Die drei kleinen
Irgendwann, so träume ich, begegne ich einer Katze. Diese führt mich zu einem besonderen Ort und ich finde dort drei kleine Katzen. Dann wache ich auf und befinde mich in meinem Bett. Diesen Traum habe ich nun schon mehrere Male gehabt und ich weiß immer noch nicht, wo dieser Traum ist. Doch eines weiß ich, ich werde in ein paar Tagen mit Herbert in den Urlaub fahren. Diesmal ist wieder Ungarn angesagt.
Vier Tage später sind wir am Plattensee und haben unseren schönen Standplatz bezogen Wir wollen 6 Tage hier bleiben und dabei so richtig die Seele raus baumeln lassen. Anschließend wollen wir 8 Tage durch das Land fahren um dieses richtig kennen zu lernen. Zwar waren wir schon einmal in Ungarn, aber das war erheblich kürzer und wir haben nicht viel von dem Land gesehen.
Dafür musste ich mich viel um die Tiere hier kümmern. Damals gab es auch nur drei TÄ in großem Umkreis. Jetzt sind es fast 30. Also brauche ich auch nicht zum nächsten Tierarzt um dem mit zu teilen, das eine deutsche da ist, die Ahnung von Tieren hat.
Zum Tierarzt den wir damals kennen gelernt haben sind wir trotzdem. Von der Frau in dem Haus haben wir dann erfahren das der Tierarzt schon vor über 3 Jahren gestorben ist. Auch nannte sie uns den Ort an dem der Tierarzt beerdigt wurde. Noch am selben Tag sind wir zu dem Grab und haben dort eine Vase und frische Blumen hingebracht.
Auch haben wir das Grab etwas gepflegt und haben auch für die nächsten 10 Jahre, mehr war nicht möglich, die Grabpflege an einem Meisterbetrieb übergeben. Nun wird das Grab alle 3 Monate gepflegt. Nur im Winter, wenn der Schnee zu hoch liegt erfolgt diese Pflege nicht. Aber darüber haben wir hinweg gesehen und trotzdem 4 mal im Jahr die Pflege bestellt. Aber mit der Auflage im Winter nicht unbedingt die Pflege durchzuführen.
Nach etwa 60 Minuten sind wir zurück zu unserem Stellplatz und am nächsten Tag noch einmal zu dem Grab. Sehr erstaunt waren wir als Mitarbeiter der Grabpflege dabei waren, das Grab völlig neu zu bearbeiten. Der Chef sagte uns bei dem Besuch am Grab, das er und seine Mitarbeiter zu der Übereinkunft gekommen sind, schon am heutigen Tage mit der Pflege zu beginnen.
Wir kamen zur Übereinkunft, das für die nächsten 20 Jahre die Pflege gesichert ist. Trotzdem haben wir ihn für die nächsten 15 Jahre bezahlt, so das 25 Jahre lang das Grab gepflegt wird. Das ist die längste Zeit in der das Grab gepflegt werden kann. Danach wird das Grab eingeebnet und der Tote wird in einem Massengrab beigesetzt.
Außer das Grab wird in einem Urnengrab verlegt. Dann ist eine Pflege des Grabes für alle Zeiten gesichert. Wir fragten sofort nach den Kosten und als Herbert den Preis hört, macht er sofort den Preis für ein Urnengrab fest.
Am nächsten Tag sind wir weiter und haben viel in den nächsten 3 Tagen von Ungarn gesehen. In jeder Nacht haben wir anstandslos übernachtet. Auch wurden wir sehr gut bewacht, denn unsere Übernachtungsplätze waten immer in der Nähe einer Polizeistation.
Als wir am 4 Tag unser Wohnmobil verlassen haben schaute an einem unserer Vorderräder eine Pfote heraus. Ich tippte sofort auf eine Katze und mache Herbert auf das Tier aufmerksam. Sofort geht er in die Hocke und schaut unter unser Mobil. Dann sagt er leise zu mir: „Dort liegt eine Katze. Sie scheint hochschwanger zu sein. Ich hole deine Tasche! Kümmere du dich derweil um die Katze!“
Dann verschwindet er in Richtung Wohnmobileingang und entschwindet meinen Blicken. Ich kümmere mich um die Katze und bewege mich langsam nach vorne zu dem Tier. Bei ihm angekommen ging ich in die Hocke und konnte nun die ganze Katze sehen. Als ich sie erblickte, fiel mir wieder mein Traum ein
Obwohl ich kein Ungarisch kann, sprach ich die Katze an. Sie schaute mich an und kam dann langsam zu mir gekrochen. Ganz dicht kam sie zu mir und fing leise an zu Miauen. Ich untersuchte sie vorsichtig und stellte dabei fest, das ihr Rückgrat und mehrere Rippen gebrochen waren. Außerdem waren auch ihre Vorderpfoten gebrochen.
Da Herbert inzwischen wieder da war, entnahm ich sofort die Kleintier Trage aus meinem Koffer und legte die Katze vorsichtig darauf. Dann nahm ich sie auf den Arm und umrundete unser Wohnmobil. Als ich eine Bestimmte Richtung erreicht hatte, fing die Katze laut an zu Miauen.
Ich ging mit der Katze auf dem Arm in die Richtung in der sie Miaut hatte, bis ein erneutes Miauen der Katze ertönte. Ich blieb sofort stehen und drehte mich langsam um meine eigene Achse. Bei einer bestimmten Richtung Miaute die Katze wieder und ich ging in die Richtung, die die Katze anzeigte.
Zwischenzeitlich nahm Herbert die Katze und ich konnte sie während unseres Ganges genauer untersuchen. Dabei stellte ich fest, das die Lähmung von ihr nur durch eine starke Prellung hervorgerufen wurde. Aber ihre Rippen konnten n nur in einer TK geheilt werden. Ich bat Herbert zur nächsten Polizeistation zu laufen und ihnen die Nachrichten zu überbringen.
Herbert übergab mir sofort die Katze und lief sehr schnell in die Richtung aus der wir gekommen sind. Doch schon nach wenigen Minuten tauchte er wieder auf und hatte 4 Polizisten bei sich. Einer, es war wohl der schnellste, kam sofort zu mir und sprach mich auf deutsch an, was die Katze hatte. Als ich ihm sagte, das die Katze irgendwo junge hinterlegt hat, rief er etwas auf ungarisch nach hinten und die anderen tauchten neben mir auf.
Das miauen der Katze hätte ich fast überhört, aber einer der Beamten nicht. Sofort blieb ich stehen und wieder drehte ich mich im Kreis. Diesmal dauerte es nicht lange, nachdem wir in die Richtung gelaufen waren, das die Katze wieder Miaute. Diesmal war es ein sehr langes Miauen und ich wusste, das wir unser Ziel erreicht hatten.
Sofort fingen die vier Beamten an zu suchen und nach kurzer Zeit waren sie mit drei kleinen Katzen wieder bei uns. Alle drei legte ich zur Mutti, jedoch ließ ich ein saugen der kleinen nicht zu. Dankbar schaute mich das Tier an. Ich nahm sie wieder auf den Arm und legte sie in den Korb zurück. Die drei kleinen nahmen die Beamten auf den Arm.
Dann ging es zurück zu unserem Wohnmobil, wo alle auf ein Bett gelegt wurden. Die drei kleinen wurden von einer Decke umgeben, damit sie nicht zu ihrer Mutti konnten.
Nun gab es aber Schwierigkeiten mit der Sprache. Ich wollte so schnell wie es ging zu einer TK, doch die Beamten verstanden mich nicht. Da aber schon einige Neugierige um uns standen half ein junges Mädchen, etwa 15 Jahre alt, aus. Sie sprach die Beamten an und sagte etwas auf Ungarisch. Sofort rannte einer der Beamten weg und kam nach einigen Augenblicken mit einem PKW zurück. An diesem war das Blaulicht und das Martinshorn angeschaltet.
Sofort winkte er uns heran und sagte etwas zu uns. Wieder half das Mädchen und sagte zu uns, das wir in den Wagen einsteigen sollten. Ich kam zu der Überzeugung, das uns das Mädchen noch viel helfen kann. Darum bat ich darum das sie uns begleitet. Kurz schaute sie zu ihren Eltern und als diese Nichten. Stieg sie sofort in den Wagen ein. Auch ein weiterer Beamte stieg ein.
Nun waren fünf Menschen und vier Katzen in dem PKW der mit eingeschaltetem Martinshorn und Blaulicht durch die engen Straßen fährt. Als wenn alle von unserem Transport gehört hätten, fahren alle Fahrzeuge so dicht wie möglich an den Rand des Fahrweges.
Bis das Mädchen sagt: „Im Radio läuft eine Direktübertragung! Sehen sie den PKW hinter uns, das ist jemand der direkt an den Sender sendet und er sorgt dafür, das der Weg vor uns frei gehalten wird. Sobald wir vorbei sind,fahren die anderen ganz normal weiter!“
Ich schaue mich einmal um und erkenne das die PKW und LKW sofort wieder normal weiter fahren, wenn wir vorbei sind. Also scheint sie recht zu haben, aber ich kann kein Radio im Auto finden. Dann verrät mir das Mädchen, das sie ein Miniradio in ihrem Ohr hat. Zwar kann sie damit nur den örtlichen Sender hören aber das ist besser als nichts.
Dann sind wir bei einer TK angekommen und einer der Beamten rennt sofort zum Eingang des Gebäudes zu. Aber schon geht die Tür auf und zwei Frauen in weißen Kitteln kommen dem Wagen immer näher. Als sie bei uns sind steige ich aus dem Wagen aus und bekomme mit, wie einer der Weißkittel zusammen zuckt. Aber sie sagt nichts, sondern greift nach den kleinen.
Noch bevor ich zur Mutti greifen kann, nimmt der zweite Weißkittel den Tragekorb und läuft auf das Gebäude zu. Ich und das Mädchen folgen ihr und können noch gerade sehen, wie beide durch eine Tür verschwinden. Sofort laufen wir zu der Tür doch ein Uniformierter tritt uns in den Weg und sagt etwas auf Ungarisch, Das Mädchen übersetzt und damit dürfen wir den Raum nicht betreten.
Langsam gehen wir in den Aufenthaltsraum zurück und setzen uns auf dort stehende Stühle. Doch es dauert nicht lange dann werde ich zum Empfang gerufen. Dort angekommen fragt mich eine Dame, in gebrochenen deutsch, ob ich „Gerda Xxxxx“ bin. Was ich bejahe. Eine andere Person sagt daraufhin in ein Telefon etwas auf ungarisch.
Es dauert nicht lange und ein Mann kommt aus dem Raum in dem die zwei Frauen mit den Katzen verschwunden sind. Er spricht auf mich ein, doch ich verstehe ihn nicht. Darum rufe ich nach Melanie, so heißt das Mädchen das bisher für mich übersetzt hat. Sie übersetzt dann die Worte des Mannes vor mir.
Es ist der Leiter der TK in dieser Stadt und er übergibt mir sofort die Leitung seiner TK. Ich frage ihn warum und er antwortet mir: „Die Ärztin hat mir erzählt wer gerade gekommen ist, Daraufhin habe ich sofort alle Termine die ich habe, abgesagt. Ich bin sehr gespannt darauf, wie eine Frau die nie Studiert hat, nun dieses Tier behandelt!“
Ich untersuche nun die Mutti ganz genau, denn in dieser TK habe ich die Möglichkeiten, um sie gründlich zu untersuchen. Jedoch kann ich nichts weiter feststellen wie vor dem Aufenthalt in der TK. Darum darf ich sie sofort mit nehmen. Doch auch die kleinen sind für mich Aktuell.
Alle drei sind vollkommen gesund und warten nur auf ihre erste Mahlzeit
bekommen die kleinen erst einmal eine andere Mahlzeit, wie sie gewohnt sind. Denn hierbei handelt es sich um chemisches Essen für die kleinen. Aber ihnen scheint es zu schmecken und sie b rauchen nur kurze Zeit um ihre Mahlzeit zu vertilgen.
Darum kommen alle vier zusammen in einen Auslauf, obwohl die kleinen noch nicht da zu in der Lage sind, allein zu laufen. Denn dazu sind sie noch zu klein und brauchen noch ein paar Wochen. Trotzdem sind sie bei ihrer Mutter und werden in den nächsten Wochen nur von dem Pflegepersonal gefüttert.
Wie ich nach etwa sechs Wochen erfahren habe, mein Urlaub war schon lange vorbei und auch die TK hat alles unternommen damit die vier Tiere überleben, meldete sich endlich die TK. Allen Tieren ging es gut und konnten vermittelt werden. Wobei zwei der Katzen in eine Familie gegeben werden konnte und die zwei anderen Tiere bei den Nachbarn unterkommen konnten.