Morgendlicher Bericht:
Shaggy hat die Nacht gut überstanden. Aus der Falle ist er zum Glück nicht raus gekommen. Die Dame vom Tierheim hatte mir beim Bringen der Fall schon erklärt, dass sie die ziemlich neu haben, weil aus den alten Fallen wohl Katzen rausgekommen sind. Diese ist ziemlich gut gesichert.
Puh, im Keller stinkt es, dass einem die Zehennägel hochgehen. Shaggy hat sein Häufchen natürlich im Käfig machen müssen, was blieb ihm anderes übrig.

Der Arme. Ich habe ihm morgens noch etwas Putenfleisch gegeben, das er auch gefressen hat. Durst wird er sicher haben, aber da wollte ich nicht das Risiko eingehen, ihm etwas reinzustellen. Nicht, dass er mir sonst dabei noch entwischt wäre.
Ich bin ja nun schon im Büro, habe das alles heute morgen kurz nach 4 Uhr gemacht. Mein Mann hat ihn dann aus dem Keller geholt und hoffentlich schon der Dame vom Tierheim übergeben. Sie wollte so um 7 Uhr rum kommen. Das Futter, das ich für ihn gekauft habe, habe ich noch in einem Sackerl dazu gegeben und einen großen Zettel mit seinem Namen dran geklebt. Vielleicht bleiben sie dann ja dabei
Schon ein komisches Gefühl, dass er nun nicht mehr vor meiner Tür stehen und nach Futter verlangen wird :-( Irgendwie war ich gestern abend auch ganz furchtbar traurig. In dieser, wenn auch kurzen, Zeit ist er mir doch sehr ans Herz gewachsen. Und sein trauriger Blick aus der Falle raus, hat es auch nicht gerade besser gemacht. Da fühlt man sich, wie ein Verräter. Er weiß ja nicht, dass es nur zu seinem Besten sein soll.
Heute abend werde ich dann vielleicht noch ein paar Infos von der Erstversorgung bekommen, wenn ich die Kaution von ihr zurück bekomme. Ich werde mich dann natürlich melden.