Bin am Samstag überraschend ins Krankenhaus gekommen. Gegen 22.00 Uhr wurde mir schwarz vor Augen und meine Tochter hat den Notdienst informiert. Erst heute bin ich wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. Darum erst jetzt die neue Geschichte:
Die Kapelle
Monika, Herbert und ich sind in der Nähe unseres Heimatortes unterwegs. Monika ist 12 Jahre alt und hat vorgeschlagen das wir doch mal kleine Kirchen besichtigen sollen. Was sie damit meinte war eigentlich klar. Sie meinte damit Kapellen da diese fast so ausgestattet sind wie ein Dom. Darum hat Herbert ein Wohnmobil gemietet und nun sind wir für drei Tage unterwegs.
Drei Tage weil der Freitag ein Feiertag ist und wir erst am Montag wieder zur Schule oder an unserer Arbeit sein müssen. Da es aber nicht genug Kapellen in unserer Umgebung gibt, die sehenswert sind, erweitern wir unseren Radius.
Am späten Abend kommen wir in eine Kleinstadt und suchen zunächst den Übernachtungsplatz für unser Wohnmobil. Dieser ist leider sehr weit von der Innenstadt entfernt an einem Freibad. Auch sind in unmittelbarer Umgebung drei Fußballplätze und eine Tennisanlage. Aber dort ist schon nichts mehr los und so fahren wir auf den großen Parkplatz der hier vorhanden ist.
Leider sind alle Plätze für Wohnmobile schon belegt und so stellen wir uns auf einen Parkplatz direkt neben dem Parkplatz für Wohnmobile ab. Warum hier nur 5 Plätze für Wohnmobile vorgesehen sind erschließt sich mir nicht., Denn auf den Parkplatz passen mindestens 200 PKW.
Am nächsten Morgen sind wir nach einem ausgiebigen Frühstück in die Stadt gegangen. Das war zwar ein Fußweg von über einem Kilometer, aber wir haben es gerne in kauf genommen. Bis zur Bundesstraße war es ein unrespektierlicher weg. Aber als wir weiter 150 Meter gegangen sind, bogen wir in einen breiten Weg ab und waren im Paradies. Das es solch ein großes Waldstück in so einer kleinen Stadt gab, hätten wir nie vermutet.
An einem Anschlag sahen wir, das in vier Wochen der größte Pferdemarkt Europas in dieser kleinen Stadt ist. Da meinte Herbert: „Am vier Wochen sind wir auch wieder hier und besuchen den Pferdemarkt. Mit Sicherheit gibt es noch viel mehr zu sehen.“
Nachdem wir zwei Brücken überquert hatten sahen wir zunächst eine sehr große Kirche. Natürlich haben wir diese Besichtigt und als Monika durch einen Nebenausgang ging hat sie die Kapelle entdeckt.
Natürlich gingen wir hinüber und waren doch sehr erstaunt, das in der Kapelle eine ältere Dame war, die sofort erkannte das wir Touristen waren. Darum bekamen wir eine Besichtigung der besonderen Art. Die Frau erzählte uns das die Kapelle schon im Jahre 1654 angefangen wurde die Kapelle zu bauen. Drei Jahre später erfolgte die Weihe der Kapelle.
Erst im Jahre 1854 wurde die Kapelle fertiggestellt, weil eine Sakristei angebaut wurde .Auch befindet sich ein Figur von Maria mit ihrem Sohn Jesus in der Kapelle. Nur ist diese Figur schon aus den Jahre 1370. Und diese Figuren waren in der Kapelle ausgestellt.
Natürlich wollte Monika mehr erfahren über dieses Abbild. Und so blieben wir über drei Stunde in der Kapelle. Monika hatte viele Fragen und stellte eine nach der anderen. Sehr viele Fragen waren nach der Pieta und alle wurden beantwortet.
Besonders auf das alter hat meine Tochter hingewiesen und sie erfuhr, das die Figur aus der alten Linde gewachsen ist. So war jedenfalls die Überlieferung der Sage. Uns wurde auch der Standort des Baumes mitgeteilt aus den angeblich die Pieta gewachsen ist. Wir nahmen uns vor, diesen Baum auch zu besichtigen.
Dann wurden wir zu einer Besichtigung der Kapelle eingeladen und erfuhren sehr viel über diesen Bau. Wer war tatsächlich im Jahre 1654 gebaut worden. Doch erst 3 Jahre später wurde sie fertig gestellt. Einige Umbauten in Jahre 1753 wurden im Jahre erst fertig Das waren der Anbau des Chores.
!854 wurde die heutige Ansicht der Kapelle fertig gestellt. Zwischenzeitlicht erhielt die Kapelle einen weißen Anstrich. Das war in Jahre 1954 erhielt die Kapelle ihren weißen Anstrich. Innenausbau Erst 2004 erhielt die Kapelle ihren hölzernen Innen Ausbau.
Anschließend gab uns die Frau noch einen Fleier. Die Sätze sind daraus:
Im Jahr 1654 setzte der Fürstbischof
Christoph Bernhard von Galen den Grundstein der Kapelle. Der
Franziskanerpater Jodokus Lücke begann 1654 mit dem Bau und
Peter Pictorius d. Ä. stellte ihn 1657 fertig. Die Weihe fand am 2. Juli 1657 statt. Der Kuppel überdeckte den Sechseckbau mit an den Ecken freistehenden
korinthischen Säulen ausgestattet. Der
Chor wurde 1763 angefügt. Das Dach und die
Laterne wurden 1854 zur heutigen Form verändert. Im selben Jahr wurde eine
Sakristei angebaut. Über den drei Portalen ist jeweils das Wappen des Fürstbischofs von Galen angebracht.
Nach der Besichtigung sind wir etwas Essen gegangen und haben dann den alten Baum gesucht. Aber die Weg Beschreibung zu dem Baum war vorzüglich. Wir waren sehr erstaunt wie groß dieser Baum war. An einer Seite war die Beschreibung des Baues zu sehen. Danach war die Linde etwa 750 Jahre alt und das Gnadenbild sei angeblich aus ihrem Holz geschnitzt worden.
Mit drei Leuten war es uns nicht möglich den Stamm des Baumes zu umarmen. Auch drei versuche hatten keinen Erfolg. Erst der vierte Versuch ohne Monika und mir hatte Erfolg. Herbert machte das letzte der Umarmung möglich.
Wir blieben den ganzen Tag in der Stadt und am Abend kamen wir noch einmal an der Kapelle vorbei. Plötzlich blieb Monika stehen und sagte leise zu uns, das wir uns nicht bewegen sollten Sie hatte eine kleine Katze entdeckt, die zur Kapelle lief. Durch eine kleine Lücke im Mauerwerk verschwand sie dann. Wir blieben wohl 15 Minuten stehen und beobachteten den Spalt, Doch die Katze tauchte nicht mehr auf.
Am nächsten Tag, wollten wir zurückfahren, jedoch ließ uns die kleine Katze nicht ruhig in dieser Nacht schlafen. Schon um kurz nach sechs, startete Herbert den Motor des Wagens und wir fuhren zu einem anderen Parkplatz. Dieser war nur ein wenig von der Kapelle entfernt. Wenn wir ausstiegen und etwas zur Seite gingen, konnten wir die Kapelle sehen.
Auch das lang gestreckte Haus neben der Kapelle haben wir gesehen. Ein weiterer Bau war ein Museum für Religionsgeschichte.
Nach dem Frühstück, Herbert hat aus einer nahen Bäckerei Brötchen geholt, gingen wir zunächst zur Kapelle. Inzwischen war es kurz nach 8.00 Uhr. Die Kapelle war schon offen und in einer direkt an die Kapelle angebauten Sakristei, darin befand sich ein Kerzenhaus, zündeten wir zunächst eine Kerze an. Das dafür ein kleiner Obolus fällig war, hat uns nicht gestört.
Dann sind wir zu dem kleinen Haus gegangen und dort war auch das Pfarrbüro untergebracht. Nur öffnete dieses erst um 10.00 Uhr. Bis dahin schauten wir uns noch einige Häuser der Stadt an. Dabei entdeckten wir auch ein Haus das schon über 400 Jahre bewohnt war. Das es das älteste Haus der Stadt war, haben wir erst später erfahren.
Dann war es 10.00Uhr und wir gingen zum Pfarrbüro. Dort wurden wir von einer sehr freundlichen Frau empfangen und nachdem sie gehört hatte was wir wollten, natürlich war es die Frage nach der Katze, rief sie nach einem Mann. Wenig später stand uns ein Mann gegenüber der sich als Propst der Gemeinde vorstellte.
Es war das höchste priesterliche Amt welches jemand innehatte in dieser Gemeinde. Erstaunt berichtigte Monika nachmals von der Katze und was wir am Abend gesehen haben. Sofort sagte der Propst wo das Loch im Mauerwerk ist und wir führten ihn zu dem Unterschlupf der Katze.
Über zwei Stunden saßen wir auf in der Nähe aufgestellte Sitzbänke. Dabei redeten wir die ganze Zeit mit dem Geistlichen. Bis Monika, die die ganze Zeit das Loch beobachtet hatte, uns um Ruhe bat. In den nächsten 30 Minuten waren wir ruhig, dann tauchte langsam die kleine Katze auf. Mir taten die Augen weh, so eine abgemagerte Katze hatte ich schon lange nicht mehr gesehen.
Direkt vor dem Eingang blieb die Katze sitzen und fing an sich zu putzen. Ich wollte gerade aufstehen und zu der Katze gehen, als ich aus den Augenwinkeln sah, wie der Propst aufstand und langsam zu der Katze ging. Diese schaute nur kurz zu dem Propst und putze sich dann weiter. Bis auf einem Meter kam der Propst an die Katze heran, dann folgte ein leises „Miau“ der Katze. Sofort blieb der Propst stehen und ging dann in die Hocke. Dabei redete er leise mit der Katze.
Nach geraumer Zeit wurde der Propst lauter und er sagte zu der Katze: „Du arme! Komm in meinen Garten! Dort wirst Du immer was zu futtern finden. Komm nun mit kleine, damit ich dir den Weg zeigen kann. Natürlich habe ich nichts da, was Du Essen kannst, aber ich werde sofort etwas kaufen was Du mit Sicherheit magst!“
Dann stand er auf und die Katze folgte ihm. Wir gingen einige Meter hinter den beiden her und durch sein Haus ging er in den Garten. Zuvor hatte er seiner Sekretärin gesagt, das sie sofort Katzenfutter besorgen soll. Nach nur wenigen Minuten war das Katzenfutter da und wurde sofort auf einen Teller verteilt. Der Propst persönlich stellte den Teller im Schatten eines großen Baumes ab. Die Katze machte sich natürlich über das Futter her.
Während die Katze futterte, reden wir zusammen. Dann kam die Katze zu uns. Zunächst ging sie zu Monika, dann zum Propst. Erst dann waren ich und Herbert dran. Die Katze blieb in dem Garten. Nie hat sie ihn danach verlassen. Auch nach vier Wochen, wir haben uns auf Einladung des Propstes davon überzeugt, war die Katze immer noch in dem Garten. Man muss auch dazu sagen, das der Garten über 1500 Qm groß war und er immer betreten werden konnte. Doch das änderte mit dem Einzug der Katze. Von nun an, durften nur noch Tiere in den Garten!