Hallo Ihr Lieben....oder sollte ich sagen meine lieben lebenden Experimente? :mrgreen:
Sind noch alle da oder sind schon erste Umfallopfer zu beklagen?
ALSO
Struppi ließ sich 14 Tage nicht mehr sehen.......und wir gaben die Hoffnung auf, ihn je wieder zu sehen.
Dann eines Nachts wurde ich von einem fürchterlich kläglichen Miauen wach. Im Halbschlaf schaute ich auf den Wecker 02:38 Uhr....Kasper lag friedlich schnorchelnd neben mir.....dann schoss es mir durch den Kopf....STRUPPI.
So langsam und leise wie möglich schliech ich mich aus dem Schlafzimmer, damit Kasper nicht wach würde, er mit nach unten ging und mir Struppi verjagte.
Ich öffnete die Terrassentür und mir kam ein völlig halbverhungerter Kater entgegen.
Dieses Mal kam er sogar rein und blieb in meiner Nähe, so verzweifelt schien er zu sein.
4 Portionen bedurfte es, bis es den Anschein hatte, dass er halbwegs satt war und rannte dann schnell wieder raus.
So ging es nicht weiter, sonst verhungert der kleine mir noch.
Ein Plan musste her.
Da die Kinder zu Schule gingen, mein Mann ganz normal von Morgens bis Abends arbeitet und ich die Spätschicht habe, rief ich am Abend nach Feierabend den Familienrat ein.
Alle waren sich einig, sogar mein Mann, wir nehmen Struppi auf. Die Frage war nur das wie.
Er hatte pure Angst, kannte keine normalen Geräusche wie z.B Husten, Türen etc. und somit ständig auf der Flucht.
Aber er musste dringend mal zum Tierarzt und der Winter kommt auch langsam und dann braucht er ein zu Hause.
Wir waren uns einig, wir gehen es langsam an.
Wenn er kommt, wird er gefüttert, ruhig und sachte mit ihm gesprochen, sonst nichts. Er wird vollkommen in Ruhe gelassen.
Gesagt getan, es wurde in die Tat umgesetzt.
Kasper war das nächste Problem. Wobei Problem vielleicht zuviel gesagt ist.
Kasper mag Struppi nicht. Am Anfang fauchte er ihn immer an, griff in an und Struppi ging wie ein geschlagener Hund raus.
Draussen im Garten sah es anders aus, da wehrte Struppi sich.
Mein Mann meinte das würde sich sicher mit der Zeit geben, ich sollte mal abwarten, also musste ich auch da auf Geduld umschalten, was mir ehrlich gesagt schwer viel.
Struppi kam bald jeden Tag, wurde gefüttert und ansonsten in Ruhe gelassen. Er nahm zu und sein Fell wurde besser.
Kasper und er prügelten sich nicht mehr ganz soviel, genauer gesagt nur noch im Haus. Im Haus legt sich Kasper vor die Tür und wenn Struppi raus will, faucht er kurz und titscht ihm eine aber ohne das sein Fell hochsteht oder aufzustehen.
Am Anfang kam Struppi nur Abends, dann Morgens und Abends.
Vor einer Woche dann fütterte ich ihn wieder Abends, setzte mich auf das Sofa zu meinem Töchterchen und schaute fernsehen.
Wie aus dem Nichts, kam Struppi nachdem Fressen auf das Sofa gesprungen, mauzte kurz, legte ich hinter mich, schnurrte und schlief ein.
Meine Tochter und ich guckten uns etwas fragend an und ich mochte mich kaum bewegen, Struppi sollte ja nicht gleich wieder verschreckt werden.
Nach 2 Stunden sehr tiefen Schlafes, ging er dann wieder seiner Wege.
So ging es dann bis zu dieser Woche.
Jetzt will er in den Schlaf gekrabbelt werden und kommt sogar auf den Arm :mrgreen::mrgreen:
Nun werde ich langsam Schritt 2 einläuten ab und an mal für eine Weil die Terrassentür zu halten, damit er nicht raus kann und sich daran gewöhnt auch mal im Haus zu bleiben, falls der Tierarzt sagt er muss ein paar Tage im Haus verweilen und da ich ihn auch kastrieren lassen will, spätestens dann.
Ausserdem müssen Kasper und er sich auch auseinandersetzen, damit es nicht zu dauer Schlägereien hier kommt, ich hoffe das funktioniert......für Tips bin ich ansonsten sehr dankbar.
Aber Fakt ist, wenn Struppi will, hat er ein Sofa gefunden was zwar Teilen muss aber auch ihm gehört.
Von unserer Seite , hat er seine Familie gefunden :wink: