Post aus Bayern

Diskutiere Post aus Bayern im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Der kleine Pucki Wie so oft sitze ich im Büro und erledige den Schreibkram der in einem TH anfällt. Ich habe schon eine Eingabe bei der Stadt...
  • Post aus Bayern Beitrag #681
Der kleine Pucki

Wie so oft sitze ich im Büro und erledige den Schreibkram der in einem Tierheim anfällt. Ich habe schon eine Eingabe bei der Stadt gemacht um eine Sekretärin zu bekommen aber dieses wurde mir leider abgelehnt. Obwohl ich darauf hingewiesen habe, das dann meine Berichte aus dem Tierheim pünktlich bei der Stadtverwaltung ankommt. Trotzdem bestanden die Herrschaften auf ihrer Meinung.

Was aber keiner in der Stadt weiß, habe ich meine Sekretärin und gebe ihr darum ein erhöhtes Taschengeld. Es ist Monika, meine Tochter die mir gerade zum ende eines Monats hilft mit dem Bürokram. Denn es ist einfach zu viel für mich. Darum macht Monika die monatliche Aufstellung des Bedarfs und ich alles andere. Seit Monika das macht, bekommen wir immer mehr als der tatsächliche Bedarf ist. Warum habe ich nicht gefragt!

Doch ein Blick endlich nach drei Monaten bringt mich der Lösung sehr nahe. Nur ein kurzer Blick reicht und ich habe die Lösung! Meine Tochter hat drei mal soviel an Material angefordert wie nötig ist.

Als meine ich meine Tochter das nächste mal gesehen habe, habe ich sie natürlich auf diese Anforderungen angesprochen. Doch sie sagte nur: „Dreimal muss man schon anfordern um alles zu bekommen. In den letzten drei Monaten habe ich auch nur die doppelte Menge angefordert.“

Am nächsten Tag bin ich zum zuständigen Mitarbeiter der Stadt gefahren und ihm mein Problem geschildert. Er meinte nur , hinter vorgehaltener Hand: „Fordern sie einfach den doppelten Bedarf an, dann bekommen sie genau das, was sie brauchen. Aber das habe ich ihnen niemals gesagt.“ Ich habe es ihm versprochen und auch anschließend mit meiner Tochter gesprochen. Diese hat mir versprochen nur noch das zu bestellen, was auch wirklich benötigt wird. Und das in doppelter Ausfertigung.

Im nächsten Monat bekamen wir nur noch das was wir bestellt haben, minus der 25%
die genau unserem Bedarf entsprach. Also haben wir das bekommen, was wir wirklich brauchten.

Am Wochenende bekamen wir im Tierheim einen Anruf, der aber sehr unverständlich war. Am Montag morgen, als ich im Tierheim angekommen bin und mein Büro betreten habe, berichtete die Wache von Wochenende mir davon. Da wir am Wochenende alle Anrufe auf Band aufnahmen wurde mir auch das Gespräch vor gespielt. Doch ich konnte nichts daraus entnehmen.

Daraufhin, nachdem mein Mitarbeiter gegangen ist, rief ich einen befreundeten Kripobeamten an. Ich schilderte ihm kurz was auf unserem Tonband war, dann versprach er mir, sofort vor bei zu kommen wenn er Zeit hat. Ich bedankte mich bei ihm und legte den Hörer wieder auf. Ich selber vermutete, das sich mein Bekannter erst sehr spät am Tag bei mir melden wird.

Jedoch stand er nach 10 Minuten vor mir und wollte sofort das Band von dem Anruf hören. Natürlich habe ich es ihm sofort vorgespielt. Immer wieder hat er die Bandaufnahme gehört, bis er plötzlich auf gesprungen ist und mir noch zurief: „Ich melde mich!“ Irgend etwas hat er gehört was sich mir bisher entzogen hat. Darum hörte ich das Band etwa 10 mal ab und endlich hatte ich verstanden was der Anrufer gewollt hat.

Es war ein Hilferuf, in dem genau die Adresse angegeben wurde. Nur schien es sich nicht um den Anrufer zu handeln, sondern um seine Tiere. Anscheinend handelt es sich bei den Tieren um Katzen. Darum habe ich sofort unseren Bulli fertig gemacht und Yvonne fuhr das Fahrzeug.

An dem angegebenen Standort fanden wir sehr viele Polizei und auch Rettungssanitäter. Doch eine Rettung für den Anrufer gab es nicht mehr. Sondern nur für seine zwei Katzen und den Hamster des Besitzers.

Wir nahmen die Tiere mit ins Tierheim und bemerkten schon bald, das alle drei Tiere trauern. Doch warum trauerten sie? Darum sollte ein Mitarbeiter die beiden Katzen beobachten. Und schon bald machte er eine außergewöhnliche Beobachtung. Denn jedes mal wenn eine Maus;in unserem Tierheim gibt es sehr viele, an den Käfig der Katzen vorbei lief, rührten sich die zwei Katzen nicht. Ganz im Gegenteil von den anderen Katzen. Diese wollten immer hinter den Mäusen hinterher, doch die zwei nicht.

Darum nahmen wir die zwei Katzen und brachten sie in einen anderen Raum. Den Hamster, der sich in einem anderen Bereich befunden hat, holte ich persönlich dazu. Langsam ging ich zu den beiden Katzen und als ich den Raum betrat in dem die Katzen waren,

Da der Hamster noch in seinem Käfig war, stellte ich diesen auf einen Tisch im Raum. Sofort sprangen die beiden Katzen auf den Tisch und waren am Miauen. Dann machten sie etwas, womit ich nicht gerechnet hatte. Sie rieben ihre Köpfe an dem Käfig, wobei sie anfingen zu schnurren.

Darauf hin öffnete ich den Käfig des Hamsters und dieser kam sofort hinaus. Jedoch ergriff er nicht die Flucht, sondern lief zu den Katzen und schmuste mit ihnen. Auch die Katzen schleckten den Hamster ab und als sich dieser hinlegte, legten sich die Katzen zu dem Hamster.

Ich fragte die Mitarbeiter ob si8e den Namen des Hamsters wussten, doch wurde das von allen verneint. Darum bekam der Hamster von mir den Namen „Kleiner Pucki“ und er hörte nicht ein einziges Mal auf seinen Namen.

Dafür hörten die Katzen auf die Namen die wir ihnen gegeben haben. Sie hießen ab sofort Kaspar und der andere Balthasar. Denn beide waren Kater, wie ein schneller Blick eines Mitarbeiters feststellte.

Wir, das sind noch drei Mitarbeiter des Tierheim, beobachteten noch einige Minuten das Treiben der drei, dann ließen wir sie allein. Wir wollten erst in einer Stunde wieder nach den Tieren sehen.

Als 60 Minuten vergangen waren bin ich wieder zum Katzenhaus. Dort gab es eine kleine Veränderung. Denn der Hamster lag auf einem Kater und war fest am schlafen. Auch die beiden Kater waren am schlafen und haben dem Hamster nichts angetan. Darum ließen wir die drei zusammen in dem Raum. Ich beriet mich mit meinen Mitarbeitern und wir haben alle beschlossen, das der Hamster und die beiden Kater zusammen vermittelt werden.

Es dauerte noch ein Jahr, inzwischen hatten wir den Hamster gegen einen neuen ausgetauscht da der eigentliche Hamster gestorben war. Jedoch stutzenden die Katzen erst, schnupperten an dem neuen und fingen dann an, mit dem neuen zu schmusen. Da wussten wir, das der neue Hamster angenommen war.

Bis zum Ende der Katzen wurde immer wieder ein Hamster zu den Katzen geholt, denn die Familie die die drei zu sich nahm,. hat die Tiere verstanden. Ich besuchte sie des öfteren und fand immer eine Harmonie der Tiere vor.
 
  • Post aus Bayern Beitrag #682
Die Lieblinge von Herbert


Ich bin im Hundebereich und reinige die Näpfe der Hunde. Das es bei jedem Hund zwei sind, Futternapf und Wassernapf, hat mich schon immer aufgeregt. Jedenfalls in den letzten fünf Jahren. Darum will ich bei der nächsten Versammlung des Mitarbeiter genau dieses Thema ansprechen.

Am nächsten Tag kommt Herbert ins Tierheim, denn er hat heute Nachmittag seine Praxis geschlossen. Lange hält er sich bei den Hunden auf, geht aber auch zu den Katzen. Das er dort nur sehr kurz ist, erstaunt mich nicht, denn er ist mehr für Hunde. Doch zu Schneewittchen hatte er ein besonderes Verhältnis.

Jedes Mal wenn er ins Tierheim gekommen ist, hat er zuerst mich besucht und dann ist er auf die Suche nach Schneewittchen gegangen. Stundenlang ist er mit der Katze zusammen gewesen. Er war immer froh, wenn sich Schneewittchen bei Tagen des Tierheim gegen die Besucher die sie mitnehmen wollten, entschieden hat. Man konnte förmlich sehen, wie Herbert aufgeatmet hat.

Doch auch zu Hunden ist Herbert gegangen. Dabei begleitete ihn des öfteren natürlich die Katze. Sein bester Freund bei den Hunden war aber ein Mischling der nur noch zwei Pfoten hatte. Das dieser nicht vermittelt wurde, war jedem klar. Wer nimmt schon solch einen Hund. Obwohl gerade dieser Hund ein Schmuse Hund war.

Darum versuchte Herbert den Hund in seiner Praxis zu vermitteln. Etwa drei Jahre gelang dieses nicht, obwohl sehr viele Patienten von Herbert sich den Aushang in seiner Praxis anschauten. Auch viele Fragen wurden gestellt, jedoch wenn die potentiellen Personen hörten, das Bellos so war sein Name, nur zwei Pfoten hatte, flaute das Interesse wieder ab.

Bis ein fünfjähriges Mädchen, nachdem drei lange Jahre der Aushang in der Praxis von meinem Mann hing, kam. Sie war in Begleitung ihrer Mutter und da die beiden etwa 30 Minuten warten mussten, schaute sich die kleine in der Praxis um. Dabei sah sie auch das Foto von Bello.

Sofort überzeugte sie ihre Mama zum Tierheim zu fahren. Auch meinem Mann Herbert stellte sie unzählige Fragen und nach nur 10 Minuten war es klar, das Bello, ihr Name war Melinda, ihr neuer Freund sein wird. Dann folgte die Behandlung und zwischen den Behandlungsschritten erfolgten immer wieder Fragen nach Bello. Die Mutter war einer Ohnmacht sehr nahe, doch sie hörte nur zu.

Dann erkannte sie, als allein Erziehende Mutter, das ihre Tochter es ernst meinte und sie fragte nach dem Tierheim in dem sich Bello befand. Als sie erfuhr das es unser Tierheim ist, fuhr sie nach der Behandlung durch meinen Mann, sofort zum Tierheim.

Dort angekommen fragte die Mutter sofort nach dem Hund! Sie bekam die entsprechende Antwort und schon wenig später war sie und ihre Tochter bei Bello. Auch ich war da, weil ich für alle Tiere im Heim zuständig bin, die unter der Woche vermittelt werden. Ich wollte gerade fragen was es für ein Hund ist, da fragte Melinda mich, wo Bello ist. Denn dieser war nicht zu sehen in dem großen Raum in dem sich die Hunde tummelten.

Bello musste draußen sein und so bat ich die beiden mir zu folgen. Ich war schon sehr erstaunt darüber, das die Mutter nichts zu den Wünschen der kleinen sagte, doch ich hielt meinen Mund. Als wir draußen waren sah Melinda sofort Bello. Dieser lag im vollen Sonnenlicht, es war etwa 20 Grad warm.

Langsam ging das Mädchen auf Bello zu und redete leise mit ihm. Was die kleine sagte, habe ich nicht verstanden, so leise sprach sie. Doch Bello schien vom ersten Moment an zu zu hören. Den sie blickte Melinda an. Dann stand sie auf und man konnte nun ihre zwei fehlenden Pfoten sehen. Warum sie ihre Pfoten vorne verloren hatte, wussten wir nicht, aber eines Tages lag Bello vor unserem Tor. Da waren seine Vorderpfoten schon abgeheilt. Doch im Umkreis von 100 Kilometern hatte kein Tierarzt die Pfoten entfernt.

Dort war also Melinda schon angekommen und streichelte Bello. Dieser fing vor Freude an zu jaulen und er wedelte mit seinem Schweif. Ich schaute die Mutter von Melinda an und sie sagte nur: „Wann darf ich den Hund abholen? Dort haben sich wohl zwei Freunde gefunden und werden es auch bleiben bis einer von ihnen stirbt.“

Ich war erstaunt und sagte zu der Frau, das sie den Hund sofort mitnehmen kann, wenn die Bedingungen stimmen. Sie lebte mit ihrer Tochter in einem Einfamilienhaus mit etwa 1000 m² Grundstück. Da war mir klar, das der Hund sofort mitgenommen werden darf.

Als ich mich umdrehte, stand Herbert hinter uns. Er freute sich riesig, das Bello endlich einen neuen Besitzer gefunden hat. Er sagte: „Ich werde den Aushang in meiner Praxis hängen lassen. Nur werde ich ihn mit dem heutigen Datum versehen an dem der Hund vermittelt worden ist.“

Ich gebe ihm sofort recht das er sein Plakat mit diesem Hinweis versieht. Doch ich bitte ihn darum, auch noch ein Foto der neuen Besitzer dazu kommt. Auch die neuen Besitzer sind einverstanden, nach dem ich sie gefragt habe.


So verließ uns noch am selben Tag ein überglücklicher Hund unser Tierheim. Wie mir nach etwa drei Stunden die Mutter mitteilte waren Melinda und Bello das perfekte Team. Melinda hat sich sofort hingesetzt und Prothesen für Bello entworfen. Ich bat die Mutter darum, mir die Entwürfe zu geben und sie versprach mir dieses.

Zwei Tage später hatte ich die Entwürfe von Mathilda vorliegen und ich gab diese zu einem Befreundeten Metallarbeiter. Dieser war hell auf begeistert von den Entwürfen und meldete diese zum Patent an. Dadurch verdiente er sehr viel Geld und auch Melinda und ihre Mutter wurden am Verdienst beteiligt.

Drei Monate später konnte Bello wieder laufen. Zwar nicht so wie vor seiner Amputation, aber er konnte laufen. Herbert hat Finanzziel mitgeholfen, das diese Erfindung ein Erfolg wurde, denn er hat sehr viel Geld investiert, zum Erfolg zu haben. Immer wieder ging ein Scheck auf seinem Konto ein, bis er entschied, das alle Einnahmen aus dieser Erfindung auf ein besonderes Konto gehen soll.

Davon wurden nur noch Gelder abgebucht, die Erfindungen betraf, die auch das Tierheim betrafen.Denn es folgten nicht nur Geschichten von Herbert, sondern es waren 6 Erfindungen die gemacht wurden im Namen des Tierheim.

Eine weitere Geschichte über meinem Mann erfolgt demnächst!
 
  • Post aus Bayern Beitrag #683
Die Lieblinge von Herbert II

Wieder einmal ist es Mittwoch und es ist 13.30 Uhr, als mein Mann Herbert ins Tierheim kommt. Zunächst kommt er zu mir und wir reden über alles was gerade angesagt ist. Nach etwa dreißig Minuten geht er zum Hundehaus. Dort sind 53 Hunde untergebracht. Er bleibt dort etwa eine Stunde, dann geht er zum Katzenhaus. Dort bleibt er etwa 30 Minuten länger, obwohl dort 10 Katzen weniger untergebracht sind.

Ich habe nie gefragt, warum er länger bei den Katzen blieb, denn ich habe es auch so erfahren. Herbert blieb immer länger bei den Katzen weil er eine Katze besonders gern hatte. Aber diese Katze ließ sich nur anfassen und streicheln wenn auch Schneewittchen mit im Raum war. Dann ließ die Katze alles zu. Doch sobald Schneewittchen nicht da war, ließ sich auch die Katze nicht sehen.

Mehrere Wochen hat sich Herbert mit der Katze beschäftigt, dann kam sie auch zu Herbert wenn Schneewittchen nicht da war. Irgendwann in diesen Tagen kam die Katze und ließ sich von Herbert streicheln.

Zwei Wochen später wurde die Katze vermittelt und Herbert war da als sie ihren neuen Besitzern übergeben wurde. Lange hat er sich mit der Katze beschäftigt und danach ging die Katze auch zu ihrer 9 jährigen neuen Besitzerin. Dort schmiegte sie sich ganz feste an die kleine und war laut am schnurren. Herbert hat sie noch einmal gestreichelt, dann ging die kleine mit der Katze aus dem Haus.

Bis der Wagen der neuen B Besitzerin mit ihren Eltern das Tierheim verlassen hat, schaute Herbert ihr nach. Dann ging er wortlos aus dem Raum in dem wir waren. Ich selber habe Herbert erst am Abend, nach meinem Feierabend, wieder gesehen. Er war zu Hause und schaute sich gerade eine Doku über Katzen im Fernsehen an. Er selber konnte erst drei Wochen später über die Katze reden.

Aber es war nicht nur diese Katze die Herbert so sprachlos machte. Nein, auch eine Kuh gehörte dazu. Er lernte sie kennen als unser Tierarzt Hilfe von einem ZA benötigt. Es gab nur zwei Möglichkeiten. Operieren oder Schlachten. Darum entschloss sich unser Tierarzt dafür zunächst zu operieren. Nur traute er sich die OP nicht zu. Also rief er bei Herbert an und fragte ihn, was zu machen ist.

Doch Herbert wollte die Kuh erst sehen bevor er eine Entscheidung zu treffen wagte. Die Kuh war 3 Jahre alt, gab keine Milch mehr und fraß auch kaum noch etwas. Ihre Zähne waren so verfault, das die Kuh nichts mehr beißen konnte. Darum wollte der Bauer sie los werden und eigentlich war er dazu Bereit die Kuh ein zu schläfern. Aber der Tierarzt war dagegen. Er wollte die Kuh retten und erhielt vom Bauern die Erlaubnis alles zu machen, was dieser zu machen im Stande war.

Also rief der Tierarzt meinen Herbert an, da er auch nur 8 Wochen Zeit hatte um die Kuh vor dem Schlachter zu retten. Er fragte ihn, ob Herbert auch eine Kuh behandeln wird. Die Antwort von Herbert lautete: „Wie alt ist die Kuh und warum soll ich als Zahnarzt Zunächst ihr helfen?“ Daraufhin schilderte der Tierarzt was er weiß und die beiden machten einen Termin aus.

Da der Tierarzt an einem Dienstag angerufen hatte, wurde gleich der Mittwoch, also am nächsten Tag, ins Visier genommen. An diesem Tag hat Herbert seine Praxis Nachmittags geschlossen. Es wurde 15.00 Uhr als Zeitpunkt abgemacht. Dann tauschten sie noch ihren Treffpunkt für den nächsten Tag aus und der Tierarzt legte zufrieden auf. Er hatte den ersten Schritt zur Rettung des Tieres unternommen.

Am nächsten Tag trafen sich der Tierarzt und Herbert bei dem Bauern. Erst redeten sie nur zusammen, dann fragte Herbert, warum er denn Helfen soll. Der Tierarzt sagte darauf hin: „Die Kuh hat Schwierigkeiten beim Futtern. Darum gibt sie auch nicht genug Milch, jedenfalls weniger wie alle anderen Kühe. Ich habe das Tier untersucht und festgestellt, das sie im Maul unheilbare Schwierigkeiten hat. Nun haben wir nur noch acht Wochen Zeit um das Tier zu retten.“

Als Herbert das hörte, gab es kein halten mehr für ihn. Sofort begab er sich zu der Kuh und untersuchte sie Gründlich. Auch mich rief er an und ich war kurz darauf auf dem Bauernhof. Meine Untersuchung dauerte etwa drei Stunden, dann erhielten der Tierarzt und mein Mann das vorläufige Ergebnis. Auch der Bauer war anwesend. Als er alles hörte, besonders weil sich ein ZA und eine Frau mit besonderer Ausbildung um das Tier gekümmert haben, sagte er nur: „Wenn sich immer so um das Tier gekümmert wird, bin ich bereit das Tier bei mir zu behalten.“

So kam es, das der Bauernhof im laufe der Zeit zu einem Gnadenhof wurde. Bis zum Ende meiner Zeit lebten auf dem Hof 43 Tiere, die woanders getötet worden wären. Um all die Tiere hat sich der Tierarzt, mein Mann Herbert und ich gekümmert. Obwohl ich von größeren Tieren nicht viel verstanden habe. Bei der Kuh wurde im Übrigen eine unheilbare Krankheit der Zähne festgestellt.

Sie konnte nur noch weiches Essen zu sich nehmen. Das heißt, das ihr Futter immer sehr weich ist und nicht so hart wie die Halme von Gras.

Das war ein zweites und drittes Tier was Herbert sehr gern hatte. Aber im nächsten Teil, kommt der Höhepunkt der Trilogie.
 
  • Post aus Bayern Beitrag #684
Herbert Teil III


Wie so oft sitze ich alleine vor der Glotze. Herbert ist auf einer zwei Tage Veranstaltung der TÄ. Natürlich ist diese am Wochenende und findet in einer Stadt nur 150 Kilometer von meinem Heimatort statt. Ich wollte an diesem Tag nicht mit, sondern habe mich dazu entschlossen diesen ersten Tag im Tierheim zu verbringen. Herbert will die Nacht in einem Hotel vor Ort verbringen.

Natürlich hat er mich am Abend angerufen und wir haben längere Zeit damit verbracht über dieses und jenes zu sprechen. Unser Telefongespräch hat mehr als eine halbe Stunde gedauert. Dann trennten wir das Gespräch und ich schaute mir einen Spielfilm im Fernsehen an. Anschließend, es war inzwischen 22.45 Uhr, ging ich ins Bett.

Ich hatte an diesem Tag frei, darum habe ich mir keinen Wecker gestellt. Ich wollte einfach wach werden, wenn ich ausgeschlafen habe. Jedoch wusste ich schon vorher, das es um 6.30 Uhr sein wird. Dann werde ich immer wach, während Herbert noch 30 Minuten länger braucht um wach zu werden.

Es ist 5,15 Uhr als das Telefon bei uns im Haus klingelt. Auch im Schlafzimmer habe ich einen Apparat und nach einem Blick auf die Uhr erkenne ich die Uhrzeit. Erst will ich nicht abnehmen, aber dann siegt doch meine Neugier. Als ich abnehme meldet sich Herbert und er sagt zu mir: „Kannst Du schnell kommen? Hier ist ein Fuchs der deine Hilfe braucht! Der Ortsansässige Tierarzt weiß nicht mehr weiter. Aber es besteht Lebensgefahr. Doch das Tier lässt uns nicht an sich heran.“

Natürlich sage ich sofort zu, frage nur noch nach der Adresse und als ich diese erfahren habe.Kleide ich mich schnell an und nach nur drei Minuten sitze ich in meinem Wagen. Doch im ersten Moment will mein Auto nicht anspringen. Daher hetze ich schnell zum Bulli unseres Tierheim, der auch in unserer Straße steht. Denn am gestrigen Abend bin ich mit diesem Wagen nach Hause gekommen, weil mein Wagen auch an diesem morgen nicht angesprungen ist und ich abgeholt werden musste.

Nun bin ich unterwegs und schon bald habe ich die Autobahn erreicht. Dort gebe ich richtig Gas und fahre mit Höchstgeschwindigkeit über die Bahn. Das in diesem Bereich nur Tempo 100Km/h gilt, übersehe ich vollkommen. Darum dauert es auch nicht lange, bis hinter mir ein Blaulicht angeht. Sofort sehe ich auf den Tacho und bekomme erst jetzt mit, das ich 30Km/h zu schnell bin.

Sofort werde ich langsamer und fahre nach einem KM auf einen Parkplatz, Im Rückspiegel erkenne ich zwei Polizisten auf meinen Bulli zugehen. Nach einer frostigen Begrüßung, die beiden Beamten kenne ich nicht und sie mich wohl auch nicht, gebe ich meinen Führerschein und die Fahrzeugpapiere an einen der Beiden. Dieser geht zu seinem Streifenwagen und greift zum Funkgerät.

Nur zwei Minuten spricht er in das Gerät, dann springt er aus dem Wagen, ruft seinem Kollegen etwas zu und ist dann bei mir am Fahrzeug. Er gibt mir die Papiere zurück und fragt nach meinem Ziel. Ich nenne es ihm und er antwortet daraufhin: „Wir fahren vor Ihnen her. Folgen Sie einfach! Wir kennen ein paar Abkürzungen!“ Dann rennt er zu seinem Wagen, schaltet Blaulicht und Martinshorn an und fährt wieder zur Bahn zurück.

Dort fährt er vor uns her und nach nur 30 Minuten haben wir das Ziel erreicht. Zwischendurch sind wir viele Abkürzungen gefahren und es kamen immer mehr Polizeiwagen zu uns. Dafür verließen uns auch immer wieder ein Wagen. Doch zum Schluss waren es noch immer 3 Polizeifahrzeuge bei uns.

Diese fuhren nun mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn vor dem Hotel vor. Davor stand eine Frau die sofort auf den Bulli zulief und sobald sie mich erreicht hatte, sagte sie mir nur das ich folgen sollte. Zusammen liefen wir in einen Wald, der nur wenige Meter hinter dem Hotel begann. Jetzt hatten wir kein Licht mehr, jedoch hatten die Beamten, alle folgten, alle eine Taschenlampe und leuchteten uns den Weg.

Immer wieder wechselten wir die Richtung und nach zwanzig Minuten sahen wir wieder das Hotel vor uns. Nur diesmal war es von der anderen Seite und dann sah ich endlich Herbert. Dieser kniete bei einem Fuchs und war ihn am Streicheln. Als er mich Sah, fing er sofort an zu winken. Erst jetzt sah ich auch den Jäger der in einigen Metern Entfernung stand.

Schnell kniete ich bei Herbert nieder und er erzählte mir die Geschichte des Fuchses. „Ich lag schon lange im Bett, als es an meiner Tür geklopft hat. Es war die Nachtwache die mich auf den Fuchs aufmerksam machte. Ich war wohl schon der sechste Zahnarzt den sie gefragt hatte um den Fuchs zu helfen. Aber kommen wir zu dem Fuchs! Sie scheint trächtig zu sein und ihre jungen scheinen nicht geboren zu werden, weil sie einfach nicht gebären kann.“

Ich merkte sofort, das Herbert sehr angegriffen war, wegen der Füchsin. Daraufhin untersuchte ich den Fuchs sehr genau und stellte dabei fest, das der Geburtskanal zugewachsen war. Die Füchsin konnte ihre Jungen nicht gebären. Darum sagte ich zu Herbert: „Hier hilft nur noch ein Kaiserschnitt.“

Obwohl die Füchsin nur auf Sand lag, machte ich einen Kaiserschnitt, Dabei holte ich sechs kleine hervor. Die OP wurde nur aus einem Grund gemacht, weil die Füchsin auch sonst ihre Jungen auf diesem Untergrund geborren hätte. Es war also vollkommen egal welcher Untergrund da war, Hauptsache die Füchsin hat ihre jungen geboren.

Jedes der kleinen gab ich an Herbert weiter. Ein jedes hat er so genommen wie die Mutti. Er hat sie gereinigt und sofort an die Zitzen der Mutter angelegt. Da wusste ich, das Herbert sein Tier gefunden hat. Nachher nahm er alle Tiere, die im Bulli waren, zu sich in die Praxis. Er hat sie auch seinen Patienten vorgestellt und als die kleinen endlich soweit waren, das sie ausgewildert werden konnten. Hat er immer wieder auf seine Patienten hingewiesen.

Doch es war soweit und wir ließen nach kurzer Diskussion die Tiere frei. Doch vier, darunter die Mutter, blieben in der Praxis. Oft waren die Füchse dabei wenn ein Patient behandelt wurde. Dann waren die Patienten sehr ruhig, weil die Füchse diese Ruhe ausstrahlten.

Herbert hat diese Füchse geliebt und er sagte einmal zu mir: „Hätte ich diese Tiere nicht in meiner Praxis, hätte ich nicht so viele Patienten. Denn ein jeder glaubt, wenn ein ZA solche Tiere in seiner Praxis hat, dieser gut zu Mensch und Tier ist.“
 
  • Post aus Bayern Beitrag #685
Ich hoffe, es geht dir gut Helmut? Jeden Sonntag freue ich mich auf die Geschichten von Gerda, da werde ich unruhig, wenn du schweigst...
 
  • Post aus Bayern Beitrag #686
Ja ich hoffe auch, dass alles ok ist..
 
  • Post aus Bayern Beitrag #687
Bin am Samstag überraschend ins Krankenhaus gekommen. Gegen 22.00 Uhr wurde mir schwarz vor Augen und meine Tochter hat den Notdienst informiert. Erst heute bin ich wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. Darum erst jetzt die neue Geschichte:


Die Kapelle


Monika, Herbert und ich sind in der Nähe unseres Heimatortes unterwegs. Monika ist 12 Jahre alt und hat vorgeschlagen das wir doch mal kleine Kirchen besichtigen sollen. Was sie damit meinte war eigentlich klar. Sie meinte damit Kapellen da diese fast so ausgestattet sind wie ein Dom. Darum hat Herbert ein Wohnmobil gemietet und nun sind wir für drei Tage unterwegs.

Drei Tage weil der Freitag ein Feiertag ist und wir erst am Montag wieder zur Schule oder an unserer Arbeit sein müssen. Da es aber nicht genug Kapellen in unserer Umgebung gibt, die sehenswert sind, erweitern wir unseren Radius.

Am späten Abend kommen wir in eine Kleinstadt und suchen zunächst den Übernachtungsplatz für unser Wohnmobil. Dieser ist leider sehr weit von der Innenstadt entfernt an einem Freibad. Auch sind in unmittelbarer Umgebung drei Fußballplätze und eine Tennisanlage. Aber dort ist schon nichts mehr los und so fahren wir auf den großen Parkplatz der hier vorhanden ist.

Leider sind alle Plätze für Wohnmobile schon belegt und so stellen wir uns auf einen Parkplatz direkt neben dem Parkplatz für Wohnmobile ab. Warum hier nur 5 Plätze für Wohnmobile vorgesehen sind erschließt sich mir nicht., Denn auf den Parkplatz passen mindestens 200 PKW.

Am nächsten Morgen sind wir nach einem ausgiebigen Frühstück in die Stadt gegangen. Das war zwar ein Fußweg von über einem Kilometer, aber wir haben es gerne in kauf genommen. Bis zur Bundesstraße war es ein unrespektierlicher weg. Aber als wir weiter 150 Meter gegangen sind, bogen wir in einen breiten Weg ab und waren im Paradies. Das es solch ein großes Waldstück in so einer kleinen Stadt gab, hätten wir nie vermutet.

An einem Anschlag sahen wir, das in vier Wochen der größte Pferdemarkt Europas in dieser kleinen Stadt ist. Da meinte Herbert: „Am vier Wochen sind wir auch wieder hier und besuchen den Pferdemarkt. Mit Sicherheit gibt es noch viel mehr zu sehen.“

Nachdem wir zwei Brücken überquert hatten sahen wir zunächst eine sehr große Kirche. Natürlich haben wir diese Besichtigt und als Monika durch einen Nebenausgang ging hat sie die Kapelle entdeckt.

Natürlich gingen wir hinüber und waren doch sehr erstaunt, das in der Kapelle eine ältere Dame war, die sofort erkannte das wir Touristen waren. Darum bekamen wir eine Besichtigung der besonderen Art. Die Frau erzählte uns das die Kapelle schon im Jahre 1654 angefangen wurde die Kapelle zu bauen. Drei Jahre später erfolgte die Weihe der Kapelle.

Erst im Jahre 1854 wurde die Kapelle fertiggestellt, weil eine Sakristei angebaut wurde .Auch befindet sich ein Figur von Maria mit ihrem Sohn Jesus in der Kapelle. Nur ist diese Figur schon aus den Jahre 1370. Und diese Figuren waren in der Kapelle ausgestellt.

Natürlich wollte Monika mehr erfahren über dieses Abbild. Und so blieben wir über drei Stunde in der Kapelle. Monika hatte viele Fragen und stellte eine nach der anderen. Sehr viele Fragen waren nach der Pieta und alle wurden beantwortet.

Besonders auf das alter hat meine Tochter hingewiesen und sie erfuhr, das die Figur aus der alten Linde gewachsen ist. So war jedenfalls die Überlieferung der Sage. Uns wurde auch der Standort des Baumes mitgeteilt aus den angeblich die Pieta gewachsen ist. Wir nahmen uns vor, diesen Baum auch zu besichtigen.

Dann wurden wir zu einer Besichtigung der Kapelle eingeladen und erfuhren sehr viel über diesen Bau. Wer war tatsächlich im Jahre 1654 gebaut worden. Doch erst 3 Jahre später wurde sie fertig gestellt. Einige Umbauten in Jahre 1753 wurden im Jahre erst fertig Das waren der Anbau des Chores.

!854 wurde die heutige Ansicht der Kapelle fertig gestellt. Zwischenzeitlicht erhielt die Kapelle einen weißen Anstrich. Das war in Jahre 1954 erhielt die Kapelle ihren weißen Anstrich. Innenausbau Erst 2004 erhielt die Kapelle ihren hölzernen Innen Ausbau.

Anschließend gab uns die Frau noch einen Fleier. Die Sätze sind daraus:

Im Jahr 1654 setzte der Fürstbischof den Grundstein der Kapelle. Der Jodokus Lücke begann 1654 mit dem Bau und d. Ä. stellte ihn 1657 fertig. Die Weihe fand am 2. Juli 1657 statt. Der Kuppel überdeckte den Sechseckbau mit an den Ecken freistehenden ausgestattet. Der wurde 1763 angefügt. Das Dach und die wurden 1854 zur heutigen Form verändert. Im selben Jahr wurde eine angebaut. Über den drei Portalen ist jeweils das Wappen des Fürstbischofs von Galen angebracht.
Nach der Besichtigung sind wir etwas Essen gegangen und haben dann den alten Baum gesucht. Aber die Weg Beschreibung zu dem Baum war vorzüglich. Wir waren sehr erstaunt wie groß dieser Baum war. An einer Seite war die Beschreibung des Baues zu sehen. Danach war die Linde etwa 750 Jahre alt und das Gnadenbild sei angeblich aus ihrem Holz geschnitzt worden.

Mit drei Leuten war es uns nicht möglich den Stamm des Baumes zu umarmen. Auch drei versuche hatten keinen Erfolg. Erst der vierte Versuch ohne Monika und mir hatte Erfolg. Herbert machte das letzte der Umarmung möglich.

Wir blieben den ganzen Tag in der Stadt und am Abend kamen wir noch einmal an der Kapelle vorbei. Plötzlich blieb Monika stehen und sagte leise zu uns, das wir uns nicht bewegen sollten Sie hatte eine kleine Katze entdeckt, die zur Kapelle lief. Durch eine kleine Lücke im Mauerwerk verschwand sie dann. Wir blieben wohl 15 Minuten stehen und beobachteten den Spalt, Doch die Katze tauchte nicht mehr auf.

Am nächsten Tag, wollten wir zurückfahren, jedoch ließ uns die kleine Katze nicht ruhig in dieser Nacht schlafen. Schon um kurz nach sechs, startete Herbert den Motor des Wagens und wir fuhren zu einem anderen Parkplatz. Dieser war nur ein wenig von der Kapelle entfernt. Wenn wir ausstiegen und etwas zur Seite gingen, konnten wir die Kapelle sehen.
Auch das lang gestreckte Haus neben der Kapelle haben wir gesehen. Ein weiterer Bau war ein Museum für Religionsgeschichte.

Nach dem Frühstück, Herbert hat aus einer nahen Bäckerei Brötchen geholt, gingen wir zunächst zur Kapelle. Inzwischen war es kurz nach 8.00 Uhr. Die Kapelle war schon offen und in einer direkt an die Kapelle angebauten Sakristei, darin befand sich ein Kerzenhaus, zündeten wir zunächst eine Kerze an. Das dafür ein kleiner Obolus fällig war, hat uns nicht gestört.

Dann sind wir zu dem kleinen Haus gegangen und dort war auch das Pfarrbüro untergebracht. Nur öffnete dieses erst um 10.00 Uhr. Bis dahin schauten wir uns noch einige Häuser der Stadt an. Dabei entdeckten wir auch ein Haus das schon über 400 Jahre bewohnt war. Das es das älteste Haus der Stadt war, haben wir erst später erfahren.

Dann war es 10.00Uhr und wir gingen zum Pfarrbüro. Dort wurden wir von einer sehr freundlichen Frau empfangen und nachdem sie gehört hatte was wir wollten, natürlich war es die Frage nach der Katze, rief sie nach einem Mann. Wenig später stand uns ein Mann gegenüber der sich als Propst der Gemeinde vorstellte.

Es war das höchste priesterliche Amt welches jemand innehatte in dieser Gemeinde. Erstaunt berichtigte Monika nachmals von der Katze und was wir am Abend gesehen haben. Sofort sagte der Propst wo das Loch im Mauerwerk ist und wir führten ihn zu dem Unterschlupf der Katze.

Über zwei Stunden saßen wir auf in der Nähe aufgestellte Sitzbänke. Dabei redeten wir die ganze Zeit mit dem Geistlichen. Bis Monika, die die ganze Zeit das Loch beobachtet hatte, uns um Ruhe bat. In den nächsten 30 Minuten waren wir ruhig, dann tauchte langsam die kleine Katze auf. Mir taten die Augen weh, so eine abgemagerte Katze hatte ich schon lange nicht mehr gesehen.

Direkt vor dem Eingang blieb die Katze sitzen und fing an sich zu putzen. Ich wollte gerade aufstehen und zu der Katze gehen, als ich aus den Augenwinkeln sah, wie der Propst aufstand und langsam zu der Katze ging. Diese schaute nur kurz zu dem Propst und putze sich dann weiter. Bis auf einem Meter kam der Propst an die Katze heran, dann folgte ein leises „Miau“ der Katze. Sofort blieb der Propst stehen und ging dann in die Hocke. Dabei redete er leise mit der Katze.

Nach geraumer Zeit wurde der Propst lauter und er sagte zu der Katze: „Du arme! Komm in meinen Garten! Dort wirst Du immer was zu futtern finden. Komm nun mit kleine, damit ich dir den Weg zeigen kann. Natürlich habe ich nichts da, was Du Essen kannst, aber ich werde sofort etwas kaufen was Du mit Sicherheit magst!“

Dann stand er auf und die Katze folgte ihm. Wir gingen einige Meter hinter den beiden her und durch sein Haus ging er in den Garten. Zuvor hatte er seiner Sekretärin gesagt, das sie sofort Katzenfutter besorgen soll. Nach nur wenigen Minuten war das Katzenfutter da und wurde sofort auf einen Teller verteilt. Der Propst persönlich stellte den Teller im Schatten eines großen Baumes ab. Die Katze machte sich natürlich über das Futter her.

Während die Katze futterte, reden wir zusammen. Dann kam die Katze zu uns. Zunächst ging sie zu Monika, dann zum Propst. Erst dann waren ich und Herbert dran. Die Katze blieb in dem Garten. Nie hat sie ihn danach verlassen. Auch nach vier Wochen, wir haben uns auf Einladung des Propstes davon überzeugt, war die Katze immer noch in dem Garten. Man muss auch dazu sagen, das der Garten über 1500 Qm groß war und er immer betreten werden konnte. Doch das änderte mit dem Einzug der Katze. Von nun an, durften nur noch Tiere in den Garten!
 
  • Post aus Bayern Beitrag #688
Ach Mann Helmut,
was war denn los??

🍀🌺🍀🌺🍀Gute Besserung🍀🌺🍀🌺

🌺🌺Gabi🐈🐈
 
  • Post aus Bayern Beitrag #689
ich hoffe es war nichts schlimmes und Dir geht es besser 🌷🌹🌺🌸🌼🌻
 
  • Post aus Bayern Beitrag #690
Gute Besserung, pass auf dich auf!
 
  • Post aus Bayern Beitrag #691
Auch von mir recht gute Besserung und vielen Dank für die neue Geschichte.
 
  • Post aus Bayern Beitrag #692
Es war nur ein kleiner Schwächeanfall wegen der Hitze. Also nichts schlimmes!


Das kleine Pony

Wieder sitze ich in meinem Büro und erledige wie so oft meine Arbeit im Büro. Diesmal soll ich berechnen wie viele Tiere aller Voraussicht nach über das ganze Jahr ins Tierheim kommen. Diese Arbeit stinkt mir ungemein, bis Monika mich auf die richtige Idee bringt. Monika ist erst 16 Jahre alt, aber kennt sich sehr gut mit Tieren aller Art aus. Darum ist sie auch Klassenbeste und wird voraussichtlich ihr Abitur mit der Note „Sehr Gut“ abschließen.

Was sie anschließend Studieren wird, weiß sie auch schon. Sie wird Tiermedizin studieren! Aber sich zunächst nicht spezialisieren, sondern für alle Tierarten da sein. Was später erfolgt, bringt die Zeit. So sagte sie es mir jedenfalls und jetzt sagte sie zu mir. „Melde einfach 1000 Hunde und genau so viel Katzen an. Wenn es noch andere Tiere sind sage einfach das es 1000 sind.“

Genau so gebe ich die Meldung weiter. Von der Stadt habe ich keine Rückmeldung erhalten sondern nur eine kleine Anfrage: „Sind es wirklich so viele Tiere, die sie erwarten?“. Ich habe gar nicht geantwortet und ich scheine genau das Richtige gemacht zu haben.

Jedenfalls habe ich genau die Menge bekommen die ich gefordert habe. Natürlich immer 25% über dem tatsächlichen Bedarf. Es war mir von einem Mitarbeiter der Stadt angesagt worden, immer mehr zu fordern wie ich brauche. Dann bekomme ich auch das was ich brauche.

Irgendwann erhielt ich an diesem Tage einen Anonymen Anruf. Er lautete: „Wenn Sie sich um kranke Tiere kümmern wollen, dann schauen sie doch einmal bei den Xxxxxxx nach! Dort finden sie garantiert das, was sie immer wieder suchen!“

Dann wurde aufgelegt und ich fing an zu überlegen wo den die Adresse ist. In unserer Stadt ist diese Straße nicht darum rief ich bei der Polizei an und schilderte mein Problem. Der Beamte versprach mir sich sofort zu melden, wenn er mehr weiß.

Ich wartete und wartete. Oft hat es mir in den Fingern gejuckt. Doch ich habe mich beherrscht. Ich weiß schließlich wie überarbeitet die Polizei ist, wenn es um Adressen Ermittlung geht. Da kann schon mal eine Antwort etwas länger auf sich warten, besonders wenn sie von Privater Seite erfolgt. Als so was habe ich mich angesehen. Doch welch einen Apparat ich mit meiner Frage angestoßen habe, wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht.

Erst am nächsten Tag, gegen Mittag erfolgte der Anruf der Polizei. Der Beamte teilte mir mit, das sie einen sogenannten Vermehrer ausgehoben haben. Genau an der Adresse die ich genannt habe. Über dreihundert Tiere wurden dort Sicher gestellt und alle befinden sich nun in dem Ortsansässigem Tierheim. Was jetzt natürlich vollkommen überbelegt ist. Auch ein Tierarzt der Stadt ist total überfordert.

Darum frage ich ihn, wo denn das Tierheim ist. Dreihundert Kilometer von meinem Tierheim entfernt ist es. Blitzschnell entscheide ich, zu dem Tierheim zu fahren. Doch ich werde mindestens vier Stunden brauchen bis ich bei dem Tierheim bin.

Keine fünf Minuten später hält ein Polizeiwagen vor unserer Tür. Ein Beamter den ich kenne, stürmt ins Tierheim und kommt sofort zu mir. Er fragt nur kurz ob ich fertig bin und ich sage ihm, das ich noch 5 Minuten brauche.

Nach 4 Minuten bin ich bei dem Streifenwagen und der Beamte fordert mich auf hinten Platz zu nehmen. Kaum sitze ich und der Fahrer gibt Gas. Gleichzeitig schaltet der Beifahrer Martinshorn und Blaulicht an.

Nach nur 2,5 Stunden sind wir bei dem Tierheim. Ich springe aus dem Wagen und vergesse meine Notfalltasche. Doch als ich mich wieder zu dem Wagen drehe, zeigt mir einer der Beamten meine Tasche und ich laufe zum Büro des Tierheim. Der Beamte folgt mir, mit meiner Tasche in der Hand.

Als der Mann im Tierheim mich aufhalten will, sieht er die Tasche und ab sofort darf ich machen was ich will, hier im Tierheim. Denn er weiß sofort das ich mehrere Hundert Kilometer gefahren bin um hier zu helfen. Das bestätigt auch der Beamte der hinter mir läuft.

Als erstes werden mir Katzen vorgeführt doch bei dem groß teil der Tiere ist keine Behandlung nötig. Auch bei den Hunden ist es so. Jedoch eben fehle ich das die Hunde von den Hündinnen getrennt werden.

Schluss werden mir Pferde vorgeführt. Auch darunter befindet sich ein Minipferd. Es ist nicht größer wie ein Schäferhund.Dieses Pferd schließe ich sofort in mein Herz. Es dauert nicht mal 20 Minuten da darf ich das Pferd mitnehmen. Doch ich weiß, das es nicht lange bei uns im Tierheim bleiben wird.

Ich untersuche noch einmal alle Tiere die irgendwie krank waren und gebe Empfehlungen für die Behandlung der Tiere. Dann fahren wir wieder nach Hause. Auch das Minipferd fährt im Einsatzwagen mit zurück.

Dort angekommen wird das kleine Pferd in eine extra Koppel geführt. Ich untersuche das Tier noch einmal und erst dann gebe ich es zur Vermittlung frei. Es dauert nur zwei Wochen, dann ist das kleine Pferd vermittelt. Doch es dauert noch zwei Wochen bis das Tier uns verlässt. In diesen zwei Wochen habe ich das Pferd richtig lieb gewonnen.

Später habe ich das Pferd öfters besucht und habe mich immer gefreut, wenn das Pony zu mir gekommen ist. Da wusste ich, das ich das richtige gemacht habe.
 
  • Post aus Bayern Beitrag #693
Das kleine Krokodil

Ich bin im zweiten Jahr meiner Ausbildung zur Tierarzt-helferin. In sehr vielen Bereichen war ich schon, Ich habe die verschiedensten Tiere kennengelernt. Ich war bei den Gorillas. Mit denen war ich alleine im Gehege und habe auch mehrere Wochen dort verbracht. Tag und Nacht war ich bei ihnen, darum gehe ich jeden Tag zu diesen Tieren. Diese freuen sich immer wenn ich erscheine. Ich glaube ich bin ihr einziger menschlicher Freund. Was natürlich nicht stimmt.

Auch zu den Elefanten habe ich ein freundschaftliches Verhältnis. Oft gehe ich in deren Gehege und reite auf den mächtigen Tieren. Mann hat mich zwar gewarnt vor ihnen, aber ich glaube, das ich nie Angst vor diesen Tieren gehabt habe und das haben sie sofort gemerkt. Jedenfalls freuen sich diese mächtigen Tiere wenn ich sie besuche.

Aber auch ein Raubtier ist einer meiner Freunde. Es ist eine Wölfin die mich immer mit Freudengeheul empfängt. Zwar bin ich nie wieder in ihr Gehege gegangen, aber sie kommt immer zur Umzäunung ihres Geheges und dann findet ein stummes Gespräch zwischen uns statt.

Auch zu den anderen Tieren habe ich ein vertrautes Verhältnis mit den Tieren begonnen, aber ich bin ihnen nie so nah gekommen wie bei den drei erst genannten. Aber auch die Schimpansen, eigentlich sehr angriffslustige Tiere, haben mich in ihr Herz geschlossen. Durch Gatter ihrer Behausung darf ich die Affen streicheln. Jedoch in ihr Gehege darf ich nicht, denn dann fangen die Affen an, mich anzugreifen Und das will ich nicht. Obwohl jedes der Tiere nur die erste sein will um mit mir zu kuscheln. Aber es sind einfach zu viele. Denn es leben fast 20 Tiere dieser Rasse bei uns im Zoo.

Im Moment bin ich im Bereich der Echsen und Schlangen. Vor letztgenannten habe ich heftig Angst. Besonders vor den Giftschlangen und den Würgeschlangen. Darum dürfen wir auch nur die Terrarien zu zweit betreten. Wobei beide mit einem Stab bewaffnet sind an dem sich an einem Ende ein Haken befindet mit dem man aber die Schlangen nicht verletzen kann.

Nach etwa 2 Stunden sind wir fertig bei den Schlangen und gehen langsam zu den Krokodilen. Ei diesen Tieren ist besondere Vorsicht angesagt. Aber zum Glück haben wir nur zwei ältere und ein Jungtier bei uns. Das Jungtier ist auch erst zwei Wochen alt und von daher noch nicht so gefährlich wie die beiden Alten.

Bevor wir das Gehege betreten wollen wir erst sicherstellen wo die drei sind. Jedoch sehen wir nur die zwei älteren Krokodile. Das Jungtier fehlt und es ist auch nach 20 Minuten nicht zu sehen. Darum entschließe ich mich dazu, die Zooleitung zu informieren.

Es dauert keine drei Minuten bis der Direktor des Zoos bei uns ist. Auch er machst sich auf die Suche nach dem Tier. Schon bald sind es 10 Personen die nach dem jungen Krokodil suchen. Doch das einzige was sie finden ist ein keines Loch in der Umzäunung des Geheges. Durch dieses Loch, so meint einer der Mitarbeiter, könnte das Jungtier entkommen sein.

Wirklich fanden wir an Hand von Spuren, das das Tier durch das Loch entkommen ist. Doch wo das Tier hin ist, wissen wir nicht. Auch wann es entkommen ist, ist uns nicht bekannt. Nur bekannt ist, das es weg ist.

Sofort haben wir die Suche auf den ganzen Zoo ausgebreitet, denn auch so ein kleines Krokodil kann gefährlich sein. Außerdem haben wir den Zoo sofort geschlossen. Allen Besuchern die im Zoo unterwegs waren, haben einen Gutschein für den nächsten Besuch gegeben.

Als wir endlich alleine im Zoo waren, haben wir noch einmal alle Bereiche durchsucht. Jedoch haben wir das kleine Krokodil nicht gefunden. Jedoch haben wir die Spuren des Tieres gefunden. Diese führten direkt zu dem Gehege der Schimpansen. Auch hier gibt es Wasser und darin fühlt sich ein Krokodil sehr wohl.

Genau beobachten wir die Wasserfläche. Doch nirgends können wir eine Wasserbewegung feststellen die auf ein Krokodil, sei es noch so groß, hinweist. Darum gehe ich langsam weiter. Als ich zum Elefantengehege kommen, sehe ich auf dem Wasser kleine Wellen. Sofort schaue ich genauer hin und kann nun das kleine Krokodil entdecken. Es schwimmt genau auf einen kleinen Elefanten zu.

Bis zum Wasserspiegel sind es drei Meter, aber ich weiß, das die Wasserfläche zwei Meter tief ist. Sofort springe ich zu den Elefanten und hoffe so das das kleine Krokodil abgelenkt wird und den kleinen Elefanten in Ruhe lässt.

Ich komme gut im Wasser an und tauche auch nach einiger Zeit unverletzt wieder auf. Ich erkenne das die Spur des kleinen Krokodils nicht mehr zum Elefanten führt, sondern auf mich zu. Nun bekomme ich doch Angst und versuche so schnell wie möglich an den Rand des Wassers komme.

Ich schaffe es zwei Meter vor dem Krokodil aus dem Wasser zu kommen. Nun warte ich auf das Krokodil. Dann kommt es aus dem Wasser und ich werfe mich Blitzschnell auf das Tier. Mit beiden Händen umfasse ich das Maul des Krokodils. Ganz fest presse ich das Maul zusammen und hindere es so, sein Maul zu öffnen.

Nun kommen auch mehrere Elefanten auf mich zu doch als sie mich endlich erkennen halten sie an. Es sind nur 50 cm die mich von den Elefanten trennen. Doch sie bleiben stehen und schauen nur noch nach dem Krokodil.

Dann kommt ein Elefant zu mir, schnuppert kurz an mir und fängt dann an zu Trompeten. Ich halte indes das Krokodil ganz fest in meinen Armen. Eine Gegenwehr hat das Tier inzwischen auf gegeben.

Es ist ganz ruhig auf meinem Arm und ich bewege mich langsam zu dem Gehege der Krokodile. Als ich dort ankomme lasse ich das Tier von meinen Armen und sehe zu, wie es wieder zu seinen Eltern schwimmt um dort zu petzen wie schlimm doch die Menschen sind.

Noch Jahre später hat mich das kleine Krokodil genau beobachtet wenn ich in der Nähe war.
Einmal bin ich auch in den Käfig und habe Frieden mit dem Krokodil geschlossen. Dazu habe ich den kleinen Überrascht und ihm ein großes Stück Fleisch mitgebracht. Während das Krokodil das Stück Fleisch gefuttert hat, habe ich mit ihm gesprochen. Anschließend hat es mich zum Ausgang begleitet. Auch später waren wir sehr gute Freude und ich war der einzige im Zoo, der das Krokodil Gehege betreten durfte ohne Angst zu haben von diesen Tieren angegriffen zu werden.

Jedoch wird der Zaun durch das das Kleine geschlüpft ist, besonders befestigt Kein Tier hat in der Zukunft jemals die Chance hier durch zu brechen. Anschließend gehe ich zu den Elefanten. Noch immer habe ich die nasse Kleidung an, die ich bei meiner Rettungsaktion angehabt habe. Jedoch werde ich von den Elefanten freudig begrüßt. Auch der Elefant der zu dem Krokodil kam, war an erster Stelle um mich zu begrüßen.

Alle Elefanten kommen zu mir und ich konnte in der nächsten Stunde, die Elefanten nicht verlassen. Immer wieder muss ich auf den mächtigen Tieren reiten. An der Einzäunung des Geheges sammeln sich auch immer mehr Menschen. Ich kann erkennen wie die Kinder staunen, das ich auf den Elefanten reite. Darum kommt mir eine Idee!

Ich rufe alle Elefanten zusammen und rede lange mit ihnen. Dann stehe ich wieder auf und gehe so dicht an den Zaun wie ich kann. Ich frage ob ein Kind dabei ist, was gerade Geburtstag hat. Es sind zwei Mädchen und ein Junge die Geburtstag haben. Nach Rücksprache mit dem Direktor, der gerade vorbei kam und den Eltern hole ich die drei Kinder in das Gehege.

Dort stelle ich ihnen die friedlichsten Elefanten vor. Dann bitte ich darum das die Kinder sich auf die Tiere setzen. Genau so wie ich es mache. Anschließend gehe ich mit den Tieren und den drei Kindern durch das Gehege. 15 Minuten dürfen die Kinder auf den Elefanten sitzen und mit ihnen durch das Gehege reiten, dann ist die Vorstellung wieder vorbei.

Die Kinder sind glücklich und ich freue mich,das die Überraschung geklappt hat. Seit dem Tag haben wir einmal im Monat die Kinder an ihren Geburtstagen auf den Elefanten reiten lassen. Auch die Tiere hatten sehr viel Spaß und als das in der Stadt bekannt wurde, waren wir an jedem Tag voll belegt und wir mussten sogar unseren Streichelzoo erweitern.
 
  • Post aus Bayern Beitrag #694
Das kleine Äffchen

Wie so oft bin ich dabei die Futternäpfe zu reinigen. Obwohl ich vor zwei Wochen meine Prüfung zur Medizinerin gemacht und bestanden habe, (Prüfung zur Helferin, die auch ohne studiert zu haben, kranke Tiere im Notfall versorgen darf. Genauso wie ein Tierarzt!) gab es bisher keinen Fall der meine Hilfe erfordert hat. Darum gehe ich ganz normal meiner Arbeit im Tierheim nach. Gerade säubere ich die Futternäpfe der Hunde und der Katzen. Diese werden täglich von uns gereinigt, da wir nicht wissen, ob vielleicht ein krankes Tier gerade aus diesem Napf der vor uns ist, gefuttert hat.

So werden Krankheiten in unserem Tierheim vermieden. Es ist kurz vor 12.00 Uhr als ein komischer Anruf das Tierheim erreicht. Die Leiterin erzählte mir später von diesem Anruf. Ein Mann meldete sich und sagte, das er ein sehr krankes Tier hatte. Doch um welches Tier es sich handelte, sagte er nicht mehr auch nicht wo er wohnt. Denn er legte vorher auf. Ich machte wenig später Feierabend und fuhr nach Hause.

Als mein Mann Herbert wenig später ebenfalls nach Hause kam, erzählte er mir von dem komischen Anruf den er erhalten hat. Er war gerade in einem Gespräch mit einem Patienten als sein Telefon auf seinem Schreibtisch klingelte. Es war eine Helferin die sagte, das ein Mann anruft, nicht seinen Namen nennt und nur mit Herbert sprechen will. Da das Gespräch mit dem Patienten fast vorbei war, bat er die Helferin noch eine Minute zu warten bis er das Gespräch entgegen nehmen kann. Er beendete das Gespräch mit dem Patienten und als dieser den Raum verlassen hatte, nahm mein Mann Herbert das Gespräch entgegen.

Der Mann am anderen Ende meldete sich und fragte Herbert zuerst, ob er mein Ehemann ist. Erstaunt antwortete Herbert das er das ist. Dann erzählte der unbekannte Mann das er einen kleinen Affen hat, der sehr krank ist. Sein eigener Tierarzt kann nicht helfen, darum hat er nach einem sehr guten Tierarzt in einer Fachzeitschrift gesucht. Durch Zufall ist er dann auf einen Artikel gestoßen der meine Arbeit beschrieben hat und auch davon das ich ohne jemals eine Uni besucht habe, die Abschluss Prüfung als bester der jemals vor der Prüfung Kommission gestanden hat, abgeschlossen habe.

Da wusste der unbekannte Mann, das nur ich helfen kann. Auch erzählte mein Mann mir, das der unbekannte auch noch zugegeben hat, das er noch etwa 100 Tiere mehr hat, da er ein Tierheim Besitzer ist. Nur führt er das alleine, da er kein Geld hat um Angestellte zu bezahlen.

Ich fragte wo den der Mann wohnt und Herbert sagte mir, das der Mann um 8.00 Uhr abends wieder anruft. Dann ist auch sein Tierarzt da. Da dieser aber kein deutsch kann, wird er übersetzen.

Bis 8.00 Uhr sind es noch 45 Minuten und ich bereite schnell ein Abendessen zu. Wir essen es ganz gemütlich und dabei erzählt mir Herbert noch einmal was er am Telefon erfahren hat. Nun bin ich richtig neugierig auf das Telefonat mit dem unbekannten Mann.

Pünktlich um 20.00 Uhr klingelt das Telefon in unserem Flur. Da wir aber schon neben dem Apparat stehen nimmt Herbert den Hörer ab. Doch es ist nur eine Bekannte die nach dem Hinweis das wir einen Lebensrettenden Anruf um 20.00 Uhr erwarten, sich sofort wieder verabschiedet. Nicht ohne die bitte, das wir anrufen sollen, wenn wir frei sind.

Herbert legt den Hörer auf und unser Telefon klingelt wieder. Diesmal ist es der unbekannte Mann am Apparat. Herbert gibt mir den Hörer und ich spreche wieder mit dem Mann. Dieser stellt sich als Horst vor, nachdem ich ihn gefragt habe.

Dann schildert der Mann das nun 23 Tiere in seinem Tierheim erkrankt sind und sofort weiß ich den Grund für die Erkrankung der Tiere. Darum frage ich nach dem Tierarzt und bekomme zur Antwort, das dieser noch nicht da ist. Aber ich erfahre nun das der Anrufer in Finnland wohnt.

Auf mein Nachfragen erzählt er, das der nächste Flugplatz 300 KM entfernt ist und die nächste Maschine aus Deutschland erst in einer Woche kommt. Um zu seinem Heimatort zu kommen ist ein riesiger Umweg nötig und auch dieser dauert drei Tage. Er sagt das er im äußerem Winkel von Finnland lebt.

Darum wende ich mich direkt an den Tierarzt, der inzwischen da ist, und erfahre nun das dieser mich nicht versteht. Nicht auf deutsch und auch nicht auf Englisch. Aber Latein kann er und so frage ich ihn eben auf Lateinisch, ich kann ein wenig von der Sprache, nach den Wirkungen der Krankheit. Da mein Latein aber zu schlecht ist, wende ich mich an Horst und dieser gibt meine Fragen an den Tierarzt weiter.

Natürlich hilft mir Horst bei der Übersetzung und so erfahre ich, das die Tiere im Tierheim an einer Art Affengrippe leiden. Diese ist aber mit Antibiotika im Regelfalle sehr schnell zu behandeln.

Ich gebe diese Informationen sofort an den Tierarzt bzw. Horst weiter. Ich höre wie die beiden zusammen reden. Und mische mich nicht ein. Den die Unterhaltung wird in mir unbekannten fremden Sprache geführt. Aber ich vermute das es Finnisch ist.

Dann sagt Horst zu mir, das der Tierarzt schon mit Antibiotika gearbeitet hat. Doch reagierten keines der Tiere auf die Behandlung. Ich bitte darum mir die Blutwerte zu schicken und erfahre über Horst, das der Tierarzt die Werte nicht dabei hat und diese erst holen muss. Das dauert aber mindestens eine Stunde. „Das ist in Ordnung! Dann rufe wieder an, wenn die Werte da sind. Aber der Tierarzt soll bitte auch die Werte der anderen Tiere mit bringen. Vielleicht finden wir hier alles weitere. Ich hoffe nur, er hat von den Tieren das große Blutbild gemacht!“

Horst spricht kurz mit dem Tierarzt und dieser bricht sofort auf um die Akten zu holen. Mit Horst mache ich ab, das er mich jederzeit anrufen kann. Egal wie spät es wird. Dann beenden wir unser Telefonat und ich schaue direkt im Anschluss in meine Bücher, die die Krankheit in etwa beschreiben. Doch ich war mir schon Sicher, was die Tiere im fernen Finnland haben.

Es war schon etwa 22.30 Uhr als unser Telefon wieder klingelte. Sofort nahm ich den Hörer ab und meldete mich Es war Horst und der Tierarzt hatte alle Untersuchungsergebnisse dabei. Ich ließ mir nun von Horst die Blutuntersuchung und somit das Ergebnis vorlesen Doch mir brachte es nichts. Darum fragte ich ob Horst ein Faxgerät hat. Dieses hatte er und ich bat ihn, mir die Ergebnisse zu zu Faxen. Ich sagte ihm noch, das ich nur das Blutbild des Affen und von drei weiteren Tieren benötige. Auch das ich mich sofort wieder melde, wenn ich die Faxe vorliegen habe.

Ich legte anschließend den Hörer auf und Herbert und ich fuhren so schnell wie möglich zum Tierheim. Dort angekommen machte ich den Nachtwächter auf mich aufmerksam und nachdem ich ihm geschildert hatte worum es geht, ließ er mich auf das Gelände des Tierheim. Nachts ist der Zutritt strengstens verboten. Egal wer kommt! Doch die Nachtwache kannte mich zu gut um zu wissen, das es wirklich dringend ist. Darum öffnete er das Tor und Herbert und ich fuhren schnell zum Büro der Leiterin des Tierheim. Dort hörte ich schon das Fax laufen und, nachdem ich den Raum betreten habe, griff ich sofort zu dem Fax.

Es war das des Affen und das nächste Fax kam gerade an. Ich verglich beide Laboruntersuchungen und mein Verdacht bestätigte sich. Die Tiere hatten eine Virus Infektion! Doch ich wollte zunächst die beiden anderen Faxe abwarten. Auch diese zeigten das selbe Ergebnis. Es ist doch gut, wenn man etwas Latein kann, denn die wichtigsten Daten waren in Latein aufgeführt.

Darauf hin wählte ich die Nummer, die mir Horst gegeben hat und dieser meldete sich auch sofort. Ich sagte ihm was ich vermute und Horst gab die Info sofort an den Tierarzt weiter. Nachdem ich die Medikation angeben habe verließ der Tierarzt Horst und wir redeten noch darüber, das der Tierarzt die Medikamente zunächst an dem Affen ausprobieren will. Dann gibt er auch allen kranken Tieren die rettenden Medis.

Wir beendeten unser Gespräch und Horst versprach mir, sobald es geht mich zu informieren wenn die Medis helfen. Schon am nächsten Tag meldete sich Horst wieder und teilte mir mit, das die Medikamente anschlugen. Wir verabredeten das er sich wieder meldet, wenn alles vorbei ist.

Drei Monate später wurde ich zur Tierheim-Leiterin gerufen. Als ich das Büro betrat, saßen dort ein mir vollkommen fremder Mann, Er hatte einen kleinen Affen auf der Schulter. Als er zu sprechen an fing, meinte ich die Stimme schon einmal gehört zu haben Doch ein Blick zu dem Affen hat mich überzeugt. Es war Horst und er hat den weiten Weg aus Finnland gemacht, um sich persönlich zu bedanken.

Mehrere Stunden saßen wir beisammen und Horst sagte auch, das nach drei Tagen alle Tiere wieder gesund waren. Der Tierarzt, der gerne mitgekommen wäre, legte sich sofort ein kleines Depot an für die Medikamente. Auch habe er dank meiner Hilfe, die in den Finnischen Zeitungen groß heraus gebracht wurden. Mehrere Mitarbeiter wurden gefunden, die ihm nun helfen. Er hat nun keine Not mehr in seinem Tierheim. Ich erfuhr auch, das sein Tierheim eher ein Gnadenhof ist und dort Tiere leben die eher sterben als das sie einen neuen Besitzer finden.

Ich, aber auch der Tierarzt, versprachen, das wir das Tierheim unterstützen werden. Von mir gab es ein Paket mit Medikamenten und vom Tierarzt wurde Finanziell etwas gegeben. Aber es änderte sich auch im Umfeld des Tierheim. Immer wieder wurden Tiere aus dem Tierheim geholt und verbrachten ihren Lebensabend in einer Familie. Doch noch immer leben in dem Tierheim dort etwa 55 Tiere.
 
  • Post aus Bayern Beitrag #695
Irgendwie bin ich Nervös

Heute bin ich sehr nervös. Denn der Direktor des Zoos hat mich zur Abschlussprüfung zur Tierpflegerin angemeldet Und das ein Jahr vor Ende der regulären Lehrzeit. Aber er meint, das ich nun soviel über die Pflege von den Tieren im Zoo weiß, das es keinen Sinn mehr macht, das ich die Ausbildung weiter mache.

Denn ich habe alle Tiere im Zoo gepflegt, mich mit sehr vielen Tieren angefreundet und nun meint der Direktor, das die Prüfung im Zoo stattfinden soll. Nicht wie sonst in einer Klasse und nur schriftlich. Nein! Heute soll die Prüfung bei uns im Zoo stattfinden. Die Prüfer haben diesem zugestimmt und sollen mir in zwei Tagen folgen. Was immer ich auch mache, die Prüfer sind nicht weit.

Natürlich ist auch eine schriftliche Prüfung vorgesehen und diese soll am ersten Tag sein. Aber nicht über den ganzen Tag, sondern nur vier Stunden soll sie dauern. Diese Prüfung soll in der Berufsschule stattfinden. Wegen der schriftlichen Prüfung mache ich mir auch nicht Sorgen, sondern über den praktischen Teil der Prüfung wo ich mein können bei den Tieren zeigen soll. Welche Tiere es sind, weiß der Direktor und auch ich nicht. Bei mir macht man auch eine Ausnahme und prüft mich im Zoo. Alle anderen werden in der Berufsschule getestet.

Ich bin völlig Ahnungslos als die Prüfung beginnt, denn ich befinde mich gerade bei den Schimpansen. Dort kümmere ich mich gerade um die Tiere und bespaße sie nur. Das heißt ich mache ein Spiel mit ihnen bei dem es darum geht, das alle mitmachen. Das klappt sehr gut und ich mache mir schon Gedanken warum die Tiere so friedlich sind.

Kurz darauf gehe ich zu den Gorillas und kümmere mich um diese. Besonders hat es mir Klara angetan. Dieses Gorillaweibchen hat vor kurzem ihr junges geboren und es steht nicht sehr gut um die neu Geborene. Sie hat einen Herzfehler und nun bin ich mit der Mutter von Claudia alleine.

Verstohlen sehe ich mich um, damit ich die Prüfer nicht übersehe, jedoch kann ich sie nirgends Entdecken. Nur einige Besucher sind im Zoo und schauen zu, was ich mache. Ob Prüfer darunter sind kann ich nicht feststellen.

Darum kümmere ich mich weiter um Klara und rede mit ihr. Nach fünf Minuten nimmt sie mich in die Arme. Ganz fest umschließt sie meinen Oberkörper und immer wenn ich auf ihre Tochter zu sprechen komme, lässt sie etwas nach in ihrer Umklammerung. Da ich auch noch zu den Elefanten will, sage ich zu Klara: „Weißt Du, hier gibt es sehr gute Ärzte! Und ein jeder will, das deine Claudia schnell wieder gesund wird. Ich werde jeden Tag zu dir kommen und dir die neuesten Nachrichten zu überbringen. Glaub mir, Claudia wird wieder gesund und ist bald bei dir.“

Da schaut sie mir direkt in die Augen, ohne mich los zu lassen. Etwa eine Minute schaut sie mich an, dann drückt sie mich fest an sich und lässt mich endlich los. Ich erhebe mich nun und drücke sie noch einmal fest an mich. Dann gehe ich zu den Elefanten.

Dort werde ich von allen Tieren begrüßt und habe schon bald die ganze Herde um mich herum versammelt. Besonders eine Kuh drängelt sich nach vorne und fordert mich auf, auf ihr zu reiten. Natürlich komme ich ihren Wünschen nach und schon bald sitze ich auf ihr und nun reiten wir durch das Gehege der Elefanten.

Auch dabei werfe ich immer wieder einen Blick auf die Zuschauer, aber außer einem jungen Mädchen in meinem Alter, kann ich niemand entdecken, der wie ein Prüfer aussieht.Trotzdem beobachte ich das junge Mädchen, doch nach dem ich zwei Runden auf dem Elefanten geritten bin, verlässt sie das Gehege. Sie kann also kein Prüfer sein.

Etwa 30 Minuten bleibe ich bei den Elefanten und ein jedes der Tiere habe ich bespaßt, dann gehe ich zu den Wölfen. Auch dort begrüßt mich ein Wolf mit freudigem Geheul. Neben ihr läuft ein junger Wolf und er kommt ziemlich nahe an die Glasscheibe die uns trennt. Lange schaut er mich an und erst die Mutter drängelt ihn von mir weg.

Dann freut sich die Wölfin ungemein darüber, das ich wieder da bin. Doch zu ihr gehe ich nicht und so bleibt es zum Kontakt durch die Glasscheibe. Ich verstehe den Wolf und auch sie scheint zu verstehen warum die Glasscheibe immer zwischen uns ist. Trotzdem drängelt sie sich an die Glasscheibe und ich streichel sie durch die Scheibe hindurch. Die Wölfin ist zufrieden und scheint das Streicheln zu genießen.

In der ersten Zeit kam ihr Nachwuchs nicht an die Scheibe. Aber seit kurzer Zeit traut er sich nach vorne. Er hat wohl erkannt, das ich der Mutter nichts an tue. Aber noch immer bleibt er etwa einen Meter vor der Trennscheibe stehen und schaute in meine Richtung. Dabei registrierte er jeder meine Bewegungen.

Als ich bei den Wölfen fertig bin, fange ich mich doch langsam an zu wundern. Jedes mal kommt ein Mitarbeiter und gibt mir einen neuen Auftrag. Diesmal soll ich zu den Schlangen und Echsen gehen. Wobei mir die Wahl bleibt, wo ich zuerst hingehe.

Ich entschließe mich dazu, zuerst bei den Echsen vorbei zu schauen. Wir haben dort mehrere Comodo Warane und auch noch weitere Echsen. Aber auch weit gefährlichere Tiere haben wir dort. Es sind nämlich Krokodile und Kaimane sowie Alligatoren. Diese drei Tierarten unterscheiden sich von ihren Lebensorten.

Als ich das Gehege der Tiere betrete sehe ich sofort diese gefährlichen Tiere. Auch erkenne ich das sie mich mit ihren Augen verfolgen. Doch ich zeige keine große Angst vor ihnen sondern halte nur einen Sicherheit Abstand zu ihnen.

Aus den Augenwinkeln sehe ich das ein Tier ganz langsam auf mich zu kommt. Schnell drehe ich mich zu dem Tier und erwarte das es sofort aufhört auf mich zu zu gehen. So machen es alle Krokodile im Zoo. Doch dieses nicht. Auch beschleunigt es nicht sein Tempo, sondern kommt sehr langsam auf mich zu.

Als es noch etwa 5 Meter von mir entfernt ist, mache ich den ersten Schritt und gehe auf das Tier zu. Doch es kommt immer näher. Nun mache ich den nächsten Schritt auf das Tier zu und hoffe das es nun stehen bleibt. Doch das Gegenteil ist der Fall. Das Krokodil kommt immer noch in der gleichen Geschwindigkeit auf mich zu.

Da erkenne ich, das das Tier am weinen ist. Sofort bin ich bei dem Tier und gehe in die Knie. Das Tier greift mich nicht an und ein kurzes Fauchen sagt mir, das auch kein anderes Tier angreifen wird.

Was das Tier hat, kann ich auf den ersten Blick nicht erkennen, doch als sich das Tier etwas zur Seite dreht, weiß ich sofort was los ist. Das Tier möchte ihre Eier legen, kann es aber aus irgend einem Grund nicht. Da wir auch immer ein Funkgerät bei uns haben, welches nur im Notfall benutzt werden darf, rufe ich den Tierarzt.

Dieser meldet sich nach einigen Minuten und ich erzähle ihm sofort welches Problem ich im Moment nun habe. Der Tierarzt des Zoos gibt mir nun genaue Anweisungen die ich sofort ausführe. Das Krokodil führt mich zu dem Loch das sie schon gemacht hat und legt sich so hin, das es für sie richtig ist. Dann ist erst einmal warten angesagt.

Doch nichts passiert und daher fange ich an das Krokodil an zu massieren. Dankbar schaut es mich an. Und dann legt sie ihre Eier. Es sind mehr wie dreißig Stück und von daher nehme ich an, das es sich um ein sehr junges Krokodil handelt. Nur diese legen so viele Eier, denn ein Tier im ausgewachsenen Alter legt 20 bis 8o Eier. Nur die jungen legen weniger beim ersten mal.

Dann ist das Krokodil fertig und lange schaut es mich an. Da weiß ich, das ich sofort das Gehege verlassen soll um mich in Sicherheit zu bringen. Schnell gehe ich zum Ausgang des Geheges und als ich die Tür hinter mir schließe, sind die Tiere wieder vollkommen normal. Ich bekomme die Antwort da durch, das als ich zufällig näher ans Gehege komme, dieses sofort Angegriffen wird.

Anschließend werde ich zum Direktors des Zoos gebeten. Dort sind auch mehrere Damen und Herren vertreten die ich sehr gut kenne. Es sind die Damen und Herren die immer zur Stelle waren, wenn ich mich umgesehen habe. Dann sagte ein älterer Herr: „ Ich habe schon vieles Erlebt. Doch was ich heute im Zoo erlebt habe, geht auf keine Kuhhaut. Das diese Person noch nicht einmal Angst hatte vor den gefährlichsten Tiere der Welt hat, ist mir noch nie untergekommen. Ich beglückwünsche Ihnen für die hervor ragende Pflege aller Tiere hier im Zoo. Meinen aller herzlichsten Glückwunsch. Sie haben mit Abstand die beste Prüfung hingelegt die mir bisher unter gekommen ist!“

Damit übergab er mir die Urkunde für das beste Ergebnis im mündlichen Teil und auch für den praktischen Teil. Noch sehr lange hat er von mir geschwärmt und er beglückwünschte mir auch persönlich. Das war das erste mal, das mir der Präsident unseres Landes die Hand gab.
 
  • Post aus Bayern Beitrag #696
Ein kleiner Findling


Während meiner Ausbildung zur Tierpflegerin, habe ich viele Tiere im Zoo kennen gelernt.Egal ob es ein Schimpanse war oder ein Gorilla. Jede Tierart habe ich genau so behandelt wie die andere. Bei mir gab es keine Unterschiede. Ich habe die Affen genau so behandelt wie auch die Elefanten oder eben eine Fliege.

Fliegen oder Mücken habe ich vertrieben ohne sie zu töten. Selbst wenn Mücken schon dabei waren mich zu stechen, habe ich zugesehen und bei mir gedacht, auch das sind Lebewesen. Also habe ich mir ein Schutzmittel besorgt und war nun frei von diesen Plagegeistern.

Nun bin ich zu Hause und denke gern an die Anfangszeit meiner Tätigkeit zurück. Aber noch bin ich nicht so alt wie ich hier darstelle. Denn meine Ausbildung zur Tierpflegerin habe ich erst vor zwei Tagen bestanden. Doch nun soll ich einige Tage Urlaub machen, bevor ich meinen Job im Tierheim wieder antrete.

Da ich noch bei meinen Eltern wohne brauche ich natürlich keine Miete zu zahlen, trotzdem unterstütze ich meine Eltern mit einem Beitrag. Obwohl eine Eltern es nicht wollen. Sie sagen immer: „Behalte dein Geld! Wir haben genug zum leben!“ Doch ich weiß, das meine Mutter fast jeden Pfennig umdreht. Trotzdem ist ein Urlaub im nächsten Jahr geplant. Nur wie das meine Eltern schaffen wollen, ist mir Schleierhaft. Mein kleiner Beitrag zum Familienunterhalt wird dafür sicherlich nicht reichen.

Am übernächsten Montag ist mein Urlaub endlich vorbei und ich fahre mit dem Rad zum Tierheim. Bis dahin sind es auch nur 5 Kilometer. Natürlich habe ich auch ein altes Auto vor dem Haus stehen, aber ich nehme lieber das Rad, wenn das Wetter es zu lässt.

Für die nächsten Tage ist aber immer schönes Wetter angesagt und darum schwinge ich mich aufs Rad. Im Tierheim angekommen mache ich mich mit Freude an die Arbeit die mir zugeteilt wurde. Vorher hat mich die Leiterin des Tierheim zu sich gerufen und mir mitgeteilt, das es hier im Tierheim ganz anders aussieht wie eine Tierpflegerin eigentlich machen muss. Aber so ist es nun mal. Im Tierheim gibt es keine schweren Fälle wie in einem Zoo.

Im Zoo gibt es schließlich einige hundert Tiere, während es bei uns im Tierheim höchstens 100 Tiere sind und die unterscheiden sich doch erheblich von den Zootieren. Hier bei uns im Tierheim sind es hauptsächlich Hunde und Katzen. Natürlich gehören auch noch Vögel und Kleintiere dazu. Aber das in sehr kleiner Menge. Vielleicht sind es 10 bis 15 Tiere dieser Art, die im Monat bei uns sind.

Im Moment sind 102 Tiere bei uns im Tierheim. Wobei es sich hier um 43 Hunde und 48 Katzen handelt. Dazu kommen noch 10 Vögel und ein Hamster. Und dieser Hamster soll mir in den nächsten Stunden Schwierigkeiten machenIch mache gerade Meine Mittagspause als ich Veronika sehe. Sie hat einen kleinen Käfig auf dem Arm in dem sich auch ein Laufrad für Hamster befindet. In diesem Laufrad scheint ein Hamster zu liegen und dieser rührt sich nicht.

Aus irgend einem Grund spreche ich Veronika an und sie kommt auch sofort zu mir. Sie stellt den Käfig mit dem Hamster auf den Boden und sagt, das der Hamster gestorben ist. Ich sehe zu dem Hamster und bemerke eine ganz kleine Bewegung der Brust des Tieres.Sofort sage ich dieses zu Veronika und diese stellt nun den Käfig auf den Tisch vor mir.

Beide sehen wir nun ganz genau hin und nach kurzer Zeit sagt sie zu mir: „Die Brust bewegt sich! Hoffentlich schläft er nur!“ Ich bitte sie sofort den Tierarzt anzurufen und Veronika dreht sich auch sofort um und rennt zum nächsten Telefon um den Tierarzt zu informieren.

Während Veronika zum Telefon rennt, nehme ich den kleinen aus seinem Käfig. Aber ich merke sofort, das der Hamster eine „Sie“ ist und schwanger. Auch will sie gebären was sie aber aus irgend einem Grund nicht kann. Darum auch ihr zeitweiliger Atem Stillstand. Ich will warten bis der Tierarzt wieder da ist und hoffe das er sehr schnell kommt.

Doch zunächst kommt Veronika zurück und sie sagt mir, das der Tierarzt frühestens in zwei Stunden da ist. Darum laufe ich selbst zum Telefon und Veronika passt solange auf den Hamster auf. Sie soll mich sofort informieren wenn es dem Tier schlechter geht. Dafür habe ich noch eine Mitarbeiterin dazu gezogen.

Während ich zum Telefon laufe, mache ich mir Gedanken welchen Tierarzt ich denn anrufe. Da fällt mir der Tierarzt vom Zoo ein. Ich weiß das er zu dieser Zeit meistens Mittagspause macht, wenn er nicht gerade einen Einsatz hat. Ich wähle, nachdem ich das Telefon erreicht habe, sofort die Nummer des Tierarzt im Zoo. Doch dort nimmt keiner ab, Darum wähle ich die Nummer der Kantine im Zoo.

Dort meldet sich jemand und ich frage sofort, ob der Tierarzt in der Nähe ist. Sofort werde ich um etwas Geduld gebeten, dann habe ich den Tierarzt des Zoos am Apparat. Schnell schildere ich ihm mein Problem und nun gibt er mir genaue Anweisungen am Telefon.

Zunächst fragt er mich ob ich sterile Tücher und Materialien habe. Was ich bestätige, jedoch mache ich ihn darauf aufmerksam, das zwischen Tier und mir etwa 50 Meter sind. Daraufhin sagt der Tierarzt des Zoos: „Irgendwie musst du diese Strecke überwinden. Wie ist mir egal, Hauptsache du schaffst es. Es geht um das Leben des kleines Tieres.“

Mir kommt eine Idee und schon bald sind alle 10 Meter ein Mitarbeiter des Tierheim postiert, die mir helfen wollen. Natürlich auch dem Tier. Das Sage ich dem Tierarzt und er gibt mir Anweisungen wie ich dem Hamster helfen kann. Zunächst hole ich ein lebensunfähiges Tier ans Tageslicht, dann kommt ein lebendes Tier. Die nächsten vier Tiere sind alle nicht mehr am leben. Aber dieses eine lebt noch. Ich schaue nach der Mutter und stelle fest, das auch sie die Geburt nicht überlebt hat.

Das sage ich sofort einem Mitarbeiter der an der Tür steht und halte dabei den kleinen Hamster in der rechten Hand. Es dauert nicht lange bis die Antwort des Tierarzt kommt. Er fragt: „Haben sie eine Katze die vor sehr kurzer Zeit junge bekommen hat? Wenn ja, sofort mit dem kleinen dort hin und versuchen das kleine an zu legen!“

Wir haben eine Katze die erst in der letzten Nacht ihre jungen geboren hat. Dabei waren auch zwei Totgeburten. Ich renne sofort zur Neugeborenen Station und da es nur eine Katze in dem Raum in dem Raum gibt, zeige ich zunächst dem Muttertier was ich in der Hand habe. Kurz schnuppert die Mutti an dem Hamster, dann legt sie sich auf die Seite. Ihre eigenen verbliebenen vier kleinen liegen daneben und sind am Schlafen.

Sofort fängt der kleine Hamster an zu saugen und die Mutti schleckt derweil den Hamster ab. Ich bleibe noch 10 Minuten bei den Tieren, dann fällt mir der Tierarzt wieder ein. Als ich hoch sehe sind alle Mitarbeiter in dem Raum. Auch die Telefonkette gebildet haben.

Ich erfahre das der Tierarzt nach zwei Minuten warten aufgelegt hat nicht ohne zu sagen das er so schnell es geht, er zu uns kommt. In diesem Moment hält ein Polizeifahrzeug mit rotierendem Blaulicht vor dem Bürogebäude und ich laufe sofort los um zu fragen was los ist.

Doch schon an der Tür kommt die Leiterin mir entgegen. An ihrer Seite ist der Tierarzt des Zoo. Er fragt nur wo der Hamster ist und ich bringe ihn sofort zum Katzenraum. Dort sieht er erst durch das Fenster in der Tür und sagt dann: „Ich vermute das schlimmste, denn die Katze putzt sich gerade!“

Darum öffne ich die Tür und gehe langsam zu dem Korb der Katze. Als ich hinein sehe, erkenne ich sofort den Hamster. Er liegt dicht an der Katzenmutti und ist am schlafen. Ich streichel der Katze über den Kopf und sie fängt das erste mal heute, an zu schnurren.

Da wendet sich der Tierarzt an mich und erklärt warum er auf einmal hier aufgetaucht ist Er hat sich Sorgen gemacht als ich mich nicht mehr gemeldet habe. Darum hat er sofort die Polizei angerufen und da diese einen Wagen ganz dicht am Zoo stehen hatte, sind diese sofort losgefahren und haben ihn abgeholt. Dann sind sie so schnell wie es geht zum Tierheim.

Noch etwa eine Stunde blieb er bei mir. Auch unser Tierarzt kam zwischen durch an und die beiden haben erst einmal Gefachsimpelt. Dabei kam heraus das sich die beiden schon lange kennen und nur ein paar Häuser auseinander wohnen. Dann verabschiedete sich der Zoo-Tierarzt nicht ohne unserem Tierarzt viel Erfolg zu wünschen. Warum wusste ich nicht, sollte es aber bald erfahren. Bei unserem Tierarzt machte ich meine nächste Ausbildung und durfte nach einigen Jahren Tiere behandeln wie ein Tierarzt. Und das ohne Studium.

Der Hamster wurde ein Prachttier und wurde nach einigen Monaten zusammen mit der Mutti vermittelt. Er hatte ein schönes Leben bei der Katze und als der Hamster starb, holten de Besitzer schon bald einen neuen Hamster. Auch dieser freundete sich mit der Katze an und beide waren die besten Freunde.
 
  • Post aus Bayern Beitrag #697
Sehr schöne Lektüre am Sonntagmorgen...:coffee:🥰 Danke Dir!
 
  • Post aus Bayern Beitrag #698
Meine beste Idee

Wie sooft sitze ich in meinem Büro und lasse den vergangenen Monat Revue passieren. In diesem Monat sind 43 Tiere verschiedener Art zu ihren neuen Besitzern gezogen und 10 werden uns sehr bald verlassen. Diese neuen Besitzer sind noch in Urlaub und sie kommen innerhalb der nächsten 10 Tage zurück.

Außerdem sind noch 15 Tiere von ihren Besitzern zurück genommen worden. Aber es sind auch im gleichen Zeitraum 52 Tiere zu uns gekommen. Insgesamt leben jetzt 104 Tiere im Tierheim. Leider sind das zu viel und daher denken wir über einen Anbau nach. Bisher ist er aber nur in Planung an der ich mich leider nicht beteiligen darf. Der letzte Bau an dem ich mich beteiligt habe, war wohl zu teuer geworden.

Aber ich teile ein Geheimnis mit dem Bauer, der neben unserem Tierheim sein Gelände hat. Er ist bereit uns etwa 200qm seines Geländes abzutreten. Auch will er einen Holzstall, so wie ich es will, bauen. Wenn wir das Gelände nicht mehr brauchen, fällt es wieder an ihn zurück. Dazu wird dann natürlich ein Pachtvertrag abgeschlossen der über 99 Jahre geht. Wir können aber jederzeit aus dem Vertrag aussteigen,. Dieser Vertrag wird aber nur abgeschlossen, wenn sich das Amt gegen das Tierheim entscheidet.

Bei der nächsten Sitzung des Bauausschusses sind auch Zuhörer dabei. Darum werde ich mit Herbert zusammen diese Sitzung besuchen und uns anhören was beschlossen werden soll. Das ich dabei erkannt werde stört mich aber gar nicht. Wenn gegen einen Anbau entschieden wird, werde ich mich zu Wort melden, denn bei dieser Anhörung dürfen auch die Besucher die da sind, einen Vorschlag zur dem Thema machen, das gerade besprochen wurde.

Aber bis zur Sitzung sind es noch zwei Tage und ich bespreche in dieser Zeit das Vorhaben mit dem Bauer. Dabei mache ich auch den Vorschlag, das das Amt die Kosten für die Miete übernimmt. Der Bauer ist einverstanden, denn vom Tierheim hätte er sehr viel weniger bekommen als vom Amt. Voraussetzung ist aber immer noch, das der Zusatzbau nicht von der Stadt errichtet wird. Ansonsten bleibt uns aber immer noch das Gelände als Ausweich- Quartier für unsere Tiere. Dafür stellt uns der Bauer etwa ein viertel des Holzbaues zur Verfügung und wir können ihn einrichten wie wir wollen.

Nun ist es endlich soweit das die Ausschuss Sitzung stattfindet. Es wird viel über andere Bauwerke geredet, aber nicht um das Tierheim, obwohl es angekündigt war. Darum bitte ich um Redezeit. Jeder Zuhörer hat fünf Minuten Zeit um seine Meinung kund zu tun.

Meine erste Frage ist nach der Zukunft des Tierheim und ich bekomme zur Auskunft, das das Tierheim auf jeden Fall weiter betrieben werden soll. Meine zweite Frage bezieht sich auf den Ausbau des Tierheim. Doch dort bekomme ich nur eine schwammige Auskunft. Darum bitte ich darum, bei der nächsten Ausschuss Sitzung dabei zu sein. Doch das wird abgelehnt. Erst als ich meine Stellung im Tierheim bekannt gebe ,werde ich eingeladen um in einer Woche dabei zu sein.

Sehr gründlich bereite ich mich auf die Sitzung vor.Zu allen Punkten mache ich mir Notizen. Besonders der Neubau kommt auf ca. 150000 Mark und das ist wirklich sehr viel. Meine Berechnung kommt auf die Summe erst in 15 Jahren. Darum bin ich sehr davon überzeugt, das mein Vorschlag in die engere Wahl kommt.

Wie so oft sitze ich in meinem Büro und schaue noch einmal meine Bewertung der Situation an, als mein Notfall Telefon klingelt. Die Sitzung beginnt in zwei Stunden, trotzdem nehme ich ab. Was ich dort erfahre lässt mich alles vergessen, was die Sitzung betrifft. Aber Herbert weiß alles über meine Pläne.darum wird er mich vertreten.

Denn ich muss zu einem Notfall der zwei Hunde betrifft., Beide wurden am selben Tag sehr krank und der Besitzer weiß nicht weiter. Darum hat er den Tierarzt angerufen, bekam dort aber nur die Nummer des Tierheim, mir dem Hinweis, das dort eine ausgezeichnete TÄ ist.

Ich informiere Herbert über meinen Einsatz und nachdem ich mir meine Tasche genommen habe, mache ich mich auf den Weg zu dem Bauern. Bisher weiß ich nichts genaues, aber der Tierarzt des Bauern ist auch anwesend.

Nach ein stündiger Fahrt komme ich bei dem Hof an und sehe eine weibliche Person auf einer Veranda sitzen. Nachdem mein Auto steht, steige ich aus und rufe nach der Frau. Sie sieht zu mir und ich meine das sie am weinen ist. Dann zeigt sie zu einem anderen Gebäude

Ich nehme meine Tasche und laufe zu dem Stall. Kurz bevor ich diesen erreiche wird die Tür geöffnet und ein älterer Mann fragt mich, ob ich die Frau bin auf die sie warten. Ich bestätige dieses und sobald ich den Raum dahinter betreten habe, schaut ein weiterer Mann hoch, der bei zwei Hunden kniet.

Dann fällt sein Kinn nach unten und er steht mit offenem Mund da. Nur mühsam bringt er „Gerda?“ hervor. Ich bestätige dieses und nun sagt der Mann zu dem anderen: „Wenn Du genau wissen willst warum ich nach einem weiteren Tierarzt gerufen habe, dann schau diese Frau an. Ohne jeweils eine Uni besucht zu haben, geschweige das sie ein Abitur hat, darf diese Frau helfen. Sie ist in meinen Augen die beste TÄ von ganz Deutschland, ach was sage ich, der ganzen Welt!“

Ich kümmere aber schon um die Hunde, während er mit dem Bauern redet. Zunächst höre ich beide Hunde ab und bemerke sofort den erhöhten Herzschlag beider Hunde. Diese schauen mich mit glanzlosen Augen an und einer versucht sogar mit seinem Schweif zu wedeln.

Ich bin noch nicht fertig mit der Untersuchung, aber ich glaube ich weiß schon, woran die Hunde erkrankt sind. Sie scheinen eine Vergiftung zu haben und ich gebe ihnen die Entsprechenden Gegenmittel. Ob sie helfen werde ich in etwa 5 Minuten wissen. Trotzdem untersuche ich die Hunde weiter und nach den von mir vorher gedachten Minuten geht es den beiden besser.

Beide sind nun mit dem Schweif am wedeln und auch der Bauer sieht das. Er wirft einen Blick zu seinem Tierarzt. Dann springt er auf und rennt zur Tür hinaus. Aber nach einem kurzen Moment kommt er wieder mit der Frau zurück, die vor der Tür gesessen hat. Diese schaut zu mir und als ich mit dem Kopf nicke, läuft sie zu den Hunden. Nun kann man deutlich hören, das sie am weinen ist. Aber es sind Freudentränen die sie vergießt.

Ich frage nun den Bauern ob er Rattengift ausgelegt hat, was er bestätigt. Doch wo es war, kann er nicht sagen. Aber seine Hunde wissen es nun genau. Besonders eine Stelle wissen sie mit Sicherheit. Und da soll er zuerst suchen. Dann kläre ich den Bauern auf, das seine Hunde vermutlich mit dem Rattengift in Berührung gekommen sind. Er verspricht mir sofort nach dem Gift auf die Suche zu gehen und alles zu entfernen. Doch ich bremse ihn und sage daher: „Sie brauchen nur das zu entfernen, was die Hunde erreichen können. Außerdem darf auch kein anderes Tier an das Gift kommen. Nur Ratten oder Mäuse. Kleine Hasen darf es auch nicht möglich sein.“

Er schaut mich etwa eine Minute an, dann gibt er mir recht. Ich packe meine Tasche zusammen und gebe dem Bauern und dem Tierarzt noch einige Verhaltensmöglichkeiten dann fahre ich wieder nach Hause. Die Sitzung wird mit Sicherheit zu Ende sein, denn ich war über zwei Stunden auf dem Hof. Darum steuer ich mein zu Hause an.

Doch zu Hause ist keiner da und ich wähle Herberts sein Notfall Telefon an. Dieser meldet sich auch und sagt mir, das die Sitzung zum Überleben des Tierheim auf einen späteren Zeitpunkt verlegt worden ist. Nun ist warten angesagt und als Herbert endlich zu Hause ist, dauert die Nacht noch sehr lange.

Doch zu meiner Erleichterung wollen die Mitarbeiter des Bauausschusses über meinen Vorschlag nach denken. Was auch schon ein kleiner Erfolg ist. Nach ein paar Tagen werde ich ins Amt berufen. Der Bauausschuss will noch einmal meine Aussagen hören.

Am besagten Tag bin ich pünktlich in der Sitzung und lege noch einmal meine Beweggründe dar. Nach einer kurzen Beratung beschließen die Mitarbeiter, meinen Vorschlag wohlwollend zu überprüfen. Nach nur einer Woche treffe ich den Bauern des Nachbar Grundstückes und er sagt mir, das eine Baugenehmigung für seinen Stall vorliegt. Aber nur, wenn 30% für das Tierheim zur Verfügung gestellt werden. Was er natürlich zugestimmt hat.

Noch am gleichen Tag trat ein Mann der Bauaufsicht auf mich zu und sagte mir genau das selbe wie der Bauer. Etwa zwei Monate später wurde mit dem Bau begonnen und nur 3 Monate später war er fertig. Alles wurde genau so gemacht wie ich es wollte und der Bauer bekam für seine Hilfsbereitschaft gegenüber dem Tierheim eine Fürstliche Miete von der Stadt. Aber noch immer so wenig, das der Neubau erst in 15 Jahren abbezahlt werden kann.

Auch fallen beim Neubau der Unterkunft keine Kosten an, sondern nur die Miete dafür.
 
  • Post aus Bayern Beitrag #699
In der Kanalisation


Wie so oft sitze ich über meinen monatlichen Abrechnungen und bereite mich gerade auf das Ende der Abrechnung vor. Schnell habe ich alle relevanten Daten ermittelt und gebe sie in meinen neuen Computer ein. Jetzt brauche ich sie nur noch per E-Mail an das Amt zu senden. Aber ich weiß nicht die Adresse an die ich diese senden soll.

Darum rufe ich beim Amt an und erfahre nun die Adresse des Amtes. Aber für Meldungen aus dem inneren des Amtes braucht es eine besondere E-Mail Adresse. Langsam flippe ich aus und rufe daher beim Amt an. Dort wird mir gesagt, das ich meine Meldung an die Internet Adresse des Amtes senden soll. Doch welche Adresse wird mir nicht mitgeteilt. Das ist Datenschutz und ich gehöre mit meinem Tierheim nicht zum Amt, sondern nur zu einem Bereich des Amtes, was nicht genauer bezeichnet wird.

Nun langt es mir und ich fange ein richtiges Streitgespräch mit dem Mitarbeiter des Amtes an. Schließlich will ich nur die Internetadresse wissen, an der ich meine Meldung schicken kann. Doch diese Antwort wird mir verweigert.

Im Anschluss an das Gespräch suche ich im Internet nach der genauen Internetadresse auf der Seite der Stadt doch dort werde ich nicht fündig. Aber mir kommt eine Idee! Bisher habe ich meine Meldungen immer an das Ordnungsamt unserer Stadt geschickt. So mache ich es auch mit dieser Meldung. Sollte sie falsch zugestellt worden sein, hoffe ich, das endlich mit der Sprache heraus gerückt wird, wo ich meine Meldungen hinschicken soll.

7 Tage später meldet sich endlich jemand von Amt und fragt nach, wo meine Meldung bleibt. Doch ich habe vorgesorgt und mir genau das Datum und die Uhrzeit aufgeschrieben an dem meine Meldung hinaus gegangen ist. Diese Daten teile ich dem Mitarbeiter mit und er fragt nach einiger Zeit, an welche Adresse ich die Meldung geschickt habe.

Bereitwillig teile ich ihm die Adresse mit und erfahre nun, das es an die falsche Adresse geschickt wurde. Ich erfahre nun endlich, wohin ich künftig meine Meldungen schicken soll. Gleichzeitig sagt er, das er meine Meldung gerade gefunden hat und diese nun Ausdrucken wird. Gleichzeitig werde er die Meldung von Server löschen.

Dann rede ich wohl noch dreißig Minuten mit dem Mitarbeiter und teile ihm unter anderem mit, warum ich die Meldung nicht an ihn, sondern an das Ordnungsamt geschickt habe. Der Mitarbeiter ist sehr wüten über seine anderen Mitarbeiter und sagt mir dieses auch. Mir gibt er keine Schuld an dem Missverständnis, die es gegeben hat. Sondern er sieht nur die Schuld im Ordnungsamt und sagt mit zu, das jeder, der sie braucht, seine E-Mail Adresse bekommt. Ich notiere mir seine Adresse und hoffe nun das meine Meldung nun zuverlässig an diese Adresse geschickt wird. Sollte es wieder einmal falsch laufen habe ich nun seine Telefonnummer um ihn zu informieren.

Kaum habe ich das Gespräch mit dem Mitarbeiter beendet, klingelt mein Telefon erneut. Diesmal ist es ein unbekannter Mann und er sagt mir, das zwei Riesige Hunde in der Kanalisation der Stadt sind. Im Moment sind sie auf dem Mittelplatz (Name durch den Autor verändert) und er kann sie nur sehr schwach sehen. Sofort sage ich ihm, das er an dem Platz warten soll, dann lege ich auf. Aber ich hebe sofort wieder ab und wähle die Nummer der Polizei. Nicht 110 sondern die normale Nummer. Als am anderen Ende abgenommen wird, schildere ich sofort was ich gerade erfahren habe und der Beamte verspricht, sofort Einsatzkräfte zum Platz zu schicken. Aber auch zu mir ist schon ein Wagen unterwegs, der mich abholt.

Kaum habe ich aufgelegt, da sehe ich auch schon einen Einsatzwagen der Polizei auf das Gelände des Tierheim fahren.Ich greife sofort zu meiner Notfalltasche und reiße die Tür auf. Davor steht ein Beamter, der sofort meine Tasche greift und in Richtung Auto läuft. Dort steigt er, nachdem meine Tasche im Wagen ist, auf den Rücksitz und ich sitze auch schon bald auf dem Beifahrersitz. Kurz rufe ich einem Mitarbeiter nur zu: „Notfall in der Innenstadt!“ dann gibt der Fahrer auch schon Gas.

Er schaltet das Martinshorn an und stoppt nur kurz an der Kreuzung die zu unserem Tierheim führt. Dann gibt er wieder Gas und mit stark überhöhten Tempo fährt er durch die Stadt. Am Steuer muss ein Rennfahrer sitzen, denn an den unmöglichsten Stellen überholt er oder gibt noch mehr Gas.

Es dauert nur 10 Minuten, die normale Fahrt dauert mindestens 15 Minuten länger, als wir auf dem Mittelplatz ankommen. Überall auf dem Platz stehen wagen mit rotierendem Blaulicht und an einem Wagen der Polizei winkt ein Mann heftig. Sofort fahren wir dort hin und bevor ich aus dem Wagen springe, wird die Tür schon von außen aufgerissen.

Ein Mann packt mich am Arm und zieht mich zu einem offenen Gully. Dort kann ich erkennen, das ein Mensch in geduckter Haltung durch die Kanäle laufen kann. Ich erfahre das die Kanäle fast alle 1,50 Meter hoch sind. Also fast passend für mich, den ich bin nur 1,55 Meter groß.

Dann erzählt mir der Mann, das er die Hunde durch einen Schlitz in dem Verschluss des Gullys gesehen hat. Als dann endlich jemand von der Stadt kam, konnten alle Beteiligten sehen, das die Hunde immer tiefer in die Stadt liefen. Doch dort wird der Querschnitt der Rohre immer wenigen und pendelt sich dann bei 5o Zentimeter ein.

Ich frage den Mann um welche Hundeart es sich handelt, doch er sagt nur, das es sich um sehr große Hunde gehandelt hat. Welche Rasse konnte er mir nicht sagen, dafür hat er zu geringe Kenntnis von Hunden. Er meinte das es sich mindestens um Labrador handelt.

Doch wie die Hunde aus den Kanälen heraus zu bekommen? Nach einem Blick in die Runde blieb mir nur eins übrig! Ich musste in die Kanalisation. Ich machte meinen Plan den umstehenden Personen schmackhaft und nach kurzem Zögern durch die Beamten der Polizei wurde mir ein paar Stiefel gegeben und ein Seil umgebunden, das etwa 100 Meter lang ist.

Dann kletterte ich in die Kanalisation und ein Beamter der Polizei begleitete mich. Zwar war er erheblich größer wie ich, aber es ging um meine Sicherheit. Auch sollte dieser Beamte nur am Einstieg der Kanalisation bleiben und ich mit einer Leine gesichert weiter vorgehen.

Etwa 75m bin ich schon gegangen als ich ein Geräusch vor mir höre. Ich leuchte mit der Lampe die ich mitgenommen habe den Bereich vor mir ab, jedoch ist nichts zu sehen. Darum gehe ich langsam weiter und bemerke dabei, das ich mich tiefer bücken muss. Also ist das der Bereich wo das Rohr vor mir etwas kleiner wird. Das regt mich nicht auf, nur der Gestank hier unten ist nicht von schlechten Eltern.

Dann bemerke ich, wie das Seil langsam gespannt wird. Ich scheine wohl das Ende der 100 m erreicht zu haben. Aber noch immer höre ich das Geräusch vor mir. Es klingt wie das jaulen eines Hundes. Entschlossen löse ich das Seil und binde es an ein kleines Rohr an. Dann gehe ich langsam weiter. Das Rohr scheint hierbei immer mehr an Durchmesser zu verlieren. Jetzt ist es schon bei 130cm.

An einer Abzweigung, das Rohr rechts von mir hat wahrscheinlich nur noch einen Durchmesser von 70cm. Geradeaus bleibt der Durchmesser gleich. Doch das leise jaulen kommt aus dem kleinen Rohr.

Sofort begebe ich mich in das kleine Rohr und muss auf meinen Händen und Knien vorwärts kommen. Das dauert natürlich länger wie ich dachte und auch die Luft wird immer schlechter. Schon bald muss ich eine Pause einlegen und mich erholen. Dann sehe ich vor mir einen leichten Lichtschimmer auftauchen und das erste mal nach langer Zeit kann ich mich erheben. Ich stehe genau in einem Straßeneinlass. Und über mir höre ich Autos fahren.

Doch noch immer höre ich das jaulen vor mir. Obwohl es schon sehr viel lauter geworden ist.. Als ich wieder an einen Abzweig komme, sehe ich einen Hund in einem Rohr festsitzen. Davor sitzt ein Hund von etwa 50cm Größe und dieser ist am jaulen.

Sobald er aber mich sieht, fängt er an zu knurren. Nun bin ich sehr vorsichtig, denn ich weiß das ein knurrender Hund sehr gefährlich sein kann. Darum fange ich an mit dem Hund zu reden. Nach wenigen Augenblicken stellt er auch sein knurren ein und lauscht meiner Stimme. Während ich langsam auf den Hund zu krieche, rede ich immer weiter mit ihm.

Dann bin ich so nah, das er an meiner Hand schnuppern kann. Doch diese ist total verdreckt, darum wasche ich sie in dem Wasser was hier fliest. Trotz des Hundes in dem einen Rohr, denn noch immer dringt etwas an Flüssigkeit an seinem Körper vorbei.

Darum begebe ich mich schnell zu dem Hund in dem Rohr und taste ihn vorsichtig ab. Er scheint noch zu leben und langsam versuche ich den großen Hund aus dem Rohr zu befreien. Doch es gelingt mir nicht.

Da höre ich hinter mir ein Geräusch und als ich mich umdrehe, sehe ich den Mann von meinem Einstieg. Ich muss laut lachen, denn er liegt auf dem Bauch um mir zu folgen. Nur dadurch das ich mit dem kleineren Hund gesprochen habe, wusste er wohin er musste.

Gemeinsam versuchen wir nun den Hund aus dem Rohr zu befreien und wir beide schaffen es auch. Dann liegt der große Hund vor mir, doch ihm geht es sehr schlecht. Er hat viel Wasser geschluckt als er in dem Rohr gefangen war und ist daher bewusstlos.

Der Mann sagt mir, das wir bis zum zurückliegenden Loch kriechen werden, dann wird er Hilfe anfordern. Dann geht es zurück, wobei ich den großen Hund hinter mir her ziehe. Darum ist der Mann auch viel schneller am Ausstieg und als ich ankomme, sagt er mir, das schon Rettung naht denn er hat seine Kollegen per Funk erreicht.

Kurz darauf hört der Straßenverkehr über uns auf und der Schacht öffnet sich. Dann erscheint das Gesicht des Einsatzleiters und er fragt uns wie es uns geht.Da es außer den Tieren uns sehr gut geht, sagen wir es auch dem Mann. Dann wird als erster der etwas kleinere Hund nach oben gehievt, dann folgt der große. Als nächstes bin ich dran und als ich nach oben komme, strecken sich mir etliche Hände entgegen.

Ich kümmere mich sofort um den Ohnmächtigen Hund, während der kleine immer bei mir ist. So auch diesmal. Er beobachtet genau jeden Handgriff und ist bei jedem lau am Bellen. Mitten auf der Straße rette ich einem Labrador das Leben, denn nach wenigen Minuten schlägt er die Augen auf. Erst sieht er um sich, dann fixieren seine Augen mich. Der kleine Hund ist verstummt, aber man kann sehen, das er jederzeit auf den Sprung steht.

Dann ertönt eine kleines „Wulff“ von dem großen und der kleine entspannt sich sofort. Beide Hunde kommen sofort ins Tierheim und bei einer Untersuchung, wobei der Kleine auf den großen hört, entspannt sich die Situation immer mehr. Beide sind Labrador und der Kleine stammt wohl aus dem Wurf der Mutti. Warum die beiden nun in der Kanalisation waren. Wird für immer ihr Geheimnis bleiben, aber beide Hunde wurden zusammen vermittelt. Der neue Besitzer versprach mir auch, das er beide Sterilisieren lassen wird, was bei mir im Tierheim stattfinden wird. Es ist übrigens Klaus, der Mann der bei mir in der Kanalisation war.
 
  • Post aus Bayern Beitrag #700
Wie ich zu meinem Ruf kam!

Irgendwann macht man sich Gedanken darüber wie ich zum Ruf kam „Die beste TÄ der Welt“ kam. Alle meine Fälle bin ich durchgegangen und mir sind viele Eingefallen. Doch nur einer blieb mir in Erinnerung. Es war während eines Urlaubes in Ägypten. Doch der Reihe nach!

Herbert und ich wollen zusammen mit unserer 18 jährigen Tochter nach Ägypten fliegen und dort drei Wochen Urlaub machen. Doch Monika hat keine Lust und sagt zu uns: „Dorthin kann ich auch in späteren Jahren. Lasst mich bei meinem Kai!“ Darum haben wir auch nur für zwei Personen gebucht. Wir wissen, das unsere Tochter uns nicht enttäuscht.

Ein paar Jahre später ist sie mit ihrem Kai nach Ägypten geflogen. Doch das ist eine andere Geschichte wert. Denn es geht um mich! Und darum wird diese Geschichte nur von Herbert und mir erzählen.

Am 31.07.19xx sind wir in Ägypten angekommen. Nach dem wir den Zoll durchlaufen haben fahren wir mir einem Taxi in unser Hotel. Da der Fahrer sehr gut deutsch kann, gibt er uns viele Möglichkeiten an, die wir besuchen können. Doch mit keinem Wort erwähnt er die Pyramiden. Darum frage ich ihn danach und er sagt nur, das dort ein jeder hin will, aber die richtigen Geheimnisse liegen im Museum und nicht bei den Pyramiden. Sicher kann man einmal die Pyramiden besichtigt werden, aber einen Haufen Steine kann man überall besichtigen. Auch Steine die aufeinander geschichtet worden sind.

Wir halten uns an die Anweisungen des Taxifahrers und sind nur einen Tag bei den Pyramiden. Ansonsten besuchen wir das Museum was wegen der Pyramiden gebaut wurde.Doch auch hier erfahren wir nichts neues und so begeben wir uns am nächsten Tag an den Strand um zu baden und einfach nur in der Sonne zu liegen.

Doch das ist es nicht, was wir wollen. Darum mieten wir einen Wagen und bekommen erst mal einen Schreck, denn der Wagen verbraucht bis zu 29 Liter Sprit auf hundert Kilometer. Doch die aussage das es einen Hundert Liter Tank gibt, möbelt uns wieder auf. Auch die Spritpreise sind erheblich unter den deutschen. Wir bezahlen für eine Tankfüllung umgerechnet nur 25 Mark!

Und das sind immer um 90Liter. Trotzdem verbraucht Herbert niemals mehr wie 20 Liter auf 100 km. Aber der Wagen hat eine Klimaanlage und die funktioniert bestens. Selten passiert es, das wir während der Fahrt eines der Fenster öffnen müssen um etwas kühleren Fahrtwind (sofern er kühler als die Temperatur draußen war) in den Wagen zu bekommen.

So sind wir auch am dritten Tag unterwegs als wir einige Männer in der Wüste sehen, die Vögel auf dem Arm haben und diese ab und an in die Luft werfen. Herbert hält den Wagen an und sofort sind wir von Uniformierten umzingelt die uns mit ihren Waffen bedrohen. Auf Ägyptisch fragen sie etwas, jedoch kann weder ich noch Herbert diese Sprache. Darum antwortet Herbert auf Englisch und sofort wird die Bedrohung durch die Männer erhöht.

Diesmal laden sie auch ihre Waffen durch und einer der Männer ruft zu den anderen etwas. Daraufhin kommt einer der Männer zu uns und stellt die Frage, ob wir Amerikaner sind. Herbert sagt natürlich das wir deutsche auf Urlaub sind und der Mann fragt in perfektem Deutsch, wo wir herkommen. Darauf nennt Herbert unseren Heimatort und sagt gleichzeitig, das er Zahnarzt und ich die Leiterin eines Tierheim in unseren schönen Stadt.

Kurz sah uns der Mann nur an, dann fragte er mich nach meinem Namen, den ich ihm auch nannte. Gleichzeitig bot ich ihm meinen Reisepass an zu überprüfen.Nur kurz starrte er mich an, dann hob er seinen rechten Arm und die Männer rings um uns senkten ihre Waffen. Gleichzeitig gingen sie etliche Schritte zurück, waren aber noch immer wachsam.

Der Mann sagte seinen Namen und dann bat er uns den Wagen zu verlassen, damit er uns seinen Freunden vorstellen kann. Ob der Stein der Herbert und mir vom Herz gefallen ist zu hören war, denn auf einmal fing der Mann an zu lachen und öffnete auch meine Tür von dem Wagen. Daraufhin stieg ich aus und Herbert kam auch aus dem Wagen heraus. Dann folgten wir dem Mann und waren auch schon bald bei seinen Freunden.

Er stellte uns vor und sagte uns auch, warum sie hier mit ihren Vögeln waren. Mir gab einer der Männer einen Handschuh und etwas Fleisch, was ich empor hob. Wenig später landete einer der Vögel auf meiner Hand und nun sagte man mir, das es sich um Falken handelt die hier für einen Wettbewerb trainiert werden.

Doch eines der Tiere in der Luft fing auf einmal an zu torkeln und fiel dann aus etwa 50 Meter Höhe auf die Erde. Erschrocken sahen sich alle an, ich jedoch lief sofort zu der Unfallstelle des Vogels. Dort angekommen tastete ich sofort den Vogel ab. Jedoch konnte ich nicht feststellen warum der Vogel abgestürzt war.

Der fremde Mann kam zu mir und zog eine Pistole. Als er auf das Tier anlegte trat ich einfach dazwischen und schaute ihn an. Lange hielt er meinem Blick stand, dann wandte er sich um und sagte etwas in seiner Sprache zu einem anderen Mann. Dann ging er zu einem Wagen, stieg ein und fuhr davon.

Der Mann aber schritt zu dem Vogel und nahm ihn auf seinen Arm. Dann ging er zu einem weiteren Wagen und fuhr mit dem Vogel davon. Ein weiterer Mann trat auf mich zu und streckte mir seine Hand entgegen. Dann sagte er: „Das war der König von Jordanien


und Du hast ihn mit deinem Mut sehr beeindruckt. Sei weiterhin so stark, kleines Mädchen! Du scheinst mir die beste TÄ der Welt zu sein, obwohl Du keine Ärztin bist!“

Dann wurden Herbert und ich zu dem Falken gebracht. Dieser war inzwischen von einem Tierarzt untersucht worden, jedoch konnte der nicht feststellen, warum der Vogel abgestürzt war. Doch ich machte mir auch Gedanken, warum der Vogel abgestürzt war. Darum verlangte ich einen Raum in dem nur der Vogel und ich sind und sonst keiner. Auch Herbert muss draußen bleiben.

Sehr erstaunt sah man mich an, doch ich bekam meinen Raum. Ein Mann brachte mir den Vogel in den Raum und dann schloss man die Tür von außen. Doch ich wusste das man genau mich beobachtete. Dazu war der Spiegel in dem Raum einfach zu groß.

Darum wandte ich mich zunächst dem Spiegel zu und sagte auf Englisch: „Sie können jetzt sehen wie ich mit Tieren umgehe! Bitte stellen sie keine Fragen, bis ich fertig bin mit meiner Untersuchung. Erst dann sind Fragen erlaubt.“ Auf der anderen Seite bricht natürlich ein Fragestrom los und ich antworte nur das Fragen später gestellt werden dürfen. Daraufhin folgt keine Frage mehr und ich wende mich wieder dem Vogel zu.

Bei dieser Untersuchung stelle ich fest, das ein Flügel des Tieres durch ein sehr schnelles Geschoss durchbohrt worden ist. Was es war kann ich aber noch nicht sagen. Darum fing ich erst an die Wunde des Vogels zu versorgen. Dabei schaute ich mir die Wunde ganz genau an. Ich stellte fest, das es eine Schusswaffe war mit einem sehr kleinen Kaliber. Denn das Loch hatte nur einen Durchmesser von wenigen Millimetern.

Ich vermutete, das es etwas größer ist wie 4,5mm also musste es ein Geschoss von 5,6mm sein. Doch keiner der am Flugwettbewerb oder was es war beteiligten, hatte solch eine Waffe. Darum übergab ich den Vogel an den Tierarzt und erzählte ihm auch genau was er zu machen hat. Besonders schärfte ich ihm ein, das sein Leben für das Leben des Vogels stand.

Ich ging aus dem Raum und verlangte einen Wagen, der mich zurück zum Ort bringen sollte an dem die Vögel gestartet waren. Es dauerte einige Minuten, bis eine mir fremde Stimme über einen Lautsprecher sagte, das ich das Auto bekommen sollte. Nur mein Mann musste zurück bleiben. Auch wurde mir der selbe Fahrer zugewiesen der mich nach dem Vorfall hier hin gebracht hatte.

Draußen wartete schon der Wagen auf mich und ohne das ich sagte wohin ich fahren soll, setzte der Wagen sich in Bewegung. Schon bald merkte ich das uns etliche PKW verfolgten und ich bat den Fahrer darum das er an den Rand fährt. Was er auch schon bald machte. Ich stieg aus dem Wagen und winkte den nächsten Wagen, der mit laufenden Motor hinter uns stand, zu mir heran.

Dort sagte ich zu den Insassen, das mein Auto erst weiter fährt, wenn die Verfolgung abgebrochen wird. Einer der Insassen sprich mit einem Mann und anschließend nickte er nur mit seinen Kopf. Ich ging zu meinem Wagen zurück und als wir losfuhren, verfolgte uns keiner mehr.

Nach etwa 30 Minuten erreichten wir den Ort an dem die fremden ihre Falken hatten gestartet. Ich begann eine Suche und nach mehr als eine Stunde stieß ich auf einen Mann, der verletzt in der Wüste lag. Doch dieser war besinnungslos und so gab ich ihm erst einmal etwas Wasser.

Trotz seiner Besinnungslosigkeit fing er an das Wasser was ich ihm gab, zu trinken. Doch ich hatte nicht viel und darum rief ich nach dem Fahrer des Wagens und fragte ihn nach Wasser. Doch auch er hatte sehr wenig bei sich, aber er gab es mir sofort.

Zusammen schleppten wir den Mann zu unserem Auto und mit Höchstgeschwindigkeit fuhren wir wieder in die Stadt. Dort wurde der Mann sofort in eine Klinik gebracht und dort erfuhren wir, das der Mann keine andere Möglichkeit gesehen hat um auf sich aufmerksam zu machen.

Anschließend fuhren wir wieder zu dem Haus in dem der Vogel lag. Dort angekommen fanden wir zunächst den Tierarzt und dann den Falken. Dieser saß auf seiner Stange und kam sofort zu mir. Da sagte einer der Männer hinter mir: „Meine Damen und Herren! Sehen sie die beste TÄ der Welt vor sich. Ohne sie hätte ich den Vogel erschossen und der Unbekannte läge noch immer in der Wüste. Nur durch ihren Einsatz haben beide Überlebt. Ich bin nur ein kleiner Regent eines kleinen Staates aber ich gebe ihnen den Titel das sie die beste TÄ der Welt sind!“

Nach zwei Wochen beendeten wir unseren Urlaub und waren schon bald in der Heimat. Schon am Flugplatz wunderte ich mich darüber, das wir ohne große Kontrolle durch den Zoll kamen. Auch der Fahrer des Taxis war sehr von uns angetan und als wir zu Hause ankamen, wurden Herbert und ich sehr schnell aufgeklärt. Denn in unserem Briefkasten lag eine Zeitung und dort stand in sehr großer Schrift: „Die beste TÄ der Welt ist gefunden! Obwohl sie niemals Studiert hat!“

Darunter war ein Foto von mir und Herbert und auch folgte ein großer Bericht über mein Wirken in Ägypten. Dieser Bericht ging über zwei Seiten. Wer diesen Bericht in unseren Briefkasten gelegt hatte, wird für immer ein Geheimnis bleiben. Aber es wurden viel mehr Tiere abgeholt und auch abgegeben um neu zu vermittelt werdenA.
 
Thema:

Post aus Bayern

Post aus Bayern - Ähnliche Themen

Minka und ihr Happyend: Hallo liebe Forengemeinde, heute möchte ich euch die Geschichte von Minka erzählen so wie diese mir erzählt wurde. Diese Geschichte erzählte mir...
Stella, unsere "Wildkatze": Unsere Wildkatze Stella Hallo, hier die Geschichte wie wir zu unserer Stella kamen. Ist ein bisschen lang. Über Kommentare freue ich mich Alles...
Mein privater Tierfriedhof(26 Gräber im Garten): Mein privater Tierfriedhof Hallo liebe Leser, heute möchte ich mal von allen Tieren berichten die in meinem Garten beerdigt sind. Die meisten...
Darmkrebs (Adenokarzinom) bei Kater - 1 Jahr Post OP mit alternativer Medizin: Hallo liebe Katzengemeinde! ich habe mich gerade in diesem Forum registriert, eigentlich nur um meinen persönlichen Erfahrungsbericht abzuliefern...
Katzenelend vom Vermehrer: Ich stelle diesen beitrag extra nicht in die rubrik Regenbogenbrücke da ich hoffe das es hier mehr leute sehen und sich 2mal überlegen ob sie ihre...
Oben Unten