Pflegestelle

Diskutiere Pflegestelle im Tierschutz Forum im Bereich Katzenfreunde; @Yodetta, du wolltest wissen, was ich mit "Boris benötigt wenig Platz" meinte. Boris ist ein sehr ruhiger Kater. Ein Sessel und Steicheleinheiten...
  • Pflegestelle Beitrag #141
@Yodetta, du wolltest wissen, was ich mit "Boris benötigt wenig Platz" meinte.
Boris ist ein sehr ruhiger Kater. Ein Sessel und Steicheleinheiten (vorzugsweise auf meinem Schoß) reichten ihm aus. Er braucht keine wilden Spiele. Er hätte ja wirklich genug Platz und Gelegenheit gehabt, mit meinen Katzen die Bude zu rocken. Stattdessen kickte er hier einen Ball durch den Raum oder ließ sich mit der Spielangel animieren - solange die sich in direkter Reichweite seiner Pfoten befand. In seinem neuen Zuhause (erhielt gestern eine Mail) will er schmusen. Wenn er damit fertig ist, will er schmusen.

Deswegen wird ja mit den PS überlegt welche Tiere passen können.

Liebe und es zu wollen und sich Hilfe holen. Ich finde das ist ein großer Schritt.
Wenn man zb im Verein PS ist dann braucht man nicht unbedingt ein Geldpolster denn die Vereine übernehmen da schon das meiste. Wenn man sich Futter nicht leisten kann ja auch das.

Ich sagte nicht alle sind perfekt. Ich finde aber diese "kleinen" Leute die sowas um des Tieres willen machen sind viel wert.

Ich selber hatte auch nicht so die riesen Erfahrungen mit Katzen.

Hatte früher selber eine Freigängerin, hab viel im Tierheim geholfen bei der Pflege und dem Tierarzt dort geholfen und zugesehen.
Mehr war nicht an Erfahrung da.

Ich hatte jetzt schon einige Pfleglinge und frage auch heute noch jedem ein Loch in den Bauch wenn ich bei irgendwas unsicher bin.
Hier war einmal eine VK und danach nur noch die Interessenten oder Adoptanten.

Und trotzdem wage ich zu behaupten es geht den Tieren hier gut.
So wie ich eine "kleine Leute PS" bin so finde ich das ok.

Dem stimme voll ich zu, @DjangosMAMA. Learning by doing. Anders geht es oft nicht.
VKs hatte ich mehrere VKs, unter anderen von ANAA.
Ich wiederhole: Ich kenne einige PS. Alle wurden von verschiedenen Organisationen/Vereinen akzeptiert. (Darunter auch einige PS für Hunde.)

Ich weiß ja nicht, woher Du dieses Beispiel jetzt hast. Aber in der Regel werden vom Tierschutz keine "wilden Streuner" in irgendein Bad gesperrt und mit Medies vollgepumpt. Solche wilden Katzen werden kastriert und dann auch wieder in die Freiheit entlassen, weil man solche Katzen eben nicht vermitteln kann.

Auf unserem Firmengelände befindet sich eine Futterstation für 2 solcher Katzen, die vom Tierschutz eingerichtet wurde.;-)
Tja, der einzige Kater, der mir hier einfällt, ist mein Pio. Er erhält Psychopharmaka: ein Phenobarbital (Phenoleptil) und Diazepam. Diese Medikamente bekommt er gegen seine Epilepsie. Erhielte er die "chemische Keule" nicht, wäre er inzwischen über die Regenbogenbrücke gegangen. Pio fühlt sich wohl, trotz mehrfacher Behinderung und Erkrankung an Harngries und genießt sein Leben. Das sieht man, wenn er sich auf der Terrasse sonnt oder wenn er ein Spielchen an einem Zwitschervogel wagt.
Pio wohnt übrigens nicht im fensterlosen Bad, sondern teilt unser Leben voll und ganz. Nur für die Fütterung wird er (manchmal) separiert.

öhm - also ich versuche ja wirklich ernsthaft zu diskutieren - aber das macht mit derartigen Klischees keinen Sinn. Bittebittebitte - bevor du solche Aussagen machst, geh auf die Straße, zieh mal ein Tag mit den Tierschützern bei Fangaktion und sieh dir an was da los ist und dann geh in eine Pflegestelle und sieh dir an was da los und besuch ein Tierheim und sieh dir an was da los und dann reden wir weiter. Das, was du verbreitest sind gerade platte Klischees der Regenbogenpresse. Wenn du solche Dinge ernsthaft als Grundlage für eine Kritik am Vorgehen in Tierschutzdingen nehmen willst, dann kann ich nur noch achselzuckend sagen "träum weiter"

Und damit bin ich raus aus diesem unsinnigen Thread.

Mein Angebot steht: wenn du ERNSTHAFT Interesse daran hast hinter die Kulissen zu schauen, dann kannst du gern vorbeikommen und dann reden ich gern weiter mit dir.

Bis dahin gehe ich weiter meine Katzen quälen die es draußen sicher besser hätten :cool:

Dem kann ich mich nur voll und ganz anschließen.
Ich gehe jetzt meine "Fauchis" zähmen, die ein paar Meter von mir entfernt wild spielen. Das erscheint mir sinnvoller, als hier weiter zu diskutieren.
 
  • Pflegestelle Beitrag #142
Und genau das habe ich gemeint.
"unsinniger Thread" "sinnlose Diskussion" usw.
Ihr schreibt unendlich lange Texte in denen Ihr etwas rechtfertigt, dessen Rechtfertigung nie in Frage gestellt wurde.
Aber auf die eigentlichen Fragen geht fast niemand (außer Neryz) ein.
 
  • Pflegestelle Beitrag #143
Vielleicht lest Ihr Euch doch nochmal den Eingangspost von yodetta durch ?
Das waren ganz neutral gestellte Fragen, aber irgendwie hatte ich schon da die Befürchtung, dass dieser Thread sich in diese Richtung entwickelt.
Es ging doch in den Ausgangsfragen nicht um Leben und Tod und keiner hat angezweifelt, dass Leute die eine Pflegestelle anbieten nicht das beste für ihre Pfleglinge wollen-
Wieso reagiert Ihr so übersensibel als ob yodetta hier im Forum irgendwem etwas unterstellen wollte ?
Ihr habt schon einen leichten Hang zur Dramatik, wenn jede Frage was die Voraussetzung für eine Pflegestelle "sein könnte" mit einem Hinweis auf die "etlichen zu rettenden Katzen" in Deutschland beantwortet, und jede Frage als Angriff gewertet wird.
Vielleicht hilft es ja diesem vom Thema her interessantem Thread wenn mal weniger emotional, sondern mehr sachlich diskutiert wird ?

Danke :a066:
 
  • Pflegestelle Beitrag #144
Heike, es stimmt dass manche Tiere im Tierheim nicht so schlecht aufgehoben WÄREN - wenn das Tierheim sie denn nehmen würde.
Hier heisst Tierheim für etwas schwierige Tiere: letzte Spritze, und die Tiere die wir hier oft auflesen, sind nicht etwas, sondern sehr schwierig... Also scheu - und brauchen Geduld und viel Liebe. Oft auch viel Tierarzt.

"Geplant" hat hier von uns im Privaten Tierschutz (zu dem ich nur noch periphär gehöre da zuviel Arbeit) niemand, dass mitten in der Innenstadt ein riesiger Komplex abgerissen wird und dort eine riesige verwilderte Katzenkolonie lebte - die es zu retten galt. Das örtliche Tierheim: nada! Die Vereine: haben immerhin etwas geholfen, also der eine. Wie nimmt man geordnet mal so 30 Katzen auf? Die Bagger haben nicht gewartet!
Solche Aktionen gibs zu hauf, nicht nur hier - damit ist es sehr schwer, klarzukommen, insbesondere wenn du zum Fangen und Retten kommst und tote Katzen findest, die auf der Baustelle den Tod gefunden haben.
Du bist für jeden helfenden Arm saudankbar, jeden, der sagt: "mein Bad ist frei für Quarantäne, wie mach ichn das?"
Man weist die Leute ein, guckt nach und überwacht, erklärt ... Was soll man denn auch sonst tun.

Viele dieser Helfer sind ganz tolle PS geworden - und andere warn auch keine da.

PS: nur um das zum Abschluss zu bringen: die Katzen, die wir damals (2012/13) da rausgefangen haben, waren sehr scheu - heute sind sie allesamt die reinen Kuschelmonster und Couchpotatoes. Also für die, die wir gekriegt haben, hat es sich wenigstens gelohnt.
 
  • Pflegestelle Beitrag #145
Ich hab leider gar keine Lust mehr, hier zu diskutieren. Und das liegt nicht an yodetta, saurier oder allen anderen, die kritische Fragen stellen. :???: Sorry Leute.

Aber natürlich wollte ich ein paar Sachen noch loswerden, weil ich mich dann doch nicht auf meine Finger setzen kann:

JA, in der Praxis ist es sehr schwer objektiv geeignete PS zu finden. In der Regel nimmt man das, was man bekommt. Wobei ich das auch prinzipiell nicht schlimm finde. Man sollte vielleicht einer Person, die neu als PS ist oder vielleicht noch nie Katzen hatte, kein scheues oder sonst schwieriges Tier vorsetzen. Aber man kann ihr durchaus - mit entsprechender Beratung dahinter - ein "normales", nicht auffälliges Tier vorsetzen, was einfach nur auf ein Zuhause wartet. Da spricht m.m.N. nichts dagegen, sonst könnte man die Tierschutzarbeit nicht machen, das ist einfach so. :???:

Und man sollte auch nicht vergessen, dass man Erfahrungen sammeln muss und die bekommt man nur, wenn man auch mal über seine Grenzen geht und vielleicht Fehler macht. Das kommt aber auch immer auf die Person an und wie lernfähig/-bereit sie ist.

Klar wäre es wünschenswert, wenn PS nur solche darstellen, die sehr viel Ahnung von Katzen besitzen. Aber - und das muss ich leider auch sagen - das ist eine Traumwelt, die so nicht erreichbar ist. Man kann als Tierschutz-Verein seine PS nur insoweit gut instruieren und bei jedem Problem beratend zur Seite stehen, dass die PS nicht alleine dasteht. Und mal ganz ehrlich, bei so Sachen wie Katzen füttern, Toilette säubern, bekuscheln und betreuuen braucht man nicht unbedingt einen Sachkundenachweis. Normalerweise reicht da eine Instruierung und meinetwegen Infozettel und natürlich immer im Hintergrund die Betreuung, wenn wirklich mal Unsicherheiten bestehen.

Wie eine Katze sich verhält, ist da schon u.U. schwieriger zu beurteilen. Aber bisher hat es zumindest bei uns immer geklappt mit der Beschreibung der Pflegestellen. Unsere Tiere werden vermittelt und wir haben sehr geringe Rückkehrerquoten.


Das man in Not geratenen Tieren hilft und sie auch zur Not mal in einer weniger geeigneten PS unterbringt (aus welchen Gründen auch immer) kommt in den besten Vereinen vor. Aber darum gings hier ja auch nie.

Was ich so bedenklich finde: es gibt so viele Tierschutzvereine oder Privatpersonen, die in meinen Augen teilweise absolut unverantwortlich handeln - da werden Katzen ungeimpft mit 8 Wochen in Einzelhaltung vermittelt, Tiere (auch ältere) werden unkastriert abgeben, eine VK oder NK findet nicht statt (nach dem Motto: hauptsache weg), FIV Katzen werden auf die Straße gesetzt und verrecken dort elendig - wenn überhaupt FIV/FelV Tests durchgeführt werden. Klar kann man über vieles diskutieren, aber wenn es teilweise selbst bei den TSV an grundlegensten Wissen hapert - wie sollen die dann PS beraten, aufziehen oder kontrollieren? :shock: DAS ist meiner Meinung nach das, woran gearbeitet werden sollte. (Und nein, ich meine niemanden speziell aus dem Forum. Die oben aufgeführten Dinge sind solche, die ich als verantwortlicher Tierschützer durchführen würde.)


Ich finde es schade, dass sich so viele Tierschützer hier angegriffen fühlen. Ich bin auch aktiver Tierschützer und finde es gut, wenn kritisch darüber gesprochen wird. Aber ich bin auch jemand, der im eigenen Verein kritisch hinterfragt, ohne das böse zu meinen. Es ist halt auch schwer, wenn sich einiges eingependelt hat, es dann zu ändern. Manchmal ist man auch betriebsblind und sieht bzw. kann Verbesserungen gar nicht sehen. Da ist es doch eigentlich recht hilfreich, von außen neue Perspektiven zu sehen. Was ich hier erlebe, sind aber nur Menschen, die tolle Arbeit machen und sich zu Unrecht persönlich angegriffen fühlen. :-( Sie verteidigen sich, obwohl sie das gar nicht müssen - oder trifft hier das Sprichwort zu: getroffene Hunde bellen? :???:
 
  • Pflegestelle Beitrag #146
Ja da sagst du was wahres. Natürlich gibt es auch im Tierschutz Leute, die Mist machen - das sind aber aus meiner Erfahrung heraus nie die PS-Anfänger, sondern Leute, die "schon seit 30 Jahren Katzenschutz machen und da alles wissen".
Gegen solche versuchen wir auch anzugehen, ist ein anderes Thema ;-) hier gings ja um Pflegestellen und wie man dazu wird und warum etc ;-)
 
  • Pflegestelle Beitrag #147
Ich war die ganze Zeit am überlegen, wie ich meine Gedanken zu dem Ganzen hier in Worte fassen kann und bin damit nicht so recht zurecht gekommen :???:.

Aber cookmaster hat es für mich ziemlich auf den Punkt gebracht, was auch mir so im Kopf rumgeht und besonders dieser Satz:

Ich hab leider gar keine Lust mehr, hier zu diskutieren. Und das liegt nicht an yodetta, saurier oder allen anderen, die kritische Fragen stellen. :???: Sorry Leute.[...]

trifft bei mir auch zu :-(.
 
  • Pflegestelle Beitrag #148
Dass Katzen in einem Notfall erst mal irgendwo untergebracht werden müssen, gut und schön, das ist aber doch gar nicht das, worum es hier ging und auch nicht das, wonach ich z.B. gefragt hatte :wink:. Es ging nicht um solche absoluten "Jetzt sofort, Leben und Tod"-Aktionen, es ging um ganz "normale" Pflegestellen, mir zumindest bei meinen Eingangsfragen.
...

Die meisten Katzen die auf eine PS sollen oder wo für eine Katze ein PS Platz gesucht wird, sind aber *Notfelle*, das muss dann schnell gehn.
Für welche Katzen werden denn Plätze hauptsächlich gesucht? Für gefangene Kitten/ kranke/ zugelaufene ect.
DAS kann man doch nicht planen. Die sind *jetzt* da und sollen möglichst schnell gut und sicher untergebracht werden.


Trotzdem finde ich, dass man als PS, die GEPLANT Katzen bekommt, niemand sein darf, der keine Ahnung von Katzen hat. .

Planen kann man sowas etwas nicht.
NUR, wer für
Urlaub / Krankenhausaufenthalt ect eine PS sucht
- das ist planbar.
Aber das ist ja auch eine andere Form von Pflegekatzen aufnehmen (finde ich).

Erfahrungen MIT Pflegekatzen kann man doch auch nur sammeln, wenn man irgendwann damit anfängt.
Woher soll denn bitte sonst die Erfahrung kommen? Nur durch lesen und informieren?
Theorie und Praxis sind 2 unterschiedlich Dinge.
Klar, ich würde jetzt auch keinem ne Katze geben, der sich nicht
dafür interessiert/ dahinter steht/ überhaupt keine Ahnung von Katzen hat.
 
  • Pflegestelle Beitrag #149
Selbst Tierheime geben Katzen mit acht Wochen ab. Sie sind voll mit Kleinteilen und die meisten Tierheime arbeiten schon über ihre Kapazitäten. Dornröschen war gestern....

All die Pflegestellen nehmen Tiere auf, die im Tierheim keine Chance hätten. Fragt sich wie es wäre wenn bei uns die selben Zustände wären wie in den südlichen Ländern. Erschlagen, vergiften, vergasen und wenn ein Fünkchen Tierschutzgedanke noch dahinter steht einschläfern.

lg
Verena

hier wird nicht diskutiert, hier wird aktiver Tierschutz in Frage gestellt. Wenn jede Pflegestelle erst einen Test durchlaufen muss um hier in diesem Forum anerkannt, na dann Prost Mahlzeit!
 
  • Pflegestelle Beitrag #150
hier wird nicht diskutiert, hier wird aktiver Tierschutz in Frage gestellt. Wenn jede Pflegestelle erst einen Test durchlaufen muss um hier in diesem Forum anerkannt, na dann Prost Mahlzeit!


Huhu Verena,

ich bin ganz oft nicht Deiner Meinung ( gebe ich offen zu ;-) ), aber in diesem Fall habe ich leider das gleiche Gefühl wie Du. Ich habe gerade vor kurzem erst ein intensives Gespräch mit unseren Tierheimleitern und gleichzeitig direkten Nachbarn geführt, in dem es um das Thema PS ging. Die Beiden sind glücklich über jede Pflegestelle , die sich anbietet. Natürlich wird auch immer eine VK gemacht, aber ob die PS eine Vereinszugehörigkeit hat oder auf privatem Wege arbeitet ist ihnen nicht wichtig. Hauptsache ist doch, dass die Tiere gut versorgt werden und dann nach einiger Zeit in eine gute Endstelle vermittelt werden können.
Unsere Nachbarn leiten seit mittlerweile 40 Jahren das örtliche Tierheim und sind selbst auch Pflegestelle
( meistens für trächtige Mutterkatzen ) Gerade in den Sommermonaten bleibt für lange Überlegungen und vorherige Tests bei den PS einfach keine Zeit. Man muss sich da oftmals einfach auf sein Gefühl verlassen.
Was wäre denn sonst die Alternative ? Überfüllte Tierheime oder Katzen , die sich draußen alleine durchschlagen müssen, egal ob tragend oder krank. Und selbst für Leute, die sich das erste Mal als Pflegestelle anbieten gibt es so viele Möglichkeiten sich zu informieren, sei es über erfahrene Personen, Tierärzte oder Tierschutzorganisationen. Zumindest ist es hier so.
Wenn mein Göga mitspielen würde, hätte ich mich auch als PS angeboten ( wurde auch schon direkt gefragt ), aber da ich zwei Calici-Kater zu Hause habe wäre mir das Risiko einfach zu groß und gesundheitlich bin ich leider auch nicht gerade die Kräftigste :-?
 
  • Pflegestelle Beitrag #151
Bin ganz einer Meinung mit Verena und Bea - so sieht die Realität aus.
 
  • Pflegestelle Beitrag #153
@Schneeleopard, Bea und Neryz natürlich kann man Notfälle nicht planen, aber was man sehr wohl planen kann (mit dem Wissen ,dass diese Notfälle eintreten werden ) ist schon vorher nach Pflegestellen zu suchen
bevor der Notfall eintritt.
Zumindest die Vereine könnten sich ja schon im Vorfeld darum kümmern ob es Leute gibt, die daran bereit wären die Notfall-Katze als Pflegling aufzunehmen, Listen erstellen wer dazu bereit wäre u.s.w.
An Hand der hier im Thread geschilderten Fälle habe ich ich den Eindruck, dass erst im Moment des Notfalles hektisch begonnen wird Hilfe zu suchen.
@Verena, wer stellt hier den aktiven Tierschutz in Frage, wo liest Du das heraus ?
 
  • Pflegestelle Beitrag #154
@Schneeleopard, Bea und Neryz natürlich kann man Notfälle nicht planen, aber was man sehr wohl planen kann (mit dem Wissen ,dass diese Notfälle eintreten werden ) ist schon vorher nach Pflegestellen zu suchen

bevor der Notfall eintritt.

Zumindest die Vereine könnten sich ja schon im Vorfeld darum kümmern ob es Leute gibt, die daran bereit wären die Notfall-Katze als Pflegling aufzunehmen, Listen erstellen wer dazu bereit wäre u.s.w.

An Hand der hier im Thread geschilderten Fälle habe ich ich den Eindruck, dass erst im Moment des Notfalles hektisch begonnen wird Hilfe zu suchen.


Du warst noch nie im Tierschutz tätig, les ich daraus.

1. Im Tierschutz wird IMMER nach Pflegestellen gesucht - nur gibt es VIEL zu wenige!
2. Notfälle sind leider wirklich andauernd da, ob man darauf eingestellt ist oder nicht.
3. Nein, wir sitzen hier NICHT däumchendrehend rum und warten, bis der Notfall eintritt, um dann "hektisch nach Pflegestellen zu suchen".

Liebe Leute, hier wird rein vom grünen Tisch aus geredet, ohne jegliche Ahnung wie Tierschutz abläuft.

Mein Rat: ab in die Realität des Tierschutzes, PS für einen guten Verein werden bei Euch in der Nähe, und dann gucken wir weiter.
Den Tieren wäre damit wirklich geholfen - zumal hier viele Menschen mit Katzenerfahrung schreiben.

Auf!!!
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Pflegestelle Beitrag #155
Interessant dass Du aus meinem Beitrag heraus liest dass ich noch nie für den Tierschutz aktiv war, Neryz.
Das war und bin ich sehr wohl, allerdings nicht in der Form, dass ich mich als Pflegestelle für Haustiere anbiete oder angeboten habe, und natürlich wird hier "am grünen Tisch diskutiert " wie den sonst ?
Das ist halt ein Internetforum und die "Ihr habt ja alle keine Ahnung von der Realität
also seid still "-Attitüde finde ich langsam ziemlich nervig.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Pflegestelle Beitrag #156
Interessant dass Du aus meinem Beitrag heraus liest dass ich noch nie für den Tierschutz aktiv war, Neryz.
Das war und bin ich sehr wohl, allerdings nicht in der Form, dass ich mich als Pflegestelle für Haustiere anbiete oder angeboten habe, und natürlich wird hier "am grünen Tisch diskutiert " wie den sonst ?
Das ist halt ein Internetforum-

Dann solltest Du aber eigentlich wissen, dass im Tierschutz nicht auf Notfälle gewartet wird, bis man nach Pflegestellen sucht!

Nach Pflegestellen wird händeringend und andauernd gesucht - per Aushang, über Foren, mit Ständen in der Fußgängerzone bei Unterschriftenaktionen, Tagen der offenen Tür wenn man eine Eintrichtung hat (da spricht man die Leute einfach an, ob sie das interessieren würde, und dann guckt man mal weiter, wer sich meldet).

Was glaubst Du denn? Dass man wartet, bis die PS einem die Bude einrennen, weil das so toll ist?

Das ist halt ein Internetforum und die "Ihr habt ja alle keine Ahnung von der Realität
also seid still "-Attitüde finde ich langsam ziemlich nervig.

Leider ist es aber die Wahrheit! Klar, dass die manchmal unbequem ist - aber nur wenn man sagt, wie es ist, kommt man weiter.

Da hilft kein Beschönigen und nix - so ist es einfach: es gibt kaum Pflegestellen und viel zu viele Notfälle - man kann sich die tollen PS nicht "rauspicken", denn da gibt es nichts zum Picken!

Allerdings wird man wirklich undenkbare PS ablehnen - auch hier schon vorgekommen - aber ansonsten ist man über jeden, der hilft, froh.

PS: wir haben letztens wieder eine riesige Flyer-Aktion gemacht, um Pflegefamilien zu finden - nur mal so als Beispiel - sowas machen andere Tierschutz-Leute auch regelmässig: keine Angst hier wird nicht gepennt, und im Schlaf auf die Lösung gewartet!
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Pflegestelle Beitrag #157
Dann sind es vielleicht zu wenige Aushänge, Tage der offenen Tür und Zeitungsartikel etc., wo das publik gemacht wird?

Vor nicht all zu langer Zeit dachte ich, dass Tierschutzkatzen nur in Tierheimen unterkommen und man sie von dort halt adoptieren kann. Dass es sowas wie private Pflegestellen überhaupt gibt und dass welche gesucht werden, habe ich erst aus diesem Forum erfahren. :oops:
 
  • Pflegestelle Beitrag #158
[...] Mein Rat: ab in die Realität des Tierschutzes, PS für einen guten Verein werden bei Euch in der Nähe, und dann gucken wir weiter.
Den Tieren wäre damit wirklich geholfen - zumal hier viele Menschen mit Katzenerfahrung schreiben.

Auf!!!

Also, ich war ja Pflegestelle für einen Verein, bin jetzt "Pflegestelle" (eigenverantwortlich) für drei kleine Katerchen vom Vorjahr und dennoch kann ich viel von dem Unmut hier absolut nicht verstehen und auch das Argument, dass man das mitgemacht haben muss nicht :?.

Darf man keine Meinung oder Fragen haben, wenn man nicht "mittendrin" ist?

Was ist so schlimm daran, wenn man theoretisch darüber diskutiert, wie man es besser machen kann, was optimal wäre und wie sich das Ganze dann schlussendlich mit der Realität verträgt? Wie viele Kompromisse man bereit ist einzugehen und wann die Schmerzgrenze erreicht ist, dass Quantität vor Qualität geht?

Ich kann nur von mir sprechen und ich hätte niemals eine schwangere Miez aufgenommen ohne wenigstens eine grundsätzliche Ahnung zu haben, was da auf mich zukommt, ohne auf der Arbeit abgeklärt zu haben, dass ich mir notfalls Urlaub nehmen kann, wenn es zu Komplikationen kommt, ohne mit dem Tierarzt abgeklärt zu haben, dass ich jederzeit dort anrufen kann, wenn mir etwas komisch vorkommt und nicht ohne den Tierarzt hinterfragt zu haben wie es eigentlich mit ihrem Wissen über Katzengeburten aussieht. Sicher wird man im Laufe der Zeit immer wieder mit Dingen konfrontiert, wo es dann heißt learning by doing, oder eben das gelernte das erste Mal praktisch umsetzen zu müssen, aber ich muss doch bei Dingen, für die ich die Verantwortung übernehme, wenigstens ein bisschen wissen, was ich da tue, oder nicht?
Wie soll ich denn etwas schützen von dem ich nicht weiß, wie die Bedürfnisse sind?

Und auch wenn Pflegestellen Mangelware sind (das ist mir durchaus schmerzlich bewußt), so habe ich für mich diesen Schritt durchaus länger geplant und vorbereitet, bevor ich mich als PS zur Verfügung gestellt habe. Und auch wenn mir bei den Threads von Mascha04 und den Notfellen OS-Land im Moment das Herz blutet und ich so gerne einen Platz für ein paar der Katzen bieten würde, geht mir die gute Vermittlung meiner drei Monster vor die schnelle Vermittlung. Gur weitervermitteln kann ich aber auch nur, wenn ich weiß, was ich da tue.

Und klar fängt jeder mal an. Da ist doch auch mit einer entsprechenden Grundvorbereitung und der Unterstützung eines Vereins gar nichts gegen zu sagen. Auch Menschen, die irgendwann die ersten eigenen Katzen haben fangen mal an, aber auch da sollte man sich ja schon im Vorfeld ein bisschen informieren, oder nicht?

Ich zumindest würde nie auf die Idee kommen PS für Hunde zu machen, da ich ihnen hier einfach nicht das bieten könnte, was sie brauchen, oder PS für Kaninchen, weil ich von denen einfach Null Ahnung habe. Und ich zumindest würde auch von den entsprechenden Vereinen erwarten, dass sie mir keine Tiere geben würden.
 
  • Pflegestelle Beitrag #159
Es sind immer zu wenige, denn all das kostet zeit und geld - man tut soviel man kann, aber mehr geht nicht. Bei den TÄ hängt es aus (immer), facebook etc, die anderen Foren ... Das ist schon sehr viel. All das muss geschrieben, aktualisiert, ausgehängt, wieder hochgeholt werden, wenns runtergerissen wurde - all das ist auch ehrenamtliche Arbeit, die viel Zeit in Anspruch nimmt und die auch Geld kostet. Auch für sowas werden IMMER Leute gesucht, die das machen - viele melden sich nicht dafür leider.
Daneben geht die normale Tierschutz arbeit ja weiter, die ruht ja nicht.

Insofern: es gibt irrsinnig viel Arbeit im Tierschutz, jeder kann was tun - wirklich jeder (und wenns "nur" Aushänge sind) ;-)

Also, ich war ja Pflegestelle für einen Verein, bin jetzt "Pflegestelle" (eigenverantwortlich) für drei kleine Katerchen vom Vorjahr und dennoch kann ich viel von dem Unmut hier absolut nicht verstehen und auch das Argument, dass man das mitgemacht haben muss nicht :?.

Darf man keine Meinung oder Fragen haben, wenn man nicht "mittendrin" ist?

Was ist so schlimm daran, wenn man theoretisch darüber diskutiert, wie man es besser machen kann, was optimal wäre und wie sich das Ganze dann schlussendlich mit der Realität verträgt? Wie viele Kompromisse man bereit ist einzugehen und wann die Schmerzgrenze erreicht ist, dass Quantität vor Qualität geht?

Ich kann nur von mir sprechen und ich hätte niemals eine schwangere Miez aufgenommen ohne wenigstens eine grundsätzliche Ahnung zu haben, was da auf mich zukommt, ohne auf der Arbeit abgeklärt zu haben, dass ich mir notfalls Urlaub nehmen kann, wenn es zu Komplikationen kommt, ohne mit dem Tierarzt abgeklärt zu haben, dass ich jederzeit dort anrufen kann, wenn mir etwas komisch vorkommt und nicht ohne den Tierarzt hinterfragt zu haben wie es eigentlich mit ihrem Wissen über Katzengeburten aussieht. Sicher wird man im Laufe der Zeit immer wieder mit Dingen konfrontiert, wo es dann heißt learning by doing, oder eben das gelernte das erste Mal praktisch umsetzen zu müssen, aber ich muss doch bei Dingen, für die ich die Verantwortung übernehme, wenigstens ein bisschen wissen, was ich da tue, oder nicht?
Wie soll ich denn etwas schützen von dem ich nicht weiß, wie die Bedürfnisse sind?

Und auch wenn Pflegestellen Mangelware sind (das ist mir durchaus schmerzlich bewußt), so habe ich für mich diesen Schritt durchaus länger geplant und vorbereitet, bevor ich mich als PS zur Verfügung gestellt habe. Und auch wenn mir bei den Threads von Mascha04 und den Notfellen OS-Land im Moment das Herz blutet und ich so gerne einen Platz für ein paar der Katzen bieten würde, geht mir die gute Vermittlung meiner drei Monster vor die schnelle Vermittlung. Gur weitervermitteln kann ich aber auch nur, wenn ich weiß, was ich da tue.

Und klar fängt jeder mal an. Da ist doch auch mit einer entsprechenden Grundvorbereitung und der Unterstützung eines Vereins gar nichts gegen zu sagen. Auch Menschen, die irgendwann die ersten eigenen Katzen haben fangen mal an, aber auch da sollte man sich ja schon im Vorfeld ein bisschen informieren, oder nicht?

Ich zumindest würde nie auf die Idee kommen PS für Hunde zu machen, da ich ihnen hier einfach nicht das bieten könnte, was sie brauchen, oder PS für Kaninchen, weil ich von denen einfach Null Ahnung habe. Und ich zumindest würde auch von den entsprechenden Vereinen erwarten, dass sie mir keine Tiere geben würden.


Fragen sind immer ok, auch und gerade kritische, nur bei manchen Unterstellungen hier (s o) geht einem doch etwas der Hut hoch.
Niemand drückt dir einen Hund auf wenn du keinen aufnehmen willst ;-)
Nur wenn jemand eines tages sagt "ich will PS für hunde machen, habe zeit und platz und will es lernen" - warum nicht?

Zur Qualität vor Quantität: wer entscheidet, welches Tier zur Gruppe Qualität gehört und gerettet werden kann, und welches zur Quantität, das draussen verrecken darf?
Ich sags so deutlich, weil sich hinter diesen Worten Tiere verbergen - die man im Tierschutz vor sich hat; das ist was anderes als ein Wort in einem Forum.
 
  • Pflegestelle Beitrag #160
[...]Zur Qualität vor Quantität: wer entscheidet, welches Tier zur Gruppe Qualität gehört und gerettet werden kann, und welches zur Quantität, das draussen verrecken darf?
Ich sags so deutlich, weil sich hinter diesen Worten Tiere verbergen - die man im Tierschutz vor sich hat; das ist was anderes als ein Wort in einem Forum.

Ähm Neryz, ich weiß, dass sich dahinter Tiere verbergen. Drei davon sitzen gerade bei mir. Und für diese drei wünsche ich mir ein tolles Zuhause und nicht einfach irgendeinen Platz.

Und, wie schon oben gesagt, mir ist klar, dass man nicht das Optimum von einer PS verlangen kann, aber irgendwo ist doch eine Grenze, muss doch eine sein. Du hast ja selbst auch geschrieben, dass ihr schon Stellen abgelehnt habt.

Nur wenn jemand eines tages sagt "ich will PS für hunde machen, habe zeit und platz und will es lernen" - warum nicht?

Jetzt ernsthaft?
Also, nichts dagegen, dass man sich entschließt PS für Hunde machen zu wollen und gerne helfen zu wollen, aber dazu gehört doch Vorbereitung. Wenigstens ein bisschen. Bin ich wirklich so daneben, dass ich 100%iges learnig by doing für daneben halte und auch nicht für hilfreich? (ernsthafte Frage)
 
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