Pflegestelle

Diskutiere Pflegestelle im Tierschutz Forum im Bereich Katzenfreunde; @Taskali: Das mag alles richtig sein, darum ging es aber gar nicht ;-).
  • Pflegestelle Beitrag #81
@Taskali: Das mag alles richtig sein, darum ging es aber gar nicht ;-).
 
  • Pflegestelle Beitrag #82
und das entscheidest du, um was es geht und du entscheidest es so mit einem zwinkern zu kommentieren, manchmal sollte man seine emphatischen Fähigkeiten besser in Schweigen hüllen.

schüttelt gerade den Kopf!!

Verena
 
  • Pflegestelle Beitrag #83
@Taskali: Das mag alles richtig sein, darum ging es aber gar nicht ;-).


Indirekt schon. Denn es ging ja auch um das Thema Spenden und wie die verwendet werden bzw. wie da eine Kontrolle stattfindet. Hätten in der Situation, in der es ja keine Zeit zu verlieren galt die Spender erst noch gezögert und von mir irgendwelche Nachweise verlangt usw, dann wäre wertvolle Zeit verloren gegangen. Ich hätte in der Situation auch nichts beweisen können, den ich hatte ja auch nichts in der Hand außer das Telefonat mit der (mir persönlich bekannten) Finderin der Katze - brauchte aber sofort eine Kostenzusage .... da mußten die Leute also schlichtweg auf das Vertrauen, was ich ihnen sage - und ich bin unendlich froh und dankbar, daß sie es taten...
Auch hätte ich wenn die Maus die Nacht überlebt hätte dann hier ebenso einen Bettelthread eröffnen müßen, da eben durch die Leute nur die Erstversorgung gesichert war Kostenmäßig und aufgrund des Zustandes der Maus aber klar, daß wenn sie durchkommt es sich ein längerer TK-Aufenthalt anschließen wird, der Kostenmäßig nicht gedeckt war. Ebenso hätte sie dann im Anschluß ja eine PS benötigt - als wilde Mietz von einer Futterstelle wäre da kein Verein eingesprungen. In meinem Kopf war das alles schon am abspulen in der schlaflosen Nacht danach... woher das Geld zusammentrommeln? Wohin mit der Katze danach? Wie kann es weitergehen wenn sie es schaffen sollte?

Und damit sind wir beim Thema, denn das Ganze ist ja ein Kreislauf... Wenn nur noch gespendet wird, wenn Nachweise vorgelegt werden oder Zertifikationen gezückt werden müßen oder ähnliches, dann wären solche spontanen Hilfsaktionen nicht möglich, denn ohne Spende keine Hilfe... manchmal geht es nur mit Vertrauen... grundsätzlich hatte ich ja meine Meinung vorher schon gesagt, daß man da auch vorsichtig sein muß - aber halt immer nach Kontrollen und Regelungen usw. zu schreien bewirkt einen Bürokratismus, der am Leben vorbeigeht und somit das Helfen massiv erschweren bis unmöglich machen würde - auf Kosten der Tiere...
 
  • Pflegestelle Beitrag #84
Meine Samstag Abend Beschäftigung dieses WE: mal eben insgesamt 350 km gefahren um eine sterbende Katze aus dem Nirgendwo abzuholen und in eine TK zu bringen, wo man ihr letztendlich nicht mehr helfen konnte. Kostenpunkt alles in allem um die 150 EUR - und da ware noch ein seeehr großzügiger Rabatt der TK mit bei... kostenlos waren die Tränen und der Seelenschmerz...
Doch auch die 150 EUR hätte ich eigentlich nicht gehabt, denn ich habe gerade 300 EUR für die Reparatur meiner Heizungstherme ausgegeben, der Anlaßer von meinen Auto tut seinen Zweck grad auch nicht mehr und ich mußte einen neuen kaufen... ohne liebe Spender, die genauso spontan sagten sie geben mir das Geld, wie ich spontan gesagt hatte, ich fahre, hätte die Mietz dort draußen liegen bleiben müßen. Klar kann man jetzt im nachhinein auch sagen: Tod isse so nu auch - aber hatte sie nicht doch auch die Chance verdient? Vielleicht wäre sie ja doch noch rettbar gewesen....

Ohne Spenden wäre der Tierschutz verloren - niemand könnte mehr helfen - egal ob es sich um Vereine oder Privatpersonen handelt...

Es tut mir so leid um die arme Maus :cry:

Drück Dich mal ganz fest :cry: :d038:
 
  • Pflegestelle Beitrag #85
Und damit sind wir beim Thema, denn das Ganze ist ja ein Kreislauf... Wenn nur noch gespendet wird, wenn Nachweise vorgelegt werden oder Zertifikationen gezückt werden müßen oder ähnliches, dann wären solche spontanen Hilfsaktionen nicht möglich, denn ohne Spende keine Hilfe... manchmal geht es nur mit Vertrauen... grundsätzlich hatte ich ja meine Meinung vorher schon gesagt, daß man da auch vorsichtig sein muß - aber halt immer nach Kontrollen und Regelungen usw. zu schreien bewirkt einen Bürokratismus, der am Leben vorbeigeht und somit das Helfen massiv erschweren bis unmöglich machen würde - auf Kosten der Tiere...

Mir tut es auch leid um die arme Maus, es war gut dass du es noch versucht hast. So musste sie nicht elend und alleine draussen sterben.

Ich sehe das mit den Spenden genau so wie du, wir hatten ja auch gerade den Fall, dass wir direkt reagieren mussten ohne uns vorher absichern zu können. Zum Glück gibt es doch viele Menschen die dann bereit sind zu helfen. Mit anderen wird man nie auf einen Nenner kommen, aber niemand muss ja spenden oder sich als Pflegestelle melden.
 
  • Pflegestelle Beitrag #86
Hallo Zusammen!
Entschuldigt, dass ich mich erst jetzt wieder melde, aber ich hatte Dienstwochenende!
Hier ist ja nun ordentlich was los.


walks-with-cats, hier möchte ich nochmal einhaken:
Jein. Ein Tier wie Boris, der gestern in seine Endstelle umzog, ist ruhig und benötigt wenig Platz.
Was genau, bedeutet wenig Platz?

Also Leute, ich war mal bei einer "Züchterin", die hat ihren potenten Kater im fensterlosen Badezimmer gehalten, ohne Kratzbaum. Ein völlig verstörtes Tier!:-(
Und wenn ich sowas lese wie "der benötigt wenig Platz", da gehen direkt die Nackenhaare bei mir hoch und ich erinnere mich wieder an diesen Kater.
Wenn "Züchter" auf solche Ideen kommen, liegt es da so fern, dass Pflegestellen auch auf solche Gedanken kommen?
Diese Züchterin hatte auch keine finanziellen Rücklagen, sie wollte eine Autoreparatur bezahlen, wenn ich ihr den Kater abnehme.
Und wieder, sollten nicht auch Pflegestellen finanzielle Rücklagen haben um im Notfall (be-)handeln (lassen) zu können?

Ja, dass sind kritische Fragen. Das gebe ich zu.

Natürlich kann ich Fragen stellen, wenn mich etwas interessiert und ich mich damit beschäftige.
Dafür ist ein Forum ja da ;-).
Machen wir ja alle irgendwie.....
Aber, ich frage doch eigentlich wenn ich
- Interesse habe (hast du mehrfach geschrieben, das du das hast) / eine Antwort haben möchte / eine Lösung für ein Problem haben möchte / mir etwas aufgefallen ist.....




Solche Fragen entstehen nicht *einfach so*, sondern man hat eine Vermutung/ etwas gesehn/ gehört, wo man meint es läuft nicht richtig.



Da kommen wir der Sache näher ;-).
Wo wird gespendet, wo man Null Informationen hat / kein Feedback bekommt?
Das muss dir doch in irgendeiner Form aufgefallen sein, oder?
Es steht ja auch jedem frei, mal eine PS zu besuchen und sich ein Bild zu machen.




Wo hat dich was stutzig gemacht? Auch hier wieder: es muss dir doch etwas aufgefallen sein......



Dazu schreibst du aber nichts.
Ich ergreife hier für niemanden Partei, aber ich kann nur das beurteilen und in Frage stellen, was ich selber gesehn / gelesen/ gehört habe und nicht durch dritte Personen oder Vermutungen anstelle.
Leider habe ich das nicht nur hier im Forum erlebt, das man sich nicht auf irgendwelche Aussagen von anderen stützen sollte.

Genau Andrea, ich frage weil ich Interesse habe.
Jetzt zum xten Mal! Ich habe ein generelles Interesse! Richtig! Antworten möchte ich auch und habe ich auch schon ganz viele bekommen!

Warum diese Fragen aufgekommen sind, habe ich gerade weiter oben erklärt. Natürlich werde ich den Namen der Züchterin nicht nennen, aber wenn mich nicht alles täuscht, habe ich Dir sogar schonmal von ihr erzählt.
Manchmal kommen Fragen aber auch, aus dem Nichts!! Man liest etwas und zack, tut sich eine Frage auf. Geht Dir das anders?

Ich hoffe, Du hast jetzt genug Erklärungen von mir.

Ich verstehe gar nicht, wieso dieser Thread jetzt in diese merkwürdige Richtung abgedriftet ist.:???:

Ich habe es so verstanden, dass yodetta lediglich einige "generelle" Fragen zu Pflegestellen stellen wollte. In keinster Weise ging es auch nur irgendwo annäherend darum, einer Pflegestelle etwas zu "unterstellen" oder gar eine PS anzuschwärzen.

Wo lest Ihr sowas raus?:shock:

Vielen Dank!
Ich hoffe auch, dass ich jetzt Missverständnisse ausräumen/beseitigen konnte indem ich das von der Züchterin erzählt habe. Das wollte ich eigentlich nicht, aber ohne Cattery-Name ist das ja möglich. So kann man sich jetzt wenigstens vorstellen, wie ich auf solche Fragen komme.

nun wie immer gibt es zwei Seiten, die einen können verstehen, die anderen lesen was ihnen bequem erscheint. Wie dem auch sei, ich bin froh meinen Tierschutz alleine zu verantworten und auch selbst zu finanzieren und ich darf selber entscheiden wer hier im Forum von mir unterstützt wird.

Da ist es mir völlig wurscht, selbst wenn eine Pflegestelle gespendetes Futter mit für die eigenen Tiere mit nutzt, oder Arbeiten veräußert, um ihre Pflegegeldkasse aufzubessern.

Mich wundert es nur, dass in einem Katzenforum so eindeutig, zweideutig gefragt wird , was man denn für Qualifikationen für eine Pflegestelle braucht und man tatsächlich lesen muss, dass man mehr zur Hinz und Kunz Fraktion gehört, wenn man eine private Pflegestelle anbietet!

Schade!

lg
Verena

Meine Güte, es entscheidet doch eh jeder, wohin er spenden möchte, wen er unterstützen möchte. Darum geht es aber doch gar nicht und ja, ich darf das bestimmen weil es mein Thread ist!:mrgreen:

"Hans und Franz" hatte ich geschrieben und das extra in " gesetzt.
Ich meine das nicht abwertend und das wollte ich mit den " zum Ausdruck bringen.
Sollte sich dadurch jemand beleidigt fühlen, entschuldige ich mich.
Es ging mir nur darum zu wissen, ob man nicht wenigstens ein bisschen Ahnung von der Katzenhaltung ganz Allgemein haben sollte, bevor einem Tiere anvertraut werden.

Taskali, mir tut das sehr leid, dass die Katze nicht gerettet werden konnte.
 
  • Pflegestelle Beitrag #87
Es ging mir nur darum zu wissen, ob man nicht wenigstens ein bisschen Ahnung von der Katzenhaltung ganz Allgemein haben sollte, bevor einem Tiere anvertraut werden.

Du, wenn jeder, der sich zur Pflegestelle/Katzenhaltung berufen fühlt, vorher Ahnung von Katzen haben muss, gibt es bald keinen Katzenschutz mehr ...

Jeder hier hat mal angefangen, und es soll auch Leute geben, die tolle Katzenhalter / PS geworden sind, ohne jemals vorher Katzen gehabt zu haben.

Natürlich muss so jemand (ich selbst war mal so jemand!) gewillt sein, zu lernen, sich in Frage zu stellen und Rat von Leuten anzunehmen, die Ahnung haben.

Wenn der Katzenschutzverein mir 1994 Nini nicht vermittelt hätte, wär ich vermutlich jetzt nicht hier.
Was hatte ich Nini (einer 2-3 jährigen verhaltensgestörten Pieselkatze, die andere Katzen hasste und die als unvermittelbar galt) zu bieten ...:

- null Katzenerfahrung (noch nie Katze gehabt)
- eine kleine Studi-Bude von 28m2
- einen kleinen GU-Ratgeber "Die Wohnungskatze", den ich mir extra gekauft hatte
- ein winziges Sparbuch für Tierarzt
- ganz, ganz viel Liebe und Geduld.

Zum Glück bekam ich Nini damals, viel Rat und Tat dazu und so ist sie bei mir geblieben bis sie 2010 starb.

Nun habe ich - danke Nini und meinen Pflegis / Wildis / eigenen Katzis - eine Menge Erfahrung.

1994 hatte ich nichts davon. Ich finds gut, dass man mir damals trotzdem die Chance gegeben hat!
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Pflegestelle Beitrag #88
yodetta: Das mit dem Platz ist so ne Sache... ich denke da fehlt dir was das Thema Tierschutz betrifft schlichtweg die Erfahrung. Nehmen wir Maschas Bauernhof-Großprojekt als Bespiel - wieviel Kitten warens jetzt - also nur die Kitten, ohne erwachsene ? Ich glaub 16 oder 18? (müßte ich jetzt nachlesen) - also nehmen wir jetzt mal 16 Kitten - allesamt mit kranken Augen. Fange ich an nach Pflegestellen zu suchen, die viel Platz und eine Rundumversorgung bieten können, bevor ich die Kleinen dort weghole, sind die Augen der Kleinen allesamt nicht mehr rettbar. Jetzt sind sie es teilweise noch, so daß einige mit beiden Augen, einige als einäugigige und nur ganz wenige als ganz Blinde aus der Sache rauskommen können und werden - aber warte ich ab, sind alle Kitten unrettbar erblindet. Aber wohin mit 16 Kitten?? Dann kommt jemand sagt: du, ich kann mein Bad zur Verfügung stellen - das ist klein, aber da kann ich 2 oder 4 Kleine reinsetzen - was würdest du tun? Ganz ehrlich? Mitlaufen lassen in der Wohnung wird derjenige die Kleinen nicht können, denn sonst ist die Gesundheit seiner eigenen Katzen gefährdet, da die kranken Augen ja nicht von ungefähr kommen - Quarantäne ist das wichtigste überhaupt - das weiß wohl niemand besser als ich... :???: Auch sagt dieser Mensch: ich trau mir das zu, ich schaff das mit den Augentropfen, ich hab nen guten Tierarzt an der Hand, der sich auch mit Augenproblemen auskennt, aber ich bin finanziell nicht gut gestellt und brauche eine gesicherte Kostenübernahme für Kleinen.
Ganz ehrlich - ich frage dich - schau dir die Bilder mit den herausquellenden Augen bei Mascha im Thread anund dann urteile selbst: würdest demjenigen mit wenig Platz und benötigter und erhaltener Spendenzusage geben? Oder würdest du sagen: du hast nur wenig Platz und kannst das finanziell nicht leisten - die Kitten bleiben draußen....?
 
  • Pflegestelle Beitrag #89
Du, wenn jeder, der sich zur Pflegestelle/Katzenhaltung berufen fühlt, vorher Ahnung von Katzen haben muss, gibt es bald keinen Katzenschutz mehr ...

Entschuldige Susanne, aber das macht es für mich nicht besser.
Bei Dir ist das alles gut gegangen und Du hast Dich rührend gekümmert. Auch bist Du so "auf die Katze" gekommen.

Aber wenn jetzt jeder, der sich berufen fühlt, eine Katze aufnimmt, von Tuten und Blasen keine Ahnung hat, meinst Du so jemand kann der Katze immer gerecht werden?
Meinst Du, so eine Katze kann dann auch RICHTIG vermittelt werden, wenn dieser Jemand das Tier gar nicht richtig einschätzen kann?
Wenn man null Ahnung von der Katzensprache hat, kann ich mir nicht vorstellen, dass eine Weitervermittlung dann immer gut geht. Unter Umständen sieht man nicht, ob das Tier nun wirklich eine Einzelkatze ist und so weiter und so fort...
 
  • Pflegestelle Beitrag #90
yodetta: Das mit dem Platz ist so ne Sache... ich denke da fehlt dir was das Thema Tierschutz betrifft schlichtweg die Erfahrung. Nehmen wir Maschas Bauernhof-Großprojekt als Bespiel - wieviel Kitten warens jetzt - also nur die Kitten, ohne erwachsene ? Ich glaub 16 oder 18? (müßte ich jetzt nachlesen) - also nehmen wir jetzt mal 16 Kitten - allesamt mit kranken Augen. Fange ich an nach Pflegestellen zu suchen, die viel Platz und eine Rundumversorgung bieten können, bevor ich die Kleinen dort weghole, sind die Augen der Kleinen allesamt nicht mehr rettbar. Jetzt sind sie es teilweise noch, so daß einige mit beiden Augen, einige als einäugigige und nur ganz wenige als ganz Blinde aus der Sache rauskommen können und werden - aber warte ich ab, sind alle Kitten unrettbar erblindet. Aber wohin mit 16 Kitten?? Dann kommt jemand sagt: du, ich kann mein Bad zur Verfügung stellen - das ist klein, aber da kann ich 2 oder 4 Kleine reinsetzen - was würdest du tun? Ganz ehrlich? Mitlaufen lassen in der Wohnung wird derjenige die Kleinen nicht können, denn sonst ist die Gesundheit seiner eigenen Katzen gefährdet, da die kranken Augen ja nicht von ungefähr kommen - Quarantäne ist das wichtigste überhaupt - das weiß wohl niemand besser als ich... :???: Auch sagt dieser Mensch: ich trau mir das zu, ich schaff das mit den Augentropfen, ich hab nen guten Tierarzt an der Hand, der sich auch mit Augenproblemen auskennt, aber ich bin finanziell nicht gut gestellt und brauche eine gesicherte Kostenübernahme für Kleinen.
Ganz ehrlich - ich frage dich - schau dir die Bilder mit den herausquellenden Augen bei Mascha im Thread anund dann urteile selbst: würdest demjenigen mit wenig Platz und benötigter und erhaltener Spendenzusage geben? Oder würdest du sagen: du hast nur wenig Platz und kannst das finanziell nicht leisten - die Kitten bleiben draußen....?

Das will ich mal ganz dick unterstreichen!

In solchen Notlagen sieht man zu, dass an die Tiere gerettet kriegt, und denkt nicht an die perfekteste aller Unterbringungen.

Mehr Platz können sie später immer noch kriegen - aber erst mal müssen sie überleben.

Ist bei uns auch nicht anders: nach Überschwemmungen oder so, wenn ganze Stadteile weg sind und die Menschen ihr nacktes Leben gerettet haben, dann kommen die nicht in ein 5 Sterne Hotel... die kommen in eine Turnhalle mit Matratzen und 250 anderen Menschen drin. Klar: ist nicht toll. So bleibts ja auch nicht. Es handelt sich um eine Erstversorgung nach Notfällen, und später guckt man weiter ;-)
 
  • Pflegestelle Beitrag #91
Das in Notfällen die Erstversorgung zählt, ist mir vollkommen klar und da würde ich die Kitten auch ERSTMAL ins Bad setzen.
Mir ging es jetzt aber gar nicht um so ein extremes Beispiel.
 
  • Pflegestelle Beitrag #92
Entschuldige Susanne, aber das macht es für mich nicht besser.
Bei Dir ist das alles gut gegangen und Du hast Dich rührend gekümmert. Auch bist Du so "auf die Katze" gekommen.

Aber wenn jetzt jeder, der sich berufen fühlt, eine Katze aufnimmt, von Tuten und Blasen keine Ahnung hat, meinst Du so jemand kann der Katze immer gerecht werden?
Meinst Du, so eine Katze kann dann auch RICHTIG vermittelt werden, wenn dieser Jemand das Tier gar nicht richtig einschätzen kann?
Wenn man null Ahnung von der Katzensprache hat, kann ich mir nicht vorstellen, dass eine Weitervermittlung dann immer gut geht. Unter Umständen sieht man nicht, ob das Tier nun wirklich eine Einzelkatze ist und so weiter und so fort...

Na ja, mit der Einstellung macht man dann bald gar nichts mehr :-(

Erstens wird ja nicht jeder "Hinz und Kunz" Pflegestelle, einfach so. Das machen schon Leute, die sich dafür interessieren und die das gern tun wollen. Das ist schon mal die erste wichtige Voraussetzung.

Du wirst NIE die 100%ige Sicherheit haben, dass alles perfekt klappt. Die gibt es nämlich nicht.

Die hast Du auch nicht mal bei Leuten, die schon lange Tierschutz machen.

Leider gibt es überall - auch im Tierschutz - gewisse Grauzonen. Die haben aber nichts damit zu tun, ob jemand schon lang dabei ist oder erst kurz.
Beispiel: die Tiersammlerin, gegen die ich vor Jahren mal geklagt habe. Das war eine regelrechte Umschlagstelle für Tiere aus dem Auslandstierschutz. Die machte das seit Jahren, wohl eher sogar Jahrzehnten. Die Vet-Ämter kamen an die Frau nicht ran (es reichte nie), trotzdem lief da nur Scheisse.

Das einzige, was man tun kann, um relativ sicher zu sein, dass alles ok ist: selber hin und gucken. Sich ein Bild machen. Mit der Person sprechen. Aber vor allem: gucken!

Und dabei ist es echt egal, wie lang das schon wer macht. Ein Anfänger kann super sein, wenn er/sie gewillt ist, dazuzulernen und sich Rat und Hilfe zu holen.
 
  • Pflegestelle Beitrag #93
Gut - nun gehen wir weiter - es ist Kittenschwemme - es findet sich niemand, der diese Kitten nach der Erstversorgung nehmen wird. Und das ist die Realität... also bleiben die Kitten im Bad und werden von dort aus vermittelt. Nicht schön - aber es gibt keine Alternative - außer draußen lassen und wegsehen...
Im Tierheim haben die Tiere im übrigen auch nur wenig Platz - je nach Tierheim-Aufbau gibt es viele kleine Boxen von 2-4 Tiere reinkommen oder wenige große Räume mit Großgruppen um die 10 Tiere. Ist das besser als das Bad? Und wenn alles belegt ist und der Karton mit den ausgesetzten Tieren vor der Tür steht, dann kommen Käfige ins Büro wo man sie reinsetzt - DAS ist die Realität im deutschen Tieschutz. Da haben es die Kitten im Bad der PS mit der Rundumversorgung sogar besser, denn im Tierheim nimmt sich niemand Zeit und spielt mit den Kleinen und betüddelt sie jeden Abend ne Stunde...
 
  • Pflegestelle Beitrag #94
Absolut super geschrieben, dem kann ich nichts mehr hinzufügen. Danke Taskali, genau so ist es. Es geht in diesem Thread über die Bauernhofkatzen teilweise um Leben oder Tod und nicht darum, möglichst viele Spenden einzusacken. Claude und ich haben schon einige schlaflose Nächte mit den Bildern der Kitten vor Augen gehabt und die ach so seriösen Vereine, die Unterstützung von den Gemeinden bekommen ziehen sich einfach aus der Verantwortung. In diesem Fall ist mir das wegholen aus diesen Verhältnissen wichtiger als ein eingerichtetes Pflegekatzenzimmer. Generell lasse ich mir auch nicht die Kontoauszüge von Menschen zeigen, die uns eine Pflegestelle anbieten. Es wird drüber gesprochen und man versucht gemeinsam eine Lösung zu finden. Ich habe auch schon Pflegestellenangebote abgelehnt.
 
  • Pflegestelle Beitrag #95
Gut - nun gehen wir weiter - es ist Kittenschwemme - es findet sich niemand, der diese Kitten nach der Erstversorgung nehmen wird. Und das ist die Realität... also bleiben die Kitten im Bad und werden von dort aus vermittelt. Nicht schön - aber es gibt keine Alternative - außer draußen lassen und wegsehen...
Im Tierheim haben die Tiere im übrigen auch nur wenig Platz - je nach Tierheim-Aufbau gibt es viele kleine Boxen von 2-4 Tiere reinkommen oder wenige große Räume mit Großgruppen um die 10 Tiere. Ist das besser als das Bad? Und wenn alles belegt ist und der Karton mit den ausgesetzten Tieren vor der Tür steht, dann kommen Käfige ins Büro wo man sie reinsetzt - DAS ist die Realität im deutschen Tieschutz. Da haben es die Kitten im Bad der PS mit der Rundumversorgung sogar besser, denn im Tierheim nimmt sich niemand Zeit und spielt mit den Kleinen und betüddelt sie jeden Abend ne Stunde...

Nicht anders kenn ich es - ist hier ganz genauso :-(

Nur dass im Tierheim sowas hier in Frankreich gar nicht stattfindet - die werden eingeschläfert, knallhart.
 
  • Pflegestelle Beitrag #96
Na ja, mit der Einstellung macht man dann bald gar nichts mehr :-(

Erstens wird ja nicht jeder "Hinz und Kunz" Pflegestelle, einfach so. Das machen schon Leute, die sich dafür interessieren und die das gern tun wollen. Das ist schon mal die erste wichtige Voraussetzung.

Du wirst NIE die 100%ige Sicherheit haben, dass alles perfekt klappt. Die gibt es nämlich nicht.

Die hast Du auch nicht mal bei Leuten, die schon lange Tierschutz machen.

Leider gibt es überall - auch im Tierschutz - gewisse Grauzonen. Die haben aber nichts damit zu tun, ob jemand schon lang dabei ist oder erst kurz.
Beispiel: die Tiersammlerin, gegen die ich vor Jahren mal geklagt habe. Das war eine regelrechte Umschlagstelle für Tiere aus dem Auslandstierschutz. Die machte das seit Jahren, wohl eher sogar Jahrzehnten. Die Vet-Ämter kamen an die Frau nicht ran (es reichte nie), trotzdem lief da nur Scheisse.

Das einzige, was man tun kann, um relativ sicher zu sein, dass alles ok ist: selber hin und gucken. Sich ein Bild machen. Mit der Person sprechen. Aber vor allem: gucken!

Und dabei ist es echt egal, wie lang das schon wer macht. Ein Anfänger kann super sein, wenn er/sie gewillt ist, dazuzulernen und sich Rat und Hilfe zu holen.

Es soll nicht "nichts" gemacht werden, sondern es soll "richtig" gemacht werden. DARUM ging es mir eigentlich.
Ich weiß auch nicht, warum meine Aussagen/Fragen hier, in so ein schlechtes Licht gerückt werden.:-(

Nein, 100% Sicherheit hat man niergendwo. Ein bisschen Lebenserfahrung habe ich ja nun auch schon und bin keine 12 mehr.

Genau, hinfahren und gucken. Damit sind wir dann wieder bei der Kontrolle, die jemand übernehmen muß der Ahnung hat.
Das sehe ich auch so, dass auch Pflegestellen überprüft werden sollten, die das schon über Jahre machen.
 
  • Pflegestelle Beitrag #97
Es soll nicht "nichts" gemacht werden, sondern es soll "richtig" gemacht werden. DARUM ging es mir eigentlich.
Ich weiß auch nicht, warum meine Aussagen/Fragen hier, in so ein schlechtes Licht gerückt werden.:-(

Nein, 100% Sicherheit hat man niergendwo. Ein bisschen Lebenserfahrung habe ich ja nun auch schon und bin keine 12 mehr.

Genau, hinfahren und gucken. Damit sind wir dann wieder bei der Kontrolle, die jemand übernehmen muß der Ahnung hat.
Das sehe ich auch so, dass auch Pflegestellen überprüft werden sollten, die das schon über Jahre machen.


Und was hält dich ab? Dann such dir eine PS aus, die dich interessiert und fahr hin ;-)

Wenn du zu mir kommen möchtest - kein Thema - bei gutem Wetter bring Grillfleisch mit, dann machen wir uns nen netten Nachmittag und du siehst dir alles an und ich erklär dir wies läuft :razz:
 
  • Pflegestelle Beitrag #98
Zu mir kannste auch kommen. Bin Pflegestelle - Schwerpunkt Scheuchen.
Kannst auch gleich noch was über behinderte und zahnlose Katzen lernen. Oder Calici-Virus ...
Bin Vereinspflegestelle, aber nicht Mitglied.

Ganz ehrlich. Schau dir wirklich mal mehrere Pflegestellen an.
 
  • Pflegestelle Beitrag #99
Und was hält dich ab? Dann such dir eine PS aus, die dich interessiert und fahr hin ;-)

Wenn du zu mir kommen möchtest - kein Thema - bei gutem Wetter bring Grillfleisch mit, dann machen wir uns nen netten Nachmittag und du siehst dir alles an und ich erklär dir wies läuft :razz:

Das ist doch ne super Idee!!

Wenn ich noch PS wäre, stünde die Einladung hierher natürlich auch (also, wenn Du hier mal vorbeikommst, bist Du auch so herzlich eingeladen, ohne Pflegestellen-Anlass ;-)

Ganz ohne Sch*** : wenn die Leute hier im Forum die PS / Vereine besser kennen würden und einfach mal dort vorbeigucken würden, würden sich ganz viele Missverständnisse schon in Wohlgefallen auflösen.
 
  • Pflegestelle Beitrag #100
Mensch Leute, ich habe doch eben geschrieben, dass es MIR nicht um Extremsituationen geht.


Menschen, die sich berufen fühlen, könnten die nicht wenigstens eine Schulung bekommen?
Wäre das nicht ein Anfang?

Werden Pflegestellen-Katzen, die von jemanden vermittelt werden, der überhaupt keine Ahnung hat, nicht zu Wanderpokalen?

Ich möchte hier diskutieren und vielleicht überlegen, wie man es "besser machen" könnte und nicht die Pflegestellen abfahren. Ich wage auch zu bezweifeln, dass ich die richtige "Kontrolleurin" wäre.
Ausserdem habe ich das Gefühl, dass kritische Fragen nicht erwünscht sind.
DAS finde ich schade!
 
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