[...] Mein Rat: ab in die Realität des Tierschutzes, PS für einen guten Verein werden bei Euch in der Nähe, und dann gucken wir weiter.
Den Tieren wäre damit wirklich geholfen - zumal hier viele Menschen mit Katzenerfahrung schreiben.
Auf!!!
Also, ich war ja Pflegestelle für einen Verein, bin jetzt "Pflegestelle" (eigenverantwortlich) für drei kleine Katerchen vom Vorjahr und dennoch kann ich viel von dem Unmut hier absolut nicht verstehen und auch das Argument, dass man das mitgemacht haben muss nicht :?.
Darf man keine Meinung oder Fragen haben, wenn man nicht "mittendrin" ist?
Was ist so schlimm daran, wenn man theoretisch darüber diskutiert, wie man es besser machen kann, was optimal wäre und wie sich das Ganze dann schlussendlich mit der Realität verträgt? Wie viele Kompromisse man bereit ist einzugehen und wann die Schmerzgrenze erreicht ist, dass Quantität vor Qualität geht?
Ich kann nur von mir sprechen und ich hätte niemals eine schwangere Miez aufgenommen ohne wenigstens eine grundsätzliche Ahnung zu haben, was da auf mich zukommt, ohne auf der Arbeit abgeklärt zu haben, dass ich mir notfalls Urlaub nehmen kann, wenn es zu Komplikationen kommt, ohne mit dem
Tierarzt abgeklärt zu haben, dass ich jederzeit dort anrufen kann, wenn mir etwas komisch vorkommt und nicht ohne den
Tierarzt hinterfragt zu haben wie es eigentlich mit ihrem Wissen über Katzengeburten aussieht. Sicher wird man im Laufe der Zeit immer wieder mit Dingen konfrontiert, wo es dann heißt learning
by doing, oder eben das gelernte das erste Mal praktisch umsetzen zu müssen, aber ich muss doch bei Dingen, für die ich die Verantwortung übernehme, wenigstens ein bisschen wissen, was ich da tue, oder nicht?
Wie soll ich denn etwas
schützen von dem ich nicht weiß, wie die
Bedürfnisse sind?
Und auch wenn Pflegestellen Mangelware sind (das ist mir durchaus schmerzlich bewußt), so habe ich für mich diesen Schritt durchaus länger geplant und vorbereitet, bevor ich mich als PS zur Verfügung gestellt habe. Und auch wenn mir bei den Threads von Mascha04 und den Notfellen OS-Land im Moment das Herz blutet und ich so gerne einen Platz für ein paar der Katzen bieten würde, geht mir die gute Vermittlung meiner drei Monster vor die schnelle Vermittlung. Gur weitervermitteln kann ich aber auch nur, wenn ich weiß, was ich da tue.
Und klar fängt jeder mal an. Da ist doch auch mit einer entsprechenden Grundvorbereitung und der Unterstützung eines Vereins gar nichts gegen zu sagen. Auch Menschen, die irgendwann die ersten eigenen Katzen haben fangen mal an, aber auch da sollte man sich ja schon im Vorfeld ein bisschen informieren, oder nicht?
Ich zumindest würde nie auf die Idee kommen PS für Hunde zu machen, da ich ihnen hier einfach nicht das bieten könnte, was sie brauchen, oder PS für Kaninchen, weil ich von denen einfach Null Ahnung habe. Und ich zumindest würde auch von den entsprechenden Vereinen erwarten, dass sie mir keine Tiere geben würden.