten Flugplatz. Dort wird mein Vater mit einem Fallschirm ausgestattet und schon ist er in einem Heißluftballon. Auch Herbert fährt mit. Wohin die Fahrt gehen soll ist mir unbekannt.

Herbert hatte zu mir gesagt, das ich zu einem Restaurant fahren soll, was er als Ziel ausgesucht hatte. Auch meine Mutter fährt mit mir mit. Meine Mutter fragt mich während der Fahrt, ob ich irgend etwas weiß was während der Fahrt im Heißluftballon passieren soll. Doch ich habe nur eine Vermutung.

Sofort fragt meine Mutter nach meiner Vermutung und ich sage zu ihr: „Während des Krieges war Papa doch bei den Fallschirmjägern. Beim ersten Absprung über damaligem Feindgebiet ist er doch schon im Flugzeug verletzt worden. Er ist also niemals abgesprungen. Nun vermute ich, das Herbert das heraus gefunden hat und er meinem Vater seinen ersten Sprung in seinem Leben ermöglichen wird!“

Später berichtete Herbert von der Fahrt mit dem Heißluftballon. „Der Ballon stieg nach dem Start immer höher. Erst bei einer Höhe von 1500 Fuß (etwa 500m) trieb er mit dem Luftstrom nach Norden. Dann öffnete der Pilot das Feuer und wir stiegen auf etwa 4500 Fuß, was in etwa 1500m entsprach. Nun flog der Ballon in südlicher Richtung. Nach etwa 35 Minuten Flugzeit hatten wir unser Ziel erreicht den der Pilot sagte zu uns: „Steigen sie bitte hier aus und halten sie genau auf den großen Baum zu, den sie dort unten sehen, Dort werden sie abgeholt!“

Mein Vater, der sich riesig über die Heißluftballon Fahrt gefreut hat, schaute den Piloten des Ballons fragend an. Dieser sagte nun: „Sie haben doch den Fallschirm dabei. Wollen Sie den nicht benutzen?“ Nun schaute mein Vater nach unten und er sah zum ersten mal dem Baum.

Doch der Ballon war schon sehr weit von diesem entfernt, darum ließ der Pilot etwas Wärme entweichen so das der Ballon wieder etwas niedriger flog und der Ballon kam dem Baum langsam wieder näher.

Da überprüfte mein Vater die Riemen seines Fallschirmes und dann sprang er in die Tiefe. Woraufhin Herbert, der auch bei den Fallschirmjägern war, sofort folgte. Beide waren nun in der Luft und Herbert versuchte meinem Vater näher zu kommen. Als er ihn erreicht hatte, schrie er ihm zu: „Versuch links vom Baum zu landen. Ich nehme die andere Seite!“ Mein Vater hob nur eine Hand und zeigte so, das er Verstanden hatte. Dann zogen beide die Reißleine und ihre Fallschirme entfalteten sich.

Jedoch hatten sie keine Lenkfallschirme sondern nur Fallschirme die auch von der Bundeswehr benutzt werden. Dadurch war nur ein bedingtes Lenken möglich. Doch sie schafften es, jeder landete auf der Seite die er wollte. Doch dann wurden beide hektisch und sie liefen zu einer Stelle hin. Da mein Vater ein sehr gutes Organ hat, rief er sofort nach mir.

Obwohl ich 300 Meter entfernt war. Konnte ich genau verstehen was er rief: „Gerda! Schnell komm mit deiner Tasche! Hier liegen vier Hunde die sich nicht bewegen. Herbert ruft mir gerade zu, das eines der Tiere überhaupt nicht mehr atmet!“

Kaum hatte ich den Ruf verstanden, griff ich zu meiner Tasche und lief zu den Männern. Doch ein Angestellter des Restaurants war noch viel schneller als ich und er forderte während des Laufens meine Tasche. Ich gab sie ihm und er lief weiter zu meinem Mann. Dort angekommen holte Herbert sofort mein Stethoskop aus der Tasche und hörte den Hund ab, der Augenscheinlich nicht mehr amtete.

Doch sofort fing er an zu winken und ich lief direkt zu ihm. Dann untersuchte ich den Hund. Jedoch konnte ich nichts feststellen und im rechten Moment gab mir Herbert das Stethoskop zurück. Sofort hörte ich den Hund ab und konnte feststellen, das der Hund noch lebte.

Aber was hatten die vier Hunde? Mir kam ein schlimmer Verdacht und ich gab den Hunden ein Antidot. Das ist ein Mittel gegen Jodvergiftungen. Damit hoffte ich die Hunde zu retten.

Trotzdem bat ich einen Mitarbeiter des Restaurants darum, sofort in einer TK anzurufen und um Hilfe zu bitten..Ich gab dem Mitarbeiter noch einige wichtige Informationen, dann lief er davon um zu telefonieren. Herbert und ich kümmerten uns weiter um die Hunde. Immer wieder kontrollierte ich den Zustand der Tiere.

Doch ihr Zustand veränderte sich nach meiner Behandlung nicht mehr. Also hatte ich die Vermutung, das meine Rettungsarbeiten korrekt waren. Es dauerte noch etwa 20 Minuten bis der Wagen der TK da war. Der Tierarzt, der die Wagen begleitete, untersuchte kurz die Tiere, dann gab er mir die Hand und sagte: „Das war genau die Rettung in letzter Sekunde! Ich danke ihnen für die Schnelle Hilfe.“ Anschließend wurden alle vier Hunde in den Wagen der TK verladen und schon fuhr der Wagen davon.

Anschließend gingen mein Vater, Herbert und ich zurück zum Restaurant. Dort angekommen hielt mein Vater eine kleine Rede und er bedankte sich bei Herbert für den Unvergesslichen Tag. Auch bedankte er sich in seiner Rede bei uns allen, dann wurde das Essen Serviert. Der Chefkoch sagte als der letzte, von vier Gängen aufgetragen wurde.

„Noch nie ist ein Mensch in diesem Alter von solch einer Höhe bei uns abgesprungen. Ich bedanke mich bei Ihnen, das ich das erlebt haben durfte!“ Er setzte sich dann zu uns und wir ließen die Feierlichkeiten langsam ausklingen,

Zum Schluss kamen alle Mitarbeiter des Amtes zu uns in den Raum. Erst jetzt stand Herbert wieder auf und er sagte: „Draußen steht ein neues Auto! Ich habe keine Lust mehr, dieses Auto zu fahren, Darum übergebe ich den Schlüssel für diesen Wagen an dich!“ Damit übergab er den Schlüssel meinem Vater und dieser schaute diesmal wirklich erstaunt.

Er konnte es nicht fassen und als Herbert ihm sagte, das sein alter Käfer inzwischen vom Verschrotter abgeholt wurde, traten meinem Vater die Tränen in die Augen. Auch meine Mutter freute sich riesig darüber, das es einen neuen Wagen gab.

Am Ende des Abends fuhren mein Vater und seine Frau mit dem Taxi nach Hause. Erst am nächsten Tag holten sie ihren neuen Wagen ab. Er war ganz zufrieden mit dem Wagen und fuhr ihn viele Jahre lang.
 
  • Post aus Bayern Beitrag #669
Spanien/ Portugal

Herbert und ich sind wieder mit einem Wohnmobil unterwegs. Diesmal aber nicht mit unsrem eigenem, da dieses im Letzten Urlaub, im Winter, vollkommen zerstört wurde. Ein anderes Wohnmobil werden wir nicht kaufen, sondern immer eines Mieten wenn wir in Urlaub fahren.

Dies Mal soll es wieder nach Spanien gehen. Wir beide haben 3 Wochen dafür Zeit und die werden wir auch Ausnutzen. Herberts Praxis macht zwar schon eine Woche früher auf und er wird dann von seinem neuen Partner vertreten

Vor vier Wochen hat Herbert diesen neuen Partner eingestellt und seit dem arbeitet er auch in der Praxis. Nur war unser Urlaub zu diesem Zeitpunkt schon festgelegt und der Partner macht freiwillig zwei Wochen Urlaub, bei vollem Gehalt, obwohl ihm das gar nicht zusteht. Aber er willigte ein zwei Wochen frei zu nehmen und dann die Praxis wieder auf zu machen.

Darum sind Herbert und ich schon am Samstag los gefahren und sind nun irgendwo in Frankreich. Herbert sagte auch bei unserem letzten Aufenthalt, das wir mindestens noch eine Nacht Pause machen müssen, bis wir in Spanien sind. Dann sind wir aber noch nicht am Ziel unserer Reise. Wir wollen nach Cadiz am Atlantik. Sollte es uns dort nicht zusagen, geht es gleich weiter nach Portugal.

So fahren wir Stunde für Stunde. Nur unterbrochen von Tank- und Rastpausen. Nachts übernachten wir noch einmal kurz nach der Grenze zu Spanien auf einem Parkplatz für Reisemobile. Doch um 7.30 Uhr sind wir schon wieder unterwegs. Nun gilt es die letzten Kilometer zurück zu legen.

Am Nachmittag kommen wir endlich an den Atlantik. Doch irgendwie gefällt es uns nicht an dieser Küste. Darum fährt Herbert sofort weiter nach Portugal. Dort kommen wir am Abend an und suchen sofort einen Stellplatz für Wohnmobile. Nach kurzer Zeit finden wir einen auf der Karte. Nur ist dieser Platz 200 Kilometer entfernt.

Doch ein Einheimischer, der uns gesehen hat wie wir in die Karte schauten, half uns weiter. Nur 2 Kilometer entfernt befindet sich ein privater Stellplatz für Wohnmobile. Schon kurz darauf haben wir den Platz erreicht und sind erstaunt, das wir den Mann wieder treffen, der uns den Platz empfohlen hat.

Stark grinst er uns an und gibt uns dann kostenlos einen Stellplatz. Auch zwei andere Mobile und ein Wagen mit Campinganhänger stehen auf dem Hof des Mannes. Ein jeder ist an Strom angeschlossen und wir schauen unseren Vermieter an. Dann sagt er in perfekten Deutsch zu uns: „Es gibt keine Standgebühren, sondern nur Gebühren für den Storm. Einnahmen aus der Vermietung des Platzes muss ich versteuern. Den Strom nicht. Darum kostet auch der Strom pauschal 10 Mark für Touristen aus Deutschland.“

Als er das sagt, ist er über das ganze Gesicht am grinsen und Herbert gibt ihm sofort die 10 Mark, die der Platz kostet. Dafür bekommen wir ein Kabel, das wir an unser Mobil anschließen. Nun bekommen wir Strom von einem Aggregat das neben unserem Mobil läuft.

Wir treffen uns noch mit unseren Nachbarn und gegen 23.00 Uhr gehen wir Schlafen. Jedoch reden Herbert und ich noch lange über unser weitere Routenplanung. Bei allem was Herbert sagt stimme ich zu, doch den Rückweg über Paris da bin ich andere Meinung. Ich will nach Verdun um mir die Gegend anzusehen. Herbert stimmt sofort zu und dann endlich gehen wir beide schlafen.

Jedoch werden wir mitten in der Nacht wieder Wach. Draußen ist ein fürchterliches Jaulen zu hören Woher er kommt ist natürlich im Wohnmobil nicht möglich. Darum ziehe ich mich sofort an und reiße die Tür zum Mobil auf. Jetzt ist das jaulen besser zu hören. Doch noch immer ist es nicht möglich, die genaue Richtung fest zu stellen aus dem das Gejaule kommt.

Darum bin ich sofort aus dem Mobil und kann nun hören, das das Gejaule von links kommt. Sofort wende ich mich in die Richtung um kurz darauf zu stoppen. Denn jetzt kommt das Jaulen aus der entgegen gesetzten Richtung. Es ist hinter mir.

Sofort will ich mich umwenden, da ertönt vor mir wieder ein jaulen. Darum bitte ich Herbert darum, nach dem zweiten Tier zu schauen. Ich selber kümmere mich um das erste Tier, was gejault hatte. Kurz darauf bin ich bei dem Tier. Es ist ein Fuchs und sobald es mich sieht, hört es auf zu jaulen. Vorsichtig nähere ich mich dem Tier und nach einer kurzen Begrüßung, darf ich das Tier untersuchen. Doch ich kann nur eine gebrochene Vorderpfote feststellen.

Der Fuchs bekommt von mir einen Gipsverband angelegt, dann kümmere ich mich um das zweite Tier das bei mir lag. Herbert hatte es zu mir gebracht. Auch hier war es wie bei mir. Sobald Herbert auftauchte, war das jaulen zu Ende und Herbert konnte das Tier anheben.

Bei diesem Tier konnte ich nichts feststellen. Darum ließ ich beide Tiere zusammen kommen und nun zeigte es sich das die beiden Partner waren. Denn legten sich nach meiner Behandlung sofort auf die Erde und kuschelten zusammen.

Beide Tiere brachte ich zu einer TK die in der Nähe war. Zum Ende unseres Urlaubes war ich wieder beiden beiden und es ging denen sehr gut. Doch unser Urlaub war noch nicht zu Ende. Doch darüber demnächst mehr.
 
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  • Post aus Bayern Beitrag #670
Spanien/Portugal Teil II

Wir haben kaum die Grenze überschritten als ich zum ersten Male Katzen sehe, die hier leben. Es scheint sich niemand um die Katzen zu kümmern. Obwohl ich die Katzen bedauere fährt Herbert auf meinen Wunsch weiter.

Doch schon bald muss Herbert bremsen, den vor uns ist ein Stau. Worum es sich handelt wird erst nach 15 Minuten sichtbar. Mitten auf der Straße befindet sich eine Katze die vor nicht allzu langer Zeit ein Kitten geboren hat. Doch keiner der Autofahrer bleibt stehen sondern fährt nur um die Katze herum.

Doch nun bin ich da. Als ich die Situation erkenne, bin ich sofort aus dem Mobil und bei der Katze. Diese schaut mich sehr ängstlich an, jedoch nach ein paar Minuten später weiß die Katze das ich helfen werde.

Dazu stellt Herbert einfach unser Mobil hinter die Katze und steigt aus dem Wagen. Dabei ist bei dem Wagen die Warnblinkanlage angeschaltet. Und so dauert es nur 10 Minuten, in der ich mich um die Mutti kümmerte die in der Zeit noch ein zweites Kitten gebar, bis die Polizei da war.

In der ganzen Zeit hat Herbert nicht ein Wort zu mir gesagt, sondern den Verkehr geregelt. Denn nun stand ein Wohnmobil als Hindernis im weg. Aber schon nach kurzer Zeit hatte sich der Stau aufgelöst weil ein jeder der Autofahrer die Zeichen von Herbert genau befolgt hat.

Dann sind die Beamten bei mir und sprechen mich in der Landessprache an. Doch ich zucke nur mit den Schultern und sage zu den Beamten, das sie bitteschön auf Deutsch, Englisch oder Französisch mit mir reden sollen. Einer der Beamten kann wohl etwas Englisch und er fragt mich, was ich hier mit dem Vieh mache.

Bevor ich explodieren kann, ergreift Herbert das Wort und sagt den Beamten wer ich bin, meine Stellung und das er Arzt ist.Ich kümmere mich derweil weiter um die Katze, weil ein weiterer Geburtsvorgang einsetzt. Mitten auf der Straße wird also Kitten Nummer 3 Geboren und ich helfe der Mutti dabei.

Als die Beamten das sehen geht eine Wandlung mit ihnen vor. Sofort bieten mir beide ihre Hilfe an und einer der Beamten versucht auf deutsch mir klar zu machen, das wir die Straße räumen müssen.

Ich stimme ihm zu und habe meinen Zorn schon wieder vergessen. Darum frage ich ihn, wo das nächste Tierheim ist. Doch er schaut mich nur verständnislos an. Anscheinend kennt er kein Tierheim in der näheren Umgebung.

Doch in diesem Moment tritt ein älterer Mann zu uns. Es ist ein Autofahrer der warten musste und erst als er an dieser Stelle vorbei fuhr, hat er gesehen worum es bei dem Stau geht.

Als er sich vorstellte sind alle sehr erstaunt darüber, das er ein Tierarzt leitet aus der Gegend. Natürlich weiß er, wo das nächste Tierheim ist, darum spricht er mich in perfektem Deutsch an.

„Señora! Sie müssen mit ihrem Mobil sofort die Straße räumen. Auch ihre Katzen müssen sie mit nehmen. Es ist nicht statthaft in Portugal die Kitten seiner Katze auf der Straße gebären zu lassen!“

Schnell kläre ich ihn auf und sofort kommen einige Kommandos von ihm, die sofort von der Polizei befolgt werden. Als erstes wird der Polizeiwagen mit eingeschaltetem Blaulicht hinter unser Wohnmobil gestellt. Dann ruft einer der Polizeibeamten sofort den Notdienst an. Was er sagt habe ich nicht verstanden, dafür kann ich kein Portugiesisch.

Doch der ältere Mann übersetzt sofort und sagt zu mir: „Ein Rettungstrupp ist schon unterwegs! Dieser weiß, das es sich um Katzen handelt. Warten wir einfach bis die Retter da sind. Inzwischen können wir hoffentlich die Straße räumen.“

Wir nahmen die Mutti auf, doch immer wieder lief sie zu ihren Kitten zurück. Darum änderten wir unsere Taktik und Herbert, der Tierarzt und ich nahmen jeweils ein Kitten auf den Arm. Dann gingen wir etwas zur Seite und die Mutti folgte uns. Sie wollte nur bei ihren kleinen sein.

Dann fuhren Herbert und der unbekannte Mann ihre Fahrzeuge zur Seite und auch die Polizei fuhr ganz dicht an die Katze mit ihren Kitten heran. Dabei hatten sie noch immer ihr Blaulicht an.

Kurz darauf hielt ein ganz normaler Rettungswagen neben uns an und die Katze mit ihren Kitten wurden ins nahe Tierheim gebracht. Auf der Fahrt wurde noch ein Kitten geboren. Nun waren es also 4 Kitten die geboren worden sind.Davon drei auf der Straße.

Herbert und ich fuhren weiter nach einem Gespräch mit dem Tierarzt. Auch die Beamten der Polizei hörten genau zu und sie sagten zum Abschied: „Wir werden ab sofort noch mehr Ausguck halten nach Katzen, Es darf nicht sein, das solche Tiere von der Menschheit vergessen werden dürfen. Denn es sind Tiere die von Gott geschaffen wurden!“

Nachdenklich fuhren wir weiter und erst nach dreißig Minuten haben wir wieder etwas zu einander Gesagt. Jedoch haben wir uns über alles mögliche geredet, nur nicht über die Katzen in diesem Land.

Bald darauf haben wir die Atlantikküste in Portugal erreicht. Es war ein einmaliger Anblick und spontan haben wir uns entschlossen, hier zu bleiben. Herbert fuhr zu einem Campingplatz und wir bekamen auch sofort einen Stellplatz Um einen Ausflug ans Meer zu machen, hat es nur einen kurzen Moment zwischen Herbert und mir gedauert. Dann gingen wir wieder zurück zum Wohnmobil und trafen einige Gleichgesinnte.

Am nächsten Morgen ist Herbert los um Brötchen zu holen. Doch er kam wieder mit Brot, weil es keine Brötchen gab. Aber auch eine Zeitung brachte er mit. Wir verstanden zwar nicht den Leitartikel, aber beide waren wir auf der Titelseite der Zeitung.

Ein Nachbar klärte uns auf, nachdem wir gefrühstückt haben. Er las uns den Artikel der Zeitung vor und darin wurde von der Geburt mitten auf der Straße berichtet. Auch wurde gleichzeitig darum gebeten, Katzen nicht mehr als nur Tiere zu betrachten, sondern als den besten Freund des Menschen. Noch vor den Hunden.

Was es noch für Überraschungen in Portugal gab. Schildere ich demnächst!
 
  • Post aus Bayern Beitrag #671
Portugal Teil3

Nachdem wir gefrühstückt haben sind wir an den Strand. Dort trafen wir auch unseren Nachbarn wieder, der für uns die Zeitung übersetzt haben. Die Frau, ihr Mann und ihre 2 Kinder waren auch da, jedoch verschwand das Interesse an uns schon nach wenigen Minuten. Die beiden, zwischen 12 und 14 Jahren alt, waren schon bald am Strand. Jedoch bemerkten wir einen erhöhten Besuch bei den uns fremden Nachbarn.

Wir bekamen mit, das die Frau Sophie und ihr Mann Jörg hieß. Bisher haben die beiden sich nicht bei uns vorgestellt. Aber das änderte sich nach dem letzten Gespräch mit uns völlig fremden Personen. Dann stellten sich die beiden vor und nannten auch die Namen ihrer Kinder. Diese lauteten Karin die ältere, und Marvin.

Wir haben uns ebenfalls vorgestellt, da aber unsere Nachbarn nur den Vornamen genannt haben, machten wir es genau so. Anschließend haben wir uns nur noch unterhalten und dabei kam heraus, das beide in einem Autowerk in Stuttgart arbeiteten. Auch wir nannten unsere Berufe und das Erstaunen war doch sehr groß, als die beiden erfuhren das ich Mitarbeiterin in einem Tierheim war.

Natürlich wurden sehr viele Fragen aus diesem Bereich gestellt. Auch fiel hier zum ersten mal meine Notfalltasche auf, die ich immer mit mir führe. Genau auf diese Tasche bezogen kamen sehr viele Fragen und so erklärte ich den beiden um welche Tasche es sich handelt.

„Ich habe vor einer TÄ-Kommision eine Prüfung abgelegt und diese mir Bravur bestanden Seid dem darf ich so handeln wie ein Tierarzt. Auch habe ich einige Katzen, die nur ich behandel und das fasst Kostenlos. Aus diesem Grund auch die Tasche, denn es kommt immer wieder vor, das Tiere Hilfe benötigen.“ Nach dieser Erklärung redeten wir noch einige Zeit über unsere Berufe. Gegen Mittag sind Herbert und ich, nachdem wir uns umgezogen haben, in die nahe Stadt.

Wir haben gegessen und anschließend einen Bummel durch die Stadt gemacht. Dabei haben wir mehrere Kirchen besichtigt und sind erst am Abend wieder zu unserem Mobil zurück. Dort haben wir noch einige Stunden vor unserem Mobil gesessen und kamen auch mit den anderen Nachbarn von uns ins Gespräch.

Am nächsten Morgen wurden wir von lautem Krach in der Nähe unseres Wohnmobils geweckt.Es war das rufen eines Kindes zu hören. Herbert und ich sprangen fast gleichzeitig aus unserem Bett und zogen uns schnell an.Dann rissen wir die Tür des Mobil auf.

Sehr nah an unserem Mobil lag ein Mädchen und dabei war ein großer Hund. Neben den beiden stand Marvin und war laut am schreien. Immer wieder rief er nach seinem Vater. Ich lief sofort zu ihm hin und unter Tränen sagte er mir: „Dieser große Hund kam auf einmal angelaufen und hat meine Schwester einfach umgelaufen. Jetzt liegen beide da und regen sich nicht!“

Herbert kniete schon bei Karin und kümmerte sich um das Mädchen. Darum schaute ich nach dem Hund. Ich untersuchte ihn genau und stellte fest, das die rechte Schulter des Hundes gebrochen war. Außerdem hatte er eine blutende Wunde auf der rechten Kopfseite.

Als ich zu Herbert schaute, sah ich das er mit Marvin am reden war und dieser anschließend davon rannte um seine Eltern zu holen. Ich versorgte den Hund weiter in dem ich ihm eine Spritze gegen die Schmerzen gab, dann habe ich seinem Kopf verbunden um anschließend den Schulterbruch zu behandeln.

In diesem Moment tauchen auch die Eltern von Karin und Marvin auf. Sie sind ganz aufgeregt und laufen sofort zu ihrer Tochter, um die sich Herbert die ganze Zeit gekümmert hat. Karin sitzt schon wieder und fängt in den Armen der Mutter heftig an zu weinen. Kevin ist zu mir gekommen und streichelt den Hund., der inzwischen auch wieder wach geworden ist.

Auch der Campingplatzbetreiber erscheint in diesem Moment. Er ist ganz entsetzt als er erfährt was geschehen ist. Doch er reagiert sofort und ruft den Rettungsdienst und auch bei einer nahen Tierrettung Station an.

Es dauert nicht lange und der Rettungsdienst ist da. Sie nehmen Karin zunächst mit in eine Klinik, damit sie dort richtig untersucht werden kann. Denn schließlich ist sie bei dem Zusammenprall mit dem Hund auf ihren Kopf gefallen. Nun wollen die Sanis ausschließen, das sie Schwerere Kopfverletzungen hat.

Gerade als der Rettungswagen den Ort verlässt, kommt die Tierrettung bei uns an. Nur kurz unterhalte ich mich mit dem Tierarzt, der sehr gut deutsch kann, dann sagt er nur noch „Gerda!“ Sofort wird der Hund vorsichtig auf eine Trage gelegt, dann fahren die Leute der Tierrettung auch schon davon.

Die Mutter von Kevin bittet uns darum auf ihren Sohn aufzupassen, was wir natürlich sofort gemacht haben, dann fährt sie mit ihrem Mann zum Krankenhaus. Wir nehmen Kevin mit und frühstücken zunächst zusammen. Dabei erzählt der Junge auch die genauen Umstände wie es zu dem Unfall kam.

Er war zusammen mit seiner Schwester unterwegs um zum Bäcker zu gehen. Dort wollten sie frisches Brot kaufen. Doch auf einmal kam der Hund und den Rest kannten wir ja. Die Eltern kamen nach vier Stunden zusammen mit der Tochter zurück. Die Tochter hatte nichts weiter ab bekommen und wurde wieder entlassen. Sollten jedoch in der Zwischenzeit, der behandelnde Arzt sprach von 24 Stunden, etwas mit Karin festgestellt werden, müssen die Eltern sofort ihre Tochter ins Krankenhaus bringen.

Die Eltern von Karin und Marvin bedankten sich mehrmals bei uns, weil wir so schnell geholfen haben. Noch am gleichen Tag fuhren Herbert und ich weiter durch Portugal. Etwas passiert ist nicht bis wir wieder zu Hause waren. Darüber sind Herbert und ich sehr froh gewesen.

Ein Jahr später erfuhr ich, das der Hund bei dem Paar lebte. Es war ein Streuner und die Behandlungskosten des Hundes, nahm das Paar auf sich. Außerdem holten sie den Hund nach Deutschland und Karin und Marvin waren jeden Tag mit dem Hund unterwegs. Karin gab dem Hund keine Schuld an dem Unfall, sondern machte jemand anderes dafür verantwortlich. Dieser hatte den Hund gejagt und der Hund war nur auf der Flucht. Doch wer das war, habe ich nie erfahren.

Ein paar Monate später haben Herbert und ich das Paar besucht. Der Hund kam sofort zu mir und blieb während der ganzen Zeit in dem wir da waren an meiner Seite. Erst als wir uns wieder verabschiedeten sprang der Hund an mir hoch und schleckte mir durchs Gesicht. Da wusste ich, das der Hund mich wieder erkannt hatte und mich im Zusammenhang mit den Ereignissen gebracht hat. Für mich war klar, das Tiere doch ein Gedächtnis haben und sich genau erinnern können.
 
  • Post aus Bayern Beitrag #672
Das Wildschwein

Wie so oft reinige ich am Nachmittag die Futternäpfe von den Hunden. Heute gibt es eine Delikatesse für die Hunde denn wir haben etwa 75Kilo Fleisch von einem Hersteller bekommen. Auch die Katzen sollen davon profitieren und bekommen etwas von dem Fleisch ab. Zwar nicht soviel wie die Hunde aber immerhin sind es etwa 25Kilo die sie bekommen. Das müsste eigentlich reichen für 63 Hunde und 67 Katzen.

Und so ist es auch. Als die Fütterung beginnt stürzen sich alle Tiere erst auf das Fleisch, dann wird noch etwas von dem Nass Futter der Tierarten zu sich genommen. Wir lassen die Essensnäpfe bei den Hunden und Katzen. Falls noch eines der Tiere Hunger hat soll es noch etwas Futter finden, was der Tierart entspricht. So soll es bleiben bis zum nächsten Tag.

Am nächsten Tag holen wir, das sind noch drei Mitarbeitereinen des Tierheim, die Näpfe aus den Räumen der Tiere. Bei uns gibt es keine Trennung zwischen den Tieren und auch eine Trennung zum Futter gibt es nicht. Aber bisher haben sich Hunde und Katzen sehr gut verstanden, wenn sie zusammen geführt werden.

Es ist kurz vor Feierabend und ich schaue aus dem Fenster als ich draußen ein kleines Mädchen bemerke. Es ist vielleicht 10 Jahre alt und es schaut sich suchend um. Dann geht sie zum Bürogebäude. Als es darin verschwindet, wende ich mich wieder meiner Arbeit zu.

Aber nur für 2 Minuten! Dann klingelt bei uns im Arbeitsraum das interne Telefon. Claudia steht näher dran und greift sofort zum Hörer. Nur kurz lauscht sie in den Hörer dann ruft sie mir zu: „Gerda, deine Tasche wird gebraucht! Die Leiterin ist am Apparat! Soll ich sagen das Du kommst?“

Sofort laufe ich zum Aufenthaltsraum, wo meine Notfalltasche ist, schnappe mit diese und renne dann zum Büro der Leiterin. Doch diese steht schon mit dem Mädchen vor der Tür und ruft mir zu: „Das ist Petra! Ihr Vater hatte eine Unfall nicht weit von hier. Darum ist sie zu uns gelaufen weil auch ein Tier beteiligt ist!“

Dann läuft sie zu unserem Bulli und schwingt sich auf den Fahrersitz. Petra steigt hinten ein und ich nehme auf dem Beifahrersitz Platz. Dann gibt die Leiterin sofort Gas und verlässt das Tierheim. Ich weiß aber, das sofort der Behandlungsraum und das Röntgengerät fertig gemacht werden. Das machen Mitarbeiter, die das schon können.

Nur wenige hundert Meter fährt die Leiterin, dann haben wir die Unfallstelle erreicht. Ein Auto ist vor einen Baum gefahren und auf der Straße liegt ein Wildschwein, das aber noch Atmet wie man an dessen Bewegungen sieht. Doch zunächst ist der Fahrer für mich interessant! Denn Menschenleben geht vor Tierleben!

Also laufe ich erst zu dem Auto und schaue hinein. Ein Mann sitzt hinter dem Lenker und er schaut mich an. Dann sagt er: „Ich bin in Ordnung, nur leider eingeklemmt. Wenn es möglich ist, sehen sie zunächst nach dem Wildschwein das ich erfasst habe.“ Ich kümmere mich jedoch erst um ihn. Bei einer Untersuchung stelle ich fest, das der Vater doch erheblich verletzt ist. Neben mehreren Rippenbrüchen scheint er auch etwas an der Wirbelsäule zu haben.

Da ich nichts machen kann, ich habe nur Medikamente für Tiere bei mir, bleibe ich bei ihm und untersuche ihn weiter. Aber außer den Verletzungen die ich bisher festgestellt habe, scheint er nichts zu haben.Auch höre ich schon die Sirenen der Rettungskräfte.Die Leiterin hatte sie schon Alarmiert als wir noch im Tierheim waren.

Kurz darauf sind sie bei uns und ich erkläre den Sanitätern was der Mann hat. Sie bedanken sich und fangen sofort mit der Rettung des Mannes an. Ich kümmere mich in der Zeit um das Wildschwein und fange an, es zu untersuchen Da es aber sehr unruhig ist die Untersuchung sehr schwierig. Darum fauche ich das Tier an: „Höre mal zu! Wenn ich helfen soll, sei bitte ruhig! Nur dann kann ich helfen und dir bald die Freiheit versprechen!“

Da ich dieses in einem sehr scharfen Tonfall gesagt habe, ist das Tier endlich ruhig. Nun kann ich es genauer untersuchen. Dabei stelle ich fest, das nur ein gebrochener Vorderlauf vorhanden ist. Schnell ist dieser Stabilisiert und ich untersuche weiter. Dabei stelle ich fest, das das Schwein trächtig ist. Die Geburt der kleinen steht kurz bevor. Nun weiß ich auch, warum das Tier nicht weg gelaufen ist, sondern auf Hilfe gewartet hat.

Dieses Verhalten ist zwar noch immer nicht von der Wissenschaft bezeugt, doch ich erlebe es immer wieder. Darum wird das Wildschwein vorsichtig in unseren Bulli verladen. Damit fährt die Leiterin vorsichtig zum Tierheim. Dort kommt das Schwein ohne mein zu tun in einer besonderen Verschlag. Dicht neben dem Schwein sind Hunde untergebracht.

Doch die Hunde freunden sich sehr schnell mit dem Wildschein an und nach nur kurzer Zeit lasse ich das Schwein zu den Hunden. Diese finden sich sehr interessant und kuscheln auch bald zusammen.

Nach zwei Wochen wollen wir das Wildschwein in die Freiheit entlassen, jedoch will das Schwein nicht. Erst als ein Förster kommt und einen Hund zu sich nimmt, geht auch dass Wildschwein. Beide wurden die besten Jäger im Revier, jedoch hat das Wildschwein nie Kollegen angezeigt.
 
  • Post aus Bayern Beitrag #673
Pilatus

Wie so oft reinige ich am Nachmittag die Futternäpfe von den Hunden. Heute gibt es eine Delikatesse für die Hunde denn wir haben etwa 75Kilo Fleisch von einem Hersteller bekommen. Auch die Katzen sollen davon profitieren und bekommen etwas von dem Fleisch ab. Zwar nicht soviel wie die Hunde aber immerhin sind es etwa 25Kilo die sie bekommen. Das müsste eigentlich reichen für 63 Hunde und 67 Katzen.

Und so ist es auch. Als die Fütterung beginnt stürzen sich alle Tiere erst auf das Fleisch, dann wird noch etwas von dem Nass Futter der Tierarten zu sich genommen. Wir lassen die Essensnäpfe bei den Hunden und Katzen. Falls noch eines der Tiere Hunger hat soll es noch etwas Futter finden, was der Tierart entspricht. So soll es bleiben bis zum nächsten Tag.

Am nächsten Tag holen wir, das sind noch drei weitere Mitarbeitereinen des Tierheim die Näpfe aus den Räumen der Tiere. Bei uns gibt es keine Trennung zwischen den Tieren und auch eine Trennung zum Futter gibt es nicht. Aber bisher haben sich Hunde und Katzen sehr gut verstanden, wenn sie zusammen geführt werden.

Sehr oft ist es vorgekommen, das bei einem Hund oder Katze der Napf nicht ganz leer war.Dann kam ein anderes Tier und hat den Napf leer gemacht. Egal ob der Hund oder die Katze das Futter der anderen Tierart gefressen hat.

Es ist kurz vor Feierabend und ich schaue aus dem Fenster als ich draußen ein kleines Mädchen bemerke. Es ist vielleicht 10 Jahre alt und es schaut sich suchend um. Dann geht sie zum Bürogebäude. Als es darin verschwindet, wende ich mich wieder meiner Arbeit zu.

Aber nur für 2 Minuten! Dann klingelt bei uns im Arbeitsraum das interne Telefon. Claudia steht näher dran und greift sofort zum Hörer. Nur kurz lauscht sie in den Hörer dann ruft sie mir zu: „Gerda, deine Tasche wird gebraucht! Die Leiterin ist am Apparat! Soll ich sagen das Du kommst?“

Sofort laufe ich zum Aufenthaltsraum, wo meine Notfalltasche ist, schnappe mit diese und renne dann zum Büro der Leiterin. Doch diese steht schon mit dem Mädchen vor der Tür und ruft mir zu: „Das ist Petra! Ihr Vater hatte eine Unfall nicht weit von hier. Darum ist sie zu uns gelaufen weil auch ein Tier beteiligt ist!“

Dann läuft sie zu unserem Bulli und schwingt sich auf den Fahrersitz. Petra steigt hinten ein und ich nehme auf dem Beifahrersitz Platz. Dann gibt die Leiterin sofort Gas und verlässt das Tierheim. Ich weiß aber, das sofort der Behandlungsraum und das Röntgengerät fertig gemacht werden. Das machen Mitarbeiter, die das schon können.

Nur wenige hundert Meter fährt die Leiterin, dann haben wir die Unfallstelle erreicht. Ein Auto ist vor einen Baum gefahren und auf der Straße liegt ein Wildschwein, das aber noch Atmet wie man an dessen Bewegungen sieht. Doch zunächst ist der Fahrer für mich interessant! Denn Menschenleben geht vor Tierleben!

Also laufe ich erst zu dem Auto und schaue hinein. Ein Mann sitzt hinter dem Lenker und er schaut mich an. Dann sagt er: „Ich bin in Ordnung, nur leider eingeklemmt. Wenn es möglich ist, sehen sie zunächst nach dem Wildschwein das ich erfasst habe.“ Ich kümmere mich jedoch erst um ihn. Bei einer Untersuchung stelle ich fest, das der Vater doch erheblich verletzt ist. Neben mehreren Rippenbrüchen scheint er auch etwas an der Wirbelsäule zu haben.

Da ich nichts machen kann, ich habe nur Medikamente für Tiere bei mir, bleibe ich bei ihm und untersuche ihn weiter. Aber außer den Verletzungen die ich bisher festgestellt habe, scheint er nichts zu haben.Auch höre ich schon die Sirenen der Rettungskräfte.Die Leiterin hatte sie schon Alarmiert als wir noch im Tierheim waren.

Kurz darauf sind sie bei uns und ich erkläre den Sanitätern was der Mann hat. Sie bedanken sich und fangen sofort mit der Rettung des Mannes an. Ich kümmere mich in der Zeit um das Wildschwein und fange an, es zu untersuchen. Da es aber sehr unruhig ist die Untersuchung sehr schwierig. Darum fauche ich das Tier an: „Höre mal zu! Wenn ich helfen soll, sei bitte ruhig! Nur dann kann ich helfen und dir bald die Freiheit versprechen!“

Da ich dieses in einem sehr scharfen Tonfall gesagt habe, ist das Tier endlich ruhig und es schaut mich an. Nun kann ich es genauer untersuchen. Dabei stelle ich fest, das nur ein gebrochener Vorderlauf vorhanden ist sowie das Tier drei Rippen geprellt hat.t Schnell sind diese Stabilisiert und ich untersuche weiter. Dabei stelle ich fest, das das Schwein trächtig ist. Die Geburt der kleinen steht kurz bevor. Nun weiß ich auch, warum das Tier nicht weg gelaufen ist, sondern auf Hilfe gewartet hat.

Dieses Verhalten ist zwar noch immer nicht von der Wissenschaft bezeugt, doch ich erlebe es immer wieder. Tiere in Not verhalten sich ganz anders wie Tiere die normal leben. Darum wird das Wildschwein vorsichtig in unseren Bulli verladen. Damit fährt die Leiterin vorsichtig zum Tierheim. Dort kommt das Schwein ohne mein zu tun in einer besonderen Verschlag. Dicht neben dem Schwein sind Hunde untergebracht.

Doch die Hunde freunden sich sehr schnell mit dem Wildschein an und nach nur kurzer Zeit öffne ich die Tür zwischen Hunde und Schwein. Diese finden sich sehr interessant und kuscheln auch bald zusammen. Als das Wildschwein dann die Frischlinge bekommt, fühlen sich alle weiblichen Hunde, die mit dem Wildschwein gekuschelt haben, als Mutti der kleinen und haben sie adoptiert. Wir gaben dem Schwein nach kurzer Zeit den Namen „Pilatus“.

Das Wildschwein bekam 5 Frischlinge und keines war irgendwann allein. Entweder war eine Hündin da oder die eigentliche Mutti. Wir haben uns entschlossen die kleinen erst einmal bei uns zu behalten. Schließlich waren wir das einzige Tierheim das Wildschweine bei sich hatte. Das haben wir natürlich ausgenutzt und so viele Besucher ins Tierheim gelockt, die anschließend einen Hund mitgenommen haben.

Denn die Hunde die wir an ihre neuen Besitzer gegeben haben, waren alle aus der Hundemeute die bei dem Schwein war. Denn andere waren nicht wichtig für die neue Besitzer.

Jedes mal wenn ein Hund uns verlassen hat, haben wir einen neuen Hund dazu geholt und mit dem Wildschwein zusammen geführt. Wir haben den Hunden zunächst die kleinen gezeigt und dann zu den Schweinen gelassen. Meistens dauert es nur 30 Minuten, dann sind die Hunde und Schweine ein Herz und eine Seele.

Nach zwölf Wochen wollen wir das Wildschwein mit ihren kleinen in die Freiheit entlassen, jedoch will das Schwein nicht. Auch die kleinen bleiben bei ihrer Mutti.Erst als ein Förster zu uns kommt wird unser Problem mit den Wildschweinen gelöst. Der Förster sucht einen neuen Jagdhund und ist zu uns ins Tierheim gekommen um sich diesen zu holen. Als er die sechs Schweine bei den Hunden sah, ging er sofort ins Gehege und setzte sich einfach auf den Boden.

Über zwei Stunden saß er fast unbeweglich in dem Gehege, dann legte sich zuerst eines der Schweine zu ihm. Als zweites war es ein Hund und dann kamen auch die anderen Wildschweine. Jedoch war es noch ein zweiter Hund der sich zu ihm legte und er nahm alle Tiere zu sich nach Hause. Ein Mitarbeiter des Försters kam mit einem großen Auto, worin die Tiere alle passten, dann fuhr der Wagen davon.

Der Hund und die Wildschweine, immerhin handelte es sich um sechs Schweine, wurden die besten Jäger im Revier, jedoch haben die Wildschweine nie andere Wildschweine angezeigt.

In der Zeit wo die Schweine bei uns waren, haben wir über 100 Hunde vermittelt. Zwar gab es immer wieder Nachschub an Hunden, aber zum Schluss hatten wir doch mehr Hunde vermittelt als es in dieser Zeit normal war. Die sechs Wildschweine blieben bis zu ihrem Ende bei dem Förster und als die Mutti starb, waren alle Hunde da, die jemals bei den Schweinen waren.
 
  • Post aus Bayern Beitrag #674
Gemeinsamer Urlaub

Zusammen mit Herbert, meinem Mann und unserer 12jährugen Tochter Monika, mache wir Urlaub in Skandinavien. Wir wollen über Dänemark nach Schweden und anschließend wenn es noch zeitlich drin sitzt, nach Finnland.

Wir sind mit unserem Wohnmobil unterwegs. Heute, es ist Samstag, sind wir am frühen Morgen von zu Hause los und haben vor, erst in 3 Wochen wieder zurück zu kommen. Unser Haus wird von meinen Eltern mit versorgt, da sie ein eigenes Haus in unserer Stadt haben.

Wir haben gerade die Grenze nach Dänemark hinter uns, wo es keine Schwierigkeiten wegen der BTM an der Grenze gab. Ich habe nur meine Bescheinigungen von der TÄ-Vereinigung vorgezeigt und schon durften wir einreisen. In der Bescheinigung steht, das ich in ganz Europa, ohne die Oststaaten, diese mit mir führen darf. Auch steht in der Bescheinigung, das wenn ich eines der BTM benutze, dieses schnellstmöglich vom Tierarzt oder einer TK bestätigt werden muss.

Da es erst kurz nach 16.00 Uhr ist, wollen wir noch zwei Stunden bis zum nächsten Campingplatz fahren und dort übernachten. Von dort aus wollen wir etwas vom Land sehen und erst in drei Tagen weiter nach Schweden.

Wir besuchen alle Städte die wir beim ersten mal Besucht haben. Doch eine große Veränderung hat es nicht gegeben. In dem Ort wo wir einen Bunker, von Tieren, befreit haben, erinnert sich kaum noch jemand an uns. Erst wenn wir unseren Namen gesagt haben, tauchte langsam die Erinnerung an das damals geschehene auf. Viele Tiere, oder ihre Nachkommen, wurden uns vorgeführt und zu jedem haben wir eine Verbindung aufgebaut.

Bis einem Tier. Das hat uns sehr ausgiebig beschnuppert, ist dann zu seiner Mutter gelaufen, obwohl es eine unterschied von mehreren Jahren gibt, um dann zu uns zurück zu kommen. Auch die Mutti kam zu uns und fingt fürchterlich an zu weinen. Sie hatte uns nach all den Jahren Erkannt, nun war sie bei uns und weinte sehr stark. Immerhin war dieser Hund auch schon 18 Jahre alt.

Ich vermutete das die Hündin nur auf mich gewartet hat, um zu Sterben. Denn so war es auch! Nachdem die Hündin an mir geschnuppert hatte, legte sie ihren Kopf in meine Hand und verstarb.

Natürlich fingen alle Hunde in der Nähe an zu jaulen. Ein jeder der Hunde kam und nahm Abschied von der Hündin. Auch mir standen die Tränen in den Augen als ich gesehen habe, wie die anderen Hunde Abschied nahmen. Monika Verlies nach dem fünften Hund den Ort des Geschehens. Sie konnte einfach nicht mehr zu sehen.

Aber eines freute mich trotzdem! Das war, das es noch immer keine Hunde gab und auch Katzen gab, die heimatlos waren. Jeder Hund und jede Katze wurde von einem Dorfbewohner versorgt und wenn es draußen kalt wurde, durften die Tiere ins Haus oder waren in einem warmen Gebäude gut versorgt.

Nachdem der Hund beigesetzt wurde sind wir weiter. Wir wollten noch zu einem anderen Ort fahren, an dem wir ein Erlebnis hatten. Dort angekommen gab es keine Erinnerung an uns. Selber die Tafel, die damals im Hafen angebracht wurde, war nicht mehr lesbar. Zwar war sie noch an ihrem Platz, doch lesen war fast unmöglich. Aber ich wusste was auf der Tafel gestanden hat.

Darum suchten wir zunächst die Frau die uns erst auf das geschehen aufmerksam gemacht hatte. Doch diese war schon vor einigen Jahren verstorben. Nur die Nachkommen der Hunde waren noch ermittelbar und so fuhren wir zu dem Tierheim in dem die Tiere nach so langen Jahren noch lebten.

Es gab nur noch eine Hündin die so alt war, das die Mutter tatsächlich eine der Hündinnen von damals gewesen sein konnte. Zu diesem Hund wollte ich und erfuhr, das dieser Hund sich seit dem er im Tierheim ist, etwa 15 Jahre, geweigert hatte das Tierheim zu verlassen. Immer wenn Interessenten da waren, hat sich der Hund aggressiv verhalten. Sobald die Besucher nicht mehr da waren wurde er zum Schoßhund.

Darum war er die Anlaufstation für mich. Ich begab mich zu dem Hund und betrat den Zwinger in dem der Hund lebte. Erst verhielt er sich wie zu erwarten war. Er zeigte mir seine Zähne und bellte auch in meiner Richtung. Da ich aber nichts machte, wurde sein Bellen immer weniger. Zuletzt schnupperte er nur noch in meine Richtung.

Man konnte förmlich sehen, wie der Hund nachdachte. Sehr langsam stand er dann auf und schaute mich an. Da der Hund nun stand, ging ich in die Knie und fing an mit dem Hund zu reden. Natürlich auf deutsch, weil ich kein Dänisch kann. Sehr langsam kam der Hund zu mir und obwohl er mich nicht kennen konnte, er wurde Jahre nach unserem letzten Besuch geboren, fing er an mit dem Schwanz zu wedeln.

Als er bei mir war, schnupperte er an mir und dann hörte ich ein Geräusch von ihm, was ich vorher und nachher nicht mehr gehört habe. Es war wie ein Seufzer, nur war der Ton viel tiefer. Er stürmte nun zur Tür hinaus und draußen hörte man sein Bellen. Nach kurzer Zeit kam er mit einigen anderen Hunden wieder zurück. Während die anderen Hunde um mich herum Platz nahmen, kam der Hund wieder zu mir und setzte sich neben mir hin.

Dabei weinte er vor sich hin. Nach etwa einer Minute legte er seinen Kopf auf meine Schulter, weinte aber immer noch. Darum sagte ich ihm: „Weine nicht weiter, mein Kleiner! Du wirst schon bald jemand sehr glücklich machen, wenn Du endlich mit ihm mitgehst.“ Aus den Augenwinkeln hatte ich schon ein junges Paar gesehen, das begleitet wurde von einem kleinen Mädchen. Dieses schätze ich auf 8 Jahre.

Das Mädchen drückte sich die Nase platt an der Glasscheibe die zwischen uns war. Darum bat ich die Heimleiterin, diese war mit im Raum und hatte mit steigendem Interesse mich und den Hund beobachtet, darum das sie das kleine Mädchen zu uns holen soll.

Daraufhin Verlies die Leiterin den Raum und sprach kurz mit dem Paar vor der Glasscheibe. Ich sah das die Frau nickte und die Leiterin betrat mit dem kleinen Mädchen den Raum. Dabei sagte sie mir, das das Mädchen Agneta hieß.

Ich winkte Agneta zu mir und sie setzte sich auch gleich zu mir. Ich nahm sie fest in den Arm und der Hund schaute genau zu. Dann kam er zu uns, schnupperte zunächst wieder an mir, dann an Agneta. Leise fing er an zu jaulen und ich redete wieder mit ihm. Noch immer auf deutsch, da jedoch keine Reaktion von dem Hund kam, redete ich auf englisch weiter mit ihm. Jetzt schien er mir zu zu hören und ich erklärte ihm auf englisch, das Agneta die richtige für ihn ist.

Lang, nachdem ich ruhig war, schaute er mich an, dann erst schaute er zu Agneta. Die Eltern der kleinen waren noch immer am Fenster, denn inzwischen waren fast 15 Minuten vergangen und der Hund war noch immer nicht nicht zu dem kleinen Mädchen gegangen.

Erst jetzt ging der Hund zu dem Mädchen, schnupperte an ihr und kam dann zu mir zurück. Lange schaute er mir in die Augen, dann geht der Hund zu Agneta. Er köpfelt mir ihr und es ist beschlossene Sache, das das Mädchen den Hund mit nimmt. Jedoch schaut mich das Mädchen an und ich nicke nur mit dem Kopf. Auch der Hund schaut mich an und auch hier nicke ich mit dem Kopf.

Danach freut sich der Hund riesig, läuft öfters um Agneta und mir herum und setzt sich dann zu Agneta. Der Hund hat seine Entscheidung getroffen und auch als die Eltern von Agneta dazu kommen, bleibt der Hund bei Agneta liegen.

Sie blieben bis zum Tode von dem Hund zusammen und als nach nur 6 Jahren der Hund starb, besuchten die Eltern von Agneta zusammen unser Tierheim und fanden auch diesmal einen Hund der schon einige Jahre bei uns war.

Zwei Jahre später war Agneta wieder bei uns sund sie holte ihren Letzten Hund. Dieser war nur etwa 1 Jahr alt, jedoch glich er allen Hunden in der Farbe.

Die Fahrt nach Schweden enthält eine weitere Geschichte!
 
  • Post aus Bayern Beitrag #675
Gemeinsamer Urlaub Teil II


Noch zwei Tage blieben wir in Dänemark. Dabei besichtigten wir auch ein Schloß in dem es angeblich Spuken soll. Doch bisher hat niemand etwas beweisen können. Als wir dann nach Frederikshavn kamen, schauten wir uns um wann die nächste Fähre nach Schweden ablegen wird. Wir hatten Glück und konnten noch einen Platz für unser Wohnmobil erhaschen. Da die Überfahrt mehr wie 8 Stunden dauern sollte, buchte Herbert eine Kabine für uns drei.

Die Fähre legte pünktlich um 20.00 Uhr ab und unsere ganze kleine Familie besuchten zunächst die Kantine der Fähre. Dort gab es eine kleine Auswahl an Speisen und nach einer Stunde verließen wir die Kantine wieder und gingen in unsere Kojen. Darum sehr früh, weil unsere Fähre schon um vier Uhr anlegen wird und wir dann Munter sein müssen. Zwar verlassen wir fast ganz zum Schluss die Fähre aber trotzdem müssen wir ab 4.00 Uhr an unserem Fahrzeug sein.

Am anderen Morgen sind wir alle Pünktlich am oder im Mobil und wir sind doch erstaunt,das schon 35 Minuten die fahrt für uns frei gegeben wird und die Fähre verlassen werden kann. Herbert ist direkt zum Zoll gefahren, da ich meine Notfalltasche anmelden muss. Dort ist nach einem kurzen Blick auf die Liste meiner Medikamente und die Internationale Genehmigung, ist es kein Problem nach Schweden ein zu reisen.

Doch gleich nachdem wir unser Mobil wieder betreten haben und der Motor lief,. Rief ich „Stop“ und ich griff zu meiner Notfalltasche. Denn ich hatte in einer Ecke gesehen, das dort ein Hund und eine Katze liegen. Beide schienen nicht mehr Kraft zu besitzen um weg zu laufen.

Sofort bin ich aus dem Mobil und laufe schnell zu den Tieren. Kaum bin ich da, fange ich an die beiden zu untersuchen. Aber aus den Augenwinkeln sehe ich das dort noch mehr Tiere sind. Als ich genauer hinsehe, sind es 6 Welpen und 4 kleine Katzen. Diese scheinen erst ein paar Stunden alt zu sein.

Auch ein paar Beamte des Schwedischen Zolls sind wohl auf mich aufmerksam geworden. Es ist auch schon verdächtig, wenn eine Frau in Begleitung eines Mannes und eines Mädchen das Zollgebäude verlässt, sich in das Mobil setzt und sobald der Motor wieder läuft aus dem Mobil springt und mit einer Tasche in der Hand zu einem anderen Gebäude läuft.

Darum bin ich auch bald von 3 Frauen und vier Männern umringt. Als sie ankamen sagten alle kein Wort mehr als sie erkannten warum ich aus dem Wagen bin. Wortlos stehen sie um mich und machen sofort Platz als Herbert und Monika bei mir auftauchen, Auch Herbert kniet sich hin und schaut mich fragend an.

Kurz sage ich ihm, welche Medikamente die beiden Muttis brauchen, dann bin ich zu den Kleinen. Dabei folgte mir Monika wie ein Schatten. Sie wollte, wie sie mir sagte, Medikamente von ihrem Vater holen, wenn ich welche benötige.

Jedoch brauche ich bei den 6 Hunden und vier Katzen keine Medikamente, denn sie haben nur Hunger.Also schaue ich nach Herbert und sehe das er mit einem Beamten spricht. Nach wenigen Augenblicken dreht sich dieser um und läuft schnellen Schrittes ins Gebäude zurück. Herbert redet noch mit einem weiteren Beamten, dann kommt er zu mir.

Als er da ist sagt er nur, das er keine Medis geben musste, trotz meines Rates doch als er gesehen hat, was bei mir los ist, hat er davon abgesehen. Nun sagt er noch: „Wenn es genehm ist, Frau möchte gern Doktor, können die beiden zu ihren Jungen um sie erst einmal zu füttern. Aber nicht zu lange, dazu sind die beiden zu erschöpft.“

Ich stimme ihm zu und er holt zusammen mit Monika die beiden. Kurz darauf hört man ein zufriedenes Schmatzen und die kleinen Saugen bei ihren Muttis. Doch schon nach fünf Minuten trennt Herbert die beiden wieder von den jungen.

In diesem Moment hält ein Bulli neben uns und eine Frau sagt in perfekten Englisch zu uns, das sie nun die Tiere abholt und das sie von einem Tierheim in der Nähe ist. Dort kommen die Tiere auch hin und die kleinen werden erst einmal von Ammen versorgt, während die beiden Muttis sich erst einmal ausruhen dürfen.

Nachdem die Tiere in ihrem Bulli sind, fahren sie davon und auch wir wollen fahren. Doch die Beamten halten uns auf und sagen das die 10 Kleinen unter ihnen aufgeteilt werden, sobald sie dazu in der Lage und alt genug sind.Die beiden Muttis werden von einem älteren Beamten zu sich genommen, wenn sie soweit sind. Also sind alle 12 Tiere vermittelt und der ältere Beamte sagt zu uns, das er jetzt erst einmal mit dem Tierheim telefonieren muss um alles klar zu machen. Auch wird eine Bescheinigung in Englisch und Schwedisch ausgestellt in dem noch einmal unser Vorgehen geschildert wird.

Auch wir fahren weiter und nach fünf Tagen sind wir kurz vor der Grenze nach Finnland. Aber Herbert sagt zu mir, das sie langsam wieder zurück fahren müssen denn es sind nur noch eine Woche bis wir das Wohnmobil wieder zurück geben müssen und auch unser Urlaub zu Ende ist.

Darum fährt Herbert nach kurzer Absprache mit unserer Tochter Monika über Norwegen zurück. Bis kurz vor Oslo, der Norwegischen Hauptstadt kommen wir. Dann gibt es einen Aufenthalt den wir alle nie vergessen werden. Denn wir trafen auf die Norwegische Königin!

Doch dazu demnächst mehr!
 
  • Post aus Bayern Beitrag #676
Gemeinsamer Urlaub III





Wir sind nicht weit von Oslo, der Schwedischen Hauptstadt, entfernt, als wir in einen Stau geraten. Da dieser nur drei Kilometer lang sein soll, so sagt der Sprecher im Radio auf Englisch, bleibt Herbert auf der Autobahn. Denn drei Kilometer sitzt man auf der linken Backe ab. So sagt jedenfalls Herbert.

Immerhin ist es unser erster Stau, seitdem wir in Deutschland los gefahren sind. Darum bleibt auch Herbert auf der Autobahn. Normalerweise lohnt es sich nicht, die Bahn zu verlassen, weil die Umleitungsstrecke meist sehr überlastet ist. Das war der Grund das Herbert auf der Autobahn geblieben ist.

Auch haben wir die Nachricht von dem Stau zu spät erhalten. Doch die Abfahrt liegt etwa 1,5 Kilometer vor uns. Herbert sagt dazu: Wenn wir die Abfahrt schnell erreichen lohnt sich eine Umfahrung nicht. Wenn es länger dauert erst recht nicht, denn dann sind viele schon auf die Umleitung abgefahren.“

Langsam geht es weiter und Herbert entschließt sich dazu, nicht der Umleitung zu folgen sondern auf der Bahn zu bleiben. Er hofft das der Stau bald überstanden ist. Bald sehen wir auch den Grund des Staus. Eine schwarze Limousine steht am Straßenrand und der Standstreifen und die rechte Spur sind gesperrt. Dahinter stehen zwei Polizeiwagen mit eingeschaltetem Blaulicht.

Neben der Fahrbahn stehen eine Frau und ein Mann. An dem Wagen ist die Motorhaube offen. Noch mehr erstaunt mich aber, das hinter dem Polizeiwagen ein Schild steht, auf den geschrieben steht: „Veterinär?“ Obwohl Herbert auf der rechten Spur fährt und neben uns einige PKW fahren setzt Herbert den Blinker nach links und als er in den fließenden Verkehr herein gelassen wird, fährt Herbert sofort nach rechts.

Auf dem Standstreifen hinter dem Polizeifahrzeugen bleibt er stehen. Ich aber springe schon aus dem Wagen und bekomme mit, wie Herbert etwas zu Monika sagt. Es wird wohl so sein, das er Monika sagt das sie im Wagen bleiben soll.

Schon bald stehe ich vor einem Beamten und werde von diesem Aufgehalten. Bevor er etwas sagen kann zeige ich auf mich und sage „Veterinär!“. Da dreht sich der Beamte um und ruft in Richtung seiner Kollegen das ein Tierarzt da ist. Im gleichen Moment erscheint auch Herbert neben mir. Er hat meine Notfalltasche dabei. Monika steht fünf Schritte hinter ihm und er sagt dazu: „Sie wollte einfach nicht im Mobil bleiben! Aber das sie immer hinter mir bleibt hat sie mir versprochen.“

Ein Mann in Zivil kommt zu uns und er sagt etwas auf Schwedisch. Herbert antwortet jedoch auf Englisch und sofort reden die beiden zusammen. Dann sagt Herbert zu mir, das in dem Wagen zwei Hunde sind, denen es sehr schlecht geht und wir mal nach ihnen schauen sollen.

Herbert zeigt auf mich und sagt das ich die TÄ bin und er nur ZA. Dann stellt er auch noch Monika vor, jedoch sagt der Zivilist, das nur Herbert und ich zu den Hunden dürfen und Monika hier oder neben der Autobahn warten soll.

Dann führt der Polizist uns zu dem Wagen, während Monika zu der Frau geht, die ich von irgendwo her kenne. Doch woher soll ich erst später von Monika erfahren. Als Herbert und ich bei der Limousine ankommen zeigt uns der Zivilbeamte sofort die beiden Tiere. Die beiden liegen vollkommen ruhig in ihren Körben, die in dem Wagen eingebaut sind. Sofort fange ich an den ersten Hund zu untersuchen. Beim Abhören des Bauches höre ich ein heftiges Grummel im Bauch. Genau so ist es bei dem zweiten Hund.

ch frage den Zivilist ob die Hunde etwas gefuttert haben, was sie sonst nicht bekommen. Daraufhin bekomme ich zur Antwort, das die Hunde offensichtlich Fische gefuttert haben die sie am Strand gefunden haben. Doch das kann es nicht sein, wie ich auch dem Zivilisten sage. Daraufhin geht der Mann, nachdem er sich entschuldigt hat, zu der mir noch unbekannten Frau.

Mehrere Minuten reden sie zusammen dann kommen die beiden auf mich zu. Doch dreht sich die Frau nach wenigen Metern um und ruft Monika. Unsere Tochter läuft nun zu der Frau, macht einen Knicks und ist noch vor den anderen bei uns. Dann sagt sie zu mir: „Mama! Dort kommt die Königin von Norwegen! Nur das Du es weißt!“

Dann ist die Frau neben dem Wagen und ich steige aus dem Wagen. Bevor ich mich noch verneigen kann sagt die Königin in perfektem Englisch zu mir: „Was haben die Hunde? Kann ihnen geholfen werden?“ Da ich noch nicht fertig bin mit meinen Untersuchungen sage ich es der Königin. Gleichzeitig sage ich, das die Krankheit der Hunde nicht ansteckend ist und es am besten ist, wenn wir eine TK aufsuchen.

Daraufhin befiehlt die Frau, das sofort die nächste TK anzufahren ist. Herbert und Monika rennen zu unserem Mobil zurück und schon kurz darauf setzt sich der Konvoi, bestehend aus zwei Polizeiwagen, der Limousine der Königen, unserem Wohnmobil und noch zwei Polizeiwagen in Bewegung.

Während der Fahrt Untersuche ich immer wieder die Hunde und stelle schon bald eine Verschlechterung des Gesundheit Zustandes der Hunde fest. Das sage ich der Königin und sie befielt, das noch schneller gefahren werden soll.

Nun rasen wir sehr schnell in dem Verkehr. Vor uns zwei Polizeiwagen und hinter uns,direkt dahinter fährt Herbert, noch zwei Streifenwagen. Jede Ampel in der Stadt ist abgesichert mit Polizei und mehrmals sehe ich, wie die Beamten vor dem Wagen Salutieren. Dann scheinen wir eine TK erreicht zu haben, denn die beiden Frauen vor dem Wagen rühren sich nicht, als die Türen des Fahrzeuges auf gehen.

Doch die Hunde werden sehr schnell auf die bereitgestellte Liege verbracht und in die TK geschoben. Die Königin und ich laufen hinterher. Mir wird der Zugang verwert, jedoch auf Befehl der Königin darf ich auch die TK betreten.

Dort schaut der behandelnden Arzt nur kurz von seinen Unterlagen auf, dann versinkt er wieder darin. Mit einem Mal ruckt sein Kopf hoch und er sagt ganz unvermittelt: „Gerda, Du bist hier? Dann ist es eilig! Wo sind die Tiere?“ Das neben mir seine Königin steht, scheint er nicht zu bemerken. Ich mache ihn darauf aufmerksam doch er sagt: „Wenn die beste TÄ der Welt hier in unserer TK ist, dann spielt eine Königin nur eine unter geordnete Rolle. Keiner ist wichtiger wie Du! Entschuldigen Sie bitte ,Hoheit.“

Doch die Königin nickt nur mit dem Kopf und somit ist die peinliche Entscheidung erledigt. Sofort werden die Hunde gründlich untersucht und schon bald steht auch die Diagnose fest. Bei der Verkündigung ist auch die Königin dabei.

Der Tierarzt erklärt daraufhin das die Tiere wohl einen Fisch gefuttert haben der nicht mehr gesund war. Die Fische waren wohl faulig und somit ungenießbar für Hunde und alle anderen Lebewesen. Dem stimmt die Königin zu und erklärt das die Hunde mit zum dem großen Fisch war, der an den Strand gespült worden ist. Das sie von dem Fisch etwas gefuttert hat, ist ihr und auch der Begleitung nicht aufgefallen. Wobei noch immer großes Rätselraten über die Art des Tieres besteht.

Nur kurz aber gründlich, hat der Tierarzt die Hunde untersucht, doch ich bin damit nicht einverstanden und sage zu ihm, das auch noch das Blut der Hunde untersucht werden soll. Nach kurzem Zögern stimmt der Tierarzt zu und so werden auch noch Blutuntersuchungen, hierbei handelt es sich um das große Blutbild, durchgeführt.

Diese werden im eigenen Labor der TK durchgeführt. Aber erst als die dort erfahren haben, das es sich um die Hunde der Königin handelt, haben sie sofort die Test durchgeführt. Während also auf die Ergebnisse der Untersuchung gewartet wird, unterhalten wir drei uns. Das sind die Königin, der Tierarzt und ich. Die Hunde wurden zu anderen TÄ gegeben und die versorgen sie weiter mit Medikamenten. Dabei sind diese vier TÄ nur für die Hunde der Königin da.


Bei den Gesprächen stellte ich fest, das die Königin ein ganz normaler Mensch ist. Nicht eingebildet und auch nicht irgendwie eitel. Nach kurzer Zeit bietet sie mir sogar das Du an. Was ich jedoch zunächst ablehne. „Vielleicht später einmal!“ sage ich zu ihr. Dann fragt sie mich, warum der Tierarzt mich die beste TÄ der Welt genannt hat. Hilflos schaue ich den Tierarzt an und nun ergreift der Tierarzt das Wort:

„Vor Ihnen, Majestät, sitzt eine Frau die nie eine Uni von innen gesehen hat. Alles hat sie im Selbststudium erlernt. Sie hat OP Methoden eingeführt von denen noch nie irgendein Tierarzt auf dieser Welt gehört hat. Während der Zeit in der sie praktiziert hat sie bisher nur ein Tier von seinen Leiden erlösen müssen. Aber nur weil das Tier schon im Mutterleib zu sehr verletzt worden war. Eine Hilfe war darum nicht möglich. Sie hat immer gekämpft um das Leben der Tiere. Vor keinem Tier scheint sie Angst zu haben. Seien es Füchse, Wölfe oder Luchse. Sie hat geholfen wenn es nötig war. Und immer gewonnen auch wenn es sehr schlimm um das Tier stand!“

Minutenlang war es anschließend ruhig in dem Raum. Auch als einer der Mitarbeiter des Tierheim kam und dem Tierarzt einen Zettel vorlegte, war es sehr ruhig. Dann stand die Königin auf auch ich und der Tierarzt erhoben uns von unseren Plätzen. Die Königin kam zu mir, drückte meine Hand und nahm mich in dem Arm. Dabei sagte sie auf deutsch zu mir: „Bitte, bitte, nenne mich Silvia! Tu mir den Gefallen.“

Im weiteren Verlauf des Gespräches nannte ich sie nur noch Silvia. Doch noch immer Siezte ich sie. Trotzdem lächelte sie als ich zum ersten Mal von ihr redete und es schien sie nicht zu stören, das ich sie siezte

Der Tierarzt räusperte sich und verlas dann das Ergebnis des großen Blutbildes. Die beiden Hunde hatten keine weiteren Erkrankungen durch den Verzehr des vergammelten Fisch erlitten und somit durfte die Königin weiter fahren. Trotzdem blieb sie noch etwa eine Stunde in der TK und besichtigte dieses. Ertst dann fuhr sie weiter zu ihrem zu Huase. Zum Abschied drückte sie mir noch einmal die Hand und bedankte sich bei mir.

Auch eine Einladung sprach sie aus und am Wochenende besuchte ich sie in ihrem Domizil. Dort lernte ich auch ihren Mann und die Kinder kennen. Wir blieben etwa 5 Stunden, dann mussten wir nach Hause zurück.





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  • Post aus Bayern Beitrag #677
Der Streichelzoo

7Ich bin nun im zweiten Lehrjahr hier im Zoo um meine Ausbildung zur Tierpflegerin zu machen. Alle die wichtig sind hier im Zoo sind sich einig, das ich schon viel zu weit bin mit der Ausbildung. Nach deren Meinung könnte ich auch schon im dritten Ausbildungsjahr sein. Mein Ausbilder sagte zu mir, das er mich noch drei Monate beobachtet und dann entscheidet ob ich schon zur Prüfung soll. Das wäre ein Jahr vor dem Ende der normalen Ausbildungszeit.

Aber das bin ich gewöhnt. Schon in der Hauptschule war ich eine der besten und mein damaliger Lehrer sagte einmal zu mir, das ich doch besser eine Uni besuchen soll. Denn für die Hauptschule bin ich zu schlau. Doch meine Eltern konnten sich das nicht leisten. Also trat ich nach ende der Schule eben meine Ausbildung an. Zwar sollte diese im Tierheim stattfinden, aber das ging aus besonderen Gründen nicht.

Der Hauptgrund war, das eine Ausbildung im Tierheim nicht möglich war. Darum suchte die Leiterin des Tierheim für mich einen Ausbildungsplatz und wurde im hiesigen Zoo fündig. Aber meine Stelle habe ich im Tierheim, wo ich auch nach der Ausbildung wieder hingehen werde. Denn nichts hält mich im Zoo.

Ich will wieder ins Tierheim zurück. Zwar gibt es im Zoo viel mehr Tiere und auch mehr Rassen als im Tierheim aber ich gehe anschließend zurück ins Tierheim. Zwar ist die Ausbildung hier im Zoo sehr gut, ich war schon bei den Elefanten, den Affen, bei den Wölfen, bei Kleintieren und bei den Löwen und Tigern. Dort habe ich diverses erlebt und auch viel gelernt. Besonders haben es mir die Gorillas und die Schimpansen angetan.Aber auch Elefanten könnte ich mir vorstellen, sie zu pflegen. Aber leider gibt es diese Tiere nicht im Tierheim.

Aber wegen dieser Tiere will ich nicht auf das Tierheim verzichten. Immerhin wäre ich die erste ausgebildete Pflegerin im ganzen deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz, DDR und auch vielleicht Mallorca), Doch das ist mir vollkommen egal. Ich will zurück ins Tierheim, weil ich dort auch eine Festanstellung bekommen werde. Was im Zoo nicht möglich wäre. Dort bekomme ich nur eine sogenannten Zeitvertrag. Das reicht mir aber nicht.

Im Moment beaufsichtige ich den Streichelzoo. Eine Mitarbeiterin ist überraschend Krank geworden und ich bin der einzige der diesen Posten übernehmen kann, weil ich noch in der Ausbildung bin. Denn für die Beaufsichtigung des Streichelzoos braucht man keine Ausbildung. Auch soll ich diese Arbeit nur bis heute Abend,bis zum Ende der Besuchszeit im Zoo, machen.

Darum bin ich sehr entspannt als ich den Notruf einer Mitarbeiterin erhalte. Dieser Notruf lautet: „Fünfjähriger ist von einer Katze verletzt worden.“ Trotzdem nehme ich meinen Erste Hilfe Koffer an mich und gehe zu dem Bereich aus dem der Notruf kam.Dort sehe ich einen Jungen liegen, der anscheinend von einer Katze verletzt wurde.

Doch bevor ich ihn untersuchen kann, sagt der Junge zu mir: „Es war eine große Katze. Nicht solch ein Tier wie hier im Bereich! Suche bitte nach dem Tier!aber lasse es Leben. Denn das Tier kann nichts dafür das ich verletzt wurde!“

Ich bin sehr erstaunt darüber was mir der fünfjährige Junge sagt und erfahre nun, das er von seinen Eltern, bevor sie den Zoo besuchten, auf genaueste Aufgeklärt worden ist über die Tiere die hier im Zoo leben. Darum wusste er genau, das jenes Tier nicht hier in den Streichelzoo gehörte. Doch um welches Tier es sich handelt, konnte er nicht genau sagen.

„Vielleicht ist es ein Tiger oder Gepard. Ich weiß es einfach nicht.“ sagt er zu mir und zuckt dabei mit den Schultern. Doch mir ist es egal welches Tier es ist, denn ich weiß nun, das es eine Raubkatze ist und davor ist allemal zu warnen.

Schnell laufe ich zum Zoo eigenen Telefon und informiere den Zoodirektor. Kurz darauf ertönt aus den Lautsprechern, die überall im Zoo sind, eine Warnung. Die Besucher werden aufgefordert, wenn sie in der Nähe eines Ausganges sind, sofort den Zoo zu verlassen. Dabei wird auch auf einen freilaufenden Tiger hingewiesen. Alle Personen die nicht in der Nähe eines Ausganges sind, sollten die Schutzräume aufsuchen.

Schon bald sind alle Pfleger der Tiere allein im Zoo. Die Besucher haben entweder den Zoo verlassen oder sich in Schutzräume begeben. Zu zweit durchsuchen alle Pfleger den Zoo. Jedoch kann die große Katze zunächst nicht gefunden werden. Auch die Polizei ist inzwischen eingetroffen und sichert zunächst die Besucher die noch im Zoo in den Schutzräumen geblieben sind, damit diese den Zoo verlassen können.

Peter und ich sind inzwischen dabei, im Streichelzoo noch einmal hinter jeden Busch zu schauen. Als Peter wieder einmal in einem Busch sucht, zuckt er plötzlich zurück. Leise ruft er nach mir und als ich dann bei ihm bin, flüstert er mir ins Ohr: „Hinter dem Busch sitzt unser Sibirischer Tiger. Aber er ist nicht allein. Noch ein anderer Tiger ist bei ihm. Mir scheint es so, als wenn unser Tiger Weiblich ist und gerade entbunden hat.“

Vorsichtig schaue ich in den Busch und muss ihm recht geben. Dann sage ich zu ihm, das er sofort zum Leiter des Suchtrupps laufen soll und dort Bescheid gibt, wo der Tiger ist. Sofort macht er sich auf den Weg und entschwindet schon bald meinen Blicken.


Ich schaue wieder zu dem Tiger und bemerke auf einmal, das sich das große Tier nicht bewegt, obwohl das kleine immer wieder gegen den Körper des Großen Tigers stößt.

„Da kann etwas nicht stimmen!“ sage ich zu mir und gehe direkt zu den Tieren. Kaum bin ich da faucht mich der große Tiger ganz leise an. Darum wende ich mich zuerst an ihn und sage: „Hör genau zu! Du bist zu schwach um dein junges zu ernähren. Darum müssen wir Menschen das machen. Ich bringe nun den Kleinen sofort zum Tierarzt und du wartest hier. Ich bin gleich zurück!“

Damit wende ich mich dem Kleinen zu und nehme es auf den Arm. Dann gehe ich aus dem Gebüsch und sehe schon vier Leute auf mich zu kommen. Drei von ihnen haben Schusswaffen dabei. Als sie mich erreichen sage ich ihnen, wo der große Tiger ist, aber dann ertönt schon ein Rascheln im Gebüsch. Sofort heben die drei Männer ihr Schusswaffen, jedoch sage ich zu ihnen, das sie auf keinen Fall schießen sollen.

Was sie auch nicht machen als der Tiger aus dem Gebüsch erscheint. Ich zeige dem großen Tier das kleine und sofort folgt mir Langsam der Tiger. Ich passe mich seiner Geschwindigkeit an und schon bald läuft der Tiger neben mir her. Er ist keine 10 Zentimeter von meinen Beinen entfernt, doch ich gehe immer weiter zum Haus des Tierarzt.

Einer der Männer die mich begleiten, inzwischen sind alle Mitarbeiter des Zoo´s und die Polizei bei mir. Alle haben die Hand an der Waffe, jedoch macht keiner Gebrauch davon. Als wir beim Haus ankommen reißt einer sofort die Tür auf und ruft nach dem Tierarzt. Da dieser aber nicht da ist, betrete ich das Haus. Hinter mir kommt der Tiger und legt sich sofort hin, als ich mich auch setze.

Nur kurz warten wir, dabei sind fast alle Männer in dem Raum, als der Tierarzt zu mir tritt. Nur kurz hebt der alte Tiger den Kopf, schnuppert an dem Tierarzt dann singt der Kopf wieder auf den Boden. Der Tierarzt holt sofort Milch heran, bringt diese sofort auf die nötige Temperatur und gibt mir dann die Flasche. Damit füttere ich den kleinen Tiger, während der große mich genau beobachtet.

Als der kleine genug getrunken hat, lege ich ihn zu seiner Mutter. Diese schleckt den kleinen ab, dann schaut sie uns dankbar an. Wieder nehme ich das kleine auf den Arm und sofort folgt mir der große Tiger. Ich gehe zu ihrem Gehege und dabei stelle ich fest, das jemand vergessen hat das Gatter wieder zu schließen und so der Tiger sein Gehege verlassen konnte. Warum es niemand auffiel das der Tiger fehlte wird wohl für immer im Geheimen verborgen sein.

Aber wie wir bald feststellten. Gab es ein Problem! Die Mutter konnte ihr kleines nicht säugen. Der Tierarzt hat probiert dem kleinen die Flasche zu geben. Jedoch hat die große Tigerin immer wieder die Annäherungsversuche des Tierarzt abgewehrt.

Nach drei Tagen wurde ich gerufen und der Tierarzt redete lange mit mir. Dabei sagte er mir, das der Tiger es einfach nicht zulässt, wenn er kommt um dem kleinen die Flasche zu geben. Ich bin die einzige Hoffnung die sie nun haben. „Stellst Du dich zur Verfügung um unter Bewachung den kleinen zu versorgen?“ Natürlich sagte ich „Ja“ und so kam es, das ich schon bald eine riesige Flasche mit Tiermilch in der Hand hatte.

Dann ging ich zum Tiergehege und betrat dieses doch sehr unsicher. Aber ich wusste, das mindestens 4 Gewehre mich beschützten und auf die Tiermutti gerichtet waren. Als die Mutti mich erblickte, fauchte sie zunächst und ich hatte schon Angst, das der Tiger mich angreift. Doch ich hob nur meine Hand. Damit wussten alle, das sie zwar bereit sein müssen, aber nicht eingreifen müssen.

Und die Mutti lies´es zu, das ich den kleinen Tiger fütterte. Zwei Wochen machte ich dieses, dann kam die Mutti zu mir, legte sich so hin das ihr junges bei ihr saugen kann. Ich verstand sofort und legte den kleinen Tiger bei ihr an. Sofort fing der kleine an zu saugen und zum ersten mal streichelte ich der Mutti über den Kopf. Alle Berührungen hatte ich bisher vermieden.

Nun konnte ich nicht anders und kraulte die Tiermutti hinter den Ohren. Das schien ihr so zu gefallen,das ich der einzige war, der sie hinter den Ohren Streicheln durfte. Auch nach 15 Jahren war ich der einzige der zu dem Tiger durfte. Jedes mal wenn ich den Zoo besuchte war der Tiger bei mir und ich musste ihr Gehege betreten. Dann schmuste der Tiger mit mir. Der junge Tiger bekam von mir den Namen Ferdi und er blieb bei uns. Obwohl ich in den letzten Jahren nicht mehr bei ihr war, erkannte sie mich sofort wieder. Dicht am Gatter zum Gehege stand der Tiger und brüllte, was ihre Lungen hervor gaben. Darum bin ich zu ihr. Sie legte sofort ihren Kopf auf meinen Schoß, wie sie es immer gemacht hat, schaute mich noch einmal an und schloss die Augen. Ich wusste sofort, das der Tiger gestorben war und nahm sie ganz fest in meine Arme. Dabei weinte ich wie ein Schlosshund.

Der Tiger bekam in unserem Tierheim ein Besonderes Grab. Auf dem Grabstein war eine große Katze dargestellt. Sehr oft war ich an dem Grab und ich traf oft den Tierarzt des Zoo´s. Einmal sagte er mir, das er es sehr bedauert, das sie keinen Sibirischen Tiger mehr haben. Denn das waren die einzigen Tiere in die er sich verlieben konnte.
 
  • Post aus Bayern Beitrag #678
Eine lange, schöne, ergreifende Geschichte nach der anderen.

Danke Tschikitta :)
LG
 
  • Post aus Bayern Beitrag #679
Die Grenze in Portugal

Eigentlich wollten Herbert und ich unseren zweiten Urlaub nach unserer Hochzeit in ein paar Wochen beginnen. Doch im Moment sieht es so aus, das es aus diesem Urlaub nichts wird. Denn mein Urlaub steht auf der Kippe und auch der Urlaub von Herbert ist nicht sicher. Denn wir sind zwar verheiratet haben aber noch kein Kind und bei mir im Tierheim und auch in der Zahnklinik von Herbert heißt es, das erst Familien mit Kindern in Urlaub fahren können und dann die anderen.

Nur haben Herbert und ich unseren Urlaub so geplant, das wir genau in dieser Zeit auch unseren Urlaub nehmen wollen. Darum sitzen wir beide auch des Offerten zusammen und reden über unseren Urlaub. Bis wir auf die Rettende Idee kommen. Warum kein Wohnmobil mieten und einfach drauf los fahren.

Beide sprechen wir bei unserem Arbeitgeber vor und bei mir gibt es deswegen keine Schwierigkeiten. Nur bei Herbert werden Schwierigkeiten gemacht, obwohl er seinen Urlaub nach den großen Ferien nehmen will. Aber sein Arbeitgeber meint, das dann zu viele Mitarbeiter fehlen werden.

Nun reicht es Herbert und er sagt klipp und klar, das er zum ersten des nächsten Monats, nach dem Urlaub, kündigen wird. Nun kann er seinen Urlaub antreten und er sagt mir zu seiner Entscheidung: „Ich habe schon seit einiger Zeit ein Angebot vorliegen von einem älteren Kollegen. Ich soll dort zwar nur für ein Jahr mithelfen in der Praxis, kann sie dann aber kostenlos übernehmen.“

Natürlich bin ich mit seinem Vorschlag einverstanden und beantrage nun meinen Urlaub. Auch Herbert sagt seinem Arbeitgeber, das er seinen Urlaub in der Zeit nimmt, in der ich auch Urlaub habe. Auch er bekommt seinen Urlaub in der Zeit und so beginnen wir mit den Vorbereitungen. Zunächst ist es wichtig ein Wohnmobil zu mieten und schon beim ersten Händler hat er Erfolg. Außerdem ist es schon außerhalb der Ferienzeit und somit das Wohnmobil erheblich billiger.

In der ersten Woche unseres Urlaubes fahren wir nur einfach drauflos. Wir sind bis an die Atlantikküste gefahren und auf einmal sagte Herbert zu mir: „Was hältst Du von Portugal? Sollten wir nicht morgen dahin fahren? Oder weißt Du ein anderes Ziel?“ Natürlich bin ich einverstanden und schon am nächsten Tag sind wir unterwegs nach Portugal. Dabei fahren wir immer in der Nähe der Küste entlang.

Nach zwei Tagen erreichen wir zur Mittagszeit die Grenze nach Portugal. Schon am Grenzübergang, rechts und links von der Straße, fielen mir die frei herumlaufenden Hunde auf. Aber mir fiel ein besonderer Hund auf. Dieser lag Abseits von den anderen Tieren und hob nur ab und zu den Kopf um den fließenden Verkehr zu beobachten.

Nun schaute er doch interessiert zu uns hinüber, jedoch legte er seinen Kopf schnell wieder auf seine Pfoten. Ich machte Herbert auf den Hund aufmerksam und er fuhr sofort nach dem Grenzübertritt an den rechten Rand der Straße. Ich hatte schon meine Tasche genommen und sobald das Mobil stand, bin ich aus dem Wagen und zu dem Hund gelaufen..

Das ich dabei die Staatsgrenze nach Spanien überschritt, war mir in diesem Moment egal. Aber nicht den Grenzern! Sofort heulte eine Sirene und innerhalb kurzer Zeit war ich umstellt von Zollbeamten. Aber da hatte ich schon den Hund erreicht und kümmerte mich um ihn.

Einer der Beamten sprach mich an doch ich reagierte nicht, sondern untersuchte den Hund weiter. Darum sprang Herbert ein und sprach den Beamten auf Englisch an. Da Herbert aber schnell merkte, das der Beamte ihn nicht auf englisch verstand, versuchte er es auf deutsch. Nun reagierte der Beamte und schon bald waren beide in ein Gespräch vertieft.

Dann gab der Beamte einige Befehle auf Portugiesisch und die Beamten um mich herum, öffneten den Kreis. Auch nahmen sie ihre Waffen zurück, die sie bisher auf mich gerichtet hatten.

Doch das alles störte mich nicht. Sondern ich gab dem Hund erst einmal etwas zu trinken. Diese Flasche mit Wasser habe ich immer in meiner Tasche. Zwar ist es dazu gedacht das ich mir die Hände wasche, aber in diesem Fall musste das Wasser der Flasche dazu her halten, den ersten Durst des Hundes zu löschen.

Als der Hund getrunken hat, es war fast ein halber Liter, untersuchte ich den Hund weiter. Doch eine weitere Krankheit konnte ich zunächst nicht feststellen. Beim Abhören war nichts au0ergewöhnliches fest zu stellen. Aber beim Abtasten bemerkte ich doch eine Verletzung der Wirbelsäule. Dadurch ist der Hund gelähmt.

Ich fange an zu fluchen und Herbert braucht nicht mehr zu übersetzen. Denn der Beamte versteht mich sehr genau. Sofort rennen einige der Zollbeamten weg und kommen kurz darauf mit Wasser gefüllten Eimern zurück. Diese stellen sie in einiger Entfernung ab und es dauert nicht lange, bis der erste Hund zu einem Eimer geht und anfängt zu trinken. Erst danach gehen auch die anderen Hunde zu den Eimern und fangen an zu trinken.

Doch schon bald sind die Eimer leer und sofort werden die Eimer gefüllt. Erst als diese Eimer zur Hälfte geleert sind, haben die Hunde ihren Durst gestillt. Jetzt kommt jeder Hund und bedankt sich bei den Zöllnern. Ich kann sehen, wie eine Veränderung in den Zöllnern vorgeht und sage zu dem Beamten der deutsch kann: „So soll es sein! Glauben Sie es mir, die Hunde werden die besten Freunde die sie jemals hatten. Mit Sicherheit sind auch einige darunter, die zu irgend einem Zweck ausgebildet werden können. Versuchen Sie es!“

Dann wende ich mich wieder dem verletzten Hund zu und frage nebenbei, wo eine Tierklinik ist. Doch ich bekomme zur Antwort, das diese schon informiert worden ist und der zuständige Tierarzt in wenigen Minuten da ist. Kaum hat der Zöllner ausgesprochen biegt schon ein PKW, gefolgt von einem Sanitäter Fahrzeug auf den Platz.

Ich erkläre dem Tierarzt, denn um solch einen handelt es sich, genau was ich vermute. Es scheint nur eine Prellung der Wirbelsäule zu handeln. Trotzdem sollen die Sanis sehr vorsichtig sein. Der Hund wurde auch tatsächlich sehr vorsichtig in den Sanka gebracht.

Bevor wir weiter gefahren sind, habe ich noch ein kleines Wunder erlebt.Überall standen Schüsseln oder Eimer mit Wasser. Die Grenzbeamten hatten diese nach und nach geholt, während ich den Hund Untersucht habe.An diesem Grenzübergang brauchte kein Tier mehr Durst haben. Immer standen genug Behälter herum,die sofort befüllt wurden wenn sie leer waren. 15 Jahre später waren wir wieder an diesem Grenzübergang und noch immer standen überall Behälter mit Wasser.

Herbert und ich sind auf einem in der Nähe befindlichen Parkplatz gefahren und sind dann langsam wieder zurück zur Grenze. Nicht nur das Gefäße mit Wasser da waren, auch standen Behälter mit Futter über das gesamte Gelände verteilt. Zwar war es nur Trockenfutter aber Hunde und Katzen hatten immer genug zu Essen und Trinken. Auf einem Schild wurde um eine kleine Spende für die Versorgung der Tiere gebeten. Dieses Schild war in mehreren Sprachen geführt. Auch in Deutsch.
 
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Mein kleiner „Bruder“


Seit etwa zwei Jahren bin ich hier im Zoo und mache meine Ausbildung zur Tierpflegerin. Leider war dieses im Tierheim nicht möglich obwohl ich nur im Tierheim arbeiten werde. Im Tierheim gibt es eben nicht so eine Auswahl an Tieren wie hier im Zoo. Im Tierheim gibt es meistens nur Katzen, Hunde und andere kleine Tiere. Im Zoo dagegen sind es auch große Tiere, z.B. Elefanten, um das größte zu nennen, aber auch viele Raubtiere die es im Tierheim nicht geben kann.

Dazu sind diese Tiere viel zu gefährlich. Denn sie greifen auch uns Menschen an. Was sie dann mit uns machen, brauche ich hier nicht näher zu erläutern. Aber es gibt auch Tiere die sehr viel kleiner sind als die Tiere im Tierheim. Dafür aber sind leider viele auch gefährlicher wie die Tiere im Tierheim. Nehmen wir zum Beispiel Otter. Diese sind nicht viel größer als Katzen. Aber sie können einen Menschen Töten und das nur mit einem Biss ihrer scharfen Zähne.

Aber es gibt auch Tiere in dem Zoo, die zwar Menschenfeindlich sind, aber trotzdem sehr gut auf Menschen ansprechen. Besonders auf mich. Sei es der Wolf oder die Gorillas im Zoo oder der Tiger. Alle befanden sich im Zoo und haben mir nichts getan, obwohl ich direkt bei ihnen war.

Sei es der Wolf, dem ich bei der Geburt des kleinen geholfen habe. Oder sind es die Schimpansen, der ich bei dem Überleben eines kleines geholfen habe, indem ich eines der kleinen einfach zum Tierarzt gebracht habe. Aber auch die Elefanten sind mir sehr gewogen, denn ich habe sie nie als Tiere behandelt, sondern als Mitglieder der menschlichen Gesellschaft.

Darum freuen sich auch genau diese Tiere, wenn sie mich sehen. Die Wölfe schauen mich nur an und kommen zum Gatter des Geheges, die Tiger stimmen nur ein Geheul an und die Gorillas versammeln sich alle dort, wo ich auch bin. Schon mehrfach war ich bei den Gorillas. Keines der Tiere hat mich jemals angegriffen, sondern ich konnte mich vollkommen frei in dem Gehege bewegen. Ebenso war es bei den Elefanten!

Nun haben wir einen Tag der offenen Tür im Zoo. Dabei kann auch hinter die Kulissen des Zoos geblickt werden. Natürlich wird der Bereich mit den Neugeborenen sehr oft besucht. Doch hier gibt es ein Problem! Gerda, meine Namensvetterin, ruft mich zu sich. Bei ihr ist ein kleiner junge, der wohl anscheinend von keinem vermisst wird.

Also bleibt der kleine bei mir. Etwa fünf Stunden blieb er bei mir, bis seine Eltern sich meldeten. In der Zeit bin ich mit dem jungen, er war etwa 12 Jahre alt, jedoch hatte er das verhalten eines sechs jährigen, war.

Der junge freute sich über alles was ich ihm in Zoo zeigte. Es waren viele Ziele dabei, die nie ein Besucher betreten durfte. Doch Harald, so hieß der junge, war immer begeistert von dem was ich ihm zeigte. Schon bald wurde er nur noch „mein kleiner Bruder“ von meinen Kollegen genannt.

Auch ich sprach nach kurzer Zeit nur noch von meinem Bruder. Man merkte ihm auch an, das er geistig Behindert ist. Doch ich und viele Mitarbeiter ließen sich nichts anmerken das der Junge Behindert ist. Nur machten wir uns Sorgen um die Eltern! Denn von ihnen haben wir nichts gehört in den fünf Stunden die der Junge bei mir war. Obwohl wir mehrere Durchsagen gemacht haben, blieb der Junge bei uns.

Darum nahm ich ihn mit zu den Gorillas! Denn ich wusste, das diese Tiere sehr Menschen bezogen sind und darum nie einen Menschen etwas zu leide führen werden. So war es auch hier! Keiner der Gorillas hat meinen Schützling angegriffen. Ganz im Gegenteil! Die Gorillas nahmen sofort den jungen in ihre Familie auf.

Bei ihnen ließ ich den Jungen, denn ich wusste das er dort in guten Händen ist. Wenn sich auch Mensch und Tier getroffen haben. Aber ich wusste es einfach.. Keiner der Tiere wird etwas gegen den Jungen unternehmen.

Das so etwas natürlich zum Highlight im Zoo war mit klar. So viele Menschen haben sich noch nie bei den Gorillas gleichzeitig aufgehalten. Aber Werner, das ist der Name des Jungen, strahlte über das ganze Gesicht. So viele Freunde hatte er noch nie gleichzeitig gehabt. Ich ließ den Jungen mwhr wie drei Stunden bei den Gorillas und er spielte mit den kleinen, kuschelte mit den großen und selbst der Silberrücken (Chef der Herde) nahm Werner ganz fst in seine Arme.

Natürlich hatte ich den Jungen vorher genauestens gesagt wie er sich verhalten soll, wenn er im Gehege der Gorillas ist. Niemals Angst zeigen, bei den Tieren. Was Werner mit Bravur geschafft hat. Wenn die Tiere nicht rennen, ebenfalls nicht rennen. Immer das Tempo des ihn begleitenden Gorillas bei halten. Am wichtigsten finde ich aber, das Werner keinen Streit mit den Gorillas anfängt.

Damit ist gemeint, das Werber nicht mit den Tieren um Essen oder Trinken beginnt. Sondern immer dem Tier das gerade am trinken ist, dieses auch bis zum Ende trinken lässt. Ich habe dem Jungen noch viele Verhaltensregeln gesagt, als ich bei ihm im Gehege der Gorillas war. Alle schien er, trotz seiner geistigen Behinderung, verstanden zu haben. Ich beobachtete ihn noch lange, dann sagte ich einem Mitarbeiter bescheid über den Jungen, dann verließ ich das Gehege.

Doch ich blieb immer in Verbindung durch andere Mitarbeiter und dem Jungen. Nach kurzer Zeit meldete sich ein Ehepaar bei der Leiter des Zoos, weil sie ihren Behinderten Jungen vermissten. Darum wurde auch ich informiert und ich ging schnell zum Direktor. Dort traf ich zum ersten Mal das Paar. Nach einiger Zeit fragte ich sie wie der Junge den Aussieht und welchen Namen er hat. Ich bekam eine sehr genaue Beschreibung von Werner und auch der Name stimmte.

Ich sagte zu dem Direktor nur „Gorillas“. Er verstand mich sofort und bat das Ehepaar ihm zu folgen. Zusammen gingen wir zum Gehege der Gorillas und beim Anblick ihres Sohnes bekam die Frau einen Weinanfall als sie ihren Jungen bei den „gefährlichen“ Tieren sah.

Sofort fing sie heftig an zu schreien nach jemand der diese wilden Biester ab schießt, bevor ihrem Jungen etwas passiert. Ich versuchte die Frau zu beruhigen, doch das gelang mir nicht, weil die Frau gar nicht aufhörte zu schreien. Nur ihr Mann schien die3 Lage zu überblicken und er sagte zu mir „Können Sie unseren Jungen dort heraus helfen, Wissen Sie , er ist geistig Behindert und bekommt wahrscheinlich gar nicht mit, das er in großer Gefahr ist.“

Wie man sich doch in einem Menschen täuschen kann. Erst schien der Mann so als wenn er alles verstehen würde, doch dann erweist er sich als gehau so wie seine Frau. Darum wende ich mich an den Dirktor und rede kurz mit ihm. Dann gehe ich einen kurzen Seitenweg lang und öffne das Tor zum Gorilla Gehege.

Erst jetzt spricht der Direktor zu der Frau und da sich diese noch immer nicht beruhigt, schreit der Direktor sie an. Sofort verstummt die Frau und schaut entsetzt zu dem Direktor. Bevor sie wieder mit ihrem Geschrei beginnen kann, sagt der Direktor zu ihr: „Schauen Sie nun dort ganz genau in das Gehege und halten Sie endlich den Mund!“

Nun schaut die Frau und auch ihr Mann in das Gehege. Viele Zuschauer sind durch das Geschrei angelockt, auch schon da und sehen nun ins Gehege. Dort tauche ich in diesem Moment auf und habe einen Gorilla an meiner Hand. Zwei weitere laufen direkt neben mir. Alle drei sind am schnattern und schon bald kommt der Silberrücken zu mir.

Als er bei mir ist, umarme ich ihn und er legt zärtlich seine Arme um mich. Gemeinsam gehen wir fünf nun zu dem Jungen und auch dort umarmt der Silberrücken den Jungen, Auch die Gorillas, die mich begrüßt haben kommen und streicheln Werner über den Kopf. Dann treten alle zurück und ich winke zu der Frau hin. Ich sehe wie der Direktor mit der Frau spricht und nach wenigen Minuten geht die Frau mit dem Direktor mit.

Es dauert fünf Minuten als die Frau an der Hand des Direktors auftaucht. Man kann sehen das die Frau Angst hat. Trotzdem nimmt sie allen Mut zusammen und geht auf ihren Jungen zu. Der Silberrücken kommt zu ihr und die Frau sieht mich Hilflos an. Doch ich rühre mich nicht. Darum macht die Frau das selbe.

Der Silberrücken schnuppert an ihr dann legt er seinen Arm um sie. Er führt sioe zu ihrem Jungen und schon bald ist sie von allen Gorillas umringt. Hilflos schaut die Frau zu mir, doch ich lächel sie nur an. Da gibt die Frau auf und befasst sich mit den Gorillas.

Etwa 30 Minuten bleiben wir noch im Gehege, dann verlassen wir dieses. Dabei ist auch Werner der sich nur sehr schwer von seinen Freunden trennen kann. Doch ich sage zu ihm, das er jedes Wochenende zu seinen neuen Freunden kann und nun geht der Junge auch ohne Widerstand mit uns.

Auch der Direktor sagt zu Werner, das mein Wort stimmt und er jedes Wochenende zu den Gorillas kann. Die Mutter sagt aber das sie das aus Kostengründen nicht kann. Daraufhin sagt der Direktor zu ihr: „Kommen Sie mit in mein Büro. Dort bekommen sie eine Karte die sie lebenslang zum Besuch des Gorilla Geheges berechtigt.“

Noch zehn Jahre kam Werner jedes Wochenende zu den Gorillas. Dann war er alt genug, um eine feste Anstellung im Zoo zu bekommen. Aber er wollte nur zu den Gorillas und darum lernte er dort alles über die Tiere. Er blieb bis zu seinem Lebensende bei den Tieren und als er nach 10 weiteren Jahren starb, besuchten alle Gorillas sein Grab.

Der Direktor hatte es möglich gemacht, das die Gorillas zu ihm konnten. Dazu waren noch nicht einmal Sicherheitsmaßnahmen erforderlich. Denn alle Tiere gingen zum Grab von Werner und anschließend wieder zu ihrem Transporter zurück.
 
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