Zunachstmal naürlich HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH an Kitten2017, Mama-Katz' und die Kleinen - ihr habt es gut geschafft!
Dennoch ein Nachtrag zu den Lösch- und Verschiebeaktionen in diesem Thread (diejenigen, die von Anfang dabei waren und jetzt vielleicht zurückkehren, werden sich erinnern).
Es gab hier einen Beitrag, der Kitten2017 einigermaßen realistisch auf das vorbereitet hat, was auf sie und ihre Katze zukommt, und sich auch im Nachhinein als zutreffend erwiesen hat. Dieser ist hier gelöscht worden und im Offtopic-Thread als kommentiertes Zitat erhalten geblieben. Da ich der Verfasser dieses Posts war, erlaube ich mir, ihn hier jetzt noch mal zitierend reinzukopieren:
Zitat von Minkie_und_Frank
Die Zusammenfassung der "guten Ratschläge" in den ersten Posts war in meiner Wahrnehmung (nur leicht pointiert formuliert): Es ist schieß(!)egal, wie es deiner Tochter seinerzeit gegangen ist, wichtig wäre allein gewesen, dass die Katze rechtzeitig abgetrieben hätte - mit einer "sauberen Abwägung" zwischen Kindes- und Katzenwohl (jetzt etwas leichter Zynismus).
Von durchdachten praktischen Ratschlägen habe ich übrigens nichts gelesen. Der erste und wichtigste Ratschlag bei einer "normalen" trächtigen Hauskatze ist "Ruhe bewahren". Der Geburtsvorgang ist, auch bei einer erstgebärenden sehr jungen Katze, in der Regel unproblematisch (ja, es kann Ausnahmen geben, auf die man vorbereitet sein sollte).
Was hier bislang kam, war die Schilderung von Komplikationen, wie sie bei Rassekatzen häufig auftreten, wie Blutgroppenunverträglichekeit, zu frühes Abstillen oder keine Milch, Verbildungen im Gaumen- und Rachenbereich und anderes. Dort sind sie häufig - nahezu der Regelfall, auf den man vorbereitet sein muss. Bei einer normalen Hauskatzengeburt ist das nichts, womit man der Tierhalterin Panik machen sollte. Ein niedergelassener Tierarzt wird in der Regel abwinken, wenn man von ihm 24-Stunden-Erreichbarkeit oder einen nächtlichen Hausbesuch erwartet. Dafür gibt es den tierärztlichen Notdienst. Wenn man es besonders gut machen will, kann man dort, wenn man das Gefühl hat, dass die Geburt unmittelbar bevorsteht, prophylaktisch anrufen und mitteilen, dass eine Geburt ansteht; dann kann die Adresse des diensthabenden Tierarztes schon mal notiert werden, für den Fall, dass sein Einsatz nötig wird.
Die meisten Leute, in deren Wohnung die Geburt einer "normalen" Hauskatze stattgefunden hat, berichten anschließend, dass sie davon so gut wie nichts mitbekommen haben. Auch wenn man grundsätzlich anwesend ist, geht man irgendwann mal auf die Toilette, setzt sich einen Kaffee auf o. ä., und wenn man wiederkommt, ist "alles vorbei". Die Nabelschnüre sind getrennt, die Nachgeburt von der Mutter gefressen und die Kätzchen angelegt. Natürlich kann es Notfälle geben, aber die üblichen zuchtbedingen degenerativen Begleiterschenungen bei Zuchtkatzengeburten finden bei Hauskatzengeburten nicht statt und man kann und sollte sie nicht zum Maßstab nehmen. Nach Möglichkeit sollte ein Tierarzt die Katzenmutter kurz vor der Geburt noch einmal untersuchen (ähnlich wie eine werdende Mutter zum Gynäkologen und/oder zur Hebamme geht). Der Tierarzt wird dann auch einen Termin vorschlagen - xy Tage nach der Geburt - an dem ihm die Kätzchen "vorgestellt" werden sollen und Hinweise darauf geben, wann ein früherer Praxisbesuch oder tatsächlich ein Hausbesuch durch den Tierarzt angezeigt ist.
Die Sauberkeitserziehung, aber auch das Anbieten erster Häppchen festen Futters übernimmt in der Regel die Katzenmama. Richtig anforderungsreich für den Menschen wird es meistens erst, wenn die "kleinen Biester" die Geburtskiste selbständig verlassen können. Sind die Kiddies erst mal wohlbehalten da, kann man - am besten unter Einbeziehung des Tierarztes - alles weitere besprechen (wann impfen, Abgabe nach 12, 14 oder 16 Wochen, Aufteilung der Kätzchen zur Abgabe, welches mit welchem an wen, die Aufteilung ungradzahliger Würfe etc.) In unserem letzten (und einzigen!) Fall einer Katzenhausgeburt hatte der Tierarzt die Abgabe eines Pärchens vermittelt (an eine Dame, deren Katze vertorben war und die er kannte). Als sie kam, haben wir die Kätzchen sie aussuchen lassen (nicht umgekehrt). Zwei Wochen später hat sie sie abgeholt; zwei Monate danach waren wir bei ihr eingeladen, und alles war okay. Den dritten Kater haben wir behalten. Das war 1996/97; der Kater ist 2010 gestorben.
Das war jetzt eine Katzengeburtserfahrung, wie sie tatsächlich stattgefunden hat. Vielleicht können ja auch andere von konkreten eigenen Erfahrungen berichten, die für Kitten2017 nachvollziehbar sind. Jede Katzengeburt ist ein bischen anders, und die von Kittens Katze wird es auch sein.
Zitat Ende
Der Kommentar der Moderatorin Stulle war:
"Ich kenne aus eigener Erfahrung einige Fälle, in denen es eben nicht gut ging. Vielleicht beschäftigst du dich nochmal intensiver mit dem Thema, das scheint in der Vergangenheit noch nicht so der Fall gewesen zu sein." (Hervorhebung von mir)
Also: Es gab hier eine Frage einer angenhenden "Katzenmama-Mama" und einen Antwort-Beitrag, der die Fragestellerin auf das vorbereitet hat, was sie realistischer Weise erwartet (und wie es dann auch gekommen ist). Dieser wurde off topic gestellt und als von einem Teilnehmer verfasst charakterisiert, der sich angeblich nicht ausreichend mit dem Thema beschäftigt hätte.
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