Post aus Bayern

  • Autor des Themas Tschikitta
  • Erstellungsdatum
Miezenvogel

Miezenvogel

BeitrÀge
5.355
Reaktionen
619
Lieber Helmut,

wieder eine wunderschöne und auch spannende
Geschichte aus deiner SammlungđŸ„°
Ich hoffe, daß es dir einigermaßen ertrĂ€glich geht.🍀🍀
Ich wĂŒnsche dir weiterhin Alles Gute und viel Gesundheit🍀🍀

đŸŒșđŸŒșGabi🐈🐈
 
Tschikitta

Tschikitta

BeitrÀge
7.059
Reaktionen
219
BĂ€rli

Heute will der TA einen Hund bringen, der in den letzten vier Monaten bei ihm gelebt hat. Der Hund ist zu dem TA verletzt gebracht worden. Der Hund ist von dem TA und mir wieder aufgepĂ€ppelt worden, aber leider hat er mehrere Behinderung ĂŒber behalten. Als das da sind das ihm eine Pfote fehlt und das er sehr kurzatmig ist.

Außerdem kann er nur noch etwa 30% auf einem Auge sehen. Auf dem anderen ist er ganz Blind und auch sein Gehör ist schwer geschĂ€digt. Trotzdem wollen wir versuchen den Hund zu vermitteln. Dazu habe ich mir selber eine Frist gesetzt von 12 Monaten. Sollte er in der Zeit nicht vermittelbar sein, darf der Hund bis zu seinem Lebensende im TH bleiben.

Aber ich habe den Hund seit 1,5 Monaten nicht gesehen. Ich bin richtig gespannt auf ihn und warte gespannt auf ihn. Aber ich muss mich auch um die tĂ€gliche Arbeit im TH kĂŒmmern. Darum sitze ich in meinem neuen BĂŒro und mache die Abrechnung des Monats fertig.

Ich sitze etwa drei Stunden ĂŒber den Abrechnungen als ich einen mir vollkommen unbekannten Wagen auf den Parkplatz vor meinem BĂŒro fahren sehe. Heraus steigt aber der TA und ich frage mich, was er mit dem fremden Wagen hier will. Als er auch noch einen Hund der anscheinend Behindert ist, kommt mir ein Verdacht.

Aber ich bleibe in meinem BĂŒro und arbeite einfach weiter. Kurz bevor der TA die TĂŒr aufmacht, er klopft niemals an, fĂ€llt bei mir der Groschen. Der TA ist mit dem Behinderten Hund da und kommt nun zu meinem BĂŒro. Warum er mit einem anderen Auto kommt, wird er mir bald erzĂ€hlen.

Als es an meiner TĂŒr klopft, bin ich doch erstaunt und rufe „Herein!“ Der TA öffnet die TĂŒr und er kommt mit dem Hund herein. Dieser legt sich sofort als er den Raum betreten hat in eine schattige Ecke des Raumes.

Dann erklĂ€rt er mir, nachdem er mich begrĂŒĂŸt, warum er geklopft hat. Der Hund soll lernen wie sich das klopfen an fremden TĂŒren anhört. Außerdem soll er auch fremde Stimmen hören, denn bisher kennt er nur sehr wenige Stimmen. Das sind er selber, seine Frau und die Helferinnen des TA.

Dann nimmt er Platz und sofort legt sich der Hund neben ihn. Aber man merkt dem Hund an, wie er sich anstrengt um mit zu bekommen wie sich der TA verhÀlt. Ich rede noch etwa 30 Minuten mit dem TA, dann geht er wieder. Den Hund lÀsst er bei mir.

Nun setze ich mich zu dem Hund und rede mit ihm. Ich erklĂ€re ihm genau wie ich ihn trainieren werde, das man ihm seine Behinderungen, wenn er liegt nicht anmerkt. In der ganzen Zeit schaut mich der Hund an, doch ich weiß das er mich nicht versteht. Aber er soll sich auch nur in dieser ersten Lektion an mich gewöhnen. Mehr beabsichtige ich nicht mit meinem tun.

Kurz bevor ich Feierabend mache, bringe ich den Hund zum Hundehaus und gebe ihm einen Raum, wo er ganz allein ist. Denn bisher ist er nie mit anderen Hunden zusammen gekommen. Das will ich erst am zweiten Tag machen. Doch nun braucht er erst einmal Ruhe. Ich stelle noch Futter und Wasser in seinen Raum, dann gehe ich wieder.

Zu Hause rede ich mit Herbert ĂŒber BĂ€rli. So habe ich den Hund inzwischen fĂŒr mich genannt. Herbert hat viele Ideen wie man dem Hund sein leben erleichtern kann. Ich merke mir viele Ideen von ihm, doch ich habe schon bei einigen von Herberts Ideen, Verbesserungen. Diese werde ich im laufe der Zeit alle bei BĂ€rli ausprobieren. Vielleicht helfen sie BĂ€rli ja.

Am nĂ€chsten Tag rufe ich zunĂ€chst Bernd zu mir. Er ist schon einige Jahre im TH und vertritt mich, wenn ich nicht da bin. Ihm ĂŒbergebe ich die Leitung des TH und sage ihm aber auch, das er die Abrechnungen des TH machen muss. Über zwei Stunden dauert unser GesprĂ€ch dann weiß er alles ĂŒber das TH. Zum Abschluss gebe ich ihm die Hand und sage ihm dann, das es bis zu einem halben Jahr dauern kann, bis ich die Leitung wieder ĂŒbernehme. Denn solange vermute ich, wird das Training dauern.

Doch ich habe nicht mit BĂ€rli gerechnet. Doch der Reihe nach!

Als ich den Raum betrete in dem sich BĂ€rli befindet, steht dieser sofort auf und kommt zu mir. Ich streichel ihn und fange sofort an mit ihm zu reden. Nach 10 Minuten lasse ich durch einen Mitarbeiter, der vorher informiert wurde, die TĂŒr zum Hundehaus öffnen.

BĂ€rli bekommt trotz seiner HörschwĂ€che mit, das eine TĂŒr geöffnet wurde. MĂŒhsam erhebt er sich und humpelt zu der TĂŒr. Bevor er sie erreicht hat, schaut Laika, eine HĂŒndin von etwa der gleichen GrĂ¶ĂŸe wie BĂ€rli, durch die TĂŒr. Sie sieht sofort BĂ€rli und kommt freudig mit dem Rest ihres Schwanzes, auch sie ist behindert und hat fast die selben Anzeichen wie BĂ€rli, auf diesen zu.

Kurz bevor sie BÀrli erreicht, setzt sie sich hin und fÀngt leise an zu klÀffen. BÀrli bleibt stehen und schaut nun zu Laika hin. Diese ist noch immer am klÀffen und Barli setzt sich ebenfalls hin. Darum lasse ich die Hunde machen was sie wollen.

Über eine Stunde scheint Laika mit BĂ€rli zu kommunizieren. Dann steht BĂ€rli auf und schmust mit Laika. Da weiß ich, das sich zwei Hunde gefunden haben und sie gemeinsam alles lernen wollen was ich ihnen bei zu bringen versuche.

Nun kommen immer mehr Hunde in den Raum und BÀrli bleibt nach einem kurzen Bellen von Laika ruhig und lÀsst sich von allen Hunden beschnuppern. Mein Plan ist aufgegangen denn ich wollte BÀrli mit anderen Hunden zusammen bringen. Darum lasse ich die Hunde zusammen und fahre nach ein paar Stunden beruhigt nach Hause.

BĂ€rli lernt dank Laika und den anderen Hunden sehr schnell, sich zurecht zu finden. Immer wieder an den Tagen der offenen TĂŒr habe ich versucht Laika und BĂ€rli zu vermitteln. Doch immer wieder verloren die Besucher das Interesse, wenn sie hörten welche Behinderungen Laika und BĂ€rli hatten. Denn ich wollte die beiden zusammen vermitteln, denn die beiden gehören einfach zusammen.

Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben als ein Mann zu uns kam. Er steuerte sofort auf mein BĂŒro zu und als er klopfte rief ich „Herein1“ Jedoch tat sich nichts und nach einem kurzen Augenblick klopfte es wieder. Daher stand ich von meinem Stuhl auf und ging zur TĂŒr.

Als ich die TĂŒr öffnete stand eben jener Mann vor mir und ich schaute ihn fragend an. Er aber sagte. :Entschuldigen sie bitte, gnĂ€dige Frau! Aber ich bin Taub und hĂ€tten sie jetzt nicht geöffnet, wĂ€re ich weiter gegangen und hĂ€tte jemand von TH gesucht. Ich muss sie immer von vorn sehen, denn ich kann sehr gut von den Lippen ablesen.“

Ich bat ihn herein und er nahm auf den von mir angebotenen Sessel Platz, Dann hörte ich mir seine Geschichte an. Er ist seit etwa 20 Jahren Taub und kĂŒmmert sich seit der Zeit un Ă€ltere MitbĂŒrger. Jetzt hat er einen Ausflug geplant und da der Zoo fĂŒr seine Rentner zu teuer ist hat er sich gedacht das er in unser TH kommt um dieses zu besichtigen. Falls wir auch einige Tiere haben die sich streicheln lassen, sind alle glĂŒcklich.

Ich bin von seiner Idee begeistert und wir reden noch einen Moment ĂŒber die Sache. Ich schlage vor, das es auch noch Kaffee und Kuchen fĂŒr die alten Leute gibt und das sie natĂŒrlich die Tiere streicheln dĂŒrfen, wenn es die Tiere zulassen. Dann machen wir einen Termin aus. Der ist 2 Wochen spĂ€ter. Ich hatte um diesen Termin gebeten, weil wir auch noch etwas vorbereiten mĂŒssen. Sofort stimmt Adolf, so heißt der Mann, zu. Dann geht er wieder.

Zwei Tage vorher ruft mich Adolf an. Wir hatten es so ausgemacht, weil ich noch den Kuchen bestellen muss. Adolf sagte mir wie viel Personen an dem Ausflug teilnehmen, dann legte er wieder auf.

Ich aber fing nun erst richtig an zu Telefonieren. Bei drei BĂ€ckern, mit denen ich im voraus alles abgemacht habe, sagten mir zu, das sie rechtzeitig liefern da der Kuchen schon fast fertig ist. Nur ĂŒber den Preis haben wir nicht gesprochen, denn den hatten wir schon vorher festgelegt. Ich brauchte nur das Material bezahlen und darum war der Kuchen und auch der Kaffee fĂŒr die Senioren kostenlos. Was bei 100 Mark kosten, auch verstĂ€ndlich war.

Am besagten Tag hĂ€lt ein Bus auf unserem Parkplatz. Sofort gehe ich zu dem Bus und begebe mich in diesen. Dort begrĂŒĂŸe ich alle Senioren auf das herzlichste und verkĂŒnde zunĂ€chst den Ablauf wĂ€hrend der Besichtigung. Als erstes ist geplant, das die Senioren zunĂ€chst das TH besichtigen. FĂŒr Leute mit Behinderung habe ich extra 15 RollstĂŒhle bestellt. NatĂŒrlich mit den entsprechenden Helfern. Ein Anruf bei dem entsprechenden Hilfsdienst hat mir dabei geholfen.

Dann ist ein kleiner Vortrag von unserem TA geplant, der aber nur etwa dreißig Minuten dauern wird. Anschließend gibt es Kaffee und Kuchen und was ich besonders betone: „Vollkommen Kostenlos! Sie können also so viel Essen und Trinken wie sie wollen. Ich hoffe es ist genug fĂŒr alle da!“

Dann beginnt der Tag fĂŒr die Senioren. Ich erkenne bald, das sie fĂŒr unser TH Feuer und Flamme sind. Besonders tritt das hervor, als der TA spricht. Denn aus den 30 Minuten werden ĂŒber eine Stunde. Bei Kaffee und Kuchen erfahre ich, das viele Senioren gerne ein Tier bei sich hĂ€tten aber die Leitung des Seniorenheimes lĂ€sst das nicht zu.

Darum hĂ€nge ich mich ans Telefon und spreche fast 30 Minuten mit der Leitung des Seniorenheimes. Dann habe ich eine Einigung mit der Leitung des Seniorenheimes erzielt. Es sollen nicht mehr wie 20 Tiere bei den Senioren leben. Dazu richtet unser TH einen AußenstĂŒtzpunkt ein und wir werden 20 Tiere dorthin bringen. Auch dazu fĂ€llt mir schon etwas ein, jedoch werde ich erst bei einem GesprĂ€ch mit den Senioren darĂŒber berichten.

Bei den Begegnungen mit den Tieren sind BĂ€rli und Laika die Stars der Vorstellung. Zwar werden viele Tiere gestreichelt doch die beiden sind einfach die Stars. Dann treffen wir uns alle wieder im Aufenthaltsraum des TH.

Ich ergreife das Wort und sage zu den Senioren: „Ich habe mit eurem Seniorenheim telefoniert. Ich weiß, das ihr bisher keine Tiere halten dĂŒrft. Darum habe ich folgende Vereinbarung mit eurem Seniorenheim Getroffen. Ihr dĂŒrft bis zu 15 Tierpaare bei euch halten. Das heißt, das dreißig Tiere in eurem Heim Genehmigt sind., Ihr werdet ab sofort ein Außenbereich des TH. Ihr bekommt alle Tiere die nicht vermittelt werden können.

ZunĂ€chst bekommt ihr nur einige wenige Tiere in eurer Heim. Schließlich mĂŒssen wir etwas umbauen. Aber sobald dieses fertig ist, bekommt ihr die volle Tierhaltung die mit eurem Heim Ausgemacht ist. Welche Tiere wollt ihr noch heute mitnehmen? Denn das hat euer Heim genehmigt! Aber es dĂŒrfen heute nur 4 Tiere sein.“

Nur kurz schauen sich die Senioren an, dann ist ihre Wahl gefallen. Es sind BĂ€rli und Laika die ab sofort bei den Senioren leben dĂŒrfen. Ich freue mich fĂŒr die beiden und lasse sie sofort holen. Als sie da sind, rede ich mit ihnen und sie scheinen mich zu verstehen. Denn sie fangen heftig mit ihrem Schweif an zu wedeln.

Das die beiden noch am gleichen Tag mit den Senioren mitfahren ist eigentlich klar. Zwar wurden nur vier Katzen in den nÀchsten Tagen zum Seniorenheim gebracht aber immerhin wurden 20 weitere Tiere zu dem Heim gebracht und die Senioren lebten wieder richtig auf.

Auch BĂ€rli und Laika lebten richtig auf. Nur waren sie sehr traurig wenn ihre jeweiligen Pfleger nicht mehr da waren. Aber sofort kĂŒmmerten sich andere Senioren im sie und so wurden die beiden sehr alt. Danach holten die Senioren, es kamen alle, zwei neue Hunde mir Behinderung.
 
Tschikitta

Tschikitta

BeitrÀge
7.059
Reaktionen
219
Das Seniorenheim

Nachdem ich wieder mal ein Außengehege fĂŒr unsere Tiere gefunden habe, bin ich sehr zufrieden. Aber wir dĂŒrfen, immerhin, 15 Tierpaare zu dem Seniorenheim bringen. Das sind immerhin 30 Tiere und damit werden wir die Oldies garantiert GlĂŒcklich machen. Zwei Hunde sind auch schon in dem Seniorenheim. Es sind BĂ€rli und Laika die sich in der Obhut der alten Damen und Herren befinden.

Es ist kurz vor Feierabend als ich einen Anruf erhalte. Das es sich dabei um eine Àltere Person handelt, merke ich sofort als er anfÀngt zu sprechen. Er teilt mir mit, das er morgen in ein Seniorenheim verlegt wird, weil er dort bessere Pflege bekommt, als zu Hause.

Ich frage ihn nach seinen Liebsten und er sagt mir das es sich um zwei Tiere handelt. Einen Hund und eine Katze. Wobei die Katze 19 Jahre und der Hund 13 Jahre alt ist. Sofort weiß ich das diese Tiere nie mehr vermittelt werden und darum frage ich den alten Mann, wie lange er schon die Tiere hat. Außerdem will ich erfahren wo er den hin zieht und ich erfahre zu meiner Überraschung, das es genau das Seniorenheim ist, mit dem ich gerade einen Vertrag gemacht habe, das Tiere bis zu einer gewissen Menge erlaubt.

Darum beschließe ich, das die Tiere zunĂ€chst ins TH kommen um dann anschließend zu dem Senior gebracht werden. Und so machen wir es auch. Der Hund und die Katze kommen zunĂ€chst ins TH und sobald sie da sind, fange ich an mit ihnen zu reden. Nach 3 Stunden sind sie nicht mehr traurig sondern schauen mich interessiert an.

Ich rede jedoch noch ĂŒber 2 Stunden mit den Tieren und bei jeder Störung sage ich nur ein Wort. Und das ist „Raus“. Sofort verlassen die jeweiligen Störer den Raum und ich bin wieder allein mit den beiden.

Als die beiden Tiere das registrieren schauen sie sich lange an und kommen dann zu mir. Beide lassen sich nun streicheln, was vorher nicht möglich war, und die Katze fÀngt auch an zu schnurren.

Am nĂ€chsten Tag bin ich im Seniorenheim. Ich spreche mit der Leiterin des Seniorenheimes und bekomme sofort die Zusage zwei weitere Tiere zu bringen. Ich frage nach dem Telefon und ob ich davon Telefonieren darf. Ich darf das und kurz darauf habe ich mein Team informiert, das die zwei Tiere gebracht werden dĂŒrfen.

Es dauert nur 10 Minuten bis zwei Mitarbeiter des TH bei uns sind. Sofort werden die Tiere zu ihrem alten Besitzer gebracht. Der schließt sie in seine Arme und ist sehr glĂŒcklich. Ich erklĂ€ren ihm, das er nun unzĂ€hlige Freunde hat im Seniorenheim. Denn seine beiden Tiere gehören nun zum Bestand des Seniorenheimes.

Wortlos schaut er mich an, dann treten TrĂ€nen in seine Augen. Unter TrĂ€nen sagt er zu mir: „Eigentlich habe ich das vermutet als sie bei mir waren. Das die Tiere nun alle im Heim gehören finde ich sehr gut. Denn dann haben sie bei meinem Ableben neue Freunde!“

Es dauerte nur leider 8 Wochen bis das Herrchen starb. Aber zum GlĂŒck gab es die Bewohner des Seniorenheimes. Sie kĂŒmmerten sich sofort um die Tiere und gaben ihnen das GefĂŒhl, das sie nichts vermissen werden.

Nach drei Tagen Trauer waren die Tiere auch vollkommen auf die Bewohner Konzentriert und trauerten ihrem alten Besitzer nicht nach. Nur einmal in der Woche waren die beiden bei dem Zimmer versammelt. Dort saßen sie etwa eine Stunde dann gingen sie wieder zu ihren Tierfreunden.

Einige Wochen spĂ€ter waren alle Tiere an einem Tag der Woche vor dem Zimmer und gingen nach einer Stunde wieder.Einige Wochen spĂ€ter öffnete eine sehr alte Frau, sie war weit ĂŒber 90 Jahre, die TĂŒr zufĂ€llig. Als sie die Tiere vor ihrer TĂŒr sah, ließ sie alle in den Raum. Die Tiere gingen hinein und legten sich alle dort hin, wo frĂŒher der Korb der beiden gestanden hat. Nach einer Stunde verließen alle wieder den Raum.

Warum es immer ein Freitag war und immer die selbe Uhrzeit an dem die Tiere kamen und gingen haben wir nie heraus gefunden. Jedoch Ă€ußerte die Leiterin des Seniorenheimes einen Verdacht. An einem Freitag zu einer bestimmten Stunde ist der Vormieter des Zimmers gestorben. Die Tiere waren eine Stunde mit dem verstorbenen zusammen bis der Mann entdeckt wurde.

Nach etwa 4 Monaten hatte ich die dreißig Tiere im Seniorenheim untergebracht Etwa einen Monat spĂ€ter, ich war zu einem Untersuchungstermin im Heim, trat die Leiterin auf mich zu. Da wir allein im Untersuchungszimmer waren sagte sie zu mir
„WĂ€re es möglich noch mehr Tiere hier ins Heim zu bringen? Schließlich braucht ein jeder Bewohner des Heimes ein Tier!“

Daraufhin bekam das Heim immer mehr Tiere und nach nur 3 Monaten hatte ein jeder der Bewohner mindestens ein Tier. Bei einigen Senioren lebten auch mehrere Tiere und die Bewohner waren sehr glĂŒcklich.

Besonders ein kleiner Hund war sehr GlĂŒcklich ins Seniorenheim zu kommen. Denn er lebte schon zwei Jahre bei uns im TH. Keiner wollte ihn haben, weil er einfach zu klein war. Es war ein Chihuahua, also ein sehr kleiner Hund. Man konnte ihn in einer Hand nehmen, ohne das er sehr viel darĂŒber hinaus hing.

Sofort fand er freunde unter den Katzen, aber auch bei den Hunden war er sehr beliebt. Dieser Hund kam zu einem Mann der BettlĂ€gerig war. Mehrmals am Tag kam ein Pfleger und ging mit dem kleinen Gassi. Doch der Halter wollte selber mit dem Hund Gassi gehen und nach 7 Monaten hatte er es geschafft, obwohl die Ärzte dem Mann nur noch vier Monate gegeben hatte. Er ging tĂ€glich eine Stunde mit dem kleinen Gassi und der Hund dankte es ihm, indem er nach 3 Jahren zuerst starb. 24 Stunden spĂ€ter folgte der Mann seinem kleinen Freund.
 
Miezenvogel

Miezenvogel

BeitrÀge
5.355
Reaktionen
619
Oh je, lieber Helmut,

jetzt fließen die TrĂ€nen bei mir😱
Eine schöne GeschichteđŸ„°
Danke😍

đŸŒșđŸŒșGabi🐈🐈
 
bertiundsine

bertiundsine

BeitrÀge
2.151
Reaktionen
475
Sehr rĂŒhrende Geschichte. DankeđŸ„° Helmut..
 
Tschikitta

Tschikitta

BeitrÀge
7.059
Reaktionen
219
Mein freier Tag

Wie so oft sitze ich in meinem BĂŒro und mache die Monatsabrechnung. Doch diesmal bin ich abgelenkt. Vielleicht liegt es daran, das ich heute 20 Jahre das TH leite. Doch ich glaube es nicht, denn ich hoffe das keiner der Mitarbeiter dieses Datum kennt und somit nichts fĂŒr mich vorbereitet hat. Aber ich weiß es nicht. Darum lasse ich alles auf mich zukommen.

Nichts passiert wĂ€hrend meines Dienstes und als kurz vor Feierabend Bernd zu mir kommt, ahne ich nichts von dem was spĂ€ter passiert. Bernd verstrickt mich in ein GesprĂ€ch und es sind fast eine Stunde vergangen als er endlich sagt, das er noch etwas besonderes sehen will. Ich weiß nicht was er meint und frage danach, doch er will es mir zeigen und ich soll ihm dann erklĂ€ren was das ist.

Ich weiß nicht was er meint, darum folge ich ihm einfach. Als wir auf dem Weg sind frage ich ihn, was er mir denn zeigen will. Doch er sagt nichts und öffnet nur eine TĂŒr. Dahinter ist es dunkel und als ich den Raum betrete erschallt ein mehrstimmiges „Überraschung!“ Es ist die gesamte Besatzung des TH vorhanden und alle Gratulieren mir zum 20jĂ€hrigen DienstjubilĂ€um.

Auch Herbert und meine Tochter mit ihrem Kai ist da. Die meisten trinken bei unserer Feier nur Alkoholfreies, aber es wird auch Bier angeboten. Von dem machen nur die Mitarbeiter Gebrauch, die in der SpĂ€tschicht eingeteilt sind. Darum lade ich alle Mitarbeiter ein, wenn sie am nĂ€chsten morgen keinen Dienst haben, zu einem kleinen Umtrunk ein. DafĂŒr ist der nĂ€chste Montag gemeint, doch die Mitarbeiter ĂŒberreden mich dazu, den Freitag zu nehmen. Denn an den nĂ€chsten Tagen, Samstag und Sonntag, haben sie frei.

Mitten in den Feierlichkeiten klingelt das Telefon im Nebenraum. Ich hatte das Telefon in meinem BĂŒro, bevor ich dieses verlasen habe, hierhin umgestellt. Bernd war am nĂ€chsten von dem Telefon und er nahm den Hörer ab.

Er meldete sich mit den Worten: „Hier ist das TH in Xxxxx! Am Apparat ist Bernd Xxxxxxxxxx! Was kann ich fĂŒr sie tun?“
Dann hörte er zu und seine Blicke schweiften durch den Raum. Als er mich gefunden hatte, schnalzte er mit seinen Fingern und auf sein winken, ging ich zu ihm. Dann sagte er ins Telefon das ich direkt neben ihm stehen wĂŒrde und gab mir dann den Hörer.
Ein Mann meldete sich der in einem Kauderwelsch von Englisch und Deutsch. Ab und an mischten sich auch Französische Wortbrocken dazwischen. Darum fragte ich ihn in einer GesprÀchspause danach, welche Sprache er besser kann. Als er mir sagte das es Singhalesisch ist, aber er auch sehr gut Englisch und Französisch kann, setzte ich die Unterredung auf Englisch fort.

Nun verstand ich ihn besser und er erzĂ€hlte mir, das er 100000 Rinder besitzen wĂŒrde. Doch in seiner riesigen Herde wĂŒtet eine Seuche. Bisher sind 7000 Rinder betroffen die er alle Separiert hat. Dadurch ist die Seuche zwar verlangsamt worden, aber tĂ€glich kamen 20-50 Rinder hinzu die von irgend einem Virus befallen sind.

Außerdem hat er auf seiner kleinen Farm eine TK mit 5 TÄ aber die können auch nicht helfen. Einer dieser TÄ erzĂ€hlte ihm dann von einer Frau die noch niemals aufgegeben hat, wenn ein Tier krank war. Auch sind bisher nur ein Tier durch ihre Hand gestorben, obwohl sie tausende von Tieren behandelt hat. Diese Frau galt es nun zu finden und er hat 2 Wochen gebraucht um mich zu finden.

Auch habe er schon das große Blutbild an mich gefaxt. Wir haben kein FaxgerĂ€t mehr, aber mit unserem Computer können wir auch Faxe empfangen. Ich bitte ihm noch einmal in 5 Minuten anzurufen und erklĂ€re ihm auch den Grund. NatĂŒrlich willigt er ein und wir legen beide den Hörer auf.

Sofort fahre ich den Computer hoch und nachdem er endlich fertig ist, öffne ich das Programm fĂŒr Faxe. Ich sehe das Fax von dem Mann und schaue es mir genau an, Handschriftlich ist vermerkt, das bei allen Tieren die rot umrandeten Werte gleich sind.

Als das Telefon klingelt vermute ich schon die Lösung des Problems. Ich nehme ab und der Mann meldet sich wieder. ZunĂ€chst frage ich ihn wo er denn wohnt und er sagt mir das es eine kleine Ortschaft in Senegal ist. Ich frage ihn ob die Rinder die Krank sind, alle auf einer Weide sind und ob sie alle das selbe Essen und Trinken. Als er das bestĂ€tigt, weiß ich was die Tiere haben.

Es ist eine Vergiftung des Futters oder des Wassers. Ich frage ihn ob er das erste Tier noch einmal untersuchen lassen kann und dabei sollten besonders auf die Blutwerte geachtet werden. Außerdem soll er von der zuletzt erkrankten Tier auch die Blutwerte noch einmal bestimmen lassen. Beide Werte soll er mir zufaxen und dann werde ich ihm sagen was er machen muss, damit seine Tiere weiterhin gesund bleiben.

Er sagt noch das es etwa 2 Tage dauern wird, bis er die Werte hat und mich dann per Fax und Telefon informiert. Wir reden noch einige Minuten zusammen und er ist sehr erstaunt als er erfĂ€hrt welchen Verdacht ich habe. Sofort verspricht er mir, das die erkrankten Tiere auch weiterhin von seinem ein gebunkertem Material bekommt. Dann legen wir beide auf und ich gehe wieder zur Feier zurĂŒck. Erst dort fĂ€llt mir ein, das ich seine Telefon Nummer nicht habe.

Ich habe den Vorgang schon vergessen als mein Telefon klingelt. Am anderen Ende ist ein Mann und er spricht mich sofort auf französisch an, Doch ich weiß nicht wer er ist und antworte sehr zögerlich auf französisch. Doch als er mir erklĂ€rt, warum er anruft, weiß ich sofort wer er ist. Er ist der Mann mit den 100000 Rindern.

ZunÀchst entschuldigt er sich das er so spÀt anruft. Aber er wollte zunÀchst das Ergebnis abwarten und nun kann er anrufen. Alle Rinder sind wieder gesund. Es hat tatsÀchlich an dem Wasser gelegen was die Tiere getrunken haben. Das war durch irgendeinen Stoff vergiftet, aber nun ist das Wasser wieder OK und seine Rinder sind trotzdem auf einem anderen Feld.

Dort bleiben sie noch ein Jahr, erst dann will er sie wieder, nach einer PrĂŒfung des Wassers, sie wieder auf ihrem alten Grund laufen lassen. Auch habe er eine kleine Spende auf das Konto des TH ĂŒberwiesen. Noch zwei Minuten sprechen wir zusammen, dann legt er auf. Ich kontrolliere daraufhin den Kontostand des TH und tatsĂ€chlich sind 100000 Mark auf unserem Konto eingegangen. FĂŒr jedes Rind eine Mark!
 

Ähnliche Themen