Kittenfutter muss eigentlich nicht sein. Das ist mehr Marketing als wirklicher Nutzen. Ein gutes, proteinreiches und auf jeden Fall getreide- und zuckerfreies Nassfutter reicht allemal. Gegen Carny ist aber generell nichts zu sagen. Es ist gutes Mittelmaß.
Was auch sehr gute, beliebte Sorten sind, die nicht allzu sehr den Geldbeutel sprengen: Macs, Feringa, Leonardo. Es geht auch mal Bozita, Landfleisch und tatsächlich auch einige Discounterfutter, wie z.B. Cachet ALDI Süd (da aber nicht die ganz großen Dosen, und bei den kleineren Dosen und Beuteln noch drauf achten, ob wirklich getreide- und zuckerfrei. So wie es heute aber beim Stöbern aussah, stellt Aldi fast alle seine Sorten auf getreide- und zuckerfrei um.
Gut ist es, durchaus viel zu wechseln.
Wenn du auf dem Land lebst, hast du vielleicht auch Draht zu einem guten Schlachter. Gerade Geflügel und Rind sind gut für Katzen. Du brauchst dich auch nicht mal sonderlich in das Thema BARF einlesen, wenn du z.b. ein mal die Woche Rohfleisch fütterts. (Mitleser: Bitte korrigiert mich, falls das für Kitten in dem Alter noch nicht gut wäre) Das ist prima für die Zähne, und gibt ihnen was zum "Arbeiten".
Trockenfutter ist deswegen nicht gut, weil es sehr weit entfernt von einer natürlichen Nahrung ist. Die mangelnde Flüssigkeit ist schwer bis gar nicht durch Trinken auszugleichen, und es steht dadurch unter Verdacht, verschiedene Erkrankungen zu begünstigen. Als Leckerli zur Belohnung oder auf Activity Boards kannst du
Trockenfutter aber auch mal geben.
Noch ein Tipp: Stelle mehrere Trinkgefäße auf, und zwar nicht nur beim Fressplatz. Viele Katzen trinken lieber wo anders als sie fressen. Wobei gutes Nassfutter eigentlich den Flüssigkeitsbedarf decken sollte. Wenn es leicht angetrocknet ist, kannst du auch etwas Wasser darüber geben und es neu vermischen. Bewahrst du dein Futter zwischendurch im Kühlschrank auf, nehme es entweder vorher raus oder vermische es mit etwas warmem Wasser. Ganz kalt ist nicht gut, und ich schätze mal besonders nicht für kleine, sensible Kittenbäuche.
Zuletzt zum Thema "Vermehrer" oder nicht. Ich weiß, dass gerade auf dem Land noch eine ganz andere Mentalität herrscht. Ich unterstelle weder dem Bauern noch und erst recht nicht dir irgendwas böses. Trotzdem wäre es super, wenn du den Besitzer der Mutter davon überzeugen könntest, diese kastrieren zu lassen. Häufige Schwangerschaften sind Stress pur für so eine Katze; es gibt schon etliche Katzen und auch immer wieder Babies, die ein Zuhause suchen (die Tierheime sind voll damit); und nicht zuletzt kann bei unkastrierten Katzen Gebärmutterkrebs auftreten.
Ich wünsche dir viel Glück bei der Aufzucht deiner Kitten und dass es mit dem Kleinen bald deutlich bergauf geht. Im Zweifel wirklich noch mal zum
Tierarzt.
Ein paar Fotos wären auch toll
