Post aus Bayern

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Der kleine Pucki

Wie so oft sitze ich im Büro und erledige den Schreibkram der in einem TH anfällt. Ich habe schon eine Eingabe bei der Stadt gemacht um eine Sekretärin zu bekommen aber dieses wurde mir leider abgelehnt. Obwohl ich darauf hingewiesen habe, das dann meine Berichte aus dem TH pünktlich bei der Stadtverwaltung ankommt. Trotzdem bestanden die Herrschaften auf ihrer Meinung.

Was aber keiner in der Stadt weiß, habe ich meine Sekretärin und gebe ihr darum ein erhöhtes Taschengeld. Es ist Monika, meine Tochter die mir gerade zum ende eines Monats hilft mit dem Bürokram. Denn es ist einfach zu viel für mich. Darum macht Monika die monatliche Aufstellung des Bedarfs und ich alles andere. Seit Monika das macht, bekommen wir immer mehr als der tatsächliche Bedarf ist. Warum habe ich nicht gefragt!

Doch ein Blick endlich nach drei Monaten bringt mich der Lösung sehr nahe. Nur ein kurzer Blick reicht und ich habe die Lösung! Meine Tochter hat drei mal soviel an Material angefordert wie nötig ist.

Als meine ich meine Tochter das nächste mal gesehen habe, habe ich sie natürlich auf diese Anforderungen angesprochen. Doch sie sagte nur: „Dreimal muss man schon anfordern um alles zu bekommen. In den letzten drei Monaten habe ich auch nur die doppelte Menge angefordert.“

Am nächsten Tag bin ich zum zuständigen Mitarbeiter der Stadt gefahren und ihm mein Problem geschildert. Er meinte nur , hinter vorgehaltener Hand: „Fordern sie einfach den doppelten Bedarf an, dann bekommen sie genau das, was sie brauchen. Aber das habe ich ihnen niemals gesagt.“ Ich habe es ihm versprochen und auch anschließend
mit meiner Tochter gesprochen. Diese hat mir versprochen nur noch das zu bestellen, was auch wirklich benötigt wird. Und das in doppelter Ausfertigung.

Im nächsten Monat bekamen wir nur noch das was wir bestellt haben, minus der 25%
die genau unserem Bedarf entsprach. Also haben wir das bekommen, was wir wirklich brauchten.

Am Wochenende bekamen wir im TH einen Anruf, der aber sehr unverständlich war. Am Montag morgen, als ich im TH angekommen bin und mein Büro betreten habe, berichtete die Wache von Wochenende mir davon. Da wir am Wochenende alle Anrufe auf Band aufnahmen wurde mir auch das Gespräch vor gespielt. Doch ich konnte nichts daraus entnehmen.

Daraufhin, nachdem mein Mitarbeiter gegangen ist, rief ich einen befreundeten Kripobeamten an. Ich schilderte ihm kurz was auf unserem Tonband war, dann versprach er mir, sofort vor bei zu kommen wenn er Zeit hat. Ich bedankte mich bei ihm und legte den Hörer wieder auf. Ich selber vermutete, das sich mein Bekannter erst sehr spät am Tag bei mir melden wird.

Jedoch stand er nach 10 Minuten vor mir und wollte sofort das Band von dem Anruf hören. Natürlich habe ich es ihm sofort vorgespielt. Immer wieder hat er die Bandaufnahme gehört, bis er plötzlich auf gesprungen ist und mir noch zurief: „Ich melde mich!“ Irgend etwas hat er gehört was sich mir bisher entzogen hat. Darum hörte ich das Band etwa 10 mal ab und endlich hatte ich verstanden was der Anrufer gewollt hat.

Es war ein Hilferuf, in dem genau die Adresse angegeben wurde. Nur schien es sich nicht um den Anrufer zu handeln, sondern um seine Tiere. Anscheinend handelt es sich bei den Tieren um Katzen. Darum habe ich sofort unseren Bulli fertig gemacht und Yvonne fuhr das Fahrzeug.

An dem angegebenen Standort fanden wir sehr viele Polizei und auch Rettungssanitäter. Doch eine Rettung für den Anrufer gab es nicht mehr. Sondern nur für seine zwei Katzen und den Hamster des Besitzers.

Wir nahmen die Tiere mit ins TH und bemerkten schon bald, das alle drei Tiere trauern. Doch warum trauerten sie? Darum sollte ein Mitarbeiter die beiden Katzen beobachten. Und schon bald machte er eine außergewöhnliche Beobachtung. Denn jedes mal wenn eine Maus;in unserem TH gibt es sehr viele, an den Käfig der Katzen vorbei lief, rührten sich die zwei Katzen nicht. Ganz im Gegenteil von den anderen Katzen. Diese wollten immer hinter den Mäusen hinterher, doch die zwei nicht.

Darum nahmen wir die zwei Katzen und brachten sie in einen anderen Raum. Den Hamster, der sich in einem anderen Bereich befunden hat, holte ich persönlich dazu. Langsam ging ich zu den beiden Katzen und als ich den Raum betrat in dem die Katzen waren,

Da der Hamster noch in seinem Käfig war, stellte ich diesen auf einen Tisch im Raum. Sofort sprangen die beiden Katzen auf den Tisch und waren am Miauen. Dann machten sie etwas, womit ich nicht gerechnet hatte. Sie rieben ihre Köpfe an dem Käfig, wobei sie anfingen zu schnurren.

Darauf hin öffnete ich den Käfig des Hamsters und dieser kam sofort hinaus. Jedoch ergriff er nicht die Flucht, sondern lief zu den Katzen und schmuste mit ihnen. Auch die Katzen schleckten den Hamster ab und als sich dieser hinlegte, legten sich die Katzen zu dem Hamster.

Ich fragte die Mitarbeiter ob si8e den Namen des Hamsters wussten, doch wurde das von allen verneint. Darum bekam der Hamster von mir den Namen „Kleiner Pucki“ und er hörte nicht ein einziges Mal auf seinen Namen.

Dafür hörten die Katzen auf die Namen die wir ihnen gegeben haben. Sie hießen ab sofort Kaspar und der andere Balthasar. Denn beide waren Kater, wie ein schneller Blick eines Mitarbeiters feststellte.

Wir, das sind noch drei Mitarbeiter des TH, beobachteten noch einige Minuten das Treiben der drei, dann ließen wir sie allein. Wir wollten erst in einer Stunde wieder nach den Tieren sehen.

Als 60 Minuten vergangen waren bin ich wieder zum Katzenhaus. Dort gab es eine kleine Veränderung. Denn der Hamster lag auf einem Kater und war fest am schlafen. Auch die beiden Kater waren am schlafen und haben dem Hamster nichts angetan. Darum ließen wir die drei zusammen in dem Raum. Ich beriet mich mit meinen Mitarbeitern und wir haben alle beschlossen, das der Hamster und die beiden Kater zusammen vermittelt werden.

Es dauerte noch ein Jahr, inzwischen hatten wir den Hamster gegen einen neuen ausgetauscht da der eigentliche Hamster gestorben war. Jedoch stutzenden die Katzen erst, schnupperten an dem neuen und fingen dann an, mit dem neuen zu schmusen. Da wussten wir, das der neue Hamster angenommen war.

Bis zum Ende der Katzen wurde immer wieder ein Hamster zu den Katzen geholt, denn die Familie die die drei zu sich nahm,. hat die Tiere verstanden. Ich besuchte sie des öfteren und fand immer eine Harmonie der Tiere vor.
 
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Die Lieblinge von Herbert


Ich bin im Hundebereich und reinige die Näpfe der Hunde. Das es bei jedem Hund zwei sind, Futternapf und Wassernapf, hat mich schon immer aufgeregt. Jedenfalls in den letzten fünf Jahren. Darum will ich bei der nächsten Versammlung des Mitarbeiter genau dieses Thema ansprechen.

Am nächsten Tag kommt Herbert ins TH, denn er hat heute Nachmittag seine Praxis geschlossen. Lange hält er sich bei den Hunden auf, geht aber auch zu den Katzen. Das er dort nur sehr kurz ist, erstaunt mich nicht, denn er ist mehr für Hunde. Doch zu Schneewittchen hatte er ein besonderes Verhältnis.

Jedes Mal wenn er ins TH gekommen ist, hat er zuerst mich besucht und dann ist er auf die Suche nach Schneewittchen gegangen. Stundenlang ist er mit der Katze zusammen gewesen. Er war immer froh, wenn sich Schneewittchen bei Tagen des TH gegen die Besucher die sie mitnehmen wollten, entschieden hat. Man konnte förmlich sehen, wie Herbert aufgeatmet hat.

Doch auch zu Hunden ist Herbert gegangen. Dabei begleitete ihn des öfteren natürlich die Katze. Sein bester Freund bei den Hunden war aber ein Mischling der nur noch zwei Pfoten hatte. Das dieser nicht vermittelt wurde, war jedem klar. Wer nimmt schon solch einen Hund. Obwohl gerade dieser Hund ein Schmuse Hund war.

Darum versuchte Herbert den Hund in seiner Praxis zu vermitteln. Etwa drei Jahre gelang dieses nicht, obwohl sehr viele Patienten von Herbert sich den Aushang in seiner Praxis anschauten. Auch viele Fragen wurden gestellt, jedoch wenn die potentiellen Personen hörten, das Bellos so war sein Name, nur zwei Pfoten hatte, flaute das Interesse wieder ab.

Bis ein fünfjähriges Mädchen, nachdem drei lange Jahre der Aushang in der Praxis von meinem Mann hing, kam. Sie war in Begleitung ihrer Mutter und da die beiden etwa 30 Minuten warten mussten, schaute sich die kleine in der Praxis um. Dabei sah sie auch das Foto von Bello.

Sofort überzeugte sie ihre Mama zum TH zu fahren. Auch meinem Mann Herbert stellte sie unzählige Fragen und nach nur 10 Minuten war es klar, das Bello, ihr Name war Melinda, ihr neuer Freund sein wird. Dann folgte die Behandlung und zwischen den Behandlungsschritten erfolgten immer wieder Fragen nach Bello. Die Mutter war einer Ohnmacht sehr nahe, doch sie hörte nur zu.

Dann erkannte sie, als allein Erziehende Mutter, das ihre Tochter es ernst meinte und sie fragte nach dem TH in dem sich Bello befand. Als sie erfuhr das es unser TH ist, fuhr sie nach der Behandlung durch meinen Mann, sofort zum TH.

Dort angekommen fragte die Mutter sofort nach dem Hund! Sie bekam die entsprechende Antwort und schon wenig später war sie und ihre Tochter bei Bello. Auch ich war da, weil ich für alle Tiere im Heim zuständig bin, die unter der Woche vermittelt werden. Ich wollte gerade fragen was es für ein Hund ist, da fragte Melinda mich, wo Bello ist. Denn dieser war nicht zu sehen in dem großen Raum in dem sich die Hunde tummelten.

Bello musste draußen sein und so bat ich die beiden mir zu folgen. Ich war schon sehr erstaunt darüber, das die Mutter nichts zu den Wünschen der kleinen sagte, doch ich hielt meinen Mund. Als wir draußen waren sah Melinda sofort Bello. Dieser lag im vollen Sonnenlicht, es war etwa 20 Grad warm.

Langsam ging das Mädchen auf Bello zu und redete leise mit ihm. Was die kleine sagte, habe ich nicht verstanden, so leise sprach sie. Doch Bello schien vom ersten Moment an zu zu hören. Den sie blickte Melinda an. Dann stand sie auf und man konnte nun ihre zwei fehlenden Pfoten sehen. Warum sie ihre Pfoten vorne verloren hatte, wussten wir nicht, aber eines Tages lag Bello vor unserem Tor. Da waren seine Vorderpfoten schon abgeheilt. Doch im Umkreis von 100 Kilometern hatte kein TA die Pfoten entfernt.

Dort war also Melinda schon angekommen und streichelte Bello. Dieser fing vor Freude an zu jaulen und er wedelte mit seinem Schweif. Ich schaute die Mutter von Melinda an und sie sagte nur: „Wann darf ich den Hund abholen? Dort haben sich wohl zwei Freunde gefunden und werden es auch bleiben bis einer von ihnen stirbt.“

Ich war erstaunt und sagte zu der Frau, das sie den Hund sofort mitnehmen kann, wenn die Bedingungen stimmen. Sie lebte mit ihrer Tochter in einem Einfamilienhaus mit etwa 1000 m² Grundstück. Da war mir klar, das der Hund sofort mitgenommen werden darf.

Als ich mich umdrehte, stand Herbert hinter uns. Er freute sich riesig, das Bello endlich einen neuen Besitzer gefunden hat. Er sagte: „Ich werde den Aushang in meiner Praxis hängen lassen. Nur werde ich ihn mit dem heutigen Datum versehen an dem der Hund vermittelt worden ist.“

Ich gebe ihm sofort recht das er sein Plakat mit diesem Hinweis versieht. Doch ich bitte ihn darum, auch noch ein Foto der neuen Besitzer dazu kommt. Auch die neuen Besitzer sind einverstanden, nach dem ich sie gefragt habe.


So verließ uns noch am selben Tag ein überglücklicher Hund unser TH. Wie mir nach etwa drei Stunden die Mutter mitteilte waren Melinda und Bello das perfekte Team. Melinda hat sich sofort hingesetzt und Prothesen für Bello entworfen. Ich bat die Mutter darum, mir die Entwürfe zu geben und sie versprach mir dieses.

Zwei Tage später hatte ich die Entwürfe von Mathilda vorliegen und ich gab diese zu einem Befreundeten Metallarbeiter. Dieser war hell auf begeistert von den Entwürfen und meldete diese zum Patent an. Dadurch verdiente er sehr viel Geld und auch Melinda und ihre Mutter wurden am Verdienst beteiligt.

Drei Monate später konnte Bello wieder laufen. Zwar nicht so wie vor seiner Amputation, aber er konnte laufen. Herbert hat Finanzziel mitgeholfen, das diese Erfindung ein Erfolg wurde, denn er hat sehr viel Geld investiert, zum Erfolg zu haben. Immer wieder ging ein Scheck auf seinem Konto ein, bis er entschied, das alle Einnahmen aus dieser Erfindung auf ein besonderes Konto gehen soll.

Davon wurden nur noch Gelder abgebucht, die Erfindungen betraf, die auch das TH betrafen.Denn es folgten nicht nur Geschichten von Herbert, sondern es waren 6 Erfindungen die gemacht wurden im Namen des TH.

Eine weitere Geschichte über meinem Mann erfolgt demnächst!
 
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Die Lieblinge von Herbert II

Wieder einmal ist es Mittwoch und es ist 13.30 Uhr, als mein Mann Herbert ins TH kommt. Zunächst kommt er zu mir und wir reden über alles was gerade angesagt ist. Nach etwa dreißig Minuten geht er zum Hundehaus. Dort sind 53 Hunde untergebracht. Er bleibt dort etwa eine Stunde, dann geht er zum Katzenhaus. Dort bleibt er etwa 30 Minuten länger, obwohl dort 10 Katzen weniger untergebracht sind.

Ich habe nie gefragt, warum er länger bei den Katzen blieb, denn ich habe es auch so erfahren. Herbert blieb immer länger bei den Katzen weil er eine Katze besonders gern hatte. Aber diese Katze ließ sich nur anfassen und streicheln wenn auch Schneewittchen mit im Raum war. Dann ließ die Katze alles zu. Doch sobald Schneewittchen nicht da war, ließ sich auch die Katze nicht sehen.

Mehrere Wochen hat sich Herbert mit der Katze beschäftigt, dann kam sie auch zu Herbert wenn Schneewittchen nicht da war. Irgendwann in diesen Tagen kam die Katze und ließ sich von Herbert streicheln.

Zwei Wochen später wurde die Katze vermittelt und Herbert war da als sie ihren neuen Besitzern übergeben wurde. Lange hat er sich mit der Katze beschäftigt und danach ging die Katze auch zu ihrer 9 jährigen neuen Besitzerin. Dort schmiegte sie sich ganz feste an die kleine und war laut am schnurren. Herbert hat sie noch einmal gestreichelt, dann ging die kleine mit der Katze aus dem Haus.

Bis der Wagen der neuen B Besitzerin mit ihren Eltern das TH verlassen hat, schaute Herbert ihr nach. Dann ging er wortlos aus dem Raum in dem wir waren. Ich selber habe Herbert erst am Abend, nach meinem Feierabend, wieder gesehen. Er war zu Hause und schaute sich gerade eine Doku über Katzen im Fernsehen an. Er selber konnte erst drei Wochen später über die Katze reden.

Aber es war nicht nur diese Katze die Herbert so sprachlos machte. Nein, auch eine Kuh gehörte dazu. Er lernte sie kennen als unser TA Hilfe von einem ZA benötigt. Es gab nur zwei Möglichkeiten. Operieren oder Schlachten. Darum entschloss sich unser TA dafür zunächst zu operieren. Nur traute er sich die OP nicht zu. Also rief er bei Herbert an und fragte ihn, was zu machen ist.

Doch Herbert wollte die Kuh erst sehen bevor er eine Entscheidung zu treffen wagte. Die Kuh war 3 Jahre alt, gab keine Milch mehr und fraß auch kaum noch etwas. Ihre Zähne waren so verfault, das die Kuh nichts mehr beißen konnte. Darum wollte der Bauer sie los werden und eigentlich war er dazu Bereit die Kuh ein zu schläfern. Aber der TA war dagegen. Er wollte die Kuh retten und erhielt vom Bauern die Erlaubnis alles zu machen, was dieser zu machen im Stande war.

Also rief der TA meinen Herbert an, da er auch nur 8 Wochen Zeit hatte um die Kuh vor dem Schlachter zu retten. Er fragte ihn, ob Herbert auch eine Kuh behandeln wird. Die Antwort von Herbert lautete: „Wie alt ist die Kuh und warum soll ich als Zahnarzt Zunächst ihr helfen?“ Daraufhin schilderte der TA was er weiß und die beiden machten einen Termin aus.

Da der TA an einem Dienstag angerufen hatte, wurde gleich der Mittwoch, also am nächsten Tag, ins Visier genommen. An diesem Tag hat Herbert seine Praxis Nachmittags geschlossen. Es wurde 15.00 Uhr als Zeitpunkt abgemacht. Dann tauschten sie noch ihren Treffpunkt für den nächsten Tag aus und der TA legte zufrieden auf. Er hatte den ersten Schritt zur Rettung des Tieres unternommen.

Am nächsten Tag trafen sich der TA und Herbert bei dem Bauern. Erst redeten sie nur zusammen, dann fragte Herbert, warum er denn Helfen soll. Der TA sagte darauf hin: „Die Kuh hat Schwierigkeiten beim Futtern. Darum gibt sie auch nicht genug Milch, jedenfalls weniger wie alle anderen Kühe. Ich habe das Tier untersucht und festgestellt, das sie im Maul unheilbare Schwierigkeiten hat. Nun haben wir nur noch acht Wochen Zeit um das Tier zu retten.“

Als Herbert das hörte, gab es kein halten mehr für ihn. Sofort begab er sich zu der Kuh und untersuchte sie Gründlich. Auch mich rief er an und ich war kurz darauf auf dem Bauernhof. Meine Untersuchung dauerte etwa drei Stunden, dann erhielten der TA und mein Mann das vorläufige Ergebnis. Auch der Bauer war anwesend. Als er alles hörte, besonders weil sich ein ZA und eine Frau mit besonderer Ausbildung um das Tier gekümmert haben, sagte er nur: „Wenn sich immer so um das Tier gekümmert wird, bin ich bereit das Tier bei mir zu behalten.“

So kam es, das der Bauernhof im laufe der Zeit zu einem Gnadenhof wurde. Bis zum Ende meiner Zeit lebten auf dem Hof 43 Tiere, die woanders getötet worden wären. Um all die Tiere hat sich der TA, mein Mann Herbert und ich gekümmert. Obwohl ich von größeren Tieren nicht viel verstanden habe. Bei der Kuh wurde im Übrigen eine unheilbare Krankheit der Zähne festgestellt.

Sie konnte nur noch weiches Essen zu sich nehmen. Das heißt, das ihr Futter immer sehr weich ist und nicht so hart wie die Halme von Gras.

Das war ein zweites und drittes Tier was Herbert sehr gern hatte. Aber im nächsten Teil, kommt der Höhepunkt der Trilogie.
 
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Herbert Teil III


Wie so oft sitze ich alleine vor der Glotze. Herbert ist auf einer zwei Tage Veranstaltung der TÄ. Natürlich ist diese am Wochenende und findet in einer Stadt nur 150 Kilometer von meinem Heimatort statt. Ich wollte an diesem Tag nicht mit, sondern habe mich dazu entschlossen diesen ersten Tag im TH zu verbringen. Herbert will die Nacht in einem Hotel vor Ort verbringen.

Natürlich hat er mich am Abend angerufen und wir haben längere Zeit damit verbracht über dieses und jenes zu sprechen. Unser Telefongespräch hat mehr als eine halbe Stunde gedauert. Dann trennten wir das Gespräch und ich schaute mir einen Spielfilm im Fernsehen an. Anschließend, es war inzwischen 22.45 Uhr, ging ich ins Bett.

Ich hatte an diesem Tag frei, darum habe ich mir keinen Wecker gestellt. Ich wollte einfach wach werden, wenn ich ausgeschlafen habe. Jedoch wusste ich schon vorher, das es um 6.30 Uhr sein wird. Dann werde ich immer wach, während Herbert noch 30 Minuten länger braucht um wach zu werden.

Es ist 5,15 Uhr als das Telefon bei uns im Haus klingelt. Auch im Schlafzimmer habe ich einen Apparat und nach einem Blick auf die Uhr erkenne ich die Uhrzeit. Erst will ich nicht abnehmen, aber dann siegt doch meine Neugier. Als ich abnehme meldet sich Herbert und er sagt zu mir: „Kannst Du schnell kommen? Hier ist ein Fuchs der deine Hilfe braucht! Der Ortsansässige TA weiß nicht mehr weiter. Aber es besteht Lebensgefahr. Doch das Tier lässt uns nicht an sich heran.“

Natürlich sage ich sofort zu, frage nur noch nach der Adresse und als ich diese erfahren habe.Kleide ich mich schnell an und nach nur drei Minuten sitze ich in meinem Wagen. Doch im ersten Moment will mein Auto nicht anspringen. Daher hetze ich schnell zum Bulli unseres TH, der auch in unserer Straße steht. Denn am gestrigen Abend bin ich mit diesem Wagen nach Hause gekommen, weil mein Wagen auch an diesem morgen nicht angesprungen ist und ich abgeholt werden musste.

Nun bin ich unterwegs und schon bald habe ich die Autobahn erreicht. Dort gebe ich richtig Gas und fahre mit Höchstgeschwindigkeit über die Bahn. Das in diesem Bereich nur Tempo 100Km/h gilt, übersehe ich vollkommen. Darum dauert es auch nicht lange, bis hinter mir ein Blaulicht angeht. Sofort sehe ich auf den Tacho und bekomme erst jetzt mit, das ich 30Km/h zu schnell bin.

Sofort werde ich langsamer und fahre nach einem KM auf einen Parkplatz, Im Rückspiegel erkenne ich zwei Polizisten auf meinen Bulli zugehen. Nach einer frostigen Begrüßung, die beiden Beamten kenne ich nicht und sie mich wohl auch nicht, gebe ich meinen Führerschein und die Fahrzeugpapiere an einen der Beiden. Dieser geht zu seinem Streifenwagen und greift zum Funkgerät.

Nur zwei Minuten spricht er in das Gerät, dann springt er aus dem Wagen, ruft seinem Kollegen etwas zu und ist dann bei mir am Fahrzeug. Er gibt mir die Papiere zurück und fragt nach meinem Ziel. Ich nenne es ihm und er antwortet daraufhin: „Wir fahren vor Ihnen her. Folgen Sie einfach! Wir kennen ein paar Abkürzungen!“ Dann rennt er zu seinem Wagen, schaltet Blaulicht und Martinshorn an und fährt wieder zur Bahn zurück.

Dort fährt er vor uns her und nach nur 30 Minuten haben wir das Ziel erreicht. Zwischendurch sind wir viele Abkürzungen gefahren und es kamen immer mehr Polizeiwagen zu uns. Dafür verließen uns auch immer wieder ein Wagen. Doch zum Schluss waren es noch immer 3 Polizeifahrzeuge bei uns.

Diese fuhren nun mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn vor dem Hotel vor. Davor stand eine Frau die sofort auf den Bulli zulief und sobald sie mich erreicht hatte, sagte sie mir nur das ich folgen sollte. Zusammen liefen wir in einen Wald, der nur wenige Meter hinter dem Hotel begann. Jetzt hatten wir kein Licht mehr, jedoch hatten die Beamten, alle folgten, alle eine Taschenlampe und leuchteten uns den Weg.

Immer wieder wechselten wir die Richtung und nach zwanzig Minuten sahen wir wieder das Hotel vor uns. Nur diesmal war es von der anderen Seite und dann sah ich endlich Herbert. Dieser kniete bei einem Fuchs und war ihn am Streicheln. Als er mich Sah, fing er sofort an zu winken. Erst jetzt sah ich auch den Jäger der in einigen Metern Entfernung stand.

Schnell kniete ich bei Herbert nieder und er erzählte mir die Geschichte des Fuchses. „Ich lag schon lange im Bett, als es an meiner Tür geklopft hat. Es war die Nachtwache die mich auf den Fuchs aufmerksam machte. Ich war wohl schon der sechste Zahnarzt den sie gefragt hatte um den Fuchs zu helfen. Aber kommen wir zu dem Fuchs! Sie scheint trächtig zu sein und ihre jungen scheinen nicht geboren zu werden, weil sie einfach nicht gebären kann.“

Ich merkte sofort, das Herbert sehr angegriffen war, wegen der Füchsin. Daraufhin untersuchte ich den Fuchs sehr genau und stellte dabei fest, das der Geburtskanal zugewachsen war. Die Füchsin konnte ihre Jungen nicht gebären. Darum sagte ich zu Herbert: „Hier hilft nur noch ein Kaiserschnitt.“

Obwohl die Füchsin nur auf Sand lag, machte ich einen Kaiserschnitt, Dabei holte ich sechs kleine hervor. Die OP wurde nur aus einem Grund gemacht, weil die Füchsin auch sonst ihre Jungen auf diesem Untergrund geborren hätte. Es war also vollkommen egal welcher Untergrund da war, Hauptsache die Füchsin hat ihre jungen geboren.

Jedes der kleinen gab ich an Herbert weiter. Ein jedes hat er so genommen wie die Mutti. Er hat sie gereinigt und sofort an die Zitzen der Mutter angelegt. Da wusste ich, das Herbert sein Tier gefunden hat. Nachher nahm er alle Tiere, die im Bulli waren, zu sich in die Praxis. Er hat sie auch seinen Patienten vorgestellt und als die kleinen endlich soweit waren, das sie ausgewildert werden konnten. Hat er immer wieder auf seine Patienten hingewiesen.

Doch es war soweit und wir ließen nach kurzer Diskussion die Tiere frei. Doch vier, darunter die Mutter, blieben in der Praxis. Oft waren die Füchse dabei wenn ein Patient behandelt wurde. Dann waren die Patienten sehr ruhig, weil die Füchse diese Ruhe ausstrahlten.

Herbert hat diese Füchse geliebt und er sagte einmal zu mir: „Hätte ich diese Tiere nicht in meiner Praxis, hätte ich nicht so viele Patienten. Denn ein jeder glaubt, wenn ein ZA solche Tiere in seiner Praxis hat, dieser gut zu Mensch und Tier ist.“
 
T

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Ich hoffe, es geht dir gut Helmut? Jeden Sonntag freue ich mich auf die Geschichten von Gerda, da werde ich unruhig, wenn du schweigst...
 
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Bin am Samstag überraschend ins Krankenhaus gekommen. Gegen 22.00 Uhr wurde mir schwarz vor Augen und meine Tochter hat den Notdienst informiert. Erst heute bin ich wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. Darum erst jetzt die neue Geschichte:


Die Kapelle


Monika, Herbert und ich sind in der Nähe unseres Heimatortes unterwegs. Monika ist 12 Jahre alt und hat vorgeschlagen das wir doch mal kleine Kirchen besichtigen sollen. Was sie damit meinte war eigentlich klar. Sie meinte damit Kapellen da diese fast so ausgestattet sind wie ein Dom. Darum hat Herbert ein Wohnmobil gemietet und nun sind wir für drei Tage unterwegs.

Drei Tage weil der Freitag ein Feiertag ist und wir erst am Montag wieder zur Schule oder an unserer Arbeit sein müssen. Da es aber nicht genug Kapellen in unserer Umgebung gibt, die sehenswert sind, erweitern wir unseren Radius.

Am späten Abend kommen wir in eine Kleinstadt und suchen zunächst den Übernachtungsplatz für unser Wohnmobil. Dieser ist leider sehr weit von der Innenstadt entfernt an einem Freibad. Auch sind in unmittelbarer Umgebung drei Fußballplätze und eine Tennisanlage. Aber dort ist schon nichts mehr los und so fahren wir auf den großen Parkplatz der hier vorhanden ist.

Leider sind alle Plätze für Wohnmobile schon belegt und so stellen wir uns auf einen Parkplatz direkt neben dem Parkplatz für Wohnmobile ab. Warum hier nur 5 Plätze für Wohnmobile vorgesehen sind erschließt sich mir nicht., Denn auf den Parkplatz passen mindestens 200 PKW.

Am nächsten Morgen sind wir nach einem ausgiebigen Frühstück in die Stadt gegangen. Das war zwar ein Fußweg von über einem Kilometer, aber wir haben es gerne in kauf genommen. Bis zur Bundesstraße war es ein unrespektierlicher weg. Aber als wir weiter 150 Meter gegangen sind, bogen wir in einen breiten Weg ab und waren im Paradies. Das es solch ein großes Waldstück in so einer kleinen Stadt gab, hätten wir nie vermutet.

An einem Anschlag sahen wir, das in vier Wochen der größte Pferdemarkt Europas in dieser kleinen Stadt ist. Da meinte Herbert: „Am vier Wochen sind wir auch wieder hier und besuchen den Pferdemarkt. Mit Sicherheit gibt es noch viel mehr zu sehen.“

Nachdem wir zwei Brücken überquert hatten sahen wir zunächst eine sehr große Kirche. Natürlich haben wir diese Besichtigt und als Monika durch einen Nebenausgang ging hat sie die Kapelle entdeckt.

Natürlich gingen wir hinüber und waren doch sehr erstaunt, das in der Kapelle eine ältere Dame war, die sofort erkannte das wir Touristen waren. Darum bekamen wir eine Besichtigung der besonderen Art. Die Frau erzählte uns das die Kapelle schon im Jahre 1654 angefangen wurde die Kapelle zu bauen. Drei Jahre später erfolgte die Weihe der Kapelle.

Erst im Jahre 1854 wurde die Kapelle fertiggestellt, weil eine Sakristei angebaut wurde .Auch befindet sich ein Figur von Maria mit ihrem Sohn Jesus in der Kapelle. Nur ist diese Figur schon aus den Jahre 1370. Und diese Figuren waren in der Kapelle ausgestellt.

Natürlich wollte Monika mehr erfahren über dieses Abbild. Und so blieben wir über drei Stunde in der Kapelle. Monika hatte viele Fragen und stellte eine nach der anderen. Sehr viele Fragen waren nach der Pieta und alle wurden beantwortet.

Besonders auf das alter hat meine Tochter hingewiesen und sie erfuhr, das die Figur aus der alten Linde gewachsen ist. So war jedenfalls die Überlieferung der Sage. Uns wurde auch der Standort des Baumes mitgeteilt aus den angeblich die Pieta gewachsen ist. Wir nahmen uns vor, diesen Baum auch zu besichtigen.

Dann wurden wir zu einer Besichtigung der Kapelle eingeladen und erfuhren sehr viel über diesen Bau. Wer war tatsächlich im Jahre 1654 gebaut worden. Doch erst 3 Jahre später wurde sie fertig gestellt. Einige Umbauten in Jahre 1753 wurden im Jahre erst fertig Das waren der Anbau des Chores.

!854 wurde die heutige Ansicht der Kapelle fertig gestellt. Zwischenzeitlicht erhielt die Kapelle einen weißen Anstrich. Das war in Jahre 1954 erhielt die Kapelle ihren weißen Anstrich. Innenausbau Erst 2004 erhielt die Kapelle ihren hölzernen Innen Ausbau.

Anschließend gab uns die Frau noch einen Fleier. Die Sätze sind daraus:

Im Jahr 1654 setzte der Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen den Grundstein der Kapelle. Der Franziskanerpater Jodokus Lücke begann 1654 mit dem Bau und Peter Pictorius d. Ä. stellte ihn 1657 fertig. Die Weihe fand am 2. Juli 1657 statt. Der Kuppel überdeckte den Sechseckbau mit an den Ecken freistehenden korinthischen Säulen ausgestattet. Der Chor wurde 1763 angefügt. Das Dach und die Laterne wurden 1854 zur heutigen Form verändert. Im selben Jahr wurde eine Sakristei angebaut. Über den drei Portalen ist jeweils das Wappen des Fürstbischofs von Galen angebracht.
Nach der Besichtigung sind wir etwas Essen gegangen und haben dann den alten Baum gesucht. Aber die Weg Beschreibung zu dem Baum war vorzüglich. Wir waren sehr erstaunt wie groß dieser Baum war. An einer Seite war die Beschreibung des Baues zu sehen. Danach war die Linde etwa 750 Jahre alt und das Gnadenbild sei angeblich aus ihrem Holz geschnitzt worden.

Mit drei Leuten war es uns nicht möglich den Stamm des Baumes zu umarmen. Auch drei versuche hatten keinen Erfolg. Erst der vierte Versuch ohne Monika und mir hatte Erfolg. Herbert machte das letzte der Umarmung möglich.

Wir blieben den ganzen Tag in der Stadt und am Abend kamen wir noch einmal an der Kapelle vorbei. Plötzlich blieb Monika stehen und sagte leise zu uns, das wir uns nicht bewegen sollten Sie hatte eine kleine Katze entdeckt, die zur Kapelle lief. Durch eine kleine Lücke im Mauerwerk verschwand sie dann. Wir blieben wohl 15 Minuten stehen und beobachteten den Spalt, Doch die Katze tauchte nicht mehr auf.

Am nächsten Tag, wollten wir zurückfahren, jedoch ließ uns die kleine Katze nicht ruhig in dieser Nacht schlafen. Schon um kurz nach sechs, startete Herbert den Motor des Wagens und wir fuhren zu einem anderen Parkplatz. Dieser war nur ein wenig von der Kapelle entfernt. Wenn wir ausstiegen und etwas zur Seite gingen, konnten wir die Kapelle sehen.
Auch das lang gestreckte Haus neben der Kapelle haben wir gesehen. Ein weiterer Bau war ein Museum für Religionsgeschichte.

Nach dem Frühstück, Herbert hat aus einer nahen Bäckerei Brötchen geholt, gingen wir zunächst zur Kapelle. Inzwischen war es kurz nach 8.00 Uhr. Die Kapelle war schon offen und in einer direkt an die Kapelle angebauten Sakristei, darin befand sich ein Kerzenhaus, zündeten wir zunächst eine Kerze an. Das dafür ein kleiner Obolus fällig war, hat uns nicht gestört.

Dann sind wir zu dem kleinen Haus gegangen und dort war auch das Pfarrbüro untergebracht. Nur öffnete dieses erst um 10.00 Uhr. Bis dahin schauten wir uns noch einige Häuser der Stadt an. Dabei entdeckten wir auch ein Haus das schon über 400 Jahre bewohnt war. Das es das älteste Haus der Stadt war, haben wir erst später erfahren.

Dann war es 10.00Uhr und wir gingen zum Pfarrbüro. Dort wurden wir von einer sehr freundlichen Frau empfangen und nachdem sie gehört hatte was wir wollten, natürlich war es die Frage nach der Katze, rief sie nach einem Mann. Wenig später stand uns ein Mann gegenüber der sich als Propst der Gemeinde vorstellte.

Es war das höchste priesterliche Amt welches jemand innehatte in dieser Gemeinde. Erstaunt berichtigte Monika nachmals von der Katze und was wir am Abend gesehen haben. Sofort sagte der Propst wo das Loch im Mauerwerk ist und wir führten ihn zu dem Unterschlupf der Katze.

Über zwei Stunden saßen wir auf in der Nähe aufgestellte Sitzbänke. Dabei redeten wir die ganze Zeit mit dem Geistlichen. Bis Monika, die die ganze Zeit das Loch beobachtet hatte, uns um Ruhe bat. In den nächsten 30 Minuten waren wir ruhig, dann tauchte langsam die kleine Katze auf. Mir taten die Augen weh, so eine abgemagerte Katze hatte ich schon lange nicht mehr gesehen.

Direkt vor dem Eingang blieb die Katze sitzen und fing an sich zu putzen. Ich wollte gerade aufstehen und zu der Katze gehen, als ich aus den Augenwinkeln sah, wie der Propst aufstand und langsam zu der Katze ging. Diese schaute nur kurz zu dem Propst und putze sich dann weiter. Bis auf einem Meter kam der Propst an die Katze heran, dann folgte ein leises „Miau“ der Katze. Sofort blieb der Propst stehen und ging dann in die Hocke. Dabei redete er leise mit der Katze.

Nach geraumer Zeit wurde der Propst lauter und er sagte zu der Katze: „Du arme! Komm in meinen Garten! Dort wirst Du immer was zu futtern finden. Komm nun mit kleine, damit ich dir den Weg zeigen kann. Natürlich habe ich nichts da, was Du Essen kannst, aber ich werde sofort etwas kaufen was Du mit Sicherheit magst!“

Dann stand er auf und die Katze folgte ihm. Wir gingen einige Meter hinter den beiden her und durch sein Haus ging er in den Garten. Zuvor hatte er seiner Sekretärin gesagt, das sie sofort Katzenfutter besorgen soll. Nach nur wenigen Minuten war das Katzenfutter da und wurde sofort auf einen Teller verteilt. Der Propst persönlich stellte den Teller im Schatten eines großen Baumes ab. Die Katze machte sich natürlich über das Futter her.

Während die Katze futterte, reden wir zusammen. Dann kam die Katze zu uns. Zunächst ging sie zu Monika, dann zum Propst. Erst dann waren ich und Herbert dran. Die Katze blieb in dem Garten. Nie hat sie ihn danach verlassen. Auch nach vier Wochen, wir haben uns auf Einladung des Propstes davon überzeugt, war die Katze immer noch in dem Garten. Man muss auch dazu sagen, das der Garten über 1500 Qm groß war und er immer betreten werden konnte. Doch das änderte mit dem Einzug der Katze. Von nun an, durften nur noch Tiere in den Garten!
 
Miezenvogel

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Ach Mann Helmut,
was war denn los??

🍀🌺🍀🌺🍀Gute Besserung🍀🌺🍀🌺

🌺🌺Gabi🐈🐈
 
bertiundsine

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ich hoffe es war nichts schlimmes und Dir geht es besser 🌷🌹🌺🌸🌼🌻
 
M

mondhexe

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Auch von mir recht gute Besserung und vielen Dank für die neue Geschichte.
 

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