Klingt als könntest du sie schon zusammen lassen. Oder?
Damit wollen wir noch ca. eine Woche warten. Wir haben ihn heute entfloht (fand er doof), und er soll wirklich erst völlig angstfrei in unserer Nähe sein. Noch schreckt er manchmal bei hektischen Bewegungen hoch, aber das wird zusehends weniger.
Foxy und Henry jedenfalls hätten nix dagegen mal hinter die Tür schauen zu dürfen. Sie ahnen zwar einen Artgenossen, nicht jedoch einen, neben dem selbst Henry klein wirkt.:mrgreen: Das wird ein Kulturschock für ihn.:mrgreen:
Percy hat sich entschieden, das "Problem" auf der anderen Seite der Tür auf seine Art zu lösen: Er ignoriert das völlig in der Hoffnung, dass sich ein schwarzes Loch auftut und das "Problem" in seinem Sinne aus der Welt schaffen wird.
Heute waren Freunde zu Besuch und sie waren auch total begeistert von Struppie, fanden aber auch das er ruhig 2 - 3 kg mehr haben könnte. Das wird aber kein Problem sein, denn er futtert seine 400 bis 500 g Naßfutter mit Genuß.
Gestern haben wir mal probieren wollen ob er gerne spielt. Also bewaffneten wir uns mit Federangel und Stoffratte mit Katzenminze und los ging es.
Fazit: Er ist genau so ein Junkie wie unsere Bande. Katzenminze ist für ihn das, was für Volker Beck das Crystal Meth darstellt. Und die Federangel wurde auch ausdauernd bejagt und bearbeitet.
Fellpflege wird noch eine langwierige Geschichte werden. Momentan sieht er ja aus wie nach einer Punktniederlage gegen einen Rasenmäher. Wir bürsten ihn mehrfach am Tag, was er sich glücklicherweise sehr gerne gefallen lässt. Foxy ist da anders: Da sie sich für naturschön hält, wird die Bürste meistens abgelehnt.
Irgendwie finde ich es allerdings sehr komisch, dass jeder mit dem ich über Struppie gesprochen habe der Meinung ist, dass er bei uns bleiben wird. Freunde, mein Bruder, meine Eltern, meine Tante - alle gehen stumpf von Katze Nr. 4 im Rudel aus...
Ach ja, von Tigger gibt es auch Neuigkeiten: :mrgreen:
Dienstagabend rief seine neue Besitzerin (meine Arbeitskollegin) völlig aufgelöst an. Tigger wäre weg! Sie hatte alles abgesucht im Haus und er war nicht da. Auch im Garten ist sie schon herumgelaufen, aber keine Spur von ihm. Wir gaben ihr einige Tipps, aber der beste Hinweis kam von ihrem (durchaus praktisch veranlagtem) Gatten: "Nimm Yola (die vorhandene Katze) und gehe mit ihr durchs ganze Haus, durch jedes Zimmer. Dort wo Yola anschlägt wird Tigger sein."
Sie nahm also die Drama-Queen und los ging das improvisierte K9-Kommando. Im Schlafzimmer dann machte Yola einen Buckel und wurde unruhig. Meine Kollegin war irritiert, hatte sie doch das ganze Schlafzimmer schon durchsucht. Also alles nochmal: Kleiderschrank ausräumen - kein Tigger drin. Nachtkonsolen ausräumen - kein Tigger drin.
Yola allerdings blieb felsenfest bei ihrer Meinung. Und dann war da ja noch UNTER dem Bett. Denn dort bewahrt sie Bettwäsche, Laken und sowas auf. So dicht gestapelt, dass nach menschlichem Ermessen dort kein Lebewesen größer als eine Kakerlake dort reinkriechen könnte. Da es aber der einzige Platz im Schlafzimmer war den sie nicht durchsucht hatte, machte sich meine Kollegin ohne viel Hoffnung ans Werk: Alles musste unter dem Bett weg! Und in der hinteren Ecke, dort wo das schöne weiche Daunenbett gelagert ist, da lag Tigger - mit sich und der Welt zufrieden. Er verstand die ganze Aufregung überhaupt nicht, wollte er doch nur ein Nickerchen machen. Überglücklich rief meine Kollegin dann gegen 22:30 Uhr noch an und informierte uns über Tiggers Verbleib.
Am nächsten Morgen traf ich sie um 06:30 Uhr an einer Haltestelle irgendwo im Nirgendwo (für Freaks: Die Haltestelle ist "Eilsum Ort" und morgens um die Zeit genauso lebendig wie ein Mondkrater.) Sie war zwar, dank Frühschicht und Wecker um 03:30 Uhr sichtlich müde, aber überglücklich das Tigger wieder da war.